Die Bedeutung der richtigen Griffwahl wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt. Durch die richtige Wahl kannst du Schmerzen in der Handfläche, im Handgelenksbereich und im Unterarm vermeiden. Die Griffwahl wird, neben deinen persönlichen Präferenzen, durch den gewünschten Einsatzbereich (Trekking, XC, Enduro, DH) beeinflusst.
ESI Griffe im Detail
Im Cross-Country-Bereich sind die Lenkergriffe von ESI kein Geheimtipp mehr. Sie sind weich und passen sich ideal an die Hand an. Aber haben sie auch Nachteile? Aufgrund meiner Anforderungen und persönlichen Erfahrungen bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass der Lenkergriff von ESI mein Favorit ist. Wieso hat der ESI Lenkergriff mich überzeugt? In welchen Eigenschaften unterscheidet er sich von anderen Griffen?
Technische Daten der ESI Griffe
Die Lenkergriffe von ESI gibt es in unterschiedlichen Größen. Für große Hände wurde das Extra Chunky Modell mit einem Griff-Außendurchmesser von 34 mm entwickelt, für mittelgroße Hände gibt es das Chunky Modell mit einem Griff-Außendurchmesser von 32 mm. Ich fahre das Racer´s Edge Modell mit einem Griff-Außendurchmesser von 30 mm, was für kleinere Hände gedacht ist und 10 Gramm leichter ist als das Chunky Modell.
| Modell | Einsatzbereich | Material | Grifflänge | Außendurchmesser | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| ESI Extra Chunky | MTB | Silikon | 130 mm | 34 mm | 80 g |
| ESI Chunky | MTB | Silikon | 130 mm | 32 mm | 60 g |
| ESI Racer's Edge | MTB | Silikon | 130 mm | 30 mm | 50 g |
Kriterien für die Wahl eines Lenkergriffs
- Gefühl in der Hand - Ergonomie: Die ESI Chunky Griffe verfügen über die gesamte Griffbreite über einen runden Querschnitt mit konstantem Durchmesser. Aufgrund der sich ständig ändernden Handposition während eines Cross-Country-Rennens kommen ergonomisch geformte Griffe für mich nicht in Frage. Die Handposition ändert sich, weil ich bergauf beim Ziehen am Lenker weiter unten greife als in einer Abfahrt. Während Abfahrten greife ich den Lenkergriff weiter oben, weil ich auch gleichzeitig die Bremse ziehen muss.
- Material - Silikon: Alle Lenkergriffe von ESI sind aus Silikon. Dieser Werkstoff verfügt über eine sehr gute Dämpfungseigenschaft. Der Griff schmiegt sich, aufgrund der Eigenschaften des Silikons, optimal an die Handinnenfläche an. Sowohl die Dämpfungseigenschaft als auch die Anpassung an die Handinnenfläche führen bei mir zu einer Entlastung der beanspruchten Muskulatur.
Montage der ESI Griffe
Bevor du deine ESI Griffe montierst, solltest du deinen Lenker reinigen und die Lenkerendstopfen anbringen. Bevor du die Griffe auf den Lenker ziehst, solltest du das Griffinnere und den Lenker mit Fensterreiniger befeuchten. Anschließend müssen sie circa 24 Stunden antrocknen. Druckluft kann bei der Montage und Demontage helfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Griffen verfügt der ESI Chunky Lenkergriff über keine Klemmschelle, welche eine Verdrehung des Griffs auf dem Lenker verhindert. Trotzdem sitzt der ESI Chunky Griff verdrehsicher auf dem Lenker. Das ist auf die Materialpaarung und den Formschluss zwischen Lenker und Griff zurückzuführen. Durch den starken Formschluss zwischen Lenker und Griff gestaltet sich die Montage beschwerlich. Dennoch sehe ich es nicht als Nachteil, dass der Griff keine Klemmschelle hat, da sich diese oft negativ auf die Ergonomie des Griffs ausüben kann.
