Mountainbike Trainer Test: So verbessern Sie Ihre Fitness in den eigenen vier Wänden

Wer im Herbst und Winter nicht auf sein Training verzichten und das schlechte Wetter meiden will, der schaut sich nach einem Rollentrainer um. Neben einem normalen Ergometer hat der Rollentrainer verschiedene Vorteile, diese werden wir im Rollentrainer Test genauer beleuchten - Darauf sollte man auch 2025 achten, um das im Winter nicht an die Fahrrad Wandhalterung zu hängen.

Die Vorteile des Rollentrainers

Ein Vorteil liegt sofort auf der Hand: Es wird mit dem eigenen Fahrrad trainiert. Alle Einstellungen, der Fahrradsattel, der Lenker, die Gangschaltung, einfach das ganze Setup ist exakt das, was uns auch auf der Straße begleitet. Anders sieht dies bei einem Heimtrainer Fahrrad aus. Dazu können Dinge wie der Fahrradhelm, die Fahrradbrille oder eine Regenjacke bei schlechtem Wetter, einfach weggelassen werden.

Nachteile, die es zu beachten gilt

Wo es Vorteile gibt, sind die Nachteile nicht weit. Der klassische Wiegetritt ist bei einem einfachen Rollentrainer nicht bzw. nur minimal anwendbar. Der Trainer hält das Rad aufrecht, ein „reinlegen“ ist so nicht machbar. Der Mantel nutzt meist sehr viel schneller ab. Wir empfehlen einen glatten Fahrradmantel für Trainingszwecke. Hinter dem Rollentrainer kann abgenutztes Gummi wegfliegen, vor einer weißen Wand sollte ein Schutz aufgestellt werden. Am Ende ist auch die beste Simulation nicht mit dem Original zu vergleichen. Dies sollte aber jedem klar sein, der sich ein solches Trainingsgerät zulegt.

Das Training mit der Rolle ist nicht nur etwas für Spitzensportler. Wer im Sommer viel mit dem Fahrrad fährt und dies wegen der niedrigen Temperaturen im Winter nicht macht, kann mit dem Rollentrainer am Ball bleiben, seine Ziele weiter verfolgen und auch Fahrradfahren im Winter einen neuen Stellenwert geben. Gerade das Thema mit Fahrradfahren abnehmen kann auch so bei schlechtem Wetter in heimischer Umgebung auf der Fahrradrolle erreicht werden. Der Anschaffungspreis eines vernünftigen Rollentrainers liegt überwiegend sogar unter dem eines guten Ergometer. Bei unserem Rollentrainer Test haben wir schnell festgestellt, kaum eine Sitzfläche eines Ergometers kann mit unserem Sattel mithalten.

Die Technik der Rollentrainer

Unser Rollentrainertest zeigt: Im Vergleich zu Modellen von vor fünf oder sechs Jahren hat die technische Entwicklung einen Quantensprung gemacht. Im Gegensatz zu freien Rollen oder den meisten hinterradbasierten Modellen sind die interaktiven Smarttrainer allesamt Bluetooth- und ANT+fähig, was sie überhaupt erst für den Einsatz mit virtueller Trainingssoftware befähigt. Wo also ehemals langatmige Videos über den Bildschirm flimmerten, warten jetzt aufwändig animierte, abwechslungsreiche 3D-Welten, deren Streckenverlauf in Echtzeit auf den Trainer übertragen wird.

Lautstärke und Fahrgeräusche

Wer in einer Mietwohnung wohnt, der sollte gerade beim Thema Lautstärke genauer hinschauen. Die Rollentrainer sind oftmals lauter als normale Ergometer. Hier gilt es auf Qualität zu achten und sich im Vorfeld über die Geräuschentwicklung zu informieren. Damit Schall und Vibrationen absorbiert werden, kann das ganze Konstrukt auf einer dünnen Schaumstoffmatte aufgebaut werden. Teppichboden sorgt auch für eine gewisse Geräuschdämmung. Es gilt dabei, je grober das Profil, umso lauter ist das Abrollgeräusch.

