Carbon-Laufräder polarisieren und teilen die Bike-Gemeinde in zwei Lager. Die Frage, ob man den Wert eines gebrauchten Kleinwagens für einen Laufradsatz ausgeben soll, kommt immer wieder auf. Doch warum sich dieser Schritt lohnen kann, wird im Folgenden erläutert.
Was macht Carbon-Laufräder so besonders?
Zum ersten Mal live in meinen Händen, fällt sofort der ungewöhnliche Schnitt der Felge auf. An jedem Speichenloch scheint Santa Cruz eine Portion Carbon vergessen zu haben. Doch weit gefehlt! Laut eigener Aussage, hat Santa Cruz bei den Reserve Laufrädern auf einem weißen Blatt Papier angefangen und konnte so Carbonspezifische Probleme von Anfang an ausschließen. Durch die Innenweite von 30 mm werden die Reifen schön breit abgestützt.
Die bisherigen Knackpunkte (welch Wortspiel…) waren bei Carbonlaufrädern die Bohrungen der Speichennippel und das Felgenhorn. Das eine brach aus, das andere splitterte und platze auf. So wurde bei der Reserve Serie an genau diesen Stellen eine Verstärkung angebracht, welche genau das verhindert.
Die lebenslange Garantie von Santa Cruz
Und genau hier kommt das eigentliche Kill-Kriterium für alle Alu-Laufradsätze dieser Welt: lebenslange Garantie! Santa Cruz bietet dem Erstkäufer eine lebenslange Garantie auf die Reserve-Felgen. Du knackst die Felge nach z.B. 4 Jahren, meldest Dich bei Santa Cruz und bekommst eine neue Felge in Kooperation mit deinem Händler. Hierfür muss der Laufradsatz natürlich genauso registriert werden, wie jeder normale Santa Cruz Rahmen auch.
Erfahrungen auf dem Trail
Mit einer gewissen Erfurcht übernehme ich den Laufradsatz und baue ihn in mein Bike ein. Der erste Gedanke dabei war ungefähr so: Was ist wenn die Dinger nicht versprechen was sie halten? Muss ich eigentlich zahlen, wenn ich die jetzt kaputt mache? Machen mich diese Gedanken jetzt eigentlich direkt langsamer, weil man aus Angst nicht mehr draufhält?
In den letzten Wochen habe ich den Laufrädern verschiedenste Trails und Untergründe gezeigt. Waldboden (mal vereist, mal schlammig), Wurzeln, Fels, lose Steine und natürlich auch den ein oder anderen Transfer-Kilometer auf Asphalt. Was sofort auffällt ist der Sound des IndustryNine-Freilaufs. Einmal an den Klang eines Hornissenschwarms gewöhnt, will man definitiv nichts anderes mehr!
Mit einem Systemgewicht von 1730gr gehören die Laufräder nicht zu den absoluten Leichtgewichten. Aber das ist auch gut so und war bei der Entwicklung auch nicht das Ziel. Santa Cruz wollte das beste Laufrad und nicht das leichteste bauen!
Durch das dennoch geringe Gewicht beschleunigen die Räder extrem gut. Man muss sich hier immer vor Augen halten, dass wir gerade über einen breiten Enduro Laufradsatz sprechen. Und dafür gehen die Räder ab wie Schmitz‘ Katze. Durch die Innenbreite von 30mm stützen die Felgen den Reifen extrem gut ab und verhindern aktiv Walkbewegungen auch bei geringeren Luftdrücken. Hier kann man sich sogar dafür entscheiden, einen schmalen Plus-Size Reifen zu fahren, z.B. einen Continental Der Baron Projekt 2.6 oder den Satz in ein Enduro zu schrauben.
Test: Alu- und Carbonlaufräder ab 600 Euro
Laufräder gelten als das beste Tuning fürs MTB. Doch stimmt das wirklich? Und was bieten aktuelle Nachrüstsätze? Wir haben 13 Modelle ab 430 Euro getestet.
Die Gewinner auf einen Blick
- Testsieger unter den Alu-Laufrädern werden die Veltec ETR Extradrei. Veltecs Satz ist perfekt aufgebaut, punktet mit niedrigem Gewicht und einem spitzen Wert bei der Trägheitsmessung.