Optik der ESI Griffe
Den ESI Chunky Griff gibt es in zehn unterschiedlichen Farben: schwarz, pink, aqua, blau, grau, grün, orange, rot, weiß, gelb. Du kannst die Lenkergrifffarbe also perfekt an dein Bike-Design anpassen. Die auffälligen Farben verblassen nicht. Du solltest deine ESI Griffe aber regelmäßig säubern, sodass sich der Dreck am Griff nicht allzu festsetzt.
Erfahrungen mit ESI Griffen im Training und auf der Rennstrecke
Aufgrund einer Handgelenksverletzung im vergangenen Jahr hat die richtige Griffwahl für mich eine höhere Gewichtung bekommen als zuvor. Ich bin während eines Rennens auf der Handrückseite im Steinfeld eingeschlagen und hatte im Übergang zwischen Handgelenk und Mittelhandknochen einen relativ tiefen Cut. Eine Entzündung im Handgelenk war die Folge. Harte Griffe, die sich nicht an meine Handfläche anpassen, kann ich bergab seitdem kaum fahren. Die ESI Griffe federn Schläge deutlich besser ab als die meisten anderen Griffe. Aber auch bergauf sehe ich keine Nachteile. Oft ziehe ich in Uphills am Lenker und umgreife den Lenker dabei mit mehr Kraft als üblich. Der Griff ist dabei nicht zu weich, es stört mich nicht, dass das Silikon nachgibt.
In der Regel fahre ich mit Handschuhen, egal ob im Training oder im Rennen. Bei regnerischen Fahrten und vor allem bei Matsch und Schlamm verzichte ich allerdings auf meine Handschuhe. Matsch geht von den Händen besser ab als von den Handschuhen. Bei Matsch am Griff und/oder auf der Handfläche verlierst du, unabhängig von der Marke, deinen Grip. Deine Hände kannst du schnell mit Wasser abwaschen, das wird bei Handschuhen eher eine komplizierte Angelegenheit.
Härtetest: Regen, Dreck und Matsch
Egal ob bei strömendem Regen, dreckigen Bedingungen oder gar Matschrennen: Die ESI Lenkergriffe haben sich nie von meinem Lenker gelöst. Wenn sie also einmal richtig montiert sind, lösen sie sich nur bei der Demontage. Außerdem habe ich mit den ESI Griffen auch bei schlechten Wetterbedingungen unheimlich viel Grip. Ich rutsche mit der Handfläche, trotz nassem und dreckigem Griff, nicht ab. In Downhills ist das goldwert, denn dort mit der Hand vom Griff und somit vom Lenker abzurutschen, kann zu einem Sturz führen.
Langlebigkeit und Abnutzung
Die Abnutzung ist leider eine kleine Schwäche der ESI Griffe. Das Silikon ist sehr weich und nutzt relativ schnell ab. Im Sommer bin ich öfter ohne Handschuhe unterwegs, der direkte Kontakt mit Schweiß und die üblichen Reibungen mit der Handfläche am Griff beschleunigen die Abnutzung zusätzlich. Dennoch halten meine Griffe durchschnittlich circa 3 Monate bei nahezu täglichem Einsatz. Die Lenkerendstopfen schützen den Lenker vor starken Abnutzungen durch Stürze und sind als Ersatzteil einzeln bestellbar.
Rev Grips im Test
Seitdem Mountainbikes für den Enduro- oder Traileinsatz immer besser werden, sind auch für weniger Geübte immer radikalere Abfahrten drin. Das Problem: Die Technik mag besser geworden sein, der menschliche Körper ist aber noch derselbe. So klagen viele Hobby-Biker schon nach einer langen Trailabfahrt über schmerzende Hände. Doch auch die Profis des Enduro-Worldcups bleiben nicht verschont. Selbst, wenn sie ihre Hausaufgaben gemacht und sich einen starken Oberkörper herantrainiert haben, so werden sie trotzdem von Armpump heimgesucht. Es scheint, als seien Hände und Unterarme nicht für diese Art der Belastung gemacht. Rev Grips aus den USA wollen den Konflikt auflösen und verbauen ein einzigartiges Federungssystem in ihre Griffe. Bei konventionellen Griffen dämpfen die oberflächlichen Kunststoffstrukturen kleinere Dämpfungsaufgaben, wie etwa Form und Mischung der Gummilamellen. Die Amerikaner von Rev Grips setzen tatsächlich auf zusätzlich bewegliche Griffe. Ob sie den stolzen Preis von 99 Euro wert sind? Wir haben es herausgefunden.
