Mountainbiken ist kein Wintersport? Mit der richtigen Bekleidung schon! Deswegen stellen wir in dieser Liste die von unseren Redakteuren sorgfältig getesteten Lieblings-Kleidungsstücke vor. Die in dieser Auflistung gezeigten Mountainbike-Klamotten tragen die Mountainbike- und BikeX-Redakteure seit geraumer Zeit im Alltag, mussten sich also auf vielen Kilometern bewähren und werden mit bestem Wissen und Gewissen empfohlen.
Die Liste versteht sich also nicht als Vergleichstest zwischen den Kleidungsstücken, sondern ausdrücklich als unsere Empfehlungen aus dem Alltag heraus. Auch wenn einige Bekleidungsstücke hochpreisig sind, alleine wegen der hohen Materialqualität und der bei uns erwiesenen Langlebigkeit sind sie in unseren Augen ihren Preis wert.
Viele Teile sind trotz der Jahreszeit bereits kräftig reduziert!
Die besten Mountainbike-Schuhe und Accessoires für den Winter
Gore Essence Thermo Stirnband
"Um meinen langen Pferdeschwanz unterzubringen, greife ich zu Stirnband statt Mütze", sagt Redaktionsvolontärin Katharina Binzenhöfer. Der Grund ist denkbar einfach: "Da sitzt und hält das ganze Konstrukt einfach besser. Wenn ich die Kapuze der Jacke an kalten Tagen über den Helm ziehe, ist aber auch der Kopf warm." Gores Essence Thermo Stirnband zu fairen 25 Euro ist flauschig und angenehm warm, macht dennoch keinen Hitzkopf.
Erhältlich in einer Unisex-Größe.
💰 25 €
Decathlon Fußwärmer
BikeX-Redakteur Moritz Schwertner schwört auf die kleinen, einmalig verwendbaren Wärmepads von Decathlon: "Als Student waren mir besonders zum Rennradfahren geeignete Winterschuhe immer zu teuer - da kamen mir die zufällig beim Stöbern gefunden Wärmepads vom Sportdiscounter Decathlon gerade recht. Einfach das Pad mit der Klebeseite auf oder unter die Socken kleben, in den Schuh schlüpfen und sich quasi sofort über wohlige Wärme freuen. Zumal man erfahrungsgemäß eher selten bei so eisigen Temperaturen rumfährt".
💰 15 Euro für 30 Wärmepads
Northwave Extreme Pro High Sock
"Die Northwave-Thermosocken kombiniert mit "normalen" Bike-Schuhen sind für mich eine gut funktionierende und insbesondere kostengünstige Alternative zu echten Winterschuhen", meint Volontärin Katharina Binzenhöfer. "Jedenfalls dann, wenn es nicht feuchtfröhlich zugeht, dann sind dicke Winterschuhe immer noch die bessere Wahl". Ihr Tipp: die Thermosocken eine Größe kleiner nehmen, dann rutschen sie nicht so stark aus dem Schuh raus.
Erhältlich in den Größen XS bis L.
💰 24 Euro
Northwave Multicross Plus GTX MTB Flatschuhe
"Selbst ich als absolute Frostbeule habe in dem Winterschuh von Northwave stets warme Füße", so Volontärin Katharina Ittenbach über die gezeigten Northwave-Schuhe. "Der Schuh trotzt Kälte, Wind und dank Gore-Tex Membran auch Nässe. Durch die beiden Laschen lässt sich bequem in den Schuh einsteigen. Der neopren-ähnliche Kragen versiegelt die Schicht zwischen Hose und Halbschuh und lässt keine Kälte einziehen. Er schmiegt sich angenehm an die Knöchel an. Die Beißerchen der Flatpedale finden auf der Vibram-Sohle optimalen Grip. Klare Kaufempfehlung!"
Erhältlich in den Größen 37 bis 47.
💰 239 Euro
Northwave Fast Polar Glove
Auch die Northwave-Handschuhe haben es Volontärin Katharina angetan: "Für mich sind die "Fast Polar" die perfekten Handschuhe für kalte, trockene Tage. Die Innenpolsterung des Handschuhs besteht aus recyceltem Polartec, das hervorragend wärmt und bei Nässe schnell wieder trocknet. Die Handschuhe eignen sich zudem auch perfekt zum Skitour gehen oder Langlaufen!"
Erhältlich in den Größen S bis XXL.
