Gerade bei Racebikes ist das Gewicht ein essenzieller Faktor für die Performance. Im Radsport verhält es sich genau umgekehrt wie beim Metzger: Für jeden Euro, den man mehr ausgibt, bekommt man in der Regel etwas weniger Bike - zumindest, wenn man das „weniger“ auf das Gewicht bezieht.
Wer einmal auf einem Mountainbike mit weniger als 10 Kilo Gesamtgewicht gesessen hat, weiß, wovon die Rede ist. Wer dies noch nicht erlebt hat, muss uns an dieser Stelle einfach glauben: Es fühlt sich himmlisch an, mit solchen Bikes zu beschleunigen oder Berge zu erklimmen. Cross Country Bikes leben von der Begeisterung, die sie mit ihrem leichtfüßigen Antritt versprühen.
Mit einem leichten Bike muss man weniger Hubarbeit verrichten, wenn es bergauf geht. Aber man muss das Gewicht auch bei jedem Antritt beschleunigen. Diejenigen, die bei Marathonrennen an den Start gehen, profitieren tatsächlich von einem geringeren Gewicht unter dem Hintern und verschaffen sich so einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Um ein präzises Verständnis dafür zu entwickeln, wann ein Cross Country Bike als leicht oder schwer einzustufen ist, haben wir für euch den gesamten Markt analysiert. Unser Fokus lag dabei ausschließlich auf Bikes mit 100 mm Federweg. Wir haben die Gewichte im Verhältnis zum Preis betrachtet. Wir haben den kompletten Racebike-Markt analysiert.
Gewicht und Preis im Überblick
Jedes Kilo weniger kostet 1000 Euro mehr: So lautet eine grobe Faustformel für Cross Country Bikes. Aber ab wann ist ein Cross Country Bike eigentlich leicht? Vor allem bei Cross-Country-Bikes, wo ein niedriges Gesamtgewicht als Fahrspaß-Booster Nummer eins gilt, schießt man schnell übers Ziel hinaus.
- Racehardtails unter 10 Kilo gibt es ab ca. 3000 €.
- Bei Hardtails liegt die Gewichtsgrenze, ab der man von einem leichten Bike sprechen kann, bei 11 Kilo. Bikes unterhalb dieser Marke sind ab circa 2.000 Euro erhältlich.
- Besondere Begeisterung lösen Hardtails mit einem Gewicht unter 10 Kilo aus. Für solche Bikes muss man allerdings deutlich über 2.500 Euro investieren.
- Wer bereit ist, über 5.000 Euro auszugeben, kann sogar XC-Hardtails mit einem Gewicht unter 9 Kilogramm erwerben.
Bei Fullys muss man im Vergleich zu Hardtails bei gleichem Preis mit einem Mehrgewicht von 1,5 bis 2 Kilo rechnen. Racefullys, die zwischen 3.000 und 4.000 Euro kosten, wiegen mit wenigen Ausnahmen über 12 Kilo. Die Grenze von 11 Kilogramm unterschreitet man erst, wenn man 5.000 Euro oder deutlich mehr investiert.
Dabei handelt es sich bei den Angaben in den Tabellen jeweils um Herstellerangaben. Wir haben nach den leichtesten Cross-Country-Bikes gesucht. Das Offensichtliche: Hardtails sind ca.
Downcountry Bikes im Fokus
Immer mehr Hersteller setzen im Bereich der Cross Country Fullys auf 120 mm Federweg. Modelle wie das Orbea Oiz, das Scott Spark RC und Mondrakers F-Podium sind erfolgreiche Racebikes, die nun alle ausschließlich mit 120 mm Federweg erhältlich sind. Selbst in der Topversion, inklusive Teleskopstütze, wiegen diese Bikes selten unter 11 Kilo. In der untenstehenden Tabelle und im oben abgebildeten Diagramm wurden diese Bikes nicht berücksichtigt.
Downcountry! Quasi Crosscountry ohne Wettkampf-Anspruch und mit mehr Hub in Fahrwerk und Sattelstütze. Plus: Deutlich mehr Fokus auf Abfahrt - we’re in! Genau deshalb haben wir drei topaktuelle Downcountry-Rutschen für euch versammelt.
Seit Ende 2023 ist das Canyon Lux Trail, seit Anfang des Jahres auch das Specialized Epic 8 und seit wenigen Wochen das neue Cannondale Scalpel verfügbar. Drei super interessante Downcountry-Bikes für dieses Jahr und gleichzeitig sehr unterschiedliche Kontrahenten.