- Bei den Carbon-Laufrädern sichern sich die Acros Enduro-Carbon-LSR 29" den Testsieg. Acros liefert ein superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon Rundlinge. Toll für Nachrüster: der Satz ist auch für Non-Boost erhältlich!
- Den Kauftipp bei den Alu-Laufrädern holen sich die Race Face Aeffect R, dank grundsolidem Laufradaufbau, guten Steifigkeitswerten und ordentlichem Tempo.
- Die Newmen Advanced SL A.30 sichern sich den Kauftipp unter den Carbon-Laufrädern. Optisch machen die superleichten Sätze eine Menge her und auch die Beschleunigung kann voll punkten.
Detaillierte Testergebnisse
Alu-Laufräder ab 430 Euro
Im Folgenden werden einige der getesteten Alu-Laufräder detaillierter betrachtet:
- Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy: Die Crank-Räder gehören zu den seiten- und torsionssteifsten im Test. Trotz des hohen Gewichts erreichen sie bei der Trägheitsmessung gute Werte, da die recht leichte Alu-Felge die schweren Naben kaschiert. Testurteil: Gut.
- DT Swiss XM 1700 Spline: Die beliebten Mittelklasse-Laufräder der Schweizer sind - für Alu-Felgen - leicht und prima zu beschleunigen. Das Vorderrad überragt bei der Seitensteifigkeit die Konkurrenz, generell liegen die Steifigkeiten auf sehr gutem Niveau. Testurteil: Sehr gut.
- Mavic Crossmax XL S 29: Das neue Crossmax- Laufrad kommt dezenter daher als früher - und ist rundum eine solide Wahl. Für ein Alu-Rad relativ leicht, glänzt die wie gehabt sehr gute Mavic-Aufbauqualität. Testurteil: Gut.
- Newmen Evolution SL A.30: Leicht und flott! Die Newmen-Alu-Räder sind nur minimal schwerer als die von Testsieger Veltec, lassen sich aber genauso prima (für einen Alu-Satz) beschleunigen. Testurteil: Sehr gut.
- Race Face Aeffect R: Auf der Habenseite der Alu-Laufräder aus Kanada steht ein grundsolider Laufradaufbau samt sehr guter Steifigkeitswerte. Trotz des stattlichen Gewichts von fast zwei Kilo für den Satz macht die Felge Tempo: In Sachen Beschleunigung gehört das Race-Face-Rad zu den besten im Alu-Testfeld. Auch daher ein Kauftipp! Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp).
- Shimano Deore XT WH-M8120: Günstig, aber gut! Shimanos XT-Laufradsatz schlägt sich trotz preislichem Respektabstand zur Konkurrenz wacker. Testurteil: Gut.
- Spank 350 Vibrocore: Die Spank-Räder besitzen eine Schaumstoff-Schicht in der Felge, die Vibrationen dämpfen soll. Generell eher schwerer, "nur" gut zu beschleunigender Satz. Testurteil: Gut.
- Veltec ETR Extradrei: Veltecs Satz ist perfekt aufgebaut und zeigt das geringste Gesamtgewicht im Alu-Testfeld. Auch der Wert bei der Trägheitsmessung ist im Vergleich Spitze. Preiswert, auch in alten Standards erhältlich! Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger).
Carbon-Laufräder ab 1199 Euro
Auch die Carbon-Laufräder wurden ausführlich getestet:
- Acros Enduro-Carbon-LRS 29": Acros liefert mit dem Enduro-Laufradsatz ein mit 1550 g superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon-Rundlinge. Toll für Nachrüster: Der auch preislich äußerst attraktive Satz aus Baden-Württemberg ist auch für Non-Boost erhältlich. Testurteil: Überragend (MOUNTAINBIKE-Testsieger).
- Crankbrothers Synthesis Enduro Carbon: Die Synthesis sind die schwersten und "langsamsten" Kohlefaser-Räder im Test. Dafür sind die Crankbrothers rundherum sehr gut aufgebaut, und sie glänzen dank massiver Bauweise mit nahezu perfekten Seitensteifigkeiten. Testurteil: Sehr gut.
