Ein Fahrrad besteht aus mehreren Einzelteilen, den sogenannten Komponenten. Damit das Bike optimal läuft, ist das Zusammenspiel dieser Teile essentiell. Hierbei spielen nicht nur Gewicht, Optik und technische Innovationen eine Rolle, sondern auch die Performance und Auslegung der verschiedenen Fahrradtypen.
Ein Fahrrad besteht aus Rahmen und Gabel, vielen Komponenten, unzähligen Einzelteilen und einigen Anbauteilen, allesamt irgendwie benannt - und da hat es seinen Reiz, wenn man sich mit der Bezeichnung all dieser Fahrradteile auskennt. Das vermeidet nämlich Missverständnisse im Dialog mit dem Fachmann und erleichtert dir die Suche nach den passenden Ersatz- und Austauschteilen. Finde die korrekten Namen aller Fahrradteile nach Komponenten und Baugruppen sortiert und anhand von anschaulichen Bildern erklärt. Finde ebenso Erläuterungen zur Funktion der Fahrradteile.
Der folgende Überblick und die detaillierte Liste zeigen dir alle wichtigen Fahrradteile, ihre Namen und Funktion.
Rahmen und Gabel
Rahmen
Der Rahmen ist das Herzstück eines Fahrrads, an dem alle weiteren Komponenten befestigt werden. Er verbindet Pedalen, Lenker sowie Sattel und ist somit essentiell für den Antrieb. Dabei trägt der Rahmen nicht nur das Körpergewicht und gibt es an die Räder weiter, sondern ist auch Stößen sowie Brems- und Antriebskräften ausgesetzt. Daher ist der Fahrradrahmen aus stabilen Materialien wie Stahl, Aluminium oder Carbon gefertigt.
Klassischerweise besteht ein Fahrradrahmen aus Ober-, Unter-, Sattel- und Steuerrohr sowie der Sattel- und Kettenstrebe. Wie genau diese ausgerichtet sind, richtet sich nach der jeweiligen Rahmenform. Je nach Fahrradtyp unterscheidet sich die Geometrie des Rahmens, mit der viele Hersteller auch ihre Ingenieurskunst ausdrücken. Neben dem klassischen Diamantrahmen gibt es den Trapez-, Wave- und Tiefeinsteiger-Rahmen. Form und Rahmengröße entscheiden darüber, wie die Sitzhaltung des Fahrers auf dem Bike ausfällt.
Neben dem klassischen Diamantrahmen etablierten sich im Laufe der Zeit Sonderformen wie Trapezrahmen und Wave-Rahmen. Doch spätestens seit dem Einzug der Rahmen-Federung explodiert die Rahmen-Varianz förmlich, denn in Geometrie und Dämpfer-Platzierung sind hier kaum Grenzen gesetzt. Damit wuchs auch das Repertoire an Fachbegriffen:
- Diamantrahmen (sehr hohe Steifigkeit bei geringem Rahmengewicht)
- Trapezrahmen (stark abfallendes Oberrohr erleichtert den Einstieg)
- Wave-Rahmen (Einstieg noch komfortabler als beim Trapezrahmen)
- Tiefeinsteiger-Rahmen (völlig barrierefreier Einstieg)
- Rahmen mit gefederten Hinterbauten:
- Eingelenker (Nachteil: Seitenkräfte im Wiegetritt)
- Mehrgelenker (steifer als der Eingelenker)
- Viergelenker (sehr steif, durch Horst-Link nahezu senkrechtes Einfedern)
- VPP-System (kaum Wippen beim Pedalieren)
- LRS-System (Luftdruck im Dämpfer geringer: weniger Verschleiß).
Aluminium-Rahmen haben für die Montage des Schaltwerks am hinteren Ausfallende noch eine Besonderheit: Das Schaltauge. Damit wird das Zerstörungsrisiko vom Rahmen auf ein preiswertes Austauschteil (eben das Schaltauge) verlagert. Denn mit einer Deformation am rechten Ausfallende (z. B. durch einen Sturz) wäre der teure Rahmen unter Umständen Schrott.