Das Canyon aus Koblenz bringt viele smarte Detaillösungen mit, das Cannondale kommt nur mit einer halben Federgabel (Stichwort: Lefty!), und das Specialized setzt auf das elektrische RockShox Flight Attendant-Fahrwerk. Wohl kaum! Alle Bikes haben schon einige Iterationsstufen hinter sich und sind verdammt ausgereift. Aber trifft hier Tradition auf Moderne?
Unsere drei Kontrahenten haben alle je 120 mm Federweg vorn und hinten und 150 mm Hub an der Dropperpost, zusätzlich sind sie noch etwas „zarter“ ausgeformt als die größeren Trail-Bikes. Das Gewicht liegt dadurch bei allen drei Bikes unter 12 kg - trotz Staufach, Dropper und teils komplizierten Lockout-Mechanismen - top.
Der Federweg und die Dropperpost sind sicher Key-Facts, aber auch die Geometrie der Bikes ist teilweise angepasst: Beim Canyon Lux Trail ist der Unterschied zum Wettkampf Crosscountry-Bike Lux World Cup am deutlichsten. Die Rahmen von Cannondale Scalpel und Specialized Epic sind hingegen quasi identisch zu den Modellen, die auch im Rennen gefahren werden.
Carbon-Rahmen, einteiliges Carbon-Cockpit, Platz für zwei Trinkflaschen am Rahmen, variable Sattelstütze mit 150 mm Hub. Außerdem setzen alle Bikes auf ein Flex-Pivot Hinterbau-Konzept. Das erspart ein Kugellager. Aber was haben alle Bikes gemeinsam?
Canyon Lux Trail
Das Canyon Lux Trail offenbart unter den drei Kontrahenten den größten Unterschied zur World Cup Renn-Variante. Der Rahmen ist in der Geometrie komplett verändert und es verfügt über zusätzliche Features wie ein Staufach. Außerdem sind die Rohre deutlich dicker. Das lässt das Canyon mehr nach einem kleinen Trail-Bike als nach einem filigranen Crosscountry-Rad aussehen.
Direkt unterm Oberrohr findet flach und schlank integriert ein Multitool Platz und quasi das ganze Unterrohr kann mit Essentials vollgepackt werden. Das Canyon Lux Trail ist gespickt mit den meisten Sonderlösungen. Am Deckel für die große Öffnung kann direkt eine CO2-Kartusche eingeclippt werden, und in den Lenkerenden ist ein Sahmurai Tire Plug Set versteckt.
Am einteiligen Cockpit laufen einige Züge und Leitungen zusammen, die zwar gut vom Lenker verdeckt sind und gleich im Steuersatz verschwinden, aber dennoch Unruhe in den Anblick bringen. Im Uphill zeigt sich das Canyon Lux Trail effizient, flink und spontan … Wenn man von einem Trail- oder Enduro-Bike kommt.
Cannondale Scalpel
Bei dem Bike sollen die Linien zwischen Race-Bike und spaßigem Less-Travel-Trail-Bike verschwimmen - dafür wird das Rad immer mit 120 mm Federweg vorn wie hinten ausgeliefert. Das fahren, was die Profis im Rennen unter sich haben? Bei Cannondale kein Problem.
Das Cannondale hat auf den ersten Blick die auffälligste Optik durch die „halbe Gabel“. Das Erkennungsmerkmal soll durch die Nadel-Lagerung anstelle von Polymer-Gleitbuchsen auch noch Performance-Vorteile bieten - dazu aber später mehr. Aber Cannondales Lefty ist kein Erstlingswerk, sondern schon in der achten Generation angekommen.
Das Scalpel hat kein Staufach oder versteckte Tools am Bike und ist in dem Sinne komplett race-orientiert. Aus Gewichtsgründen, so lautet die offizielle Begründung. Unter unseren drei Kontrahenten ist es mit 11,5 kg dennoch das schwerste - gemeinsam mit dem Canyon Lux Trail voller versteckter Features. Lediglich am halboffen liegenden Vorderrad findet sich ein Speed-Sensor, der gemeinsam mit Garmin entwickelt wurde und eure Fahrt aufzeichnen kann.
Startet man mit dem messerscharfen Scalpel in den Uphill, sprintet das Bike spontan und aktiv voran, sobald man Zug auf die Kette gibt. Die Sitzposition auf dem Cannondale Scalpel ist bergauf und in der Ebene am sportlichsten von allen drei Kontrahenten.
