Mountainbike-Touren in Ramsau und Berchtesgaden: Ein Paradies für Biker

Ramsau bei Berchtesgaden, im Landkreis Berchtesgadener Land in Deutschland gelegen, ist ein wahres Paradies für Mountainbike-Enthusiasten. Auch Berchtesgaden, im selben Landkreis gelegen, ist ein idealer Ort für Mountainbiker.

Die geografische Lage von Berchtesgaden macht es zu einem idealen Ort für Mountainbiker. Die geografische Lage Ramsaus trägt maßgeblich zu den Besonderheiten der Gegend bei. Eingebettet zwischen hohen Bergen und grünen Wäldern bietet die Region atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Die vielen Seen und Flüsse sorgen zudem für erfrischende Stopps während der Touren.

Vielfalt der Strecken

Umgeben von den majestätischen Alpen und dem Nationalpark Berchtesgaden bieten sich unzählige Möglichkeiten, die Natur auf zwei Rädern zu erkunden. Von sanften Hügelrouten bis hin zu anspruchsvollen Bergpfaden gibt es für jeden Geschmack etwas Passendes. Willkommen im bayerischen Mountainbike-Paradies Berchtesgadener Land: rund 25 ausgeschilderte Touren, über 700 Kilometer Streckenlänge und über 22.700 Höhenmeter! Das sind die Eckdaten des Mountainbike-Wegenetzes zwischen Königssee, Berchtesgaden und dem Rupertiwinkel.

Von den 25 beschilderten Mountainbike-Touren sind 16 Touren Rundkurse. Der Ausgangspunkt kann hier meist individuell gewählt werden. Bei einigen Touren gibt es zusätzlich sportlichere und leichtere Varianten. Die Touren sind in beide Richtungen beschildert und erlauben so eine enorme Flexibilität bei der Planung einer Mountainbike-Tour. Für den ambitionierten Mountainbiker gibt es neben den 25 beschilderten Mountainbike-Wegen auch noch die Berchtesgadener Land Bikerunde. Die Mountainbiketouren sind großteils mit den Radwegen verbunden. Die Berchtesgadener Radwege schließen somit teilweise die Bikerunden oder bringen den Biker vom Ausgangspunkt zur später beschilderten Bikeroute.

Beliebte Touren und Ziele

  • Königssee: Eine der bekanntesten MTB-Touren in Berchtesgaden führt zum Königssee. Die Tour um den Königssee herum bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern auch abwechslungsreiche Trails durch Wälder und entlang des Ufers.
  • Jennergebiet: Ein weiteres beliebtes Ziel für Mountainbiker ist das Jennergebiet. Hier finden sich zahlreiche Mountainbikestrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Biker herausfordern können. Der Aufstieg zum Gipfel des Jenners belohnt mit einer grandiosen Aussicht über das gesamte Tal.
  • Kehlsteinhaus: Die Tour zum Kehlsteinhaus hoch über Berchtesgaden besticht durch ein grandioses 360-Grad-Panorama.
  • Litzlalm: Beliebte und gesellige Radtour zur Litzlalm auf österreichischer Seite mit mehreren Einkehrmöglichkeiten. Die Mountainbike Tour auf die Litzlalm gehört zu den sehr beliebten Biketouren im Tal von Berchtesgaden. Die Biketour vom Hintersee zur Litzlalm ist der Klassiker im Alpen Nationalpark Berchtesgaden.
  • Dießbachstausee: Die konditionell anspruchsvolle Tour zum Dießbachstausee besticht durch eine eindrucksvolle Landschaft.
  • Toten Mann: In einem großen Bogen fahren wir von Ramsau über die Mordaualm zur Berggaststätte Hirschkaser nur wenig unterhalb des Gipfels des Toten Manns.
  • Kallbrunnalm: Es gibt Touren, die muss man einmal gemacht haben. Die Tour zur Kallbrunnalm gehört hier zweifellos dazu.

Die Tour zur Kallbrunnalm im Detail

Ich fahre mit dem E-Bike ganz entspannt in Schönau am Königssee los. Am malerisch gelegenen Hintersee vorbei ins Klausbachtal. Starten wir mit diesem Klassiker am Klausbachhaus. Das ist die Nationalpark-Informationsstelle direkt am Eingang des Klausbachtals. Die Tour beginnt zu erst sehr flach. Man radelt auf der asphaltierten Hirschbichlstraße entlang. Nach ein paar Kilometern sieht man rechts die Wildfütterung. Das ist eines der Ausflugsziele im Winter.

