MTB Brille Verspiegelt Test: Klare Sicht und Schutz auf dem Trail

Ein unerlässlicher Begleiter auf dem DH-Trail ist die Goggle. Denn beim Sturz verhindert sie im besten Fall außerdem Verletzungen der Augenpartie. Bei allem Radlspaß sollte der Sicherheitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden - vom Sonnenschutz ganz zu schweigen. Hierfür sind speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrenden abgestimmte Sonnen- bzw. Fahrradbrillen unerlässlich.

Die Bedeutung der richtigen Brille

Jeder kennt das: Setzt man sich bei schönem Wetter auf’s Rad, dauert es nicht lange, und man hat die erste kleine Fliege im Auge kleben. Die Entfernung des Kleingetiers ist oft mühsam, nicht selten muss man dazu eigens anhalten. Dabei gibt es eine einfache Lösung, solchen unangenehmen Erfahrungen vorzubeugen - eine Fahrradbrille. An ihr bleiben nicht nur die lästigen Insekten kleben, sondern sie schützt auch vor Kleinstpartikeln wie Steinchen oder Staub. Neben dem Schutz vor Sonnenstrahlung hat eine Radbrille auch wichtige und praktische Aufgaben.

Die 100% Accuri Gen 2 im Test

Wer nach einer nicht allzu teuren, aber schicken Brille sucht, der wird wahrscheinlich auf die 100% Accuri Gen 2 stoßen. Die zweite Generation von 100% soll deutlich verbessert worden sein im Vergleich zur ersten: sie ist u.a. Auf den ersten Blick sieht die Brille wirklich gut aus. Unser Modell ist schlicht in schwarz/weiß, das grau-verspiegelte Glas passt optisch perfekt. Das extrabreite Befestigungsstrap mit Silikonbeschichtung sorgt für einen guten Halt am Helm und verrutscht nicht. Das Gummiband lässt sich einfach verstellen, das Glas ist etwas schwieriger zu tauschen als wir es von Premiummodellen kennen. Die Brille sitzt perfekt in dem von uns getragenen TLD und POC Helmen.

Das Sichtfeld ist groß dimensioniert, sodass man die Strecke auch gut sehen kann. Das 9-Punkt-Linsenbefestigungssystem hält das Glas im Rahmen. Das Glas besteht aus Polycarbonat und ist Anti-Fog beschichtet, sodass die Sicht auch bei schweißtreibenden Abfahrten nicht gestört wird. Die Tönung passte bei unseren Verhältnissen von Wechsel zwischen Schatten und Sonne perfekt. Leider ist das getönte Glas sehr empfindlich. Die Goggle verfügt über umfangreiche Belüftungsschlitze, was vor allem an warmen Tagen von großer Bedeutung ist. Denn wenn man schwitzt und sich die Luft sammelt, kommt auch das beste Anti-Fog Glas an seine Grenzen.

Nach unserem Test können wir sagen, dass die 100% ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat, passt bestens in verschieden Helmtypen und überzeugt auch auf dem Trail.

Selbsttönende Gläser: Flexibilität für wechselnde Bedingungen

Je nach Startzeit verläuft beispielsweise die Pendelstrecke von der Dunkelheit über den Sonnenaufgang ins Helle. Oder die Heimfahrt mündet von der Nachmittagssonne über die Dämmerung in die Nacht. Hier können selbsttönende Gläser die passende Antwort sein. Sich automatisch tönende Brillengläser sind aus phototropem, also lichtwendigem, Material. Dabei entfalten sich die lichtempfindlichen Moleküle wie Blüten, absorbieren, reflektieren oder streuen sichtbares Licht. Aber auch bei Bewölkung oder diesigem Wetter dunkeln die Gläser leicht ab.