Details zu den Rev Grips Pro-Series Griffen
- Preis: 99 Euro
- Gewicht: 144 g (BIKE-Messung)
- Verfügbare Dicken: Small / Medium / Large (getestet) / XL
- Verfügbare Gummi-Farben: Schwarz, Graphit, Neon-Orange, Army-Green, Turquoise, Rot, Gum, Hot-Pink
- Verfügbare Klemmring-Farben: Schwarz, Dunkelgrau, Rot, Blau, Hellgrün, Gold, Lila, Hell-Orange, Oil-Slick
- Besonderheiten: Mitrotierende Griffe, 30-Tage Geld-Zurück-Garantie, made in USA
Funktionsweise der Rev Grips
Beim Biken bewegen sich die Hände auf den Griffen kontinuierlich. Auch mit dem festesten Griff, der nebenbei die Unterarme sehr schnell ermüden lässt, kommt es zu Bewegung im Zusammenspiel von Handfläche und Griff. Wer viel MTB fährt, entwickelt deshalb trotz guter Handschuhe nicht selten Hornhaut im Griffbereich. Die Bewegung der Hand auf dem Griff ist zudem einer der Gründe, warum diese auf langen Abfahrten früher oder später müde wird. Überbeanspruchte Hände und Arme führen nicht nur zu Schmerzen, auch die muskuläre Leistung lässt nach. Revolution Suspension Grips hat sich deshalb ein System ausgedacht, bei dem sich die Grifffläche zusammen mit der Hand bewegen kann. Von den Vorteilen ist das kleine Unternehmen sogar so überzeugt, dass sie eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie auf ihre gefederten Griffe anbieten.
Tatsächlich hat die Grifffläche der Rev Grips gar keinen direkten Kontakt zum Lenker. Zwischen der Innenseite des Griffs und dem Lenker befindet sich ein rund drei Millimeter großer Luftspalt. Anders als bei normalen MTB-Griffen beherbergen die Revolution Suspension Grips also keinen durchgehenden Kern, sondern sind nur an ihren Enden “gelagert”. Dort sitzt der Griff in einer Elastomer-Aufhängung, welche in die Schraubklemmung der Griffe integriert ist. Der Gummiring, in dem der Griff schwimmend sitzt, besitzt Begrenzungen, welche die Rotationsgröße limitieren. Um das Griffgefühl und die Dämpfungsfunktion in fünf Stufen feintunen zu können, werden zwischen Elastomer und Grifffläche dünne Spacer verbaut werden.
Fast alle Teile werden bei Rev Grips inhouse produziert. Die Griffe sind “made in the USA”, können über das Dresdner Label Sour Bikes aber auch in Deutschland bezogen werden. Damit die gefederten Griffe perfekt zu Bike und Händen passen, bietet Rev Grips sie in vier verschiedenen Größen und mit sieben Farboptionen beim Griffgummi sowie neun Farben bei den Klemmringen an. Im Lieferumfang enthalten sind Barends aus Aluminium. Alle Einzelteile lassen sich separat austauschen.
