Du wolltest schon immer deine eigene MTB-Rampe haben? Hier findest du eine detaillierte Anleitung zum Bau deiner eigenen MTB-Rampe. Mehr fachliches und sportliches Know-How geht nicht!
Zu unterscheiden gilt, ob Du Deine Rampe an einem Ort belassen willst, oder eben zu verschiedenen Spots transportieren möchtest.
Möchtest Du einen Kicker in eine Strecke integrieren, oder an einem fixen Platz in Deinem Garten installieren, wirst Du mit Material aus dem Baumarkt, etwas handwerklichem Geschick, und dem richtigen Werkzeug, bestimmt eine kostengünstige Alternative hinbekommen. Achte beim Kauf auf die Qualität der Holzplatten bzw. auf eine Versiegelung, denn Dein Kicker ist Umweltbedingungen ausgesetzt, die ihn schnell altern lassen.
TIPP: Falls Du Kids hast, macht daraus ein gemeinsames Do-It-Yourself Projekt.
Die Planung und Vorbereitung
Im Internet gibt es viele Anleitungen, aber oft fehlen Maßangaben oder ähnliches. Wichtig ist, sich Gedanken über die Größe der Rampe zu machen, wie Höhe und Gesamtlänge.
Ich entschied mich auf eine Länge von einem Meter und einer Höhe von 45 Zentimetern, nur das Ganze nicht geradlinig ansteigend, sondern in einem gekurvten Anstieg. Nur wie kriegt man eine statisch ansteigende Kurve hin? Ganz einfach, Platte auf den Boden legen, einen Fixpunkt festlegen (in meinem Fall die Wäschespinne im Garten), eine lange Schnur und einen Stift. Somit kann man einen schönen Radius herbeizaubern, quasi ein riesengroßer Zirkel.
Materialliste und Werkzeuge
Für den Bau deiner eigenen MTB-Rampe benötigst du folgende Materialien und Werkzeuge:
- Holzplatten (OSB oder Siebdruckplatten)
- Dachlatten
- Spanplattenschrauben (5x50 oder 3,5/4x50)
- Holzleim
- Sperrholzplatten (6mm)
- Fichtenkanthölzer
- Torx Schrauben (4x40 und 5x80)
- Rollen
Werkzeuge:
- Säge (Stichsäge)
- Schraubzwingen
- Bohrmaschine
- Schlagschnur oder starre Holzleiste
- Hobel
Schritt-für-Schritt Anleitung
1. Zuschnitt der Seitenteile
Ich habe heute die beiden Seitenteile fertig gesägt, um einen Arbeitsschritt zu sparen hatte ich den Kurvenverlauf nur auf ein Seitenteil angezeichnet, dann beide Platten exakt aufeinandergelegt und mit 4 Schraubzwingen fest verbunden. Somit brauchte ich nur einmal sägen und ich erhielt 2 exakt gleiche Seitenteile.
2. Konstruktion der Stützstruktur
Danach schnappte ich mir 2 Dachlatten und zersägte diese auf mehrere Teile mit einer Länge von 50 Zentimetern. Somit konnte das verschrauben der beiden Seitenteile mit den Dachlatten beginnen, aber der angekündigte Regen setze ein und machte mir einen Strich durch die Rechnung.
Somit konnte der Zusammenbau beginnen, 8 auf 50 Zentimeter gesägte Dachlatten bildeten den Grundstock um erstmal Ansatzweise die Seitenteile miteinander zu vereinigen. Die einzelnen Streben wurden dem Kurvenverlauf der Seitenteile angepasst und in einem Abstand von 10 Zentimetern Hochkantig gesetzt und pro Seite doppelt Verschraubt mit 5×50 Spanplatten Schrauben (3,5 oder 4×50 hätten es auch getan, aber ich hatte die Schrauben noch in meinem Fundus…bei der dicke von Schrauben vorbohren nicht vergessen!!!
3. Modifikationen und Anpassungen
Als ich mich langsam dem Ende näherte, kam mir der Gedanke zwischen den Sparren der Lauffläche einfach noch eine Lage Dachlatte zu setzen. Ende vom Lied wäre gewesen, die Rampe hätte einen leichten Hauch von einem Northshore bekommen und der Dreck könnte einfach durchfallen. Oder die oft genutzte Variante, eine dünne Leim Holz oder Siebdruckplatte.
