Wer gerne Geländetouren unternimmt und Gipfel per Rad erklimmt, benötigt ein Mountainbike (MTB). Auch für lange Wochenendausflüge eignet es sich. Sie können hohe Geschwindigkeiten erreichen und gleichzeitig garantiert ein gutes MTB Komfort und Sicherheit. Mountainbikes liegen aktuell bei sportlichen Bikern voll im Trend.
Bei der großen Vielfalt an Modellen fällt es schwer, das passende Bike für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Stellen Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen: Wollen Sie mit dem Bike im Wettbewerb fahren oder es lediglich zu entspannten Touren in der Freizeit nutzen? Möchten Sie lieber ein Hardtail oder ein Full Suspension-Bike fahren?
Noch vor 20 Jahren hatten Interessenten nicht die Qual der Wahl. Damals gab es MTBs aus Stahl, mit 26-Zoll-Rädern und auch in weiteren Aspekten ähnelten sie sich sehr. Heute gibt es die verschiedenstes Arten und Designs auf dem Markt, die es dem Käufer erschweren, eine Entscheidung zu treffen.
Allgemein gilt, dass ein gutes Mountainbike über einen stabilen Rahmen, grobstollige Reifen, hochwertige Bremsen und eine mehrgängige Kettenschaltung verfügen sollte. Das Vorderrad wird von einer Feder geführt. Der Rahmen besteht meist aus Aluminium. Ein Mountainbike Vergleichssieger ist sehr leicht.
Mountainbike-Typen - Welches ist das beste Mountainbike?
Die Wahl des richtigen MTB-Modells ist abhängig vom jeweiligen Verwendungszweck. Die verschiedenen MTB-Arten gibt es entweder als Hardtail oder Fully-Bike. Sind die Mountainbikes voll gefedert, handelt es sich um ein „Fully“ (Full Suspension). Bei diesem Bike ist nur das Vorderrad gefedert. Folglich ist es leichter und weist niedrige Instandhaltungskosten auf. Hardtails sind außerdem vortriebsorientiert gebaut und tempostabil. Sie geben die Energie des Fahrers effizient weiter. Es empfehlen sich felgenschonende Scheibenbremsen.
Ein Full-Suspension-Bike (kurz „Fully“) ist vorne und hinten gefedert. Diese Bikes sind meist teurer als Hardtails. Fullys punkten durch eine optimale Haftung des Hinterrads am Boden, die eine höhere Traktion generiert. Vorteile sind außerdem die Möglichkeit, höhere Geschwindigkeiten zu fahren sowie eine größere Bewegungsfreiheit.
Möchten Sie eher in leichtem Gelände fahren, eignet sich ein Hardtail. Im Folgenden stellt der Ratgeber Merkmale zu den verschiedenen Mountainbike-Arten vor, die Sie für einen Mountainbike-Test kennen sollten. Es handelt sich jedoch nur um eine Auswahl, die Ihnen einen schnellen Überblick geben soll.
All Mountain
Ein All Mountain eignet sich, wie der Name sagt, für viele Einsatzmöglichkeiten. Es findet auf einfachen Touren auf ebenem Untergrund aber auch bei einem Alpen-Cross Anwendung. Meist ist es voll gefedert. Das Fahrrad ist je nach Einsatz variierbar. So lässt sich z. B. die Federung reduzieren oder komplett blockieren. Federwege liegen bei einem All Mountain zwischen 120 und 160 mm. Die Reifen sind meist etwas breiter und stark profiliert, um den verschiedenen Einsätzen gerecht werden zu können.
Cross-Country-MTB
Das Cross-Country-MTB sollte in einem Mountainbike-Test zeigen, dass es sich für den Einsatz auf unbefestigten Wegen eignet. Hauptsächlich gibt es die Cross-Country-Bikes als Hardtails, eher weniger als Fullys. Der Federweg ist mit 80 bis 100 mm relativ gering.