Specialized Epic 8
Über 20 Jahre Epic und damit etliche World Cups, Olympia- und noch mehr lokale MTB-Rennen später, wurde das Epic nach 2023 auch in 2024 erneuert. Das Specialized Epic 8 hat wohl die längste Historie in unserem Downcountry-Duell. Als Epic ist es mit 120 mm Federweg vorn und hinten verfügbar und als Epic EVO-Modell sogar mit 130 mm an der Front.
Spoiler: Um die ganze SRAM-Peripherie am Specialized zu laden, braucht ihr eine Mehrfachsteckdose, denn das Bike verfügt allein über 4 AXS-Akkus. Wir haben das S-Works Epic 8 mit elektrischem RockShox Flight Attendant-Fahrwerk ins direkte Duell geschickt. Was blinkt und leuchtet da auf der Gabelkrone?
Das elektronische Fahrwerk regelt in Abhängigkeit mehrerer Parameter den gewählten Fahrmodus zwischen Wide Open, Magic Middle und Sprint-on-Lock-Modus. Das auffälligste Detail am S-Works ist zweifelsohne das Flight Attendant-Fahrwerk von RockShox. Dafür verfügt das Bike über einen Drehmoment- und Trittfrequenz-Sensor. Außerdem lernt das Fahrwerk euren Fahrstil und kategorisiert, wie ihr momentan unterwegs seid.
Es führen keine Kabel zu Gabel und Dämpfer, und es sind keine umständlichen Zusatz-Hebel für den Lockout am Lenker notwendig. Neben dem Effizienzgewinn im Uphill sorgt das besonders für ein cleanes, einteiliges Cockpit. Das geht, weil der Hebel für die Dropperpost über zwei Knöpfe verfügt: unten Sattel absenken, oben Override Fahrwerks-Modus. Somit verfügt das Epic über das cleanste Cockpit, denn nur die beiden Bremsleitungen sind vorhanden, wovon die hintere durch den Steuersatz zum Bestimmungsort wandert. Außerdem hat das Bike ein Staufach im Rahmen, das durch einen sehr einfachen Verschluss geöffnet werden kann.
Startet man mit dem Specialized Epic in den Uphill, summt und blinkt das Flight Attendant-System munter - und es regelt zuverlässig. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht ganz so weit vorgebeugt wie auf dem Cannondale Scalpel.
Komponenten und Gewicht
Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor für ein Racebike, aber nicht der einzige, den es zu beachten gilt. An bestimmten Komponenten lässt sich hervorragend Gewicht einsparen, ohne dabei die Performance zu beeinträchtigen. Zu diesen Teilen zählen Kassetten, Schaltwerke, Laufräder, Lenker, Vorbauten und Kurbeln.
Wer dagegen bei den Reifen, der Federgabel oder der Sattelstütze anfängt, um jedes Gramm zu feilschen, muss damit rechnen, die Quittung dafür auf dem Trail zu bekommen. Die zusätzlichen 500 Gramm sind also aus Performance-Sicht gerechtfertigt. Unser großer Racebike Systemvergleich hat beispielsweise gezeigt, dass eine Teleskopstütze im Vergleich zu einer starren Carbon-Sattelstütze einen deutlichen Mehrwert bietet.
Mit dem Umbau auf Tubeless montierte Reifen lässt sich meist ca. 200 Gramm Gewicht sparen und obendrein sogar noch die Performance im Gelände und der Pannenschutz erhöhen. Reifen mit unzureichendem Pannenschutz führen häufig zu Defekten. Ab Werk werden die allermeisten Bikes mit einem klassischen Schlauch ausgeliefert. Das Umrüsten mit Tubeless-Milch und Tubeless-Ventilen kostet ca.
Die ganze Diskussion um das Gewicht eines Bikes muss auch immer mit Blick auf das eigene Körpergewicht gesehen werden. Als Faustregel kann man sich an der Relation zwischen Körper- und Bike-Gewicht orientieren. Ein ausgezehrter CC-Racer mit 65 Kilo Körpergewicht reagiert auf dieses Thema deutlich sensibler als ein Fahrer mit 85 Kilo oder mehr. Mit höherem Körpergewicht steigt auch die Belastung auf das Material im Gelände.
Bei einem Fahrer mit 65 Kilo entspricht ein Cross-Country-Hardtail mit einem Gesamtgewicht von 10 Kilo etwa 15 % seines Körpergewichts.
