Mountainbike-Touren in Schottland: Ein Abenteuer in den Highlands

Schottland ist ein raues und wildes Land, das sich perfekt für unvergessliche Mountainbike-Touren eignet. Von anspruchsvollen alpinen Trails bis hin zu flowigen Waldwegen bietet Schottland für jeden Mountainbiker etwas. Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Reise durch die schottischen Highlands und zeigt Ihnen die besten Spots und Routen für Ihr nächstes Mountainbike-Abenteuer.

Ein Roadtrip durch Schottland mit der Bike-Legende Scotty Laughland

Um die Tourenplanung muss ich mir diesmal keine Gedanken machen. Es ist der dritte Tag unseres sechstägigen Roadtrips durch Schottland und mein Reiseleiter ist kein Geringerer, als Scotty Laughland, eine schottische Bike-Legende. Er lebt mit seiner Familie in der Kleinstadt Stirling, etwas nördlich von Edinburgh und betreibt einen eigenen Youtube-Kanal über die besten Trails von Schottland. Einen kompetenteren Partner für diesen EMTB-Trip kann man sich also gar nicht wünschen.

Zum Akklimatisieren hatte uns Scotty für den ersten Tag ins Mountain Bike Epizentrum Tweed Valley im Süden des Landes geführt. Von dort ging es gen Norden weiter nach Dunkeld, am Fuße der Highlands und heute hatten wir bereits die Trails in Ballater, mitten drin im Cairngorms Nationalpark. Morgen früh soll es mit den Trail-Runden in Aviemore weitergehen, deshalb sind wir abends schon angereist und sitzen hier nun in diesem kultigen Pub.

Während ich in meinen leckeren, saftigen Burger beiße, muss ich innerlich grinsen, denn vor der Reise nach Schottland hatte ich vor zwei Dingen Angst: vor schlechtem Wetter und schlechtem Essen. Doch bisher habe ich nicht mal eine Regenkombi gebraucht - und mir wurde empfohlen, mindestens drei einzupacken.

Im Old Bridge Inn in Aviemore ist ein Pub, wie aus dem schottischen Bilderbuch: Das Publikum ist bunt gemischt, Livemusik spielt in der einen Ecke, in der anderen lodert der Kamin. Wir sind auch nicht die einzigen Mountainbiker. An einem großen Tisch werden gerade hektisch die Trailmaps beiseite geschoben, weil die Burger serviert werden. Hier trifft man sich, tauscht sich über die Trails aus und plant die Tour für den nächsten Tag.

Cairngorms Nationalpark: Auf die Spitze des Windes

Sonnencreme wäre gut gewesen, denke ich, als wir am nächsten Morgen wieder gut bestrahlt durch die Highlands cruisen. Diesmal geht's von Westen her durch den Cairngorms Nationalpark. Eine wilde, rauhe Berglandschaft, deren höchster Gipfel 1245 Meter misst, also gerade mal Mittelgebirgshöhe. Doch so weit oben im Norden reicht das bereits für eine alpine Kulisse.

Mit jeder Pedalumdrehung wird die Landschaft schroffer. Irgendwann rollen wir über eine steppenartige Hochebene, auf der nur noch ein paar Felsbrocken die endlos weite Landschaft dekorieren. Dazu verdunkelt sich der Himmel, doch statt Regen peitschen uns bald orkanartige Böen ins Gesicht.

Was wiederum Sinn macht, denn unser Aufstiegsziel ist der Sgòr Gaoith. Ein 1118 Meter hoher Gipfel, dessen Namen wahrscheinlich nur Schotten richtig aussprechen können. Übersetzt heißt das jedenfalls so viel wie „Spitze des Windes“. Daraus könnte man nun schließen, dass er es seinen Bezwingern schon immer so schwer gemacht hat. Wir haben mittlerweile Mühe unsere Bikes auf Kurs zu halten, so sehr zerrt der Sturm an uns.

Karge Landschaft heißt eben auch: kein Baum, kein Strauch, kein Schutz. Stattdessen gibt sich jetzt auch der Weg immer verblockter. Doch Scotty bleibt dabei, er will mit uns da rauf. Zu Recht, denn die Aussicht vom Gipfel ist wirklich gigantisch: Wir wagen uns im Sturm so nah wie möglich an die Abbruchkante und blicken 400 Meter tief auf das unten schwarz schimmernde Loch Einich hinunter. Eine Szenerie wie aus dem Film „Der Highlander“.

