Mountainbike Strecken Apps in Deutschland: Dein Guide zu den besten Trails

Mountainbiken bedeutet Naturerlebnis und Freiheit pur! Egal, ob ihr euch dabei hinauf in Richtung Berggipfel und Almen kämpft oder auf Downhill-Strecken bergab rast, die Technik im Bikepark poliert oder die Landschaft auf einer Freeride-Tour genießt - das Mountainbike hat eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten.

Der Reiz des Mountainbikens liegt auf der Hand: Steile Anstiege und schnelle Abfahrten durch jedes Gelände - Schotterpisten, Wurzelpfade, technische Trails und Sprünge sorgen für Adrenalin ohne Ende. Kondition und Fahrtechnik werden beim Mountainbiken gleichermaßen auf die Probe gestellt, ganz oben steht aber der Fahrspaß.

Soll das Naturerlebnis beim Biken im Vordergrund stehen und ist die Anreise nicht zu weit, sind Trails im Gebirge die erste Wahl. Schweißtreibende Anstiege werden mit einer herrlichen Aussicht und einer Abfahrt über Singletrails und Waldpfade belohnt. Doch Vorsicht: Nicht jeder Weg darf mit dem MTB befahren werden!

Im Bikepark seid ihr auf der sicheren Seite. Hier trainiert man Fahrtechnik, Tricks und Stunts im Übungsparcours oder auf eigens angelegten Lines mit Sprüngen und Hindernissen. Oft kann man für den Weg nach oben bequem die Bergbahn nutzen.

Von der Planung bis zur Navigation begleitet euch Outdooractive bei euren Abenteuern auf dem Mountainbike. Viele schwören auf die App von Bergfex (Apple & Android). Die gefundenen oder selbst geplanten Touren lassen sich unkompliziert auf dein Garmin-Navigationsgerät übertragen, sodass du auf der Tour nicht mit deinem Handy navigieren musst.

Und, klar: Lass alle wissen, wie lange und wo du mit Bike unterwegs gewesen bist. Getrackt wird natürlich mit Strava.

Das ist natürlich alles Quatsch, denn welcher Mountain­biker möchte seinen Erlebnishorizont nicht gern um eine spannende Route erweitern? Zumal er sie doch praktischerweise sowieso in seinem Smartphone mit sich herumträgt?

Jetzt muss man nur noch seine Wunsch-Tour aus einem Tourenportal auswählen und schon öffnet sich die Route auf der passenden Karte. Die Navigation kann direkt losgehen!

Die Qual der Wahl: Welche Mountainbike App ist die Richtige für dich?

Das Angebot ist mittlerweile groß. Es gibt Anbieter mit Sprach-Navigation, 3D-Animation, Offline-Karten und direkter Community-Anbindung. Manche legen Wert auf detaillierteste Untergrund-Beschreibungen, andere fassen diese Informationen lieber visuell in einem anschaulichen Höhenprofil zusammen. Die eine App kostet eine Download-Gebühr, die andere ist gratis, nervt dafür aber mit Werbebannern.

Letztendlich ist es natürlich Geschmackssache, mit welcher Darstellung man auf Tour am besten klar kommt. Doch wie so oft offenbaren sich die Unterschiede erst im Praxistest.

Wie funktionieren Touren-Apps für Biker?

Man registriert sich auf der Homepage des jeweiligen Tourenportals, lädt sich die App herunter und wird damit mobiles Mitglied einer "Tauschbörse". Dadurch erhält man jederzeit Zugriff auf alle Touren, die andere Biker weltweit bereits empfehlen, sollte aber auch mal eigene Runden verraten.

Gute Apps stellen dafür ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen bereit. Wichtig: Beim Installieren auf dem Handy nicht vergessen, der App den Zugriff auf die Standortab­frage beim Verwenden zu erlauben, sonst funktionieren GPS-Ortung und Navigation nicht.

Kriterien für die Auswahl der besten Mountainbike App

Eine gute App greift auf ein großes Tourenportal mit vielen aktiven Mitgliedern zurück. Viele User bedeuten nicht nur viele Touren, sondern auch glaubhaftere Tourenbewertungen, Rankings und bei manchen Portalen auch aktuelle Zustandsberichte der Trails. Das macht die Auswahl der besten Routen leichter.

