Mountainbike Touren in den Südtiroler Dolomiten

Wenn die Dolomiten als das schönste Gebirge der Welt bezeichnet werden, dann ist es nur logisch, dass es hier auch die schönsten Radtouren der Welt gibt. Ob rasante Abfahrten, schweißtreibende Anstiege, kurvenreiche Passstraßen, genussvolle Hüttentouren oder schwungvolle Trails: Wenn du die Dolomiten mit dem Bike erobern willst, kommst du voll auf deine Kosten.

Denn egal, ob Rennrad oder MTB: Die Dolomiten mit eigener Muskelkraft zu erkunden, bedeutet ein intensives Naturerlebnis und jenes süchtig machende Gefühl von Freiheit, das dich auf jeder Tour begleitet. Unbestritten liegen die eindrucksvollsten Bike-Touren in den Dolomiten, aber auch der Vinschgau hat sehr schöne Bike-Touren zu bieten. Genieße einen Radurlaub ohne Kompromisse.

Im Bike Paradies Dolomiten Südtirol kommen sowohl anspruchsvolle Mountainbiker und Downhiller sowie Anfänger, Familien und Genussradler voll auf ihre Kosten. Es erwarten Sie technische Singletrails kombiniert mit rasanten Downhills sowie gemütliche Ausflüge auf Almen und durch Wiesen und Wälder. Die verschiedenen Mountainbike Touren erfordern je nach Schwierigkeitsgrad, Länge und Höhenunterschied unterschiedliche Ansprüche an Fahrtechnik und Kondition.

Auch für Enduro Biker sind die Dolomiten ein ideales Bike Revier. Mit unserem Konzept „Ride the Dolomites“ führen wir dich in die schönsten Bike Regionen der atemberaubenden Dolomiten. Natürlich kennen wir auch die besten Enduro Bike Trails. Für alle die während des Bike Urlaubs in Gröden an ihrer Fahrtechnik feilen möchten, gibt es Fahrtechniktrainings für noch mehr Spaß auf den Trails.

Egal ob Mountainbiker, Freerider, Rennradler oder Genussradler, die Gastgeber der Bike Hotels Südtirol sind selbst begeisterte Biker und zeigen dir die flowigsten Trails, die schönsten Pässe und die besten Touren in Südtirol - Geheimtipps, die auf Karten nicht zu finden sind. Das Ferienland Südtirol bietet dir mehr als 300 Sonnentage pro Jahr und ist somit das perfekte Urlaubsziel für leidenschaftliche Radfahrer.

Top MTB-Trails in den Dolomiten

Hier sind einige der Top-MTB-Trails, die die Dolomiten zu bieten haben:

  • Der Klassiker: Sella Ronda
  • Schmaler Grat: Tutti Frutti
  • Weißes Meer: Rosetta-Trail
  • Episch: Arabba-Abfahrt
  • Gefährlich: Plätzwiesen-Trail

Der Klassiker: Sella Ronda

Die Sella Ronda ist ein absolutes Muss für jeden Mountainbike-Fan. 61 km, 4000 tm. Es gibt zwei Arten von Menschen: die Glücklichen, die das Sella-Massiv umrundet haben und die armen Teufel, die es nicht haben. Ob mit Ski oder Bike. Wozu gehörst Du? Man kann die Sella Ronda im oder gegen den Uhrzeiger fahren. Freerider wählen die Variante im Uhrzeigersinn - für mehr Action.

Nutzt man alle Lifte, muss man kaum selbst kurbeln - um die ein oder andere Schotterpassagen kommt man allerdings nicht herum. Das Panorama ist hier ein “Pornorama”, weil so geil. Berge wie in Träumen. Die Beschilderung der MTB-Tour Sella Ronda ist zwar gut, aber nicht lückenlos. Unser Tipp: Lade Dir den passenden GPS-Track runter, damit die besten Trails auch in der Runde stecken wie z. B. die Jumpline Plan de Gralba oder der Downhill Bec de Roces.

Noch besser: mit Guide fahren. Denn die Dudes sind Locals und kennen oft geheime Trails. Auf diesen Pfaden schleppten einst Gebirgsjäger Munitionskisten an die Front. Rund 100 Jahre später kurven wir hier zum Spaß rum. Verrückt, oder?

