Mountainbiken in Schottland: Routen und Geheimtipps

Schottland ist wie geschaffen fürs Mountainbiken. Die weiten Landschaften sind nicht nur beeindruckend zu betrachten, sondern eignen sich auch hervorragend zum Mountainbiken. Spüren Sie auf den Mountainbike-Trails in unseren Bergen, Tälern und Wäldern den Wind in Ihrem Gesicht und das Adrenalin in Ihren Adern.

Balmoral, der Ort, wo die Queen vor nicht allzu langer Zeit verschieden ist, liegt hinter dem nächsten Hügel. “Und da drüben“, sagt Guide Marc, und sein Finger wandert ein Stück weiter Richtung Loch Muick, “haben Depeche Mode Enjoy the Silence gedreht.“ Von den Royals zu Depeche Mode - der wilde Brückenschlag fasst die Szenerie, durch die wir gerade biken, im Grunde recht gut zusammen.

Die östlichen Ausläufer der Cairngorms Mountains präsentieren sich weit und offen, rau und mystisch. Ein Hauch von Melancholie liegt über dieser kahlen Heidelandschaft - und ein Sturm an Freiheit. Der Norden von Schottland ist dünn besiedelt und lässt speziell der nutzerdruckgeplagten bayerischen Seele viel Raum. Enjoy the Silence.

Die besten MTB-Spots in Schottland

Es gibt zahlreiche Bikeparks und Trail-Center im Lande, die dir die Suche nach der passenden Abfahrt wirklich leicht machen. An den Trail-Centern findest du zwar (meist) keine Gondeln, die dir das Hochstrampeln ersparen, dafür aber ausgeschriebene und gepflegte Trails. Den Spaß an der Abfahrt muss man sich in Schottland dementsprechend selbst verdienen, er ist aber definitiv vorprogrammiert!

Zur Orientierung werden in den Trail-Centern die einzelnen Routen, ähnlich wie beim Skifahren, bestimmten Schwierigkeitsstufen zugeteilt und danach farblich gekennzeichnet. Denn bei den vielen verschiedenen Trails ist wirklich für jeden etwas dabei - Anfänger, Familien und auch die Pros kommen hier auf ihre Kosten.

Tweed Valley

Gerade der Süden Schottlands wird dein Mountainbike-Herz höherschlagen lassen. Dort triffst du nämlich auf die 7 Stanes, einen Verbund von sieben (bzw. acht) Trail-Centern mit verschiedenen Outdoor-Aktivitäten, eindrucksvollen Wanderwegen und erstklassigen Trails. Lass dich dabei nicht vom Namen und der Anzahl verwirren.

Eine Stunde südlich von Edinburgh liegt dieses beliebte Trail-Center, das mit seiner Mischung aus anspruchsvollen und beginner-freundlichen Trails glänzt. Gleich in der Nähe von Glentress liegt das Nachbardorf Innerleithen und ein weiteres Trail-Center der 7 Stanes.

Der steile Aufstieg des Innerleithen XC Trails wird deine Beine zum Glühen bringen und auf dem Weg nach unten viel Konzentration für die Drop-Offs, Jumps und optionalen „black-graded“ Features fordern. Dieses Trail-Center liefert dir zudem noch vier der besten Downhill-Lines des Landes - alle eingestuft als ‚extreme‘.

Forest of Ae

Wenn Downhill und/oder Cross-Country genau dein Ding ist, solltest du als Nächstes unbedingt den Forest of Ae ansteuern. Die Strecken sind hier fahrtechnisch etwas einfacher, dafür aber länger und oft kannst du bei den einzelnen Obstacles auch zwischen anspruchsvoll und der einfacheren Alternative wählen.

Mabie

Ebenfalls in der Nähe von Dumfries liegt das Trail-Center Mabie, das dir inmitten des ruhigen Walds drei ausgeschriebene Routen mit Blick auf die einzigartige Szenerie bietet. Dabei kannst du wählen zwischen der grünen Anfängerroute, der blauen für Fortgeschrittene und dem roten Experten-Trail.

Dalbeattie

Das dritte Trail-Center in dieser Gegend, Dalbeattie, ist bekannt für seine relaxte Stimmung. Auf den Trails sieht das aber (wenn du magst) etwas anders aus. Technisch anspruchsvolle Tracks und steinige Features fordern hier dein Können wirklich heraus. Falls du aber doch eher auf etwas Entspanntes aus bist, wirst du auch hier fündig werden.