Das Fahrrad einspannen

Damit das Fahrrad im Trainer seinen Halt findet, wird es an der Hinterachse in den Trainer gespannt. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder es wird die vorhandene Achse und deren Kappen dafür genutzt, oder es wird ein Schnellspanner eingebaut. Dies geht jedoch nur bei einer Hohlachse. Wer dies nicht hat, kann es mit Hutmuttern probieren. Die meisten Rennräder passen so in die Halterungen, hier muss selten umgebaut werden. Die Rolle kann im Idealfall auf verschiedene Zoll-Größen angepasst werden. Die meisten Rollentrainer bieten dabei die Möglichkeit 26 oder 28 Zoll Fahrradreifen einspannen zu können.

Das Rad wird zwischen die Halter geschoben und diese werden dann arretiert. Hierbei ist wichtig, dass das Rad, egal ob Mountainbike oder Rennrad, fest sitzt. Damit das Vorderrad ebenfalls in der Spur bleibt, gibt es extra kleine Platten, in die der Reifen eingestellt wird. Es wird damit nicht nur die Spur gehalten, auch wird der Untergrund vor dem Fahrradmantel geschützt. Es sollte darauf geachtet werden, dass auch auf dem Rollentrainer der richtige Luftdruck genutzt wird - Ist der Reifen platt, muss die Fahrradpumpe ran. Ein Rollentrainer für ein Rennrad kann oftmals auch für ein Trekkingrad oder ein Gravelbike genutzt werden.

Die Rolle wird im Regelfall mit einem Klapp-Mechanismus an das Hinterrad herangeführt und mit einer Stellschraube fein justiert. Einmal auf ein Rad eingestellt, muss hier kaum nachgebessert werden. Je nach Modell sollte nun die Stromversorgung hergestellt und eine Verbindung der APP zum Trainingsgerät aufgebaut werden.

Trainingsdaten aufzeichnen

Es ist übrigens kein Problem auch mit einer Pulsuhr seine Gesundheitsdaten aufzuzeichnen oder Trainingsdaten mitzuschneiden. Viele Fahrradcomputer bieten bereits die Möglichkeit Geschwindigkeitssensoren oder Trittfrequenzsensoren kabellos zu verbinden. Wer noch einen herkömmlichen Tacho hat, kann den Signalgeber vom Fahrradcomputer am Hinterrad befestigen und das zurückgelegte Training wie bei einer Fahrt in Freien aufzeichnen und sich die aktuelle Geschwindigkeit ansehen.

Widerstand und Funktion

Die Funktionsweise ist recht einfach erklärt. Das Hinterrad wird ein eine Halterung eingespannt und läuft dabei auf einer Rolle, daher auch der Name Rollentrainer. Die Rolle wird, je nach Trainer und Gerät, elektronisch oder mechanisch abgebremst. Durch den so entstehenden Widerstand ist das Treten gebremst und es entsteht der Eindruck, man würde normal auf der Straße fahren. Das Bremsen und die Qualität des Widerstands ist ein wichtiger Punkt für das Fahrvergnügen. In unserem Rollentrainer Test haben wir verschiedene Situationen simuliert. Das flüssige Abrollen auf der Rolle ist einer der wichtigsten Punkte um dem Gefühl, auf der Straße zu fahren, am nähesten zu kommen.

Unterschiede beim Einstellen des Rollwiderstandes

Hochpreisige Modelle lassen sich oft per APP und elektronisch regeln, hierbei wird der Widerstand über die Watt-Zahl eingestellt. Solche Geräte benötigen einen Stromanschluss und verbinden sich per Funkverbindung mit dem Smartphone oder Tablet. Preisgünstigere Modelle lassen sich über einen separaten Schalthebel einstellen. Dieser Hebel wird im Regelfall am Lenker befestigt. Mit dem Hebel wird per Bowdenzug (mittels Gangschaltung) an der Rolle der Widerstand verändert. Oftmals sind hier 5-7 vorgegebene Gänge möglich. Ganz einfache Geräte können dabei nur eine Rollenbremse einstellen. Dabei dreht sich die Rolle schwerer, je stärker die Bremse angezogen ist.

