Mountainbike-Trails sind entweder bereits vorhandene oder speziell gebaute Wege, die gerne für das Mountainbiken genutzt werden. Dazu gehören:
- Singletrail: Ein schmaler, meist natürlicher Pfad mit Wurzeln, Steinen und technischen Passagen.
- Downhill-Trail: Eine steile Abfahrt mit technischen Hindernissen, Sprüngen und hohen Geschwindigkeiten.
- Trailpark: Eine Aneinanderreihung mehrerer Trails.
In Deutschland entstehen zunehmend kleinere Trailparks, wie der Trailground Brilon und die Heumöderntrails bei Treuchtlingen.
Genehmigung und Verantwortlichkeit
Bei Mountainbike-Trails ist die Nutzung im Rahmen des Betretungsrechtes kostenfrei. Die Genehmigung kann analog der Genehmigung von Waldwegen erfolgen, da der umgebende Wald weiterhin bewirtschaftet werden kann. Mountainbike Trails gelten, vergleichbar wie Trimm-Dich-Pfade oder Klettersteige, nicht als Sportanlagen.
Eine Mountainbike-Anlage befindet sich auf einer abgegrenzten und ausschließlich dafür bereit gestellten Fläche. Im Gegensatz dazu sind Pumptracks geschlossene Rundkurs-Strecken, auf denen man ohne Treten fahren kann. Die Genehmigung für Pumptracks erfolgt in der Regel als Sportanlage. Sie werden zumeist von einem lokalen Verein oder der Gemeinde betrieben und sind ein wichtiger Treffpunkt, der vor allem jüngere Mountainbiker anspricht. Pumptracks sind sogar mit dem normalen Rad oder Tretrollern befahrbar und sorgen für einen ersten Kontakt mit dem Thema Mountainbike.
Ein Mountainbike-Trail oder eine -Anlage benötigt einen Verantwortlichen, der für die Errichtung und Unterhaltung zuständig ist. Dies kann - bei nicht gewerblich betriebenen Strecken - die Gemeinde, ein Verein oder eine DIMB IG sein. Aktuell werden viele nichtkommerzielle Strecken durch Vereine unterhalten, die damit auch Aufgaben übernehmen.
Eine einfachere Möglichkeit als ein eigener Verein ist die Gründung einer DIMB IG, einer Ortsgruppe der DIMB e.V. Dadurch wird viel von der Vereinsorganisation von der DIMB als Hauptverein abgenommen. Da es sich bei den Strecken in der Regel um öffentliche Angebote handelt, die allen Nutzern offen stehen, wäre es aus Sicht der DIMB wünschenswert, wenn sich mehr Gemeinden für den Unterhalt verantwortlich zeichnen würden. Für Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit, die Strecke in ihrer erweiterten Gemeindehaftpflicht mit zu versichern, was meist kostengünstiger ist als für einen Verein.
Vorbereitung und Planung
Interessierte müssen sich bewusst sein, dass die Einrichtung und der Unterhalt eines solchen Projektes viel Zeit, Mühe und auch Geld kostet. Ist der Bau der Strecke erst einmal abgeschlossen, wird häufig bewusst, dass der Aufwand für die anschließende Instandhaltung der Strecke unterschätzt wurde und so manches genehmigte und realisierte Projekt schläft still und leise wieder ein.
Je größer die Anzahl der Personen, die die Strecke nutzen wollen, umso besser ist gegenüber den Verhandlungspartnern der Bedarf zu begründen. Eine Umfrage in Bikeshops, Internetforen (z.B. www.mtb-news.de), Schulen, Vereinen etc. kann hier hilfreich sein.
Mindestens genauso wichtig wie die Zahl der potenziellen Nutzer ist ein Team, das die Planung und Realisierung gemeinsam schultert. Zwei bis drei Personen sollten für das Projekt verantwortlich zeichnen und als Ansprechpartner für alle Beteiligten zur Verfügung stehen und ggf. auch zu einer Wahl in einen Vereinsvorstand bereit sein. In vielen Fällen ist es sinnvoll, einen rechtsfähigen Verein zu gründen bzw. eine DIMB IG.
Für den Vorbereitungsaufwand muss in Betracht gezogen werden, dass Berufstätige für Behördenbesuche, behördliche Streckentermine etc. in der Regel einige Tage Urlaub nehmen müssen. Eine Kooperation mit dem Tourismus kann sinnvoll sein, denn der Tourismus hat oftmals einen guten Zugang zu den verschiedensten Belangträgern und hat Erfahrung in der Beantragung von Fördergeldern. Dem gegenüber stehen oftmals Bedenken der örtlichen Belangträger, dass ein mehr an Mountainbikegästen nicht gewünscht wird, sondern die Genehmigung nur erteilt wird, wenn das Projekt überwiegend von den Einheimischen genutzt wird. Auch kann eine sehr hohe Frequentierung dazu führen, dass der Pflegeaufwand der Strecke aufwändig wird.