Kinder Mountainbikes
Reden wir nicht lange drum herum, jetzt wird gerockt! Wir haben zehn der besten MTBs für alle Nachwuchs-Shredder ausgesucht - vom Streetbike bis zum Trailfully, vom Allround-Hardtail bis zum Parkbike.
Egal ob erste Trail-Abenteuer oder rasante Abfahrten - mit diesen Kids-MTBs kommen die Nachwuchs-Biker voll auf ihre Kosten. Wir haben die spannendsten Modelle gecheckt und zeigen, worauf es beim Kauf ankommt!
Hier eine Übersicht einiger Top-Modelle für den Nachwuchs:
- Rocky Mountain Reaper Powerplay: E-Bike für Kinder mit Dyname-S4-Mini-Antrieb, 240-Wh-Akku, kompatibel mit 24-Zoll- und 26-Zoll-Laufrädern. (ca. 5000 Euro, 18,7 kg)
- Kids Ride Shotgun Dirt Hero 12/14: Laufrad in zwei Größen (12 und 14 Zoll) mit optionaler Bremse, robust und langlebig. (ab ca. 260 Euro, ab 4 kg)
- Giant Faith: Kids-Trailbike mit 140mm Federweg, kinderspezifischer Geometrie und 24"- oder Mini-Mullet-Setup (27,5"/26"). (ca. 2399 Euro, ab 12,5 kg)
- Woom Off 4: Ideal für den Einstieg ins MTB-Hobby mit leichtem Alu-Rahmen, Carbon-Gabel und durchdachten Komponenten. (ca. 849 Euro, 8,1 kg)
- Woom Off (Air): Offroader mit dicken Schwalbe-Schlappen, Scheibenbremsen, optionaler Federgabel und superleicht. (ab ca. 799 Euro, ab 7,9 kg)
- Eightshot X-Coady: MTB-Sparte von Puky in verschiedenen Laufradgrößen, mit oder ohne Scheibenbremse und Federgabel. (ab ca. 460 Euro, ab 8,7 kg)
- Propain Yuma: Fully mit 140 mm Federweg, umbaubar von 24" auf 26", mit Sram-Guide-Bremse und -GX-Antrieb. (ab ca. 2299 Euro, ab 12,7 kg)
- Vpace Trixi: Leichtes Trial- & Streetbike für Kinder, ideal für Jumps und Moves in der Skatehalle oder auf dem Parkplatz. (ca. 999 Euro, ab 8,2 kg)
- Vpace Moritz 20: Fully für die Kleinsten ab 1,10 m Körpergröße, besonders leicht und mit 100 mm Federweg. (ca. 1799 Euro, 9,5 kg)
- YT Jeffsy Primus 26: All-Mountain für Kinder in 24-Zoll- und 26-Zoll-Version, mit Rock-Shox-Reba-Gabel und Sram-SX12-fach-Schaltung. (ab ca. 2199 Euro, 14 kg)
- Scott Scale: Kinderradflotte unter dem Motto "Future Pro", vom 16"-Einsteigerradel bis zum Sportgerät in 27,5". (ab ca. 499 Euro, ab 5,6 kg)
- Canyon Neuron Young Hero: All-Mountain-Fully mit 27,5"-Rädern und 130-mm-Fahrwerk, abgestimmt auf Gewichte von 30-45 Kilo. (ab ca. 1699 Euro, 14 kg)
- Frog MTB: Ergonomisch durchdachte Kinderräder mit Federgabeln, Tektro-Discbrakes und patentierten Kurbeln. (ab ca. 855 Euro, ab 11,3 kg)
- Giant STP: Spa - Hardtail für Trailrocker in spe, rollt auf 20"-, 24"- oder 26"-Rädern, wahlweise mit oder ohne Federgabel. (ab ca. 499 Euro, ab 9,9 kg)
- Earlyrider Hellion X: Mini-Downhiller für den Bikepark, mit flacher Geo und 100 mm (20") bzw. 120 mm Federweg (24"). (Preis nicht angegeben)
Einsteiger-Hardtails im Test
Gestiegene Produktionskosten, Inflation und explodierende Transportkosten haben nicht erst seit Corona den Markt umgekrempelt. Über die Jahre hinweg überrollte der allgemeine Preisanstieg bei Fahrrädern auch den Einsteigerbereich.
