Mountainbike Reifen Vergleich Test: Die Besten Reifen für E-MTB, Tour & Trail

Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil. Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten. Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.

Die besten E-MTB-Reifen im Test

E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Wir haben die besten Modelle im Test:

  1. Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT

    In der Kategorie der E-MTB-Reifen siegt eine Kombination, die gar nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde: Maxxis mit Assegai und Minion DHR II, in je sehr stabilen Ausführungen. Maxxis bietet keine speziellen E-Reifen, setzt dafür auf Profile aus dem Enduro- und DH-Segment. Der Assegai rollt sehr zäh, läuft dafür in Kehren und auf Wurzelpassagen wie auf Schienen. Lose erdige Böden schocken ihn ebenso wenig. Solider Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)

    Preis: 85 Euro

    Gewicht: 1355 g

    Breite: 63,5 mm

  2. Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der einzige Drahtreifen im Test fällt pfundig aus, punktet aber mit guten Werten auf den Prüfständen. Im Gelände trifft er die Anforderungen für den E-MTB-Einsatz ideal: Er greift beherzt in Kehren zu, bietet Traktion pur und zeigt erst spät Grenzen auf.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)

    Preis: 62 Euro

    Gewicht: 1381 g

    Breite: 59,3 mm

  3. Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6"

    Der auf Rennsport optimierte Michelin klebt wie Pattex auf den Steinen, Wurzeln oder Schotterpassagen. Die groben Stollen fressen sich in jeglichen Untergrund. Der Aufbau könnte noch stabiler sein, aggressive Moves lassen den vortriebsschwachen Pneu etwas walken.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 65,1 mm

  4. Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6"

    Störrisch in der Montage, erfreut der E-Wild am Heck mit sattem Grip, der superweiche Gummi spielt auf Wurzeln und in Kurven seinen Vorteil aus. Das kostet im Gegenzug beim Rollwiderstand Punkte. Etwas instabiler in schnellen Kurven. Das Gewicht ist fair.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 64,9 mm

  5. Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6"

    Mit seinem klebrigen Gummi weiß der Scorpion S speziell auf gemischten Untergründen zu punkten:Der Kurvengrip ist sehr gut, auch im feuchten Terrain. Schwächer im Pannenschutz, was am Vorderrad aber kein so großes Problem darstellt. Sehr gutes Gewicht.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1317 g

    Breite: 64,0 mm

  6. Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6"

    Mit dem heckspezifischen Scorpion R stellt Pirelli den leichtesten E-Reifen im Test. Im Pannenschutz muss er Federn lassen, dafür setzt er beim Rollwiderstand ein Ausrufezeichen. Seriöser Halt in Kehren und im Trockenen. Die Traktion überzeugt ebenso.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1263 g

    Breite: 63,9 mm

  7. Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6"

    Schwalbes E-MTB-Pneu gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk: Bremstraktion, Kurvenhalt? Alles top, auch Wurzeln oder losen Erdboden scheut „Eddy“ nicht. Der Pannenschutz geht für einen Vorderreifen okay. Starke Rolleigenschaften, sehr gutes Gewicht!

    Testergebnis: Überragend

    Modell: Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1266 g

    Breite: 64,4 mm

  8. Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6"

    Schier unzerstörbar trotzt der ultraschwere Eddy-Hinterreifen den Prüfständen und erzielt beim Pannenschutz Bestwerte. Das Rollverhalten ist trotz des Gewichts okay. Grip und Traktion erreichen nicht das Niveau des Vorderreifens, sind dennoch sehr gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1483 g

    Breite: 64,1 mm

  9. Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Vittoria empfiehlt, den E-Mazza an der Vorderachse zu montieren. Im Labor liefert er Topwerte beim Rollwiderstand, der Durchstichschutz ist ebenso klasse. In der Praxis zielt er mehr auf Tour denn Trail: Er rutscht früh, die Traktion im Gelände ist ausbaufähig.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1338 g

    Breite: 64,4 mm

  10. Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Als sehr schnell rollender Hinterradreifen ergänzt der E-Martello sein Brudermodell sehr gut. In der Praxis bietet er speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte,auf der Bremse blockiert er früher. Im groben Geläuf geizt er mit Grip, Schotter liegt ihm mehr.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1350 g

    Breite: 64,4 mm

Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB

Gehören noch lange nicht zum alten Eisen: Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Welche Reifenhersteller das am besten gestrickt bekommen, lest ihr hier:

  1. Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4"