Eine Radtour mit besten Aussichten. Ein Blick nach links und man sieht das Hochkalter- und Hocheismassiv. Rechts wird das Tal von der Reiteralpe begleitet. Besonders bekannt sind hier die Mühlsturzhörner. Wenn Sie durch eine Rinne mit Kopfsteinpflaster fahren, dann blicken Sie rechts nach oben. Die schroffen Konturen erinnern an die Dolomiten. Es war im September 1999. Vom Kleinen Mühlsturzhorn brachen 250.000 m³ Gestein vom Gipfel ab. Seit diesem Felssturz zeigen sich die Mühlsturzhörner in dem heutigen Aussehen. Das ganze Tal wurde damals mit weißem Staub vom Felssturz überzogen. Heute findet man entlang der Tour eine Hinweistafel.

Nach der Hängebrücke folgen die Almen. Die erste Alm ist die Engertalm. Mit einem Mountainbike heißt es jetzt runter schalten. Eine nun folgende Steigung verlangt so einiges ab. Mit dem E-Bike ist der Anstieg kein Problem. Außer der Akku ist leer. Nach dem Anstieg folgt die nächste Alm. Von der Straße führt ein Sandweg zur Alm. Achtung, man darf hier mit dem E-Bike zur Alm hin, aber nicht weiter zum Hirschbichlpass.

Zurück auf der Straße angekommen ist es nicht mehr weit zur Grenze. Es folgt wieder eine Steigung bevor man die Grenze erreicht. Wieder mit dem E-Bike kein Problem. Gleich an der Grenze sehen wir rechts die Klause. Gleich dahinter ist das Berggasthaus Hirschbichl. Hier ist der Platz für eine Rast. Ein erfrischendes Getränk tut jetzt gut. Direkt am Berggasthaus plätschert das Wasser in einen Brunnen. Gleich dahinter eine kleine Kapelle.

Nach der Pause geht es weiter. Wir fahren entlang der Asphaltstraße über die Passhöhe hinweg. Links dehnt sich eine Wiese aus. Der traditionelle Almzaun erinnert an einen alten Heimatfilm. Nun geht es leicht bergab. Wir fahren an einer Felswand vorbei. Nach ein paar Minuten gelangen wir zum Jagdhaus Falleck. Dieses steht an einer schönen Stelle direkt an einer Almwiese. Wir fahren auf der Forststraße weiter. Eine fast gerade Strecke mit Blick auf das Seehorn. Entlang des Kammerlinghorn fahren wir weiter. Der nächste markante Punkt ist das betonierte Wasserbecken. Nun muss sich der Mountainbiker wieder mühen. Mit dem E-Bike geht es nun in grüßen Bögen zur Kallbrunnalm hinauf. Oben angekommen erleben wir die Alm. Diese zieht sich südseitig um den Hochkranz. Das besondere, seit langem liegen hier 15 bayrische und 15 österreichische Almhütten direkt nebeneinander.

Nun ist es wieder Zeit für eine Pause. Man merkt, dass man in Österreich ist. Bei der Stärkung kann man die umgebende Bergwelt genießen. Der Blick auf das Kammerlinghorn, Hocheisspitze, Seehorn, Hundstod, Parghorn und Hochkranz ist schon einzigartig. Wer jetzt noch Kraft hat, der sollte auf der Kiesstraße noch zum Dießbachstausee radeln. Der von Felsen eingebettete See ist sehr kalt. Aber zum Amkühlen der Füße genial.

