Hardtails erfreuen sich im Mountainbike-Bereich großer Beliebtheit, insbesondere für Einsteiger, da sie durch den Verzicht auf komplizierte Hinterbausysteme und zusätzliche Dämpfung am Heck erschwinglicher sind. Vollwertige Mountainbike-Hardtails gibt es schon ab 1300 Euro. Dies kommt besonders Einsteigern zugute, die noch nicht sicher sind, ob sie beim Sport bleiben.
Das geringe Gewicht spricht ebenfalls für diese Bike-Gattung. Keine Kategorie kann den Hardtails im Antritt folgen. Da keine Energie im Hinterbau verpufft, münzen sie jedes Watt Beinarbeit in Vortrieb um. Racer lieben diese Spritzigkeit, Touren-Biker könnten dagegen etwas Komfort vermissen. In technischem Gelände verlangen die Bikes mit starrem Heck und meist nur 100 Millimetern Federweg Fingerspitzengefühl und verzeihen kaum Fehler. Doch was tun, wenn man sich dennoch in anspruchsvolles Terrain wagen möchte, ein Fully aber den preislichen Rahmen sprengt? Dann sind die sogenannten Trailhardtails mit mehr Federweg, versenkbaren Sattelstützen und dicken Reifen die perfekte Alternative.
Top Race-Hardtails im Überblick
Cross-Country ist DIE Ur-Disziplin des Mountainbike-Sports; kein Wunder also, dass die Rennfeilen auch heute nicht nur auf den Racetracks dieser Welt gefragte Ware sind. Hier sind einige der spannendsten Race-Hardtails:
- CANNONDALE SCALPEL HT: Bewusst eigenwillig zeichnet Cannondale seinen schnellsten Starrheckler: Die US-Amerikaner verbauen die ikonische Lefty-Federgabel mit 110 mm Hub, was die Geometrie für ein XC-Hardtail extrem flach ausfallen lässt.
- BMC TWOSTROKE: Progressiv interpretiert BMC die Kategorie Race-Hardtail: Die Front fällt mit 67°-Lenkwinkel sehr flach aus, auch der Reach ist üppig gezeichnet.
- BH BIKES Ultimate: Mit höchst asketischen 820 g Rahmengewicht in Rahmengröße M will BH aus Spanien mit dem Ultimate ein Wörtchen in der ersten Liga mitsprechen.
- CERVÉLO ZHT-5: In der Rennrad- und Triathlon-Szene ist Cervélo ein großer Name, jetzt greifen die Kanadier auch im MTB-Segment an.
- CORRATEC REVO BOW: Mit seinem spektakulären, hauchdünnen Oberrohr macht das Revo Bow mächtig was her: Das eigenständige Bogen-Design soll die Torsionssteifigkeit des edlen Rahmens erhöhen.
- KTM MYROON: Zu den schnellsten XC-Bikes im Rennsport gehört traditionell das Myroon von KTM.
- CANYON EXCEED: Mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis umgarnt das Exceed des Koblenzer Versenders eine große Fangemeinde.
- SCOTT SCALE: Das wohl erfolgreichste Race-Hardtail der Welt hat jüngst ein Update erhalten: Die Geometrie ist mit 67,9°-Lenkwinkel und langer Frontpartie progressiv gestaltet, um auch auf technischen Abfahrten aufzutrumpfen.
- SIMPLON RAZORBLADE IV: Aus den Marathon-Startblöcken Europas ist das Razorblade kaum wegzudenken.
- ROCKRIDER CROSS COUNTRY RACE 900: Sportartikel-Gigant Decathlon wildert seit einiger Zeit mit der Hausmarke Rockrider im Segment der MTB-Kompletträder.
Die Bedeutung der Laufradgröße
Jahrzehntelang dominierte in der Mountainbike-Szene eine einzige Normgröße für Räder, nämlich 26-Zoll. Das änderte sich erst, als vor ein paar Jahren die ersten 29-Zoll-Räder auf den Markt kamen. Demgegenüber erhebt seit Neuestem eine dritte Größe mit 27,5 Zoll (auch 650B genannt) den Anspruch auf den goldenen Mittelweg. Sie hat gleichzeitig dazu geführt, dass in Zukunft mehr Individualität bei der Radgröße möglich ist - je nach Einsatzgebiet und Körpergröße.
Vorteile der 29-Zoll-Räder
Die Vorteile eines 29-er-Reifens liegen kurz zusammengefasst darin, dass die Räder leichter Unebenheiten im Gelände meistern und ein besseres Rollverhalten an den Tag legen. Zudem bietet sie mehr Traktion aufgrund der größeren Auflagefläche, ferner liegt die Sitzposition zwischen den großen Reifen tiefer und damit auch der Schwerpunkt. Nachteilig wirkt sich die Größe jedoch auf das Gewicht aus. 29-er lassen sich schwerer beschleunigen als 26-er-Reifen, die wiederum auch in engem Gelände insgesamt wendiger und spritziger sind. 29-er werden daher hauptsächlich etwa von Marathon- und Tourenfahrern geschätzt und bieten sich auch für einfaches Gelände an.
