Mountainbike Touren in Oberfranken: Schwierigkeitsgrade und Routen

Oberfranken, eine Region in Bayern, ist ein wahres Paradies für Mountainbike-Enthusiasten. Die abwechslungsreiche Landschaft mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und anspruchsvollen Trails bietet unzählige Möglichkeiten, die Natur auf zwei Rädern zu erkunden. In diesem Artikel stellen wir Ihnen einige der besten Mountainbike-Touren in Oberfranken vor, inklusive detaillierter Beschreibungen der Schwierigkeitsgrade, Streckenverläufe und Highlights.

Das MTB-Revier Bamberg

Bamberg liegt in der bayerischen Region Oberfranken, etwa 60 Kilometer nördlich von Nürnberg und 60 Kilometer westlich von Bayreuth. Seine rund 75.000 Einwohner werden ergänzt durch zahlreiche Studierende, die der alten Stadt eine ordentliche Prise Dynamik einhauchen. Die verwinkelte Altstadt mit dem Rathaus inmitten der Regnitz und der mächtige, viertürmige Dom sollte man einmal gesehen haben.Die Region ist geprägt von den Tälern der Regnitz, des Mains und des Main-Donau-Kanals. Das sogenannte Bamberger Land besitzt nördlich der Stadt Anteile an den Haßbergen, im Süden am Steigerwald und reicht im Osten bis in die Ausläufer der Fränkischen Schweiz hinein. Biker erwartet also eine hügelige, sanfte Mittelgebirgslandschaft. Die Anstiege sind zahlreich, die längsten davon erstrecken sich über rund 150 Höhenmeter am Stück. Wer seinen Aktionsradius über die Touren der Locals hinaus erweitern will, findet in Heiligenstadt, zirka 20 Kilometer östlich von Bamberg, drei ausgeschilderte Routen mit bis zu 50 Kilometern Länge.

Tour 1: Friesener Warte

* Länge: 45,7 Kilometer* Bergauf: 610 Höhenmeter* Schwierigkeit: mittel* Fahrzeit: 3,5 Stunden

Die Tour führt nach Osten aus der Stadt, an den Rand der Fränkischen Schweiz. Kurz nach Start kann man an der Schleuse Bamberg Frachtschiffe auf der Fahrt in den Main-Donau-Kanal beobachten. Die Wald- und Wurzel-Trails Richtung Geisfeld kennen nur die Locals. Nach dem Griess Keller folgt der Anstieg zur Friesener Warte, und der ist härter als man erwartet. Am Rand des Segelflugplatzes wartet dafür das schönste Panorama der Region. Km 35: Regnitz-Überfahrt bitte nur per Fähre - das Betreten der Eisenbahnbrücke ist nicht erlaubt und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Letztes Highlight ist der fünf Kilometer lange Indianerpfad, der erst vor den Toren Bambergs endet.

* Startpunkt: Kostenloser Park&Ride-Parkplatz am Heinrichsdamm (Bamberg Süd, Main-Donau-Kanal). Camper-Tipp: Hier befindet sich auch ein offizieller Wohnmobilstellplatz.* Highlights: Trail am Gipfelplateau der Friesener Warte (km 20). Indianerpfad durch den Bruderwald (km 36)* Schlüsselstellen: Die Trails zwischen Bamberg und Geisfeld sind je nach Jahreszeit etwas eingewachsen. An der Friesener Warte (Felskante) unbedingt Rücksicht auf die Natur nehmen!* Einkehr: Griess Keller in Geisfeld (km 13,5)

Tour 2: Bamberger Local-Trails

* Länge: 32 Kilometer* Bergauf: 545 Höhenmeter* Schwierigkeit: leicht* Fahrzeit: 2:15 Stunden

Direkt aus dem historischen Zentrum geht es am Dom vorbei hinauf zur Altenburg. Auf den Wiesen unterhalb der Burg hat man den besten Blick über die Dächer und Türme der Stadt. Nach einer kleinen Achterbahn hinterm Gipfel könnte man direkt hinüber zum Trailpark abkürzen. Doch die Route dreht zuerst noch eine Schleife im Süden Bambergs. Denn der Indianerpfad macht stadtauswärts noch mehr Spaß. Weiter geht’s über Trails am Distelberg und vorbei am Wolfsbrunnteich. Ein letzter Anstieg im Michelsberger Wald, und man landet direkt am Einstieg zu den neu gebauten Strecken. Was darf‘s denn fürs Finale sein? Flow-, Enduro- oder Jumpline?