Biketouren rund um den Hintersee

Die Ramsau ist eine Gemeinde im Tal von Berchtesgaden und das erste Bergsteigerdorf in Deutschland. Gleich am Ausgangspunkt der E-Bike Tour befindet sich auf der rechten Seite das Klausbachhaus, eine Informationsstelle des Nationalpark in Berchtesgaden. Jetzt führt der Weg auf einer asphaltierten Straße durch das Klausbachtal. Als erste Station finden Sie rechts die Wildfütterung. Die Tour führt durch ein Freiweidegebiet. Man muss als immer auch mit Kühen auf der Fahrbahn rechnen. Eine Kuh ist ein sehr sensibles Lebewesen. Die Kuh achtet sehr auf Ihren Nachwuchs. Die Kuh ist auch kein Streicheltier. Es kann also durchaus sein, dass ein sehr bockiges Exemplar einmal auf der Straße steht. Hier an dieser Stelle kann die ganze Familie gemütlich mit dem Mountainbike oder mit dem E-Bike radeln. Sie folgen weiter der Straße. Nun folgt der Anstieg. Dieser erfordert ein Grundkondition. Wenn Sie merken, dass es zu anstrengend für Ihre Kinder wird, dann schieben Sie einfach das Rad. Mit dem E-Bike lässt es sich an der Stelle sehr gemütlich radeln. Auf der rechten Seite erheben sich die Mühlsturzhörner, links sehen Sie zum Hochkalter hinauf.

Am Hochkalter finden sich auch die Reste des nördlichsten Gletschers der Alpen, den Blauseisgletscher. Hier haben wir auch eine Beschreibung der Tour über die Schärtenalm zur Blaueishütte. Von dieser Tour aus sieht man auch immer schön den Hintersee oder TotenMann. Auch auf der linken Seite können Sie das Hocheismassiv entdecken. Der Fußweg zur Bindalm darf nicht mit dem Mountainbike oder E-Bike befahren werden. Etwas was ich immer sehr gerne mache ist ein Stopp an der Brücke. Es gibt doch nichts Schöneres als die Füße in einem kalten Gebirgsbach zu vertreten. Immer gerne auch ein wenig entspannen und dem Plätschern des Baches zuhören.

Die Bindalm lassen Sie links liegen und folgen mit dem Mountainbike weiter die Straße zum Hirschbichlpass. Ein letzter Anstieg und die Grenze zwischen Bayern und Salzburg ist nah. Sie überqueren die Grenze, biegen nach rechts in die Sandstraße ein. Nun haben Sie den letzten Teilabschnitt der Strecke erreicht. Sie folgen der Sandstraße bis zur Jausenstation an der Litzlalm. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Strecke. Wer noch etwas Mehr vom Thema Alm erleben möchte, der fährt jetzt noch zur Kallbrunnalm auf 1454 m. Hier muss man beim Rückweg einmal aufpassen. Wer falsch abbiegt kommt in St. Martin bei Lofer raus.

Alternativen mit E-Bikes

Direkt in Ramsau können Sie Mountain Bikes sowie auch Movelo Räder mieten, mit denen Sie die zahlreichen Radwege und Radtouren in Ramsau und Berchtesgaden erradeln können. Entdecken Sie eine neue Dimension von Radfahren. Diese mit Elektromotor getriebenen Fahrräder lassen Ihre Radtour zum besonderen Erlebnis werden.

Früher eine Tour mit dem Mountainbike, heute eine Tour mit dem E-Bike. Dann ist auch der "Mitterberg" kein Problem mehr. Mittlerweile eine der E-Bike Strecken. Mit dem E-Bike ist die Kallbrunnalm aus dem ganzen Talkessel von Berchtesgaden zu erreichen. Früher mit dem Mountainbike sehr herausfordernd, heute mit dem E-Bike ist es leichter.

Bikeparks in der Umgebung

Für Adrenalinfans gibt es in Berchtesgaden sogar Bikeparks wie den Rossfeld Bikepark oder den Götschen Bikepark. Hier können sich Freerider und Downhiller so richtig austoben und ihre Fähigkeiten auf speziell angelegten Strecken unter Beweis stellen. Wenn es um Bikeparks in Ramsau bei Berchtesgaden geht, kann man sich auf den nahegelegenen Bikepark Bischofswiesen freuen. Hier finden sowohl Anfänger als auch Profis spektakuläre Downhill-Strecken und Sprungschanzen.