Wichtige Fragen im Vorfeld:
- Werden minderjährige Helfer ggf. benötigt? Alle minderjährigen Helfer sollten im Vorfeld klären, ob die Erziehungsberechtigten mit einer derartigen Freizeitbeschäftigung einverstanden sind.
- Sind Volljährige dabei, die bereit sind, Anträge etc. zu stellen?
- Wie viel Geld steht für Nutzungsüberlassung, Baumaterial und ggf. Versicherung sicher zur Verfügung?
Finanzierung
Für die Nutzungsüberlassung, Baumaterial und ggf. Versicherung können selbst bei ehrenamtlichen Bauaktivitäten sehr schnell über 1000 Euro pro Jahr anfallen (abhängig von Streckenlänge und baulicher Beschaffenheit). Bei Trails auf den Grundstücken von Gemeinden oder Staatsforsten sollte aber keine oder nur eine symbolische Nutzungsüberlassungsgebühr vereinbart werden.
Müssen Maschinen gemietet oder Arbeiten durch eine Firma ausgeführt werden, steigen die Kosten deutlich. Günstig ist, sich frühzeitig um „Sponsoren“ zu kümmern. Dies können Geldgeber oder Materialspender aus der Familie oder lokale Unternehmer sein. Für Dirtlines z.B. hat schon mancher Bauunternehmer (nicht schadstoffbelasteten und behördlich genehmigten!) Erdaushub kostenfrei zur Verfügung gestellt. Fragen kostet nichts.
„Richtige“ Sponsoren können ebenfalls zur Finanzierung beitragen. Insbesondere solche, die am Biken oder der Entwicklung der Region ein Interesse haben. Neben Fahrradgeschäften können dies auch Betriebe aus der Gastronomie sein. Sparkassen, Banken oder Energieversorger haben Wettbewerbe und Förderprogramme, bei welchen man sich um Unterstützung bewerben kann.
Auch eine Nachfrage bei der Gemeinde ist sinnvoll, inwieweit hier evtl. Fördergelder aus Naturpark-, Landes-, Bundes- oder EU-Mitteln zur Verfügung stehen. Aber Vorsicht - Fördermittel sind nicht selten an einen langfristigen Betrieb gebunden (bis zu 20 Jahre).
Die DIMB Politik ist, dass neue Projekte möglichst für alle Mountainbiker frei nutzbar sind, um den Sport zu fördern. Insbesondere bei Mountainbike-Trails in Wald und Natur lehnen wir Nutzungsgebühren ab. Diese stehen auch dem gesetzlich garantierten, kostenfreien Betretungsrecht entgegen.
Zu empfehlen ist aber die Möglichkeit, eine freiwillige Spende anzubieten. Evtl. hat auch der Grundstückseigentümer oder die Gemeinde ein eigenes gesteigertes Interesse daran, eine solches Projekt auszuführen und übernähme damit selbst einen ganz wesentlichen Teil der Planung. Ab einer bestimmten Projektgröße kann es auch notwendig werden, ein professionelles Planungsbüro einzubinden.
Gespräche mit Behörden und Eigentümern
Bei Mountainbike-Trails kann es ausreichen, die ersten Gespräche im kleinen Kreis mit dem Revierleiter zu halten. Bei größeren Mountainbike-Anlagen kann es vorteilhaft sein, sich beim Jugendamt / Jugendzentrum oder Sportamt zunächst „Verbündete“ zu suchen, die sich im Behördendickicht etwas besser auskennen und vielleicht weitere Kontakte haben. Bei kleinen Gemeinden sollte man direkt an den Bürgermeister herantreten, wenn z.B. kein Jugendamt vorhanden ist. Außerdem ist es meist hilfreich, mit den vor Ort agierenden politischen Parteien zu sprechen. Auch lokale Sponsoren können evtl. ihren Einfluss geltend machen. Nicht selten unterstützen auch die Touristikverbände alle Projekte, die Gäste in die Region bringen.