Montage der Rev Grips
Bevor es auf den Trail geht, heißt es bei den Rev Grips erst einmal basteln, denn in der Schachtel liegen keine fertig montierten Schraubgriffe, sondern ein kleiner Bausatz. Wie bei den anderen von uns getesteten Flex-Produkten fürs Cockpit auch, tut man bei den Rev Grips gut daran, sich erst einmal die Bedienungsanleitung durchzulesen. Mithilfe dünner Kunststoff-Ringe kann die Rotationswirkung in fünf Schritten von “Firm” bis “Soft” eingestellt werden. Wurden alle Bauteile zusammengesetzt, können die Griffe auf den Lenker geschoben werden. Vor dem Festziehen erfolgt die Montage der mitgelieferten Alu-Barends.
Die im Lieferumfang enthaltenen Barends der Rev Grips wirken optisch wertig, setzen jedoch auf eine fragwürdige Klemm-Technik: Durch Hineindrehen der Schraube weitet sich ein Gummi-Puffer, dessen Ausdehnung für den Halt im Lenkerende sorgen soll. Leider muss die Schraube extrem weit gedreht werden, bis die Klemmkraft ausreicht. Das erfordert starke Hände und etwas Geschick für die richtige Positionierung. Auch bei der Montage des eigentlichen Griffs stießen wir auf Detailschwächen. Die Schrauben sind extrem filigran und das Alu-Gewinde des Klemmrings ist sehr weich. Während des häufigen Hin-und-Her-Bauens im Testbetrieb gingen gleich zwei Gewinde in die Knie. Leider scheint das kein Einzelfall zu sein und an Gefühl sowie Drehmomentschlüssel führt bei der Montage kein Weg vorbei.
Wir probierten die Montage der Rev Grips Griffe an verschiedenen Standard-Lenkern aus und mussten feststellen, dass das empfohlene Anzugsdrehmoment von umgerechnet 1,7 Newtonmetern kaum ausreicht, um die Griffe sicher an Ort und Stelle zu halten. Dabei verbleibt im Klemmring nur noch ein winziger Spalt, der gerade so sicherstellt, dass dieser den Lenker und nicht nur sich selbst klemmt. Laut Rev Grips sollen Standard-MTB-Lenker im Klemmbereich einen Außendurchmesser von 0,875 Zoll haben. Die Rev Grips sind angeblich zur Klemmung von 0,865 bis 0,880 Zoll freigegeben. Eine robustere Hardware, sprich stabilere Klemmringe und Schrauben, könnte vermutlich Klemm- und Haltbarkeitsprobleme gleichzeitig lösen.
Rev Grips auf dem Trail
Wir testeten die Rev Grips Feder-Griffe in Größe RG6-Large. In dieser Ausführung fielen die Griffe baulich bedingt bereits sehr dick aus - selbst für unseren Testredakteur mit Handschuhgröße XL-XXL. Fahrer mit kleineren Händen sollten sicherheitshalber eine Größe dünner wählen als gewohnt. Gleichzeitig baut die Länge der Grifffläche eher schmal. Das sehr weiche und klebrige Gummi liegt gut in der Hand und hat - nebenbei und ganz abgesehen von der zusätzlichen Rotations-Funktion - bereits eine bessere Eigendämpfung als die Vielzahl der auf dem Markt verfügbaren Griffe.
Wir testeten die Rev Grips in allen fünf verschiedenen Härte-Einstellungen, kamen jedoch zum Schluss, dass das mittlere Setup in den meisten Situationen am besten passt. Mit normaler Handkraft ist in dieser Einstellung eine Rotation von je 7,5 Grad in beide Richtungen möglich. Insgesamt rotiert der Griff also um 15 Grad um den Lenker - nicht gerade viel. In den zwei härteren Einstellungen ist von der Wirkung der Griffe kaum noch etwas zu spüren, wenn es auf dem Trail zur Sache geht. In den beiden weicheren Einstellungen gingen uns die Griffe etwas zu schnell durch die Rotation, was für ein etwas entkoppeltes Gefühl am Cockpit sorgte. Auf den ersten Metern mit den Rev Grips ist von dessen Funktion wenig zu spüren. Die Griffe lassen sich durch die bewusste Rotation der Hand in die Bewegung zwingen, auf dem Weg zum Trail zeigt sich der Mehrwert der teuren Gummis erst mal noch nicht.