Gabel
Die Fahrradgabel verbindet den Lenker mit dem Vorderrad und trägt somit erheblich zum Fahrverhalten bei. Der Gabelschaft (der Teil oberhalb der Gabelbrücke) wird dabei drehbar im Steuerrohr mittels eines Steuersatzes befestigt. Die beiden Gabelbeine halten das Vorderrad. Hierfür wird auf den Ausfallenden die Fahrradnarbe angebracht.
Die Fahrradgabel gibt es in zwei Varianten: die Starrgabel und die Federgabel. Die Starrgabel ist darauf ausgelegt, auf der Straße und nicht im Gelände zu fahren, da sie sehr steif ist und bei starker Belastung brechen könnte. Daher ist sie zum Beispiel bei Rennrädern und City-Bikes zu finden. Die Federgabel ist mit Federn und Stoßdämpfern ausgerüstet, um Unebenheiten auszugleichen. Fährt das Bike über Hindernisse, drückt sich die Federung zusammen und die Standrohre sinken in die Tauchrohre der Gabel. Daher kommt kein MTB ohne Federgabel aus.
Eine Federgabel fängt Stöße ab und sorgt für bessere Bodenhaftung im Gelände. Je nach Einsatzbereich variiert der Federweg zwischen 100 mm (Cross-Country MTB) und 200 mm und mehr (Downhill Bike).
Steuersatz
Bei dem Steuersatz handelt es sich um die Komponente, die den Schaft der Fahrradgabel mit dem Steuerrohr des Fahrradrahmens verbindet. Er besteht aus zwei Wälzlagern, dem unteren und oberen Steuerlage. Diese übertragen das Gewicht von Fahrer und Rahmen auf die Gabel und somit auf das Vorderrad. Darüber hinaus leitet der Steuersatz die Bremskräfte in den Rahmen weiter und ermöglicht die Lenkbewegungen.
Lenker und Vorbau
Der Fahrradlenker zählt mit dem Sattel und den Pedalen zu den drei Kontaktpunktes des Fahrers mit dem Bike und dient der Richtungsbestimmung. Dabei variieren Form, Design und Material des Lenkers je nach Fahrradtyp, wobei die meisten Modelle aus Alumnium oder Carbon gefertigt sind.
Der Lenker ist die Steuer-Zentrale am Fahrrad. Hier befinden sich Bremsgriffe, Schaltgriffe, Klingel, Tachometer oder Fahrrad-Computer und natürlich Lenkergriffe, die auf Dauer eine ermüdungsfreie Lenkung ermöglichen sollen.
Neben dem geraden Standardlenkern, dem sogenannten Flat-Lenker, der vor allem bei MTBs und Trekkingrädern verbaut wird, gibt es den Rise-Lenker mit einer nach oben gebogenen Krümmung sowie den Touren-Lenker, der nach hinten abgewinkelt ist. Rennradlenker lassen sich klar an der nach unten geschwungenen Lenkstange erkennen. Zudem ist die Klemmstelle, an die der Rennradlenker mit dem Vorbau verbunden ist, meistens die höchste und breiteste Stelle des Lenkers. Multipositionsbügel haben Biegungen in verschiedene Richtungen, sodass der Fahrer zwischen mehreren Sitzhaltungen wechseln kann. Der Triathlonlenker zeichnet sich hingegen durch die Aerobars aus, die den Fahrer in eine besonders aerodynamische Haltung bringen.
- Ahead-Kappe: Die Ahead-Kappe, auch Steuersatzkappe, liegt auf dem Ahead-Vorbau und dient als Verschluss. Mit der Kappe lässt sich das Spiel des Steuersatzes perfekt einstellen, wobei sie anschließend noch mit einer Spannschraube fixiert wird. Ahead-Kappen sind meistens aus Aluminium oder Carbon und in verschiedenen Farben sowie Designs erhältlich. Mit der Ahead-Kappe und der farblich abgestimmten Schraube lässt sich jeder Vorbau individuell gestalten.