Neben den bereits erwähnten praktischen Gesichtspunkten besitzen photochrome Gläser auch spezielle Charakteristiken: Bei der Geschwindigkeit von Abdunklung und Aufhellung gibt es Faktoren, welche die Funktion beeinflussen. Bei Fahrten mit schnellen Hell-Dunkel-Wechseln kann das nicht unproblematisch sein. Tunnel mit ihrem abruptem Wechsel von Tageslicht zu vollkommener Dunkelheit zeigen hier die Grenzen der Technologie am deutlichsten auf. Vergangene Praxistests unserer Redaktion zeigten auch, dass ab circa 30 Grad einige Gläser sogar spürbar weniger stark abdunkeln.

Einen ähnlichen Effekt besitzen auch Fenstergläser in Autos und Häusern. Sie besitzen UV-Filter und schränken damit die Funktion der Gläser ein. Die meisten phototropen Gläser besitzen, wie das Gros unserer Testbrillen, eine Grautönung, die von vielen als angenehm empfunden wird. Die Farbwahrnehmung wird nicht verwässert, sondern unverfälscht und teils intensiver wahrgenommen. Wer regelmäßig im Gelände, Nebel oder auf schnell wechselnden Untergründen unterwegs ist, weiß starke Kontraste zu schätzen.

Photochrome Gläser zeigen mit der Zeit einen Alterungseffekt, da der chemische Prozess je nach Hersteller, Glas und Nutzung nachlässt. Teils ist nach zwei, drei Jahren eine Verlangsamung der Funktion wahrnehmbar. Optisch macht sich das als gelbliche Verfärbung der Gläser bemerkbar.

Tönungskategorien und ihre Bedeutung

Grundsätzlich gibt es Details, die Sehen, Qualität und Handhabung verbessern und damit für den optimalen Durchblick sorgen. Zur Einordnung der Tönungen gibt es fünf Kategorien - links als Überblick dargestellt. Dabei ist die Tönungsintensität vorrangig als Schutzfunktion gegen Blendung und Helligkeit zu verstehen. Die Umgebung wird abgedunkelt, die Sehleistung des Auges wieder erhöht. Für Radfahrer sind Kategorie 0 bis 2 relevant.

Erklärungsbedürftig ist die exponentiell zunehmende Wirkung: Die Unterschiede der Kategorie 0 oder 1 sind weitaus geringer sichtbar als in Kategorie 3 und 4. Wer zumeist bei Nacht und starker Bewölkung unterwegs ist, wählt ein Glas ab Filterkategorie 0. Im Test bieten das Victgoal, Red Bull Spect Eyewear, Shimano und Swiss Eye. Eindunkeln sollten photochrome Gläser auf jeden Fall bis Kategorie 2.

Antifog-Beschichtungen und Belüftung

Bei Antifog-Beschichtungen ist die Oberfläche des Glases hydrophil und zieht Wassermoleküle an - im Test beispielsweise bei Uvex. Eine Tröpfchenbildung wird verhindert, das Wasser verläuft auf der Oberfläche, störende Reflexionen werden unterbunden. Deutlich öfter wird dem Scheibenbeschlagen via im Rahmen mitgedachter Antifog-Belüftung vorgebeugt. Hier sticht Adidas mit sehr wirksamem 9-fach-Belüftungssystem im Test heraus.

Verspiegelte Oberflächen

Verspiegelte Oberflächen finden sich meist an hochwertigen Sonnenbrillen mit fixer Tönung. Bei Variogläsern sind sie selten zu finden. Im Test einzig bei Bollé, aber auch nicht vollverspiegelt. Neben dem optischen Gesichtspunkt verbessern sie den Blendschutz, lassen aber weniger Licht ins Glas. Außerdem verkratzt die Oberfläche schneller.

Weitere wichtige Aspekte beim Brillenkauf

Für Brillenträger mit einer Fehlsichtigkeit, die auf Kontaktlinsen beim Radfahren verzichten wollen, ist vor dem Kauf wichtig zu wissen, ob eine optische Verglasbarkeit möglich ist. Zur Verfügung stehen Direktverglasung, Optikadapter und Clip-In-Einsätze. Darüber hinaus sollten Gläser an Radbrillen entsprechend stark gebogen sein, um einen optimalen Abschluss an Stirn und Wangen zu bieten - ganz ohne Zugluft.

