Mountainbike zum E-Bike umbauen: Eine umfassende Anleitung

Nachdem andere Fahrradtypen bereits die Transformation zum E-Bike durchlaufen haben, erlebt nun auch das Mountainbike diese Entwicklung. Namhafte Hersteller bieten bereits E-MTBs an, aber ein Neukauf ist nicht zwingend erforderlich, denn in der Regel können fast alle Mountainbikes umgebaut werden. Egal ob All Mountain, Enduro, Freeride oder Twentyniner - sie lassen sich im Handumdrehen in ein Elektrofahrrad verwandeln.

Die Vorteile eines E-Mountainbikes

  • Kraft sparen: Dank der Motorunterstützung sind bergige Strecken kein Problem mehr.
  • Mehr Zeit für das Wesentliche: Die hohe Geschwindigkeit und Reichweite eines E-Mountainbikes sparen Zeit zwischen den Abfahrten.
  • Ideal für Tourenfahrer: Das E-Mountainbike ist eine perfekte Kombination aus Alltagsrad und Freizeitvergnügen.
  • Unterschiede ausgleichen: Unterschiedliche Trainingsniveaus in einer Gruppe werden durch die elektrische Unterstützung ausgeglichen.

Ist mein Rad für den Umbau geeignet?

Wie bei allen Fahrrädern ist auch bei der Umrüstung eines Mountainbikes wichtig, dass das Fahrrad funktionstüchtig ist. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Rahmen, der Gabel und der Bremse.

Rahmen

Ein stabiler Rahmen sollte bei den meisten Mountainbikes bereits vorhanden sein, da sie grundsätzlich für höhere Beanspruchungen konstruiert sind. Ungeeignet für den Umbau zum E-Mountainbike sind Leichtbau- und Carbonrahmen. Diese Rahmen sind nicht für die zusätzlichen Belastungen eines Motors ausgelegt.

Federgabel

Mittlerweile gibt es Federgabeln mit Federwegen zwischen 80 und 200 mm, wobei für Mountain, Enduro und Freeride zumeist lange Federwege bevorzugt werden. Im Allgemeinen können Mountainbikes mit Federweg genauso gut umgebaut werden wie Hardtails. Allerdings gibt es auch Federgabeln, deren Ausfallenden für eine Motornachrüstung nicht stabil genug sind, daher empfehlen wir einen Einbau ins Hinterrad. Grundsätzlich sollte bei solchen Federgabeln eine Freigabe vom Hersteller eingeholt werden, bevor umgebaut werden kann. Bei leichten Federgabeln und solchen aus Carbon raten wir vom Umbau ab.

Bremsen

Damit bei den Abfahrten auch alles gut geht, werden mindestens sorgfältig gewartete V-Brakes benötigt. Am besten eignen sich immer noch hydraulische Scheibenbremsen für den Einsatz am E-MTB.

Schaltung

An MTBs ist fast immer eine Kettenschaltung verbaut. Die Qualität der Schaltung sollte mindestens der einer Shimano Deore entsprechen. Je nach Einsatzzweck ist eine hochwertigere Deore SLX oder Deore XT zu empfehlen. Für besonders hohe Belastungen eignen sich die robusten Shimano Schaltungen Zee und Saint, die speziell an die Anforderungen von Mountainbikes angepasst wurden. Neben Shimano bieten auch andere Hersteller wie zum Beispiel Sram vergleichbare Schaltgruppen für Mountain-Ebikes an.

E-Mountainbike Umbausätze

Am Markt findet man mittlerweile zahlreiche Umbausätze / Nachrüstsätze, um sein Rad zum E-Bike beziehungsweise zum Pedelec nachzurüsten. Das reicht von Hinterrad- über Vorderrad-Motoren bis hin zu waschechten Mittelmotoren, die am Tretlager angebracht werden.

Nabenmotoren vs. Mittelmotoren

Alternativ zu dem Einbau eines Radnabenmotors können Sie Ihr Fahrrad auch mit einem Mittelmotor nachrüsten. In Kombination mit einer Kettenschaltung sollte jedoch bedacht werden, dass nach dem Umbau nur noch ein Kettenblatt vorhanden ist. Bei anderen Kettenschaltungsantrieben, wie zum Beispiel dem EBS Puma Umbausatz, bleibt die Anzahl der Kettenblätter unverändert.