- Barends: Barends sind Lenker-Hörnchen, die rechtwinklig an das Griffende eines Fahrradlenkers montiert werden. Sie sorgen für eine bessere Kraftübertragung und mehr Kontrolle, vor allem bei unebenen Passagen. Zudem kann der Fahrer mit den Lenker-Hörnchen die Griffposition der Hände variieren, um so Muskulatur und Gelenke zu schonen. Daher kommen Barends vorrangig bei Trekkingrädern und Mountainbikes zum Tragen.
- Griff: Fahrradgriffe dienen insbesondere dem Komfort, aber auch der Sicherheit beim Fahrradfahren. Je nach Fahrradtyp und Sitzposition überträgt der Radsportler sein Gewicht anders auf den Lenker, weshalb es bei Fahrradgriffen eine Vielfalt an verschiedenen Formen, Materialien und Designs gibt. So lassen sich Griffe mit leichtem Profil oder Barends besser greifen als glatte Modelle und bieten auch auf langen Fahrten ausreichend Grip und Komfort. Ergonomische Lenkergriffe entlasten zudem die beanspruchten Körperpartien.
- Vorbau: Der Vorbau eines Fahrrads verbindet den Lenker mit der Gabel. Dabei gibt es zwei Vorbau-Typen: Den Schaftvorbau (bei Vintage-Bikes und Kinderrädern) und den Ahead-Vorbau, der vor allem bei MTBs, Rennrädern und Gravel Bikes verwendet wird. Beim Schaftvorbau bilden Vorbau und Gabelschaft eine Einheit. Der Vorbau ist damit starr oder bei manchen Modellen mit einem Gelenk versehen. Die Höheneinstellung erfolgt hier durch das Hoch- und Herunterschieben des Schafts. Der Ahead-Vorbau ist ein gewindeloser Gabelschaft, der mit der sogenannten Ahead-Kralle auf dem Gabelschaft fixiert wird und ihn so von außen umschließt. Er besteht meistens aus Aluminium oder Carbon und lässt sich in beide Richtungen einbauen, sodass ein gewisser Spielraum bei der Höhe des Lenkers entsteht. Zudem lässt sich diie Höhe des Vorbaus durch Spacer variieren.
- Spacer: Spacer sind Abstandsringe, mit denen sich die Höhe des Lenkers bei einem Ahead-Vorbau einstellen lässt. Es gibt die Ringe aus Kunststoff, Carbon und Aluminium sowie in verschiedenen Höhen, damit der Lenker millimetergenau angepasst werden kann.
Antrieb und Schaltung
Der Antrieb des Fahrrads ist dafür zuständig, dass sich das Fahrrad beim Pedalieren nach vorne bewegt. Verfügt das Bike über eine Schaltung, kann der Fahrer zwischen einer bestimmten Anzahl an Gängen wechseln, um die Kraft, die er für eine Pedalumdrehung aufbringen muss, zu variieren. Die Schaltung besteht bei einem Mehrgang-Fahrrad aus mehreren Komponenten: Schaltwerk, Umwerfer, Tretlager, Kurbel, Schalthebel, Kassette und Kette.
Bei der Schaltung wiederum finden wir Kettenschaltung, Nabenschaltung, Tretlagerschaltung (seltener) und als Exoten Singlespeed (nur ein Gang) sowie Fixie (ein Gang ohne Freilauf). Es gibt zwei Arten von Fahrradschaltungen: Kettenschaltung und Nabenschaltung. Bei der Kettenschaltung wechselt die Kette beim Schalten mithilfe des Umwerfers von einem Zahnrad auf das nächstgelegene. Die Nabenschaltung wird hingegen deutlich seltener verbaut.
Darüber hinaus werden immer mehr Rennräder und MTBS mit elektronischen Schaltungen ausgestattet. Bei dieser Art sorgen elektrische Impulse beim Schaltvorgang dafür, dass Schaltwerk und Umwerfer betätigt werden. Dabei kann das Signal sowohl kabellos als auch via Funk übertragen werden. Hierfür ist zwar ein Akku nötig, allerdings kommt die elektronische Schaltung ohne Bowdenzüge aus.