27,5 Zoll als goldener Mittelweg
Nicht zuletzt am letzten Punkt setzen die Befürworter der 27,5-er an. Denn sie sollen die Vorteile der 26-er und 29-er in sich vereinen. Kaum schwerer und größer als ein 26-er, sind die Abstriche hinsichtlich Beschleunigung, Spritzigkeit sowie Wendigkeit eher marginal. Da auch die Rahmengeometrie nicht so stark verändert werden muss, ist eine sportliche Sitzposition möglich. Gleichzeitig jedoch legen sie wie 29-er ein besseres Überrollverhalten und mehr Traktion an den Tag, verzeihen Fahrfehler leichter und bieten ein Plus an subjektivem Sicherheitsgefühl und Komfort - kurzum: 27,5-er sollen das Beste aus zwei Welten vereinen, und zwar hauptsächlich bei kleineren bis mittleren Körpergrößen.
Empfehlungen für günstige Hardtails (bis 1000 Euro)
1000 Euro für ein Mountainbike sind für viele Menschen eine ganze Stange Geld. Gerade Einsteiger wollen verständlicherweise keine fünfstelligen Summen für ein Sportgerät ausgeben. Hardtails mit Rahmen aus Aluminium und einfacher Ausstattung bilden die Basis fast jedes Produktportfolios. Auf einem Hardtail lassen sich problemlos schöne MTB-Touren fahren und auch auf einfachen Trails können Anfänger damit Spaß haben.
Hier sind einige interessante Kandidaten um 1000 Euro:
- Bulls Copperhead 2 29: Mit den Monkey-Link-Schnittstellen für Akku-Lichter besitzt das Bulls Copperhead eine hohe Alltagstauglichkeit.
- Canyon Grand Canyon AL6: Der Direktversender kann mit viel Ausstattung zum fairen Preis punkten.
- Cube Reaction Pro: Das Cube Reaction ist ein wahrer Klassiker unter den günstigen Hardtail Mountainbikes und steht dank interner Zugverlegung schick da.
- Marin Bobcat Trail 5: Am Style hat Marin mit zweifarbiger Lackierung und Tanwall-Reifen definitiv nicht gespart.
- Merida Big.Nine 200: Meridas günstiges Hardtail baut auf einem schön gemachten Alu-Rahmen auf, der das Gewicht gerade noch im Rahmen hält.
- Orbea Onna 10: Dass sich Orbea mit Design auskennt, merkt man auch am Alu-Rahmen des Onna.
- Radon Jealous 8.0 HD: Radon wirbt mit satten Rabatten und bietet das halbwegs leichte Jealous 8.0 HD derzeit für 999 statt 1699 Euro an.
- Rose PDQ AL 1: Das preiswerte Allround-Hardtail von Rose ist nicht nur das teuerste, sondern auch das neuste Bike in dieser Auflistung.
- Specialized Rockhopper Comp: Huch, ein Specialized in einer Liste günstiger Hardtails?
- Trek Marlin 6 Gen 3: Das schwere Marlin wirbt mit einem besonders günstigen Preis.
Top Hardtails aus 2024
Hardtails bleiben ein fester Bestandteil der Mountainbike-Szene - zeitlos, direkt und unschlagbar wartungsarm. Hier sind die besten Modelle der Saison.
- Canyon Exceed CF: Das Exceed CF ist Canyons Race-Hardtail mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Bulls Black Adder: Das neue Black Adder wurde zusammen mit den Profis des Bulls-Teams um Dreifach-Weltmeister Alban Lakata entwickelt.
- Cube Phenix: Das brandneue Phenix setzt bei Cube die Race-Tradition des beliebten Elite fort.
- Trek Procaliber Gen 3: "Isobow" lautet das Geheimnis der dritten Generation von Treks Cross-Country-Rakete.
- Mondraker Podium: Für das Podium verspricht Mondraker den leichtesten Serien-Rahmen der Welt - im doppelten Wortsinne.
- Ghost Lector: Vor 30 Jahren brachte Ghost das erste Lector auf den Markt - zum Jubiläum schicken die Oberfranken die neueste Generation des Dauerbrenners auf die Piste.
- Rose Bonero: Darf es ein bisschen mehr sein? Rose spendiert dem Bonero massige Federgabeln mit 140 mm Hub und voluminöse 2,4"-Reifen.
- Merida Big.Nine TR: Der Down-Country-Trend hat jetzt auch das Hardtail erreicht.
- Scott Scale Gravel RC: Federung? Verzichtbar! Mit dem komplett starren Scale Gravel RC katapultiert Scott das Mountainbike zurück zu seinen Anfängen und gleichzeitig in die Zukunft.
- Bike Ahead The Frame: Bike Ahead steht für hochwertigen und auf die Spitze des Machbaren getriebenen Leichtbau - jetzt auch bei einem Hardtail-Rahmen.
- Yeti ARC: Yeti ARC?! Nicht nur bei den Älteren unter uns klingelt da was.
Tabellarische Übersicht ausgewählter Modelle
Um die Auswahl zu erleichtern, hier eine tabellarische Übersicht einiger ausgewählter Modelle:
| Modell | Preis (ca.) | Gewicht (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Mondraker Podium Carbon RR SL | 8499 Euro | 8 Kilo | Super Beschleunigungsverhalten, außergewöhnliche Optik |
| Cannondale Scalpel HT | 6999 Euro | 9,62 Kilo | Flacher Lenkwinkel, komfortable Performance |
| Specialized Chisel Comp | 2000 Euro | 12,1 Kilo | Beeindruckender Alu-Rahmen |
| Radon Jealous AL 8.0 HD | 1499 Euro | 12,72 Kilo | Vario-Stütze, kräftige Bremsen |
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