Für die Abfahrt hat Scotty eine Variante gewählt, die er selbst noch nicht kennt. Schnell und direkt beeilt sich dieser Trail die Bergflanke hinunter. Der Wind packt uns jetzt von der Seite, um uns aus der Bahn zu werfen. Doch mit dem Erreichen der Baumlinie, ist der Spuk vorüber. Entspannt surfen wir durch einen Caledonian-Wald, einer Ur-Kiefernart, die nur noch in dieser Region Schottlands zu finden ist. Ein Licht-Schatten-Duftspiel, das dem Trail fast schon kalifornisches Flair einhaucht.

Tarland - das selbstfinanzierte Trail-Mekka

Bei einer schnellen Sausage Roll im Tamachan Caffè schlägt Scotty als nächstes Ziel den neuen Tarland Trailpark, kurz vor Aberdeen, vor. Dessen Parkplatz zeigt sich wenig später voll mit Gleichgesinnten, aber auf den Trails sind wir allein unterwegs. Der Park ist neu und wurde durch Spendengelder finanziert. Schaufel und Hacke haben hier ausschließlich Ehrenamtliche geschwungen.

Das freut die Gemeindekasse, aber auch die Biker, denn das Ergebnis ist genial. Für nahezu jeden Geschmack ist was dabei, von Uphillflow, über die Schwierigkeitsgrade blau, rot und schwarz, bis hin zur Jumpline. Unsere erste Abfahrt heißt „Call Me Chris“ und hat jede Menge frisch geshapte Steilkurven parat, wir grinsen über beide Backen und können uns am Ende ein begeistertes „Thanks, Chris!“ nicht verkneifen.

Mehrfach jagen wir uns danach über die Jumpline, bis unsere Akkus samt Range-Extendern fast leer sind. Dabei wollten wir noch einmal ganz zum Gipfel hoch. Doch wir haben Glück: Die Energie reicht noch bis zum Einstieg in den sechs Kilometer langen „High Pressure“. Für seine perfekt geshapten Anlieger würde ich auch ohne Akku noch mal hochtreten, aber leider geht nun auch noch das Tageslicht aus.

Dafür hat Scottys Freund Neil inzwischen den Grill für uns angeworfen. Es gibt Hirsch aus dem ehemaligen Jagdrevier der Queen und dazu das ein oder andere Bier. Ein Hochgenuss!

Zu all den Trailcentern, die von staatlicher Seite gefördert werden, kommen jetzt noch spendenfinanzierte dazu - man möchte Schotte werden. - Holger Meyer

Die Mountainbike-Kultur in Schottland begeistert mich. Fast jeder Ort hat hier mindestens eine ausgewiesene Trail-Runde und der nächst größere Trailpark liegt auch immer nur wenige Autominuten entfernt. Dazu gibt's überall Bikeshops und coole Cafés, in denen sich Biker zu gemeinsamen Ausritten treffen. Gefahren wird bei jedem Wetter. Ein Spirit, wie ich ihn bei uns in Deutschland noch nirgends erlebt habe.

Torridon: Trails mit Meerblick - theoretisch

Unser nächster Spot führt uns nach Torridon, zum nördlichsten Punkt unseres Roadtrips. So dicht am Meer zeigen sich die Highlands nochmal besonders wild. Trotz des schönen Wetters treffen wir niemanden, als wir uns Kehre für Kehre einen alten Pass hinaufarbeiten. Der Trail ist steinig und stellenweise technisch, bleibt aber fahrbar. Nur die quer über den Pfad verlaufenden Wasserrinnen scheinen etwas überdimensioniert.

Doch kaum haben wir uns darüber lustig gemacht, ziehen von Westen her auch schon die ersten Wolken heran. Und zwar schnell. Wir haben den höchsten Punkt noch nicht erreicht, da greifen die ersten nach uns und nebeln uns ein. Die Sichtweite beträgt vielleicht noch 15 Meter. Aber was noch schlimmer ist: Fast wie auf Knopfdruck schüttet es wie aus Eimern auch schon los.

Wir können zuschauen, wie schnell die Regenrinnen bis zum Rand volllaufen - so wie unsere Schuhe übrigens auch. Immerhin kommt so wenigstens eine meiner mitgereisten Regenkombis zum Einsatz.

Nachdem das angekündigte Gipfelpanorama nun ausfallen muss, kann es nahtlos in die Abfahrt gehen. Wir holpern über grobes Geröll, doch die Reifen greifen überraschend gut. Selbst stufige, verblockte Passagen lassen sich spursicher runterpoltern, bis wir am Ende in der Bucht von Torridon ausrollen, wo uns auf den letzten Metern die Sonne wieder begrüßt.