Ausgewählte Umbausatz-Hersteller

Damit du die Übersicht nicht verlierst, stellen wir dir hier einige gängige Hersteller mit Umbausätzen / Nachrüstsätzen vor.

Pendix

Beim Pendix System handelt es sich um einen Mittelmotor, der mittels eines speziellen Tretlagers samt Drehmomentabstützung befestigt wird. Der 250 Watt starke Motor sitzt am linken Kurbelarm, während am rechten Arm ganz normal mehrere Kettenblätter montiert werden können. Der formschöne Akku wird mit einer Halterung an den Trinkhalterschrauben befestigt. Zudem bietet sich direkt am Akku die Möglichkeit, zwischen drei Fahrmodi zu wechseln. Man hat die Auswahl zwischen einem Eco- (ca. 100km Reichweite), Smart- (ca. 70km Reichweite) und einen Sport-Modus (ca. 40km Reichweite). Den Akku gibt es als 300 und als 500 Wh Version, wobei das Set mit kleinem Akku 1490€ kostet und das Set samt großem Akku 1690€. Das sind natürlich stolze Summen, aber das Pendix System gehört dank seiner smarten Fahrmodi und dem tollen Design sicher zu den hochwertigsten Umrüst-Möglichkeiten am Markt. Mit dem Pendix Umbausatz wird dein Fahrrad wahlweise zum Pedelec oder S-Pedelec.

Senglar

Senglar ist Experte für kräftige Nabenmotoren, die bereits fertig eingespeicht samt Akku, Kabelsätzen und Montagezubehör gekauft werden können. Mit 869€ bzw. 949€ ist der Umbausatz auch nicht ganz so teuer wie die Systeme von Pendix. Preislich bewegen sie sich im Mittelfeld der Nachrüstsatz Lösungen, allerdings bekommt man absolute Spitzentechnik. Die günstigere Variante kommt mit einem 418 Wh Akku, die teurere sogar mit einem 489 Wh Akku, die beide jeweils einen 250 Watt starken Motor antreiben. Senglar bietet dabei Akkus für die Sattelstütze, die Trinkhalterbefestigung und den Gepäckträger. Außerdem gibt es Naben für Scheibenbremsen und eine Kassette findet auch noch Platz. Senglar bietet also mit seiner Lösung maximale Auswahlmöglichkeiten, so dass für jeden Pedelec Umbau die passende Variante vorhanden sein sollte.

Go Swiss

Freunde von Heckmotoren werden bei Go Swiss fündig. Die Schweizer Tüftler bieten nämlich feinste Ingenieurskunst, die bis zu 500 Watt Unterstützung bietet (Vorsicht: Damit fährt man kein Pedelec mehr!). Natürlich gibt es auch Motoren mit den klassischen 250 Watt Unterstützung, die dich spielend auf 25 km/h beschleunigen. Formschöne Akkus und Displays gibt es bei Go Swiss aus einer Hand, so dass das Gesamterlebnis dieses Umrüstkits einfach genial ist. Kluge Algorithmen steuern den Motor nämlich so, dass sich die Beschleunigung ganz natürlich anfühlt. Zudem gibt es Versionen die Disc-kompatibel sind - und eine Aufnahme für eine 11-fach Kassette ist auch noch vorhanden. Die Kits aus der Schweiz bieten also massig Flexibilität und für jeden Kunden das passende Teil.

Bafang

Bafang ist ein chinesischer Hersteller, der zahlreiche Heck- und Frontmotoren anbietet, die sich als nachträglichen Umbausatz eignen. Vom 250 Watt bis zum 500 Watt Motor, über Displays, Sensoren und Akkus gibt es hier alles, was das E-Bike-Herz begehrt. Die Qualität ist natürlich hervorragend, weshalb Bafang-Systeme sehr häufig als OEM-Ausstattung zu finden sind. Dank der großen Verbreitung gibt es auch zu beinahe jedem Achsstandard ein Modell. Es sollte also kein Problem darstellen, den passenden Nachrüstsatz für das eigene Fahrrad zu finden.

