„Du Papa, warum trägt der Radfahrer vor uns keinen Helm?“ Auf Fragen wie dieser fällt es einem schwer, eine plausible Antwort zu geben. Nach einem Sturz kommt dann oft erst die Erkenntnis. Sätze wie „Hätte ich doch einen Fahrradhelm getragen!“ sind dann überflüssig!
Die Qual der Wahl: Fahrradhelm-Arten für jeden Einsatzzweck
Egal ob man im lokalen Fahrradladen oder auf den Webseiten von Radherstellern und Online-Shops stöbert, die Auswahl von Helmen erschlägt einen nahezu. Für so gut wie jeden Einsatzzweck gibt es heutzutage den passenden Helm, aber auch Allround-Helme sind hoch im Kurs.
Der entsprechende Helmtyp leitet sich aus deinem Einsatzbereich ab. So gibt es Unterschiede beim Thema Sicherheit, Schutz aber auch beim Thema Komfort.
- Helme für den Stadtverkehr und Touren: Gerade im Stadtverkehr oder bei der Fahrradtour am Wochenende ist das Tragen eines Fahrradhelms dringend empfohlen. Die Trekking- & Cityhelme, gerne auch Urban-Helme genannt, bieten Schutz bei einem schlichten und schicken Design. Sie zeichnen sich durch gute Einstellmöglichkeiten und cleveren Features wie Reflektoren oder Lichter aus.
- Helme für Mountainbiker: In kaum einem anderen Bereich ist die Sturzgefahr so hoch wie auf dem Mountainbike. Daher ist ein geeigneter Mountainbikehelm auch absolute Pflicht. Für Trail und Allmountain-Touren haben sich Halbschalenhelme bewährt, die für einen guten Kompromiss zwischen hohem Schutz und guter Belüftung sorgen. Diese sind gerade am Hinterkopf meist tiefer geschnitten um auch diesen zu schützen.
- Helme für Downhiller: Für den Einsatz auf Downhill-Strecken oder im Bikepark ist ein vollumschließender Fullface-Helm gedacht. Sie bieten den meisten Schutz und durch den Kinnbügel ist zudem auch dein Gesicht und Kiefer geschützt. Generell ist die Helmschale oft robuster und sie sind auch besser gepolstert als Halbschalen-MTB-Helme.
- Helme für Rennradler: Auf dem Rennrad zählt natürlich Geschwindigkeit. So sind Rennrad-Helme besonders leicht und haben eine aerodynamische Form um besonders windschnittig zu sein. Dabei sind sie mit einer optimalen Belüftung versehen, was dir hilft immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Ihre Form sorgt bei der Kopfhaltung auf dem Rennrad für ein möglichst großes Sichtfeld.
- Helme für Kinder: Im Wesentlichen unterscheidet sich ein Fahrradhelm für Kinder nicht großartig von Fahrradhelmen für Erwachsene. Bei beiden soll der Helm die gleiche Funktion erfüllen, nämlich den Kopf vor Stößen im Falle eines Sturzes zu schützen. Allerdings gibt es natürlich ein paar Unterschiede. Kinder haben einen kleineren Kopf und benötigen dementsprechend einen Kinderhelm, der genau auf ihren Kopfumfang passt. Während das Design bei Kindern oft verspielt und farbenfroh ist, kommen Helme für die Großen eher in schlichten Farben daher.
Wobei bei den meisten Helmen die Einsatzzwecke immer mehr verschwimmen und am Ende der aktuelle Trend und Style-Faktor die Stellschraube ist, wann man welchen Helm trägt - nicht selten sieht man Jugendliche mit Fullface-Helmen durch die Stadt rollen.
So findest du den richtigen Helm
Hier hilft nur eins: Sich für das Testen Zeit zu nehmen, denn ein Helm muss genauso gut passen wie ein Wanderschuh. Beide trägt man sehr lange auf Tour oder im Alltag und bekannterweise kann das kleinste Scheuern oder Drücken zu einem nervigen Dauerproblem werden.