- DT Swiss XMC 1501 Spline One: Die Schweizer punkten bei ihrem Carbon-Modell mit perfektem Aufbau und niedrigem, wenn auch nicht superleichtem Set-Gewicht. Testurteil: Überragend.
- Newmen Advanced SL A.30: Optisch macht Newmens superleichter Carbon-Satz mit den silbern glänzenden Naben eine Menge her. Aufgrund der etwas schlechteren, aber immer noch sehr guten Steifigkeiten "nur" Zweiter. Testurteil: Überragend (MOUNTAINBIKE-Kauftipp).
- Race Face Next R31: Wie Crankbrothers setzt auch Race Face eher auf Stabilität denn auf ausgewiesenen Leichtbau. Dafür überzeugt der Aufbau der breiten Felgen. Testurteil: Sehr gut.
Laufrad-Test: Details und Hintergründe
Die getesteten Laufräder weisen zumeist attraktive Gewichte auf, die deutlich unter denen eines "08/15-Satzes" in einem 3000-Euro-Fully liegen dürften. Logo, die Carbonis wiegen dabei weniger als die Alu-Modelle: im Schnitt 265 g pro Satz. Wobei die beiden Kohlefaser-Wheels von Acros und Newmen mit unter 1600 g Paargewicht echte Traumwerte erreichen - bei voller Enduro- und hoher Gewichtsfreigabe (Acros nennt gar keine Beschränkung). Dass auch Alu leichte Laufräder erlaubt, zeigen Newmen und Veltec, deren Sätze auf je rund 1800 g kommen - klasse.
Je leichter, desto beschleunigungsfreudiger? In der Regel trifft dies zu. Aber auch sehr schwere Laufräder können eine vergleichsweise geringe Massenträgheit aufweisen. Denn es kommt vor allem auf das Gewicht der Felge an, da diese bei der Rotation den längsten Weg zurücklegt.
Langzeittest: DT Swiss EX 1700 SPLINE
Der DT Swiss EX 1700 SPLINE-Systemlaufradsatz ist das Aluminium-Flaggschiff der Schweizer Felgen-, Speichen- und Naben-Spezialisten. Das „E“ in EX 1700 steht dabei für Enduro und markiert den Einsatzbereich des 750 € teuren Modells, das für die härtesten Trails der Welt ausgelegt ist.
Technisch setzt der Laufradsatz auf die aktuellen DT 350-Naben mit Ratchet-Zahnscheibenfreilauf. Der Wechsel des Freilaufkörpers (XD, Micro Spline, Shimano ASL) gelingt dadurch werkzeugfrei und mit wenigen Handgriffen. Auch bei der Bremsscheibenaufnahme bietet DT Swiss die Wahl zwischen CENTER LOCK und 6-Bolt.
Das Highlight des Systemlaufrads ist die verbaute EX 511-Felge aus Aluminium mit 30 mm Innenweite. Bereits ab Werk ist in ihr das Tubeless-Felgenband verklebt und auch ein Ventil gehört zum Lieferumfang des EX 1700, der entweder als 29”- oder 27,5”-Variante angeboten wird.
In den ersten Wochen auf dem Trail zeigten sich die hohe Verarbeitungsqualität und die Kompetenz, die DT Swiss in den Laufradbau steckt. Dabei trifft der Laufradsatz genau den Sweet Spot an Compliance, sodass er wenig Vibrationen an die Hände durchreicht und auch bei seitlichen Schlägen nicht verspringt.
Nach gut 10 Monaten musste der EX 1700 zum ersten Mal auf den Zentrierständer, obwohl er noch immer sehr rund lief. Einzig die Anzahl der Dellen in der hinteren Felge nahm stetig zu. Mit einer gerissenen Speiche musste sich das Hinterrad auf einem Rennen seinem größten Härtetest unterziehen. Mit nur mehr 27 Speichen konnte der EX 1700 trotz ordentlichem Höhenschlag über die Ziellinie rollen.
Nach 18 Monaten sind vor allem das Vorderrad und die Naben noch top in Schuss. Am Heck ist es allerdings Zeit für eine neue EX 511-Felge: Die alte hat ihren Ruhestand redlich verdient.