Kirroughtree

Ob Familien, Anfänger, Downhiller oder Bikeprofi - in Kirroughtree wird jeder glücklich! Mit dem breiten Angebot und vielfältigen Trails aller Schwierigkeitsstufen, kurzen wie langen Routen, der ausgebauten Skill Area und dem sogenannten „Dark Sky Park“ spielt in Kirroughtree in seiner ganz eigenen Liga.

Glentrool

Von Kirroughtree ist es nur ein Katzensprung nach Glentrool - zwei ihrer Routen kreuzen sich sogar. Obwohl die beiden Trail-Center so nah beieinander liegen, werden sich deine Erlebnisse auf jeden Fall unterschieden. In Glentrool hast du nämlich die Möglichkeit auf einer 58 km langen Forstweg-Route die Galloway Gegend und sein Wildleben genauer zu erkunden.

Ae

Zu guter Letzt wartet noch der 7 Stanes-„Geheimtipp“ auf dich. Hier kannst du abseits von großen Menschenmengen dich entweder auf 24 anspruchsvollen, roten Kilometern auspowern oder etwas entspannter (beispielsweise mit Familie) die Aussichten auf der blauen Route genießen. Die perfekte Balance zwischen Adrenalin pur und friedlicher Waldatmosphäre.

Geheimtipp Aberdeenshire

Schafe, Destillerien, Burgen, hier und da ein Cottage und viel, viel Natur lagen auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt bei Ballater, direkt am Dee. Zwischen Nordsee und Cairngorm Mountains breitet sich in Aberdeenshire ein neuer, variantenreicher Trail-Teppich aus - von flowigen Loops in Trailcentern bis hin zu wilden Gratfahrten ist alles dabei.

Kräftige Böen blasen durch das niedrige Gestrüpp und wollen uns einfach keinen Rückenwind geben. Sanft, fast meditativ ist der 500-Höhenmeter-Anstieg durch die karge Kulisse hinauf zum Craig Vallich. Er endet mit einer spektakulären Gratfahrt zu einem der ikonischsten Trails im schottischen Norden: dem Heartbreak Ridge.

Es gibt zahlreiche, gut inszenierte Legenden, die in der Realität enttäuschen. Aber der Heartbreak Ridge ist echt und ehrlich. Ein irrer, fünf Kilometer langer Bergrückenritt über blanken, griffigen Granitfels - einmal berauschend schnell und spaßig, dann knifflig und steil, bevor es zum Hakenschlagen zurück in den Kiefernwald am Dee geht. Nach dem Abschwingen wandert die Hand zum Check zur linken Brust - heartbroken? Tatsächlich schmerzt das Herz ein wenig beim Abschied …

Mountainbike als Symbol für Transformation

Auch in Schottland: Legalisierung von Trails Umso größer ist unser Dank an Trail-Bauer Tom Cole. Nach starken Unwettern hat das Team der Aberdeenshire Trail Association im Frühjahr 2021 den Heartbreak Ridge wieder fahrbar gemacht “… und dabei gefühlt so viel Stein geschleppt wie einst die Sklaven beim Pyramidenbau“.

Der 37-Jährige steht im Grunde exemplarisch für eine Bike-Welle, die sich seit einigen Jahren vom schottischen Süden kommend über das gesamte Land ausrollt: Das Mountainbike wird nicht nur als Sportgerät immer bedeutender, sondern auch als Symbol für eine gesellschaftliche Transformation.

Schottland blickt voraus, will sich lösen von der Abhängigkeit von der Öl- und Energieindustrie, will hohe Lebensqualität schaffen, Menschen zurück aufs Land bringen und neue, nachhaltige Zukunftsmodelle entwickeln. Dem Mountainbike wurde schon vor Jahren eine bedeutende Rolle in diesem Prozess zugeschrieben, und entsprechend willig ist der Staat, den Sport zu fördern.

Tarland Trails Pittenderich

Eines seiner großen Projekte ist das erste richtige Trailcenter in Aberdeenshire: die Tarland Trails Pittenderich. Rund 850000 Euro an Förderung von Staat, Stiftungen und Verbänden fließen in das schnell wachsende, bunte Streckennetzwerk - von Blau bis Schwarz ist alles dabei.

Knapp 20 Kilometer von Ballater und Balmoral entfernt ist die Hügellandschaft hier weicher, lieblicher und auch bewaldeter - und der Boden von einer fast schon spukhaften Konsistenz. Da können die Zufahrtswege vom nächtlichen Regen noch so matschig sein, auf der spaßigen Jumpline Crowd Surfin’ (samt verspieltem Uphill-Trail) herrscht trockener Grip. Ein Traum, um sich warmzufahren.