Weitere Möglichkeiten für Radfahrer

Besonders beliebt bei Motorradfahrern ist die Deutsche Alpenstraße oder die Rossfeld Höhenringstraße. Dies wird ein unvergessliches Erlebnis auf Deutschlands höchstgelegener, mautpflichtigen Panoramastraße. Vom höchsten Punkt auf 1600 Metern lässt sich das 1000 Meter tiefer gelegene Salzachtal erkunden. Die Großglockner Hochalpenstraße, eine Faszination im benachbarten Österreich. Berchtesgaden hat einige wundervolle Strecken für das Rennrad zu bieten.

Auf dem Salinenplatz hinter dem Hauptbahnhof Berchtesgaden befindet sich der Pumptrack samt Skaterpark. In einer Endlosschleife angelegt, gilt es den Kurs mit seinen Wellen, Kurven und ggf.

Wichtige Hinweise für Mountainbiker

Wir nehmen Rücksicht auf die Natur. Der Schutz und Erhalt der Natur hat höchste Priorität. Naturverträgliches Biken ist kein Wettkampf, d.h. es geht nicht um Sekunden bzw. wer am schnellsten auf dem Weg oder wieder unten im Tal ist. In einer schweren Kehre abzusteigen, ist keine Schande. Blockierende Hinterräder und unkontrollierte Fahrmanöver beeinträchtigen nicht nur die Natur, sie Sorgen auch für wenig Vertrauen bei anderen Nutzergruppen. Deshalb fahre bzw. Shredden, Driften usw. Plane deine Tour entsprechend deiner gesundheitlichen Verfassung sowie deinem persönlichen Fahrkönnen.

Unsere Mountainbike-Strecken führen immer auf vorhandenen Wegen, niemals abseits davon. Bitte bleiben Sie - der Natur zu Liebe - mit Ihrem Mountainbike auf dem Weg. Downhill-Strecken oder Single-Trails finden Sie bei uns nicht. Bitte beachten Sie, dass das Radfahren im Nationalpark nur auf den dafür freigegebenen Wegen erlaubt ist. Zum einen werden dadurch Konflikte mit Fußgängern vermieden, zum anderen sensible Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschützt. Übrigens: Auch auf den für den Radverkehr freigegebenen Wegen sind Wanderer unterwegs. Die freigegebenen Stecken finden Sie im Gelände auf den weißen Schildern mit grüner Schrift.

Beste Reisezeit

Die beste Jahreszeit für MTB-Touren in Berchtesgaden ist von Frühling bis Herbst, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Trails gut befahrbar sind. Im Winter hingegen sollten Mountainbiker vorsichtig sein, da Schnee und Eis die Wege rutschig machen können. Die besten Jahreszeiten zum Mountainbiken in Ramsau bei Berchtesgaden sind Frühling, Sommer und Herbst. In diesen Monaten herrschen angenehme Temperaturen, sodass man sich vollkommen auf das Biken konzentrieren kann. Im Winter können einige Wege durch Schnee oder Eis beeinträchtigt sein.

Unterkünfte und Anreise

Wer nicht im Berchtesgadener Land wohnt oder hier Urlaub macht, der muss eine Anfahrt in Kauf nehmen. In das Navi gibt man dann als Adresse Hirschbichlstraße 26, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden ein. Die Route führt dann über die Bundesstraße B305 (Deutsche Alpenstraße) nach Ramsau. Den Hintersee erreicht man über die Landstraße St 2099. Wer möglichst nah hier an der Tour seinen Urlaub verbringen möchte, der findet hier im Berchtesgadener Land eine Ferienwohnung. Alternativ auch ein Angebot für Urlaub auf dem Bauernhof oder auch Zimmer mit Frühstück in der Ramsau. Aber auch ein Hotel in der Ramsau oder ein Hotel in Berchtesgaden bietet die Möglichkeit einer Übernachtung.

Zusammenfassung

Insgesamt bietet Berchtesgaden eine Vielzahl von Möglichkeiten zum Mountainbiken. Von entspannten Touren entlang des Königssees bis hin zu actionreichen Abfahrten in den Bikeparks - hier kommt jeder Biker auf seine Kosten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ramsau bei Berchtesgaden ein wahres Eldorado für Mountainbiker ist. Die geografische Lage mit ihrer beeindruckenden Berglandschaft sowie die zahlreichen touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten machen das Biken hier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Egal ob auf MTB-Trails oder in Bikeparks - Ramsau bei Berchtesgaden hat für jeden Radfahrer etwas zu bieten.

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