Breite Felgen und Tubeless-Technologie
Mit den aktuellen Breitfelgen - im Test liegt das mittlere Innenmaß bei rund 30 Millimetern - lässt sich der Druck senken, Komfort und Grip steigen. Das sind starke Argumente, alte Schmalspurlaufräder in Rente zu schicken und ans Zweit- oder Drittrad zu verbannen und in neue Technik zu investieren.
Alle Felgen im Test sind für Schlauchlosbetrieb geeignet. Die effektiven Durchmesser aber schwanken.
Schlagtest: Alu vs. Carbon
Einen Stein übersehen, oder voll in eine Wurzel gesprungen? Wenn der Reifen durchschlägt, zählt die strukturelle Festigkeit der Felge. Mit einem Schlagtest haben wir überprüft, was die Felge wegstecken kann. Dazu haben wir die Laufräder 20 Grad geneigt aufgespannt und einen 7,5 Kilogramm schweren Kunststoffhammer aus fünf Höhen auf das Felgenhorn donnern lassen.
Alu-Felgen bekommen dabei schnell Beulen, deren Tiefe wir vermessen haben (Tabellenwerte oben). Carbon-Felgen haben wir auf sichtbare Schäden kontrolliert und auf der höchsten Schlagstufe bis zu fünf Versuche an fünf unterschiedlichen Stellen unternommen.
Die Ergebnisse unseres Bruchtests der Carbon- und Alu-Laufräder im Überblick.
Unzerstörbar: Die Syntace-Felge aus Carbon besteht die Schlaghöhe 5 locker, selbst die Probe auf Stufe 8 lässt nur den Decklack platzen. Ein herausragendes Testergebnis. Damit kann man sich zu Tale stürzen.
Gerissen: Carbon verhält sich digital. Die Carbon-Felge von Acros hält bis Schlagstufe 4 ohne sichtbare Zeichen, bei Schlagstufe 5 reißt die Felge auf. Im groben Geläuf sind solche Konstruktionen keine gute Wahl.
Eingeknickt: Meistens beult Alu nur. Aber wenn es zu viel wird, gibt es auch hier Bruch - wie im Bild bei der Sun-Ringlé-Felge, die bei Schlagstufe 5 als einzige Alu-Felge richtig deutlich einreißt.
Standhaft: Selbst bei Schlagstufe 5 sind die Beulen in der Newmen-Aluminium-Felge winzig. Besser steckt kein Alu-Ring die Misshandlungen weg. Der Trick: Die Felgenhörner sind leicht ausgestellt.
Komponenten und Aufbau von Laufrädern
Ein Fahrradlaufrad besteht aus vier Hauptkomponenten, die alle einen Einfluss auf das Gewicht, die Leistung und die Haltbarkeit haben. Eine Verbesserung (oder Verschlechterung) dieser Komponenten kann sich auf die Fahrqualität, deine Kraftanstrengung (Geschwindigkeit), die Bremsleistung und sogar darauf auswirken, wie gut dein Fahrrad auf das Gelände reagiert.
- Felge: Die Felge befindet sich an der Außenseite des Laufrads und hat bei den meisten Mountainbike-Laufrädern die Aufgabe, den Reifen zu halten. Die Breite der Felge wirkt sich auf die Reifenbreite aus, was sich erheblich auf die Kontrolle des Fahrers und den Grip auf dem Trail auswirken kann.
- Nabe: Die Nabe befindet sich in der Mitte des Rades und bildet die Drehachse. In jeder Nabe, vorne und hinten, befindet sich die Achse, die das Rad mit dem Fahrrad verbindet. Am Hinterrad verfügt die Nabe über eine Verzahnung, in die eine Kassette eingreift.
- Speichen: Das Material, das Nabe und Felge miteinander verbindet. Die Anzahl der Speichen variiert zwischen Vorder- und Hinterrad, wobei das Hinterrad oft mehr Speichen hat, um die Festigkeit und Steifigkeit zu erhöhen.
- Nippel: Die Speichen werden mit einer speziellen Mutter, dem Nippel, am Laufrad befestigt. Nippel sind wichtig, um die Speichenspannung zu regulieren, die ein Laufrad "ausrichtet", d. h. es gerade macht, wenn es sich dreht.
