Auf dem Rad gilt es stets, gut angezogen zu sein. Dabei steht nicht die Ästhetik, sondern die Funktion im Vordergrund. Auf was Du bei kalten Bedingungen bei der Wahl von Jacke, Hose, Unterwäsche und Co. achten solltest? Hier findest du die Antwort!
Die besten Mountainbike-Schuhe und Accessoires für den Winter
Nässe und Kälte sind die Feinde vieler MTB-Enthusiasten, die nicht nur im Sommer aufs Bike steigen. Mit der richtigen Bekleidung schon ist Mountainbiken kein Wintersport!
Northwave Multicross Plus GTX MTB Flatschuhe
Der Multicross Plus GTX stellt den vielseitigsten dar, als einer von drei neuen Winterschuhen im Northwave-Sortiment. Neben Wasserdichtheit, Atmungsaktivität und Komfort preisen die Italiener vor allem die Wärmeisolierung an.
Dank Dreh- und Klettverschluss gelingt die Fixierung schnell und präzise, nachdem man den Fuß recht geschmeidig über die elastische Easyfit-Manschette hat hineingleiten lassen. Ausgelegt für Flatpedals fällt schon nach wenigen Metern die hohe Gripstärke der Vibram Fort William-Sohle auf.
Das hitzegeschweißte Obermaterial ist aufgrund geringer Dicke zudem sehr gewichtsreduziert, was den auf den ersten Blick durchaus klobig wirkenden Winterschuh ziemlich leichtfüßig macht. Weiter fördern Mesh-Einsätze die Atmung und Belüftung, während eine EVA-Zwischensohle angenehme Stoßdämpfung leistet.
Auch nach mehreren Stunden bei null Grad isoliert die Gore-Tex-Membran zuverlässig. Nässe dringt bei mittelstarkem Regen und Schneefall ebenfalls nicht ein. An seine (Wärme-)Grenzen kommt der Schuh bei längeren Ausfahrten deutlich unter Null - bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bleiben die Füße zuverlässig angenehm warm.
Fazit: Schluss mit zwei Paar Socken, Überschuhen und trotzdem nach zwei Stunden kalte Füße!
Shimano GF8GTX
Zumindest für den Fuß hat Shimano mit dem hoch geschnittenen Flatpedal-Schuh GF8GTX ein wirksames Gegenmittel entwickelt: mit Gore-Tex-Membran, Boa-Drehverschluss und hauseigener „Ultread“-Sohle.
Der Shimano trägt sich dank mehrlagigem EVA-Schaum turnschuhartig-bequem, die Sohle harmoniert mit diversen Flatpedals und zeigt auch nach etlichen hundert Kilometern nahezu keinen Verschleiß.
Beim Schieben auf feuchtem Boden setzt sich das feine Profil aber schnell mit Matsch und Erde zu, sodass im Steilen Rutschgefahr droht. Löblich: Der Neopren-Schaft ist dicht und eng, dank zweier Schlaufen gelingt der Einstieg dennoch problemlos.
Apropos: Zwei Testmodelle standen uns zur Verfügung, beide Tester lobten den nicht zu engen, aber keineswegs lockeren Sitz. Das Volumen des Schuhs lässt zudem Platz für eine etwas dickere Socke. Der Boa-Verschluss packt ordentlich zu, die Membran hielt im vergangenen Winter perfekt trocken - trägt sich auf langen Touren aber leicht schwitzig.
Erhältlich in den Größen 40 bis 48.💰 ab 170 Euro
Terra Nanuq GTX Flat
Kalte Füße sind ein No-Go! Umso besser, dass immer mehr MTB-Schuhe für die kaltnassen Wochen auf den Markt kommen - und das nun auch für Fans von Flatpedals. Der Nanuq, den es auch als Klickschuh gibt, ist mit 279 Euro kein Schnäppchen. Dafür ist er mit allerhand Technologien versehen.
Die Gore-Tex-Membran schützt effektiv vor eindringender Nässe, das isolierende Fleecefutter im Inneren sorgt für wohlige Wärme und beweist sich als herrlich kuschelig. Auch die knöchelhohe Gamasche mit Reißverschluss generierte in unserem Test hohen Schutz vor Nässe und Kälte.
