Laufräder und Reifen zählen zu den effektivsten Möglichkeiten, das Bike auf mehr Vortrieb zu trimmen. Bikes mit leichten Laufrädern, insbesondere vorne, fahren sich quirliger und lassen sich besser beschleunigen.
Tune liefert mit dem neuen Cross-Country-Laufradsatz den optimalen Kompromiss aus Gewicht und Stabilität. Optisch elegant verbinden 32 Edelstahlspeichen die Kingkong- bzw. Kong-Nabe mit der 29-Zoll-Carbonfelge und tragen so satte 115 Kilogramm Systemgewicht. Unser Testergebnis zeigt: Das Rezept geht auf. Der Blackburner 23 ist steif und erreicht gute Beschleunigungswerte, wie die verschiedenen Prüfstandtests ergeben. Die Reifenmontage stellte sich als etwas widerspenstig heraus, ist jedoch mit etwas Geschick ohne Reifenheber machbar.
Ein Laufradsatz aus Kohlefaser hat aber noch einen zweiten Vorteil: Carbon ist sehr steif, wodurch sich die Laufräder sehr präzise steuern lassen. Was aber nicht heißt, dass man keine steifen Alu-Laufräder bauen könnte. Ein guter Teil der Stabilität hängt nämlich von den Speichen und der Art des Einspeichens ab. In der Praxis ist ein Unterschied zwischen guten Alu-Laufrädern und Carbon-Laufrädern für Durchschnitts-Biker kaum festzustellen.
Seit dem Einzug der Tubless-Technologie (schlauchlos) geht der Trend zu breiteren Felgen. Damit lassen sich die Reifen mit weniger Druck fahren - ohne instabil zu werden oder bei radikalen Kurvenmanövern von der Felge zu springen. Zusätzlich verbessert ein größerer Felgenquerschnitt auch die Laufradsteifigkeit.
Race Face Era Carbon Laufräder im Test
Race Face ist seit Jahren eine feste Größe im Mountainbike-Bereich und kann in seinem Portfolio mit zahllosen Produkten aufwarten, von Bekleidung über Protektoren bis hin zu Komponenten. Mit den neuen Era-Carbon-Laufrädern will Race Face eine neue Benchmark setzen und ein Produkt bieten, das auf hohe Haltbarkeit setzt und gleichzeitig starke Trail-Performance liefert. Der Laufradsatz wiegt gerade einmal 1.754 g in der getesteten 29″-Ausführung und geht für ca. 1.809 € über die Theke. Damit sind sie natürlich keine Budget-Option, aber in etwa auf einer Linie mit High-End Carbon-Laufrädern von anderen Herstellern.
Die Felgen der Race Face Era-Laufräder bestehen aus einem Carbon-Lay-up, das nicht nur für hohe Steifigkeit sorgen soll, sondern laut Hersteller auch eine gewisse Nachgiebigkeit bewahrt, um Schläge effizient zu dämpfen. Die Felgenflanke ist sehr breit gehalten, wodurch Reifenpannen durch Durchschläge vermieden werden sollen. Optisch wirken sie trotz ihrer Standard-Innenmaulweite von 30 mm recht breit und dadurch bullig und robust. Wie viele andere moderne Laufräder kommen auch die Race Face Era mit einer asymmetrischen Felgenform, die den unterschiedlichen Ansprüchen an die Bremsen- und Nicht-Bremsen-Seite gerecht werden soll. Zudem ist die Form der Felge spezifisch für das Vorder- und Hinterrad.
Um das niedrige Gewicht von 1.754 g pro Satz halten zu können, setzen die Era auf nur 28 Speichen an beiden Laufrädern. Das Race Face Era-Laufrad ist in 29 Zoll, als Mullet-Laufradsatz oder in 27,5 Zoll erhältlich. Die Race Face Era sind mit hauseigenen Vault-Naben ausgestattet, die sich bereits an den anderen Laufrädern der Marke bewiesen haben. Das Freilaufsystem ist sehr voluminös, da die Sperrklinken im äußeren Bereich der Nabe sitzen, statt innen wie bei den meisten anderen Herstellern. Es bietet einen feinen 3°-Eingriffswinkel, was für wenig Verzögerung sorgt, sobald man in die Pedale tritt. Allerdings kann durch den niedrigen Winkel auch der Pedal-Kickback erhöht werden.
Fahreindruck und Performance
Um die Performance des Race Face Era auf Herz und Nieren zu prüfen, haben wir es ein ganzes Jahr hinweg auf einer Vielzahl von Trails getestet - von flowigen Singletrails über grobe Wurzelteppiche bis hin zu harten Bikepark-Runs. Rollt man in den ersten Trail hinein, fällt sofort der feine Freilauf-Sound auf, der durch den geringen Einrastwinkel entsteht und angenehm klingt. Auf Flowtrails bieten die Race Face Era eine hohe Präzision und gute Steifigkeit, die einen aus Anliegern förmlich hinausschießen. Hier dürfte auch das geringe Gewicht seinen Teil dazu beitragen. Trotzdem fühlen sie sich nicht zu steif an, sondern ermöglichen eine angenehme Compliance, die auch auf ruppigen Trails für Komfort und Kontrolle sorgen und eure Unterarme vor Armpump bewahren.
