Mountainbike Toskana: Camping und Routen für unvergessliche Abenteuer

Die Toskana ist bekannt für ihre atemberaubende Landschaft und ihre reiche Kultur. Was gibt es Schöneres, als diese Schönheit auf einer Mountainbike-Reise zu erkunden? Die Toskana ist der perfekte Ort für MTB-Reisen aus einer Vielzahl von Gründen:

  • Vielfältige Landschaft: Die Toskana bietet eine Vielzahl von Landschaften, von den sanften Hügeln der Chianti-Region bis hin zu den kargen Bergen der Apuanischen Alpen.
  • Gute Infrastruktur: Die Toskana ist gut vernetzt und es gibt zahlreiche Unterkünfte und Verpflegungsmöglichkeiten entlang der Routen.
  • Reiche Kultur und Geschichte: Die Toskana ist reich an Kultur und Geschichte, und es gibt viele Möglichkeiten, diese während deiner MTB-Reise zu erkunden.

Diese Geschichte beginnt eigentlich im Jahr 2013 - wir sitzen in Punta Ala am Strand. Der Sand ist warm, das Bier in der Hand eiskalt. Hinter uns wellen sich die Toskana-Hügel mit ihren versteckten Trails, und vor uns liegt das Gefühl einer neuen Zeit. Gerade ist hier das allererste Rennen der Enduro World Series zu Ende gegangen, und wir sind so erschöpft wie euphorisch. Wir beobachten, wie die Sonne langsam und feuerrot im Mittelmeer versinkt und alles in ein warmes Licht taucht. Ein Moment für die Ewigkeit. Uns ist klar, dass wir wiederkommen werden. Auch wenn das „E-Mountainbike“ für uns zu diesem Zeitpunkt eine noch völlig unbekannte Vokabel ist.

Fast ein Jahrzehnt vergeht, bis wir unser Rückkehrversprechen tatsächlich wahrmachen. Mittlerweile sind wir mit Eco-, Trail- und Boost-Modus vertraut und wissen die Vorzüge der aktiven Elektro-Mobilität zu schätzen. So, wie all die anderen Toskana-Geheimtipps, die sich seit unserem ersten Punta-Ala-Besuch inzwischen aufgetan haben sollen. So führt uns unsere Reise zunächst in die dichten Wälder nördlich von Piombino. Anschließend besuchen wir den Mountainbike-Hotspot Punta Ala, bevor es weiter nach Orbetello zum Monte Argentario geht. Zum Abschluss machen wir noch einen Abstecher auf die kleine Insel Il Giglio.

Erster Toskana-Stopp: Piombino - die Heimat von Trail-Architekt Matteo

Trail-Bauer Matteo hat in seinen Hausberg Poggio Grosso einen wahren Spaghetti-Knoten in den Wald gebuddelt. Alles Flowtrails vom Feinsten, und so bricht bereits die Dunkelheit an, bis wir voller Begeisterung endlich wieder aus dem Wald herausfinden und direkt zum Fischrestaurant in der kleinen festungsartigen Altstadt von Populonia steuern. Die Spaghetti hier sind ebenso vorzüglich wie die Trails. Pasta-Party ist hier einfach echter Genuss und nicht nur Mittel zum Zweck.

Am zweiten Tag führt uns Matteo zu Beginn unserer Ausfahrt ins Country Communication Centre in der Bucht von Baratti. Hier lebt die Niederländerin Frida zusammen mit Gleichgesinnten aus aller Welt in selbst erbauten Lehmhütten. Wie die Etrusker etwa 900 v. Chr. versorgen sie sich selbst. Aus Flachs und Hanf werden Stoffe gewebt, aus eigenen Trauben etruskischer Wein gekeltert. Auch Gäste dürfen am fruchtigen Likör schnuppern und in schwindelerregender Höhe im Baumhaus übernachten, sofern sie sich frühzeitig ankündigen und nicht, wie wir, mit dem euphorischen Matteo einfach so reinplatzen. Unsere Tour führt weiter nach Piombino.

