Mountainbiken bedeutet Naturerlebnis und Freiheit pur! Egal, ob man sich dabei hinauf in Richtung Berggipfel und Almen kämpft oder auf Downhill-Strecken bergab rast, die Technik im Bikepark poliert oder die Landschaft auf einer Freeride-Tour genießt - das Mountainbike hat eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten. Von der Planung bis zur Navigation begleitet dich Outdooractive bei deinen Abenteuern auf dem Mountainbike.
Die Faszination des Mountainbikens
Der Reiz des Mountainbikens liegt auf der Hand: Steile Anstiege und schnelle Abfahrten durch jedes Gelände - Schotterpisten, Wurzelpfade, technische Trails und Sprünge sorgen für Adrenalin ohne Ende. Kondition und Fahrtechnik werden beim Mountainbiken gleichermaßen auf die Probe gestellt, ganz oben steht aber der Fahrspaß.
Die Geburtsstunde des Mountainbikens lässt sich ziemlich genau bestimmen: Die ersten Downhill-Rennen fanden im Jahr 1976 am Mount Tamalpais in Kalifornien statt, und zwar noch auf umgebauten Rädern aus den 1930er Jahren.
Hardtail oder Fully? Die Qual der Wahl
Grob unterscheidet man zwei Typen: Hardtail-MTBs sind nur an der Vordergabel gefedert, Full-Suspension-Bikes („Fully“) haben zusätzlich noch eine Hinterbaudämpfung. Lieblingsbike gefunden? Dann kommt es noch auf die passende Rahmen- und Reifengröße sowie das Reifenprofil an. Das ist natürlich Geschmackssache.
Die besten Mountainbike-Regionen in Deutschland
Deutschland bietet eine Vielzahl an hervorragenden Mountainbike-Regionen, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Fahrer begeistern. Hier sind einige der Top-Destinationen:
Bike-Arena Sauerland (Sauerland)
Endlos schweift der Blick über die traumhafte Hochheide: Die perfekte Belohnung für den Gipfelaufstieg zum Langenberg. Schließlich ist es der höchste Berg des Rothaargebirges und Highlight einer der vielen, gut ausgewiesenen Touren der „Bike-Arena Sauerland“. Auf 1.700 Kilometern Strecke mit 34.000 Höhenmetern stellen sich Touren-Fans spannende und abwechslungsreiche Etappen-Abenteuer zusammen. 20 Gemeinden und Städte bieten Mountainbikern eine hervorragende Infrastruktur für Übernachtung und Versorgung.
Bikepark Winterberg (Sauerland)
Herzlich willkommen in einem der größten und modernsten Bikeparks im Reiseland Deutschland. Atemberaubende Downhill-Strecken, herausfordernde Slopestyle-Kicker und eine schwungvolle Flowshore-Anlage. Hier im „Bikepark Winterberg“ im Hochsauerland gibt es alles, was das Herz von Gravity-Fans höherschlagen lässt. Das Streckenangebot zieht Mountainbiker aus ganz Europa an den Erlebnisberg Kappe. Immer mit dem Trend: 2019 wurde der Park durch eine Jumpline ergänzt, die ein Gefühl von Kanada im sauerländischen Winterberg versprüht. Dank modernem Sessellift geht es schnell zurück auf den Berg. Elf abwechslungsreiche Strecken bieten rasante Anliegerkurven und gut dimensionierte Sprünge, an die sich Anfänger sicher herantasten können.
Mountainbikepark Pfälzerwald (Pfalz)
Skurrile Felsformationen, verschlungene Pfade, romantische Burgen und jede Menge Natur: Biken im Pfälzerwald bedeutet hundert Prozent Abenteuer im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Eines der weitläufigsten Trailnetze Deutschlands lädt zu kleinen oder auch größeren Abenteuern ein. Auf einer Fläche von über 250.000 Fußballfeldern leiten 20 ausgeschilderte und abwechslungsreiche Strecken durch das artenreiche Biosphärenreservat Pfälzerwald.