Via Boa-Drehverschluss wird der normal groß ausfallende Schuh rasch „verschnürt“, die Anpassbarkeit ist wegen des steifen Ripstop-Gewebes des Oberschuhs jedoch nicht perfekt. Eine Anprobe ist also ratsam.
Sitzt er richtig, bietet er dank Vibram-Sohle perfekten Pedalgrip, selbst an eisigen Tagen umschmiegt das Gummi zuverlässig die Pins. Der Fizik ist extrem langlebig gemacht, mit rund 500 g pro Schuh aber auch wortwörtlich ein Pfund. Erhältlich in den Größen 36 bis 48.💰 ab 279 Euro
Norrøna Fjørå Infinium Handschuhe
Spätherbstliche Temperaturen sind für Radrunden noch erträglich, an den Fingern zieht’s dann doch. Die Wahl der maximal komfortablen Kleidung zum Radfahren bei kühlen Temperaturen gleicht einem Lotteriespiel - gerade für die sensiblen Hände! Denn die sind stets im Wind.
Die ganz dicken Fäustlinge bleiben noch im Keller, für die trockene Kälte eignet sich ein leicht gefütterter, windabweisender Handschuh aus atmungsaktivem Material. Speziell für kalte, trockene Witterung entwickelte Norrøna den Fjørå Infinium.
Der leichte Fjørå (62g /Paar) verfügt über Gore Infinium Windstopper Softschell und ist innen mit Fleece ausgekleidet. Die Fingerkuppen bestehen wie die Handinnenfläche aus robustem synthetischen Leder, Reflektoren auf den Handrücken signalisieren im Dunkeln.
Beim Anziehen sind die Laschen sehr praktisch und verhindern das Abreißen der elastischen Bündchen. Beim Hineinschlüpfen offenbart sich die angenehme Haptik des Fleeces, auf das samtartige Synthetikleder reagiert der Touchscreen des Radcomputers.
Der großzügige Schnitt hält im Kalten wärmer als zu eng. Nach einer zweistündigen Tour durchs 5° kühle Ostbayern sind die Hände leicht feucht und die Kälte kriecht jetzt erst allmählich in die Hände.
Fazit: Ein Handschuh für kühle Tage. Der Windstopper sowie der Schweißaustausch funktionieren gut. An- und Ausziehen gelingt schnell.
Chiba Thermo Plus Handschuhe
Chiba aus Teisendorf im Berchtesgadener Land stellt seit 170 Jahren Handschuhe her. Der Thermo Plus ist für extreme Temperaturen gemacht. Chiba gibt ihm im hauseigenen Bewertungsschema neun von zehn möglichen Isolationspunkten.
Der Winter ist zum Testzeitpunkt zu mild. So bekomme ich richtig warme Hände, als ich den Thermo Plus bei etwa acht Grad Außentemperatur mit auf Radtour nehme.
Dank Primaloft, wind- und wasserdichtem Material sowie Neopren am Bündchen friert kein einziger Teil der Hand vom Unterarm abwärts bis zu den Fingerspitzen.
Die Handschuhe tragen allerdings etwas auf, was Übung beim Schalten und Bremsen erfordert. Dafür fühlen sich die Handschuhe mit vorgekrümmten Fingern insgesamt sehr angenehm an. Auch der Touchfinger funktioniert vergleichsweise präzise.
Fazit: Winterradler bekommen im Fünffingerhandschuh Thermo Plus bis deutlich unter null Grad bestimmt keine kalten Finger.
Gore Essence Thermo Stirnband
"Um meinen langen Pferdeschwanz unterzubringen, greife ich zu Stirnband statt Mütze", sagt Redaktionsvolontärin Katharina Binzenhöfer. Ihr Begleiter dabei: Gores Essence Thermo Stirnband zu fairen 25 Euro ist flauschig und angenehm warm, macht dennoch keinen Hitzkopf. In einer Unisex-Größe erhältlich.