Kurzum: Die Wahl der perfekten Brille obliegt vielen Faktoren - natürlich auch der Preisfrage. Weiter raten wir dazu, die Brille vor dem Kauf unbedingt Probe zu tragen. Jede Kopfform, jeder Anspruch ist anders. Hier gibt es eine individuelle Kaufberatung mit der Möglichkeit, die Brille optimal auf den Kopf anzupassen, vor einem Ventilator auf Zugluft zu testen, die Gläser per UV-Lampe abzudunkeln oder (wenn möglich) eine optische Verglasung vorzunehmen. Bei Justage und Passform bringen diverse Gestellgrößen Vorteile. Im Test nur bei Pop Eyes und Evil Eye zu finden.

Perfekt lassen sich Brillen dann mit einstellbaren Nasenbügeln anpassen. Einzig bei Evil Eye lässt sich zudem die Bügelposition für optimale Inklination in drei verschiedene Ausrichtungen verstellen. Stehen Augenbrauen, Wimpern oder Wangenknochen an? Das gibt Punktabzug. Entsprechend fallen die Bewertungen aus, da auf längeren Touren jedes Gramm spürbar werden kann. Im direkten Blickfeld sollten weder Rahmen noch Glaskanten stören.

Schutz vor schädlicher UV-Strahlung ist dank DIN-Norm bei allen Brillen vorhanden, als auch vor einem Ventilator. Große Gläser schützen meist besser. Beschlagende Brillengläser konnten wir vor allem bei sportiver Fahrweise bergauf oder kühlen Bedingungen provozieren. Absolut vergleichbare Ergebnisse sind jedoch nicht möglich, weil verschiedene Glasfarben, Tönungskategorien und Transmissionswerte (Lichtdurchlässigkeit) die Funktion beeinflussen. Oft fungiert der Beutel auch als Putztuch.

Für noch genauere Anpassung der Brille sind Ersatz-Nasenpads top. Im Test einzig bei Evil Eye im Lieferumfang.

Testsieger und Empfehlungen

Im wahrsten Wortsinn finden wir in unserem Test Licht und Schatten. Und das in unterschiedlicher Ausprägung und Wechselgeschwindigkeit. Aber auch Alpina, Adidas, Evil Eye und Pop Eyes überzeugen. Im Test erzielt Uvex mit sehr angenehmem Tragegefühl den Bestwert - und verdient sich einen Preis-Leistungs-Tipp. Ein komfortables Auflagegefühl liefern aber auch Bollé, Cratoni, Evil Eye, Oakley, Swiss Eye und Pop Eyes. Beide zeichnen wir mit einer Empfehlung aus.

Weitere getestete Brillenmodelle

  • Naked Optics The Volt: Individualisierbare Brille mit klarer Formsprache, gutem Halt und fairem Preis.
  • Bollé C-Shifter: Technische Eleganz und Unkompliziertheit.
  • Julbo Intensity Spectron HD: Leicht und vielseitig, ideal für Multisportler.
  • Evil Eye Roadsense: Hochwertige Glastechnologie für unterschiedliche Lichtverhältnisse.
  • Alpina Turbo HR: Günstige Brille für Einsteiger mit technischem Look.

