27,5-Zoll-Mountainbikes im Test: Der goldene Mittelweg

27,5 Zoll - das ist das neue Standardmaß für Mountainbikes. Seit einigen Jahren erfreuen sich 27,5-Zoll-Räder (auch 650B genannt) großer Beliebtheit und erheben den Anspruch auf den goldenen Mittelweg. Sie hat gleichzeitig dazu geführt, dass in Zukunft mehr Individualität bei der Radgröße möglich ist - je nach Einsatzgebiet und Körpergröße.

Die Vorteile von 27,5 Zoll

Befürworter der 27,5-Zöller sehen in ihnen die Vereinigung der Vorteile von 26- und 29-Zoll-Rädern. Da auch die Rahmengeometrie nicht so stark verändert werden muss, ist eine sportliche Sitzposition möglich.

  • Kaum schwerer und größer als ein 26-er, sind die Abstriche hinsichtlich Beschleunigung, Spritzigkeit sowie Wendigkeit eher marginal.
  • Gleichzeitig jedoch legen sie wie 29-er ein besseres Überrollverhalten und mehr Traktion an den Tag.
  • Sie verzeihen Fahrfehler leichter und bieten ein Plus an subjektivem Sicherheitsgefühl und Komfort.
  • 27-er lassen sich außerdem viel leichter auf nahezu alle Federwegklassen ausrichten, Einschränkungen wie bei den 29-ern gibt es also nicht.

Zudem lassen sich die Reifen in viele 26-er-Räder einbauen, das heißt, nicht immer muss gleich, wie bei einem 29-er, ein neues Rad angeschafft werden. Je nach Streckenprofil kann der 26-er-Reifen durch den 27,5-er ausgetauscht werden - für enge Strecken etwa wählt man Ersteren, für tiefes, unebenes Gelände mit steilen Abfahrten Letzteren aus.

27,5-Zoll-All-Mountainbikes im Test: Jahrgang 2015

ALPIN hat zehn All-Mountain-Bikes dieser Größe auf ihre Allround-Qualitäten getestet. Das Ergebnis: Der Bike-Jahrgang 2015 bietet viel Komfort und feine Fahrwerke! Die 27,5-Zoll-All-Mountain-Modelle des Jahrgangs 2015 haben in puncto Vielseitigkeit im Vergleich zu den Vorjahren noch zugelegt. Dank cleverer Fahrwerksmechanik haben sich die meisten Modelle bergauf als gute Kletterer bewährt. Bergauf wie bergab am ausgewogensten schnitten das Stumpjumper FSR Comp EVO 650B und das Rocky Mountain Thunderbolt 750 ab.

Testbedingungen

Das Testteam bestand aus erfahrenen Bike-Guides und Touren-Bikern. Alle Räder wurden auf einer einheitlichen Teststrecke in Massa Marittima gefahren. Die bestand aus Schotterwegen und anspruchsvollen Singletrails, die teilweise mit Wurzeln und Felsen durchzogen waren. Einige sehr steile Passagen bergauf ließen eine gute Analyse des Kletterverhaltens am Limit zu. Bergab mussten die Bikes dann wurzelige, felsige und schotterige Singletrail-Passagen bewältigen.

Testablauf

Direkt im Anschluss an die Testfahrten füllten alle Tester einheitliche Fragebögen aus. Nachdem alle Bikes gefahren waren, wurden die Ergebnisse im Team diskutiert. Alle Bikes wurden ohne Pedale gewogen.

Ergebnis

Hauptziel des Tests ist es, die Bandbreite vielseitiger Bikes für den Toureneinsatz darzustellen. Im Test wurde der Charakter jedes Bikes so gut wie möglich analysiert mit dem Hinweis, welches Rad sich für welchen Fahrertyp eignet. Erfreulich: Für solide, gut funktionierende Touren-Bikes muss man nicht in den höchsten Preisklassen stöbern. Der Spaß beginnt bei rund 1500 Euro. Nach oben sind dem Budget freilich keine Grenzen gesetzt.

27,5-Zoll-Mountainbikes für Kinder: KU Bikes 27,5M MTB Disc

KU Bikes ist eine authentische Firma aus dem Allgäu, die mit ihren hochwertigen, konfigurierbaren Rädern Kindern das Biken leichter machen will. Das 27,5M MTB Disc wurde von seinen Allgäuer Erdenkern auf Leichtbau getrimmt. Mit diesem 27,5 Zoll Bike kann der Nachwuchs richtige Trails erkunden. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.

Ausstattung

Das 27,5M MTB Disc will mit seiner Ausstattung tatsächlich als ernsthaftes Mountainbike wahrgenommen werden.