Downhill Bikes (DH-Bikes)
Downhill Bikes (DH-Bikes) sind - der Name sagt es - vor allem für schnelle Abfahrten auf schwierigem Gelände konzipiert. Sie werden fast ausschließlich bergab genutzt, sodass das Gewicht keine so große Rolle spielt. Daher bringen sie bis zu 18 kg auf die Waage. Die Rahmen sind bei DH-Bikes voll gefedert und weisen Federwege von 180 bis 250 mm vor. Ein tiefer Schwerpunkt und eine laufruhige Geometrie sind weitere Merkmale. DH-Bikes verfügen auch über hydraulische Scheibenbremsen.
Enduro-Mountainbikes
Enduro-Mountainbikes sind ebenfalls meist voll gefedert und verfügen über einen Federweg von 150 bis 180 mm. Sie haben breite und stark profilierte Reifen. Auf einem Enduro sitzen Fahrer durch den gekröpften Reifen relativ aufrecht. Diese Bikes wiegen zwischen 12 und 16 kg. Vor allem in bergigen Regionen können Sie mit diesem Bike fahren.
Fatbikes
Fatbikes sind Mountainbikes, die mit sehr dicken Reifen versehen sind. Durch die dicken Reifen sind Rahmen und Naben etwas abgeändert. Der Rahmen besteht meist aus Alu. Sie eignen sich vor allem für weiche Böden wie z. B.
Racebikes
Racebikes weisen ein sehr geringes Gewicht auf.
Dirtbikes
Dirtbikes sind stabile Mountainbikes mit kleinem Rahmen. Sie werden vor allem für Sprünge genutzt. Die Laufradgrößen dieser Räder betragen meist 26 und 24 Zoll. Die Federgabel ist hier vor allem zum Abdämpfen bei einer Landung gedacht.
Damen- und Herren-Mountainbikes
Das Damen-Mountainbike und das Herren-Mountainbike sind sich sehr ähnlich, weisen jedoch ein paar Unterschiede vor. Einige Hersteller gehen davon aus, dass Frauen im Gegensatz zu Männern oft einen kürzeren Oberkörper und längere Beine haben, sodass der Weg zum Lenker kürzer und der Weg zu den Pedalen etwas länger ausfällt. Zudem sitzt das Mittelrohr tiefer und besitzt einen angepassten Winkel. Die Rohre haben meist einen kleineren Durchmesser.
Kinder-Mountainbikes
Das Radfahren mit einem Mountainbike bereitet Ihrem Kind garantiert viel Freude. Kinder-Mountainbikes sind kleiner und dementsprechend leichter. Wichtig ist, dass die Größe des Rads von Anfang an passt. Achten Sie weiterhin darauf, dass die Bremsen leicht handhabbar und gut erreichbar für die Kinderhände sind. Ein buntes Design kann einen extra Anreiz schaffen.
Mountainbikes in einem Test selbst bewerten?
Die Größe des Mountainbikes spielt eine große Rolle. Stimmen die Rahmenhöhe und die Laufradgröße mit Ihren körperlichen Bedingungen überein, werden Sie Spaß am Fahren haben. Sind Sattel und Lenker auch noch richtig eingestellt, können Sie bequem sitzen und müssen auch bei langen Strecken keine Schmerzen befürchten.
Die passende Rahmenhöhe ist besonders wichtig, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Fullys gibt es in vier verschiedenen Rahmengrößen, Hardtails sogar in mindestens sechs Größen. Um die passende Größe für sich zu finden, ermitteln Sie Ihre Schrittlänge. Messen Sie dafür an der Innenseite des Beins den Abstand zwischen Boden und Schritt.
Genauso wichtig wie die Rahmenhöhe sind ebenso die Oberrohrlänge und die Überstandshöhe. Bei der Reifengröße können Sie zwischen 26, 27,5 und 29 Zoll wählen. Es gilt dabei: Je größer die Reifen sind, desto größer ist die Laufruhe. Die Wendigkeit nimmt, je größer die Reifen sind, hingegen ab. Fast jeder Hersteller bietet Räder in den verschiedenen Größen an. Für kleine Mountainbiker eignet es sich nicht.