Goggle-Test: Schutz für anspruchsvolle Trails

Sobald es mit dem Mountainbike abfahrtslastig wird, erfreuen sich Goggles sehr großer Beliebtheit, denn sie bieten einen zuverlässigen Schutz vor Staub und Schlamm. Wir haben uns 5 Goggles verschiedener Hersteller genauer angesehen und ausgiebig getestet.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer Goggle:

  • Passform zum Helm und Gesicht
  • Einschränkung des Sichtfelds
  • Belüftung gegen Beschlagen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Getestete Goggles:

  • Scott Prospect: Sehr hochwertige und angenehm zu tragende Brille mit minimaler Einschränkung des Sichtfelds.
  • 100% Strata Gen 2: Preis-Leistungssieger für Hobbyfahrer mit guter Ausstattung.
  • Leatt Velocity 6.5: Mega stylische Brille mit exzellentem Brillenglas und hohem Kontrast.
  • O’Neal B-10 Pixel: Günstigste Brille im Test, solide Verarbeitung und gute Sicht.
  • 100% Armega: Flaggschiff mit Hiper-Technologie-Brillenglas und höchstem Komfort.
  • Naked The Troop Bike: Rahmenlose MTB-Goggle mit schnellem Gläserwechsel.

Egal wie viel Geld Du für eine neue Brille ausgeben möchtest, Du wirst bestimmt ein Produkt finden, welches zu Dir passt. Teuer heißt nicht immer besser, denn für viele Biker reichen oft schon die günstigeren Goggles vollkommen aus.

Auswahlkriterien für die perfekte Fahrradbrille

Klare Sicht, guter Sitz und cooler Look: Auf der Suche nach der perfekten Fahrradbrille zählen viele Faktoren. Sportbrillen haben neben dem Stylefaktor vor allem eine Schutzfunktion. Sie bewahren Deine Augen vor Schmutz, Steinen, Wind und UV-Strahlung. Eine gute Fahrradbrille schützt nicht nur die Augen, sondern verbessert auch den Komfort und die Sicht beim Fahren in den verschiedenen Wetterverhältnissen von sonnig über regnerisch bis wechselhaft. Diese Kriterien unterstützen Dich, eine passende Brille für Deinen Einsatzzweck zu finden.

Die Brille sollte rutschfest sitzen, nicht drücken und auch bei Bewegung oder Schweiß stabil bleiben. Gummierte Bügel und verstellbare Nasenpads können den Tragekomfort erhöhen und sorgen für einen sicheren Halt, besonders bei sportlicher Fahrweise. Der VLT-Wert („Visible Light Transmission“) gibt an, wie viel sichtbares Licht durch die Gläser gelangt. Je niedriger der Wert, desto dunkler die Tönung. Für bewölktes Wetter oder Dämmerung sind höhere VLT-Werte besser geeignet.

Fahrradbrillen unterscheiden sich nicht nur in der Tönung, sondern auch in der Form und Beschaffenheit ihrer Gläser. Sphärische Gläser sind nach außen gewölbt und ahmen die Kugelform des Auges nach. Wechselgläser bieten Flexibilität bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Wenn Dir das manuelle Wechseln der Gläser zu aufwendig ist, oder Du schnelle Wechsel zwischen hellen und dunklen Passagen auf Deinen Touren hast, dann sind photochrome bzw. selbsttönende Gläser genau das Richtige für Dich. Selbsttönende Gläser passen sich automatisch an die Umgebung an und sind somit für Touren mit Sonne und Schatten oder lange Tagestouren von Dämmerung bis Mittagssonne gut geeignet.

Überlege Dir, wo und wie Du die Brille einsetzen möchtest: Für Rennradfahrer sind leichte, aerodynamische Modelle mit großem Sichtfeld gut geeignet. Mountainbiker profitieren von robusten Gläsern und guter Rundumsicht. Für Alltagsradler oder Pendler sind Komfort und Vielseitigkeit entscheidend. Achte beim Kauf von Fahrradbrillen auf Angaben zu VLT-Wert, Lichtschutzkategorie, Glaseigenschaften und Ausstattung.

Die 6 besten Goggles im Überblick

Dreck, Fliegen, Staub, Äste, Fahrtwind, Steine - die Goggle ist die Firewall für Deine Augen. Hier: Sechs Modelle, die Du Dir genauer ansehen solltest.