    Mit vorhersehbarem Handling und enorm viel Traktion/Grip unterstreicht der Nobby sein Alleskönnertalent. Sehr gute Pannenschutzwerte. Gewicht und Rollwiderstand sind relativ gering und bescheren ihm in Kombi mit dem Brudermodell den Testsieg. Bei den Trail- und Tourenreifen hat die Kombination aus Nobby Nic und Wicked Will von Schwalbe die Stollen vorne. Mit tollen Rolleigenschaften, passablem Gewicht und dennoch guten Pannenschutzwerten sowie einer rundum starken Performance auf dem Trail geht der Testsieg nach Reichshof bei Gummersbach.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 866g

    Breite: 58,7 mm

  2. Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4"

    Leicht, exzellente Rollwiderstandswerte und solide Pannenschutzeigenschaften bietet der Wicked Will. Dazu punktet er im Gelände: Er liefert viel Traktion, auf der Bremse blockiert er kaum. In Kurven bleibt er auf harten wie weichen Böden stets auf Kurs.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 833g

    Breite: 59,3 mm

  3. Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3"

    Contis extrem leichter, top rollender Mountain King ist seit Jahren im Portfolio. Das sehr offene Profil eignet sich mehr für Flowtrails, Traktion und Halt auf festem Erdboden sind okay. Weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz, aber recht resistent gegen Durchstiche.

    Testergebnis: gut

    Modell: Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 675 g

    Breite: 59,7 mm

  4. Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3"

    Der superleichte Cross King sorgt für ein lebendiges Heck: Er rollt äußerst flott, grippt in Kehren stets berechenbar und sicher. Harte Untergründe liegen ihm aber mehr als losere. Zweitschlechtester Reifen im Durchschlagschutz, beim Durchstichtest noch knapp gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 687 g

    Breite: 58,2 mm

  5. Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Den Escape empfiehlt der US-Gigant für vorne wie hinten, er punktet auf harten Böden und langen Touren. Der Rollwiderstand ist gering, beim Pannenschutz ist der relativ leichte Pneu Schlusslicht. Im Groben verliert er früher als die Konkurrenz Grip und Seitenhalt.

    Testergebnis: gut

    Modell: Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 850 g

    Breite: 59,2 mm

  6. Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4"

    Kendas Regolith patzt im Labor beim Durchstichtest, Rollwiderstand und Durchschlag meistert er sehr gut. Im Gelände schmiegt er sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion. Für noch mehr Kurvenhalt würden ihm größere Seitenstollen gut stehen.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 898 g

    Breite: 60,1 mm

  7. Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4

    Heckseitig ist im Hause Kenda der Karma für die Traktion zuständig. Dabei macht er einen seriösen Job, nur beim Bremsen könnte er berechenbarer sein. Kein Überflieger in Sachen Pannenschutz, dafür sehr leicht. Für schnelle Touren auch an der Front gut einsetzbar

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 783 g

    Breite: 57,0 mm

  8. Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT

    Einfache Tubeless-Montage, stabiler Sitz: Der recht schwere Forekaster gefällt auf Anhieb. Kurvengrip, Seitenhalt und Traktion glänzen in jeder Traillage, dazu rollt er noch im sehr guten Bereich. Sehr stark im Durchschlagschutz, solide Stichfestigkeit.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 915 g

    Breite: 59,9 mm

  9. Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der Rekon bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt, neigt in Kurven nur minimal zum Ausbrechen. Der Durchschlagschutz ist klasse, der Durchstichschutz im Mittelfeld. Im Labor rollte das harte Dual-Gummi schlechter als das weichere am Forekaster.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 899 g

    Breite: 59,3 mm

  10. Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Der wuchtige Purgatory an der Front beißt sich toll ins Erdreich, auch auf Wurzeln greift das weiche Gummi ideal. Dieses sowie das extreme Gewicht kosten in Sachen Vortrieb aber ganz schön viele Körner. Äußerst hoher Schutz vor Durchschlägen und -stichen.