Stoneman-Miriquidi (Erzgebirge)
Zwei Länder, neun Gipfel, 4.400 Höhenmeter - Der „Stoneman Miriquidi“ ist ein Highlight im Leben jedes naturliebenden Tourenbikers. Auf 162 Kilometern schlängelt sich Deutschlands erster und einziger Stoneman durch die tiefen Wälder des sagenumwobenen Erzgebirges. Vom Profi auf goldener Tagestour bis zur Mehrgenerationengruppe auf dreitägigem Erlebnis: Beim Stoneman ist jeder Biker sein eigener Maßstab. Die Hektik von Rennveranstaltungen fehlt dabei weit und breit. Ein, zwei oder drei Tagesetappen? Alles frei nach persönlichem Geschmack planbar. Dabei steht eine perfekt ausgeschilderte MTB-Rundtour mit über 20 offiziellen Logistikpartnern, komplett auf Mountainbiker eingestellt, zur Seite.
Der fordernde Anstieg der Königsetappe zum Gipfel des Klínovec, das fantastische Panorama vom Fichtelberg, Sachsens höchstem Berg, der Blick auf ein endloses Wellenmeer dunkler Baumwipfel der Miriquidi-Wälder: Der Stoneman beginnt mit einem Traum und endet in einer tiefgreifenden Erfahrung.
Trailcenter Rabenberg (Erzgebirge)
Herzlich willkommen in der Heimat der Trails, Deutschlands erstem und größten Trailcenter. Unter dichten Zweigen der Erzgebirgswälder verbergen sich mehr als 20 Highlight-Passagen auf 73 Kilometern Trails. „Taster Loop“, „Peak Orbiter“ und „Black Raven“: Klangvolle Namen beschreiben die fünf abwechslungsreichen, im Netz verbundenen Strecken des Trailcenter Rabenberg. Vom Könner bis zum Einsteiger, passende Strecken für jedes Level: Der „Taster Loop“ ist ein leichter, sanft abfallender Trail und damit ideal für den Einstieg in die Singletrail-Welt. Eine Grinsen-im-Gesicht-Garantie gibt es im „Rollercoaster“. Hier heißt es auf großzügig angelegten Kurven durch den Wald rauschen.
Bikepark Schöneck (Vogtland) - Gravity-Biking
Diese Jumpline, das Herzstück der „Bikewelt Schöneck“, ist einmalig in Deutschland. Die 34 von renommierten Trailbauprofis angelegten Sprünge erinnern an die legendäre A-Line in Whistler. Auf etwa anderthalb Kilometern nehmen MTB-Könner die Sprünge ganz ohne in die Pedale zu treten: Höhenflüge im Vogtland, an der tschechischen Grenze. Gleichzeitig ist dieser Bikepark nicht nur für Profis. Das vielfältige Streckenangebot schafft mühelos den Spagat zwischen den Anforderungen für Fortgeschrittene und Anfänger jeden Alters. Im Übungsparcours und dem Flowtrail lässt sich schrittweise die Fahrtechnik verbessern. Die Trainer der Bikeschule geben Hilfestellung, damit es mit perfekt geshapten Kurven und Sprüngen klappt.
Mountainbiken im Harz (Harz)
Mit Blick vom berühmten Hexentanzplateau ins Bodetal, öffnet sich der „Grand Canyon des Harzes“ vor den Augen. Von tiefgrünem Wald umschlossen, ragen die Felsklippen der Rosstrappe empor. Dabei erschließt sich Gästen schnell, warum der Harz so beliebt unter Mountainbikern ist. Schließlich erstreckt sich hier das höchste Gebirge Norddeutschlands, genau am Schnittpunkt der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die vielen Nebeltage im Harz schaffen eine dichte, sattgrüne Vegetation, die Mountainbiker sonst in den entlegensten Winkeln der Welt suchen. Flowige Pfade, kaum breiter als ein aufgeschlagenes Buch, die sich unter den Stollenreifen winden und wellen.