Isle of Skye: Gibt es den Sligachan Trail überhaupt?

So wie am nächsten Morgen auch, als wir mit dem kleinen Fährboot „Misty Isle“ auf spiegelglattem Wasser zur Isle of Skye übersetzen. Wir tuckern an riesigen Felsen und karger Küstenlinie vorbei. Bootsführer Sandy erzählt gerade von Wikingern, die hier einst die Seestraßen beherrschten, da biegen wir schon in die Bucht von Loch Coruisk ein. An den Felsen am Ufer erkennt man noch die Schleifspuren der Gletscher. Ein paar Robben haben es sich auf den von der Sonne aufgewärmten Steinen gemütlich gemacht und lassen sich von uns auch nicht aus der Ruhe bringen.

Unser Plan: Irgendwie durch diese Felswand zu dem passähnlichen Übergang da oben gelangen, um auf der anderen Seite auf den Sligachan Path zu treffen. Dass dieser Trail überhaupt existiert, behauptet zumindest die Karte. Leider gibt sich das Gelände bergauf steiler und wilder als erwartet.

Spuren eines Weges lassen sich erst im oberen Teil erkennen. Bis dahin macht das Tragen und Schieben der E-Bikes keinen Spaß, doch wir werden belohnt mit einer Superaussicht: Auf der anderen Seite windet sich ein definierter Singletrack durch die ewige Weite, bis er als kleiner Punkt am Horizont verschwindet. Ein Trail-Verlauf zum Niederknien.

Zwischendrin ein paar Stufen und Absätze, die Körperspannung fordern. Am Ende fließt der Pfad an einem Fluss entlang und spuckt uns direkt vor Seumas' Whisky-Bar wieder aus. 400 Sorten des Nationalgetränks stehen hier im Regal. Aber nach diesem heftigen Bike-Tag bestehe ich darauf: a half, please!

Die besten Mountainbike-Regionen in Schottland

Schottland ist wie fürs Mountainbiking geschaffen! Spüren Sie auf den Mountainbike-Trails in unseren Bergen, Tälern und Wäldern den Wind in Ihrem Gesicht und das Adrenalin in Ihren Adern. Es gibt großartige Bike-Parks und Pumptracks, die auch für Anfänger geeignet sind, sowie Guides, Geschäfte und Cafés für eine Stärkung nach Ihrem rasanten Abenteuer.

  • Tweed Valley: Das Epizentrum der schottischen Bike-Szene mit den berühmten Seven-Stanes-Trailparks.
  • Dunkeld: Das Tor zu den Highlands mit naturbelassenen und anspruchsvollen Trails.
  • Ballater: Hier liefert jeder Bäcker, Fleischer und Handwerker seine Waren und Dienstleistungen auch ans Königshaus, denn König Charles und Familie besitzen hier ein Jagdschloss. Dabei sind hier auch die Trails königlich: Hinter dem Namen Heartbreak Ridge verbirgt sich ein alpiner Natur-Trail, der über einen langen Rücken spaziert und durch herrliche Heidelandschaft führt.
  • Tarland Bikepark: Ein waschechter Trailpark mit 400 Metern Höhenunterschied und Strecken bis zu sechs Kilometern Länge.
  • Torridon: Hier sind die Highlands richtig wild.
  • Fort William: Erleben Sie Mountainbiking in Fort William, der Outdoor-Hauptstadt Großbritanniens.
  • Dumfries & Galloway: Dumfries & Galloway bietet den passenden Trail für jedes Level und einige der besten Trails in ganz Schottland.
  • Perthshire: Entdecken Sie die Vielfalt des Mountainbiking-Angebots für alle Level in Perthshire.

Tourenvorschläge für Mountainbike-Abenteuer in Schottland

Mehrtägige, anspruchsvolle Bikepacking Tour auf der Isle of Skye

Auf teils technisch anspruchsvollen Trails geht es landschaftlich eindrucksvoll auf einsamen Wegen durch den Süden der Insel. Wenn man dem nassen und unberechenbaren schottischen Wetter trotzt und auch einige Schiebepassage durch teils sumpfiges Gelände in Kauf nimmt kann man einsame Buchten wie die Talisker Bay und die schroffen Gipfel der Cuillin Mountains erleben bei einem Abenteuer im Stil des Highland Trail 550.

