Mountainbike Touren Oberpfalz: Anspruchsvolle Strecken für erfahrene Biker

Im Mittelgebirge des Oberpfälzer Waldes, nahe der tschechischen Grenze, finden Mountainbiker ein weites und abwechslungsreiches Wegenetz inmitten einer reizvollen Landschaft. Hier kann man auf historischen Bahntrassen-Radwegen, entlang der Naabflüsse oder auf steilen Trails durch dichten Wald fahren.

Anspruchsvolle Touren im Überblick

Ca. 40 km nordöstlich von Schwandorf findet sich diesseits und jenseits der tschechischen Grenze eine bezaubernde abwechslungsreiche Landschaft am grünen Dach Europas mit einigen beachtlichen Erhebungen. Hier sind einige Tourenvorschläge, die besonders ambitionierte Mountainbiker ansprechen:

  • Rundtour im Oberpfälzer- und Böhmerwald: Von Schwarzach bei Stadlern nach Stadlern, zur Burgruine Reichenstein (874 m), zum Gipfel "Ebene" (896 m) mit dem Böhmerwaldturm.
  • Rundtour von Althütte über Berghof Gibacht zum Reiseck: Weiter zum Cerchov und bis Zavist in Tschechien. Über Schwarzach bei Stadlern nach Bayern und zum Silber- und Perlsee.
  • MTB-Rundtour entlang der Bayerisch - Tschechischen Landesgrenze: Im Bereich von Eslarn und Schönsee. Start Leonberg Dorfplatz, über den schwarzen Berg Richtung Burgruine Stockenfels, weiter zum Wasserstein. Überfahrt bei Überfuhr hoch zum Aussichtspunkt am Gailenberg. Danach weiter über Irlerhöhe zum Wackelstein.

Die Tour bietet Singletrails, Schotterstraßen und geteerte kl. Militärwege und sollte in der Form nur von ambitionierten E-Mountainbikern gefahren werden. Die zweite Etappe der Südroute lässt immer noch ein etwas entspannteres Starten in das Abenteuer Trans Bayerwald zu.

Herausforderungen und Besonderheiten

Die Topografie der Gegend ist typisch Deutsch: ständige, kurze Steilrampen und ebenso kurze Abfahrten, auf denen man sich kaum erholt. Der Untergrund wechselt im Zwei-Minuten-Takt: Feldweg, Wiesentrampelpfad, Schotterpiste, Wurzel-Trail - wem hier beim Biken langweilig wird, dem ist nicht mehr zu helfen.

Nach der ersten Etappe auf dem Luxusweg Goldsteig kommt uns der Nurtsch­weg abschnittsweise fast vor wie ein Urwaldpfad. Wir schlagen uns im Schneckentempo hoch zum Grenzkamm. "Dou obm is auf jöden Fall wiedr a foahrbarer Trööl", keucht unser Anführer im breitesten Oberpfälzer Dialekt. Selbst nach drei Tagen habe ich die Feinheiten der örtlichen Phonetik noch nicht so ganz durchschaut. Nur dass "ö" und "ou" eine gewichtige Rolle spielen.

Griffiger Erdboden umschmeichelt die Stollenreifen, ein Teppich aus Tannennadeln polstert zusätzlich, nur ab und zu unterbricht eine Wurzel-Passage den Flow. Schließlich soll das teure Fully-Fahrwerk ja auch was zu tun bekommen. Ein "foahrbarer Trööl" in jeder Hinsicht.

Ein gravierter Stein auf einer Lichtung verkündet, dass wir uns genau hier angeblich im Mittelpunkt Europas befinden. Und überhaupt widmen wir uns lieber intensiv dem endlich beginnenden Downhill. Denn wer später bremst, ist schließlich länger schnell.

Die drei MTB-Etappen im Oberpfälzer Wald

Die Rundtour durch den Oberpfälzer Wald teilt sich auf in drei Etappen. Mit insgesamt 200 Kilometern und 4300 welligen Höhenmetern ist die Runde zwar keine Spazierfahrt, aber auf jeden Fall ein großes Vergnügen. Denn immer wieder sorgen Singeltrail-Abschnitte für Abwechslung und Glücksgefühle.