Ansmann

Ansmann ist seit vielen Jahren Experte in Sachen Batterie-, Lade-, Akku- und Antriebstechnologie. Dementsprechend funktionell und hochwertig sind die E-Bike-Systeme des renommierten deutschen Herstellers. Man hat hier die Wahl zwischen zwei verschiedenen Heckmotoren und einem Frontmotor-Modell. Betrieben werden die leistungsstarken Motoren entweder mit einem Flaschen- oder einem Gepäckträgerakku. Die Integration ist hier also simpel und optisch ansprechend gelöst. Zudem gibt es ein großes Touch-Display, das dich nicht nur mit allen wichtigen Informationen zum Antrieb versorgt, sondern gleichzeitig als Navigationsgerät fungiert.

Vivax

Der Vivax Assist ist mit 1,8kg Gewicht der vermeintlich leichteste E-Antrieb am Markt - wohlgemerkt inklusive Akku. Zudem verschwindet die ganze Antriebseinheit im Sattelrohr, während der Akku in eine kleine Satteltasche wandert. Das bietet dann genügend Energie, um bei 120 Watt Unterstützung eine Stunde Gas zu geben. Genau das richtige, um an einem quälenden Aufstieg die entscheidende Extraportion Power zu haben. Damit der Einbau möglich ist, wird nur ein gerades, durchgehendes Sitzrohr mit 31,6 mm oder 30,9 mm Innendurchmesser benötigt. Mit 2849,00 € (ohne Einbau) ist das Vivax System dann zwar mit Sicherheit kein Schnäppchen, aber eleganter kriegt man vermutlich keinen E-Motor in ein Fahrrad eingebaut.

Binova

Bei Binova setzt man in Sachen Motor auf eine permanent erregte Synchronmaschine. Was zunächst wie ein pubertierender Junge klingt, ist in Wahrheit ein Motoren System, das durch die Wechselwirkung eines konstant magnetisierten Läufers (daher permanent erregt) und einem magnetischen Drehfeld für das Rotieren der Achse sorgt. Der Motor bietet 250 Watt Unterstützung bei einem Drehmoment von 65 Nm - Kraft ist also genug vorhanden. Damit auch immer genügend Saft da ist, kannst du zwischen zwei Unterrohr- (417 Wh oder 576 Wh) und einem Gepäckträgerakku (460 Wh) wählen. Außerdem gibt es noch ein praktisches Display, das mit intuitiver Bedienbarkeit und guter Lesbarkeit besticht. Alles in allem also ein sehr durchdachtes, zuverlässiges und wartungsarmes System für einen Pedelec Umbausatz.

Add-e

Das Add-e-System kennen vielleicht manche aus der Puls4 Start-Up Sendung 2 Minuten 2 Million. Dort stellte das Unternehmen aus Kärnten sein Add-e Nachrüstset vor und begeisterte die Jury. Der leistungsstarke Motor (250 oder 600 Watt) wird nämlich einfach an der Gepäckträgeraufnahme oder am Tretlager montiert und passt somit an eine Vielzahl von Rädern. Durch die ausgeklügelte Befestigungsmöglichkeit ist der Motor dabei kaum zu sehen. Gleiches gilt für den 160 Wh Akku, der als Trinkflasche getarnt quasi nicht auffällt. Trotz des geringen Gesamtgewichts von gerade einmal 2,2 kg bringt dich dieser Motor aber gute 50 Kilometer weit. Ein echtes Kraftpaket und das für einen Preis von 890 bis 1100 €.

Electron Wheel

Leichter als bei Electron Wheel geht die Nachrüstung nicht. Hier kauft man nämlich ein komplett vormontiertes Vorderrad, das nur noch in die Gabel eingehängt werden muss, bevor es losgehen kann. Keine Kabel, kein Werkzeug, kein Ärger. Die smarte Lösung unterstützt dich dabei bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h (bis 25 km/h in der Europa konformen Variante) - und das 50 Kilometer weit. Apropos smart: Der Electron Wheel Pedelec Umbausatz kommt mit einer intuitiven App, die dich mit allen notwendigen Informationen über den Antrieb versorgt und zudem auch eine Navigationsfunktion bietet. Wenn du also auf der Suche nach einer möglichst stressfreien Möglichkeit zur Umrüstung bist, ist der Electron Wheel Pedelec Nachrüstsatz dein System.