Ich habe mich kurzerhand dazu entschieden noch eine zweite Querstrebe einzubauen um noch ein wenig mehr Steifigkeit in das ganze Konstrukt zu bekommen.
4. Fertigstellung der Lauffläche
Des weiteren war ja die Lauffläche noch nicht wirklich fertig…als erstes hatte ich mir hierfür 12mm Siebdruckplatten aus dem Baumarkt besorgt, diese waren aber nicht wirklich biegsam und somit hätte ich jede Menge kleine Segmente sägen müssen, aber dann wäre die gewölbte Lauffläche eine gestückelte Wabenstruktur geworden. Also wieder ab zum Baumarkt und die 12mm Platten umgetauscht in eine 4mm und somit biegsamere Platte.
Da mir das Wetter immer wieder in die Quere kommt (und ich ja auch noch Arbeiten muss) verzögert sich das fertigtstellen, es fehlt nur noch das obere letzte Stück der Rampe, dort wird noch ein dickes 12mm Brett verbaut.
5. Detaillierte Anleitung nach Erik Fedko und Andreas Schützenberger
01 Das sind die Maße der fertigen MTB-Rampe
Höhe 60 cm
Breite 60 cm
Radius 170 cm
Länge ca.
Anschließend sägst du den angezeichneten Radius vollständig aus.
Säge zuletzt die oberen Spitzen deiner zwei Radius-Wangen waagrecht ab, sodass du dort am Schluss eine schmale Plattform aufschrauben kannst.
3. Konstruktion vorbereiten
Schneide aus den Fichtenkanthölzern 11 Querstreben á 55,1 cm Länge.
Sind die Querstreben erst zwischen den zwei Radius-Wangen verschraubt, kommst du zusammen auf die gewünschte Rampenbreite von 60 cm.
4. Wir nennen es TEIL 1 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 20 x 2,4 cm.
Das zweite Teil dient später am hinteren unteren Ende der verschraubten Rampen-Konstruktion als Montageleiste für die Rollen und sollte von der Größe zur Breite deiner Rollen passen. Wir nennen es TEIL 2 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm.
Das dritte Teil dient später als Plattform und weiteres Verbindungsstück oben auf den waagrecht abgeschnittenen Radius-Wangen. Wir nennen es TEIL 3 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm.
Das vierte Teil dient später am unteren vorderen Ende der Konstruktion als Auffahrt für die MTB-Rampe. Wir nennen es TEIL 4 Aussteifung. Hier hat es die Maße 60 x 5 x 2,4 cm.
5. Schneide dazu passend zwei Schrägen ab. In Verlängerung der Schrägen wird später TEIL 2 Aussteifung als Montageleiste verschraubt.
Griffe: Zeichne dir auf der unteren Seite deiner zwei Radius-Wangen zwei Handbreit von der Auffahrt entfernt je einen schmalen Griff an und schneide ihn mit der Stichsäge aus.
6. Nutze hierfür 2 x 3 Torx Schrauben á 5 x 80. Verschraube die Aussteifung so, dass sie hinten und oben bündig mit den Wangen abschließt.
Schraube als nächstes die Montageleiste (TEIL 2 Aussteifung) für die Rollen am hinteren, unteren Ende zwischen die Wangen, sodass auch sie bündig abschließt. Nutze hierfür 2 x 3 Torx Schrauben á 5 x 80.
Montiere als drittes die Plattform oben auf die zwei Wangen, sodass sie zu allen Seiten bündig abschließt. Nutze hierfür 4 Torx Schrauben á 4 x 40. Bevor du die Plattform aufschraubst, solltest du die obere vordere Kante der Plattform passend zum Winkel des Radius anschrägen.
Verschraube nun die 11 Querbalken in regelmäßigem Abstand voneinander mit den zwei Radius-Wangen, sodass die Querbalken oben bündig mit den Wangen abschließen. Starte beim Verschrauben oben an der Plattform und arbeite dich nach unten vor. Verschraube die ersten 9 Querbalken hochkant, die letzten zwei Querbalken mit der breiteren Seite nach oben zeigend. Nutze hierfür pro Querbalken 2 x 2 Torx Schrauben á 5 x 80.