Materialien: Aluminium vs. Carbon
Die meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Laufräder sind mit Aluminium-Felgen unterschiedlicher Qualität ausgestattet, während hochwertige Laufräder in der Regel Felgen aus Carbon haben, die das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit erhöhen.
Laufrad Abmessungen: Größe, Breite und Tiefe
Es gibt drei Hauptgrößen von Mountainbike-Laufrädern, die an den meisten neuen Mountainbikes zu finden sind, und darüber hinaus noch weitere Optionen für spezielle Fahrräder. Die Laufräder werden durch Nummern bezeichnet, die ihre Größe angeben.
- 26-Zoll Laufräder
- 27,5-Zoll Laufräder
- 29-Zoll Laufräder
Der Trend geht zu breiteren Felgen, was den Komfort durch ein größeres Luftvolumen im Reifen erhöht. Dies geht einher mit der Umstellung auf größere Reifen, die das Überrollverhalten, die Traktion und die Kontrolle verbessern sollen, da sie mit einem niedrigeren Druck gefahren werden können.
Race Face Era Carbon-Laufräder im Test
Mit dem Race Face Era will der kanadische Komponentenhersteller neue Maßstäbe im Bereich der Enduro- und Trail-Laufräder setzen. Carbon-Felgen kombiniert mit der bewährten Vault-Nabe und eine lebenslange Garantie sollen den Laufradsatz zum ultimativen Begleiter für jeden Trail machen. Doch wie schlägt sich das Race Face Era-Laufrad in der Praxis?
Der Laufradsatz wiegt gerade einmal 1.754 g in der getesteten 29″-Ausführung und geht für ca. 1.809 € über die Theke. Damit sind sie natürlich keine Budget-Option, aber in etwa auf einer Linie mit High-End Carbon-Laufrädern von anderen Herstellern.
Die Felgen der Race Face Era-Laufräder bestehen aus einem Carbon-Lay-up, das nicht nur für hohe Steifigkeit sorgen soll, sondern laut Hersteller auch eine gewisse Nachgiebigkeit bewahrt, um Schläge effizient zu dämpfen.
Die Race Face Era sind mit hauseigenen Vault-Naben ausgestattet, die sich bereits an den anderen Laufrädern der Marke bewiesen haben. Das Freilaufsystem ist sehr voluminös, da die Sperrklinken im äußeren Bereich der Nabe sitzen, statt innen wie bei den meisten anderen Herstellern. Es bietet einen feinen 3°-Eingriffswinkel, was für wenig Verzögerung sorgt, sobald man in die Pedale tritt. Allerdings kann durch den niedrigen Winkel auch der Pedal-Kickback erhöht werden.
Während des gesamten Testzeitraums haben sich die Race Face Era-Laufräder als äußerst zuverlässig erwiesen: Keine einzige Speiche lockerte sich, und die Nabe lief durchgehend problemlos. Selbst nach harten Einschlägen und langen Tagen im Bikepark hielt das Era-Laufradset ohne Murren.
Die Kombination aus hoher Präzision und angenehmer Compliance sorgt für ein direktes, aber komfortables Fahrverhalten. Besonders beeindruckend ist die Haltbarkeit, die sich über ein Jahr hinweg bewährt hat - keine losen Speichen, eine zuverlässige Nabe. Auch harte Einschläge steckt die robuste Felge weg.
Tabellarische Übersicht: Ausgewählte Laufradsätze im Vergleich
| Laufradsatz | Material | Gewicht (Paar) | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Veltec ETR Extradrei | Aluminium | 1792 g | 549 Euro | Geringstes Gewicht im Alu-Testfeld, Testsieger |
| Acros Enduro-Carbon-LSR 29" | Carbon | 1550 g | 1199 Euro | Superleicht, Testsieger |
| Race Face Aeffect R | Aluminium | 1993.5 g | 600 Euro | Grundsolider Aufbau, Kauftipp |
| Newmen Advanced SL A.30 | Carbon | 1579.5 g | 1450 Euro | Superleicht, Kauftipp |
| DT Swiss EX 1700 SPLINE | Aluminium | 2014 g | 750 Euro | Robust, für Enduro-Einsatz |
| Race Face Era | Carbon | 1754 g | 1809 Euro | Hohe Präzision, angenehme Compliance, sehr haltbar |
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