Rollentrainer Test mit App-Steuerung

Soll das Training dokumentiert werden und möchte man verschiedene Trainingsfahrten simulieren, bieten einige Hersteller Apps für ihre Rollentrainer an. Mit diesen APPs können echte Fahrten simuliert werden und z.B. GPX Daten eingelesen werden, der Rollentrainer ändert seinen Widerstand dynamisch je nach Fahrtstrecke. Berge, Abfahrten und eine Gelände-Simulation sind so möglich. Wir können nur empfehlen einen kurzen Rollentrainer Test durchzuführen und eine kurze Probestrecke auf der Fahrradrolle zu fahren, bevor eine 2 Stunden Einheit am Ende nicht aufgezeichnet wird. Achtung: Diese Funktionen sind nicht in jeder APP kostenlos.

Verschiedene Modelle im Überblick

Hier eine Übersicht verschiedener Rollentrainer-Modelle:

BildProduktAppPreisAnbieter
TACX FLOW Smart - Einfacher Aufbau und Bedienung - Über Premium-App Zugriff div. Strecken Top Empfehlungja251,55 € 349,99 €Amazon
Elite Rollentrainer Novo Mag... - Fast fixing system - New adjustable support system Solidenein174,66 €Amazon
Tacx - Garmin brand TacX Boost... - EINFACHER AUFBAU & TRANSPORT:... - STABIL UND REALISTISCH: Trotz einer... Qualitätnein215,36 €Amazon
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Stand der Daten (Preise) in den Tabellen: 29. August 2025 20:21 & entsprechen automa. abgerufene Tages-Angaben

Smart Trainer und virtuelle Welten

Smart Trainer, die sich per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln lassen, haben den Markt für Radtrainer in den vergangenen Jahren revolutioniert. Mit ihnen zaubert man sich ein kleines Fitnessstudio ins heimische Wohnzimmer. Die Smart Trainer müssen natürlich ans Stromnetz angeschlossen werden - ohne Elektrizität, Bluetooth und WLAN geht hier nichts. Um einen Smart Trainer nutzen zu können, muss das Hinterrad ausgebaut und das Fahrrad in den Smart Trainer eingesetzt werden.

Mit der Zeit erschließt sich eine faszinierende, virtuelle Trainingswelt mit ständig wechselnden Herausforderungen. Langweilig wird einem hier garantiert nicht! Zwift kann man sich wie eine riesige Radtrainings-Spielwiese vorstellen - hier kommt jeder auf seine Kosten, vom Anfänger bis zum trainingsbeflissenen Fortgeschrittenen. Auf diese Weise können mit den schlauen Indoor-Trainingsgeräten sogar Steigungen simuliert werden.

Zwift mit dem Mountainbike

Zwift hat für das Training mit dem Gravel- und Mountainbike extra vier Trainingspläne entwickelt, die genau auf diese Bedürfnisse eingehen. Ja, ihr könnt bei Zwift auch einen MTB-Trail fahren und dort mithilfe eures Smartphones selbst lenken.

Um Zwift nutzen zu können, benötigt ihr als Erstes einen geeigneten Smart-Trainer. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Wahoo KICKR v5 gemacht. Für den Trainer bietet Wahoo auch einen extra XD-Freilauf an. Manche Trainer besitzen aber nur einen klassischen HG-Freilaufkörper. Außerdem empfehlen wir, bei einem vollgefederten Bike den Dämpfer auf den zulässigen Maximaldruck aufzupumpen und die Plattformdämpfung zu aktivieren. So verhindert man nerviges Wippen im Trainer.

Empfehlenswerte Smart Trainer Modelle

  • Elite Justo 2: Bietet bis zu 2300 Watt Widerstand und simuliert Steigungen bis 24 Prozent.
  • Garmin Tacx Neo 2T Smart: Leise, klein verstaubar und mit schneller Reaktion auf Anstiege und Gefälle.
  • Wahoo Kickr Move: Erlaubt Seitwärts- und Vorwärtsbewegungen für ein realistischeres Fahrgefühl.
  • Wahoo Kickr Core Zwift One: Preisgünstiger Smart Trainer, ideal für Zwift-Nutzer.