  • OAKLEY Airbrake MTB: Robustes Glas, schnelle Reinigung, Kontrastverstärkung.
  • MELON Diabolo: Große Auswahl an Farben und Styles, sinnige Features.
  • REACT Sight 2.0: Schnelle Tönungsanpassung, Hightech aus der Schweiz.
  • SWEET PROTECTION Firewall: Retro-Style, maximal großes Sichtfeld.
  • NAKED The Troop Bike: Rahmenloses Design, großes Sichtfeld, einfacher Scheibentausch.
  • 100% Accuri 2: Breites Sichtfeld, leichte Handhabung, dichter Sitz am Gesicht.

Selbsttönende Sonnenbrillen im Test

Eine Sonnenbrille gehört für die meisten Biker so selbstverständlich zur Ausrüstung wie Fahrradpumpe und Ersatzschlauch. Dabei ist sie für viele mehr als nur reiner Schutz vor Sonne, Fahrtwind oder Flugobjekten. Gerade die aktuell so angesagten Shield-Modelle mit besonders großen Scheiben punkten mit einer zusätzlichen Portion Style.

Die Vorteile selbsttönender Brillen

Doch die meisten Filter der Schutzklassen zwei und drei sind nur für bestimmte und recht helle Lichtverhältnisse geeignet. So lange die Sonne scheint und man unter freiem Himmel fährt, bieten sie perfekte Sicht. Wenn aber der Trail plötzlich in einen schattigen Wald wechselt oder man auf der Tour von der Dämmerung überrascht wird, sind diese Filterklassen zu dunkel. Anhalten und Scheibe wechseln? Das nervt. Ohne Brille weiterfahren? Zu gefährlich für die Augen. Selbsttönende Brillen passen sich automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse an und können so den optimalen Kompromiss bieten.

Breiter Einsatzbereich dank Selbsttönungs-Effekt

Um einen möglichst breiten Einsatzbereich abzudecken, sollte die Anfangstönung der Brille möglichst klar sein. Nur dann sind die Gläser im Übergang zwischen Tag und Nacht ausreichend hell und bieten auch bei Nachtfahrten mit Licht ausreichend Sicht. Die meisten Modelle im Test wechseln ihre Tönung zwischen den Filterklassen zwei und drei. Wirklich nachttaugliche Kandidaten beginnen dabei bei einer kaum wahrnehmbaren Abdunklung von 20 bis 25 Prozent.

Die dunkelste im Test gemessene Scheibe filtert bis zu 88 Prozent des Lichts, was eher für grelle Tage in der Wüste, als für die mitteleuropäische Wirklichkeit taugt. Dunkler ist also nicht unbedingt besser. Die Filterklasse muss übrigens laut EU-Norm bei jeder Brille angegeben sein. Doch die Filterklassen sind erklärungsbedürftig, da die Verdunkelungswirkung nicht linear verläuft, sondern exponentiell. Während die Klasse 0 (mit 0-20 Prozent Tönung) kaum sichtbar tönt, liegen zwischen Verdunkelungen von 70 und 90 Prozent Welten.

Filterklassen von Sonnenbrillen in der Übersicht

Filterkategorie Geeignet für Blendschutz
0 Bewölkte Tage und Dämmerung Bis 20 %
1 Bedeckte Tage Bis 57 %
2 Sommertage in Mitteleuropa Bis 82 %
3 Aufenthalte im Schnee, in den Bergen und am Meer in Südeuropa Bis 92 %
4 Aufenthalte im Hochgebirge oder auf Gletschern (nicht zum Autofahren geeignet!) Bis 97 %

Für Fahrten im Auto sind selbsttönende Brillen in der Regel nicht geeignet. Weil moderne Autoscheiben einen Großteil der UV-Strahlung filtern, ist die Reaktion der photoaktiven Moleküle im Brillenglas stark eingeschränkt. Der UV-Schutz hingegen bleibt auch bei nicht getönter Scheibe in vollem Umfang erhalten.

