Dirtparks und BMX-Strecken erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Sie bieten sowohl Anfängern als auch Profis die Möglichkeit, ihre Fahrtechnik zu verbessern und sich sportlich zu betätigen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Dirtparks und ihre Besonderheiten.
Dirtpark Lingen (Ems)
Der Dirtpark in Lingen (Ems) befindet sich in der Gelgöskenstiege. Er wurde auf einer Grundfläche von ca. 1.600 m² erbaut und besteht zu 100% aus Lehmsand. Der Anfahrthügel bietet mit seiner 36 m² großen Holzplattform genügend Platz für die Fahrer.
Aufgebaut ist der Dirtpark in drei Sprunglines der Schwierigkeit von rechts nach links steigend und einem Pumptrack - eine Kette aus Hügeln und Steilkurven, die nicht gesprungen werden.
Jeder kann den Dirtpark besuchen. Er ist geeignet für Familien, Individualgäste und Kinder (ab 10 Jahre).
Bikepark Boppard
Seit dem Jahr 2006 ist der Bikepark Boppard offiziell eröffnet. Diese anspruchsvolle Mountainbike-Strecke, mitkonstruiert vom Bopparder Mountainbike-Profi Amir Kabbani, findet mittlerweile deutschlandweite sowie internationale Anerkennung.
Durch die kostenlose Fahrradmitnahme im Sessellift Boppard, entwickelt sich dieser anspruchsvolle Fahrradparcours zu einem Highlight für junge Mountainbiker.
Grundsätzlich ist Nutzung kostenfrei, da die Strecke über den Verein TG Boppard ev. finanziert wird. Regelmäßige Nutzer des Bikepark Boppard werden gebeten, dem Verein beizutreten.
Wer auf der Strecke sein Können unter Beweis stellen will, ist lediglich an ein paar Auflagen wie zum Beispiel das Tragen eines Helmes gebunden.
Einen Dirtpark mit Tables für Anfänger und eine Doubleline für Fortgeschrittene. Die Sprungweite liegt bei ca. 4 Meter. Weiterhin gibt es eine Profiline mit einer Wingbox.
Umrundet wir der Dirtpark von einem anspruchsvollen Pumptrack. Die knapp über einen Kilometer lange Freeridestrecke ist angenehm zu befahren und die meisten Sprünge sind als Tables angelegt.
Doubles kann man umfahren. Insgesamt ist die Strecke für jede Könnerstufe eine Herausforderung.
Der kleine Freeride ist eine Verbindung vom Sessellift zum Dirtpark. Als Übungsstrecke für Anfänger ist er bestens geeignet.
Dirt-Bike-Park Hösel (Ratingen)
Mountainbiken liegt im Trend, und auch in Ratingen sind viele Kinder und Jugendliche auf den rasanten Sport aufmerksam geworden. Ein neuer Pumptrack soll im kommenden Jahr in Ratingen-West gebaut werden.
Am ersten Tag trafen sich die Teilnehmer am Dirtpark in Hösel, um gemeinsam Rampen zu bauen und anschließend zu befahren. Eine wichtige Regel, die zum Dirtbike-Ehrenkodex gehört, lautet: Wer fahren will, muss mit anpacken.
So wird aus der Instandhaltung der riesigen Erde-Rampen ein Gemeinschaftsprojekt. Die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen stieg stündlich, denn über Instagram wurde über die Fortschritte des Baus informiert.
Am zweiten Camp-Tag ging es vormittags zum Warmfahren an den Düsseldorfer Pumptrack und dann wieder nach Hösel. Dort wurde gemeinsam gegrillt, weitergefahren und an den Rampen gebaut.
Auch an diesem Tag kamen insgesamt mehr als 25 Fahrer zusammen.
Trotzdem kamen vier tapfere Jugendliche nach Hösel, um in der Nässe weiter an den Rampen zu bauen, unter ihnen ein Junge, der erst am Tag zuvor aus Südafrika nach Eggerscheidt gezogen war. Denn eigentlich gehört es zu den eisernen Regeln des Dirtbike-Fahrens: Bitte nicht bei Regen!
Der Dirt-Bike-Park in Hösel ist schon seit Anfang August in Betrieb und erfreut sich größter Beliebtheit bei jungen Fahrrad-Akrobaten. Nun wird die Anlage mit einer Feier vor geladenen Gästen am Freitag, 28. August von 17 bis 20 Uhr, offiziell eingeweiht.
Mit der Crosslandschaft für MTB- und BMX-Fahrräder im Grünpark Fernholz an der Heiligenhauser Straße hat die Stadt eine Idee Ratinger Jugendlicher in die Tat umgesetzt und dabei eine günstige Gelegenheit genutzt.