Es ist hilfreich, sich vor Kontaktaufnahme mit den Genehmigungsinstitutionen bei Experten für Natur und Umwelt sachkundig zu machen, um in Gesprächen mit Eigentümern mögliche Bedenken ausräumen zu können oder zumindest zu zeigen, dass man nicht ahnungslos ist und sich bereits schlau gemacht hat. Solche Auskünfte geben euch ggf. Fachleute in den Ortsgruppen des BUND (Bund Naturschutz Deutschland) oder des NABU (Naturschutz-Bund Deutschland).
Die wenigsten Grundstückseigentümer oder Verwaltungsmitarbeiter kennen sich mit Mountainbike-Projekten aus und sind manchmal durch negative Medienberichte bereits mit Vorurteilen belastet, die zunächst entkräftet werden müssen. Daher ist es wichtig, zuerst die Angst vor dem Unbekannten, dem Mountainbiken, zu nehmen und vor allem dessen positive Seiten verständlich zu erklären. Geht davon aus, dass Ihr Fachbegriffe wie Northshore, Drop usw. erklären müsst.
Nachdem allgemein ein Bild vom Mountainbiken verschafft wurde, sollte anschließend das Vorhaben genauer erklärt werden. Es ist besser, einmal zu genau zu erklären, als Dinge im Unklaren und damit der Phantasie des Gesprächspartners zu überlassen. Wer nicht exakt sagt, was er eigentlich will, darf sich nicht wundern, wenn die „andere Seite“ möglicherweise negativ oder umständlich reagiert. Wenn Strecken beispielsweise deswegen abgelehnt worden sind, weil sie nicht in das Landschaftsbild passen, dann kann das auch daran gelegen haben, dass die Antragsteller sich vorher nicht um Landschaftsverträglichkeit bemüht oder die Darstellung dieser Aspekte schlichtweg vernachlässigt haben. Achtet bei der Auswahl von Beispielbildern darauf, wie diese auf andere wirken können.
Streckenauswahl und Planung
Die verschiedenen Streckenarten sind mit unterschiedlichem Aufwand plan- und realisierbar und erfordern bestimmte Grundvoraussetzungen. Sinnvoll ist, sich bereits im Vorfeld mit vorhandenen Strecken zu beschäftigen. Für einen Mountainbike-Trail kann man sich beispielsweise die Eckdaten verschiedener Bikeparks von deren Homepage herunterladen und sich auch vor Ort Anregungen und Beispiele holen.
Zufahrtsmöglichkeiten sind von Anfang an wichtig, sowohl, was die Erreichbarkeit der Strecke angeht, als auch für die interne Logistik. So müssen beispielsweise Baumaterialien möglichst nahe und ohne große Schlepperei an die Strecke gebracht werden können. Gute Zufahrtswege erleichtern außerdem im Falle eines Unfalls den Rettungsdiensten eine problemlose und schnelle Versorgung des Verletzten. Kilometerlange Laufwege für die Rettungskräfte sind da eher von Nachteil. Ideal ist es in dem Zusammenhang auch, wenn möglichst von allen Stellen der Strecke Handy-Empfang besteht, um im Notfall rasch den Rettungsdienst oder andere Hilfe herbeirufen zu können.
Ebenso ist die problemlose Rückführung zum Start wichtig. Die beste Lösung für die Natur ist sicherlich die Bewältigung der Bergaufstrecke zum Start mit Muskelkraft. Die Auffahrt sollte dann entweder vergleichsweise flach und damit auch mit dem schweren Freeride-Bike fahrbar, oder aber kurz und steil, zum schnellen Durchschieben geeignet sein. Das Fahren durch den Wald mit Kfz sollte möglichst vermieden werden. Ist bei Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen das Befahren der Waldwege als nichtöffentlicher Verkehrsraum mit dem Kfz unvermeidbar, ist hier ggf. eine Genehmigung erforderlich.
Je nach zu erwartendem Besucherverkehr sollte auch an Parkplätze und eine Lenkung des PKW Verkehrs gedacht werden. Spätestens, wenn die Strecke einmal für Rennen oder ähnliches genutzt werden soll, ist es von Vorteil, Möglichkeiten für Anschlüsse an Strom, Wasser und Abwasser eingeplant zu haben.
Grundstück und Genehmigung des Eigentümers
Der Eigentümer des Grundstücks muss die Nutzung genehmigen. Eigentümer kann das Land, die Gemeinde oder eine Privatperson sein. Wenn das gewünschte Grundstück einer Stadt / Gemeinde gehört bzw. im Landesbesitz ist, sollte der Eigentümer von den Vorteilen zur Einrichtung eine Mountainbike Projektes überzeugt werden. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gehört es auch zu den Aufgaben der öffentlichen Hand geeignete Grundtücke zur Erholung zur Verfügung zu stellen.