Beim Kauf eines Fahrradhelmes solltest du zuerst auf den richtigen Sitz achten. Der Helm kann noch so cool, bunt und windschnittig aussehen: Verrutscht er im Moment des Unfalls, kann er deinen Kopf nicht schützen und im schlimmsten Fall noch mehr Schaden anrichten.
Bevor du in ein Fachgeschäft gehst oder online nach einem neuen Helm schmökerst, empfiehlt es sich den Kopfumfang zu messen, um die richtige Helm-Größe zu ermitteln.Viele Hersteller bieten eine Skala an, die erste Orientierung gibt. Doch allein das Kopfmaß ist nicht ausreichend.
Am besten ist es, unterschiedliche Helme zu probieren und mit dem Drehrad oder der Ratsche - beides befindet sich an der Hinterseite der Innenschale - den Helm so zu justieren, dass er perfekt sitzt, aber nicht drückt. Der Helm sollte nur an den Stellen aufliegen, die auch gepolstert sind. Die Ohren sollten frei sein.
Nach Kontrolle des optimalen Sitzes - der Helm rutscht nicht wenn du den Kopf bewegst und du hast ein gutes Gefühl - lohnt es, noch auf den Verschluss zu achten. Dieser liegt ein bis maximal zwei Fingerbreit unter dem Kinn. Auf keinen Fall sollte er dicht am Kinn anliegen oder gar einschneiden. Die meisten Hersteller bieten einen Ratschen-, Magnet- oder einen Klickverschluss an. Auch hier gilt ausprobieren, was für dich am besten passt.
Wie soll ein Helm sitzen?
- Kein Wackeln: Drückt man von der Stirnseite aus diagonal leicht gegen den Helm nach oben (etwa der Winkel, der zutrifft, wenn man bei einem Sturz mit dem Gesicht Richtung Boden segelt), darf der Helm sich nicht ohne weiteres wegdrücken lassen. Konkret kannst du den Sitz des Helmes testen, indem du zu allererst den Verschluss am Hinterkopf anpasst. Schon in diesem Zustand, ohne verschlossene Riemen am Kinn, sollte der Helm bereits am Kopf guten Halt haben! Versuchst du ihn nun leicht nach oben abzuheben, sollte er möglichst nicht verrutschen. Nahezu alle Helme bieten heute eine Weitenregulierung am Hinterkopf, mit der du den Sitz einstellen kannst.
- Gerader Sitz: Der Helm sollte waagerecht sitzen, nicht zu weit in die Stirn gezogen und nicht zu weit hinten in den Nacken rutschen. Bei Helmen die etwas tiefer in den Nacken gezogen sind, muss man sich für den waagerechten Sitz diesen verlängerten Abschnitt am Hinterkopf wegdenken. Außerdem soll der Helm nicht schräg sitzen, der Abstand links und rechts über den Ohren sollte gleich sein. Als Faustregel gilt: Der Helm sitzt ein bis zwei Finger über der Nasenwurzel bzw.
- Sitz der Riemen: Die Bänder laufen unter dem Ohr zusammen und „schlabbern“ nicht rum, sondern liegen noch bequem an. Unter dem Kinn sollte, bei geschlossenem Verschluss, zwei Finger breit Platz sein.
Natürlich ist der Tragekomfort ein wichtiger Aspekte für einen gut sitzenden Helm. Die richtige Passform ist überdies ganz entscheidend für die Sicherheit, wie Lukas Bucht von SQlab betont. Dennoch ist die technische Sicherheit durch Materialien und Ausstattung wesentlich.
Besonderes Augenmerk: Kinderhelme!