Von außen eine wenig einladende Industriestadt, von der die meisten wohl nur den Fährhafen nach Elba kennen. Doch Matteo führt uns durch die überraschend hübschen Gassen der Altstadt. „Die Stadt hat ihre Blütezeit hinter sich. Die letzten Stahlwerke, die Mitte des 20. Jahrhunderts die ganze Region ernährt und geprägt haben, sind mittlerweile geschlossen. Jetzt wird der Tourismus immer wichtiger. Und damit auch die Akzeptanz für uns Biker“, erklärt Matteo stolz. Als studierter Architekt steckt er seine ganze Kreativität und Leidenschaft mittlerweile in die Kunst des Trail-Baus. Damit hat er sich in der Bucht von Baratti, dem wohl schönsten Strand Italiens, bereits einen Namen gemacht, und leben kann er auch ganz gut davon.

Tour 1: E-Bike Trail-Highlights zwischen Populonia und Piombino

Die Tour startet in Populonia, Poggio all’Agnello, vor der Tür von Tuscany Bike. Auf Nebenstraßen geht es südwärts an der Küste entlang zum Hügelgebiet zwischen Populonia und Piombino. Hier krallen sich Korkeichen in den sandigen Boden, das Gestrüpp drum herum ist dicht und immergrün. Auch deshalb kommen technische Herausforderungen in Form von recht steinigen Abschnitten und steilen Gegenanstiegen manchmal schneller, als man schalten kann.

Nach zwei sehr spaßigen Trail-Abfahrten von Monte Grosso und Monte Massoncello führt die Runde zu einer kleinen Bucht hinunter, dann am Meer entlang bis in die Altstadt von Piombino. Eine Oase nach der Durchquerung der Industrievorstadt und perfekt für eine ausgedehnte Mittagspause. Anschließend geht’s auf Trail- und Waldweganstieg zurück in Matteos Trail-Berge, denn die dritte Abfahrt über den Monte Pecorino steht noch aus. Dank unzähliger Abzweigungen und Trail-Abschnitte kann die Tour mit Meerblick je nach Kondition und Batteriestatus beliebig in die Länge gezogen werden. Man kann aber auch eine Abkürzung zur Strandbar von Baratti nehmen und dort den Sonnenuntergang bewundern oder das auf einem Hügel thronende Städtchen Populonia ansteuern. Dieses war übrigens die einzige Stadt der Etrusker direkt am Meer, und es lohnt sich ein Blick in die engen und verwinkelten Gässchen.

Zweiter Toskana Stopp: Enduro-MTB-Mekka Punta Ala

Punta Ala: Den Spot kennt wohl jeder, der mit dem Camper ans Meer fahren, aber auf gute Trails nicht verzichten möchte. Der Strand ist in Punta Ala fast genauso schön, vor allem in der Bucht Cala Violina. Gut versteckt ist dieser Sandstrand nur zu Fuß oder mit dem Bike zu erreichen - und Biker sind hier schon länger beliebte Gäste. So waren hier bereits weit vor der ersten EWS 2013 Shuttle-Busse im Einsatz. Heute pedalieren wir die holprigen Forststraßen natürlich selbst mit dem E-MTB hinauf.

Dabei stellen wir fest, dass sich in den Hügeln im Hinterland noch so manch lohnende Verbindung versteckt, die dank Motorunterstützung natürlich ausprobiert werden kann. „Der Großteil der Pfade wurde vor Jahrhunderten zum Köhlern genutzt“, erklärt Davide, genannt „Bibo“, der hier seit Jahren die Trails pflegt. „Das erkennt man bis heute an den schwarzen Böden hier, mitten im Wald.“ Leider hat es in den letzten Tagen stark geregnet, das setzt dem sandigen Boden schnell zu. Einige Trails sind so ausgewaschen, dass wir uns auf die Linien voll konzentrieren müssen. Und dann der Campingplatz direkt am wunderschönen Strand! Hier könnten wir ewig bleiben.