Will der Eigentümer die Strecke nicht selbst betreiben, kann er die Nutzung und die damit verbundenen Pflichten an einen Verein etc. übertragen. Ein geeignetes Gelände kann bereits vor dem ersten Gespräch ausgesucht und dem Eigentümer vorgeschlagen werden. Falls diese Geländeauswahl abgelehnt wird, sollte nach verfügbaren alternativen Grundstücken gefragt werden, die dann auf ihre Tauglichkeit geprüft werden müssen. Die Strecke auf Privatgrund zu errichten, ist in der Regel schwer möglich, da eine Privatperson meist Einnahmen erzielen möchte.
Gebühren für die Gestattung für Mountainbike-Trails steht die DIMB kritisch gegenüber. Bei öffentlichem Grund sollte die Gestattung kostenfrei sein oder nicht über einen symbolischen Betrag hinaus gehen. Denn Mountainbike-Strecken gehören unseres Erachtens zur Daseinsvorsorge, so wie andere öffentliche Einrichtungen.
Auch wenn Gebühren für die Gestattung an den betreuenden Verein denkbar sind, so geht dies aber oftmals mit einer vollständigen Übertragung der Verkehrssicherungspflichten für das streckenumgebende Gelände bis hin zur Forderung einer professionellen Totholzbeseitigung einher, die ein Vereinsbudget schnell sprengen kann (ausgebildeter Gutachter, Maschineneinsatz etc.). Daher Augen auf bei den vertraglichen Formulierungen, welche Regelungen sinnvoll und überhaupt notwendig sind. Die DIMB bietet auf Anfrage Musterverträge für ihre Mitglieder an.
Naturschutzrechtliche Vorgaben
Unabhängig von der Art der Nutzung sind verschiedene naturschutzrechtliche Vorgaben zu beachten. Erholungsnutzung und Naturschutz sind dabei kein Widerspruch. So ist in § 1 Abs. 4 Nr. 3 des Bundesnaturschutzgesetzes geregelt, dass die Zugänglichmachung der Natur zu Erholungszwecken ein Ziel des Naturschutzes ist. Nach den Begriffsbestimmungen des § 7 Abs. 3 Nr. 3 Bundesnaturschutzgesetzes zählt zur Erholung die „natur- und landschaftsverträgliche sportliche Betätigung in der freien Landschaft“. Und nach § 14 des Bundeswaldgesetzes ist das Radfahren auf Wegen grundsätzlich erlaubt.
Weitere Grundlagen können u.a. die jeweiligen Landesnaturschutzgesetze und Landeswaldgesetze sein. Diese Rechtsnormen dienen dazu, die Landschaft und den Wald mit seiner Flora und Fauna zu schützen. Die Bundesländer haben online Kartendienste, in welchen die verschiedenen Schutzgebietskategorien abrufbar sind. Oft ist die zugehörige Verordnung, in welcher der Schutzzweck und die zulässigen Handlungen beschrieben sind, mit verlinkt. In FFH- und Vogelschutzgebieten können neue Strecken genehmigt werden, erfordern aber eine FFH-Vorprüfung. Es gilt hier die zugehörigen Managementpläne zu lesen, was in dem FFH-Gebiet der konkrete Schutzzweck ist. Dieser Schutzzweck kann sich je nach FFH-Gebiet erheblich unterscheiden.
Pumptracks: Eigenbau oder professionelle Hilfe?
Der Pumptrack Boom ist in Europa und der ganzen Welt angekommen! Den Pumptrack- Eigenbau musst Du wirklich wollen! Pumptrack- Mindestgröße ca. Bei der Planung Deines Pumptrack legst Du fest wie interessant, schnell, abwechslungsreich und flowig der Pumptrack wird.
No dig, no ride - Denk daran, dass Du viel Power benötigst, um einen Pumptrack per Hand zu bauen. Es gibt genügend Beispiele, wo Leute die Lust verloren haben und nachher halbfertige Skulpturen in der Landschaft stehen. Wenn Du im Garten einen Track baust, denk auch an die Nachbarn. Die Höhe der Pumptrack- Steilkurven beträgt ca. Es kommt immer auf die äußeren Bedingungen an. Größe, Fläche, Gelände, Baumaterial und persönliche Vorlieben bestimmen Dein Strecken- Design.
Das Pumptrack- Baumaterial, z.B.: Aushub von Baustellen bekommst Du evtl. sogar gratis. Erde ist definitiv das preiswerteste Baumaterial. Je nach Größe und Ausstattung lassen sich Asphalt Pumptracks schon ab ca. Es ist oft besser, preiswert einen guten Pumptrack zu kaufen, als mehr schlecht als recht Pumptracks selber zu bauen.