Ein weiteres Hauptkriterium sind die Karten. Die meisten Portale greifen auf die von Open Street Map zurück, die auch Trails darstellen. Wichtig ist, dass man die Karten offline speichern kann. Denn wer in Gegenden mit schlechtem Empfang oder über die 1500-Meter-Höhenmarke hinaustouren will, steht sonst eventuell ohne Netz und Track da.

Strom sparen auf der MTB-Tour: Ein Muss für lange Ausfahrten

Die Karten-Darstellung im Handy ist - im Gegensatz zum GPS-Gerät - brillant. Leider kostet dieser Vorteil aber auch viel Strom. Nach etwa 3 Stunden Dauerbetrieb ist selbst der stärkste Akku leer. Für längere Touren lohnt sich daher die Anschaffung einer Powerbank, damit Sie unterwegs aufladen können.

Weitere Tipps zum Stromsparen: Tourenauswahl und Karten-Download im Wlan-Bereich ausführen, im Handy "Auto-Bildschirmhelligkeit" auf "Tageslicht" umstellen, die Tour parallel nicht zusätzlich aufzeichnen und am besten den "Flugmodus" aktivieren. Für den GPS-Empfang ist kein Mobilfunknetz nötig.

Die Top 4 Mountainbike Apps im Test

Wir haben uns die Apps der vier größten Anbieter mal heruntergeladen und waren im Wald überrascht von den unterschiedlichen "Führungsstilen".

1. Komoot: Der intuitive Allrounder

Optisch ist Komoot das modernste MTB-Touren-Portal mit der intuitivsten Handhabung. Wer bisher nur im Auto mit Navi unterwegs war, wird sich bei Komoot am wohlsten fühlen. Die Menüführung ist selbsterklärend und wird mit eingeblendeten Anwendertipps zum Kinderspiel.

Die Tour beginnt vor der Haustür mit der "Bring mich hin"-Funktion. Egal, ob man mit dem Bike, dem Auto oder der Bahn zum Startpunkt der Tour geleitet werden möchte. Hilfreich ist auch die Highlight-Funktion: In der Karte sind Singletrails und schöne Aussichtsplätze extra markiert.

Man kann die Routen durch einfaches Ziehen des Tracks verschieben, und sollte man unterwegs vom Weg abkommen, errechnet Komoot eine neue Route zurück zur Tour. Offline-Karten, Sprach-Navigation und Routing gehören zum Grund­service.

Fazit: Wer bisher nur im Auto mit Navi unterwegs war, wird sich mit Komoot bei Mountainbike-Touren am wohlsten fühlen. Die Menüführung ist kinderleicht und die Tools werden ständig aktualisiert.

Vorteile von Komoot:

  • "Bring mich hin"- und Routing-Funktion
  • Umrechnung bei Routenabweichung
  • Offline-Karten
  • Eingeblendete Anwendungstipps
  • Sprachnavigation, Highlight-Funktion

Nachteile von Komoot:

  • Offroad gleichgesetzt mit "Singletrail"
  • Untergrundbeschreibung als Balken und verwirrend komplex
  • Mit 3,99 Euro pro Region oder 29,99 Euro weltweit die teuerste App

2. Outdooractive Premium: Der detailreiche Experte

Outdooractive ist Europas größte Outdoor-Plattform mit eigenen Topo-Karten und allen nötigen App-Features.

Sparen Sie sich das Runterladen der Gratis-App. Damit bekommt man zwar Zugriff auf das große Tourenportal und kann den Tracks in der wirklich detaillierten, hauseigenen Karte folgen, aber das große Aha-Erlebnis kommt erst mit der Premium-Version der Allgäuer Anbieter: Sprachnavigation, Offline-Karten, Routing-Funktion, "Toolbox" mit Tacho, Neigungsmesser, Notruf-Modul, Richtungspfeile, Wetter, Gipfelfinder und dank der Kooperation mit dem Alpenverein auch ein Hüttenverzeichnis samt Öffnungszeiten.

Sehr beeindruckend finden wir auch die genauen Höhenprofile mit farblich markierten Untergrundangaben. Die Touren stammen von Trail-affinen Usern, von Redakteuren und Fremdenverkehrsämtern.