Für wen geeignet? Singletrail-Jäger und Enduristen.

Schmaler Grat: Tutti Frutti

Der Tutti Frutti MTB-Trail ist ein Highlight - und das gleich aus drei Gründen: Die Abfahrt besitzt alles, was man sich von einem Enduro-Trail wünscht. Der Tutti Frutti diente als Stage der Enduro World Series. Am Start des Tutti Frutti Trails bietet sich ein Herzklopfpanorama. Zum Ausflippen schön!

Zum Tutti Frutti gelangt man mit der Gondelbahn von Campitello in Val di Fassa. Die erste Passage auf dem Grat ist schnell und technisch anspruchsvoll, vor allem bei viel Speed - hier will man die Linie präzise treffen. Später taucht der Trail in den Wald. Kurven, Wurzeln, Steinfelder, mehr Wurzeln, Absätze, noch mehr Wurzeln - Enduro-Gelände par excellence.

Mutproben gibt’s auch, nämlich fiese Steilabfahrten, die bei Nässe überfies werden. Gegen Ende wird der Tutti Frutti noch mal richtig schnell, führt über Waldboden mit Flow-Passagen. Übrigens: Der Trail heißt Tutti Frutti, weil die Trail-Entdecker beim Scouten so viele Heidelbeeren und Wilderdbeeren gefunden und gefuttert haben.

Begehrtes Fotomotiv: der Tutti Frutti. Die Sella-Türme liegen dabei im Rücken der Biker. Für wen geeignet? Enduristen, Singletrail-Jäger und Downhiller.

Weißes Meer: Rosetta-Trail

Mit der Gondel hoch und dann schnell runter? Nicht auf dieser Tour! Gondeln unterstützen zwar die Runde, dennoch müssen 1125 Höhenmeter selbst erstrampelt werden. Los geht’s in Canale d’Agordo. Hier kurbelt man sechs Kilometer die Schotterstraße hoch zur ersten Gondel (Molino le Buse). Oben angekommen muss man einen kurzen Anstieg erklimmen und dann - oh, je - 350 Tiefenmeter auf einer Asphaltstraße vernichten.

Nun folgt wieder ein Uphill hoch zum Baita Segantini. Der Anstieg ist nicht lang, und dank Hammerpanorama fällt er auch nicht schwer. Nun ist es so weit: die Abfahrt. Erst als Wiesen -Trail, dann als Singletrail. Der macht so viel Freude, dass man die Uphill -Höhenmeter schnell vergisst. Den nächsten Anstieg hoch zum Rifugio Rosetta auf 2600 Metern übernimmt die Gondel (Col Verde- und Rosetta-Bahn).

Von hier folgt das große Finale mit 1300 Tiefenmetern auf Militärpfaden, Wiesen-Trails, Waldpfaden mit Steilstufen, Wurzelteppichen und Spitzkehren - ein Epic-Ride. Die letzten acht Kilometer bis nach Canale d’Agordo rollt man auf Schotter, ganz gechillt, ganz entspannt!

Erlebnis-Taler fürs Erlebnis-Konto: Mit dem E-MTB hat man garantiert genügend Körner für die finale 1300-Tiefenmeter-Abfahrt. Für wen geeignet? Singletrail-Jäger und Erlebnis-Freerider.

Episch: Arabba-Abfahrt

Hoch, runter, Schwung nach links, Turn nach rechts - die Abfahrt nach Arabba wellt sich oft wie ein alpiner Pumptrack durchs Gelände, sehr spaßig! Der Trail ist schnell vom Bikepark in Fassa erreicht. Allerdings geht’s nicht nur runter, immer wieder kommen kleine Anstiege. Wir sind den Trail mit dem E-Enduro gefahren und hatten daher ständiges Flow-Feeling.

Hoch geht’s von Fassa zum Col dei Rossi auf 2382 Metern Höhe. Von hier hält man sich Richtung Pordoi-Pass und kurbelt wenige Minuten eine Teerstraße hoch. Aus Straße wird Forstweg und dann schließlich ein Erdband entlang eines Wiesenhangs. Zu Beginn ist der Trail unspektakulär, wird dann aber immer technischer mit Geröll, Stufen und Felsplatten, engen Kurven und verblockten Passagen - hier muss man das Bike präzise manövrieren, um keinen Platten einzufangen.