Einer der ersten fertiggestellten Highlights ist der Scaletrix, treffend benannt nach einem britischen Carrerabahn-Hersteller. Kurvenreich geht es durch den Wald, bis der plötzlich aufreißt und uns hinauskatapultiert in die offenen, von zig Anliegern durchzogenen Heidehänge. Auf den Tarland Trails kann man sich schon jetzt wunderbar verlieren.

Right to roam

Es gibt zahlreiche Gründe für den schnellen Aufstieg Schottlands zu einer der Traum-MTB-Destinationen in Europa. Die überschaubare Anzahl der Einwohner und der Grundbesitzer sind einer. Der untere Bereich der Tarland Trails gehört einer gemeinnützigen Organisation, der obere einer “supernetten“ Person.

In Schottland - anders als in England - herrscht das “Right to roam“. Man darf sich frei in der Natur bewegen, solange man dies respektvoll und verantwortungsbewusst tut.

Developing Mountain Biking in Scotland

Die Basis für den Erfolg aber legt die enge Zusammenarbeit der Mountainbiker mit allen, die involviert sind. Developing Mountain Biking in Scotland - eine Unterorganisation von British Cycling - fördert den Austausch und die Zusammenarbeit mit Touristikern, der Forstwirtschaft, den Grundbesitzern, Universitäten und dem schottischen Staat.

Alle werden abgeholt, alle ziehen an einem Strang, und alle verstehen den Auftrag des Sports ganzheitlich: Gefördert werden nicht nur der Trail-Bau und die Infrastruktur, sondern auch Gesundheits- und Sozialprojekte.

Mehr Menschen aufs Rad zu bringen, ist in Schottland ein gemeinschaftliches Ziel, das an breiter Front umgesetzt wird. Die Finanzierung wird dabei als Investition in die Zukunft des Landes verstanden. Und kommt beispielsweise auch aus der Stiftung eines Öl-Magnaten: Sir Ian Wood, einer der reichsten Männer Großbritanniens.

Er stammt aus Aberdeen und hat mit Öl Milliarden gemacht, bevor er 2007 The Wood Foundation gründete und sich seitdem speziell für die nachhaltige Diversifizierung des Landes einsetzt - allen voran für die Loslösung von traditionellen Industrien. Und dem Fahrrad wird in diesem Wandlungsprozess keine unscheinbare Rolle zugesprochen.

Aboyne Trails

Zum Finale der Aberdeenshire-Trail-Tour ziehen wir ein paar Kilometer weiter südlich nach Aboyne - und es soll ein äußert leckerer Abschluss werden: Chutney und Relish heißen die beiden frisch hergerichteten Trails, die uns durch den Wald wirbeln. Immer und immer wieder.

Der Chutney beginnt mit schnellen, steinigen Passagen, bevor die Bäume immer näher rücken und wendige Slalom-Skills fordern. Der Relish schließt direkt an und lässt uns immer wieder abheben. “Uplifting“, meint Tom. Das ist es wirklich. Inmitten dieser einsamen, rauen Landschaft ist die Bike-Laune in Höchstform.

Interview mit Will Clark

Will Clarke zog aus dem Süden nach Aberdeenshire, weil ihn die Bike-Möglichkeiten so begeisterten. Heute ist er Development Manager bei Developing Mountainbiking in Scotland und eine der zentralen Figuren der MTB-Entwicklung in Schottland.

BIKE: Will, welche Art von Mountainbiker sollten nach Aberdeen kommen?

Will Clarke: Alle, die gerne auf Natur-Trails unterwegs sind - wir haben einige der besten Enduro- Strecken im gesamten UK hier. Aber generell ist es sehr variantenreich. Das sieht man auch an der bunten Local-Szene. Wir haben zum Beispiel viele bikende Frauen - eine unserer Trail-Bauerinnen, Fee Wallace, wurde von der IMBA 2022 als Trail Advocate Of The Year ausgezeichnet. Genauso haben wir eine starke Kids- und Nachwuchsszene.

BIKE: Was wird diejenigen überraschen, die das erste Mal nach Aberdeenshire kommen?

Will Clarke: Wie lebendig unsere Bike-Szene ist und wie unkompliziert und freundlich die Leute sind. Außerdem sind unsere Trails wunderschön in die Landschaft eingebettet - vom weichen Waldboden bis hin zu griffigem Granitfels.

BIKE: Welche Trails sollte man unbedingt gefahren sein?