An dieser Stelle vor allem unser Appell an Eltern, auf die korrekte Passform des Kinderhelmes zu achten! Leider erleben wir es viel zu häufig, dass vor allem bei Kinderhelmen die Meinung herrscht „Hauptsache der Kleine hat überhaupt einen Helm auf“. Das stimmt zwar, schützt aber im schlimmsten Fall auch nicht viel besser als gar kein Helm. Es macht keinen Sinn einen Helm zu kaufen, in den das Kind „hereinwachsen“ kann. Der Kopf unseres Kindes sollte es wert sein, lieber mal einen Helm mehr zu kaufen, als auf Schutz zu verzichten.
Ein allgemeiner Tipp: Neben dem schmerz-/druckfreien Sitz sollte die Optik bei Kinderhelmen nicht zu kurz kommen. Denn wenn der Helm nicht gefällt, zwickt oder sitzt nervig und unbequem, sind gerade Kinder schwer davon zu überzeugen, diesen erneut bei der nächsten Radrunde aufzusetzen.
Prüfsiegel & DIN Norm für höchste Sicherheitsstandards
Ob Discounter-Helm oder High-End-Produkt - alle Fahrradhelme, die in der EU und in der Schweiz verkauft werden, müssen sich einem Testverfahren inklusive Crashtest unterziehen. Wird dieser makellos bestanden, erhält der Fahrradhelm die Norm DIN EN1080 (CE). Zusätzlich sind viele Modelle mit dem Zeichen für "geprüfte" Sicherheit (GS) versehen.
In EU-weiten Testverfahren nach der DIN EN 1078 (CE) muss der Helm einen Test bestehen, bei dem er unter anderem mit einem Prüfkopf einmal auf einen flachen und einen schrägen Sockel fällt, der eine Bordsteinkante imitiert. Dabei darf der Prüfkopf beim Aufprall nicht das 250-fache der Erdbeschleunigung überschreiten.
Sehr gute Rad-Helme weisen eine so gute Dämpfung auf, dass sie auch bei einem Aufprall mit „nur“ rund 20km/h den Wert von 82G (82-fache Erdbeschleunigung) nicht überschreiten.
So sicher sind Fahrradhelme
Wer jetzt denkt, dass solche Stürze einem nie passieren würden, irrt. Über 70 Prozent der meisten schwer verletzten Radfahrer tragen Kopfverletzungen davon. Vier von fünf hätten durch das Tragen eines Helms verhindert werden können. Auch wer stets langsam und nur kurze Strecken fährt, profitiert von der erhöhten Sicherheit am Kopf. Denn oftmals resultieren Fahrradunfälle durch Zusammenstöße, Eigenverschulden sowie das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer.
Ein ewiges Leben hat jedoch bei allen noch sicheren Prüfverfahren kein Fahrradhelm. Du solltest ihn nach circa fünf bis sechs Jahren austauschen. Beobachtest du Verschleißerscheinungen, Risse oder hattest du sogar einen Sturz mit deinem Helm, ist er sofort gegen einen neuen zu ersetzen. Einige Hersteller bieten sogar einen Rabatt nach einem Unfall sowie ein Crash Replacement an. So kann ein neuer Helm der gleichen Marke teilweise bis zu 50 Prozent günstiger erworben werden.
Fest steht, in Punkto Schutz müssen alle Helme ein CE Prüfzeichen vorweisen, wenn sie auf dem deutschen Markt verkauft werden. Ebenso muss die DIN EN 1078, die Sicherheitsnorm für Radhelme, erfüllt sein. D.h. Schutz bieten alle in Deutschland erhältlichen Fahrradhelme. Jedoch gibt es zahlreiche Punkte, die einen preiswerten von einem hochpreisigen Helm unterscheiden. Material, Gewicht, Verschlusstechnologien und das Innenleben des Helms.
Neue Fahrradhelme mit MIPS und anderen Technologien
Ganz neu auf dem Markt sind Fahrradhelme mit MIPS (Multi-directional impact protection system). Diese verfügen über eine schwimmend verarbeitete Innenschale, die sich mit der Rotationsbewegung deines Kopfes bei einem schrägen Aufprall etwa 15 mm verschiebt und so einen Teil der Beschleunigungsenergie abbauen kann. Ob dieses System wirklich noch mehr Sicherheit bieten kann, wird derzeit in der Fachwelt noch diskutiert. Wichtiger ist es, sich an Testergebnissen und den eigenen Bedürfnissen an einen Helm zu orientieren.