    Testergebnis: gut

    Modell: Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 1044 g

    Breite: 58,8 mm

  11. Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Wie sein Kompagnon vorne, zählt der preiswerte Ground Control nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus. Seitenhalt und Traktion, speziell auf der Bremse, sind exzellent! Oberes Mittelfeld bei Gewicht und Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Preis: 45 Euro

    Gewicht: 840 g

    Breite: 58,2 mm

  12. Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Der extrabreite, sehr schwere Agarro zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott. Auf Touren ist er smooth unterwegs, etwas kritischer wird es bei extremen Fahrmanövern: Bei Schräglage in Seitenhalt und Kehren bricht er früher aus als andere.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 981 g

    Breite: 60,2 mm

  13. Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Der asketische Pneu für den „Downcountry“-Einsatz punktet im Labor mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten. Auch in der Praxis rollt er munter. Reißt im Talschuss bei Schräglage früher weg und wirkt weniger stabil. Sonst souveräne Traktion.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Preis: 66 Euro

    Gewicht: 858 g

    Breite: 58,5 mm

Die besten All-Mountain-Reifen im Test

Von wegen Gummi trocknet aus: Auch wenn diese Testergebnisse aus 2022 stammen - Testsieger-Gummis sind auch heute noch richtig gute Investitionen - und teils drastisch runtergesetzt:

All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden. Setzt man beispielsweise auf einen gripstarken Reifen mit mehr Pannenschutz in Form einer dickeren Karkasse, wird aus einem All-Mountain schnell ein "Quasi-Enduro". Hier findest du jedoch eher leichte und recht gut rollende Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben. Vorne wählten wir, wenn möglich, eine etwas weichere Gummimischung, um mehr Grip für die Front zu generieren. Fürs Heck schickten die Hersteller dann teilweise dickere Karkassen, da Durchschläge hier häufiger vorkommen. Die Reifenauswahl passierte in enger Absprache mit den Reifenherstellern oder deren Distributeuren. Bei der Auswahl handelt es sich nicht immer explizit um einen Vorder- oder Hinterreifen, sondern um Empfehlungen. Viele Reifen können sowohl vorne als auch hinten gefahren werden.

  1. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Die Neuauflage des Nobby Nics ist ein voller Erfolg. Auch mit dünnerer Karkasse bietet er prima Pannenschutz und rollt sehr flott - perfekt für Tourenfahrer. Der Grip der Addix-Soft-Variante ist ebenfalls richtig klasse. 3-fach-Gummimischung. 67-TPI-Karkasse. Auch als 26"- und 27,5"-Reifen erhältlich.

    Testergebnis: Überragend/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 58,3 mm/ 852 g (Vorderreifen)

  2. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten. Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.

    Testergebnis: Sehr gut/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 57,3 mm/974 g (Hinterreifen)

  3. Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT

    Der beliebte Vorderreifen Minion DHF (F = Front) ist ein Grip-Monster in jeder Trail-Lage.

Faktoren, die die Reifenperformance beeinflussen

Schwalbe, MAXXIS, Conti, Pirelli, Michelin, WTB, Kenda und Co.: Die Auswahl an Mountainbike-Reifen ist riesig und unübersichtlich. In diesem Vergleichstest küren wir weder einen klaren Testsieger noch einen Kauftipp. Denn bei MTB-Reifen gibt es zahlreiche Faktoren, die die Performance maßgeblich beeinflussen. Aus gutem Grund bieten die Hersteller eine breite Palette an Modellen und Versionen an - abgestimmt auf verschiedene Fahrertypen und - niveaus, Bikes und Trail-Bedingungen. Wer sein Enduro-Bike hauptsächlich mit dem Shuttle nach oben bringt, stellt ganz andere Anforderungen an seine Reifen als jemand, der mit demselben Bike in den Alpen unterwegs ist und sich jede Abfahrt aus eigener Kraft verdient.

Tubeless vs. Schlauch

Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz. Auch wenn die Montage etwas mühsam sein kann (nicht muss!), sind fast alle modernen MTB-Reifen sowie -Felgen für den Tubeless-Einsatz vorgesehen.

Luftdruck

Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell: Zu viel davon und ihr könnt euch von Komfort und Grip verabschieden. Bei einem zu geringen Luftdruck sind ein unpräzises, schwammiges Fahrverhalten und Defekte vorprogrammiert. Der passende Druck ist dabei sehr individuell und hängt von unzähligen Faktoren ab, wie der Karkasse, Gummimischung und den Bedingungen auf der Strecke.

Reifenbreite

Wie breit ist zu breit und wie schmal ist zu schmal? Prinzipiell gilt: Die Reifenbreite muss zur Felgenweite passen. Ein breiterer Reifen hat eine größere Aufstandsfläche und kann so mehr Grip generieren. Zudem kann das erhöhte Volumen den Pannenschutz und den Komfort erhöhen. Mit Reifen, die breiter als 2,6” sind, haben sportlich-aggressive Fahrer in Kurven aber oft mit negativen Effekten zu kämpfen: Das Fahrverhalten wird schwammig und unpräzise, wodurch sich enge Linien oft nicht mehr halten lassen. In Anliegern knicken die breiten Reifen schneller und heftiger weg.