Durch den Bau eines Regenrückhaltebeckens in der Nähe gab es genug Erdaushub zum Modellieren der Strecke.
Das Programm besteht aus einem Contest mit fortgeschrittenen BMX-Fahrern. Ihre Fahrkünste werden von einer Jury, bestehend aus Jugendlichen, bewertet.
In den ersten Tagen seines Betriebs hat sich bereits gezeigt, welche Anziehungskraft der Dirt-Bike-Parcours auf junge Leute ausübt.
Dirttrail Moringen
Der Dirttrail in Moringen ist ein moderner Bike-Park. Er eröffnete am 1. September 2023 offiziell für die Öffentlichkeit. Er befindet sich am Ende des Lustgartenweges direkt unterhalb des Fußballplatzes des SV Moringen und bietet ein abwechslungsreiches Angebot für Mountainbike- und BMX-Fans aller Altersgruppen.
Der Dirttrail umfasst mehrere Fahrstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Höhenprofilen. Es gibt einen Bereich für Kinder ab drei Jahren, der mit Laufrädern befahren werden kann.
Für fortgeschrittene Fahrer gibt es anspruchsvollere Lines mit Sprüngen und Hügeln, die sowohl für Training als auch für Freizeitspaß geeignet sind. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr, wobei das Tragen eines Helms obligatorisch ist.
Die Idee für den Dirttrail entstand aus einer Initiative von Jugendlichen und einer daraus folgenden Umfrage an der Kooperativen Gesamtschule Moringen, bei der sich viele Jugendliche eine solche Anlage wünschten.
Der Bau wurde mit Mitteln aus dem Landesprogramm „Startklar in die Zukunft“, der Kreisjugendpflege Northeim und der Stadt Moringen realisiert. Die Jugendlichen wurden aktiv in die Planung und Umsetzung einbezogen, was das Projekt zu einem echten Partizipationsprojekt macht.
Seit der Eröffnung hat sich der Dirttrail zu einem beliebten Treffpunkt für Mountainbike-Enthusiasten aus der Region entwickelt. Besonders bei gutem Wetter ist die Anlage stark frequentiert, vor allem von Kindern und Jugendlichen.
Bike-Anlage Billerbeck
2020 traten ein paar Jugendliche an Bürgermeisterin Marion Dirks mit der Idee herantraten, dass ein Bike-Park in Billerbeck noch fehle. Die Initiatoren dieser Idee und viele weitere Bike-Begeisterte dürfen sich jetzt über die Umsetzung am Helker Berg freuen.
Die Zufahrt zur neuen Bike-Anlage erfolgt gleich am Anfang des Parkplatzes am Helker Berg an der linken Seite. Drei verschiedene Strecken gibt es an der Anlage, die mit BMX- oder Mountainbikes genutzt werden kann: eine Line für Anfänger, eine mittelschwere Line und eine "Profi-Line", die auf einer Höhe von 4.50m startet - mit Fernblick auf die Domspitzen...
Dass die Anlage in so natürlicher Umgebung mit altem Baumbestand umgesetzt werden konnte, stößt in der Bike-Szene laut Streetworker Gero Tschesche auf große Resonanz - so macht das Biken auch an heißen Tagen Spaß.
Noch ist die neue Hügellandschaft kahl und gleicht ein bisschen einer Mondlandschaft, aber wenn die momentane Trockenperiode vorbei ist, sollen die Hügel am Rand der Lines begrünt werden, so dass die Kulisse der Anlage noch natürlicher wirkt.
Nebenbei bekommen die Hügel durch das Wurzelwerk der Pflanzen eine natürliche Stabilität.
Weil der Spezialsand, der für die Modellierung der Hügel verwendet wurde, noch fester werden muss, wird die Feuerwehr regelmäßig die Lines wässern.
Gero Tschesche, der durch die Arbeit im Jugendzentrum nah an der Zielgruppe ist, hat die Anlage schon mit ein paar Bike-Begeisterten getestet: "Sie finden, dass das eine richtig gute Anlage ist, die ganz viel Potenzial hat und in der Umgebung ziemlich einzigartig ist“, berichtet Tschesche.
Zusammenfassung
Dirtparks und BMX-Strecken sind wichtige Anlaufstellen für Mountainbike- und BMX-Begeisterte. Sie fördern den Sport, die Gemeinschaft und die Eigeninitiative junger Menschen. Durch die Einbeziehung von Jugendlichen in die Planung und Umsetzung solcher Projekte entstehen Anlagen, die den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Freizeitgestaltung leisten.
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