Mountainbike-Gewicht unter 11 kg im Test

Weniger Verkehrsmittel und mehr Sportgerät - das ist ein Mountainbike (MTB). Ein typisches Merkmal dieser geländetauglichen Fahrräder ist häufig das Fehlen der für den Straßenverkehr unerlässlichen Komponenten wie etwa Beleuchtung und Klingel. Seit Anfang der 1980er Jahre werden MTBs hauptsächlich industriell produziert.

Wer sich heute für den Kauf eines solchen Geländerades interessiert, steht vor einer großen Auswahl an unterschiedlichen Typen. Um hier das richtige Rad zu finden, hilft die Analyse des persönlichen Fahrstils.

Die verschiedenen MTB-Typen

Biker, die gerne mal eine schnellere Feierabendrunde drehen und ausgedehnte Radtouren am Wochenende lieben, zählen zu den Touren-Bikern. Zu diesem Zweck eignet sich am Besten ein sogenanntes Hardtail - der Klassiker unter den MTBs. Wie sein Name verrät, ist das Hinterrad bei diesem Modell nicht gefedert. Daraus resultiert zum einen ein vermindertes Gewicht und zum anderen eine geringe Wartung sowie niedrigere Instandhaltungskosten.

Hardtails sind außerdem sehr vortriebsorientiert gebaut, tempostabil und geben die vom Fahrer aufgewendete Kraft effizient weiter. Für sportiche Fahrer sowie für den Geländeeinsatz sind felgenschonende Scheibenbremsen von Vorteil, die speziell bei feuchtem und weichem Untergrund über eine gute Bremsleistung verfügen. Hardtails gibt es schon ab einem Preis von 600 EUR, das beste Preis-Leistungsverhältnis erhält man in der Preisklasse um 1.000 EUR. Sie sind daher besonders für Einsteiger attraktiv.

Mit steigendem Preis werden die am Vorderrad befindliche Federgabel und andere Komponenten, wie Schaltung und Laufräder, widerstandsfähiger, außerdem bestehen bei hochpreisigen Hardtails die Fahrradrahmen meistens aus Carbon. Die Mehrausgaben rentieren sich allerdings nur dann, wenn mit dem Bike schwierige Geländetrails, vorrangig in den Bergen (Mountain-Bikes) oder sogar Rennen gefahren werden. Ein 2.000-, 4.000- oder sogar 6.000-EUR-MTB im Stadtpark oder auf fluffigen Wochenendtrails zu fahren ist pure Geldverschwendung.

Der Enduro-Biker begibt sich gerne in schwieriges Gelände und absolviert Geschicklichkeitsprüfungen auch in Form von Wettkämpfen - sogenannten Trials. Hier ist ein vollgefedertes Mountainbike (Fully) mit einem 140 bis 160 mm Federweg gefragt. Bei einem Enduro fällt vor allem der gekröpfte Lenker auf, welcher speziell bei schwierigen Abfahrten Sicherheit vermittelt und die Sitzposition erhöht.

Aber auch auf Touren ist dieses Fahrrad in seinem Element. Bergiges Gelände ist kein Problem. Um allen Belastungen Stand zu halten, verfügt es über breitere und gut profilierte Laufräder und einen stabilen Rahmen. Zudem ist eine Anti-Wipp-Dämpfung vorhanden. Je nach Ausstattung sind Enduro-Bikes ab circa 2.200 EUR zu haben.

Wer beim Radfahren nur eine Richtung kennt - und zwar bergab und Sprünge, Geschwindigkeit sowie schwierige Trials liebt und prinzipiell keine Touren fährt, der ist ein Freeride-Biker. Bei Freeride-Bikes handelt es sich um ebenfalls vollgefederte Mountainbikes mit langen Federwegen von 150 bis 200 Millimetern. Von Vorteil ist hier eine absenkbare Luft-Federgabel, um genügend Steigfähigkeit zu gewährleisten. Scheibenbremsen, die an Vorder- und Hinterrad montiert sind, sollten ebenso vorhanden sein wie ein stabiler Rahmen und robuste Laufräder.

Neben Freeride-Bikes unterscheidet man Downhill-Bikes für Fahrten, die ausschließlich bergab führen und bei denen der Anstieg nicht aus eigener Kraft bewältigt wird. Wegen ihrer besonders stabilen Bauart, die aufgrund der hohen Belastung durch Abfahrten nötig ist, sind diese Räder relativ schwer. Beide Modelle gibt es ab ungefähr 2.400 EUR zu kaufen.