Tour 2: E-MTB Enduro-Runde von Punta Ala

Vom Campingplatz Punta Ala aus führen schmale Asphaltwege und Schotterstraßen im sachten Auf und Ab, aber auch mal zornig ansteigend ins Trail-Gebiet des Küstengebirges. Gerade bei heißen Temperaturen sind diese Anstiege hier kein Eiscremeschlecken. Da lohnt sich in Caldana ein aufbauender Kaffeestopp, bevor die letzten Höhenmeter zum Monte Calvo hinauf anstehen. In der Gegend um Gavorrano angekommen, entfaltet die Tour dann ihren vollen Abenteuercharakter: Auf wilden, steinigen und teils verwachsenen Pfaden quert man die Hügelkette. Es geht im Wellengang auf technischen Trails dahin.

Dabei sollte man immer vorausschauend fahren und ständig bereit sein, aus dem Sattel zu gehen, um kleine, technische Anstiege zu meistern. Das E-Bike erleichtert da natürlich vieles. Zurück im klassischen Trail-Gebiet von Punta Ala schließt sich ein sehr schön gebauter Enduro-Trail an, der nun ausschließlich bergab ins kleine Bergdörfchen Scarlino hinunterführt. Es geht durch Spitzkehren, Felspassagen und besonders flowige Anlieger zum Schwungholen. Nach einer kurzen Asphaltpassage folgt ein super-steiler Uphill-Trail zum Piano Masotto, der ohne E-Bike gar nicht zu schaffen wäre. Ab dem Kloster wartet wieder ein gebauter Trail entlang eines Bachbetts, der aber mit technischen Herausforderungen gespickt ist. Nach der Hauptstraße (hier kann die Tour auch beendet werden) folgt eine Schleife durch das strandnahe Trail-Gebiet mit Abfahrt bis zum Meer an der wunderschönen Cala Violina. Vorsicht: Nicht zu lange nach Sonnenuntergang am Strand verweilen, da man noch 15 Minuten auf Schotterwegen zum Campingplatz kurbeln muss.

Abends schwärmt Bibo beim Rotwein von der Insel Giglio im Südwesten der Toskana. Deren Trails seien etwas ganz Besonderes. Unsere Abenteuerlust ist gleich geweckt und so packen wir den Camping-Bus und ziehen bald weiter gen Süden. Kurz hinter Talamone, wo James Bond in „Ein Quantum Trost“ auch schon ein paar sonnige Tage verbracht hat, geht es auf die Halbinsel Monte Argentario. Von der Straße, die hier entspannt auf den 635 Meter hohen Gipfel des Monte Telegrafos klettert, zweigen einige lohnende Trails ab. Vor allem der felsige Pfad, der in den Süden der Halbinsel führt, begeistert mit seinen spektakulären Aussichten.

E-MTB Tour 3: Orbetello - Monte Argentario

Von der Lagune in Orbetello führt die Tour an einer malerischen Windmühle, dem Wahrzeichen der Küstenstadt, vorbei und über die Brücke auf die Halbinsel Monte Argentario. Hier übernimmt ein gemäßigter Asphaltanstieg die Führung zum höchsten Punkt, den 635 Meter hohen Il Telegrafo (Poggio Tondo). Viel von der Aussicht hat man hier noch nicht, denn die Straße windet sich durch einen Wald, der immer dichter wird, je höher man kommt. Wenn man Pech hat, ist auch der Gipfel noch wolkenverhangen, weil über der Halbinsel ein eigenes Klima brodelt. Aber wenn der Himmel klar ist, genießt man von hier oben einen genialen Rundumblick. Viele der sich nun auftuenden Bike-Trails sind gebaute Abfahrten. Zum Großteil flowig und sehr abwechslungsreich.

Der erste Trail zweigt noch vor dem Gipfel scharf von der Straße ab und wartet gleich zu Beginn mit Sprüngen und Anliegern auf, die man gut treffen sollte. Deutlich flowiger folgen die zweite und dritte Abfahrt mit schön in den Hang integrierten Abschnitten, aber auch einigen Sprüngen. Im Gegensatz dazu ist die letzte Abfahrt ein naturbelassener Wanderweg, der sich spektakulär auf einem Grat Richtung Süden hangelt. Da er weniger befahren wird, kann er entsprechend zugewachsen, steinig oder auch von Wildschweinen zertrampelt sein. Dafür bietet er ein spektakuläres Panorama im unteren Abschnitt und die Möglichkeit, direkt einen Abstecher zu einem der einsamen Strände im Süden zu unternehmen, bevor es am Meer entlang zurück zum Ausgangspunkt nach Orbetello geht.