Das große Rad braucht länger, um in Schwung zu kommen, dafür rollt es leichter über Steine und Wurzeln. Durch die guten Rolleigenschaften der Reifen ist Bodenhaftung garantiert. 26 Zoll Räder pendeln vor dem Stillstand nach rechts und links. Bei der gleichen Rahmengröße ist ein MTB mit 29 Zoll Rädern etwa ein Kilo schwerer.
Um Schmerzen auf dem Rad zu vermeiden, sollten Sie das Mountainbike richtig einstellen. Wichtig an einem MTB ist es, schnell auf unebenem Untergrund fahren zu können und trotzdem sicher unterwegs zu sein. Weitere Bedingungen sind ein ansprechendes Aussehen, eine umfassende Ausstattung und ein guter Komfort. An vorderster Stelle steht die Sicherheit.
Machen Sie sich vor dem Kauf auch darüber Gedanken, wie der Sattel beschaffen sein soll. Bietet er genügend Komfort? Soll er verstellbar sein? Auch der Lenker sollte Sie optisch ansprechen und gleichzeitig rutschfest und stabil sein.
Bike-Rahmen bestehen aus Stahl, Aluminium oder Carbon. Aluminium-Rahmen sind leicht und günstig. Besonders hochwertig sind Carbon-Rahmen.
Inzwischen haben sich hydraulische Scheibenbremsen an Mountainbikes etabliert. Sie weisen eine sehr gute Bremsleistung und Zuverlässigkeit vor. Günstiges MTBs verfügen meist über mechanische Scheibenbremsen.
Fahren Sie oft im Gelände auf unebenem Boden und das vielleicht auch bei Nässe? Dann sollten Sie Ihr Fahrrad im Anschluss gut reinigen, um sich noch lange an ihm zu erfreuen. Reinigen Sie mit dem Fahrradreiniger, Bürste und Lappen auch Kette, Zahnkranz und Schaltrollen. Schmieren Sie ab und zu auch etwas Fett in die Lager und Öl auf die Kette.
Preisspanne bei Mountainbikes
Nach oben gibt es keine Grenzen, Sie bekommen jedoch schon ab 500 Euro MTBs. Einsteiger können ein Mountainbike bis 500 Euro nutzen, hochwertige Materialien und Extras können sie bei dieser Preisgrenze jedoch nicht erwarten. In Mountainbike-Tests finden sich aber auch häufig gute Modelle, für die Sie nicht allzu viel Geld ausgeben müssen. Für ein solides MTB müssen Sie teilweise bis zu 2000 Euro einrechnen. All Mountain-Modelle kosten ungefähr 3000 Euro. Für 4000 Euro bekommen Sie bereits ein Mountainbike mit leichtem Rahmen, Top-Schaltgruppen und weiteren Extras. Hochpreisige MTBs verfügen meist über einen Carbon-Rahmen. Die kostenintensiven Modelle lohnen sich nur, wenn Sie häufig schwierige Geländetrails fahren oder bei Radrennen mitfahren.
Unentschlossene sollten eine Probefahrt machen, um ein Gefühl für das neue Bike zu bekommen. Sitzen Sie angenehm auf dem Sattel?
Sie können Ihr Mountainbike entweder im Fachhandel oder im Internet kaufen. Vorteile des Fachhandels sind eindeutig die direkte Beratung und das Probefahren. Da diese Aspekte online wegfallen, sind Bikes im Internet meist etwas günstiger.
Wichtig für MTB-Touren sind ein Fahrradhelm sowie Fahrradhandschuhe. Um einen Diebstahl zu vermeiden, sollten Sie sich ein hochwertiges Fahrradschloss zulegen, welches ungefähr 5 - 10 Prozent des Fahrradkaufpreises kosten sollte.
Günstige E-Mountainbikes unter 1500 Euro im Test
Günstig & trotzdem gut: Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht.
Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.