6-Tage-Tour durch die schottischen Highlands

Eine mittelschwere Tour mit fahrtechnischer Herausforderung! Fühle die unberührte, raue Natur der Highlands und nimm unvergessliche Eindrücke der einzigartigen Landschaft mit nach Hause. Wenn Dir auch wilde Natur und herzliche Gastgeber sympathisch sind, dann ist Schottland mehr als optimal. Unsere Reise führt uns von Glasgow „dem Tor zu den Highlands“ auf den Spuren längst vergessener schottischer Clans nach Fort Williams an der Westküste.

Vorbei am Ben Nevis, dem höchsten Berg Britanniens weisen uns spektakuläre Trails im Moutainbike-Eldorado Schottlands über Devil´s Staircase zum wohl mystischsten See Europas, dem Loch Ness.

Etappen:

  • 1. Etappe: Glasgow - Inveraran, ca. 55 km, ca. 1035 Hm
  • 2. Etappe: Inveraran - Glen Coe, ca. 50 km, ca. 1134 Hm
  • 3. Etappe: Glen Coe - Fort William, ca. 40 km, ca. 1005 Hm
  • 4. Etappe: Fort William - Invermoriston, ca. 65 km, ca. 850 Hm
  • 5. Etappe: Invermoriston - Inverness, ca. 70 km, ca 975 Hm

Die 7 Stanes im Süden Schottlands

Eine beliebte MTB-Tour in diesem Gebiet ist das 7stanes Trail-Netzwerk. Diese Strecken erstrecken sich über sieben verschiedene Orte in den Regionen Scottish Borders und Dumfries & Galloway und bieten ein aufregendes Erlebnis für Biker aller Schwierigkeitsgrade. Jeder Standort verfügt über einzigartige Merkmale wie Sprünge, Bermen, Steingärten und technische Abschnitte, die selbst für erfahrene Fahrer eine Herausforderung darstellen.

Die besten Jahreszeiten für Mountainbiking in den Scottish Borders

Zu den besten Jahreszeiten für Mountainbiking in den Scottish Borders gehören Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen mild und die Niederschläge relativ gering sind. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Wetterbedingungen in diesem Teil Schottlands schnell ändern können, daher sollten Sie sich mit geeigneter Kleidung und Ausrüstung darauf vorbereiten.

MTB-Strecken in der Region Scottish Borders

Wenn es um bestimmte Orte geht, an denen man in der Region Scottish Borders Rad fahren kann, sticht Innerleithen als eines der besten Ziele für Mountainbike-Enthusiasten hervor. Mit seinem speziellen Bikepark, der eine Vielzahl von Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene bietet, ist er zu einem Synonym für qualitativ hochwertige Fahrerlebnisse geworden.

Ein weiterer bemerkenswerter Ort ist der Glentress Forest in der Nähe von Peebles, der über 70 Kilometer (43 Meilen) an speziell angelegten MTB-Strecken für alle Schwierigkeitsgrade bietet. Hier finden Sie alles, von sanften, familienfreundlichen Fahrten durch ruhige Wälder bis hin zu adrenalingeladenen Black-Diamond-Pisten, die Ihr Herz garantiert höher schlagen lassen.

Zusätzlich zu diesen bekannten Orten wie dem Innerleithen Bike Park oder dem Glentress Forest gibt es noch zahlreiche andere MTB-Strecken, die über die Scottish Borders verstreut sind. Diese versteckten Juwelen verfügen zwar nicht über Bikeparks, bieten aber dennoch atemberaubende Landschaften und aufregende Fahrten.

Entwicklung des Mountainbikens in Schottland

Developing Mountain Biking in Scotland - eine Unterorganisation von British Cycling - fördert den Austausch und die Zusammenarbeit mit Touristikern, der Forstwirtschaft, den Grundbesitzern, Universitäten und dem schottischen Staat. Alle werden abgeholt, alle ziehen an einem Strang, und alle verstehen den Auftrag des Sports ganzheitlich: Gefördert werden nicht nur der Trail-Bau und die Infrastruktur, sondern auch Gesundheits- und Sozialprojekte.

Geheimtipp Aberdeenshire

Zwischen Nordsee und Cairngorm Mountains breitet sich in Aberdeenshire ein neuer, variantenreicher Trail-Teppich aus - von flowigen Loops in Trailcentern bis hin zu wilden Gratfahrten ist alles dabei.

Unterkünfte:

  • Das Boat Inn in Aboyne ist ein klassisches, uriges Pub mit Steinwänden, Kamin und zuckersüßen Zimmern.
  • Die Cairngorm Lodges bei Aboyne sind Blockhütten mitten im Wald bei Aboyne.
  • Ein klassisches (und durchaus luxuriöses) britisches BnB bieten Garry and Joyce Welsh in ihrem Edwardianischen Steinhaus Lys Na Greyne.

