Radtouren im Märkisch-Oderland: Routenempfehlungen

Märkisch-Oderland, eine Region im Osten Deutschlands, ist ein Paradies für Fahrradliebhaber. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft aus Wäldern, Seen und sanften Hügeln bietet es ideale Bedingungen für Radtouren. Eine idyllische Landschaft mit wunderschönen Wäldern und ausgedehnten Wiesen, doch vor allem mit herrlichen Seen und den Flüssen Oder und Spree bilden die einmalige Kulisse für aktive Ausflüge mit dem Fahrrad. Für jeden Fahrertyp ist eine geeignete Tour dabei: für entspannte Landschaftsentdecker ebenso wie für ambitionierte Radsportler, die längere Strecken zum Auspowern bevorzugen.

Die Märkische Schweiz ist eine Landschaft innerhalb des Landkreises Märkisch Oderland. Das Wort „märkisch“ bezieht sich auf das „Mark“ in „Mark Brandenburg“, und dieser sehr alte Begriff bezeichnet wiederum das Territorium von Brandenburg im Mittelalter (Gründung 1157), das keineswegs deckungsgleich war mit dem heutigen (die Mark ragte weit nach Sachsen-Anhalt und nach Polen hinüber, war aber nach oben und nach unten kleiner als heute). Das Schweizerische in „Märkische Schweiz“ rührt vermutlich daher, dass sie sehr hügelig ist, was das Radfahren ja nicht grade vereinfacht; trotzdem werde ich Routen aufzeigen, die hindurchführen, weil sie echte optische Highlights enthalten!

Der Landkreis Märkisch Oderland wird im Osten und Nordosten begrenzt durch die Oder, im Nordwesten durch den Barnim, im Süden durch den Landkreis Oder-Spree, im Südosten durch Frankfurt/Oder und auf einem ganz kleinen Stück im äußersten Westen durch Berlin. Er enthält viele Gemeinden, die manche Leute eher zu Berlin verorten: Hoppegarten (wozu auch Hönow und Birkenstein zählen), Neuenhagen, Fredersdorf-Petershagen, Strausberg. Die meisten davon sind jetzt nicht grade der Hit zum Radfahren, aber Strausberg sehr wohl - vor allem Strausberg-Nord, das eine S-Bahn-Station hat, von wo aus es mehrere traumhafte Radrouten gibt.

Erwähnenswert ist zudem, dass Märkisch Oderland einen Großteil des Oderbruchs enthält. Das Oderbruch kann man kaum beschreiben, man muss es gesehen und erlebt haben! Und das geht z.B. richtig gut auf dem Oderradweg von Frankfurt hochwärts nach Hohenwutzen; oder wenn du noch mehr vom Oderbruch mitnehmen willst, fährst du zuerst auf der polnischen Seite von Slubice hoch bis Küstrin (das geht sehr gut), wechselst dort auf die deutsche Seite und dann hoch bis Hohenwutzen oder Bad Freienwalde.

Geografische Lage und Besonderheiten

Märkisch-Oderland liegt östlich von Berlin in Brandenburg. Die Region erstreckt sich entlang des Flusses Oder und grenzt an Polen. Aufgrund der geografischen Lage gibt es hier sowohl flache Strecken entlang der Ufer als auch anspruchsvollere Routen durch hügeliges Gelände.

In der deutsch-polnischen Grenzregion hast du die einmalige Gelegenheit an nur einem Tag gleich zwei europäische Länder zu erkunden. Du musst dich nur auf den Weg machen und manchmal etwas früher aufstehen.

Touristisch relevante Sehenswürdigkeiten

In Märkisch-Oderland gibt es zahlreiche touristische Attraktionen entlang der Radwege. Zu den Highlights gehören das Schloss Neuhardenberg, ein beeindruckendes Barockschloss mit einem weitläufigen Park, das Kloster Chorin, eine gotische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, sowie die Altstadt von Strausberg mit ihren charmanten Fachwerkhäusern.