Vierter Toskana-Stopp: Die kleine Insel Il Giglio

Die kleine Insel vor Orbetello überrascht mit einem ganz eigenen Charakter. Am nächsten Tag geht es auf die Insel Giglio. Wir erwischen die erste Fähre und vertäuen unsere Bikes im Rumpf des Schiffes gleich neben dem Gemüselaster, der frische Lebensmittel auf die kleine Insel bringt. Die Fähre schwankt, und die Brise des Mittelmeers wirbelt uns durch die Haare. Wasser hat einfach immer etwas absolut Magisches. Und auch wenn die Fährfahrt relativ kurz dauert, fühlt es sich für uns Festland-Biker doch wie ein kleines Extra-Abenteuer an. Kaum hat das Schiff den Hafen von Porto Santo Stefano verlassen, gleiten wir auch schon an der Küste der Halbinsel Monte Argentario entlang.

Vorbei an kleinen, schönen Badebuchten, die man von der oberhalb verlaufenden Inselstraße wahrscheinlich gar nicht sieht. Nach der Stunde auf See stoppt das monotone Stampfen des Schiffsmotors abrupt. Dann vibriert der Boden an Deck, der Motor setzt wieder ein, wir driften seitwärts. Beeindruckend, mit welcher Präzision der Kapitän das Schiff am roten und grünen Leuchtturm vorbei in die enge Hafeneinfahrt von Giglio manövriert. Die bunten Häuserfassaden strahlen in der Morgensonne, als wir durch die Gassen von Giglio Porto rollen. So, wie das Gesicht von Francesco, der bereits vor seinem kleinen Laden Ecobike auf uns wartet. Ein witziger Haushaltswarenladen, bei dem man laut Schild im Schaufenster aber auch E-Bikes und Kinderanhänger leihen kann. Wir haben uns bei Francesco wegen Touren-Tipps angekündigt, erfahren dabei aber seine verrückte Lebensgeschichte. Als Seemann habe er früher gearbeitet, und als 2013 die Costa Concordia hier vor Giglio auf Grund lief, sei er zu den Bergungsarbeiten gerufen worden. „Dabei habe ich meine Frau auf dieser schönen Insel kennen gelernt, und wir leben nun hier mit unserer Tochter und betreiben diesen Shop.“ “Viele Biker sind es noch nicht, die sich nach Giglio aufmachen, aber es werden jedes Jahr ein paar mehr.” Francesco, Geschäftsführer von Eco Bike.

Alle Wege seien für Biker freigegeben, man dürfe überall fahren. Francescos Worte klingen noch nach, als wir einige Stunden später über die Trails der Insel balancieren. Es sind hauptsächlich felsige Trails. Manchmal liegen große, runde, aber überraschend griffige Steine im Weg. Trotzdem eignet sich nicht jeder Weg wirklich zum Fahren. Aber insgesamt ist die Tour, die uns sternförmig in sämtliche Winkel dieser kleinen Insel führt, ein eindrückliches Erlebnis. Vor allem der labyrinthartig verzweigte, uralte Ortskern von Giglio Castello hat einen ganz besonderen Charme.

E-MTB Tour 4: Die Trails der Insel Il Giglio

Der Tag beginnt früh: parken in Porto Santo Stefano, eine Stunde Fährfahrt mit spannender Ankunft im engen Hafen von Giglio, ein obligatorischer Caffè in der Bar. Los geht’s auf der Hauptstraße hinauf auf gemäßigten Anstiegen bis zur Altstadt Giglio Castello. Spannend zu sehen, wie die freundlichen Bewohner heute noch in den verwinkelten Gassen leben. Über steile Rampen folgt der letzte Teil des Anstiegs zum Gipfel: Chapeau, wer den komplett im Sattel schafft! Am Gipfel des Poggio della Chiusa angekommen, wartet eine spektakuläre Aussicht über den Hafen, das Festland und die Halbinsel Monte Argentario. Die erste Abfahrt bis zur Südspitze Faro di Capel Rosso kommt einem erstaunlich lang vor. Die Trails sind sehr abwechslungsreich, oben felsig und verblockt auf riesigen Steinblöcken - absteigen ist hier keine Schande. Das Gelände ist sehr anspruchsvoll, der Fels aber griffig. Die letzten Trail-Meter zum Leuchtturm müssen auf demselben Weg wieder hochgeschoben werden, können daher auch ausgelassen werden. Es folgt ein schöner A...