Interview mit Will Clark, Development Manager bei Developing Mountain Biking in Scotland

BIKE: Will, welche Art von Mountainbiker sollten nach Aberdeen kommen?

Will Clarke: Alle, die gerne auf Natur-Trails unterwegs sind - wir haben einige der besten Enduro- Strecken im gesamten UK hier. Aber generell ist es sehr variantenreich. Das sieht man auch an der bunten Local-Szene. Wir haben zum Beispiel viele bikende Frauen - eine unserer Trail-Bauerinnen, Fee Wallace, wurde von der IMBA 2022 als Trail Advocate Of The Year ausgezeichnet. Genauso haben wir eine starke Kids- und Nachwuchsszene.

BIKE: Was wird diejenigen überraschen, die das erste Mal nach Aberdeenshire kommen?

Will Clarke: Wie lebendig unsere Bike-Szene ist und wie unkompliziert und freundlich die Leute sind. Außerdem sind unsere Trails wunderschön in die Landschaft eingebettet - vom weichen Waldboden bis hin zu griffigem Granitfels.

BIKE: Welche Trails sollte man unbedingt gefahren sein?

Will Clarke: Puh, sehr schwer. Unsere beiden Haupttäler Deeside und Don­side sind sehr vielseitig. Meine Favoriten sind wahrscheinlich der Tomb Steen in Pitfichie, ein rockiger Enduro-Trail, und unsere Ikone: der Heartbreak Ridge in Ballater.

BIKE: Wo kehrt man ein?

Will Clarke: Aboyne und Banchory liegen strategisch richtig gut, und hier gibt es Unterkünfte, Restaurants, Cafés und Pubs. Viele Mountainbiker findet man im Ride Café in Banchory, im Spider on a Bicycle in Aboyne oder im The Grant Arms in Monymusk.

BIKE: Was sollte man in Aberdeenshire unbedingt gemacht haben, bevor man wieder fährt?

Will Clarke: Viel essen und trinken. Aberdeenshire hat einige top Whisky- und Gin-Destillerien wie die Lost Loch Distillery in der Nähe von Aboyne - und in den vielen Dörfern am Meer gibt es hervorragenden Fisch. Dann wäre da noch Dunottar Castle bei Stonehaven und natürlich die königliche Sommerresidenz in Balmoral.

WM-Spot Fort William

Den Auftakt zu den Radsport- Weltmeisterschaften machen die Downhiller auf der legendären Strecke am Ben Nevis. Termin: 3. bis 5. August 2023. Der Kurs startet an der Gipfelstation des Aonach Mòr und gehört zu den längsten und spektakulärsten Worldcup-Abfahrten überhaupt. Seit zwei Jahren gibt es neben den beiden sehr anspruchsvollen Trails nun endlich auch einen blauen, also einfachen Trail. Mit seinen acht Kilometern zählt dieser Blue Doon zu den längs­ten Flow-Strecken im UK.

Enduro-Pro Joe Barnes gibt uns jeweils 5 Insider-Tipps zu den einzelnen Spots:

  • Fort William ist gemacht für Mountainbiker, die …… es steil, matschig, rockig und wurzelig mögen.
  • Überraschend ist wahrscheinlich, dass …… der Ort selbst tatsächlich nicht besonders groß ist.
  • Trails, die man unbedingt fahren sollte …… sind zum Beispiel die vielen schlammigen, super schmalen Pfade rund um das Nevis Range Trailcenter.

Zusammenfassung der wichtigsten Spots und Trails

Region Trails/Spots Schwierigkeitsgrad Besonderheiten
Tweed Valley Glentress, Peebles, Innerleithen Variabel Epizentrum der schottischen Bike-Szene, Austragungsort von Weltmeisterschaften
Dunkeld Diverse Naturtrails Anspruchsvoll Naturbelassene Trails am Tor zu den Highlands
Ballater Heartbreak Ridge Alpin Alpiner Natur-Trail durch Heidelandschaft
Tarland Bikepark Call Me Chris, High Pressure Variabel Trailpark mit Strecken von Uphillflow bis Jumpline
Torridon Trails mit Meerblick Technisch Steinige Trails mit Blick auf das Meer
Isle of Skye Sligachan Trail Technisch Singletrack durch ewige Weite
Fort William Downhill-Strecke am Ben Nevis, Blue Doon Anspruchsvoll bis leicht Legendäre Downhill-Strecke und längste Flow-Strecke im UK

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0