Freie Rollentrainer

Bei freien Rollentrainern - wie dem von Homcom - stellt man das Fahrrad direkt auf die Laufrollen, setzt sich drauf und radelt los - genauso, wie man es im Freien machen würde, nur dass man natürlich nicht vom Fleck kommt. Erst durch ein wenig Übung gelingt es, das Gleichgewicht zu halten - das Training auf der freien Rolle trainiert daher insbesondere den Gleichgewichtssinn und die Rumpfmuskulatur. Das ist gleichzeitig auch ein klarer Nachteil - denn man muss eben das Gleichgewicht halten, da das Rad nicht im Rollentrainer fixiert ist. Außerdem kann kein wattgesteuertes Training stattfinden, was wohl der größte Nachteil der freien Rolle ist.

Manual Trainer und Manual Machines

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Arten von Manual-Trainern und Manual-Machines auf dem Markt. Eine Manual-Machine, ein Manual-Tool, oder auf Deutsch auch Manual-Maschine genannt, ist ein Hilfsgerät, mit dem man den Manual üben kann, ohne umzufallen. An einer Manual-Machine ist das Hinterrad fixiert, damit Du nicht umkippen kannst und bei manchen Manual-Machines ist auch Dein Vorderrad mit einem Seil befestigt, damit Du nicht nach hinten übergehen kannst.

Was lernst Du an einer Manual-Machine?

Um einen rollenden Manual auszutarieren, brauchst Du (stark vereinfacht gesehen) Feinkoordination, Kraft, Dehnung und Balance. Die Dehnung brauchst Du vor allem im Rücken, Du brauchst außerdem Hüftbeweglichkeit und Flexibilität im hinteren Oberschenkelbereich. Diese Dehnung kannst Du natürlich auch hier an der Manual-Machine gezielt üben, weil Du die Manual-Position viel länger halten kannst. Dasselbe gilt für die Kraft, die Du in den Beinen, Deinem Rücken und den Armen benötigst, um einen Manual lange zu halten.

Elite Quick-Motion

Ein neuer Anwärter, der versucht dieses Phänomen ad absurdum zu führen, ist die freie Trainingsrolle Elite Quick-Motion. Im Gegensatz zu den neuen Direct Mount Trainern mit ihren Bluetooth, ANT+ FEC usw. Schnittstellen, deren Produktbeschreibungen sich lesen wie eine Strophe aus dem Fanta4 Klassiker MfG, kommt die Quick-Motion als freie Rolle eher klassisch daher.

Die zusammengeklappte Elite Quick-Motion Trainingsrolle. Der nächste Vorteil der Quick-Motion ist, dass man wirklich fährt. Auf einer freien Trainingsrolle wird das Rad nicht eingespannt. Vorder- und Hinterrad drehen sich beide und man fährt auf 3 Walzen. Das hat zur Folge, dass man während des Trainings den Kopf nie komplett ausschalten kann und sich stets ein wenig aufs Manövrieren konzentrieren sollte. So trainiert man nicht nur die Kondition, sondern auch die Koordination und Muskelgruppen, die bei einem eingespannten Rad vernachlässigt würden.

Was das Fahren auf der Quick-Motion sehr angenehm macht, ist die Lagerung der Rolle. Die Rolle schwingt unter einem mit. Nach vorne und hinten werden die Bewegungen beim Aufstehen in den Wiegetritt beispielsweise ausgeglichen und man droht nicht das Rad über die vordere Walze zu schieben. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Minuten nimmt man es fast nicht mehr wahr und findet es selbstverständlich.

Einstellen des Widerstands

Ein Vorurteil, das freien Rollen immer anhängt, ist, dass der Widerstand der Rollen nicht groß genug ist für ernsthafte Intervalle, weswegen sie meist nur zum Aufwärmen vor Rennen, gerade auf der Bahn, genutzt werden. Das ist bei der Elite Quick-Motion nicht der Fall. Mittels eines Magnetwiderstandes kann der Widerstand der Trainingsrolle in 3 Stufen eingestellt werden.

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