Der Race-Biker möchte möglichst schnell und möglichst viele Höhenkilometer zurück legen und beweist sich gerne im Wettkampf. Für ihn eignen sich sogenannte Race-Fullys, die besonders leicht sind und über eine gestreckte Sitzposition verfügen. Für Einsteiger sind sie jedoch nicht zu empfehlen. Eine komfortablere Geometrie bieten vollgefederte All-Mountain-Bikes. Mit ihnen lassen sich entspannt lange Touren bewältigen. Rahmen und Laufräder sind solide, das Gewicht etwas höher als bei Race-Fullys. Ab rund 1.400 EUR stellen sie eine gute Alternative für zwar durchaus sportliche, aber nicht extrem-sportliche MTB-Einsteiger dar.

Allgemein gilt, wer eher im leichten Gelände fahren möchte, liegt mit dem Kauf eines Hardtails in der Regel richtig. Alle weiteren MTB-Typen sind für spezielle sportliche Zwecke ausgelegt und nur bedingt für Einsteiger geeignet.

Moderne Cross-Country Bikes

Cross-Country Bikes haben in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel hingelegt. Die spartanischen Bikes von einst sind mit 120 mm Federweg und einer Teleskopstütze besser geworden denn je. Aktuell ist es wichtiger denn je, dass ein Cross-Country-Racebike sowohl bergauf als auch bergab überzeugt. 120 mm Federweg, eine Teleskopstütze und fette Reifen sind der Status quo, auf den niemand mehr verzichten will.

Der Trend zu mehr Sicherheit und mehr Fahrspaß im Gelände gilt völlig unabhängig davon, ob man sich für ein Hardtail oder für ein Fully interessiert. Und dieser Trend eint auch ein Stück weit die stark segmentierte Welt der Mountainbiker. Denn ein modernes Racebike ist auch für viele sportliche Tourenfahrer die richtige Wahl. Die strenge Unterteilung in Racebike und Downcountry-Bike wird mit dem 2024er-Jahrgang an CC Bikes überflüssig. Mehr Federweg, mehr Fahrspaß, mehr Sicherheit.

Gewicht und Preis

Die Kunst für die Hersteller ist es, bei diesen modernen Konzepten das Gewicht nicht völlig aus dem Auge zu verlieren. Es geht also nicht nur darum, Bikes jetzt mit mehr Federweg, breiteren Reifen und einer Teleskopstütze vollzupumpen. Vielmehr sind die Hersteller gefragt, die Qualitäten von so einem Racefully oder Racehardtail in der Abfahrt zu verbessern und dabei das Gewicht im Auge zu behalten. Schwerer als 11,5 Kilo darf ein Racebike nicht sein, wenn es die Zielgruppe (also uns Biker) begeistern soll.

Dazu braucht es ein Rahmengewicht von 2 Kilo oder darunter und ein geschicktes Händchen bei der Auswahl der Anbauteile. Bei unseren Tests wiegen wir immer das Komplettrad und ermitteln als Kenngröße auch das Rahmengewicht in unserer Werkstatt. Die traurige Wahrheit aus dieser Gewichtstabelle: Wer ein aktuelles Racefully mit 11,5 Kilo oder weniger will, der darf beim Preis nicht zimperlich sein. Dann ist man nämlich mindestens 7000 € los. Eine ordentliche Summe für ein Bike.

Oft wird so ein Bike dennoch über ein Leasing über den Arbeitgeber und einen Anbieter wie Business Bike möglich.

Beispiele für leichte Racefullys

Mondraker setzt die moderne Auslegung ihres Racefullys mit 120 mm konsequent um. Hier grenzt sich Mondraker ganz klar gegenüber den Konkurrenten mit flexenden Sitz- oder Kettenstreben ab. Das minimale Mehrgewicht, das man gegenüber einem klassischen Racefully mit 100 mm Federweg in Kauf nehmen muss, zahlt sich in Form von einem breiteren Einsatzbereich und mehr Fahrspaß eindeutig aus.