Freiburg Trails (Schwarzwald)
In Freiburg hat man das Gefühl, das Biken liegt den Bewohnern im Blut. Kein Wunder, beginnen die Trails doch direkt an der Stadtgrenze. Mit viel ehrenamtlichem Engagement entstanden hier durch den Mountainbike-Verein in Freiburg neun packende Trails rund um die Natursportmetropole Baden-Württembergs. Das Erlebnis ist vielseitig: Vom „Floh-Trail“ für den Nachwuchs bis zur technischen Downhill-Strecke „Baden to the Bone“ - alle Strecken sind mit viel Liebe zum Detail gebaut und werden bestens gepflegt. Ein weiteres Highlight, der „Canadian Trail“. Mit Hilfe von kanadischen Profis wurde hier ein 3,6 Kilometer langer Bilderbuch-Flowtrail angelegt. Es wechseln sich satter Waldboden, schwungvolle Anlieger, spaßige Bodenwellen und immer wieder kleine Sprünge ab. Ein Trailspaß für Nachwuchsbiker wie Enduro-Profis. Und wer den Bike-Vibe der Stadt und die Menschen hinter dem Verein kennenlernen möchte, der besucht das Bikefestival Freiburg, das jährlich zum Saisonstart stattfindet.
Mountainbike-Strecken in Bayern
Bayern bietet Mountainbike-Touren für jedes Fahr- und Konditionslevel. Auch für Anfänger. Hier sind einige ausgewählte Strecken in Bayern:
Allgäu
Das Allgäu bietet einige von Bayerns schönsten Mountainbike-Touren. Eine davon beginnen Sie am Hopfensee in der Nähe von Füssen. Von dort umrunden Sie den Forggensee und haben dabei fast jederzeit die Bergketten der Region im Blick. Teil der Tour ist auch ein Stopp am Ausflugsziel Panorama-Stadl, von dem aus Sie über den See direkt auf die Berge blicken. Erfrischen können Sie sich an einem der vielen Strandbäder rund um das Ufer des Forggensees.
Chiemsee
Dass Bayerns größter See nahezu am Fuß der Alpen liegt, prädestiniert ihn natürlich für ausgiebige MTB-Touren. Zumal Sie eine technisch nicht allzu anspruchsvolle Route direkt am Ufer des Chiemsees entlangführt. Sie blicken auf die Berge, das Wasser, die Fraueninsel.
Tegernsee
Mit insgesamt 900 Höhenmetern fordert die knapp 34 Kilometer lange MTB-Tour von und nach Bad Wiessee Ihre Kondition ein wenig intensiver, dafür führt Sie sie oberhalb des Tegernsees durch Alpenwälder an der Weißach entlang. Dabei treffen Sie auf die Kleine Klamm, zudem auf die Schwaigeralm, wo Sie einkehren können. Zum Finale folgen Sie dem Söllbach entlang nach Bad Wiessee. Danach folgt die Erfrischung im Tegernsee.
Isartrails (München)
Münchens Isartrails zählen definitiv zu den bekannteren MTB-Trails Bayerns. Gerade für Einsteiger eignet sich der Perlacher Forst jedoch fast noch besser - gerade abseits des Wegenetzes aus befestigten Straßen, das den ausladenden Wald durchzieht. Die Trails sind flach, dazu zahlreich vorhanden, und Sie entdecken immer wieder neue, wenn Sie durch den Forst rollen.
Trans-Bayerwald (Bayerischer Wald)
Trinkflasche gefüllt, Power-Riegel und Regenschutz dabei? Das Abenteuer in der bayerischen Wildnis kann beginnen. Auf der 700 Kilometer langen Route der „Trans-Bayerwald“ streifen Bike-Pioniere durch die unberührte Natur im wohl ursprünglichsten Mittelgebirge Deutschlands. Auf vorgeplanten Tagesetappen geht es zu erlebnisreichen Outdoor-Abenteuern im Bayerischen Wald. Die Südroute bringt Bike-Abenteurer entlang des Donaukamms, vorbei an den Singletrails am Predigtstuhl und der „MTBZone - Bikepark Geißkopf“ ins malerische Passau. Die Nordroute ist ein Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes: Bei 1.456 Metern führt die Strecke über den Arberkamm, der höchsten Erhebung des Bayerischen Waldes.