Decathlon Fußwärmer
BikeX-Redakteur Moritz Schwertner schwört auf die kleinen, einmalig verwendbaren Wärmepads von Decathlon: Einfach das Pad mit der Klebeseite auf oder unter die Socken kleben, in den Schuh schlüpfen und sich quasi sofort über wohlige Wärme freuen.💰 15 Euro für 30 Wärmepads
Northwave Extreme Pro High Sock
"Die Northwave-Thermosocken kombiniert mit "normalen" Bike-Schuhen sind für mich eine gut funktionierende und insbesondere kostengünstige Alternative zu echten Winterschuhen", meint Volontärin Katharina Binzenhöfer. "Jedenfalls dann, wenn es nicht feuchtfröhlich zugeht, dann sind dicke Winterschuhe immer noch die bessere Wahl". Ihr Tipp: die Thermosocken eine Größe kleiner nehmen, dann rutschen sie nicht so stark aus dem Schuh raus. Erhältlich in den Größen XS bis L. 💰 24 Euro
Northwave Fast Polar Glove
Auch die Northwave-Handschuhe haben es Volontärin Katharina angetan: "Für mich sind die "Fast Polar" die perfekten Handschuhe für kalte, trockene Tage. Die Innenpolsterung des Handschuhs besteht aus recyceltem Polartec, das hervorragend wärmt und bei Nässe schnell wieder trocknet. Die Handschuhe eignen sich zudem auch perfekt zum Skitour gehen oder Langlaufen!" Erhältlich in den Größen S bis XXL.💰 57 Euro
Scott Pro Shield Light Sensitive
Mit der schlichten, schicken Pro Shield haben die Schweizer für 150 Euro eine photochrome BikeBrille im Angebot. Sie ist für eine Vollrand-Brille sehr leicht (33 g) und begeistert mit großem Sichtfeld.
Der sehr stabile Nasenbügel gewährleistet zusammen mit den gummierten, wenn auch nicht perfekt justierbaren Bügeln sehr guten Halt. Die Biegung der Scheibe ist angenehm und nicht zu stark. Gut funktioniert auch die Selbsttönung der Brille, für dunkles Wetter ist die Scheibe naturgemäß nicht hell genug. Auch die solide, eine lange Haltbarkeit versprechende Verarbeitung überzeugt. Erhältlich in Unisex-Größe.💰 150 Euro
Die besten Herren Mountainbike-Oberteile & -Jacken für den Winter
POC Ventral Tempus Mips Helm
Winterliche Kälte und Feuchtigkeit sind beim Radfahren unangenehm, gerade am Kopf. Es zieht! Als Problemlöser bietet POC mit dem Ventral Tempus Mips einen Helm an, dessen vordere Ventilationsöffnungen abgedeckt sind.
Die nach hinten gerichteten Öffnungen dagegen sind so großzügig dimensioniert, dass trotzdem eine Luftzirkulation möglich ist. Der Sitzkomfort des 297 g schweren Helms (M) ist sehr angenehm, Kopfweite und Kinnriemen lassen sich mit Kopfweiteneinsteller und Begurtung jedes mal in Sekundenschnelle anpassen.
Die pfiffige Ventilation funktioniert gerade im Winter sehr gut: An eher frischen Tagen kühlt der Kopf nicht aus, bei strengen Wintergraden isoliert ein dicke Unterziehmütze ausreichend, der Kopf kühlt nicht aus und die Feuchte zieht nach hinten weg.
Medvind Sweden Allwetterjacke
Um selbst bei stärksten Regenfällen nicht den Spaß am Radfahren in der Stadt zu verlieren, hat ein Berliner Start-up eine speziell darauf ausgelegte Allwetterjacke entwickelt. Mit durchweg fein versiegelten Nähten und glattem, wasserdichtem Material punktet Medvinds stilvoll schlicht wirkende WeatherShield-Fahrradjacke auf Anhieb mit optischen Argumenten.
Sämtliche Schriftzüge und Elemente sind reflektierend - von uns bei Stadtfahrten durch die Dunkelheit als sehr stark leuchtend empfunden. Auf Freiflächen überzeugt die Jacke mit zuverlässiger Winddichtigkeit. Auch weil angenehm auf der Haut aufliegende Handgelenkgamaschen im Ärmel sehr gut abschließen.