Verschraube als letztes TEIL 4 Aussteifung. Achte darauf, dass auch sie oben bündig abschließt und sie 4 Finger breit von der Auffahrt entfernt beginnt.
Hoble den nach unten überstehenden Teil ab, bis auch er mit der Standfläche bündig ist.
Montiere nun die Rollen so an der Montageleiste, dass sie gerade nicht aufsetzen, wenn die Rampe auf dem Boden steht.
7. Markiere dir nun die späteren Schraublöcher, über die du den Belag mit den Querbalken verbinden wirst.
Übertrage die Markierungen von der schmalen Holzleiste mit Hilfe einer Schlagschnur oder einer starren Holzleiste auf eine deiner 6 mm dünnen Sperrholzplatten. Sie dienen dir als Belag.
Schneide die Sperrholzplatte mit den angezeichneten Markierungen auf die passende Länge deiner Rampe zu und schneide dir anschließend auch die zweite Sperrholzplatte identisch groß zu.
8. Sie dienen als Führung und helfen dir dabei, die zwei Belagsplatten passgenau auf deine Rampe zu legen und sie dort zu fixieren.
Lege als erstes die untere Belagsplatte (ohne Markierungen) auf deine Rampe. Achte darauf, dass sie oben bündig mit der Plattform abschließt.
Trage nun großzügig Holzleim auf die untere Belagsplatte und halte sie dabei in Position. Nutze hierfür pro Querbalken 2 Torx Schrauben á 4 x 40. Eine links außen, eine rechts außen. Für die erste, die dritte und die letzte Querstrebe kannst du eine zusätzliche Schraube in der Mitte anbringen. An diesen Stellen wirken später die größten Kräfte.
Entferne anschließend die Sicherungsschraube oben und die Führungs-Holzteile an der Seite.
Hoble letzte etwaige Überstände am Belag oder an der Auffahrt zurecht.
Sicherheitshinweise
Mache dich vor Benutzung der Werkzeuge und Maschinen mit den entsprechenden Betriebsanleitungen vertraut, trage stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung und sorge für ein sicheres Arbeitsumfeld, damit dem sicheren und erfolgreichen Bau deiner Rampe nichts im Wege stehen kann.
Mobile Rampen als Alternative
Mobile Rampen von MTB-Hopper werden mittlerweile von vielen Pro-Ridern in ihren Videos verwendet, da sie aufgrund ihres geringen Gewichts und kompakter Bauform leicht zu transportieren sind. Selbst, wenn Du in einer Stadt wohnst, wirst Du damit ein geeignetes Plätzchen finden, um an Deinen Jumps feilen zu können oder einfach Spaß zu haben.
Die neueste Version ist der MTB-Hopper LITE, der dank Tragesystem wie ein Rucksack transportiert werden kann.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Gewicht | 7,7 kg |
| Maße (zusammengepackt) | 520 x 380 x 120 mm |
| Maße (aufgebaut) | 440-500 (Höhe) x 520 (Breite) x 1200 mm (Länge) |
| Anzahl Teile | 5 |
| Aufbauzeit | 2 Minuten |
| Besonderheit | Durch spezielle Fräsung der Deckplatte auch mit feuchten bzw. |
In der beiliegenden Beschreibung wird die Aufbauzeit mit 2 Minuten angegeben. Diese 2 Minuten beziehen sich auf Deinen ersten Aufbau, ab dem zweiten Mal wirst Du diese Zeit garantiert unterbieten. Es sind Nummern auf den verschiedenen Elementen graviert, so weißt Du welche Elemente zuerst ineinandergesteckt gehören. Nach dem Aufbau muss die Deckplatte noch mit straffen Gummibändern fixiert werden, um ein verrutschen zu verhindern.
Wir haben den MTB-Hopper auf verschiedenen Untergründen (Stein, Erde, Sand) benutzt und selbst bei hoher Anfahrtsgeschwindigkeit kein rutschen des Kickers feststellen können.
Sobald es um Airtime geht, sollte man sich generell mit der Form des Absprungs vertraut machen, um ein Gefühl für die Steilheit und Länge des Kickers zu bekommen. Der Absprung wirkt auf den ersten Blick sehr kurz, lässt sich aber auch mit 29er Bikes und langem Radstand geschmeidig springen.
Seine Form macht ihn neben Profis wie Wyn Masters daher auch für Sprung-Anfänger interessant.
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