Testsieger: Eleglide M2 (ca. 799 Euro)
Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.
Vorteile:
- Tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
- Großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
- Hydraulische Bremsen, gute Federung
Nachteile:
- Motor reagiert verzögert
- Kein Hecklicht, kein Schutzblech
- Kabelmanagement
Mittelmotor: Telefunken Aufsteiger M925 (ca. 1383 Euro)
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.
Vorteile:
- Starker Mittelmotor
- Gute hydraulische Scheibenbremsen
- Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
- Schickes Design
Nachteile:
- Schweißnähte bisweilen optisch unschön
Worauf kommt es bei günstigen Mountainbikes an?
Mountainbike Anfänger sind häufig von den Preisen für Bikes geschockt. Klar, wenn man durchs Netz surft und immer wieder Bikes für 8000 € und mehr findet. Die Preise der Topmodelle wirken für MTB Einsteiger erst mal suspekt. Aber wir können dich beruhigen: Es gibt auch günstige Bikes mit denen man jede Menge Spaß im Gelände haben kann. Zudem werden die meisten Bikes mittlerweile ohnehin über ein Leasing wie zum Beispiel Business-Bike gekauft und so durch Ersparnisse in der Lohnsteuer günstiger.
Wir haben den kompletten Mountainbike Markt bewertet und dabei einige wirklich gute MTB-Modelle gefunden, die teilweise deutlich unter 1500 € kosten. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck. Den Unterschied und die Vor- und Nachteile zu Fullys erklären wir dir in diesem anderen Artikel. Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.
Klassische Einsteiger Hardtails
Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen. Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Wer mit ihnen bergab im Gelände Spaß haben will, braucht eine exzellente Fahrtechnik und ist selbst dann nicht vor Materialdefekten und Stürzen gefeit. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes.
Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Neben Canyon und Cannondale haben auch Marken wie Rockrider, Cube oder Whyte erkannt, dass der Einsatzbereich von klassischen Einsteiger Bikes zu spitz für die meisten Menschen ist. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge.
Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß. Trotz der extremen Ausrichtung fällt es vielen Bikern schwer, das Potential eines Trailbikes auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht die eigene Fahrtechnik nicht aus, um die Anbauteile an ihr Limit zu bringen. Ein Hardtail bleibt nun mal ein Hardtail. Auch massive Reifen und reichlich Federweg an der Gabel ändern nichts an der Tatsache, dass bei höherem Tempo im Gelände die Schläge am Hinterrad heftig einprasseln. Da kann es einem schon mal den Fuß von den Pedalen ziehen, das ganze Hinterrad versetzen oder den Reifen zerstören. Als Fazit zu den Trailhardtails lässt sich sagen: Sie sind super robust und maximal auf Fahrspaß bergab getrimmt. Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl.
Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen. Natürlich gibt es auch in dieser Preisklasse Bikes mit denen man erste Erfahrungen im Gelände sammeln kann. Wer ein gutes Bike sucht, um in erster Linie täglich zum Bäcker, in die Schule oder zur Arbeit zu fahren und nur gelegentlich Touren fahren will, wird in dieser Preisklasse fündig. Für den regelmäßigen, sportlichen Einsatz bei ausgedehnten Mountainbike Touren sind die Federgabeln meist zu wenig sensibel. Auch die Schaltungen mit meist drei Kettenblätter an der Kurbel und sieben bis zehn Ritzeln an der Kassette sind nicht mehr ganz up to date. Dafür haben die meisten Modelle in dieser Preisklasse Montagemöglichkeiten für einen Seitständer oder Schutzbleche. Ein Kinderanhänger lässt sich an nahezu allen Modellen montieren. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein.
In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß.
„Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.
10 interessante Mountainbikes bis 1000 Euro
Was bekommen Biker heute noch für 1000 Euro? Noch vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man Kaufinteressierten die 1000-Euro-Hardtail-Klasse meist unbekümmert empfehlen. In den letzten rund zehn Jahren sind Preise für Mountainbikes jedoch sprunghaft gestiegen und Ausstattungen rund um Shimanos XT-Reihe sucht man in diesem Segment heute umsonst. Mit den steigenden Preisen wurden Mountainbikes jedoch auch deutlich besser.