- Kassette: Eine Kassette ist die Gesamtheit aller Ritzel auf einer Freilaufnabe. Dabei kann die Kassette entweder fest mit der Nabe verbunden sein (starres Ritzel) oder entkoppelt, sodass das Rollen ohne Treten möglich ist. Das Ritzel-Paket ist dabei mit Abstandhaltern versehen, wobei die Ritzel oft miteinander verschraubt (Schraubritzel) oder gesteckt (Steckritzel) sind.
- Kette: Die Fahrradkette ist Teil des Kettengetriebes beim Fahrrad und überträgt das durch die Tretkraft des Fahrers erzeugte Drehmoment auf das Antriebsrad. Ist das Bike mit einer Kettenschaltung ausgestattet, wechselt die Kette beim Schalten auf ein paralleles Kettenblatt oder einen parallelen Zahnkranz.
- Kettenblatt: Bei dem Kettenblatt handelt es sich um einen Zahnkranz, der an der Kurbelgarnitur befestigt ist. Das Kettenblatt ist dabei durch die Kette mit dem hinteren Ritzel verbunden. Durch das Treten in die Pedale, drehrn sich Kurbel und Kettenblatt, während die Kette dafür sorgt, dass sich diese Drehung auch auf das Ritzel und somit auf das Hinterrad überträgt. Mit der Anzahl der Kettenblätter und Ritzel lässt sich die Zahl der möglichen Gänge bestimmen. Hat das Fahrrad drei Kettenblätter und neun Ritzel, handelt es sich um eine 27-fach-Schaltung. Ist das Bike mit zwei Kettenblättern und elf Ritzeln ausgestattet, hat der Fahrer 22 Gänge zur Auswahl.
- Kurbel: Die Kurbel ist ein Hebel, der an einer Welle angebracht ist und den durch eine kreisförmige Bewegung erzeugten Antriebsmoment an die Welle weitergibt. Beim Fahrrad gibt es zwei Tretkurbeln, die an den Enden einer Tretlagerwelle angebracht sind. Durch das Treten der Pedale, die sich am anderen Ende der Kurbeln befinden, wird die Welle und somit auch das Kettenblatt angetrieben und diese Kraft auf das Hinterrad übertragen. Häufig werden die Kurbelarme zusammen mit ein bis drei Kettenblättern und einem passenden Innenlager verkauft. Diese sogenannten Kurbelgarnituren bestehen meist aus Stahl, Aluminium oder Carbon.
- Pedale: Die Pedale ist ein direktes Verbindungsstück zwischen dem Fahrer und dem Bike. Sie besteht aus einem Pedalkörper, der über zwei Kugellager auf der Ache montiert ist. Während der Fahrt bietet die Pedale einen sicheren Stand, überträgt die Tretbewegung der Beine auf die Tretkurbel und ermöglicht somit den Antrieb. Je nach Radsport muss die Pedale dabei unterschiedliche Anforderungen erfüllen. So gibt es neben den normalen Plattformpedalen spezielle Klickpedalen. Diese haben eine integrierte Halterung mit Metall- oder Plastikplatten, den sogenannten Cleats. In diese kann der Fahrer mit den Sohlen seiner Schuhe einrasten, sodass sich Schuh und Pedale miteinander verbinden. Auf diese Weise tritt der Radfahrer effizienter, da er die Pedale nicht nur nach unten drückt, sondern auch mit der Gegenbewegung nach oben zieht. Zudem hat das Klicksystem eine stabilisierende Wirkung auf den Fuß.
- Ritzel: Als Ritzel bezeichnet man den hinteren Zahnkranz einer Gangschaltung. Dieser ist in der Regel deutlich kleiner als das vordere Kettenblatt. Tritt der Fahrer in die Pedale, sorgt die Ketten-Verbindung zwischen Ritzel und vorderem Kettenblatt dafür, dass sich das Hinterrad dreht. Die Anzahl der Ritzel variiert dabei je nach Fahrradtyp zwischen eins (bei einem Singlespeed) und zwölf.