Altfriedland bietet in seinem sogenannten Langen Haus eine Heimatausstellung, die über die Nutzung der Region durch den Menschen informiert. Der Klostersee in Altfriedland, im Schatten der Klosterruine gelegen, ist ebenfalls ein Platz zum Verweilen. Am Kietzer See, einem weiteren See Altfriedlands, bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, Vögel zu beobachten. Vor allem in den Zeiten des Vogelzugs ist das ein einzigartiges Erlebnis.

Neuhardenberg, ein Nachbarort Altfriedlands und Karlsdorfs, ist vor allem wegen seines Schlossensembles bekannt. Besucher der Region sollten sich den Schlosspark nicht entgehen lassen, dereinst vonPeter Joseph Lenné unter Mitwirkung von Hermann Fürst von Pückler und John Adey Repton angelegt wurde.

Besucher können aber nicht nur diese Landstriche erleben, die durch die gewaltige Kraft des Eises geprägt sind, sondern auch den Naturpark Märkische Schweiz mit seinen markanten Höhenunterschieden und reizvolle Kulturlandschaften, wie das in der Mitte des 18. Jahrhunderts künstlich entwässerte Oderbruch.

An der Strecke laden wiederkehrend idyllische Seen zum Verweilen und Abkühlen ein. Regionstypische Gebäude in Feldsteinbauweise, wie das ehemalige Stallgebäude des Fledermausmuseums Julianenhof oder die Feldsteinkirche in Möglin, in der sich ein Teil der Albrecht Daniel Thaer-Ausstellung befindet, sind ebenfalls sehenswert.

Das Brandenburgische Freilichtmuseum in Altranft weist heute noch die typischen Häuser für Ostbrandenburg auf. Mitten im bewohnten Dorf sind die einzelnen Museumsobjekte an ihrem ursprünglichen Platz zu besichtigen. So gibt es eine Einklassenschule, eine funktionierende Schmiede, ein Fischerhaus, eine Korbmacherei, das Wasch- und Backhaus u. a.

Beste Jahreszeiten

Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Märkisch-Oderland sind Frühling und Herbst. In dieser Zeit ist das Wetter angenehm mild und die Landschaft erstrahlt in den schönsten Farben. Im Sommer kann es hingegen sehr heiß werden, während der Winter mit kalten Temperaturen und Schnee einhergeht.

Orte zum Radfahren

In Märkisch-Oderland gibt es zahlreiche Orte, an denen man wunderbar Fahrrad fahren kann. Zu den beliebtesten zählen Bad Freienwalde, Buckow am See und Seelow.

Buckow, ein malerisches Städtchen in der Märkischen Schweiz im Landkreis Märkisch-Oderland in Deutschland, bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Radtouren. Die Märkische Schweiz zeichnet sich durch ihre sanften Hügel, tiefen Wälder und klaren Seen aus. Dieses idyllische Landschaftsbild macht das Radfahren hier zu einem wahren Vergnügen. Die besten Jahreszeiten für Radtouren sind der Frühling und der Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht und die Temperaturen angenehm mild sind.

In Buckow selbst gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die auf einer Radtour erkundet werden können. Das Schloss Buckow ist eines davon - ein beeindruckendes Gebäude mit einer langen Geschichte. Hier kann man einen Blick zurück in vergangene Jahrhunderte werfen. Ein weiteres Highlight ist der Schermützelsee, der nur wenige Kilometer außerhalb von Buckow liegt. Mit dem Fahrrad lässt sich eine gemütliche Tour um den See unternehmen, bei der man nicht nur die atemberaubende Aussicht genießen kann, sondern auch an verschiedenen Badestellen haltmachen kann.

Routenvorschläge rund um Buckow:

  • Radtour 1: Startpunkt Marktplatz in Buckow. Parallel zur Kleinbahnstrecke nach Waldsieversdorf, von dort nach Dahmsdorf zum "Wald-Pferdehof". Über einen unbefestigten Weg nach Münchehofe, auf dem R1 weiter bis Obersdorf, nach der Bahnunterführung.
  • Radtour 2: Startpunkt Buckow. R1 Richtung Münchehofe, über einen Feld- und Waldweg nach Hermersdorf. Eine alte Asphalt- und Plattenstraße führt, vorbei an der Forellenanlage an der Lapnower Mühle, über Karlsdorf nach Altfriedland zum "Langen Haus". Variante nach Neuhardenberg mit Schlossanlage, Landstraße nach Quappendorf ("Milchschafhof Pimpinelle"). Variante ohne Neuhardenberg: von Altfriedland zurück über die Lapnower Mühle auf einem Waldweg durchs Stobbertal bis zur Eichendorfer Mühle.