Mountainbike-Brillen für den Winter

Vor kurzem haben wir euch bereits die besten Mountainbike-Handschuhe für den Winter vorgestellt, nun sind die Brillen an der Reihe. Spezielle Brillen für den Winter gibt es nicht, was also tun gegen kalte Luft und Schneematsch in den Augen?

Im Winter ist es eine Krux: Ohne Brille treibt einem der kalte Fahrtwind Tränen in die Augen, mit Brille hindert einen das lästige Beschlagen immer wieder an der Weiterfahrt. Und alle paar Meter die eingesauten Gläser freiwischen und dabei tiefe Kratzer ins Glas schleifen will auch niemand. Andererseits ist der ständige Waldboden unter den Augenlidern auch alles andere als angenehm.

Keine Brille zu tragen ist jedenfalls keine Option. Jedes noch so kleine Sandkorn schadet dem Auge und diese kleinen Beschädigungen sind irreparabel. Im Alter bekommt man die Quittung, wenn die vielen kleinen Verletzungen die Sicht unwiderruflich eingeschränkt haben. Noch viel schlimmer: Schon ein kleiner, unglücklich platzierter Ast auf Augenhöhe kann einen das Augenlicht kosten. Wir schützen unseren Körper ganz selbstverständlich mit Helm und Schonern, das Gleiche sollte auch für die Augen Pflicht sein.

Was tun gegen beschlagene Gläser?

Hersteller werben gerne mit (teuren) Gläser, die nicht beschlagen. Ist klare Sicht also nur eine Frage des Geldes? Der Optiker nimmt uns die Illusion: ein solches Wunderglas ist vor allem Marketing, die Vernebelungsanfälligkeit von Brillen kein objektives Kriterium. Spezielle Beschichtungen können zwar dem Beschlagen entgegenwirken. Viel entscheidender ist aber, dass die Brille ihrem Träger passt. Die warme Luft zwischen Augen und Gläsern muss entweichen können, damit sie sich nicht als Wasserdampf auf der Innenseite festsetzt. Gleichzeitig darf aber auch nicht zu viel kalter Fahrtwind an die Augen dringen.

Wer eine Brille sucht, sollte deswegen verschiedene Modelle anprobieren und nach optimalem Sitz auswählen. Eine Mountainbike-Brille sollte mit der Stirnlinie abschließen, der Blick durch das obere Drittel der Gläser gehen. Zwischen Stirn und Wangen sollte ein ca. 4mm großer Abstand bleiben, damit die Luft zirkulieren kann.

Anforderungen an Mountainbike-Brillen

Mountainbike-Brillen sollen neben dem guten Sitz vor allem zwei Kriterien erfüllen: Erstens müssen sie stoßfest und bruchsicher sein, um den Träger bei einem Sturz nicht zu verletzen. Zweitens sollen sie eine gute Abbildungsqualität besitzen, um ein verlässliches Bild vom Untergrund zu generieren. Diese zwei Eigenschaften sind schwer zu vereinen und je besser es gelingt, desto teurer sind in der Regel auch die Gläser.

Empfehlungen für den Wintereinsatz

Adidas und Oakley gelten unter Optikern als die Referenz, wenn es darum geht, Stoßfestigkeit und Abbildungsqualität zu vereinen. Dafür haben die Brillen auch ihren Preis, unter 200 € sind die Modelle kaum zu haben.

Bei der Auswahl der Gläser verließen wir uns auf die Empfehlung der Hersteller: Mit dem Auftrag, uns ihre beste Brille für gute Sicht an nassen, dunklen Wintertagen zu schicken, entschieden diese sich für unterschiedliche Wege. Oakley, Uvex und Alpina haben uns für unseren Einsatzbereich ihre photochromatischen, d. h. selbsttönenden Gläser, empfohlen. Adidas, NIKE und Swiss Eye schickten Modelle mit Wechselgläsern. Alle sechs Modelle haben wir bei unter null Grad auf der gleichen Route getestet, inklusive Schlammlöchern, Up- und Downhill.

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