Fazit: Im Prinzip kann Outdooractive alles, was Komoot auch kann. Nur merkt man hier an den vielen nützlichen Details, dass die Macher den Sport mit Herzblut ausüben. Preis für die Premim-Version: 9,99 Euro.

Vorteile von Outdooractive Premium:

  • Eigene, sehr detaillierte Karten
  • Sprachnavi, Pfeilsymbole, Notruf
  • Öffnungszeiten von Hütten
  • Höhenprofile mit Untergrundangabe
  • Toolbox mit Gipfelfinder und Tacho

Nachteile von Outdooractive Premium:

  • Gratis-Version richtet sich nicht nach Fahrtrichtung aus
  • Premium-Version: Die Offline-Karte lässt sich zwar zoomen, aber nicht verschieben.

3. GPS-Tour.info: Die Community-basierte Plattform

GPS-Tour.info ist eine Gratis-App mit Riesen-Tourenauswahl und sehr aktiver Community. Keine andere Touren-Plattform lebt so stark von der Gemeinschaft.

Gute Touren mit hohem Trailanteil scheinen auf diesem Portal Ehrensache zu sein. Das haben die Macher der Seite wirklich clever gemacht: Jede Tour kommt in ein Ranking. Sie punktet zunächst mit exakten Beschreibungen in Text und Bild und später durch Bewertungen der Commu­nity.

Fazit: Gute Trail-Touren sind auf dieser Plattform Ehrensache. Auf Schnickschnack wie Sprachnavigation wird verzichtet. Für alle, die es im Wald lieber ruhig haben.

Vorteile von GPS-Tour.info:

  • Große Tourenauswahl auch in ländlichen Regionen
  • Einfache Menüführung
  • Offline-Karten
  • Aufgezeichneter Track in anderer Farbe

Nachteile von GPS-Tour.info:

  • Kein akustisches Zeichen beim Abzweig
  • Offline-Karte richtet sich nicht nach der Fahrtrichtung aus
  • Unmoderne Optik

4. GPSies: Der Klassiker mit riesiger Auswahl

GPSies war eines der ersten Touren-Portale im Netz. Die App ist relativ neu und kommt ohne Schnickschnack aus.

Die App öffnet sich mit Werbebannern, was aber in etwa so lange dauert, wie wenn ein GPS-Gerät nach Satelliten sucht. Dahinter wartet schließlich eines der größten deutschen Tourenportale - zur Gratis-Nutzung. Die Menüführung ist einfach: Tour auswählen, selbst zum Startpunkt finden und dem lautlosen Track auf der Spur bleiben.

Fazit: Für Einsteiger ist die GPSies-App etwas unmodern und fummelig, die Auswahl an Touren ist dafür riesig. Liebhaber der ersten Stunde bleiben diesem mit Liebe geführten Portal treu.

Vorteile von GPSies:

  • Riesige Tourenauswahl
  • Konvertierer für GPS-Formate
  • Gratis-Download (dafür Werbebanner)
  • Herzfrequenz-Messer

Nachteile von GPSies:

  • Optik und Menüführung relativ altmodisch
  • Karte zentriert sich auf Tour nicht automatisch
  • Keine akustischen Signale beim Abzweig

Trailforks: Die globale Mountainbike-Community

Auf der Suche nach neuen Trails und Touren mit dem Mountainbike? Die App soll ein Netzwerk für Mountainbike-Strecken weltweit bilden. Basierend auf GPS und Open Street Maps, können Trails und Touren direkt abgefahren werden. Neu entdeckte Trails können von Usern hochgeladen werden und von der Community als GPS Route oder einzelner Track abgefahren werden. So soll eine Sammlung aus allen Trails weltweit entstehen und die Strecken zugänglich für jedermann gemacht werden.

Der perfekte Begleiter für alle erkundungsfreudigen Mountainbiker und Tourenfahrer, doch bietet Trailforks noch viel mehr als nur die GPS-Dateien der Trails. Die interaktiven Karten zeigen dir immer an, wo du dich gerade befindest, ob du auf der richtigen Route bist und wann der nächste Abzweig zum Trail kommt.