EBS Umbausätze für E-Mountainbikes

Von all unseren Produkten eignen sich vor allem der EBS 250W Puma Umbausatz und der EBS BergFex Umbausatz für ein Nachrüsten zum e-Mountainbike. Ihr hohes Drehmoment gibt ihnen genug Kraft, um Bergfahrten ohne große Mühe zu bewältigen. Häufig wird nach Rekuperation (Energierückgewinnung) gefragt, diese ist jedoch nur bei dem BionX Umbausatz standardmäßig vorhanden. Beim Bremsen oder beim Bergabfahren kann der BionX Antrieb dadurch Energie in den Akku zurückführen. Ein anderes System, das in Frage kommen könnte, ist der EBS Mittelmotor Umbausatz. Der Vorteil gegenüber dem Einbau ins Laufrad ist die Gewichtsverteilung: der Mittelmotor bietet durch seinen Sitz im Tretlager einen guten Schwerpunkt. Jedoch erfordert ein Mittelmotorantrieb eine besondere Rahmengeometrie. Sind die Kettenstreben zu breit gebaut, bleibt nicht mehr genug Platz für das Kettenblatt. Wichtig ist zudem, dass das MTB über ein BSA Tretlagergehäuse verfügt.

Die passenden Nabenmotoren bieten wir in drei Varianten an: als Pedelec (EBS Puma 250W Umbausatz, Maxon 250W Umbausatz) und als E-Bike Version (EBS BergFex Umbausatz - mit einem Puma 500W Motor, Maxon E-Bike Umbausatz mit 33km/h oder 45km/h). Welche Version am besten passt, hängt vom Einsatzzweck ab.

Wir unterscheiden zwei e-Mountainbike Typen: zum einen den Tourenfahrer mit Pedelec Antrieb, der für seine bergigen Strecken nicht nur ein hohes Drehmoment benötigt, sondern auch die entsprechende Reichweite. Und zum anderen den Trailfahrer, Downhill-Spezialisten und Fully-Liebhaber mit E-Bike Antrieb, der immer wieder Kurzstrecken mit besonders steilen Steigungen überwinden muss.

  1. Lange Touren mit Schwerpunkt auf Reichweite: Wer gerne ausgedehnte Berg- und Talfahrten unternimmt, findet in dem EBS Puma V2 250W Umbausatz den idealen Begleiter. Der Motor verfügt über ein hohes Drehmoment und ermöglicht ein einfaches Anfahren am Berg. Mit dem entsprechenden Pedelec Akku können Reichweiten von bis zu 100 km erzielt werden, je nach Steigungsgrad- und häufigkeit. Somit sind mit einem e-Mountainbike lange Ausflüge im Gebirge kein Problem mehr.
  2. Anspruchsvolle Auffahrten mit Schwerpunkt auf Steigung: Wer nicht nur Ausflüge im Wald machen, sondern auch die Trails und Downhillstrecken befahren möchte, benötigt zusätzliche Leistung. Die steilen Auffahrten zu den entsprechenden Einstiegen sind am einfachsten mit dem EBS BergFex Umbausatz zu bewältigen. Im Vordergrund steht hier nicht die Reichweite, sondern eine größere Unterstützung auf anspruchsvollen Kurzstrecken. Deswegen reicht bereits eine kleine Version der Hi-Power Akkus aus, denn die Motorleistung wird nur für einen Teil der Fahrt verwendet - meistens als Ersatz für Shuttlebusse oder Aufzüge. Ein kleiner e-Mountainbike Akku hat zudem den Vorteil, dass er weniger Gewicht mitbringt als seine stärkeren Varianten.
  3. Allrounder mit kräftiger Schubkraft: Die Maxon Umbausätze sind speziell für den Einbau in ein Mountainbike entwickelt worden und eigenen sich sowohl für ausgedehnte Berg- und Talfahrten, als auch für Uphill Trails und Downhill Strecken. Für besonders hohe Steigungen verfügt der Antrieb über eine Turbo Funktion, die intuitiv über den Gasgriff abgerufen wird. Dabei arbeiten Motor sowie Akku effizient, sodass eine Reichweite von bis zu 80km möglich ist. Was die Maxon Umbausätze von anderen Antrieben unterscheidet ist die besonders kräftige Schubkraft des Motors, eine innovative Steuerung per Gasgriff und die Motorkompatibilität zu nahezu allen Steckachsen. Die Maxon BIKEDRIVE Serie unterteilt sich jeweils in eine Pedelec Variante mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25km/h als auch eine 33km/h und 45km/h E-Bike Variante.