Anfänglich gewöhnungsbedürftig ist das Aufliegen der Jacke auf den Oberschenkeln. Im Regen ist aber genau das der Grund, dass auch die Beine weitestgehend trocken bleiben. Ebenfalls top: die helmtaugliche Kapuze und das großzügige Belüftungssystem mit Reißverschlüssen unter den Armen und einem Netz unterhalb der Reflektoren am Rücken. Verfügbare Größen für Damen und Herren: S, M, L.
Fazit: Atmungsaktives Material, das mehrstündigen Regenfahrten erfolgreich trotzt, geräumige Taschen und ein auch von unten her zu öffnender Reißverschluss: die Medvind Sweden Allwetterjacke hat uns mit ihrem stilvollen Design und ihrer hohen Funktionalität überzeugt.
Gofluo Darkflow Weste
Die Warnweste aus dem Baumarkt tut es auch? Ja, irgendwie schon. Aber es gibt auch High-Visibility-Kleidung, die das Nützliche mit dem Ästhetischen verbindet. So wie die Teile von Gofluo, einem belgischen Unternehmen, das von einer Mode-Designerin gegründet wurde.
Die Weste fällt mit ihrem Regenbogen-Look direkt auf, auch bei Tageslicht. Doch bei Dunkelheit zeigt sie, was noch in ihr steckt: Das graue, hoch reflektierende Material lässt fast die ganze Weste leuchten, sobald ein Lichtstrahl auf sie trifft.
Mit dem längeren Rücken und dem Zwei-Wege-Reißverschluss eignet sie sich auch gut zum Radfahren, durch den eher weiten Schnitt lässt sie sich über normale Jacken problemlos drüberziehen. Zwei Taschen, eine davon versteckt und mit Reißverschluss, bieten Platz für Smartphone oder Schlüssel und die Kapuze sorgt für den Extraschutz unterwegs.
Wasserabweisend. Für sportlichere Fahrten lohnt sich ein Blick in die Activewear-Abteilung von Gofluo, denn besonders atmungsaktiv ist das Modell Darkflow nicht. Für den mäßig sportlichen Alltag aber reicht es.
Fazit: Diese Weste ist ein echter Eye-Catcher!
Canyon Primaloft-Weste
Canyon mausert sich zum Vollsortimentler. Seit einiger Zeit vertreiben die Koblenzer neben Bikes und Parts auch Equipment wie die sportlich geschnittene Weste mit „Primaloft“-Fütterung. Dadurch eignet sie sich besonders für Bike-Tage, an denen es morgens oder abends frischer wird - nicht zuletzt, weil sich die nur rund 250 g leichte Weste in der Napoleontasche klein verpacken lässt und so mühelos selbst in der Trikottasche Platz findet.
Der Tragekomfort ist grundsätzlich prima: Der am Bauch hoch geschnittene Bund mit je einer Kordel pro Seite freut sportlich-gestreckt fahrende Piloten, einzig der relativ enge Kragen ist nicht jedermanns Sache.
Die Wärmeleistung ist typisch für die bewährte Kunstdaune: kuschelig warm, aber unter Anstrengung auch etwas schwitzig. Zwei außenliegende Reißverschlusstaschen und Reflexstreifen am Rücken runden die Ausstattung ab. Erhältlich in den Größen S bis 2XL💰 ab 120 Euro
Outdoor Research Men’s Freewheel Half Zip Soft Shell MTB Hoodie
Trail-Hoodies? Ein Trendthema, auf das auch die US-amerikanische Marke Outdoor Research aufgesprungen ist. Deren Hoodie gibt es in fünf Größen und vier Farben, wobei der Softshell-Pulli recht groß ausfällt. So passte unserem Redakteur Lukas Ittenbach (1,80 m, 83 Kilo) Größe M.
Prima ist der Reißverschluss, der das Oberteil zwar nicht über ganze Länge trennt (sonst wäre es kein Hoodie), aber rund um Hals, Brust und Schulter für sehr gute Belüftung sorgt. Ebenfalls bar jeder Kritik ist die robuste Verarbeitung, die den hohen Preis relativiert.
