Das Bergische Land lässt jedes Mountainbikerherz höher schlagen. Dort, wo sich die pulsierenden Adern A1 und Wupper kreuzen, starten wir unsere Tour Richtung Radevormwald. Die bergische Landschaft hält dabei nicht nur grandiose Blicke in die Ferne parat, sondern verwöhnt uns auch mit vielseitigen und vor allem langen Abfahrten. Ob Wurzelpassage, Flowtrail oder ruppige Felsabfahrt: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Fahrspaß garantiert!
Wenn Du ein CC, oder Marathon Mountainbike dein eigen nennst, dann solltest Du damit sehr, sehr gut umgehen können. Andernfalls empfehlen wir dringend, ein Trail- oder Enduro Fully zu nutzen.
Die Kottentrail Tour
Auf unzähligen Trails sammeln wir auf dieser Tour Kilometer. Während unserer Kottentrail Tour kommen wir nicht nur an einigen alten Stauteichen und Ruinen vorbei, sondern haben sogar die Möglichkeit im historischen Manuelskotten die Arbeit der Schleifer, wie vor 100 Jahren, persönlich zu erleben. Bevor wir die Kohlfuhrt für den 2. Auf der anschließenden Runde durch das Zillertal geht es technisch auf ausgesetzten und zum Teil steinigen Trails und Abfahrten actionreich weiter. Ganz nach Lust und Power können wir hier (fast) beliebig viele Trails dranhängen.
Die Tour richtet sich an Tourenbiker mit einer guten Ausdauer und sicherer Fahrtechnik und dauert mit Pausen ca. 6 Stunden. Wir werden dabei ca. 45 Km und 1000 Hm bewätigen. Bergauf sind ebenfalls zum Teil Anstiege mit dem Schwierigkeitsgrad S1 zu bewältigen. Generell richtet sich das Tempo auf unseren Touren nach dem langsamsten Fahrer. Daher bitten wir Euch bei der Tourenauswahl realistisch nach Eurer Kondition und Eurem Können auszuwählen. E-Bikes sind natürlich auch erwünscht! So habt Ihr und Eure Mitfahrer den größten Spaß. Die Gruppengröße von max.
Wichtige Hinweise
- Dein eigenes Mountainbike
- Fahrradhelm (bei uns besteht grundsätzliche Helmpflicht. Dieser kann ggf. gegen 5,-€ Gebühr auch gemietet werden)
- wetterfeste Bekleidung, ggf.
Downhill Strecke im Kothener Busch
Die Downhillabteilung hat sich 2010 gegründet nachdem die Stadt Wuppertal 2009 auf uns zukam und eine Downhillstrecke in Wuppertal legalisieren wollte. Nach vielen Gesprächen, einer Menge Arbeit und auch Protest war es Ende 2011 endlich soweit und die Strecke im Kothener Busch konnte eröffnet werden. Seitdem sind wir regelmäßig dort, die Strecke findet weit über Wuppertals Grenzen hinaus Anklang.
Ende 2013 haben wir uns mit weiteren Vereinen aus NRW und angerenzenden Bundesländern entschlossen den Gravity NRW Cup zu gründen. Seitdem findet einmal im Jahr auf unserer Vereinsstrecke ein Wertungslauf dieser Rennserie statt. Aufgrund mangelnder ehrenamtlicher Helfer fand 2016 das vorerst letzte Rennen in der Rennserie auf unserer Strecke statt.