- Schaltauge: Das Schaltauge verbindet den Fahrradrahmen mit dem Schaltwerk und befindet sich am rechten, hinteren Ausfallende des Rahmens. Dabei kommt das Schaltauge nur bei Fahrrädern mit Kettenschaltung und nicht bei Nabenschaltungen vor. Als verbautes Teil schützt das Schaltauge Rahmen und Schaltwerk im Falle eines Sturzes vor Schäden. Daher lässt es sich zumindest bei Rahmen aus Aluminium ganz leicht auswechseln. Bei Stahlrädern ist das Schaltauge hingegen am Ausfallende fest integriert, was nicht zuletzt an der höheren Steifigkeit des Materials liegt und sich das Schaltauge bei einem Sturz nicht so schnell verbiegt wie bei einem Alu-Rahmen. Ist dies doch einmal der Fall, lässt sich das Auge meist mit dem richtigen Werkzeug einfach zurückbiegen.
- Schalthebel: Über den Schalthebel, oder auch Gangschalter, lassen sich die Gänge bei einem Fahrrad wechseln. Bei den meisten Modellen steuert der Fahrer mit dem linken Hebel den Umwerfer und mit dem rechten das Schaltwerk. Dabei gibt es je nach Fahrradtyp verschiedene Schalthebel-Varianten: Drehgriff, Rahmenschalthebel, Daumenschalter am Lenker, Schalthebel am Lenkerbügel oder Brems-Schalthebel.
- Schaltwerk: Das Schaltwerk ist für das Wechseln der Gänge beim Fahrrad zuständig. Es dient dazu, die Kette zwischen den Zahnkränzen hin und her zu führen und so die Übersetzung zu wechseln. Betätigt der Fahrer den Schalthebel, zieht er am Bowdenzug, der mit dem Schaltwerk verbunden ist. Der im Schaltwerk eingebaute Käfig stellt sicher, dass die Kette immer optimal gespannt ist.
- Schaltzüge: Die Schaltzüge verbinden die Schalthebel am Fahrradlenker mit dem Umwerfer. Zieht der Fahrer am Hebel, spannt sich der Zug und der Käfig des Schaltwerks bewegt sich. Drückt der Fahrer wiederum den Hebel, entspannt sich der Zug und der Käfig bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung.
- Tretlager: Das Tretlager, auch Innenlager, befindet sich zwischen den Kurbeln im Tretlagergehäuse des Fahrradrahmens und verbindet die Kurbeln mit dem Antrieb des Fahrrads. Es besteht aus zwei Lagern, die das Gehäuse schützen, wobei ein zusätzliches Wälzlager die entstehende Reibung verringert. Das Tretlager hat die Aufgabe, die Rotations- und Horizontalkräfte beim Treten aufzunehmen und diese über die Tretkurbeln und Kettenblätter an die Fahrradkette weiterzugeben. Manche Tretlager enthalten zudem eine Welle, wobei diese meistens Teil der Kurbelgarnitur ist. In diesem Fall müssen die beiden Lagerschalen nur noch in das Tretlagergehäuse eingepresst oder geschraubt werden.
- Übersetzung: Übersetzung bezeichnet das Verhältnis der Drehzahl von Ritzel und Kettenblatt. Das heißt, wenn das Kettenblatt 32 Zähne und das Ritzel 16 Zähne hat, so handelt es sich um das Verhältnis 2:1. Somit dreht sich das Ritzel bei jeder Kettenblatt-Umdrehung zwei Mal. Die Übersetzung gibt Aufschluss darüber, wie schwer oder leicht der Fahrer treten muss.
- Umwerfer: Der Umwerfer sorgt beim Schalten dafür, dass die Kette auf ein größeres oder kleineres Kettenblatt wechselt. In der Regel besteht der Umwerfer aus einem Parallelogramm, das den Umwerferkäfig bewegt. Beim Schalten wird die Kette durch diesen Käfig gezogen und von den beiden Leitblechen auf das jeweilige Kettenblatt gelegt. Je nach Art der Montage und Position werden die Umwerfer dabei in unterschiedliche Varianten unterteilt: Top Pull sind Umwerfer mit Schaltzugführung von oben, Down Pull mit Führung von unten und bei Dual Pull Modellen ist sie von beiden Seiten möglich. Bei der Montage hat der Fahrer die Wahl zwischen der Rahmenbefestigung, Schellenbefestigung und dem E-Type-Umwerfer.