Unser aktuelles Testfeld günstiger Einsteiger-Hardtails in BIKE 04/2022 bewegt sich daher von 1100 bis 1700 Euro. Doch neben der traurigen Tatsache, dass man selbst als Einsteiger tiefer in die Tasche greifen muss, gibt es auch Lichtblicke im Segment der absoluten Beginner zu vermelden. Denn die Vielfalt an Hardtails hat deutlich zugelegt.
Ein paar Hundert Euro mehr sind oft gut angelegt. Wer sich im Einsteigerbereich bewegt, stellt fest, dass die Ausstattung und alle Anbauteile sehr spitz kalkuliert werden.
Unser Testfeld zeigt beispielsweise, dass man für unter 1200 Euro teilweise oder sogar komplett auf Steckachsen zur Laufradbefestigung verzichten muss. Jeder Euro mehr schlägt sich in den meisten Fällen also direkt in einer besseren Ausstattung nieder.
Um die Ausstattung aller Testbikes perfekt miteinander vergleichen zu können, haben wir alle wichtigen Komponenten mitsamt der Übersetzungsbandbreite für Sie verglichen. Die exakte Bezeichnung der Teile finden Sie natürlich in den Testbriefen im umfassenden Einsteiger-Hardtail-Test in BIKE 04/2022 - jetzt lesen!
Getestete Einsteiger-Hardtails
- Referenz-Bike: Trek Roscoe 9 - 13,5 kg / 140 mm / 29" / 2599 Euro
- Bulls Copperhead 3 - 13,0 kg / 105 mm / 29" / 1199 Euro
- Cube Reaction C:62 One - 11,2 kg / 99 mm / 29" / 1499 Euro
- Drag Bicycles Trigger 7.5 - 14,1 kg / 124 mm / 29" / 1599 Euro
- Merida Big.Nine 400 - 12,6 kg / 100 mm / 29" / 1099 Euro
- Radon Jealous AL 8.0 HD - 12,7 kg / 103 mm / 29" / 1499 Euro
- Stevens Sentiero - 12,4 kg / 104 mm / 29" / 1699 Euro
Mountainbike-Typen im Überblick
Weniger Verkehrsmittel und mehr Sportgerät - das ist ein Mountainbike (MTB). Ein typisches Merkmal dieser geländetauglichen Fahrräder ist häufig das Fehlen der für den Straßenverkehr unerlässlichen Komponenten wie etwa Beleuchtung und Klingel.
Biker, die gerne mal eine schnellere Feierabendrunde drehen und ausgedehnte Radtouren am Wochenende lieben, zählen zu den Touren-Bikern. Zu diesem Zweck eignet sich am Besten ein sogenanntes Hardtail - der Klassiker unter den MTBs. Wie sein Name verrät, ist das Hinterrad bei diesem Modell nicht gefedert. Daraus resultiert zum einen ein vermindertes Gewicht und zum anderen eine geringe Wartung sowie niedrigere Instandhaltungskosten. Hardtails sind außerdem sehr vortriebsorientiert gebaut, tempostabil und geben die vom Fahrer aufgewendete Kraft effizient weiter.
- Hardtail: Geringes Gewicht, wartungsarm, effiziente Kraftübertragung, ideal für Touren und sportliche Fahrer.
- Enduro-Bike: Vollgefedert, 140-160 mm Federweg, gekröpfter Lenker, breite Laufräder, stabiler Rahmen, ideal für schwieriges Gelände und Wettkämpfe.
- Freeride-Bike: Vollgefedert, 150-200 mm Federweg, absenkbare Luft-Federgabel, Scheibenbremsen, stabiler Rahmen, robuste Laufräder, ideal für Abfahrten und Sprünge.
- Race-Fully: Leicht, gestreckte Sitzposition, ideal für schnelle Höhenmeter und Wettkämpfe, nicht für Einsteiger empfohlen.
- All-Mountain-Bike: Vollgefedert, komfortable Geometrie, solide Rahmen und Laufräder, etwas schwerer, ideal für entspannte lange Touren.
Günstige MTB Hardtails
Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Also Bikes ohne gefedertes Heck. Zudem werden die meisten Bikes mittlerweile ohnehin über ein Leasing wie zum Beispiel Business-Bike gekauft und so durch Ersparnisse in der Lohnsteuer günstiger.
Ein Gewicht von ca. Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus.
Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro.
Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo.
Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein.
In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen.
„Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.