Professionelle Pumptrack- Baufirmen bieten Garten- Pumptracks schon ab 3500,- € inkl. Erde an.
Engagement und Unterstützung durch die Gemeinde
Deine Gemeinde oder Stadt hat die Aufgabe, Sportstätten für alle Bürger/innen bereitzustellen, auch Pumptracks! Sprich mit Freunden, Firmen, Jugendamt, Bürgermeister/in, Presse und sammle Unterschriften! Bevor man einen Pumptrack baut, empfiehlt es sich ggf. Auch zur Entscheidungshilfe - Asphalt- oder Erdbau - empfiehlt sich ggf. ein Test verschiedener Pumptracks.
Einfach das Formular runterladen, ausdrucken, ausfüllen und bei Bürgermeister/in, bzw. WICHTIG! Unterschriften sammeln und Mitstreiter suchen! Und dann immer wieder freundlich Druck im Rathaus machen! DO IT!
Findest Du es ungerecht, dass für Fussball, Tennis, Schwimmsport und angestaubte Olympia- Sportarten etc. viel Geld ausgegeben wird? In Deiner Stadt / Gemeinde gibt ca. 300 aktive Fussballer/innen. Und mindestens einen Fussballplatz. Ein Fussballplatz kostet ca. In Deiner Stadt / Gemeinde gibt ca. 30 aktive Biker/innen. Und wahrscheinlich keinen Bikepark oder Pumptrack.
Das Gute: Ein Bikepark / Dirtpark mit 2 Dirtlines und großem Pumptrack ist im Vergleich zu anderen Sportanlagen unschlagbar günstig! Ein Bikepark ist mehr als eine Sportstätte. Ein guter Park wird den Ansprüchen vom Anfänger bis zum Profi gerecht - befahrbar mit jedem Mountainbike / BMX. Mountainbiking ist eine der am schnellsten gewachsenen Sportarten der letzten 20 Jahre.
Geringe Kosten: Durch den Bau mit Erde / Lehm sind Bikeparks sehr kostengünstig bei Bau und Pflege. Komplette Parks mit Pumptrack, Dirtjumps (Anfänger- u. Profiline), ggf. durch naturnahes Bauen werden Kosten und Umwelt geschont und der Park ist sofort nach Bau einsatzbereit und jederzeit veränderbar. Die Geräuschentwicklung durch Radnabe/ Kette und das Auftreffen der Luftbereifung auf Lehmhügel ist z.B. gering.
Verkehrssicherungspflicht und Unfallgefahr
Wegen Verkehrssicherungspflicht und Haftungsfragen kann ein Bikepark mit herkömmlichen Spielplätzen verglichen werden. Selbst von Skateparks aus Beton mit Hindernissen von mehreren Metern Höhe, welche man mittlerweile häufig im öffentlichen Raum vorfindet (Frankfurt, Hamburg, Stuttgart etc.), geht eine geringe Unfallgefahr aus.
Die Suche nach Herausforderungen und deren Bestehen ist ein elementarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Zwingen wir junge Menschen vor Bildschirme mit virtuellen und brutalen Unwirklichkeiten oder überlassen sie der Strasse - mit Alkohol, Drogen oder anderen wenig sinnvollen Beschäftigungen, wird das der Gesellschaft deutlich mehr Kosten, als eine preiswerte Sportstätte wie beispielsweise ein Bikepark!
Zusammenfassung
Der Bau einer Mountainbike-Strecke oder eines Pumptracks erfordert sorgfältige Planung, Engagement und die Berücksichtigung rechtlicher sowie naturschutzrechtlicher Vorgaben. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung durch Gemeinde, Vereine und Sponsoren kann ein solches Projekt erfolgreich realisiert werden und einen wertvollen Beitrag zur Freizeitgestaltung und sportlichen Entwicklung leisten.
| Kostenfaktor | Beispiele | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|
| Nutzungsüberlassung | Pacht für das Grundstück | Symbolisch bis zu mehreren Hundert Euro pro Jahr |
| Baumaterial | Erde, Lehm, Holz, Steine | Abhängig von der Streckenlänge und Beschaffenheit, ab 1000 Euro pro Jahr |
| Maschinenmiete | Bagger, Radlader | Variabel, je nach Mietdauer und Maschinentyp |
| Versicherung | Haftpflichtversicherung | Abhängig vom Versicherungsanbieter und Umfang |
| Professionelle Baufirmen | Pumptrack-Bau | Ab 3500,- € |
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