* Startpunkt: Bamberg Mitte am alten Rathaus. Anfahrt mit dem Bike empfohlen. Parkplatztipp: kostenloser Park&Ride am Heinrichsdamm (s. auch Start Tour 1)* Highlights: Aussicht von der Altenburg (km 2,3). Indianerpfad durch den Bruderwald (km 6,3). Bamberger Trailpark (km 28,5).* Schlüsselstellen: Die Wege und Pfade sind ohne größere Schwierigkeiten fahrbar. Auswahl im Trailpark je nach Leis­tungsvermögen

Tour 3: Haßberge

* Länge: 44,2 Kilometer* Bergauf: 500 Höhenmeter* Schwierigkeit: leicht* Fahrzeit: 2,5 Stunden

Biker dürften die Haßberge eher lieben als hassen. Denn sie sind durchzogen von flowigen Trails. Auch die Fahrt entlang des Mains, zwischen Dörfleins und Baunach macht richtig Spaß. Nach einem Espresso im Café des bekannten Bikeparts-Großhändlers kommt der pfadlastige Anstieg zur Stufenburg gerade recht. Wellig geht es weiter zum Mönchsweiher, der umsponnen wird von einem eigenen kleinen Trail-Netzwerk. Dann folgt die Route ein Stück dem Rennweg, einem historischen Kurierweg über die Kammhöhen der Haßberge. Die letzte Abfahrt vom Kreuzberg führt wieder zurück ins Maintal. Variante: Für eine kürzere Runde in Dörfleins (Hallstadt) oder Baunach starten.

* Startpunkt: Bamberg Mitte am alten Rathaus. Anfahrt mit dem Bike empfohlen. Parkplatztipp: kostenloser Park&Ride am Heinrichsdamm (s. auch Start Tour 1)* Highlights: Trail-Abschnitt über die Ruine Stufenburg (km 20-22), inklusive fordernder Auffahrt. Launige Trails am Mönchsweiher (km 27) und vom Kreuzberg ins Maintal (km 32). Aber auch der Dirtparcours direkt vor dem Messingschlager Concept-Store!* Schlüsselstellen: Alle Trails sind für Biker mit solider Fahrtechnik problemlos fahrbar. Hin und wieder kurze, etwas anspruchsvollere Passagen* Einkehr: Messingschlager Concept Bike-Café (km 18), Dillerkeller in Dörfleins (km 34).