Funktionen von Trailforks

  • Die Trails: Die Trails bei Trailforks sind als farbliche Linien auf der Open Street Map eingezeichnet. Jeder Trail kann im Detail geöffnet werden und hier sind weitere Daten hinterlegt.
  • Routing mit Trailforks: Am Computer können Routen auf verschiedene Arten erstellt werden. Herkömmlich durch Wegpunkte auf der Open Street Map, aber auch durch Auswählen bestimmter Trails und Access Routen, können ganze Touren geplant und als GPX Datei exportiert oder direkt auf das Handy oder Garmin übertragen werden.
  • Bekannte Bike Gebiete: Bikeparks und größere Bike Gebiete sind als Spots zusammengefasst. Unter den Spots sind alle Trails aufgelistet, eventuell interessante Routen und Tourenvorschläge sind hier abgespeichert.

Fazit: Trailforks ist die optimale App für erkundungsfreudige Biker. Wenn du gerne auf eigene Faust oder mit ein paar Freunden in neue Bike Regionen vorstoßen möchtest, dann hilft dir die App die besten Trails und Uphills für schöne Touren mit Adventure Faktor zu finden.

Alternativen: Locus Map und Naviki

Neben den Top 4 gibt es noch weitere interessante Apps für die Routenplanung und Navigation mit dem Fahrrad.

Locus Map: Ideal für entlegene Gebiete

Die Spitzen-App für entlegene Gebiete. Bei Locus Map sind alle wesentlichen Funktionen auch ohne Internetverbindung im Gold-Abo verfügbar.

Fazit: Volle Offline-Funktion, preiswerte Abo-Modelle und eine große Kartenauswahl zeichnen Locus Map aus. Allerdings gibt es keine fertigen Touren-Vorschläge und es fehlen Schnittstellen zu GPS und E-Bike.

Naviki: Urbaner Raum und entspannte Freizeit-Touren

Die Fahrrad-Navigation für den urbanen Raum und für entspannte Freizeit-Touren. Dazu werden die markierten Radrouten bevorzugt in die Planung eingebunden.

Fazit: Naviki berücksichtigt bekannte Radrouten, bietet sinnvolle Fahrrad-POIs und Routing für S-Pedelecs. Allerdings ist die App nicht komplett offline und es gibt keine fertigen Touren-Vorschläge.

Streckenvorbereitung: Fertiggericht oder selbst geplant?

Vor dem Tour-Vergnügen steht die Planung und Vorbereitung. Die einen lieben fertige Touren aus einem Tourenportal, für andere ist das Selbstplanen Teil des Abenteuers. Es braucht jeweils vier Schritte, dann sind Sie abfahrbereit.

Die fertige Tour

  1. Suchen und Filtern im Tourenportal: Aus der Masse an Touren den passenden Kandidaten herausfiltern nach Standort, Länge, Schwierigkeitsgrad & Co.
  2. Download der Tour: Wunschstrecke als GPX-Track herunterladen.
  3. Check der Strecke und Übertragung: Geladene Strecke in einem Karten-Tool öffnen und Streckenverlauf und Höhenprofil prüfen.
  4. Zielführung auf dem Smartphone: Übertragung in die Navi-App auf dem Smartphone. Möglichst alle Daten auf dem Smartphone offline laden und Zielführung starten.

Die selbst geplante Tour

Vor der Planung braucht es erst einmal eine Tour-Idee.

Weitere nützliche Apps für Mountainbiker

Neben den Navigations-Apps gibt es noch viele weitere nützliche Apps für Mountainbiker.

  • First Aid RFC: Bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Erster Hilfe, Wundversorgung und Notrufnummern.
  • Strava: Zeichnet Fahr- und Trainingsdaten auf und bietet eine Wettbewerbsplattform für Radfahrer.
  • Saddle Adjust: Hilft bei der korrekten Einstellung des Sattels.

Tipps für die Nutzung von Mountainbike Apps

  • Apps bereits im WLAN herunterladen.
  • Vor jeder Tour prüfen, ob alle benötigten Karten installiert sind.
  • Aktiver Standortdienst, Bluetooth und ein dauerhaft eingeschaltetes Display verbrauchen viel Energie.
  • Eine Powerbank ist Pflicht.

Fazit: Gute Biking Apps

Das Angebot an nützlichen Mountainbike Apps ist riesig. Mit der richtigen App wird jede Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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