Etappe 1: Waldershof - Oberhöll

(67,8 km, 1577 hm, Fahrzeit 6 Stunden)

Goldsteig und Burgenweg laufen auf der ers­ten Etappe parallel. Statt in Marktredwitz ist jedoch ein Start im benachbarten, ruhigeren Waldershof empfehlenswert. Großer Parkplatz am Sportgelände. Die Route ist perfekt ausgeschildert (goldgelbe Schlangenlinie). Erste Hürde ist die Ruine Weißenstein (863 m), gebaut zwischen bizarren Felstürmen. Nach Durchquerung einer idyllischen Seenlandschaft südlich von Wiesau erreicht man die Burg Falkenberg. Ab hier folgt die Route über Windischeschenbach dem mäandernden Lauf der Waldnaab. Mehrfach wird die A93 unterquert, die das tief eingeschnittene Tal auf hohen Brücken überspannt.

Etappe 2: Oberhöll - Bärnau

(60,2 km, 1408 hm, Fahrzeit 5 Stunden)

Nach einigen schmerzhaften Wellen gleich nach dem Start führt ein netter Trail hinunter ins Tal des Leraubachs und weiter durch die kleine Wolfslohklamm. Die folgende Rampe hinauf zur Burg Leuchtenberg kostet wieder einige Körner. In Leuchtenberg verlässt man den Goldsteig. Ein flowiger Singletrail (weiß-blaue Markierung) kurvt in Richtung Vohenstrauß, wo man auf dem Bockl-Radweg, einer ehemaligen Bahntrasse, zügig weiter nach Osten rollt. Ab Pleystein folgt man dem Glasschleiferweg (Glas-Symbol) durchs wildromantische Zottbachtal.

Etappe 3: Bärnau - Waldershof

(71,7 km, 1263 hm, Fahrzeit 6.30 Stunden)

Von Bärnau bis kurz hinter Neualbenreuth folgt die Route großteils dem Nurtschweg (gelb-rot-gelbe Markierung). Ausnahme: Von Mähring bis hinauf zum tschechischen Grenzkamm folgt man besser der Straße. Auf diesem Abschnitt ist der Wanderweg teilweise eingewachsen und unwegsam. In ständigem Auf und Ab geht es auf alten Pfaden entlang des Grenzkamms. In der Nähe des tschechischen Tillenbergs (Dylen) passiert man an einem Markierungsstein den geografischen Mittelpunkt Europas, zumindest einen davon. Am Grenzlandturm lohnt sich ein letzter Blick über das Gebirge, bevor das zähe Finale über Mitterteich zurück nach Waldershof beginnt.

Steinwald-Trailrunde

Auf der Steinwald-Trailrunde erwarten dich riesige Felsformationen aus Granit, Aussichtspunkte mit malerischen Panoramablicken sowie eine verträumte Burgruine. Ideal für Mountainbiker - Singletrails wechseln sich mit breiten Forstwegen ab.

  • Streckenverlauf: Der offizielle Start dieser MTB-Runde ist der Wanderparkplatz Pfaben. Die Markierung führt dich zunächst auf einem breit ausgebauten Forstweg hinauf zum Rotwildgehege Richtung Waldhaus. Anschließend gelangst du über den neu angelegten Singletrail, eine Forststraße und Wurzelwege zum Wahrzeichen des Steinwalds - der Burgruine Weißenstein. Erklimme unbedingt den Bergfried und genieße den Panoramablick! Vorbei an der Dreifaltigkeitskapelle und dem Schlossfelsen radelst du zum höchsten Punkt im Naturpark: der Platte mit dem Oberpfalzturm, welcher dir eine wunderschöne Aussicht über die Region verschafft. Über einen Singletrail geht es hinab zum Steinwaldpilz (Unterstellmöglichkeit) und weiter zum Einkehrlokal Waldhaus. Über den Stoapfalz-Saubad-Trail kommst du - vorbei an gewaltigen Granitformationen wie dem Zipfeltannenfelsen - zurück nach Pfaben. Falls du noch nicht genug hast, kannst du nun noch über schmale Wurzelpfade zum Räuber- und Vogelfelsen biken. Dort besteht auch eine Anbindung an den Fichtelnaab-Radweg.
  • Sehenswertes am Weg:
    • Burgruine Weißenstein: verträumte Burgruine mit tollem Panoramablick
    • Oberpfalzturm: Aussichtsturm auf der Platte - der höchsten Erhebung des Oberpfälzer Waldes
    • Waldhaus mit Rotwildgehege: Wandergaststätte mit Infostelle und angrenzendem Rotwildgehege
    • Zipfeltannenfelsen: beeindruckende Granitformation, auch "Steinwald-Sphinx" genannt
    • Räuber- und Vogelfelsen: große Granitmassive im Steinwald
  • Hinweise:
    • Die Route verläuft nur in eine Richtung (One-Way) und ist dementsprechend markiert
    • Passagen mit Singletrail-Anteil eignen sich nur für erfahrene Mountainbiker
    • Einige Streckenabschnitte laufen parallel auf Wanderwegen. Hier gilt das "Share-the-Trail"-Prinzip.