Das Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge (Bayern) bedeckt eine Fläche von ca. 1.600 Quadratkilometern, wobei sich der überwiegende Teil des Gebirges im Osten von Oberfranken befindet (Landkreise Wunsiedel, Hof und Bayreuth). Im Jahre 1971 wurde auf einer Fläche von 1020 km² der Naturpark Fichtelgebirge gegründet, der für Naturliebhaber eine herrliche Rückzugsoase bzw. für sportlich Aktive reichlich Entfaltungspotential bietet.Für Biker, denen die Welt etwas bedeutet, findet man im Fichtelgebirge ein abwechslungsreiches Terrain vor, das die Taktzahl der Bikerherzen kräftig pusht. Wer erstmals durch die oberfränkische Botanik huscht spürt ziemlich schnell, welcher Untergrund seine Dominanz entfaltet: Steine, Steine und nochmals Steine! Zahlreiche Trailpassagen legen dem Biker - wohlgemerkt im positiven Sinne - also haufenweise Steine und Geröll in den Weg. Für erfahrene Trailbiker und geübte Enduristen natürlich das Gelbe vom Ei. Gesteinsbrocken, Felsabsätze oder hakelige Schlüsselstellen entfachen Fahrspaß pur, weil fahrtechnische Fähigkeiten gefordert sind.Andererseits ruft das Fichtelgebirge bei weitem nicht nur Fahrtechnikgurus auf den Plan, sondern weniger Geübte finden entsprechend ihrem Fahrkönnen ebenso ein attraktives Wegenetz mit einem breitbandigen Touren-Spektrum vor. Ein weit verzweigtes engmaschiges Geflecht hindernisfreier Forst- und Schotterwege sowie Waldpfade mit samterdiger Fahrbahnoberfläche frei von technischem Schnickschnack vermag Einsteiger, Genuss- und Tourenbiker, ebiker, Gravelbiker und dem Biker-Nachwuchs hellauf zu begeistern. Die Schwierigkeitsgrad-Levels der Fichtelgebirgs-Trailtouren schwanken nach der geläufigen Singletrailscala zwischen S0 und S2.Denkt man ans Fichtelgebirge, kommen einem am ehesten typische Granitfelsen in den Sinn. Wenig Wunder, denn die markanten Felsformationen (z.B. Felsenlabyrinth bei der Luisenburg) sowie Blockmeerhalden (z.B. Platte) sind das Charaktermerkmal dieser Region schlechthin. Den graniosen Aussichtspunkt über das beeindruckende Granitgeröllfeld beim Holzkreuz der Platte sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Solange das zerklüftete, steinige, wurzlige und ausgesetzte Gelände - die Essenz des MTB-Sports - den Fahrer nicht überfordert, birgt es Reize mit Suchtpotential am laufenden Band. Wer dagegen weniger spektakuläres Terrain auf hindernisfreien Forstwegen bzw. lauschig flowigen Wald- und Wiesen- Pfaden sucht, wird natürlich genauso fündig, d.h. die kupierte Berglandschaft wird allen Facetten das Mountainbikens gerecht.Der Rudolfstein ist ein bewaldeter Berg unterhalb des Schneebergmassivs südlich von Weißenstadt gelegen. Das geschützte Naturdenkmal liegt am Höhenweg auf 866 m ü.NN. und bietet eine traumhafte Aussicht u.a. auf den Weißenstädter See. Der Gipfelbereich besteht aus mehreren durch Wollsackverwitterung geschichtete Felsformationen aus Zinngranit. Die Naturlandschaft mit seinen majestätischen Felsformationen sind geschützte Naturdenkmäler, wobei im Gipfelbereich umgestürzte Bäume aus Naturschutzgründen als Totholz-Biotop nicht beseitigt werden. Nach dem anstrengenden Aufstieg (Achtung, einer der anspruchsvollsten Tragepassagen) kommt dieser Pausenplatz wie gerufen, zumal der 3 km lange Schlussanstieg zum Schneeberg (233 hm) auch noch einige Körner verbrennt.Neben der Egerquelle befindet sich inmitten des Waldes ein schöner Rastplatz. Dazu informieren etliche Schautafeln über allerlei Wissenswertes. Taucht man in den blickdichten Nadelwald ein, ist man über das engmaschige Trail- und Wegenetz überrascht, die sich kilometerlang von Gipfel zu Gipfel hangeln und meistens an skurrilen Granittürmen vorbei führen. Etliche Felskolosse bieten Besteigungsanlagen auf Aussichtsfelsen bzw. Aussichtskanzeln. Vor allem ebiker sollten bei der Tourplanung obacht geben, inwieweit kritische Schlüsselstellen oder Trage- Schiebepassagen enthalten sind, die für schwerere ebikes womöglich unüberwindbare Barrieren darstellen. Zur Vermeidung längerer Felszustiege/Abstiege wie z.B. zum Rudolfstein besteht die Alternative auf Schotterwege bzw.Unter Insidern genießt