Bikepark Geißkopf (Bayrischer Wald)
In die gut abgestimmten Anlieger gelehnt und den Schwung der Wellen aufgenommen: Der Flow und weniger die Hindernisse stehen im Fokus eines der ältesten Bikeparks Europas. Achterbahngefühle beim Tanz durch die Kurven kommen auf im Bikepark am über 1.000 Meter hohen Geißkopf im Bayerischen Wald. Trailbau-Legende Diddi Schneider hat hier Deutschlands ersten Flow-Country-Trail entworfen, in dem sich Anfänger gut an die ersten Kurven herantasten und auch Könner voll auf ihre Kosten kommen. Der Bikepark mit zwei Liften ist vielseitig. Downhiller meistern Wurzeln, Steinfelder und Roadgaps. Freerider fliegen über die Jumpline.
Simetsberg
Unweit des Walchensees erhebt sich der Simetsberg am östlichen Rand des Estergebirges 1836 Meter in die Höhe. Alle müssen Sie nicht abfahren. Stattdessen umrunden Sie den Simetsberg entlang der wilden Isar, blicken dabei auf die Alpen, passieren den berühmten Walchensee, durchqueren das obere Isartal und pausieren in einer der Wirtschaften zwischen Einsiedl und Wallgau. Auf insgesamt 35 Kilometern fahren Sie 1100 Höhenmeter ab.
Döbrabergrunde (Frankenwald)
Mountainbike-Touren in Bayern finden Sie natürlich nicht nur in Alpennähe. Auch Franken im Norden bietet diverse MTB-Trails. Der Döbraberg (795 m) kann in Sachen Höhe zwar nicht mit den Alpen mithalten, dafür gleiten Sie auf der 45 Kilometer langen Döbrabergrunde über Bike-Fun-Trails, durch Steilkurven, nehmen Triple-Jumps, Stufen und Steine mit. Dieses Setup erprobt die eigenen Fahrkünste intensiv. Gleichzeitig rollen Sie mitten durch den Frankenwald, blicken vom Aussichtsturm des Döbrabergs in die Ferne.
Trailparks
Es muss nicht zwingend die ausgiebige Mountainbike-Tour durch Bayerns Wälder und Wiesen sein. Sie können auch Trailparks besuchen, um an Ihrer Technik zu feilen. Im Heumöderntal in der Nähe von Treuchtlingen finden Sie beispielsweise sieben unterschiedliche Trails, dazu einen Übungsparcours, die Ihnen von Schwierigkeitsgrad S1 bis S3 alles anbieten. Kilometer machen Sie nicht - der Spaß auf dem Mountainbike steht im Vordergrund. Die einzelnen Trails sind zwischen 500 Meter und 2,5 Kilometer lang; Sie können also problemlos mehrere ausprobieren.
Enningalm (Garmisch)
Die Region rund um Garmisch bietet einige von Bayerns schönsten MTB-Touren. Um zur Enningalm zu gelangen, steuern Sie beispielsweise zunächst den auf knapp 850 Metern gelegenen Pflegersee an, ehe Sie den Berg weiter hinauffahren, dabei immer wieder Wasserfälle passieren und regelmäßig auf das Massiv der Zugspitze und über Garmisch blicken.
Pottenstein (Forchheim)
Westlich von Forchheim zieht es Sie für einen besonderen Mountainbike-Trail nach Pottenstein. Dort begutachten Sie auf Ihrer Tour zunächst die Burg Pottenheim, ehe Sie durch das Püttlachtal rollen. Sie genießen den Ausblick vom kleinen Kulm und fahren den Heckweg ab. Highlight dieser Mountainbike-Strecke im nördlichen Bayern sind der Singletrail Richtung Pegnitz sowie der Flowtrail, der Sie dem Wanderparkplatz Weihersbachtal, Ausgangspunkt und Ziel Ihres Trips, immer näherbringt. Die 40 Kilometer bieten insgesamt 12,5 Kilometer Trail, dabei auch technisch anspruchsvolle Passagen. Die meistern Sie am besten mithilfe eines exakt auf Sie abgestimmten Rads.