Canyon setzt sein 120 mm Fully nicht auf der Racebike-Plattform des Lux Worldcups auf, sondern spendiert dem Lux Trail einen völlig eigenständigen Rahmen. Mit einer gelungenen Geometrie und einem Hinterbau, der sich deutlich von den Racebikes unterscheidet, trifft Canyon den Nagel auf den Kopf. Mit 11,4 Kilo war das Gewicht unseres Testbikes on Point. Und auch die Wartungsfreundlichkeit ist kein Dealbreaker.

Cannondale konzentriert sich mit dem neuen Scalpel Racefully auf das Wesentliche. Trotz mehr Federweg in der Neuauflage behält das Racebike eine sportliche Sitzposition. Bergab überzeugt das Bike dank gelungener Geometrie. Beim Fahrwerk bleibt Cannondale seiner Lefty treu und wird mit der extravaganten Optik viele Biker ansprechen. Aber das einarmige Konzept weiß auch auf dem Trail zu überzeugen.

Das neue Scalpel ist ein Bike, das die Gratwanderung zwischen sportlichem Racebike und Spaßmaschine bergab besser schafft als viele andere. Und es ist ein Bike, das unter Simon Andreassens Hintern im Frühjahr 2024 schon einen Cross-Country World Cup gewonnen hat. Auf ein modisches Staufach im Unterrohr oder einen Lenkanschlagsbegrenzer verzichtet das Scalpel.

Das ARC8 Evolve verzichtet auf ein Staufach im Unterrohr oder sogar einen Lenkanschlagsbegrenzer und setzt voll auf Leichtbau. Der Hinterbau kommt deshalb nicht nur mit leichten Flexstreben daher, sondern verzichtet zusätzlich auch auf einen Umlenkhebel mit Industrielagern. Stattdessen läuft der Dämpfer auf einer filigranen Gleiterkonstruktion. So drücken die Schweizer das Rahmengewicht in ihrer ganz frisch überarbeiteten Version des E-Wolf Fullys auf unter 1600 Gramm. Das Komplett-Bike schafft es mit 120er-Gabel und Teleskopstütze auf ein Gewicht von 10 Kilo ohne Pedale bei einem Preis von 8.999 Euro.

Rose macht die 120 mm Federweg und eine Teleskopstütze auch am Hardtail salonfähig. Den Bocholtern gelingt es, den Einsatzbereich des PDQ so deutlich gegenüber klassischen Hardtails zu erweitern. Wer sich mehr Komfort als mit seinem bisherigen Hardtail wünscht oder gerne gröbere Trails unter die Stollen nimmt, aber schlichtweg kein Fully kaufen will, der wird mit dem PDQ glücklich.

Specialized macht 2024 das, was zuvor unmöglich war. Das neue Epic kombiniert nicht nur mehr Federweg, sondern auch Features, wie das Staufach im Unterrohr, einen Lenkanschlagsbegrenzer oder das BSA-Tretlager in einem superleichten Rahmen. Im Praxistest begeistert das Bike mit seinen Fahreigenschaften und gibt damit anderen Herstellern ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg. In der S-Works Version ist das Specialized Epic derzeit das beste Racebike, das man sich kaufen kann.

Scott setzt mit dem Spark bereits 2021 richtungsweisende Akzente für den Cross-Country-Bereich. Die Schweizer waren damals die Ersten, die zusammen mit Nino Schurter auf 120 mm Federweg im CC-Bereich gesetzt haben. Die Rahmenkonstruktion mit integriertem Dämpfer ist schick, vereint aber vor allem konstruktive Vorteile. Sie ermöglicht, dank breit abgestützter Lager, ein niedriges Rahmengewicht bei guter Steifigkeit. Der integrierte Dämpfer ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Scott hat 2021 mit dem Spark volle Innovationskraft bewiesen. Doch seitdem ist viel passiert.

Nach dem Scott Spark war mit der Präsentation des Orbea Oiz endgültig klar, dass 120 Millimeter früher oder später die klassischen 100-mm-Racebikes ablösen werden. So will sich das neue Orbea Oiz vor allem mit einem steiferen Rahmen vom Vorgänger abgrenzen. Der 67 Grad flache Lenkwinkel und der Reach von 472 mm in Größe L entsprechen dem aktuellen Geometrietrend.