Zwölffach-Schaltung, Teleskopstütze, Steckachsen, performante Federelemente, griffige Reifen und starke Bremsen bringen im Gelände den Spaß. Hardtails um 1000 Euro müssen leider oft auf all das verzichten. Nicht selten entspricht ihre Ausstattung weiterhin dem Stand der Technik von vor fünf bis zehn Jahren. Stattdessen gibt es starre Stützen, einfache Gabeln ohne die nötigen Einstellmöglichkeiten zur Dämpfungskontrolle, günstige Gummimischungen an den Reifen und simpel verarbeitete Rahmen.
Gegen günstige Mountainbikes gibt es aus fachlicher Sicht ebenso viele gute Argumente wie dafür. Wer sich auf einen Preisrahmen von 1000 Euro eingeschossen hat, kann an seinem Bike natürlich auch viel Freude haben.
- Bulls Copperhead 2 29 für 999,95 Euro: Mit den Monkey-Link-Schnittstellen für Akku-Lichter besitzt das Bulls Copperhead eine hohe Alltagstauglichkeit. Shimano Deore-Schaltung bietet trotz nur elf Schaltstufen einen leichten Klettergang und 180 Millimeter große Bremsscheiben leiten die Hitze auf langen Abfahrten besser ab. Lange Reach-Werte helfen mit einer stabilen Fahrlage.
- Canyon Grand Canyon AL6 für 999 Euro: Der Direktversender kann mit viel Ausstattung zum fairen Preis punkten. Shimano-Deore-Schaltung volle zwölf Gänge bereit und das Bike verfügt über stabile Steckachsen. 120 Millimeter Federweg und ein 66 Grad flacher Lenkwinkel schaffen in der Trailabfahrt Sicherheitsreserven. Auch der Rest der Geometrie ist modern, das Gewicht erfreulich.
- Cube Reaction Pro für 999 Euro: Das Cube Reaction ist ein wahrer Klassiker unter den günstigen Hardtail Mountainbikes und steht dank interner Zugverlegung schick da. Schaltwerk und -hebel stammen sogar aus der wertigen Shimano-XT-Gruppe und bieten mit zwölf Gängen eine große Übersetzungsbandbreite. Zahm profilierte Schwalbe-Reifen und ein Lenker-Remote, um die Federgabel während der fahrt zu straffen, animieren zu schnellen Fahrten.
- Marin Bobcat Trail 5 für 1099 Euro: Am Style hat Marin mit zweifarbiger Lackierung und Tanwall-Reifen definitiv nicht gespart. Am günstigen Elffachantrieb der Shimano-Cues-Serie dafür schon. Ein flacher Lenk- sowie ein steiler Sitzwinkel zeugen von einem modernen Ansatz bei der Geometrie. Hiervon sollte das Marin weder im Up-, noch im Downhill aufgehalten werden. Auch eine 120-Millimeter-Gabel liebäugelt mit dem Trail-Einsatz.
- Merida Big.Nine 200 für 999 Euro: Meridas günstiges Hardtail baut auf einem schön gemachten Alu-Rahmen auf, der das Gewicht gerade noch im Rahmen hält. Eine klassisch angehauchte eher kurze Geometrie und ein steiler Lenkwinkel von 70 Grad dürften für ein agiles Handling in einfachem Gelände sorgen. Die zehn Gänge des günstigen Shimano-Cues-Antriebs können Ausflüge in steiles Gelände limitieren.
- Orbea Onna 10 für 959 Euro: Dass sich Orbea mit Design auskennt, merkt man auch am Alu-Rahmen des Onna. Dessen gemäßigte Geometrie prädestiniert das Bike für den vielseitigen Allround-Einsatz. Funktionales Ausstattungshighlight ist die Shimano-Deore-Elffach-Schaltung. Der Flatbar dürfte für ordentlich Druck auf der Front sorgen - gut zum sportlichen Kilometerschrubben. Die 2,35 Zoll breiten Kenda-Reifen versprechen ein Plus an Dämpfung und Komfort.