Unsere Downhillstrecke findet ihr am Ende der Straße Buschland in 42285 Wuppertal. Bitte verhaltet euch vernünftig und seid nett gegenüber anderen Nutzern des Waldes. Insbesondere auch gegenüber den Anwohnern am Start der Strecke. Blockiert bitte nicht die Waldwege und lasst genug Platz für die Nutzer des Waldes. Die Strecke darf nur mit geeigneter Schutzausrüstung befahren werden. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Für die Instandhaltung und Pflege der Strecke treffen wir uns jeden dritten Sonntag im Monat um 11Uhr an unserer Strecke. Die Bautermine sind leider Wetterabhänging. Von daher kann es passieren dass Termine ausfallen oder verlegt werden. Es kommt auch durchaus vor das an 2 Tagen gearbeitet wird, oder zusäzlich noch an anderen Tagen im Monat, je nachdem was gemacht wird und wie aufwändig die Arbeiten sind. Für die Baumaßnahmen stehen uns diverse Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verfügung, allerdings keine motorisierten Geräte.
Streckenbauliche Veränderungen dürfen nur mit Absprache der Verantwortlichen durchgeführt werden, da alle Änderungen mit der Stadt und dem Forstamt abgesprochen werden müssen. Während der Baumaßnahmen kann die Strecke teilweise oder ganz gesperrt sein.
Der "Wupp'nDuro" und die Trail Trophy
Kennen Sie das? Es gibt Ereignisse, die als Initialzündung für die weitere Entwicklung gedient haben. Die man dann über die Jahre ein bisschen aus dem Blickwinkel verloren hat, bevor man sich wieder an diese Ursprünge erinnert. Wem jetzt all das wenig sagt, der sei kurz aufgeklärt: Die Trail Trophy ist ein zwei- oder dreitägiges Mountainbike Enduro-Rennen mit hohem Spaßfaktor an fünf Austragungsorten in Deutschland, Südtirol und der Schweiz.
Und die MTB-Tour im Wuppertal zwischen Solingen und Remscheid führt durch die Hänge rechts und links des Flusses Wupper - auf einer dieser Touren entstand der „Wupp’nDuro“, und daraus die Idee zur Trail Trophy.
Es begab sich im Frühjahr 2008 (so ganz genau ist das im Rückblick nicht mehr zu datieren), da war ich wieder einmal mit ein paar Jungs aus meinem Bekanntenkreis auf den Trails an der Wupper unterwegs. Weil der Startpunkt meist beim Campingplatz in Solingen-Glüder lag, nannte man es gemeinhin auch: „glüdern gehen“. Will heißen: so viele Trails wie möglich aneinanderreihen. Die einen mochten mehr den „Steilkram“ - also so schnell und steil wie möglich bergab. Andere - mich eingeschlossen - bevorzugten doch eher die längeren, flowigen Abfahrten bzw. Trails, auf denen man hin und wieder auch etwas pedalieren musste.
Irgendwann setzte sich der Gedanke fest, man müsste auf den verschiedenen Trails doch mal schauen, wer da in Summe der Schnellste wäre ... So ergab ein Wort das andere, und plötzlich stand der Begriff „Wupp’nDuro“ im Raum. Dazu muss man wissen: Im Jahr 2008 war „Enduro“ noch überhaupt kein Begriff als solcher. Ich wusste, die Franzosen machten da irgendwelche Rennen. Doch der Gedanke ließ mich nicht los. Im Herbst 2008 war es dann soweit - der erste Wupp´n´Duro stand an.
Nichts Offizielles: Dreizehn Biker auf dem Parkplatz, zwei Stoppuhren, zwei Klemmbretter - los ging’s auf eine 30 Kilometer lange Runde und fünf Abschnitte, die auf Zeit gefahren werden sollten. Von „Stages“ sprach zu der Zeit noch niemand, und natürlich gab es keine Markierung der Strecke (wir kannten ja die Trails), Absperrbänder oder andere Streckenkennzeichnungen. Die Zeiten wurden per Hand notiert und am Ende in die Tabelle gehackt. Das dauerte eine gute Dreiviertelstunde, bevor es das Endresultat für alle zwölf Fahrer gab.