Wieso ein 36V System verwenden, wenn doch auch 48V Systeme angeboten werden? E-Mountainbikes werden vor allem in bergigen Gegenden gefahren. Hier kommt es besonders auf die Steigfähigkeit des Motors an. Diese bleibt gleich hoch, egal ob das System mit 36V oder 48V betrieben wird. Mit einem 48V System erhöht sich besonders in der Ebene die Maximalgeschwindigkeit, was den Energieverbrauch und die Wärmeentwicklung deutlich ansteigen lässt. Wir empfehlen für ein optimales Leistungs-Reichweite-Verhältnis am Berg daher die Verwendung der Puma Motoren mit 36V Akkus. Im Gegensatz zu anderen Nabenmotoren lässt sich der 500W Puma Motor auch mit 36V Akkus fahren.

E-Mountainbike Akkus: Reichweite und Energie am Berg

Neben der Motorleistung ist auch die Reichweite des Akkus für den Fahrspaß mit einem e-Mountainbikes entscheidend. Dabei kommt es hauptsächlich darauf an, für welchen Zweck die elektrische Unterstützung benötigt wird. Grundsätzlich verfügt der EBS Puma Umbausatz bzw. der EBS BergFex Umbausatz über ein hohes Drehmoment. Kombiniert mit dem richtigen Akku, kann das e-Mountainbike seine Kräfte in allen Anwendungsbereichen ideal entfalten. Ein 250W Motor mit einem 36V 14Ah Pedelec Akku schafft eine Reichweite von bis zu 60km in hügeligem Gelände und bis zu 100km in der Ebene - genau das Richtige also für alle Tourenfahrer.

Damit die Unterstützung nicht mitten auf der Strecke nachlässt, ist es wichtig zu wissen, welche Mindestreichweite der Akku bewältigen muss. Da e-Mountainbikes häufiger als andere Fahrradtypen Berg- und Waldwege befahren, steigt der Stromverbrauch deutlich an. Deswegen sollte immer eine etwas höhere Reichweite eingeplant werden, als tatsächlich benötigt wird. Wer hauptsächlich nur die Shuttlebusse vermeiden und damit die Auffahrt erleichtern möchte, kann geringere Akkuleistungen einplanen. Ein 500W Motor mit einem 36V 10,35Ah Hi-Power Akku bringt die zusätzliche Power für den anstrengende Weg bergauf. Durch sein geringes Gewicht sorgt der Akku zudem dafür, dass das e-Mountainbike nicht zu schwer wird.

Wenn weder das Gewicht noch die Bauform eine Rolle spielen, kann das e-Mountainbike zu einem richtigen Zugpferd aufgerüstet werden: Mit unserem stärksten Hi-Power Akku mit 36V und 20,3Ah erhöht sich die Reichweite eines 500W Pumas auf bis zu 70 km.

Grundsätzlich gilt für alle Reichweitenangaben: Es handelt sich hierbei um unverbindliche Schätzwerte, errechnet auf Grundlage unserer Erfahrung. Die Werte hängen stark von den zu bewältigenden Höhenmetern, dem Fahrverhalten und dem Fahrrad ab.

E-Mountainbikes und ihre Rahmen

Einige Akkus können aufgrund der Rahmenbauform nicht am Mountainbike angebracht werden. Hierfür kann der Akku mit einem verlängerten Kabel auch im Rucksack transportiert werden. Diese Methode eignet sich vor allem für Downhill Fahrräder. Übrigens: Ein besonderer Vorteil am Umbauen ist, dass Frauen ihr bisheriges Mountainbike auch weiterhin behalten können. Das Angebot von Damen MTBs hinkt dem der Herren noch hinterher. Gleiches gilt auch für die e-MTBs.