- Radon Jealous 8.0 HD für 999 Euro: Radon wirbt mit satten Rabatten und bietet das halbwegs leichte Jealous 8.0 HD derzeit für 999 statt 1699 Euro an. Wer noch eines der Schnäppchen in der passenden Größe beim Online-Versender ergattern will, muss vermutlich schnell sein, denn die Ausstattungsgüte liegt deutlich über dem Preisniveau. Dazu gehört nicht nur eine Variostütze, sondern auch eine Sram GX Zwölffach-Schaltung und ein Marken-Laufradsatz, welcher mit schmalen aber hochwertigen Reifen von Schwalbe bestückt ist.
- Rose PDQ AL 1 für 1199 Euro: Das preiswerte Allround-Hardtail von Rose ist nicht nur das teuerste, sondern auch das neuste Bike in dieser Auflistung. 120 Millimeter Federweg und 2,4 Zoll breite Stollenreifen von Schwalbe, die leider mit günstiger Gummimischung kommen, rüsten das PDQ fürs Gelände. Das Kürzel steht übrigens für “Pretty Damn Quick”. Das eher hohe Gewicht passt nicht ganz zum Namen.
- Specialized Rockhopper Comp für 975 Euro: Huch, ein Specialized in einer Liste günstiger Hardtails? Bekannt sind die Amerikaner eher für sündhaft teure Traumbikes. Das Rockhopper aber ist mit einem ästhetischen Rahmen aus Aluminium und einer Shimano-Deore-Schaltung noch auf dem Boden geblieben. Sie wechselt zwölf Gänge auf einer günstigen Kassette von Sunrace. Erfahrungsgemäß sind auch die günstigen Reifen und Anbauteile von Specialized einen Preis-Leistungs-Tipp wert.
- Trek Marlin 6 Gen 3 für 899 Euro: Das schwere Marlin wirbt mit einem besonders günstigen Preis. Erstaunlich, da bereits für den aufwändigen Alu-Rahmen alleine 649 Euro aufgerufen werden. Die Hinterradachse ist zwar geschraubt aber nur fünf Millimeter dünn. Die Rockshox Gabel mit Spiralfeder wiegt viel und bietet kaum Einstellmöglichkeiten und die Maulweite der hauseigenen Felgen ist heute eher Gravel- als MTB-Standard. Die Shimano Cues-Schaltung begnügt sich mit 10 Gängen.
Marktübersicht und Filter
Klickt in unsere Marktübersicht und sucht euch das Bike raus, das am besten für euren Einsatzzweck passt. Mit unseren Filtern lässt sich der Markt spitzenmäßig sortieren.
| Marke | Modell | Preis (ca.) | Federweg vorn | Laufradgröße |
|---|---|---|---|---|
| Bulls | Copperhead 2 29 | 999,95 Euro | 110 mm | 29 Zoll |
| Canyon | Grand Canyon AL6 | 999 Euro | 120 mm | 27,5/29 Zoll |
| Cube | Reaction Pro | 999 Euro | 100 mm | 27,5/29 Zoll |
| Marin | Bobcat Trail 5 | 1099 Euro | 120 mm | 27,5/29 Zoll |
| Merida | Big.Nine 200 | 999 Euro | 100 mm | 29 Zoll |
| Orbea | Onna 10 | 959 Euro | k.A. | 27,5/29 Zoll |
| Radon | Jealous 8.0 HD | 999 Euro | 100 mm | k.A. |
| Rose | PDQ AL 1 | 1199 Euro | 120 mm | 27,5/29 Zoll |
| Specialized | Rockhopper Comp | 975 Euro | 80/90/100 mm | 27,5/29 Zoll |
| Trek | Marlin 6 Gen 3 | 899 Euro | k.A. | k.A. |
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