Das innen weich gefütterte, schnell trocknende Doppelgewebe aus recycelten Materialien trägt sich angenehm warm und nicht zu schwitzig - prima für frische, aber nicht zu kalte Tage auf dem Bike. Auch die simple, aber durchdachte Ausstattung mit helmkompatibler Kapuze sowie Napoleon Tasche für Liftticket oder Smartphone gefällt.
Erhältlich in den Größen S bis 2XL💰 ab 120 Euro
Norrøna Fjora GTX Pro
Norrønas Highend-Modelle mit Gore-Tex-Pro-Membran haben sich den Ruf als „Rolls Royce des Regenschutzes“ erworben. Die Fjora zeigt warum: Der Preis ist exorbitant, dafür ist die Jacke der Norweger luxuriös ausgestattet und superb verarbeitet - für ein langes, langes Leben.
Nach anderthalb Jahren im Dauertest steht sie trotz „Feindkontakt“ mit Felsen und Gestrüpp noch tadellos da. Technisch ist sie eh bar jeder Kritik. Mit einer extremen Wassersäule von rund 30000 ml sowie perfekt getapten Nähten und hinterlegten YKK-Reißverschlüssen trotzte sie im Test auch alpinem Starkregen.
Dass es in der robusten, 403 g schweren (Größe M) 3-Lagen-Jacke dabei schwitziger zugeht als in dünneren Modellen, ist normal. Das Binnenklima blieb aber auch bergauf meist im grünen Bereich, drei Lüftungs-Zipper sorgen bei Bedarf für frischen Wind. Eine gut sitzende Helmkapuze, ein integriertes Brillenputztuch, viele Reflektoren sowie die ausklappbaren (genial!) Handrückenschützer runden die Ausstattung ab.
Der Schnitt ist fein zwischen sportiv und leger austariert, die verlängerte Rückenpartie bewahrt vor einem nassen Po-/Lendenbereich. Erhältlich in den Größen S bis XL.💰 699 Euro
Gore Wear Windstopper Base Layer Shirt Langarm
Wer viel im Winter schnell bergab fährt, kennt das Problem: Der Oberkörper kühlt irgendwann aus, denn viele Winterjacken sind zwar dick gefüttert, aber eben nicht winddicht. Hier setzt der Windstopper Base Layer von Gore Wear an: Die Front besteht aus dem beliebten Infinium-Material und hält wirksam Fahrtwind von der Brust - der Rücken kann dank Mesh-Stoff atmen.
Insgesamt trägt sich der Base Layer selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt angenehm warm, ist aber etwas raschelig und nicht so beweglich, wie man das sonst von klassischen Langarm-Shirts kennt. Für ideale Wärmeleistung kombiniert Redakteur Moritz Schwertner das mit rund 80 Euro eher teure Kleidungsstück am liebsten mit einem Merino-Langarmshirt.
Erhältlich in den Größen S bis XXL. 💰 80 Euro
Alpinestars 2021 Merino Jersey - Long Sleeve
Stretchy, auch vollgeschwitzt dank Merino-Wolle mehrfach tragbar und als Base Layer richtig mollig: Das leider bereits im Ausverkauf befindliche Merino-Long-Sleeve von Alpinestars ist ein guter Tipp und derzeit als Restware günstig zu bekommen.
Schade: Mit einer kleinen rückwärtigen Tasche ist das Merino-Jersey eher mau ausgestattet, trägt sich dank hohem Stretchanteil aber sehr gelenkig. Erhältlich in den Größen S bis XXL.💰 85 €
Die besten Herren Mountainbike-Hosen für den Winter
Ion Shelter 3 L Pants & Jacket
Die Zeit für wetterfeste Kleidung ist da. Pünktlich dazu bringt die Surf- und MTB-Marke Ion eine neue Regenkombi auf den Markt, die wir exklusiv für einen ersten Test erhalten haben. Die Shelter-3L-Hose und -Jacke warten mit einigen spannenden Features auf.