MTB Toskana Routen: Die Qual der Wahl

Die Toskana bietet eine Vielzahl an Strecken mit unterschiedlichster Charakteristik. Nach eineinhalb Tagen in Piombino haben wir zwar noch immer nicht alle, aber mit Sicherheit die besten Trails rund um unseren Campingplatz gesehen. Verspielt, gut gebaut aber natürlich belassen und vor allem schnell sind die Pfade auf unserem ersten Stopp des Roadtrips. Die Uphills sind mit weniger als 300 Höhenmeter pro Aufstieg locker mehrmals am Tag machbar. Wenn man beim Uphill trödelt wird man mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Matteo, Gründer von Tuscany Bike und „Trail-Architekt“, holt uns am dritten Bike-Tag beim Campingplatz ab und bringt uns mit seinem Shuttle 20 km ins Landesinnere zu einer Backcountry Tour rund um Campiglia Marittima, einem mittelalterlichen Dorf mit vielen kleinen Gassen, herrlichen Trattorien und gemütlichen Cafés.

Mit einer guten Handvoll Trails, die sich um den Monte Calvi schlängeln, haben wir einige Auswahlmöglichkeiten und Matteo, Roman und Claudi richten sich nach den Wünschen und der noch vorhandenen Kondition der Gruppe. Die Straße am Monte Argentario ist kaum befahren und aussichtsreich. Wir haben Halbzeit und unser zweites Basecamp liegt am Fuße des Monte Argentario. Früher war der Berg eine Insel, aber bis heute haben sich drei Landzungen gebildet, über die die Insel nun vom Festland erreichbar ist. Bevor wir dort ankommen und unser Camp aufschlagen, halten wir noch in Talamone, denn auch hier warten noch einige Schmankerl auf die ganz Eifrigen. Ein Teil unserer Gruppe nutzt den Tag allerdings, um wieder Kräfte zu tanken.

Campingplätze in der Toskana

Die Toskana bietet eine gute Infrastruktur für Camper - von einfachen Wohnmobilstellplätzen und komfortablen Campingplätzen bis hin zu privaten Stellplätzen bei landwirtschaftlichen Höfen. Die Toskana in Mittelitalien grenzt im Norden an Ligurien und die Emilia-Romagna, im Osten an die Marken und an Umbrien und im Süden an Latium. Die Toskana gilt als historische Landschaft, bedeutende Kulturlandschaft und Kernland der Renaissance.

Der Name leitet sich vom Volk der Etrusker ab, die dort in der Antike gelebt haben. Sie wurden von den Alten Römern auch Tusci genannt. Da die Toskana eine sehr abwechslungsreiche Region ist, lockt sie sowohl Kulturinteressierte, Gourmands, Wander- und Fahrradfans als auch Badenixen an. Je nach den individuellen Vorlieben bieten sich daher verschiedene Reisezeiten für Urlauber mit Wohnmobil oder Caravan an.

Die hügelige Landschaft im Herzen der Toskana ist ein tolles Revier für Mountainbiker und Wanderer. Wer im Toskana Urlaub die Region gerne wandernd oder mit dem Fahrrad oder Mountainbike bei weniger heißen Temperaturen erkunden möchte, ist im Frühjahr zwischen Mitte März und Mitte Mai sowie im Herbst von Mitte September bis etwa Ende Oktober gut in der Toskana aufgehoben. Diese Zeiträume empfehlen sich auch für all jene, die im Rahmen ihrer Toskana Tour mit dem Wohnmobil vor allem die kulturellen Sehenswürdigkeiten außerhalb der Hauptsaison im Sommer genießen möchten. Denn gerade im Umfeld der touristisch stärker besuchten Städte Florenz, Siena und Pisa öffnen die Campingplätze oft schon im März oder April. Teilweise kann hier bis in den November hinein gecampt werden. Einzelne Campingplätze in der Toskana sind auch ganzjährig geöffnet - ebenso wie die meisten Wohnmobilstellplätze der Toskana.