Während des gesamten Testzeitraums haben sich die Race Face Era-Laufräder als äußerst zuverlässig erwiesen: Keine einzige Speiche lockerte sich, und die Nabe lief durchgehend problemlos. Selbst nach harten Einschlägen und langen Tagen im Bikepark hielt das Era-Laufradset ohne Murren.
Die neuen Race Face Era-Laufräder haben sich im Langzeittest eindeutig bewährt. Die Kombination aus hoher Präzision und angenehmer Compliance sorgt für ein direktes, aber komfortables Fahrverhalten. Besonders beeindruckend ist die Haltbarkeit, die sich über ein Jahr hinweg bewährt hat - keine losen Speichen, eine zuverlässige Nabe. Auch harte Einschläge steckt die robuste Felge weg.
Alu vs. Carbon - Ein Vergleich
Der Carbon-Laufrad liegt hoch im Kurs, doch das hat seinen Preis. Für viele Biker sind Carbon-Laufräder die ideale Ergänzung zu den fast schon selbstverständlich gewordenen Rahmen aus Carbon. Leichte Laufräder aus Kohlefaser spuken vielen als Objekt der Begierde durch den Kopf. Doch nicht wenige zögern aufgrund der hohen Preise. Für einen kompletten Laufradsatz aus Carbon liegt der Preis schnell mal einen Tausender über dem von vergleichbaren Modellen aus Aluminium.
Auf dem Papier haben Carbon-Laufräder die Nase vorn, doch erfühlen lässt sich der Unterschied weniger deutlich. Die Messungen im BIKE-Testlabor zeigen: Bei identischem Aufbau (32-Loch, 3-fach gekreuzt) und mit gleicher Speichenspannung besitzt der Carbon-Laufradsatz eine um immerhin 15 bis 20 Prozent höhere Steifigkeit. Seitliche Belastungen werden gleichmäßiger abgeleitet, und auch kurze Lastspitzen, wie sie etwa bei unsauberen Landungen auftreten, werden mit geringerer Verformung aufgenommen. In der Theorie bedeutet das ein präziseres Fahrgefühl und höhere Belastbarkeit. Bei der Beschleunigung liegen die beiden Kontrahenten aber auf gleichem Niveau. In der Praxis fühlen sich auch die Alu-Laufräder ordentlich steif an. Sie fahren sich nahezu identisch. Echte Unterschiede konnte auf den Trails keiner der Tester feststellen.
Bei der Robustheit hat Carbon durch moderne Verarbeitungstechnologien deutlich zugelegt. Einziger, gravierender Unterschied: Eine verbogene Alu-Felge lässt sich notfalls noch zurechtbiegen. Nachteil des Leichtmetalls: schwerer und etwas weniger steif als Carbon.
Die besten Laufradsätze 29 Zoll MTB im Vergleich
Eine Übersicht über die besten Laufradsätze 29 Zoll MTB:
| Modell | Preis | Einbaubreite (vorne | hinten) | Lochzahl (vorne | hinten) | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|
| Pmp Nitro Carbon Race Set | ca. 1.525 € | 100 mm | 135 mm | 28 | 28 | Sofort lieferbar |
| Hjrd Mountainbike-Laufradsatz 29 | ca. 197 € | 100 mm | 135 mm | 32 | 32 | Sofort lieferbar |
| Nbtrxwafr MTB-Laufradsatz | ca. 170 € | 100 mm | 135 mm | 32 | 32 | Lieferbar in wenigen Tagen |
| Lyycx AuroraXQ | ca. 174 € | 100 mm | 135 mm | 32 | 32 | Sofort lieferbar |
| Lsrryd MTB Radsatz | ca. 175 € | 110 mm | 148 mm | 32 | 32 | Sofort lieferbar |
Empfehlungen und Fazit
Pmp Nitro Carbon Race Set: Das innovative Design in Verbindung mit T1.000 Kohlefaser sorgt für ein bemerkenswertes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht, das speziell für herausforderndes Terrain entwickelt wurde. Eine gelungene Vereinigung von Ästhetik und Funktionalität. Für anspruchsvolle Mountainbiker, die höchste Performance und Qualität suchen, ist dieser Laufradsatz zweifellos eine hervorragende Wahl.
Hjrd Mountainbike-Laufradsatz 29: Mit einer insgesamt sehr guten Bewertung und einem erschwinglichen Preis ist er die ideale Wahl für Radsportbegeisterte. Seine zweilagigen Aluminiumlegierungsfelgen, präzise CNC-gefertigten Naben und vielseitige Geschwindigkeitskompatibilität machen ihn zudem zum Spitzenreiter in seiner Klasse. Empfohlen für alle, die auf der Suche nach einem zuverlässigen und hochwertigen Laufradsatz sind.
Nbtrxwafr MTB-Laufradsatz: Der Nbtrxwafr MTB-Laufradsatz überzeugt uns durch seine ultraleichten, doppelwandigen Felgen aus Aluminiumlegierung, die sowohl Stabilität als auch geringes Gewicht bieten. Mit einer Innenbreite von 19 mm und einer Höhe von 21 mm eignen sich die Laufräder hervorragend für Mountainbike-Fahrten mit Scheibenbremsen. Insgesamt empfehlen wir diesen Laufradsatz für Mountainbiker, die nach einer leichten und robusten Lösung suchen.
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