MTB Trails in Neumarkt

Seit 2023 betreibt die DAV Sektion Neumarkt ein Netz aus 5 legalen MTB Trails. Die 5 Strecken sind ausschließlich für die Abfahrt bestimmt und bestens beschildert.

  • Windrad Trail: Diese flowige Naturtrail beinhaltet leichte Wurzel- und Steinpassagen und ein wenig Sandboden. Der Trail liegt landschaftlich sehr schön in den Wald eingebettet und bietet so maximalen MTB Genuss. Auf 1,1 km geht es rund 100 hm bergab und im Schwierigkeitsgrad S2 eingeordnet.
  • The Hunter Trail: Nach einem schnellen Einstieg zeigt der Hunter gerade im mittleren Teil seinen ruppigeren Charakter. Gestufte Steilstücke, Engstellen, Sprüngen und Wurzelpassagen fordern eine überlegte Linienwahl und gute Fahrtechnik. Wer sich hier gut durchpirscht wird im unteren Teil wieder mit einer flowigen Line durch lichten Nadelwald belohnt. Auf 1,2 km geht es rund 120 hm bergab und im Schwierigkeitsgrad S3 eingeordnet.
  • Jens Trail: Der Jens Trail ist aufgrund seiner Kürze für Anfänger geeignet, ist aber aufgrund seiner teilweise wurzeligen Passagen nicht zu unterschätzen. Auf 400 Meter geht es ca. 60 hm bergab, er ist im Schwierigkeitsgrad S2 eingeordnet.
  • Apache Trail: Zwar etwas abgelegen aber einen Besuch wert. Hier ist gute Bike-Kontrolle gefragt. Enge Kurvenkombis und knifflige Wurzelpassagen verlangen nach einer sauberen Linie. Enduro pur. Bei Nässe kann es etwas heikel werden. Auf 750 Meter geht es ca. 120 hm bergab und im Schwierigkeitsgrad S2 eingeordnet.
  • Diavolo Snake Trail: Das Highlight der Juratrails! Der Diavolo Snake Trail ist vor allem flowig und lässt mit seinen zahlreichen Wallrides, Drops, Steilhängen, Wellen und Sprüngen Bikeparkfeeling aufkommen - die ordentliche Portion Airtime inclusive. Wer unten noch Kraft hat, kann auf einer Tableline, die seines Gleichen sucht noch die Dirtjump-Skills aufbessern.

Insgesamt neun MTB-Trails verschiedener Schwierigkeitsgrade wurden entwickelt und ausgearbeitet. Die Dauer der Touren liegt bei knapp zwei Stunden für die kürzeste und sieben Stunden für die längste und anspruchsvollste Strecke. Insgesamt umfasst das gesamte Streckennetz der Mountainbike-Touren eine Länge von 341,3 Kilometer.

Mountainbike-Touren in Parsberg

Die Region um Parsberg ist von einer atemberaubenden Naturkulisse geprägt. Malerische Wälder, sanfte Hügel und beeindruckende Ausblicke machen das Mountainbiken zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besonders reizvoll sind die vielen kleinen Dörfer und historischen Ortschaften entlang der Routen, die einen Einblick in die traditionelle bayerische Kultur ermöglichen.

Für alle Abenteuerlustigen gibt es eine Vielzahl an MTB-Trails rund um Parsberg. Ob anspruchsvolle Singletrails oder gemütliche Forstwege - hier findet jeder seine passende Herausforderung. Die gut ausgeschilderten Mountainbikestrecken führen durch unterschiedlichste Landschaftsformen und bieten somit ein abwechslungsreiches Fahrerlebnis.

Ein Highlight für alle Freunde des Downhill-Bikens sind die Bikeparks in Parsberg. Hier können sich Adrenalinsuchende so richtig austoben und ihre fahrtechnischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Mit speziell angelegten Sprüngen, Steilkurven und Hindernissen bieten diese Parks den ultimativen Kick für jeden Mountainbike-Fan.

Einige der beliebtesten Orte zum Mountainbiken in Parsberg sind der Hohenfels Trail, der durch seine technisch anspruchsvolle Strecke überzeugt, sowie der Lauterachtal Trail, der mit seinen idyllischen Ausblicken begeistert. Auch das nahegelegene Schloss Ratibor bietet eine tolle Kulisse für eine MTB-Tour.

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