Reifengewicht

Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen: Der Reifensatz alleine, ohne Tubeless-Milch und Co., trägt mit etwa 2,5 kg zum Gesamtgewicht eures Bikes bei. Das kommt zwar einer gefüllten großen Trinkblase gleich, dennoch wirkt sich das Gewicht des Reifens deutlich spürbarer auf die Fahrperformance aus. Zum einen sind die Reifen Teil der rotierenden Masse, die ihr bei jedem Antritt und bei jeder Bremsung beschleunigen und abbremsen müsst. Zum anderen fungieren die Reifen - noch vor eurer Gabel - als Federelement und reagieren auf Schläge, wodurch sie massiven Einfluss auf euer Fahrwerk haben.

Karkasse

Die Karkasse bildet so etwas wie das Rückgrat des Reifens und ist mit der wichtigste Faktor, auf den ihr bei der Wahl eurer Reifen achten solltet. Sie verleiht ihm seine Rundung und beeinflusst maßgeblich die Dämpfung, die Kurvenstabilität und den Pannenschutz. Sie beeinflusst aber auch den Rollwiderstand und vor allem das Gewicht des Reifens. In erster Linie solltet ihr die Karkasse nicht anhand ihres Gewichts, sondern anhand eures Gewichts, eures Fahrstils und eurer Trails auswählen. Je stabiler die Karkasse, desto weiter könnt ihr den Luftdruck senken, ohne Gefahr zu laufen, an jeder Kante einen Pinch-Flat zu bekommen oder den Reifen in Kurven wegzuknicken. Weniger Luftdruck sorgt dann für eine zusätzliche Dämpfung, die wiederum Grip bringt und Kraft spart, weil kleine Erschütterungen gar nicht erst an eure Hände gel...

Schwalbe Reifen im Detail

Vom Ruhrgebiet aus erobert Schwalbe seit 1973 die Fahrradwelt. Was als Import koreanischer „Swallow“-Reifen begann, entwickelte sich zum Inbegriff für Fahrradreifen „Made in Germany“ und einer riesigen Modellvielfalt. Ob Stadtflitzer, Cross-Country- oder Downhill-Bikes: Die deutsche Traditionsmarke hat den passenden Reifen parat.

Karkassen von Schwalbe

Bei Schwalbe erfolgt die Benennung der Karkassen relativ gut nachvollziehbar. Hier wird mehr oder weniger der Einsatzzweck hinter die Bezeichnung „Super” gehängt. Die fünf Karkassen Super Race, Super Ground, Super Trail, Super Gravity und Super Downhill bieten ein großes Spektrum von leichten, schnell rollenden Karkassen bis hin zu robusten, mehrlagigen Konstruktionen für härteste Einsätze. Bei der neuen Radialkarkasse weicht Schwalbe von dieser Namensgebung etwas ab.

Gummimischungen von Schwalbe

Schwalbe hat für das Mountainbike-Segment vier unterschiedliche Gummimischungen entwickelt. Aus welcher dieser Mischungen ein Reifen aufgebaut ist, erkennt man bei Schwalbe nicht nur am Schriftzug an der Reifenflanke, sondern darüber hinaus auch auf der Lauffläche durch einen farbigen Streifen.

Continental Kryptotal im Test

Der Continental Kryptotal-Fr Trail Endurance und Continental Kryptotal-Re Downhill Soft sind ausgezeichnete Allrounder und bieten bei gutem Rollwiderstand einen ausgezeichneten Grip auf fast jedem Untergrund. Abhängig von der Karkasse sind die Mäntel für nahezu jede Bikedisziplin geeignet.

Tabelle: Übersicht der getesteten Reifen

Reifenmodell Einsatzbereich Testergebnis Preis Gewicht Breite
Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR E-MTB (Vorderreifen) Sehr gut 85 Euro 1355 g 63,5 mm
Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR E-MTB (Hinterreifen) Überragend 62 Euro 1381 g 59,3 mm
Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft Tour & Trail (Vorderreifen) Sehr gut 69 Euro 866g 58,7 mm
Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip Tour & Trail (Hinterreifen) Überragend 69 Euro 833g 59,3 mm
Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft All-Mountain (Vorderreifen) Überragend/Testsieger 63 Euro 852 g 58,3 mm
Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip All-Mountain (Hinterreifen) Sehr gut/Testsieger 63 Euro 974 g 57,3 mm

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