Mal nimmt der Trail an Tempo auf, mal wird er wieder langsam und technisch - landschaftlich bleibt er spektakulär. Passiert man die Liftstation des Butz-Sesselliftes, beginnt das letzte (1,1 km) Trail -Stück runter nach Arabba als sanftes Finale. Der Trail führt durch den Wald und wellt sich geschmeidig mit Anliegern und Erdwellen ins Tal.

Alpiner Pumptrack: Das letzte Trail-Stück (Pordoi Butz) ist ein flowiges Up & Down. Für wen geeignet? Singletrail-Jäger und Enduristen.

Gefährlich: Plätzwiesen-Trail

Fast haben wir ein schlechtes Gewissen, Euch diesen Trail vorzustellen - aber eben nur fast. Denn in den Bergen ist jeder für sich selbst verantwortlich. Doch der Reihe nach. Die 840 Höhenmeter zum Trail-Einstieg muss man sich selbst erstrampeln. Startpunkt ist der Parkplatz an der Talstraße am Schluderbach, von hier geht’s Richtung Dürrenstein -Hütte.

Hier oben thront ein österreichisches Festungswerk wie eine Trutzburg. Im Ersten Weltkrieg sollte es mit Mörsern und MGs das Pustertal sichern. Hier startet der Trail. Er ist ausschließlich für schwindelfreie Bike-Bergsteiger geeignet. Denn der Trail ist schmal und ausgesetzt. Absturzgefahr! Einmal mit dem Lenker hängen geblieben, und schon kann man in den Tod stürzen.

Zwar wurden Sicherungsseile montiert, doch die sollen keine falsche Sicherheit vorgaukeln. Also Vorsicht! An den Schlüsselstellen (circa 5- 6 Stück) lieber schieben. Der Rest des MTB-Trails ist nicht weniger kniffelig, aber ohne Todesgefahr. Der Pfad zackt eng, steil, voller Stufen und Geröll in den Wald und prüft, ob man sein Bike im Griff hat.

Weitere Mountainbike-Highlights in den Dolomiten

Mit Mammut-Touren wie dem preisgekrönten Stoneman-Trail und der, im wahrsten Wortsinn, atemberaubenden Giro Bike-Tour ist die landschaftlich spektakuläre Dolomitenregion 3 Zinnen mittlerweile eine feste Größe auf der Landkarte der europäischen Mountainbike- und Enduro-Szene. Von Sexten im Südtirol machen wir uns auf zur Sillianer Hütte und bewältigen damit nahezu alle Höhenmeter der Tour am Stück.

Dank der neuen Drei Zinnen Mountain Card ist der Biketransport mit den Aufstiegsanlagen kostenlos und zeitlich unbegrenzt nutzbar. Zu den eindrucksvollsten Strecken gehört die Giro Bike-Tour: Sie führt, in Begleitung eines erfahrenen Guides, über fünf Berge und 3.500 Höhenmeter durch die Sextner Dolomiten.

Noch eins drauf setzt der Stoneman-Trail von Mountainbike-Profi Roland Stauder: stolze 120 Kilometer geht es durch die monumentale Bergwelt der Dolomiten. Der Trail wurde für Biker geschaffen, die eine echte Herausforderung ohne nervigen Rennstress suchen, denn auch die Schönheit der Landschaft will schließlich genossen werden. Wer die Challenge annimmt, holt sich an einem der vier Einstiegspunkte ein Starter-Kit und sammelt an insgesamt fünf Stationen Etappenstempel - je nach Kondition und Lust an einem oder mehreren Tagen.

Nicht ganz so hart, aber nicht minder aussichtsreich, ist die Vier-Stunden-Tour von Toblach über die Dürrensteinhütte zum idyllischen Hochplateau der Plätzwiese, zurück über das Pragser Tal und Niederdorf. Sie kommt ganz ohne Bergbahnen-Unterstützung aus und verspricht auf ihrem Weg von rund 1.200 Höhenmetern bis hinauf auf 2.040 Höhenmeter landschaftliche Hochgenüsse.