Der Ort, auf dem wir unser Lager jetzt aufgeschlagen haben, wirkt irgendwie skurril und hat einen abenteuerlichen Charakter. Aber der rote Lehmboden, eine romantische Beleuchtung und die Feuerstelle machen den Stellplatz äußerst gemütlich. Ab und zu kommt ein freundlicher, weißer Hund namens „Luce“ vorbei und sieht nach dem Rechten - fast so, als würde er uns und die Esel, die hier so durch die Bäume schlendern, bewachen. Das Grundstück, auf dem wir parken und campen, gehört einem Professor aus Rom, den Roman während seiner Recherche kennengelernt hat. Hier soll in nächster Zukunft ein kleiner Familienfreizeitpark mit Streichelzoo, Kinderspielplatz, Bike-Verleih und Steak-House entstehen.

Die BUCKETRIDE Erfahrung

BUCKETRIDE - das ist DAS Mountainbike-Erlebnis, das auf deiner Bucket List nicht fehlen darf. Eingehüllt in Mountainbike-Camping-Abenteuern sind Roman und Claudi mit diesem Konzept seit 3 Jahren unterwegs. Wir sind Claudia und Roman von BUCKETRIDE und auf dem Weg zu einem unserer Lieblings-Bike-Spots in der Toskana Piombino. Normalerweise sind wir hier mit Gästen bei unseren Mountainbike- und Camping-Abenteuerreisen unterwegs. Dieses Mal besuchen wir unseren Freund Matteo vom Bike-Zentrum Tuscany-Bike und wollen sehen, ob noch alles beim Alten ist. Denn bald steht hier der nächste BUCKETRIDE an.

Wir sind immer wieder begeistert von dieser Gegend und ihrer Vielseitigkeit. Die Kombination aus Meer und feinen Trails, die oft in einsamen, fast schon kitschig-romantischen Buchten enden, ist für uns die Krönung eines Mountainbike-Spots. Diese Mittelmeerperle verdient mehr Bekanntheit und Anerkennung, deshalb möchten wir sie mit euch teilen und euch den Spot etwas genauer vorstellen. Denn er hat mehr zu bieten als „nur“ hammergeile Trails - dazu später mehr. Um genau zu sein, handelt es sich hierbei auch nicht nur um einen, sondern um mehrere kleine Spots unweit voneinander entfernt. Perfekt also für alle, die im Camper reisen. Und die Region entwickelt sich immer weiter. So darf man sich im kommenden Jahr auf ein neues, ganz besonderes Highlight freuen.

Das absolute Highlight unseres MTB Roadtrips haben sich die beiden Guides für den vorletzten Bike-Tag aufgespart. Nach dem Frühstück, das die Beiden jeden Morgen liebevoll für die ganze Gruppe zubereiten, geht es direkt per Bike los zum Hafen von Porto Santo Stefano, wo wir die Fähre um 09:00 Uhr nehmen, um auf die Insel Giglio zu kommen. Bei der Einfahrt in den Hafen mit den bunten Häusern sieht man am höchsten Punkt der Insel das „Giglio Castello“ - unser erstes Ziel des heutigen Tages. Das Schloss gehört nicht umsonst zu den „borghi più belli d’Italia“, übersetzt: zu den schönsten Orten Italiens.

Auch wenn der Aufstieg nicht allzu anstrengend war, machen wir Pause bei einem Lokal am Rande des Castellos. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Croissants entdecken wir die kleinen Gassen der historischen Stadt, bevor wir uns bereit für die Abfahrt machen. Der erste Trail ist geschmückt von zwei Meter hohen Kakteen und führt uns auf die andere Seite der Insel nach Campese, wo wir an einem Strand mit sanften Felsformationen landen. Wir haben genug Zeit, um die Sonne zu genießen, bevor wir uns auf den Weg Richtung Fähre machen. Es geht wieder hoch und nur wenig unterhalb des Castellos biegen wir ab, um über einen Trail direkt in den Hafen zu gelangen. Immer ein besonderes Erlebnis: Mit der Fähre zu den Trails.