das Fichtelgebirge einen hervorragenden Ruf, wobei einige MTB-Hotspots hervorstechen. Nördlich des Gebirgshauptkamms liegt im Tal Bischofsgrün (Bergbahn Talstation Nord) sowie Weißenstadt, dessen gleichnamiger See sich auf einer Uferpromenade (verkehrsfreier Radweg) entspannt umrunden lässt, bevor ggf. So manch epischer Trail möchte in der reizvollen Naturregion im Fichtelgebirge aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst werden. Alles in allem eine Reizflut, bei dem die Hirnzellen blitzschnell elektrische Signale austauschen und ein wahres Neuronenfeuerwerk entfachen. Doch Vorsicht: wer sich im armdicken Wurzelgeflecht bzw. Engpassstellen geringste Konzentrationsschwächen leistet, findet sich dem Wortsinn nach womöglich unsanft auf dem Boden der Tatsachen wieder. Da die Trails mit Steinen, Felsbrocken oder Wurzelteppiche gespickt sind, ist insbesondere bei Nässe ein feinfühliges Händchen, optimale Körperspannung und vorausschauendes Fahren gefragt.Ob Gravelbike, Hardtail, Fully - ebike - mit mehr oder weniger Federweg - richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Einsatzzweck bzw. Jede Region hat ihre Eigenheiten, die sich z.B. über die Geschichte, Kultur, Sprache und die Küche definiert. So auch Franken! Bei einer gemütlichen Einkehr läuft ohne Fränggische Brodwörschd auf Graut, Subbn mit Bröggerla oder einem deftigen Scheufala samt süffigem "Seidla" Bier eigentlich nichts, bevor in Aufbruchsstimmung mit einem „ezzerdla baggmers“ zum Abmarsch geblasen wird.Im Gipfelbereich der Kösseine befindet sich ein weitläufiges Granit-Blockmeer, das unter Naturschutz steht. Diverse Felsgruppen (Kleine Kösseine, Großer und Kleiner Haberstein, Burgsteinfelsen, Mühlstein, Püttners- und Jakobifels) sind geschützte Naturdenkmäler die sich in näherer Umgebung befinden. Eine zünftige Bergeinkehr wie beispielsweise im Kösseinehaus darf selbstverständlich nicht fehlen. Zur Freude antriebsunterstützer Fahrer gibt es dort oben auch eine E-Bike-Ladestation. Hervorzuheben ist die heimische Gastronomie mit ihren fränkischen Schmankerln, die mit all ihren Geschmacksrichtungen allerhand leckere Gaumenkitzler bietet. Ganz zu schweigen von den Braukünsten hiesiger Brauereien, die eine gut sortierte Bierauswahl feil bieten.Das Seehaus ist ganzjährig bewirtschaftet. Es liegt zwischen den Felsgipfeln Nußhardt und Platte im Schneebergmassiv auf einer Höhe von 922 m ü.NN. Hungrige Gäste erwartet in der schmucken Berghütte leckere Speisen, ein gemütlicher Gastraum, eine große Terrasse mit traumhaften Blick auf den Ochsenkopf. Dazu gibt es einen mineralhaltigen Quellwasserbrunnen, an dem sich Trinkflaschen/Trinkblase auffüllen lassen.Alles spricht für eine erlebnisreiche 2-Tages-Tour auf dem Mountainbike. Heimat hautnah mit dem Bergrad erleben, vierzehn Gipfel im Fichtelgebirge stehen auf dem Programm. Die konditionell und fahrtechnisch anspruchsvolle MTB-Tour startet am Naherholungs-Highlight Untreusee am Stadtrand von Hof und führt in einem großen Bogen durch das oberfränkische Bergland bis Schönbrunn bei Wunsiedel. Bei einem Blick auf das zackige Streckenprofil ahnt ihr es schon: Es wird eine wilde Achterbahnfahrt durch das hufeisenförmige Mittelgebirge im Norden Bayerns. Freut euch auf ein spannendes Auf und Ab über größtenteils unbefestigte Pisten. Der Anteil an Singletrails liegt bei 30 Prozent, es geht über sorgfältig ausgewählte Trails der Schwierigkeitsgrade S0 bis S2.Zu sehen gibt’s im Fichtelgebirge eine herrlich gelegene Wald- und Seen-Landschaft mit sanft anmutenden Höhenzügen bis zu einer Höhe von 1.050 m. Vor allem aber seht ihr viel Granit: auf den Trails unter euren Mountainbikes und bei den prächtigen Panorama-Ausblicken über die Fichtelgebirgs-Kulisse. Felsenlabyrinthe, Blockmeere und mächtige Felsfiguren säumen unsere Bike-Strecke. Die gute Nachricht: Stramme Anstiege werden auf einigen Bergen direkt am Gipfel belohnt. Einkehrstopps auf Waldstein, Ochsenkopf, Seehügel und Kösseine bieten köstliche Einblicke in die Vielfalt der Genussregion Oberfranken. Start und Ziel erreicht ihr über die Bahnstationen Hof, Holenbrunn oder Marktredwitz.