Das Ripstop-Material mit PFC-freier Beschichtung soll wasserabweisend sein und die Umweltbelastung reduzieren. Schon beim Anziehen merkt man, dass Komfort hier großgeschrieben wird. Dank der Reißverschlüsse an den Beinenden lässt sich die Hose bequem anziehen.
Schließt man die Verschlüsse, sitzt die Hose an den Knöcheln fest und lässt kein Wasser an die Beine. Auch die Jacke hat enge Ärmelbündchen, die sich aber bequem anschmiegen. Die Hose bietet zudem große Taschen an den Oberschenkeln, in denen Handy und Co. Platz finden, ohne beim Treten zu stören. Ohnehin sitzt die Hose bequem und bietet Bewegungsfreiheit auch auf langen Touren.
Die Atmungsaktivität ist nach den ersten Eindrücken durch das schwere Material etwas schlechter als bei Regenbekleidung mit Gore-Tex und Co. Droht Hitzestau, stehen aber Belüftungsöffnungen parat. Dafür ist der Regenschutz enorm hoch, die Verarbeitung robust-perfekt. Die neue Kombi ist mit 300 Euro für die Jacke und 250 Euro für die Hose allerdings recht teuer.
Erhältlich in den Größen XXS bis XXL.💰 300 Euro (Jacke) & 250 Euro (Hose)
Norrøna Fjora Infinium Pants
Die Winterhose der norwegischen Edelmarke Norrøna setzt auf das Stretchgewebe Gore Tex Infinium, das Flexibilität, guten Kälte- sowie höchsten Windschutz bieten soll.
Tatsächlich ist die Hose nicht sehr warm ausgelegt, sondern angenehm dünn, wodurch sie beim Treten null stört. Dadurch ist sie perfekt für nicht ganz so kalte Tage, bis knapp über 0° Celsius empfanden wir das sündteure Beinkleid angenehm warm.
Der Schnitt ist sportlich, am Oberschenkel etwas weiter, an der Wade wiederum enger. An der Taille lässt sie sich prima einstellen, Gleiches gilt für die Beinabschlüsse. Die große, beidseitige Oberschenkel-Belüftung lässt sich ebenso klasse bedienen - auch bei solchen Details merkt man die enorme Qualität Norrønas.
Aber auch „zu“ ist die Pants angenehm atmungsaktiv. Wasserdicht ist die Infinium-Membran bekanntermaßen nicht. Nach anhaltendem Regen liegt die Hose insbesondere am Oberschenkel klamm auf der Haut.
Erhältlich in den Größen S bis XL.💰 349 Euro
Gonso Montemuro
Was anziehen, wenn es mal richtig friert? Für Redakteur Moritz Schwertner eine klare Sache: Kleidungsstücke mit „Primaloft“-Fütterung. Die oft als Kunstdaune bezeichnete, synthetische Faser hat ein exzellentes Gewicht-Wärme-Verhältnis, wärmt auch im feuchten Zustand, ist dabei pflegeleichter und - logo - tierfreundlicher als Gänsedaune.
In der Gonso-Überhose kommt Primaloft in der „Silver“-Variante am Oberschenkel zum Einsatz, die Fasern stammen aus recycelten PET-Flaschen. Die Montemuro lässt sich dabei am besten mit kurzen wie langen Bibs kombinieren und schenkt trotz eng anliegender Passform dort wie erwartet wohlige Wärme.
Ganz fehlerfrei ist die Hose jedoch nicht: Die restlichen Partien aus weicher Softshell wärmen im trockenen Zustand zwar mustergültig, bei Regen ziehen sie sich jedoch rasch mit Spritzwasser voll und können so zur Kältebrücke werden.
Die richtige Kombination ist entscheidend
Oberstes Gebot bei der Wahl der Fahrradbekleidung im Winter: einkleiden nach dem Zwiebelprinzip. Über die geschickte Kombination mehrerer Kleidungsstücke kannst Du am besten den wechselnden Bedingungen zwischen warmen Abschnitten in der Sonne und frostigen Passagen im Schatten entgegenwirken und Dich gegen kühle Nässe von außen schützen.