Am nächsten Morgen treffen wir Matteo und seine Freundin Shirley zum gemeinsamen Frühstück bei uns am Platz. Heute gehen wir gemeinsam auf Tour. Unsere Route führt wieder durch das Vorgebirge, allerdings nutzen wir einen alternativen Trail-Uphill. In engem Zickzack katapultiert uns der Weg liftartig nach oben. Wir haben ihn erst bei unserem letzten Besuch mit Matteo wieder hergerichtet. Schon ordentlich ausgepowert vom technischen Anstieg folgen wir der Kammlinie noch weiter in Richtung Piombino. Eine letzte Rampe bringt und auf die höchste Erhebung der Gegend, wo unsere erste richtige Abfahrt des Tages beginnt. Erst flowig kurvig, dann zunehmend schnell mit verblockten Passagen und engen, steileren Kurven führt der Weg recht zielstrebig in Richtung Ozean.

Tipps für deine MTB-Reise in der Toskana

  • Bestimme dein Könnensniveau: Wähle eine Route, die deinem Könnensniveau entspricht, um sicherzustellen, dass du die Reise genießen kannst.
  • Buche Unterkünfte im Voraus: Die Toskana ist ein beliebtes Reiseziel und es lohnt sich, im Voraus zu buchen, um sicherzustellen, dass du einen Platz zum Übernachten hast. Es gibt viele Unterkünfte in der Region, von Campingplätzen bis hin zu luxuriösen B&Bs. Dabei ist frühes Buchen sehr wichtig!
  • Pack entsprechend: Stelle sicher, dass du alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände mitnimmst, wie zum Beispiel einen Helm, eine Fahrradpumpe und Ersatzschläuche. Es ist auch ratsam, genügend Wasser und Verpflegung mitzunehmen, insbesondere für längere Fahrten. Gerne helfen wir dir, wenn du Fragen hast, was genau du einpacken solltest. Und wenn du bei uns buchst, erhälst du sogar einen Packplan, der dich auf alles vorbereitet.

MTB Reise Toskana - Häufig gestellte Fragen

  • Kann ich mit einem eMountainbike teilnehmen? Ja. Das Tempo bergauf geben aber die Biker ohne Motor vor :)!
  • Kann ich bei der Mountainbike Reise Toskana mit jedem MTB teilnehmen? Wir empfehlen euch deshalb ein vollgefedertes MTB mit 120-170mm Federweg, um die Trails richtig genießen zu können.
  • Muss ich jeden Tag Biken? Nein, du bist in deinem Tun völlig frei. Die Touren und Fahrtechnik Kurse bei der Mountainbike Reise Toskana sind ein optionales Angebot. Der Fokus unserer Reise liegt auf Entspannung & regionalem Gaumenschmaus!
  • Was ist bei einem Defekt? Bei kleineren Pannen kann Dir der Guide helfen. Wir haben darüber hinaus einiges an grundlegendem Werkzeug und Ersatzteilen dabei. Schläuche & Bremsbeläge auf jeden Fall selbst mitnehmen.
  • Was ist auf Tour unverzichtbar? Du solltest auf jeden Fall ein Wechselshirt für die Abfahrt dabei haben. Wetterfeste Jacke (z.B. Gore-Tex), Ersatzschlauch, Kettenschloss, genug Trinken, Riegel, etc.

Übersicht der Touren

Tour Distanz Höhenmeter Fahrzeit Fahrtechnik
Populonia/Piombino 44,6 Kilometer 1012 Höhenmeter 4,5 Stunden 50 % leicht, 40 % mittel schwer, 10 % schwer
Punta Ala 54,9 Kilometer 1409 Höhenmeter 5 - 6 Stunden 65 % leicht, 25 % mittel schwer, 10 % schwer
Orbetello - Monte Argentario 48,7 Kilometer 1596 Höhenmeter 5 - 6 Stunden 75 % leicht, 15 % mittel schwer, 20 % schwer
Insel Il Giglio 34,2 Kilometer 1228 Höhenmeter 3 - 4 Stunden 65 % leicht, 10 % mittel schwer, 25 % schwer

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