💰 57 Euro
Shimano GF8GTX
Nässe und Kälte sind die Feinde vieler MTB-Enthusiasten, die nicht nur im Sommer aufs Bike steigen. Zumindest für den Fuß hat Shimano mit dem hoch geschnittenen Flatpedal-Schuh GF8GTX ein wirksames Gegenmittel entwickelt: mit Gore-Tex-Membran, Boa-Drehverschluss und hauseigener „Ultread“-Sohle.
Der Shimano trägt sich dank mehrlagigem EVA-Schaum turnschuhartig-bequem, die Sohle harmoniert mit diversen Flatpedals und zeigt auch nach etlichen hundert Kilometern nahezu keinen Verschleiß. Beim Schieben auf feuchtem Boden setzt sich das feine Profil aber schnell mit Matsch und Erde zu, sodass im Steilen Rutschgefahr droht.
Löblich: Der Neopren-Schaft ist dicht und eng, dank zweier Schlaufen gelingt der Einstieg dennoch problemlos. Apropos: Zwei Testmodelle standen uns zur Verfügung, beide Tester lobten den nicht zu engen, aber keineswegs lockeren Sitz. Das Volumen des Schuhs lässt zudem Platz für eine etwas dickere Socke. Der Boa-Verschluss packt ordentlich zu, die Membran hielt im vergangenen Winter perfekt trocken - trägt sich auf langen Touren aber leicht schwitzig.
Erhältlich in den Größen 40 bis 48.
💰 ab 170 Euro
Scott Pro Shield Light Sensitive
Scott steht neben einem großen Bike-Portfolio auch für gute Bekleidung und Zubehör. Mit der schlichten, schicken Pro Shield haben die Schweizer für 150 Euro eine photochrome BikeBrille im Angebot. Sie ist für eine Vollrand-Brille sehr leicht (33 g) und begeistert mit großem Sichtfeld. Der sehr stabile Nasenbügel gewährleistet zusammen mit den gummierten, wenn auch nicht perfekt justierbaren Bügeln sehr guten Halt.
Die Biegung der Scheibe ist angenehm und nicht zu stark. Gut funktioniert auch die Selbsttönung der Brille, für dunkles Wetter ist die Scheibe naturgemäß nicht hell genug. Auch die solide, eine lange Haltbarkeit versprechende Verarbeitung überzeugt.
Erhältlich in Unisex-Größe.
💰 150 Euro
Terra Nanuq GTX Flat
Kalte Füße sind ein No-Go! Umso besser, dass immer mehr MTB-Schuhe für die kaltnassen Wochen auf den Markt kommen - und das nun auch für Fans von Flatpedals. Der Nanuq, den es auch als Klickschuh gibt, ist mit 279 Euro kein Schnäppchen. Dafür ist er mit allerhand Technologien versehen.
Die Gore-Tex-Membran schützt effektiv vor eindringender Nässe, das isolierende Fleecefutter im Inneren sorgt für wohlige Wärme und beweist sich als herrlich kuschelig. Auch die knöchelhohe Gamasche mit Reißverschluss generierte in unserem Test hohen Schutz vor Nässe und Kälte.
Via Boa-Drehverschluss wird der normal groß ausfallende Schuh rasch „verschnürt“, die Anpassbarkeit ist wegen des steifen Ripstop-Gewebes des Oberschuhs jedoch nicht perfekt. Eine Anprobe ist also ratsam. Sitzt er richtig, bietet er dank Vibram-Sohle perfekten Pedalgrip, selbst an eisigen Tagen umschmiegt das Gummi zuverlässig die Pins.
Der Fizik ist extrem langlebig gemacht, mit rund 500 g pro Schuh aber auch wortwörtlich ein Pfund.
Erhältlich in den Größen 36 bis 48.
💰 ab 279 Euro
Die besten Herren Mountainbike-Oberteile & -Jacken für den Winter
Canyon Primaloft-Weste
Canyon mausert sich zum Vollsortimentler. Seit einiger Zeit vertreiben die Koblenzer neben Bikes und Parts auch Equipment wie die sportlich geschnittene Weste mit „Primaloft“-Fütterung. Dadurch eignet sie sich besonders für Bike-Tage, an denen es morgens oder abends frischer wird - nicht zuletzt, weil sich die nur rund 250 g leichte Weste in der Napoleontasche klein verpacken lässt und so mühelos selbst in der Trikottasche Platz findet.