Walchensee
Die Alpen bieten beste Voraussetzungen für technisch anspruchsvolle, intensive MTB-Touren durch Bayern. Der Walchensee zählt zu Bayerns beliebtesten Badeseen. Gleichzeitig liegt er so praktisch inmitten von Hängen und Bergketten, dass Sie außen herum diverse Mountainbike-Touren starten können. Eine führt Sie von der Talstation der Herzogstandbahn am Ufer entlang, durch den Wald ins Eschenlainetal. Sie fahren über Brücken, überqueren Bäche, sehen Wasserfälle; müssen aber auch steil den Berg hinauf Richtung Hirschau bis zum Grießkopf auf 1452 Metern. Via Trail erreichen Sie von dort die Ohlstädter Alm und gönnen sich mit Blick auf den Walchensee eine Pause. Noch einmal bergauf, danach geht es den anspruchsvollen Snakeline Trail mit seinen spitzen Kehren zurück zum Walchensee.
Klais
Etwas westlich von Garmisch-Partenkirchen liegt Klais, der Startpunkt dieser anspruchsvollen bayerischen MTB-Tour. Sie führt Sie die Isar entlang, durch das Karwendeltal, auf den kleinen Ahornboden in die Johannesbachschlucht. Der dortige Trail stellt einige Anforderungen an Ihre Fahrkünste, ehe Sie mit Blick auf das Karwendelgebirge Bäche überqueren und nach 73 Kilometern wieder in Klais ankommen.
Schloss Neuschwanstein (Allgäu)
Mit dem Schloss Neuschwanstein bietet das Allgäu eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands - und diese MTB-Tour führt Sie auf insgesamt rund 44 Kilometern, teils über Singletrails, teils über Fahrradwege, immer wieder am berühmten Märchenschloss vorbei. Dazu passieren Sie den Urisee sowie den Lechfall. Das Streckenprofil ist anspruchsvoll und zwingt Sie wahrscheinlich hin und wieder, abzusteigen. Perfekt für den Jahresabschluss.
Trailarten und Schwierigkeitsgrade
Trail ist nicht gleich Trail. Es gibt schmalere und abfallende, extra angelegte und komplett natürliche Mountainbike-Trails - und jeder hat seine feste Bezeichnung. Singletrails sind nur 30 bis 60 cm breit und bieten daher - ganz ihrem Namen entsprechend - nur Platz für ein Bike. Nebeneinander können Sie also nicht fahren. Bei einigen handelt es sich um Wanderwege, die Sie auch mit dem Mountainbike abfahren können.
Schwierigkeitsgrade von Singletrails
Wie oben erwähnt, teilen sich Singletrails in sechs Schwierigkeitsstufen ein. So wissen Sie, welche Strecke Sie bewältigen können und für welche Sie noch einige Kilometer brauchen, um die nötigen Fertigkeiten zu erlangen. Beachten Sie außerdem, dass Trails häufig unterschiedliche Abschnitte haben. So kann auf eine S2- eine S3-Passage folgen.
- Schwierigkeitsgrad S0: Der Untergrund besteht aus festem Schotter oder griffigem Wald- bzw. Wiesenboden.
- Schwierigkeitsgrad S1: Sie treffen auf erste Hindernisse wie flache Wurzeln oder leichte Spurrinnen. Entsprechend sollten Sie wissen, wie Sie Ihr Gewicht am besten verlagern und die Bremskraft effektiv dosieren.
- Schwierigkeitsgrad S2: Wurzeln und Steine bauen sich höher auf. Treppen und Stufen können hinzukommen.