Bremsanlage
Neben den historischen Seitenzug- und Mittelzug-Bremsen haben sich im Laufe der Zeit auch Cantilever-Bremse, V-Brake, hydraulische Felgenbremse und mechanische sowie hydraulische Scheibenbremse etabliert. Sie alle unterscheiden sich mehr oder weniger stark voneinander, was auch bei der Teile-Benennung zum Ausdruck kommt.
Laufrad
Laufräder bestehen aus Nabe, Felge, Speichen, Schlauch und Reifen. Am gängigsten sind hierbei Hohlkammerfelgen aus Aluminium. Sie bieten höchste Stabilität bei geringem Gewicht. Strebt man geringstes Gewicht an, kommen noch Carbonfelgen und Aerospeichen ins Spiel.
Bei den Naben wird zwischen Vorderrad und Hinterrad unterschieden. Dabei kann die Vorderradnabe auch die Stromversorgung beinhalten (Nabendynamo) und die Hinterradnabe die Elemente der Schaltung (Freilauf und Kassette bei der Kettenschaltung, Getriebe und Antriebsritzel bei der Nabenschaltung).
Bei den Schlauchventilen wird unterschieden zwischen Autoventil (AV), Dunlop-Ventil (DV) und Sclaverand-Ventil (SV). Um das dünnere Sclaverandventil auch in Felgen mit Bohrung für AV oder DV nutzen zu können, gibt es Ventil-Adapter.
- Ausfallende: Als Ausfallende werden die Halterungen für die Achse der Fahrradnabe bezeichnet, die sich sowohl am Fahrradrahmen als auch an der Fahrradgabel befinden. Diese können nach unten, hinten oder auch nach vorne offen sein.
- Felgen: Bei der Fahrradfelge handelt es sich um ein ringförmiges Profil eines Laufrads, das den Reifen samt Schlauch aufnimmt. Bei den meisten Rädern wird sie über die Stahlspeichen mit der Nabe des Fahrrads verbunden. Die Felge besteht primär aus Metall, kann aber auch aus Holz oder Kunststoff gefertigt sein. Zudem gibt es verschiedene Laufrad-Typen, wie zum Beispiel Modelle speziell für schlauchlose Reifen.
Sattel
Der Sattel ist der Sitz des Fahrers und sollte bequem sein, um eine angenehme Fahrt zu gewährleisten.
MTB-Schaltgruppen von Shimano und SRAM im Vergleich
Der Schaltungsmarkt ist groß und manchmal unübersichtlich. Das liegt daran, dass die beiden großen Schaltungshersteller Shimano und SRAM mittlerweile nicht nur Schaltungen in unterschiedlichen Qualitätsstufen anbieten, sondern ihre Gruppen auch auf verschiedene Einsatzbereiche im Mountainbikesport abgestimmt haben. Die richtige Schaltgruppe für das eigene Bike zu finden, ist meist gar nicht so einfach.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Gruppen und ihre Position in der Schaltungshierarchie der beiden Hersteller. Die Reihenfolge orientiert sich dabei von der hochwertigsten und auch teuersten Schaltung hin zu den preiswerteren Varianten.
| Shimano MTB Schaltgruppen | SRAM MTB Schaltgruppen |
|---|---|
| Shimano XTR | SRAM XX1 Eagle |
| Shimano XT | SRAM X01 Eagle |
| Shimano SLX | SRAM GX Eagle |
| Shimano Deore | SRAM NX Eagle |
| Shimano Alivio | SRAM XX1 |
| Shimano Acera | SRAM X1 |
| Shimano Altus | SRAM NX |
| Shimano Saint | SRAM XX |
| Shimano Zee | SRAM X0 |
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