In den vergangenen Jahren sind in Deutschlands Mittelgebirgs- regionen kleine Mountainbike-Paradiese entstanden.Mehrere 100 Kilometer ausgeschilderte Radwege findet der Biker im Fichtelgebirge zwischen Warmensteinach und Waldsassen, zwischen Kösseine und Ochsenkopf vor. Die Routen sind unterschiedlich angelegt, geeignet für die normale wie für die "XXL-Kondition". Sich austoben und sich aufbauen, Kraft tanken oder einfach nur die herrliche Natur im Fichtelgebirge genießen - Mountainbiken ist mehr als nur den Berg hinauf und hinunter fahren.

Das Hofer Land

Steig-la. Steige, von einheimischen Mountainbikern mit einem Augenzwinkern verkleinert, gibt’s in der Bike-Region Hofer Land en masse. Als flowigen Feld-, Wald- und Wiesenweg auf sanftem Untergrund oder als rassigen Singletrail über Steine, Stufen und Wurzelwerk. Ein Pisten-Mix also für alle fahrtechnischen Ansprüche und Schwierigkeitsgrade. Die Gegend zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald begeistert mit einem außergewöhnlich dichten Wegenetz in einem abwechslungsreichen Gelände: Das stete Auf und Ab über Stock und Stein belohnt mit prächtigen Ausblicken auf eine weitgehend unberührte Natur abseits des Massentourismus.Hier findet ihr Pisten und Trails für jeden Geschmack: von locker und lässig bis knifflig und knackig, inklusive „Grenzerfahrungen“ am Grünen Band oder im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth. Die Webersteige, einst von Hauswebern benutzt, um ihre Waren bei Hofer Textil-Fabrikanten abzuliefern, führen uns westlich Richtung Frankenwald. Wiesen- und Waldwege schlängeln sich mal genüsslich, mal anspruchsvoll, aber immer fahrbar, über das Selbitztal bis zum Döbraberg und nach Helmbrechts. Die Webersteige lassen sich mit Fernwanderwegen, dem Fränkischen Gebirgsweg oder einem Abstecher zum Ahornberg zur perfekten Tagestour mit einem ordentlichen Trail-Anteil kombinieren.Das Tourenglück südlich von Hof startet auf dem Jean-Paul-Weg und einer munteren Trail-Passage im Lamitzgrund. Bergig und prickelnd wird’s auf dem Kornberg, wo ein MTB-Trail-Netz mit vier Rundtouren auf euch wartet und demnächst ein Bike-Park entsteht. Während oder nach der Tour steuern Mountainbiker einen der zahlreichen Badeseen im Hofer Land an: etwa den Förmitzspeicher, von dem ihr über den Seenweg bis zum Untreusee nach Hof kurven könnt. Achtung: Wir befinden uns in der Genussregion Oberfranken mit der größten Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt. Urtypische Biergärten und Wirtshäuser verwöhnen euch mit regionalen Spezialitäten oder einer fränkischen Brotzeit.

Das MTB-Revier Lichtenfels

Die Kreisstadt Lichtenfels liegt am Oberlauf des Mains, rund 20 Kilometer südlich von Coburg, im bayerischen Oberfranken. Der als „Deutsche Korbstadt“ bekannte Ort ist umgeben von einem Kranz sanfter Höhen, wie Hohe Eller, Krappenberg und Banzer Berg. Dahinter erheben sich schon die größeren Mittelgebirge Fränkische Alb, Fichtelgebirge und Frankenwald. Seit 2021 dürfen die Locals in ihren Hausbergen rund um Lichtenfels alte Wanderwege wieder frei schneiden und als Mountainbike-Trails ausweisen.