Platzierung der Akkus an verschiedenen e-Mountainbikes

Genauso wie es viele Rahmentypen gibt, gibt es auch viele Anbringungsmöglichkeiten. Die sechs häufigsten haben wir für Sie zusammengefasst. Die Abmessungen der Akkus sind in den Produktbeschreibungen angegeben.

Lohnt es sich, dein Fahrrad umzurüsten?

Nicht ganz einfach zu beantworten. Ein Fahrrad, das sich für die Umrüstung eignet wird eher auch kein ganz billiges Bike sein. Die Rechnung „billiges Fahrrad plus billiger Nachrüstsatz = günstiges E-Bike“ wird daher leider eher nicht aufgehen. Diese Kombi wird in den seltensten Fällen ein harmonisches Gespann. Das billige Fahrrad ist der Mehrbeanspruchung nicht gewachsen, es wird schlimmstenfalls vorzeitig den Dienst quittieren. Wenn du preisgünstig an ein E-Bike kommen willst, das dir gute Dienste leistet, ist ein komplettes E-Bike der unteren Preisklasse mit Sicherheit die bessere Wahl. Die Hersteller sorgen dafür, dass du auch für relativ wenig Geld ein zuverlässiges Bike bekommst. Gespart wird an der Reichweite des Akkus oder an der Power des Motors, vielleicht kann der Bordcomputer nur die absoluten Basics anzeigen, aber alles passt zusammen.

Wenn du ein richtig gutes Fahrrad besitzt, aber auf den Komfort eines Antriebsassistenten nicht länger verzichten willst, sieht die Sache schon anders aus. In Kombination mit einem hochwertigen Motor kann daraus durchaus ein E-Bike werden, das Spaß macht. Wenn dein Bike also ungefähr 1000 Euro oder mehr wert ist und nicht schon deiner Oma gehört hat, ist der Nachrüstsatz durchaus eine Option. Allerdings kommt dazu noch die Kosten der Umrüstung.

Kannst du dein Bike selbst umrüsten?

Fahrradmechaniker raten dringend davon ab. Es braucht schon einiges an Know-How um aus einem Fahrrad ein verkehrssicheres E-Bike zu machen. Firmen die sich auf das Nachrüsten von Antriebsassistenten spezialisiert haben oder Fahrradfachhändler bieten dir einen Rundum-Service, sie beurteilen dein Fahrrad, wissen, ob ein Front-, Mittel-, oder Heckmotor passt, bauen alle Komponenten ein und geben dann möglicherweise sogar Garantie auf Motor, Akku und Bedienelement. Sie können dich auch beraten wenn es darum geht, das passende Umbaukit für deine Zwecke auszuwählen, denn für mehrtägige Touren durch die Alpen brauchst du andere Hardware als um täglich 15 Minuten durch die Stadt zum Büro zu fahren.

Allerdings können mit Material und Einbau bis zu 1000 Euro zusammenkommen, für ein bisschen mehr bekommst du dann schon ein ordentliches E-Bike, an dem nicht herumgeschraubt wurde.

Falls du dich dann doch selber an die Schraubenschlüssel wagen möchtest, liegen den Umrüstsätzen detaillierte Einbauanleitungen bei. Manche Hersteller versorgen dich auch mit einschlägigen YouTube-Tutorials. Wenn du technisch nicht völlig unbegabt bist und schon einmal die Laufräder an einem Fahrrad gewechselt hast, ist es durchaus möglich den Einbau selbst erfolgreich zu meistern.

Allerdings musst du beachten, dass in diesem Fall sämtliche Gewährleistung seitens der Hersteller verfällt.

Überblick über ausgewählte Umbausätze

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über einige der genannten Umbausätze und ihre wichtigsten Eigenschaften:

Hersteller Motortyp Leistung Akkukapazität Besonderheiten Preis (ca.)
Pendix Mittelmotor 250 W 300/500 Wh Smarte Fahrmodi, formschönes Design 1490 - 1690 €
Senglar Nabenmotor 250 W 418/489 Wh Verschiedene Akku-Optionen 869 - 949 €
Go Swiss Heckmotor 250/500 W - Feinste Ingenieurskunst, Disc-kompatibel -
Add-e Tretlager/Gepäckträger 250/600 W 160 Wh Leicht, unauffällig 890 - 1100 €
Electron Wheel Vorderrad - - Einfache Installation, App-Steuerung -

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