Will Clarke: Puh, sehr schwer. Unsere beiden Haupttäler Deeside und Donside sind sehr vielseitig. Meine Favoriten sind wahrscheinlich der Tomb Steen in Pitfichie, ein rockiger Enduro-Trail, und unsere Ikone: der Heartbreak Ridge in Ballater.

BIKE: Wo kehrt man ein?

Will Clarke: Aboyne und Banchory liegen strategisch richtig gut, und hier gibt es Unterkünfte, Restaurants, Cafés und Pubs. Viele Mountainbiker findet man im Ride Café in Banchory, im Spider on a Bicycle in Aboyne oder im The Grant Arms in Monymusk.

BIKE: Was sollte man in Aberdeenshire unbedingt gemacht haben, bevor man wieder fährt?

Will Clarke: Viel essen und trinken. Aberdeenshire hat einige top Whisky- und Gin-Destillerien wie die Lost Loch Distillery in der Nähe von Aboyne - und in den vielen Dörfern am Meer gibt es hervorragenden Fisch. Dann wäre da noch Dunottar Castle bei Stonehaven und natürlich die königliche Sommerresidenz in Balmoral.

WM-Spot Fort William

Den Auftakt zu den Radsport- Weltmeisterschaften machen die Downhiller auf der legendären Strecke am Ben Nevis. Termin: 3. bis 5. August 2023. Der Kurs startet an der Gipfelstation des Aonach Mòr und gehört zu den längsten und spektakulärsten Worldcup-Abfahrten überhaupt.

Seit zwei Jahren gibt es neben den beiden sehr anspruchsvollen Trails nun endlich auch einen blauen, also einfachen Trail. Mit seinen acht Kilometern zählt dieser Blue Doon zu den längsten Flow-Strecken im UK. Außerdem warten in den Hügelflanken rundherum noch Trailcenter-Loops und Big-Mountain-Ausflüge. Enduro-Pro Joe Barnes gibt uns jeweils 5 Insider-Tipps zu den einzelnen Spots.

Joe Barnes' Insider-Tipps für Fort William

  1. Fort William ist gemacht für Mountainbiker, die es steil, matschig, rockig und wurzelig mögen. Die sind bei uns definitiv richtig - da brauchen wir den weltweiten Vergleich wirklich nicht zu scheuen. Aber auch wenn Fort William nicht den Ruf hat, bietet sich hier dennoch eine enorme Bandbreite an Trail-Varianten - es ist definitiv für die ganze Familie was dabei.
  2. Überraschend ist wahrscheinlich, dass der Ort selbst tatsächlich nicht besonders groß ist. Wir sind um die 5000 Einwohner. Aber zu den Weltcupwochenenden explodiert das Ganze, und es stehen 22000 Zuschauer an der Strecke. Zur WM im August werden das sicher noch mal deutlich mehr werden. Was man auch wissen sollte: Wir sind umzingelt von Bergen und Wasser. Und außerdem sind die Locals gar nicht soooo grausig. Man sollte sich auf Spaß einstellen.
  3. Trails, die man unbedingt fahren sollte, sind zum Beispiel die vielen schlammigen, super schmalen Pfade rund um das Nevis Range Trailcenter. Die machen richtig Spaß. Vor allem der Top Chief - der wurde nach mir benannt, und das ist eine große Ehre, weil die Strecke wirklich genial ist. Außerdem warten rundherum noch unglaubliche Big-Mountain-Touren. Die Mamores-Bergkette bei Kinlochleven ist einfach unglaublich. Dort lauert extrem viel Abenteuermaterial. Zwar muss man häufig tragen, aber so was wie die Gratfahrt am Binnein Mòr (höchster Gipfel) kann man sich nicht ausdenken, so spektakulär wie dieser Trail verläuft.

Weitere Top-Spots in Schottland

  • Dumfries & Galloway: Bietet den passenden Trail für jedes Level und einige der besten Trails in ganz Schottland.
  • Perthshire: Entdecken Sie die Vielfalt des Mountainbiking-Angebots für alle Level in Perthshire.

Mountainbike-Tour am Loch Ness

Die Strecke beläuft sich von Invermoriston nach Fort Augustus Abbey. Was wir bislang nicht wissen: Es gibt zwei Routen: Die eine heißt Great Glen Way, die andere Great Glen Way High Route.

Great Glen Way High Route

Dan biegt nicht auf den Great Glen Way ab, sondern auf die High Route - und beschert uns einen Aufstieg, der sich gewaschen hat. Doch eine alte Outdoor-Weisheit besagt: Wenn´s rauf geht, muss es auch wieder runter gehen - ein gutes Argument für einmaliges MTB-Feeling, hab ich recht?