Wird man auf dem Trail dann ordentlich durchgeschüttelt, ist schnell vergessen, dass die Hände gerade rotierende Griffe greifen. Unten angekommen fühlen sie sich aber merklich entspannter an, denn das System funktioniert! Zusammen mit dem gut gedämpften Gummi sorgt die Rotations-Funktion auf lange Sicht für weniger müde Arme. Ihre Stärken spielen die Rev Grips vor allem auf ruppigen Trails aus, bei denen es gilt, das Bike fest auf einer Linie zu halten. In Rumpelsektionen kann man dann Fahrwerk und Griffe ihren Job machen lassen, während der eigene Körper weniger Belastungen abbekommt. Die Kehrseite der Medaille: Vor allem bei aktiver Fahrweise braucht die leichte Bewegung der Griffe Eingewöhnung.
Bei Manuals, Bunnyhops und kräftigen Bremsungen wird der Initial-Impuls durch die federnden Griffe abgedämpft. Zum Glück geschieht dies nur in einem sehr begrenzten Bereich, Unsicherheitsgefühle kommen keine auf. Spätestens nach einem Fahrtag hat sich die Umgewöhnung von konventionellen Griffen voll eingestellt.
Weitere MTB-Griffe im Vergleich
Mountainbike-Griffe sollen dem Fahrer den besten Halt bieten und keine Schmerzen an der Hand verursachen. Auf der Suche nach einem neuen Griff für sein Mountainbike stellt sich vielleicht die Frage, ob die Neuen klassisch rund oder doch ergonomisch sein sollen, sowie aus welchem Material. Runde Griffe bieten maximale Kontrolle über das Bike, wohingegen ergonomische Griffe in der Regel hauptsächlich auf ausgedehnten oder sogar mehrtägigen Touren komfortabler sind.
Ergon GA3
Die Ergon GA3 haben es zum Testsieger geschafft. Durch die Flügelform, die Verarbeitung und dank des guten Grips auch bei feuchten Händen sind sie nicht nur für lange Touren ideal, sondern auch All-Mountain-Biker kommen mit dem Griff auf ihre Kosten. Das Schöne bei dem GA3 ist, dass nicht nur der äußere Handballen aufliegt, sondern auch die Handmitte. So verteilt sich das Gewicht auf einen breiten Bereich, wodurch ein punktuell starker Druck auf die Hand vermieden wird. Somit ist, dank der im Vergleich zu anderen MTB-Griffen im Test eher schlanken Flügelform, kein unangenehmes Gefühl zu spüren und das auch bei langen Touren. Aufgrund der Form liegt der Griff gut in der Hand, wodurch die Kontrolle erhöht wird und er vermittelt selbst bei technischen oder schnellen Abfahrten ein sicheres Gefühl. Die Dämpfung des Griffes ist ebenfalls hervorragend. Er ist weder zu weich und schwammig noch zu hart. Auch der Grip ist gut. Mit Handschuh ist kein Verrutschen zu spüren, aber auch ohne Handschuh liegt der GA3 fest in der Hand und das sowohl bei Nässe als auch nach einem anstrengenden Uphill und schwitzigen Händen. Alles in allem können wir den Ergon GA3 wirklich jedem Biker empfehlen, egal ob Tourenfahrer, Racer oder All-Mountain-Biker.
RaceFace Chester
Die Lock-on-Griffe RaceFace Chester sind leicht konisch und bieten somit eine ergonomische Form. Dank der weichen, parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Lamellen und einer gewissen Dämpfung bieten die Chester auch auf langen Touren Komfort. Die Chester Griffe haben einen guten Grip und wirken trotz Komfort nicht schwammig. Somit vermitteln sie ein direktes Fahrgefühl und eignen sich für nahezu jede Mountainbike-Disziplin. Bei trockenen Fingern oder mit Handschuhen ist der Grip sehr gut, bei feuchten Händen werden die Lamellen schnell rutschig.