Downcountry Bikes im Vergleich

Downcountry ist ein Fantasiewort und setzt sich aus Downhill und Crosscountry zusammen. Kurz gesagt: abfahrtslastige CC-Bikes. Wenn man bedenkt, dass im großen Trail-Bike-Vergleichstest 2024 der geringste Federweg bei 140/120 mm (v/h) lag, sind Downcountry-Bikes die Kinderstube der Trail-Bikes. Unsere drei Kontrahenten haben alle je 120 mm Federweg vorn und hinten und 150 mm Hub an der Dropperpost, zusätzlich sind sie noch etwas „zarter“ ausgeformt als die größeren Trail-Bikes. Das Gewicht liegt dadurch bei allen drei Bikes unter 12 kg - trotz Staufach, Dropper und teils komplizierten Lockout-Mechanismen - top.

Aber reicht es für einen Hersteller, einfach mehr Federweg und eine (längere) Dropperpost in ein Crosscountry-Bike zu verbauen? Jein. Der Federweg und die Dropperpost sind sicher Key-Facts, aber auch die Geometrie der Bikes ist teilweise angepasst: Beim Canyon Lux Trail ist der Unterschied zum Wettkampf Crosscountry-Bike Lux World Cup am deutlichsten. Wir waren mit Staufach im Rahmen, Tool und 120 mm Federweg unterwegs. Beim Lux World Cup-Bike verzichtet man auf das alles sowie auf 20 mm Federweg und fährt einen deutlich angepassten Rahmen. Die Rahmen von Cannondale Scalpel und Specialized Epic sind hingegen quasi identisch zu den Modellen, die auch im Rennen gefahren werden.

Die Gemeinsamkeiten

Carbon-Rahmen, einteiliges Carbon-Cockpit, Platz für zwei Trinkflaschen am Rahmen, variable Sattelstütze mit 150 mm Hub. Außerdem setzen alle Bikes auf ein Flex-Pivot Hinterbau-Konzept. Das erspart ein Kugellager.

Canyon Lux Trail CFR

Das Canyon Lux Trail offenbart unter den drei Kontrahenten den größten Unterschied zur World Cup Renn-Variante. Der Rahmen ist in der Geometrie komplett verändert und es verfügt über zusätzliche Features wie ein Staufach. Außerdem sind die Rohre deutlich dicker. Das lässt das Canyon mehr nach einem kleinen Trail-Bike als nach einem filigranen Crosscountry-Rad aussehen.

Das Canyon Lux Trail ist gespickt mit den meisten Sonderlösungen. Direkt unterm Oberrohr findet flach und schlank integriert ein Multitool Platz und quasi das ganze Unterrohr kann mit Essentials vollgepackt werden. Am Deckel für die große Öffnung kann direkt eine CO2-Kartusche eingeclippt werden, und in den Lenkerenden ist ein Sahmurai Tire Plug Set versteckt.

Das ganze Paket kann im Bundle zum Bike erworben werden, was wir dringend empfehlen, um im Fall der Fälle alles dabei zu haben - auch ohne Hipbag. Am einteiligen Cockpit laufen einige Züge und Leitungen zusammen, die zwar gut vom Lenker verdeckt sind und gleich im Steuersatz verschwinden, aber dennoch Unruhe in den Anblick bringen.

Cannondale Scalpel

Das fahren, was die Profis im Rennen unter sich haben? Bei Cannondale kein Problem. Bei dem Bike sollen die Linien zwischen Race-Bike und spaßigem Less-Travel-Trail-Bike verschwimmen - dafür wird das Rad immer mit 120 mm Federweg vorn wie hinten ausgeliefert. Das Cannondale hat auf den ersten Blick die auffälligste Optik durch die „halbe Gabel“.

Aber Cannondales Lefty ist kein Erstlingswerk, sondern schon in der achten Generation angekommen. Das Erkennungsmerkmal soll durch die Nadel-Lagerung anstelle von Polymer-Gleitbuchsen auch noch Performance-Vorteile bieten - dazu aber später mehr. Ansonsten verzichtet das Bike auf jeglichen besonderen Schnick-Schnack. Aus Gewichtsgründen, so lautet die offizielle Begründung. Unter unseren drei Kontrahenten ist es mit 11,5 kg dennoch das schwerste - gemeinsam mit dem Canyon Lux Trail voller versteckter Features.