Mountainbikes um 1000 Euro
1000 Euro für ein Mountainbike sind für viele Menschen eine ganze Stange Geld. Brauchen sie auch nicht! Der Markt hält allerlei Bikes mit schlankem Preisschild bereit. Gerade Einsteiger wollen verständlicherweise keine fünfstelligen Summen für ein Sportgerät ausgeben. Hardtails mit Rahmen aus Aluminium und einfacher Ausstattung bilden die Basis fast jedes Produktportfolios.
“Ich werde oft gefragt, welches Mountainbike ich für 1000 Euro empfehlen würde und tue mich mich mit meiner Antwort meistens schwer. Wer sich in den Kopf gesetzt hat für 1000 Euro ein ganzes Bike zu kaufen, dem werde ich das aber sicher nicht ausreden. Anfänger müssen sich einfach klar machen, dass heute alleine schon oft eine gute Federgabel 1000 Euro kostet.
Was bekommen Biker heute noch für 1000 Euro? In den letzten rund zehn Jahren sind Preise für Mountainbikes jedoch sprunghaft gestiegen und Ausstattungen rund um Shimanos XT-Reihe sucht man in diesem Segment heute umsonst. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man Kaufinteressierten die 1000-Euro-Hardtail-Klasse meist unbekümmert empfehlen.
Nicht selten entspricht ihre Ausstattung weiterhin dem Stand der Technik von vor fünf bis zehn Jahren. Zwölffach-Schaltung, Teleskopstütze, Steckachsen, performante Federelemente, griffige Reifen und starke Bremsen bringen im Gelände den Spaß. Mit den steigenden Preisen wurden Mountainbikes jedoch auch deutlich besser. Hardtails um 1000 Euro müssen leider oft auf all das verzichten.
Interessante Kandidaten um 1000 Euro
- Bulls Copperhead 2 29: Hohe Alltagstauglichkeit dank Monkey-Link-Schnittstellen, Shimano Deore-Schaltung, lange Reach-Werte, aber Schnellspannachsen. (999,95 Euro, 15,42 kg)
- Canyon Grand Canyon AL6: Shimano-Deore-Schaltung mit zwölf Gängen, stabile Steckachsen, 120 Millimeter Federweg, moderner Geometrie, aber günstige Reifen. (999 Euro, 12,76 kg)
- Cube Reaction Pro: Interne Zugverlegung, Shimano-XT-Gruppe, zahm profilierte Reifen, Lenker-Remote, aber kurzem Gabelhub. (999 Euro, 13,5 kg)
- Marin Bobcat Trail 5: Zweifarbige Lackierung, Tanwall-Reifen, Elffachantrieb der Shimano-Cues-Serie, 120-Millimeter-Gabel, aber gesteckten Felgen und dünne Schnellspannachse. (1099 Euro)
- Merida Big.Nine 200: Schön gemachter Alu-Rahmen, klassische Geometrie, zehn Gänge des Shimano-Cues-Antriebs, schmale Drahtreifen, Schnellspann- anstatt Steckachsen. (999 Euro, 13,8 kg)
- Orbea Onna 10: Gemäßigte Geometrie, Shimano-Deore-Elffach-Schaltung, Flatbar, 2,35 Zoll breite Kenda-Reifen, aber dünnes Sitzrohr. (959 Euro, 13,8 kg)
- Radon Jealous 8.0 HD: Variostütze, Sram GX Zwölffach-Schaltung, Marken-Laufradsatz, schmale aber hochwertige Reifen von Schwalbe, giert nach flowigen Trailfahrten, Gepäckträgeraufnahme fehlt. (999 Euro, 12,2 kg)
- Rose PDQ AL 1: 120 Millimeter Federweg, 2,4 Zoll breite Stollenreifen, breitbandige Zwölffach-Schaltung, Teilinnenverlegte Züge, aber eher hohes Gewicht. (1199 Euro, 14,32 kg)
- Specialized Rockhopper Comp: Ästhetischer Rahmen aus Aluminium, Shimano-Deore-Schaltung, günstige Kassette von Sunrace, günstige Reifen und Anbauteile, aber Laufräder nur von Schnellspannern gehalten. (975 Euro, 13,3 kg)
- Trek Marlin 6 Gen 3: Günstiger Preis, aufwändiger Alu-Rahmen, aber Hinterradachse geschraubt und dünn, Rockshox Gabel mit Spiralfeder, Shimano Cues-Schaltung mit 10 Gängen. (899 Euro)
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