Tour 1: Große Jura-Runde

* Länge: 35,2 Kilometer* Bergauf: 788 Höhenmeter* Dauer: 3 Stunden* Schwierigkeit: mittel

Die Sightseeing-Tour der Region: An der Friedenslinde geht's links hinauf zum Prälatenweg. Ist der Gipfel des Krappenbergs erreicht, darf man den Schwierigkeitsgrad des Abfahrts-Trails wieder frei wählen. Unten in Klosterlangheim folgt die Tour den Wald- und Forstwegen bis nach Roth und durchquert das kleine Dorf. Über Isling geht's stetig bergan, durch schöne moosbewachsene Waldabschnitte. Anschließend mit einer kurvigen Abfahrt weiter über Altendorf nach Lahm. In der Ortsmitte von Lahm zweigt die Route links ab Richtung Serkendorf. Die anfangs schmale Asphaltstraße wird bald zum Schotterweg und führt im leichten Auf und Ab durch Felder und am Hohlen Stein vorbei. Hier wäre es auch nicht mehr weit bis zum Kletterparadies am Kemitzenstein. Nach einer längeren Abfahrt auf Schotter wartet in Serkendorf ein nettes Café mit bestem Kaffee. Am besten nimmt man zur Stärkung auch noch ein Stück Kuchen, denn der folgende Anstieg um den Alten Staffelberg herum hat es anfangs prozentual in sich. Doch dann führt eine Höhenstraße flach und aussichtsreich weiter bis zur Basilika Vierzehnheiligen. Danach auf dem Radweg direkt, oder noch mal über den Holy Trail zurück nach Lichtenfels.

* Startpunkt: Schwimmbad-Parkplatz nahe Friedenslinde* Highlights: Unangefochtener Star dieser langen Runde ist der Holy Trail mit seiner Länge von 1,4 Kilometern. Aber auch die Basilika Vierzehnheiligen muss man mal aus der Nähe gesehen haben.* Schlüsselstellen: Je nachdem, welche Abfahrt man vom Krappenberg nimmt. Die schwarze Line hat recht sportliche Elemente dabei (Drop).* Einkehr: Das Café Mühlendorf Dinkel in Serkendorf und die Brauerei Trunk an der Basilika.

Tour 2: Banzer Berg

* Länge: 27,6 Kilometer* Bergauf: 533 Höhenmeter* Dauer: 2,5 Stunden* Schwierigkeit: mittel

Die Tour startet mit einem knackigen Schotteranstieg am Sendemast vorbei, dann biegt man links auf den Waldweg Richtung Aussichtsturm. Hier führt ein wunderschöner Waldweg hinunter zu den Werdenfelsern, wo man die Aussicht aufs Maintal genießen kann. Auf Landwirtschaftswegen geht's hinunter ins Köstner Gründla und am Bach entlang auf schmalem Waldweg bis zur alten Mühle in Schönsreuth! Ein steiler Wiesenweg klettert hinauf in dieses wunderschöne Dorf. Anschließend führt ein Forstweg über die Autobahn, tief ins Stiftsland (so nennt man die Orte hier) hinein und bald hoch durch den Banzer Wald. An der großen Kreuzung der Roten Marter startet schließlich der Karlspfad. Ein gebauter Singletrail, der hart am Abhang entlang kurvt und am Ende etwas rutschig sein kann. Unten nimmt man die Schotterstraße zum Klettergarten hinauf, wo man mit einem tollen Blick auf die Basilika und übers Maintal belohnt wird. Eine wunderschöne Allee übernimmt zur Kirche, dann geht's an einem kleinen Friedhof vorbei den Banzberg runter bis nach Unnersdorf. Dort lohnt sich eine Einkehr, denn die letzten Kilometer nach Lichtenfels zurück rollen sich über Reundorf am Main entlang flach und leicht dahin.

* Startpunkt: Parken am Schützenplatz in Lichtenfels oder oben am Herberg auf dem Wanderparkplatz* Highlights: Der neu ausgebaute Karlspfad, das Dorf Schönsreuth, die Aussicht und die Allee am Klettergarten.* Schlüsselstellen: Der Karlspfad enthält ein paar überraschend auftauchende Rampen. Am Ende etwas rutschig!* Einkehr: Gasthof Anker in Unnersdorf.