Events für Mountainbike-Enthusiasten

Eine wahre Legende unter ambitionierten Mountainbikern ist der im Juli stattfindende Südtirol Dolomiti Superbike. Seit Mitte der 1990er Jahre findet einer der teilnahmestärksten Bike-Wettkämpfe Europas jedes Jahr statt. 113 km und 3357 Höhenmeter liegen auf der Strecke, die von Niederdorf über Toblach, Innichen, Vierschach, Helm, Sexten, Haunold, Schluderbach und dann über die Plätzwiese und Prags zurück nach Niederdorf führt.

Ein weiteres Highlight findet in Innichen statt, wenn der Eroica Dolomiti Einzug hält. Die Eroica, unter anderem bekannt in Kalifornien, Südafrika, Japan oder Limburg, ist eines der beliebtesten Vintage-Radsport-Events der Welt. Ihre Teilnehmer schätzen das Radrenn-Flair vergangener Tage; das Gefühl auf Schotterstraßen zu fahren und dabei die einmalige Landschaft der Dolomitenregion 3 Zinnen zu erleben.

Services für Biker

Wer ohne den eigenen fahrbaren Untersatz anreist, kann sich in den zahlreichen Radverleihstationen der Region das perfekte Bike für jede Tour ausleihen. Auch kleine und größere Rad-Notfälle können hier schnell wieder repariert werden und wer noch etwas lernen will oder sich mit einem Guide ins Gebirge wagen möchte, findet Unterstützung in einer der top ausgestatteten Bike-Schulen der Dolomitenregion 3 Zinnen.

Mit der bikemobil Card können Sie an einem, drei oder sieben aufeinanderfolgenden Tagen alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol unbegrenzt nutzen.

Die Dolomiten: Mehr als nur Berge

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) führt eine Liste weltweit geschützter Naturparadiese und kultureller Kleinode, die sie als besonders erhaltenswert betrachtet. In den letzten Jahren hat sich die Organisation mit der Bewerbung der Dolomiten als Weltnaturerbe auseinander gesetzt. Beim 33. Jahreskongress in Sevilla, ist die UNESCO am 26. Juni 2009 dieser Empfehlung gefolgt. Die Dolomiten gehören zu den 50 schönsten und wertvollsten Landschaften Europas und 199 weltweit.

Die ladinische Kultur ist durch die gesprochene Sprache, die Holzschnitzkunst und das gelebte Brauchtum fest in der Bevölkerung verankert. Gröden ist das Tal der Dolomiten par excellence, von den Dörfern sind die "bleichen Berge" mit ihren imposanten Felstürmen und atemberaubenden Panoramen unmittelbar erreichbar.

Als Teil des Landes Südtirol erstreckt sich das Gebiet der Seiser Alm, der größten Hochalm Europas, über ein 160 km² großes Hochplateau inmitten der Dolomiten. Es besteht aus zwei Gemeinden mit den drei Hauptorten Kastelruth, Seis, Völs und Tiers am Rosengarten und ihren zahlreichen Fraktionen. Die ansässigen Menschen sind einzigartig und stolz auf ihren vielfältigen Lebensraum, dessen Tradition gelebt wird. Gastfreundschaft kommt hier noch von Herzen und ist Teil des natürlichen Charmes, der dieses Gebiet und dessen Menschen auszeichnet.

Mountainbiketouren auf der Sonnenseite der Alpen - Südtirol und Dolomiten. Auf uralten Handelswegen geht es steil bergauf; Militär- und Köhlerpfade führen durch tiefe Wälder zu abgelegenen Almen, vorbei an Schluchten, Dörfern, Steinwüsten … Dieses Buch bietet 30 Touren in 10 Regionen von Südtirol und den Dolomiten für jedes Niveau.

Fast schon ein Pflichtstopp dabei: Die Einkehr bei einer der vielen urigen und einladenden Hütten und Almen der Region. Denn wo könnte man den brennenden Wadeln nach einem schweißtreibenden Anstieg eine schönere Pause gönnen als auf einer der gastfreundlichen Südtiroler Sonnenterrassen mit Panoramablick?

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