Zudem hilft Dir eine flexibl kombinierbare Garderobe dabei, Deine Kleidung möglichst optimal an die Bedingungen Deiner Tour anzupassen. Beim Biken im Winter eignet sich Unterwäsche mit Merinowolle sehr gut, denn hier kommt es häufig zu großen Temperaturschwankungen.
Auf große Hitze bei einem schweißtreibenden Anstieg folgt schneidende Kälte bei der Abfahrt. Merinowolle spielt bei derartigen Bedingungen ihren großen Vorteil gegenüber Synthetikfasern aus: Das Garn speichert die Wärme und kühlt nicht abrupt durch Kälteeinflüsse aus.
Als Alternative zu Merino ist aber auch die Kunstfaser in Funktionsunterwäsche gut für Winterbiker geeignet. Die Fasern kühlen zwar im Fahrtwind im Einzelfall rascher aus. Trägst Du sie als erste Schicht im Zwiebelprinzip, sorgen die guten Trocknungseigenschaften und der rasche Abtransport von Feuchtigkeit jedoch zuverlässig für ein gutes Trageklima.
Weitere Tipps für die Winterausrüstung
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Spätestens ab Oktober, wenn die Temperaturen besonders in den Morgen- und Abendstunden bereits empfindlich kalt sind, brauchen Radler Fahrradhandschuhe. Für die Übergangszeit eignen sich Allwetter-Fahrradhandschuhe, zum Beispiel von Castelli. Diese sorgen für einen optimalen Schutz vor Wind und Wetter, bieten aber gleichzeitig noch ausreichend Gefühl für die Bedienung von Schaltung und Bremse. Das wichtigste Accessoire auf winterlichen Radtouren?
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Der Mensch verliert über den Kopf die meiste Wärme. Ein dünnes Stirnband oder eine wärmende Fahrradmütze gehören bei der Fahrradbekleidung im Winter deshalb zur Grundausstattung.
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Multifunktionstücher sind auch beim Radfahren im Winter eine tolle Sache, das Du immer dabei haben solltest. Sie schützen den Hals und können bei Bedarf auch Wangen und Kinnbereich vor Kälte und Feuchtigkeit schützen.
Neben warmer Kleidung ist beim Fahrradfahren im Winter auch die Sichtbarkeit ein wichtiges Thema. Besonders Berufspendlerinnen und -pendler, die früh morgens und abends mit ihrem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sind.
Zusätzlich zur obligatorischen Fahrradbeleuchtung erhöhen integrierte Reflektoren an Bekleidung und Accessoires und helle Farben die Sicherheit enorm. Viele der oben ausgewählten Fahrradjacken, Hosen und Überschuhe sind bereits mit reflektierenden Elementen ausgestattet.
Die Testkriterien
Um die Wintertauglichkeit der verschiedenen Kleidungsstücke zu beurteilen, wurden sie einem aufwändigen Test unterzogen. Im Einzelnen wurden folgende Kriterien bewertet:
- Isolation: Wie gut hält das Kleidungsstück warm?
- Wetterschutz: Wie gut schützt das Kleidungsstück vor Wind und Regen?
- Passform: Wie gut sitzt das Kleidungsstück und wie viel Bewegungsfreiheit bietet es?
- Ausstattung: Welche Features bietet das Kleidungsstück (z.B. Taschen, Belüftungsöffnungen)?
Übersicht der getesteten Produkte
Im Folgenden eine Tabelle mit einer Übersicht der getesteten Produkte:
| Produkt | Isolation | Wetterschutz | Passform | Ausstattung |
|---|---|---|---|---|
| Craft ADV Bike SubZ Jacke | 9/10 | 5/10 | 8/10 | 5/10 |
| Craft ADV Bike Offroad SubZ Hose | 9/10 | 8/10 | 9/10 | 8/10 |
| Dynamics Profi Softshelljacke | 7/10 | 6/10 | 8/10 | 9/10 |
| Dynamics Gravel Pant | 8/10 | 8/10 | 7/10 | 9/10 |
| Endura MT500 Freezing Point Jacket | 10/10 | 9/10 | 8/10 | 10/10 |
| Endura MT500 Freezing Point Trousers | 9/10 | 9/10 | 9/10 | 10/10 |
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