Heute, im Jahr 2015, ist (fast) alles anders. Die TrailTrophy greift auf das übliche technische Equipment zurück, das sich im Enduro-Bereich etabliert hat. Aber wir fahren immer noch die Trails in den Wupperbergen. Und so sind wir hier sieben Jahre nach den ersten Vorübungen zur „TT“ mit Fotograf Paul, Steffi und Bernd in den Wupperbergen unterwegs, um den „Wupp’nDuro“ in seiner Originalfassung zu rocken.
Eine Beispieltour in den Wupperbergen
Vom Parkplatz weg geht es gleich über eine Serpentinenstrecke berghoch, den sogenannten Römerweg. Oben angekommen, führt der mittelbreite Weg wellig bis zum Einstiegspunkt des ersten Trails, dem sogenannten „Treppen-Downhill“. Zu Beginn kann man zwischen einem versteckten, steilen Einstieg und einer längeren, flowigen Variante wählen. Nach dem tollen Blick vom Aussichtsfelsen oberhalb der Wupper auf den Balkhauser Kotten kommt die erste Schlüsselstelle: die Treppe. Steil bergab mit Geländer rechts - das heißt aufpassen mit dem breiten Lenker!
Schnell sind wir wieder unten und kommen noch mal am Ausgangspunkt vorbei, dem Parkplatz. Jetzt erwartet uns der längste Anstieg der Tour mit knapp 200 Höhenmetern bis zum Sportplatz von Witzhelden. Über einen schönen, welligen Trail am Wiesenrand geht es bis zum „Kingwood Forest“ - einem privaten Dirtspot, der seinen Mitgliedern vorbehalten ist. Die Erdhügel interessieren uns aber weniger, sondern wir wollen zum Lukasweg. Dieser Wanderweg wurde in den 30er Jahren angelegt, um Solingen und Opladen bei Leverkusen miteinander zu verbinden.
Während der Lukasweg dann steil bergab zur Wupper führt, bleiben wir auf einem Flachstück und rollen auf einem mittelbreiten Trail zügig bergab bis zur kurvigen Landstraße L427. Hier treffen wir auch wieder auf den Lukasweg, überqueren die Landstraße und erfreuen uns an dem nächsten „Sahnestück“ der Tour, dem Trail zum Hundedenkmal am Rüdenstein. In leicht geschwungenen Kurven zieht der Pfad durch den Wald und die buschartige Vegetation, bevor er direkt auf das Hundedenkmal Rüdenstein trifft. Dieses Denkmal wurde 1927 eingeweiht und soll der Sage nach an einen Herzog erinnern, der im 15. Jahrhundert bei einer Jagd vom Pferd stürzte und gerettet werden konnte, weil sich sein Hund nach der Jagd aufgeregt bemerkbar machte.
Wir fahren das kurze, steinige Trailstück zum Herzbach hinunter und ein paar Hundert Meter auf der Asphaltstraße im Tal durch den Ort Unterrüden. Auch wenn hier verschiedene Gaststätten am Weg liegen, ist uns noch nicht nach einer Einkehr. Denn es geht gleich wieder berghoch, allerdings komfortabel auf einem breiten Forstweg. Kurz nach dem Aussichtspunkt am „Pilz“ - einem runden, überdachten Unterstand aus Holz - biegen wir ab in alpines Gelände. Kein Scherz: Die nun folgenden Serpentinenkurven würden auch jedem Trail in den Alpen gut zu Gesicht stehen. Der Unterschied ist nur, dass die Abfahrt etwas schneller (nach gut hundert Höhenmetern) vorbei ist.
Wir sind wieder am gleichen Punkt wie vorhin, unterhalb des Hundedenkmals. Mit voller Absicht, denn jetzt geht es auf die Nordseite der Wupper und dann berghoch - auf einem feinen, recht gleichmäßig ansteigenden Trail kommen wir auf den Klingenpfad. Dieser Wanderweg führt um ganz Solingen herum und trägt seinen Namen, weil Solingen seit Jahrhunderten für seine Schneidwaren, Messer und Klingen europaweit bekannt ist.