  • Leichtgängige Bremsen erhöhen also die Fahrsicherheit im Gelände und auf der Straße. Deshalb verbaut KU Bikes hydraulische Scheibenbremsen. Sie lassen sich schon mit wenig Handkraft bedienen.
  • Die zehnfach Shimano Schaltung funktioniert auf sehr hohem Niveau. Mit einer exzellenten Bandbreite von 382 % haben Kinder für jede Fahrsituation den richtigen Gang parat.
  • Die 2,35 Zoll Kenda Reifen haben einen Vorteil: Durch ihr relative hohes Volumen vermitteln sie sowohl im Gelände als auch auf der Straße ein Gefühl von Sicherheit.

Federgabel

Das Thema Federgabel wird in vielen Familien heiß diskutiert. Denn auch wenn eine Federgabel bei niedrigem Körpergewicht nicht immer sinnvoll ist, wollen Kinder ein solche haben. Leider lässt sich auch die Spinner Gabel im 27,5M MTB Disc nur bedingt auf das Fahrergewicht einstellen.

Größeneinschätzung

Nach Einschätzung von Experten dürfte das 27,5M MTB Disc für Kinder von 150 bis 165 cm Körpergröße passen.

Bulls Sharptail Street 2 27,5: Das alltagstaugliche Mountainbike

Mit alltagstauglicher Ausstattung ist das Bulls-MTB ein idealer Begleiter auf dem Weg zur Schule, zum Sport und in der Freizeit. Die Offroad-Bikes im mittleren Preissegment sind keine dezidierten Jugendräder, aber gerade durch das Größenspektrum, das beim 27,5-Zoll-Rad je nach Modell bis hinter zur Größe XS geht, eignen sie sich vorzüglich für jüngere Radler.

Ausstattung

Das Rad mit der kompakten Rahmenform, deren Plus eine niedrige Überstandshöhe ist, zeichnet sich durch eine Federgabel mit satten 100 mm Weg aus - wenn es also doch einmal wirklich ins Gelände geht, ist das Bulls für alles gerüstet. Auch die großvolumigen Reifen sind auf lockeren Untergrund abgestimmt, wobei sie auf der Straße durchaus leicht rollen. Scheibenbremen dürfen natürlich auch nicht fehlen, wobei der Hersteller hier auf eine mechanisch aktivierte Variante setzt. Außerdem ist das Rad mit einer offroad-typischen 3×7-Schaltung ausgestattet, deren Übersetzungsbandbreite freilich nicht ganz so groß ist wie beim „echten“ Mountainbike.

Alltagstaugliche Details

Das Sharptail teilt sich eine ganze Reihe von Ausstattungsdetails mit Alltagsrädern. Erst einmal ist das Bulls mit kurzen, sportlich anmutenden Kunststoff- bzw. Steckschutzblechen versehen: Der vordere Schützer kommt ganz ohne Streben aus, und hinten klemmt das Teil mit einer Klammer am Unterrohr. Der vordere Schützer kann abgenommen werden; hinten klappt das allerdings nicht, denn daran ist die Rückleuchte montiert, deren Kabel an der Strebe entlang geführt wird. Den Strom fürs Rücklicht und den recht hellen (30 Lux) Scheinwerfer liefert natürlich ein ausfallsicherer Nabendynamo, der per Schalter an der Frontleuchte aktiviert werden kann. Ein Parkständer am Hinterbau rundet die Alltagsausstattung des Sharptail Street ab.

Drössiger XRA29: 29 Zoll mit optionalen 27,5 Zoll Laufrädern

Das XRA29 ist kein neues Modell aus dem Hause Drössiger und, wie der Name bereits sagt, eigentlich ein Bike mit 29 Zoll-Laufrädern. Im Zuge der Plus-Welle hat der Entwickler Basti Thijs aber bei den Rahmen zur neuen Saison neben den ohnehin anstehenden Änderungen bei der Geometrie zugleich die Reifenfreiheit vergrößert. Serienmäßig wird das Bike mit 29 Zoll-Laufrädern in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten ab 2.299 Euro angeboten. Optional kann man einen von zwei 27,5 Zoll-Laufradsätzen mit WTB Felgen mit einer Maulweite von 35 oder 45 Millimetern erwerben. Problemlos nimmt der Rahmen damit 2,8 Zoll-Reifen auf, je nachdem, wie der Reifen ausfällt, eventuell sogar bis 3,0.

Geometrie

Die Geometrie bzw. Maße des Rahmens wurden für bessere Fahreigenschaften überarbeitet. Ein auf 75 Grad angewachsener Sitzwinkel soll die Klettereigenschaften verbessern und ein kürzeres Sitzrohr erlaubt die Kompatibilität mit Variostützen mit einem Verstellbereich von 150 Millimetern. Dies sorgt in der Abfahrt für einen größeren Bewegungsfreiraum und mehr Fahrsicherheit. Geblieben sind die vergleichsweise kurzen Kettenstreben, um die Agilität und den Fahrspaß des 150-Millimeter-Boliden hochzuhalten.

Ausstattung

Das hier gezeigte Modell XRA29 1 kommt serienmäßig mit teuren Race Face Carbon Anbauteilen und einem leichten DT Swiss XMC 1200 Spline Carbon Laufradsatz.

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