Specialized Epic 8

Das Specialized Epic 8 hat wohl die längste Historie in unserem Downcountry-Duell. Über 20 Jahre Epic und damit etliche World Cups, Olympia- und noch mehr lokale MTB-Rennen später, wurde das Epic nach 2023 auch in 2024 erneuert. Wir haben das S-Works Epic 8 mit elektrischem RockShox Flight Attendant-Fahrwerk ins direkte Duell geschickt. Was blinkt und leuchtet da auf der Gabelkrone? Das auffälligste Detail am S-Works ist zweifelsohne das Flight Attendant-Fahrwerk von RockShox. Spoiler: Um die ganze SRAM-Peripherie am Specialized zu laden, braucht ihr eine Mehrfachsteckdose, denn das Bike verfügt allein über 4 AXS-Akkus.

Das elektronische Fahrwerk regelt in Abhängigkeit mehrerer Parameter den gewählten Fahrmodus zwischen Wide Open, Magic Middle und Sprint-on-Lock-Modus. Dafür verfügt das Bike über einen Drehmoment- und Trittfrequenz-Sensor. Außerdem lernt das Fahrwerk euren Fahrstil und kategorisiert, wie ihr momentan unterwegs seid.

Fazit

Was willst du mit einem Downcountry-Bike machen? Rennen gewinnen, den altbekannten Hometrails wieder mehr Anspruch verleihen oder vor der Eisdiele glänzen? Das Cannondale Scalpel ist das sportlichste Bike unter unseren drei Kontrahenten.

Die Race-Orientierung wird schon bei der Sitzposition deutlich und durch die kompromisslos „nackige“ Ausstattung komplettiert. Kein Fach im Rahmen, keine Tools oder sonstige sinnvolle Features für unterwegs - denn wer im Rennverlauf anfängt zu reparieren, hat schon verloren. Das pure Bike fährt sehr schnell bergauf wie bergab. Stets sehr sportlich vorgebeugt und mit viel Druck auf der ausgefallenen - aber super ansprechenden - Lefty-Federgabel. Diese sorgt neben Gesprächsstoff am Trail-Einstieg auch für kaugummiartige Traktion unterm Vorderrad. Das richtige Bike fürs Rennwochenende, aber nicht für die Ganztags-Trail-Tour.

Das Canyon Lux Trail fühlt sich an wie ein eingeschrumpftes Trail- oder Enduro-Bike. Wer vom gewohnten „Big Bike“-Fahrgefühl kommt, wird auf dem Lux Trail nicht überrascht - nur im Federweg beschnitten. Das sorgt dafür, dass mehr Körpereinsatz auf dem Trail gefordert ist und lässt die gewohnten Trails in ganz anderem Licht erscheinen. So machen auch die „guten alten“ Hometrails wieder mehr Bock und können mit dem Lux Trail stundenlang spaßig und verspielt runtergefegt werden - denn die SItzposition ist nicht sportlich gestaucht, sondern mehr als Tagestour-tauglich.

Alles blinkt, zischt, fiept und piepst - das Specialized Epic 8 fährt vor. Das Bike ist nicht nur auffällig vor der Eisdiele, sondern auch ganz schön potent auf dem Trail. Das Beste daran? Man muss selbst kaum mitdenken, nur treten und sich auf den Trail konzentrieren. Für den Rest sorgt die ausgefeilte Fahrwerkselektronik der Flight Attendant-Komponenten.

Die Kategorie, die keine ist, kommt genauso divers daher wie die Bikes, die sie vertreten. Vom race-ready Cannondale Scalpel mit aggressiver Sitzposition und höchster Fahrperformance bis zum hoch technisierten Specialized S-Works Epic 8 mit elektrischem Flight Attendant-Fahrwerk. Hier übernimmt das Bike das Denken und schont die Nerven um sich restlos auf den Trail konzentrieren zu können. Und dazwischen? Das ausgewogene Canyon Lux Trail CFR mit robuster mechanischer Ausstattung und umfangreichem Tool- und Pannen-Kit. So macht das Bike ordentlich Fun. Und Spaß ist doch die Quintessenz, die bei Downcountry im Mittelpunkt stehen sollte.

Top 5 der leichtesten E-MTBs 2023

  • 15,59 Kilo: Rotwild R.X 275 Ultra
  • 15,88 Kilo: Scott Lumen eRide 900 SL
  • 17,17 Kilo: Stevens E-Maverick AM 9.4.3
  • 17,44 Kilo: KTM Macina Scarp SX Prime
  • 17,68 Kilo: Specialized S-Works Turbo Levo SL

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