Der Tragekomfort ist grundsätzlich prima: Der am Bauch hoch geschnittene Bund mit je einer Kordel pro Seite freut sportlich-gestreckt fahrende Piloten, einzig der relativ enge Kragen ist nicht jedermanns Sache.
Die Wärmeleistung ist typisch für die bewährte Kunstdaune: kuschelig warm, aber unter Anstrengung auch etwas schwitzig. Zwei außenliegende Reißverschlusstaschen und Reflexstreifen am Rücken runden die Ausstattung ab.
Erhältlich in den Größen S bis 2XL
💰 ab 120 Euro
Outdoor Research Men’s Freewheel Half Zip Soft Shell MTB Hoodie
Trail-Hoodies? Ein Trendthema, auf das auch die US-amerikanische Marke Outdoor Research aufgesprungen ist. Deren Hoodie gibt es in fünf Größen und vier Farben, wobei der Softshell-Pulli recht groß ausfällt. So passte unserem Redakteur Lukas Ittenbach (1,80 m, 83 Kilo) Größe M.
Prima ist der Reißverschluss, der das Oberteil zwar nicht über ganze Länge trennt (sonst wäre es kein Hoodie), aber rund um Hals, Brust und Schulter für sehr gute Belüftung sorgt. Ebenfalls bar jeder Kritik ist die robuste Verarbeitung, die den hohen Preis relativiert.
Das innen weich gefütterte, schnell trocknende Doppelgewebe aus recycelten Materialien trägt sich angenehm warm und nicht zu schwitzig - prima für frische, aber nicht zu kalte Tage auf dem Bike. Auch die simple, aber durchdachte Ausstattung mit helmkompatibler Kapuze sowie Napoleon Tasche für Liftticket oder Smartphone gefällt.
Erhältlich in den Größen S bis 2XL
💰 ab 120 Euro
Norrøna Fjora GTX Pro
Norrønas Highend-Modelle mit Gore-Tex-Pro-Membran haben sich den Ruf als „Rolls Royce des Regenschutzes“ erworben. Die Fjora zeigt warum: Der Preis ist exorbitant, dafür ist die Jacke der Norweger luxuriös ausgestattet und superb verarbeitet - für ein langes, langes Leben. Nach anderthalb Jahren im Dauertest steht sie trotz „Feindkontakt“ mit Felsen und Gestrüpp noch tadellos da.
Technisch ist sie eh bar jeder Kritik. Mit einer extremen Wassersäule von rund 30000 ml sowie perfekt getapten Nähten und hinterlegten YKK-Reißverschlüssen trotzte sie im Test auch alpinem Starkregen. Dass es in der robusten, 403 g schweren (Größe M) 3-Lagen-Jacke dabei schwitziger zugeht als in dünneren Modellen, ist normal.
Das Binnenklima blieb aber auch bergauf meist im grünen Bereich, drei Lüftungs-Zipper sorgen bei Bedarf für frischen Wind. Eine gut sitzende Helmkapuze, ein integriertes Brillenputztuch, viele Reflektoren sowie die ausklappbaren (genial!) Handrückenschützer runden die Ausstattung ab.
Der Schnitt ist fein zwischen sportiv und leger austariert, die verlängerte Rückenpartie bewahrt vor einem nassen Po-/Lendenbereich.
Erhältlich in den Größen S bis XL.
💰 699 Euro
Gore Wear Windstopper Base Layer Shirt Langarm
Wer viel im Winter schnell bergab fährt, kennt das Problem: Der Oberkörper kühlt irgendwann aus, denn viele Winterjacken sind zwar dick gefüttert, aber eben nicht winddicht. Hier setzt der Windstopper Base Layer von Gore Wear an: Die Front besteht aus dem beliebten Infinium-Material und hält wirksam Fahrtwind von der Brust - der Rücken kann dank Mesh-Stoff atmen. Insgesamt trägt sich der Base Layer selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt angenehm warm, ist aber etwas raschelig und nicht so beweglich, wie man das sonst von klassischen Langarm-Shirts kennt. Für ideale Wärmeleistung kombiniert Redakteur Moritz Schwertner das mit rund 80 Euro eher teure Kleidungsstück am liebsten mit einem Merino-Langarmshirt.
Erhältlich in den Größen S bis XXL.
💰 80 Euro
Alpinestars 2021 Merino Jersey - Long Sleeve
Stretchy, auch vollgeschwitzt dank Merino-Wolle mehrfach tragbar und als Base Layer richtig mollig: Das leider bereits im Ausverkauf befindliche Merino-Long-Sleeve von Alpinestars ist ein guter Tipp und derzeit als Restware günstig zu bekommen. Schade: Mit einer kleinen rückwärtigen Tasche ist das Merino-Jersey eher mau ausgestattet, trägt sich dank hohem Stretchanteil aber sehr gelenkig.