Die Runde verläuft überwiegend durch die Wälder und führt nur durch wenige Ortschaften, eine davon ist der Ortsteil Solingen-Höhscheid, den wir über den Klingenpfad erreichen. Für ein paar Hundert Meter sind wir wieder in der Zivilisation angekommen, bevor wir wieder in den Wald abbiegen zum Start von Sonderprüfung vier. Ähhh … natürlich nicht: Vor uns liegt einfach ein abwechslungsreicher, zunächst welliger Trail, der auch einen kurzen, technischen Uphill beinhaltet. Danach surfen wir in weiten Serpentinenkurven wieder ins Tal.
Vorbei an einem alten Gutshof vernichten wir ein paar Höhenmeter auf einem breiten Schotterweg, bevor wir erneut ins Trailvergnügen abtauchen und uns der schmale Pfad am Wupperhof wieder ausspuckt. Auch hier könnten wir wieder einkehren - verzichten aber darauf, denn die folgenden gut 150 Höhenmeter haben es in sich: Bis zu 20 Prozent steil zieht der Forstweg nach oben und bringt uns wieder auf den Lukasweg - einen Abschnitt, den wir auf dem Hinweg schon in die andere Richtung gefahren sind.
Diesmal nehmen wir jedoch nicht den Abzweig zum „Kingwood Forest“, sondern bleiben auf dem markierten Pfad, der wenig später zu einem weiteren Highlight dieser Tour führt: Über eine Felsnase geht es recht steil und technisch bergab - eine gute Linienwahl ist hier von Vorteil. Im malerischen Bachtal zwischen hohen Buchen läuft der Trail flach aus und wird nur für die nächsten 300 Meter noch mal etwas breiter.
Die letzten zwei Kilometer bis zum Parkplatz sind noch einmal ein Trailvergnügen par excellence: Der Pfad windet sich am Hang entlang, mitunter sogar leicht ausgesetzt um ein paar felsige Nasen herum - bevor er mit einer Speed-Wurzelpassage und Bachdurchfahrt am Campingplatz in Glüder endet.
Die Wupperberge
Die „Wupperberge“ sind keine offizielle geografische Bezeichnung, sondern ein Begriff, der die Berge und Höhenzüge rechts und links der Wupper von Wuppertal bis Leichlingen bezeichnet. Weite Teile der Gegend gehören zum Bergischen Städtedreieck, das durch die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid geprägt ist Die Wupper durchschneidet das Gebiet zwischen diesen Städten und der Hochfläche zwischen Leichlingen und Burscheid, sodass sich zu beiden Seiten mitunter ausgeprägte Steilhänge gebildet haben, in denen etliche Wanderwege verlaufen. Geografisch gehört die Region zum Bergischen Land - das seinen Namen aber nicht wegen der Berge erhalten hat, sondern aufgrund des Herzogtums Berg, das vom Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts existierte.
Die beiden bekanntesten Wege sind der Klingenpfad und der Lukasweg - darüber hinaus gibt es aber noch weitere örtliche Wege bzw. Pfade, der sich für die Einbindung in eine MTB-Tour anbieten. Ausgangspunkte zu den Touren in die Wupperberge gibt es an vielen Stellen - der Parkplatz an der K4 in Solingen-Glüder bildet aber einen recht zentralen Ausgangspunkt.
Anreise: Von Wuppertal/Düsseldorf aus über die A46, Ausfahrt Haan-Ost, und B224 Richtung Solingen-Glüder. Von Süden (u.a. Köln) über die A1, Ausfahrt Burscheid, über L359 bis Witzhelden und weiter nach Solingen-Glüder.
Waldcamping in Solingen-Glüder befindet sich direkt am Startpunkt (www.camping-solingen.de).
Mehrere Einkehrmöglichkeiten an der Strecke: Von der einfachen Campingplatz-Gastronomie in Glüder über den Wupperhof bis zum Café/Restaurant Haus Rüden oder Gaststätte Rüdenstein (beide in Unterrüden) gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten.
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