Tour 3: Krappenberg-Runde

* Länge: 15,6 Kilometer* Bergauf: 480 Höhenmeter* Dauer: 1,5 Stunden* Schwierigkeit: mittel

Vom Parkplatz auf dem Schotterweg bis zur Friedenslinde. Dort geht es links auf einen immer schmaler werdenden Waldweg, der immer steiler bergan stiert. Am Ende zieht sich der Weg sogar noch auf Pfadbreite zusammen, da ist fahrtechnisches Können von Vorteil. Vor allem, wenn die vielen Wurzeln von Regen oder Nebel noch feucht sind. Doch nach 150 Höhenmetern ist der Gipfel des Krappenbergs (441 m) erklommen, der Einstieg zu den drei freigegebenen Abfahrts-Trails erreicht. Sattel runter, Gas geben! Aber Achtung, egal welche Line man wählt: mit gemein rutschigen Wurzeln und technischen Steinfeldern muss man rechnen! Anschließend geht' s den Berg wieder hoch, diesmal zur Eisernen Hand, um dort in den Singletrail nach Klosterlangheim abzubiegen. Nach diesem langen Kehrenspaß lohnt sich in Klosterlangheim eine Einkehr, denn danach folgt der wohl gemeinste Anstieg der gesamten Region: Erst geht es noch moderat auf Schotterstraße dahin, doch dann bäumt sie sich hochprozentig auf. Am Weißen Kreuz denkt man, man hätte es geschafft, doch dort geht es erst richtig los. Bis der Einstieg zum zweiten neu gebauten Trail endlich erreicht ist. Ein Fest! Auch hier kann man zwischen zwei Schwierigkeitsstufen entscheiden.

* Startpunkt: Schwimmbad-Parkplatz nahe Friedenslinde.* Highlights: Sämtliche Trail-Abfahrten auf dieser kurzen Feierabendrunde.* Schlüsselstellen: Die Trails wurden zwar freigeschnitten und um einige Spielelemente erweitert, aber mit natürlichen Wald-Hindernissen wie Wurzeln und Steinfeldern muss man auch auf der einfachsten Line rechnen. Achtung, bei Nässe sehr rutschig!* Einkehr: In Klosterlangheim oder zurück in Lichtenfels in der Braumanufaktur, braumanufaktur-lippert.de

Weitere Mountainbike-Regionen in Oberfranken

Neben den bereits genannten Gebieten gibt es in Oberfranken noch viele weitere Regionen, die sich hervorragend für Mountainbike-Touren eignen. Dazu gehören beispielsweise:* Die Fränkische Schweiz* Der Veldensteiner Forst* Die Mountainbike-Touren in Eckersdorf* Die Mountainbike-Tour in Egloffstein* Die Mountainbike-Tour rund um Gößweinstein

Tipps für Ihre Mountainbike-Tour in Oberfranken

* Planen Sie Ihre Tour sorgfältig: Informieren Sie sich über die Streckenverhältnisse, Schwierigkeitsgrade und Höhenprofile.* Achten Sie auf die richtige Ausrüstung: Tragen Sie einen Helm, Handschuhe und geeignete Kleidung. Nehmen Sie ausreichend Wasser und Verpflegung mit.* Nehmen Sie Rücksicht auf die Natur: Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und vermeiden Sie unnötigen Lärm.* Beachten Sie die Wetterbedingungen: Vermeiden Sie Touren bei extremen Wetterlagen wie Hitze, Gewitter oder starkem Regen.
Mit diesen Informationen und Tipps steht Ihrem nächsten Mountainbike-Abenteuer in Oberfranken nichts mehr im Wege!
Übersicht der Touren und Schwierigkeitsgrade
Tour Region Länge Höhenmeter Schwierigkeit
Friesener Warte Bamberg 45,7 km 610 m Mittel
Bamberger Local-Trails Bamberg 32 km 545 m Leicht
Haßberge Bamberg 44,2 km 500 m Leicht
Große Jura-Runde Lichtenfels 35,2 km 788 m Mittel
Banzer Berg Lichtenfels 27,6 km 533 m Mittel
Krappenberg-Runde Lichtenfels 15,6 km 480 m Mittel

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