So anstrengend habe ich mir die 12 km Tour nun wirklich nicht vorgestellt. Dennoch: Die Aussicht ist einfach atemberaubend und die Bewegung tut mir richtig gut.

Die Sonne glitzert auf Loch Ness, hier oben am Berg wird ein unbeschreiblich schöner Blick über die satten und baumlosen Hügel der Highlands auf der einen, und auf das dunkle Wasser des zweitgrößten Sees Schottlands auf der anderen Seite ermöglicht.

Torridon: Trails mit Meerblick

Unser nächster Spot führt uns nach Torridon, zum nördlichsten Punkt unseres Roadtrips. So dicht am Meer zeigen sich die Highlands nochmal besonders wild. Trotz des schönen Wetters treffen wir niemanden, als wir uns Kehre für Kehre einen alten Pass hinaufarbeiten. Der Trail ist steinig und stellenweise technisch, bleibt aber fahrbar.

Isle of Skye: Gibt es den Sligachan Trail überhaupt?

Wir tuckern an riesigen Felsen und karger Küstenlinie vorbei. Bootsführer Sandy erzählt gerade von Wikingern, die hier einst die Seestraßen beherrschten, da biegen wir schon in die Bucht von Loch Coruisk ein. An den Felsen am Ufer erkennt man noch die Schleifspuren der Gletscher.

Unser Plan: Irgendwie durch diese Felswand zu dem passähnlichen Übergang da oben gelangen, um auf der anderen Seite auf den Sligachan Path zu treffen. Dass dieser Trail überhaupt existiert, behauptet zumindest die Karte.

Spuren eines Weges lassen sich erst im oberen Teil erkennen. Bis dahin macht das Tragen und Schieben der E-Bikes keinen Spaß, doch wir werden belohnt mit einer Superaussicht: Auf der anderen Seite windet sich ein definierter Singletrack durch die ewige Weite, bis er als kleiner Punkt am Horizont verschwindet. Ein Trail-Verlauf zum Niederknien.

Top 5 Trails in Schottland

  1. Tweed Valley: Perfekte Singletrails im "Tal der Bikeverrückten".
  2. Kinlochleven: Steinige, wurzelige und technische Singletrails mit Blick auf die Mamores-Bergkette.
  3. Skye: Die Sligachan-Runde bietet eine beeindruckende Kulisse.
  4. Torridon: Die Achnashellach-Runde bietet eine der schönsten Aussichten des Königreichs.
  5. Fort William: Big Mountain Action auf dem legendären Downhillkurs.

Zusammenarbeit mit TrailXperience und H & I Adventures

Für dieses MTB-Abenteuer haben sich TrailXperience und H & I Adventures zusammengeschlossen. Seit nunmehr 16 Jahren setzen H & I Adventures den Standard in Hinblick auf internationale Mountainbike-Reisen - haben diese Reise persönlich und mit Hingabe ausgearbeitet, und ihr damit einen eigenen und unverwechselbaren Charakter verliehen.

Worauf du dich einstellen solltest

Du fühlst Dich wohl bis zu sechs Stunden - inclusive Snack-Pausen und Foto-Stopps - in moderatem Tempo pro Tag auf dem Bike zu verbringen. Du bist in der Lage während des Tages mehrere anspruchsvolle Anstiege mit je ca. Du wirst Dein Rad an einigen Stellen bis zu 40 Minuten tragen müssen (hike-a-bike).

Außerdem müssen einige Flüsse gequert werden - hier musst du mit nassen Füßen rechnen! Bitte lies Dir unsere komplette Ausstattungsliste durch, bevor Du anfängst für die Reise zu packen. Damit Du auch alles Wichtige mitnimmst.

Das ideale Bike

Das ideale Bike für Cost-to-Cost Schottland ist ein qualitativ gutes, vollgefedertes Mountainbike mit ca. Außerdem ist es sehr wichtig, wenn Du Dein eigenes Bike mitbringst, es zuvor professionell in einen TOP-Zustand bringen zu lassen, besonders bei den Dämpfern und Bremsen.

Wenn Du bevorzugst, Dir ein Rad auszuleihen haben wir die Möglichkeit, Dir ein gutes vollgefedertes MTB (Yeti SB5 oder ähnlich, abhängig von Größe und Verfügbarkeit) zu buchen.

Empfohlene Ausrüstung

  • Langärmeliges, warmes Unterhemd
  • Rucksack mit Regenhülle
  • Kamera/Handy mit extra Speicherkarte

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0