Erhältlich in den Größen S bis XXL.
💰 85 €
Die besten Herren Mountainbike-Hosen für den Winter
Ion Shelter 3 L Pants & Jacket
Die Zeit für wetterfeste Kleidung ist da. Pünktlich dazu bringt die Surf- und MTB-Marke Ion eine neue Regenkombi auf den Markt, die wir exklusiv für einen ersten Test erhalten haben. Die Shelter-3L-Hose und -Jacke warten mit einigen spannenden Features auf. Das Ripstop-Material mit PFC-freier Beschichtung soll wasserabweisend sein und die Umweltbelastung reduzieren. Schon beim Anziehen merkt man, dass Komfort hier großgeschrieben wird.
Dank der Reißverschlüsse an den Beinenden lässt sich die Hose bequem anziehen. Schließt man die Verschlüsse, sitzt die Hose an den Knöcheln fest und lässt kein Wasser an die Beine. Auch die Jacke hat enge Ärmelbündchen, die sich aber bequem anschmiegen. Die Hose bietet zudem große Taschen an den Oberschenkeln, in denen Handy und Co. Platz finden, ohne beim Treten zu stören. Ohnehin sitzt die Hose bequem und bietet Bewegungsfreiheit auch auf langen Touren.
Die Atmungsaktivität ist nach den ersten Eindrücken durch das schwere Material etwas schlechter als bei Regenbekleidung mit Gore-Tex und Co. Droht Hitzestau, stehen aber Belüftungsöffnungen parat. Dafür ist der Regenschutz enorm hoch, die Verarbeitung robust-perfekt. Die neue Kombi ist mit 300 Euro für die Jacke und 250 Euro für die Hose allerdings recht teuer.
Erhältlich in den Größen XXS bis XXL.
💰 300 Euro (Jacke) & 250 Euro (Hose)
Norrøna Fjora Infinium Pants
Die Winterhose der norwegischen Edelmarke Norrøna setzt auf das Stretchgewebe Gore Tex Infinium, das Flexibilität, guten Kälte- sowie höchsten Windschutz bieten soll.
Tatsächlich ist die Hose nicht sehr warm ausgelegt, sondern angenehm dünn, wodurch sie beim Treten null stört. Dadurch ist sie perfekt für nicht ganz so kalte Tage, bis knapp über 0° Celsius empfanden wir das sündteure Beinkleid angenehm warm.
Der Schnitt ist sportlich, am Oberschenkel etwas weiter, an der Wade wiederum enger. An der Taille lässt sie sich prima einstellen, Gleiches gilt für die Beinabschlüsse. Die große, beidseitige Oberschenkel-Belüftung lässt sich ebenso klasse bedienen - auch bei solchen Details merkt man die enorme Qualität Norrønas.
Aber auch „zu“ ist die Pants angenehm atmungsaktiv. Wasserdicht ist die Infinium-Membran bekanntermaßen nicht. Nach anhaltendem Regen liegt die Hose insbesondere am Oberschenkel klamm auf der Haut.
Erhältlich in den Größen S bis XL.
💰 349 Euro
Gonso Montemuro
Was anziehen, wenn es mal richtig friert? Für Redakteur Moritz Schwertner eine klare Sache: Kleidungsstücke mit „Primaloft“-Fütterung. Die oft als Kunstdaune bezeichnete, synthetische Faser hat ein exzellentes Gewicht-Wärme-Verhältnis, wärmt auch im feuchten Zustand, ist dabei pflegeleichter und - logo - tierfreundlicher als Gänsedaune. In der Gonso-Überhose kommt Primaloft in der „Silver“-Variante am Oberschenkel zum Einsatz, die Fasern stammen aus recycelten PET-Flaschen. Die Montemuro lässt sich dabei am besten mit kurzen wie langen Bibs kombinieren und schenkt trotz eng anliegender Passform dort wie erwartet wohlige Wärme.
Ganz fehlerfrei ist die Hose jedoch nicht: Die restlichen Partien aus weicher Softshell wärmen im trockenen Zustand zwar mustergültig, bei Regen ziehen sie sich jedoch rasch mit Spritzwasser voll und können so zur Kältebrücke werden.
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