Weitere Tourenvorschläge und Informationen

  • Tour Brandenburg: Diese Tour führt uns von Strausberg auf ca. 1.111 Kilometern durch Brandenburg. Damit ist sie der längste Radfernweg Deutschlands. Bei dieser Tour geht es durch die vielfältige Flora und Fauna der nahezu unzersiedelten Randregion rund um Berlin. Wir qurchfahren die Döberitzer Heide mit den Wisenten und Przewalski-Pferden, den Naturpark Barnim im Nordosten Berlins sowie die Regionalparke Barnimer Feldmark, Müggel-Spree und Teltow-Park. Unsere Tour führt uns quer über die Endmoränenplatte des Barnim mit der von Feldern, Alleen und kleinen Dörfern geprägten Landschaft.
  • Tour entlang der polnischen Grenze: Diese Tour führt uns direkt an der polnischen Grenze entlang von Krauschwitz bei Weißwasser bis nach Löcknitz.
  • Spurensuche nach Albrecht Daniel Thaer: Radfahrer begeben sich auf dieser Tour auf eine Spurensuche nach Albrecht Daniel Thaer, dem berühmten Agrarreformer, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Möglin lebte und wirkte. Hier erinnert heute eine bemerkenswerte Ausstellung an ihn.
  • Radtour durch das idyllische Märkisch-Oderland: Bei dieser Radtour begibt sich der Radfahrer auf eine Reise quer durch das idyllische Märkisch-Oderland in Ostbrandenburg. Startpunkt ist Strausberg, das östlich von Berlin liegt. Man radelt durch herrliche Landschaften, abgeschieden von der Hektik des Alltags. Schließlich erreichen die Besucher die Oder, östliche Grenze des Landkreises. Das Oderbruch bietet dem Radfahrer ebenes Terrain.

Der Start- und Endpunkt der Radtouren sind jeweils der S-Bahnhof Strausberg-Nord sowie ein weiterer Bahnhof, der regelmäßig betrieben wird. Dabei werden Bahnhöfe der Ostdeutschen Eisenbahn und der Niederbarnimer Eisenbahn angefahren. Die Radtouren folgen überwiegend der wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr. Es werden vier kürzere Radtouren vorgestellt, die etwa 38 bis 60 km lang sind. Zusätzlich dazu gibt es noch zwei längere Touren, die etwa 70 bis 138 km lang sind.

Auf dem Fernradweg Tour Brandenburg zwischen Klosterdorf und Prädikow wird die Endmoräne der Frankfurter Staffel gekreuzt, wodurch ein weitläufiger Fernblick über die flache Landschaft der Grundmoräne ermöglicht wird. Immer wieder passieren Radfahrer Sölle, die heute noch Überreste der Eiszeit darstellen.

Auf dieser Tour können Besucher die landwirtschaftlich geprägten Landstriche entdecken sowie einige Dörfer und ihre Einwohner kennen lernen. Verschiedene Höfe sind zugänglich und laden Gäste regelmäßig dazu ein, sich ein Bild vom heutigen Leben auf dem Land zu machen. Zu diesen besuchenswerten Höfen zählen derHof der KommuneÖkoLeA(Ökologische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft)in Klosterdorf mit einer eigenen Hofbäckerei, der kollektive Landsitz von Künstlern auf dem Reichenower Gutshof sowie die "Offenen Höfe Ihlow".

Doch wie lebten die Menschen hier in den letzten Jahrhunderten? Darüber informieren sehenswerte Ausstellungen in Julianenhof, Möglin und Altranft. Hier wird das Leben auf dem Lande, wie es in vergangenen Zeiten war, für Besucher besonders eindrucksvoll veranschaulicht. In Julianenhof kann ein Eiskeller besichtigt werden. In Möglin ist der historische Gutshof des bekannten deutschen Agrarreformer Albrecht Daniel Thaer nebst Park weitestgehend erhalten geblieben.

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