Ergon GP3
Die Ergon GP3 sind die komfortabelsten MTB-Griffe im Test. Durch die verwendeten Materialien, der breiten Auflagefläche und den in der Neigung unabhängig vom Griff verstellbaren Barends ist dieser Griff besonders für lange Touren geeignet. Durch die große Auflagefläche sind die MTB-Griffe auch nach langer Fahrt sehr angenehm, und von einem tauben Gefühl oder Schmerzen fehlt jede Spur. Dank der Barends kann die Handposition am Lenker geändert werden, was einem Ermüden der Handmuskulatur weiter entgegenwirkt. Allerdings sind die breiten GP3 für All-Mountain- oder Enduro-Biker eher ungeeignet, da sie eben aufgrund der breiten Bauform nicht mit den ganzen Händen umschlossen werden können. Dies ist wichtig um maximale Kontrolle über das Bike zu besitzen, auch in brenzlichen Situationen. Die GP3 bieten zu jeder Zeit eine griffige Auflagefläche. Weder bei Nässe noch bei schwitzigen Händen sind die Griffe rutschig.
Lizard Skins DSP Grip
Die Lizard Skins DSP Grip sind die einzigen MTB-Griffe aus einem Polymer im Test. Sowohl mit als auch ohne Handschuh hat man stets einen guten Grip, auch wenn es mal regnet oder die Hände nach einem anstrengenden Uphill feucht sind. Hier saugt das Material die Feuchtigkeit ein Stück weit auf, und ein Verrutschen der Hände war nie ein Thema. Generell sind die Griffe auch bei längeren Touren bequem, doch auf schnellen und längeren Schotterfahrten verspürt man am Ende ein leichtes Kribbeln in den Händen. Aber auch nur dann, wenn man ohne Handschuh unterwegs ist.
SQlab 711
Die 711 werden an den Enden etwas dicker und zeigen zum Fahrer. So wird die Auflagefläche vergrößert, was den Druck in der Hand auf eine größere Fläche verteilen bzw. minimieren soll. Allerdings ist es uns nie ganz gelungen, die Neigung perfekt einzustellen. Das dickere Ende drückte stets mehr oder weniger unangenehm in den Handballen, während die mittlere Handfläche nicht ganz auf dem Griff auflag. Auch ist der Griff, in der richtigen Position montiert, an der Handauflagefläche mäßig gedämpft, aber an den restlichen Stellen, wie zum Beispiel an den Fingerspitzen, stärker. Davon abgesehen ist der Halt auf den Griffen ordentlich.
SQlab 710
Am äußeren Ende sind sie deutlich ausgeprägter, damit der äußere Handballen großflächig aufliegen kann. Nach einiger Zeit verspürten wir aber ein leichtes Kribbeln im kleinen Finger, sodass wir die Griffe deutlich verdrehen mussten und der Handballen fast nicht mehr auflag. Auch werden die MTB-Griffe mit schwitzigen Händen rutschig. Bei einer stärkeren Bremsung kann dann die Hand auf den Griffen verrutschen, was uns nicht gefallen hat.
ODI Longneck
Unter der Fahrt sind die Griffe sehr komfortabel, wirken aber aufgrund der Lamellenstruktur etwas schwammig, was gerade auf einem schnellen oder technischen Trail unangenehm sein kann. Bei feuchten Händen oder bei Nässe bieten sie einen guten Grip, wobei ein leichtes Rutschen ohne Handschuhe zu bemerken war.
Aaron Fit Fahrradgriffe
Insgesamt ist der Gummi recht hart und auch die Form der breiteren Auflagefläche ist nicht optimal. Am breitesten Stück der Griffe laufen sie spitz zu, was bei längerer Fahrt und in Verbindung mit dem etwas härterem Gummi unangenehm in der Mitte der Handfläche drückt. Bei Nässe oder schwitzigen Händen sind sie zudem recht rutschig.
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