- Schwierigkeitsgrad S3: Auf losem Untergrund rollen Sie auf S3-Trails auch durch Spitzkehren, während die Stufen immer höher, die Wurzeln größer werden. Sogar Felsbrocken können Ihren Weg kreuzen.
- Schwierigkeitsgrad S4: Nicht nur das intensive Gefälle stellt Sie auf S4-Singletrails vor unübersehbare Herausforderungen. Eventuell müssen Sie Ihr Mountainbike sogar ein Stück tragen, zudem besonders tiefe Stufen und eng zulaufende Spitzkehren passieren.
- Schwierigkeitsgrad S5: Die Erde rutscht. Geröll macht sich los. Sogar Bäume können quer über die Strecke gefallen sein.
Weitere Trailarten
- Natural Trails: Ohne menschliches Zutun kommen dagegen Natural Trails aus.
- Flowtrails: Sie sind exakt auf Mountainbikes zugeschnitten und so angelegt, dass Sie sie dank erhöhter Kurvenränder und rhythmisch angelegter Wellen konstant fließend durchfahren können. Häufig sogar mit konstanter Geschwindigkeit. Dazu tragen auch die für Flowtrails charakteristischen Steilkurven bei. Sprünge über Tables und Holzelemente gehören im Normalfall ebenfalls zum Konzept.
- Downhill-Trails: Der Name erklärt die Grundidee: Downhill-Trails führen immer bergab, wobei Sie über eine abgesperrte Strecke fahren, über Tables springen, durch Steilkurven rollen und eventuell Holzelemente passieren. Natürliche Hindernisse lassen Sie ebenfalls hinter sich.
Tipps zur Tourenplanung
Diverse Faktoren sollten Sie bedenken, um den für Sie passenden Trail zu finden. Ihre eigenen Fähigkeiten sind nur einer davon. Unter anderem spielen die physischen Anforderungen, die Streckenlänge sowie der Schwierigkeitsgrad eine Rolle. Zieht es Sie bergab oder wollen Sie lieber möglichst flüssig durch den Bikerpark gleiten? Vielleicht reizt Sie der Ausflug mitten hinein in die Natur, von Bergsee zu Bergsee, am meisten. Daher überlegen Sie sich vor der Tourenplanung, welchen MTB-Trail Sie in Bayern am liebsten befahren wollen. Downhill? Natural? Singletrail? Flowtrail?
Sowohl der Zeitfaktor als auch Ihre physische Verfassung wirken sich darauf aus, wie lang Sie auf Bayerns Mountainbike-Strecken unterwegs sein wollen. Es gibt kurze Touren, die Sie in 2,5 Stunden meistern. Andere führen Sie rund 7 Stunden lang und 80 Kilometer weit unter anderem über die MTB-Trails der bayerischen Alpen. Auch Mehrtagestouren mit unterschiedlichen Etappen sind eine Option. Planen Sie in jedem Fall immer Pausen in Ihre Kalkulation ein.
Wichtig ist außerdem ein Blick auf das Gelände. Auch die Anzahl an Höhenmetern, die Sie während Ihrer Mountainbike-Tour durch Bayern abzufahren haben, entscheidet über die gesamte Dauer. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich nicht übernehmen. Für Ihre ersten Mountainbike-Touren durch Bayern sollten Sie daher nicht mehr als 500 Höhenmeter veranschlagen. Sehen Sie sich das Streckenprofil genau an. Wo stehen besonders intensive Steigungen an? Wo erfordert der Trail besonders viel Konzentration? Gerade komplizierte Passagen, die höhere Anforderungen an Ihre Fahrkünste stellen, sollten nicht unbedingt am Ende Ihrer Tour auf Sie warten, wenn Sie bereits ausgelaugt sind.
Apps und Navigation
Viele schwören auf die App von Bergfex (Apple & Android). Die gefundenen oder selbst geplanten Touren lassen sich unkompliziert auf dein Garmin-Navigationsgerät übertragen, sodass du auf der Tour nicht mit deinem Handy navigieren musst.
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