Für ein zusätzliches Maß an Schutz gibt es viele spannende Entwicklungen am Markt.
- MIPS®: Die Abkürzung steht für Multi Directional Impact Protection System. Entwickelt wurde diese Technologie, um den Rotationskräften beim Aufschlag entgegenzuwirken. Da beim Aufschlag im Winkel immer Rotationskräfte auf den Kopf wirken, man im Regelfall nie statisch aufschlägt (wie es in Tests gerne simuliert wird), kamen die Entwickler des MIPS® Systems auf die Idee, eine bewegliche Innenschale in den Helm zu legen. Diese gelöste Innen- und Außenverbindung des Helmes baut beim Aufschlag die entstehende Kraft ab und minimiert die Kräfte, die auf die aufschlagende Stelle einwirken. Die MIPS® Technologie wird inzwischen von zahlreichen Herstellern wie Bontrager oder Giro eingesetzt.
- Spherical MIPS®: Spherical MIPS® ist die weiterentwickelte Version des MIPS®-Systems, wie sie u.a. von Bell und Giro eingesetzt wird. Bei der Spherical-Technologie werden das Material und die Dichte der Innen- und Außenschale mit dem „Progressive Layering“-Prinzip optimiert, um ein breites Spektrum an Aufprallkräften zu bewältigen.
- SPIN: Eine Antwort auf das MIPS® System. Der Hersteller POC hat sich die SPIN-Technologie patentieren lassen. Hier kommt keine ganze Schale im inneren des Helmes zum Einsatz, sondern SPIN Pads, die punktuell eingesetzt sind.
- WaveCel: Auch Bontrager hat eine eigene Technologieentwickelt. „WaveCel“ ist eine Helmsicherheitstechnologie die exklusiv für diverse Bontrager-Helme erhältlich ist. Herkömmliche Schaumhelme wurden für den Schutz vor einem direkten, linearen Aufprall entwickelt. Aber WaveCel berücksichtigt, wie die meisten Fahrradunfälle tatsächlich ablaufen: Ungraziös, mit Windungen, Drehbewegungen und einem schrägen Aufprallwinkel. Die Wabenähnliche Struktur von WaveCel funktioniert wie eine Knautschzone, die dabei hilft, bei einem Sturz die Aufprallenergie zu absorbieren, bevor sie deinen Kopf erreicht.
Neben diversen Systemen die eine Verletzung vorbeugen sollen, gibt es zwischenzeitlich auch Sensoren-Systeme, die reagieren wenn es zum Ernstfall kommt. Diese Systeme erfassen Erschütterungen über Bewegungssensoren und senden so mithilfe einer App einen Notruf aus, sollte es zu einem Sturz kommen.
- Specialized ANGi: ANGi ist ein patentierter, von Specialized entwickelter Sensor mit integriertem Beschleunigungsmesser und Gyroskop, der am Helm angebracht ist. Mit anderen Worten: Der ANGi Sensor misst die Kräfte, die auf den Helm während eines Aufpralls übertragen werden. Er misst auch die Rotationskräfte, die bei einem Unfall auftreten, selbst wenn der Helm vom Aufprall nicht direkt betroffen ist.
- Uvex Tocsen: Der Tocsen Crash-Sensor ist in Zusammenarbeit mit Uvex entstanden. Das einzigartige System aus Sturzsensor und App erkennt einen Sturz, fragt nach, wie es dem Fahrer geht und setzt einen Notruf inklusive Unfallort-GPS-Daten ab, falls nicht geantwortet wird. An Notfallkontakte und die gesamte Tocsen Community in der Nähe.
- twICEme® NFC - Medical ID-Chip: Über twICEme® NFC können die ersten Personen am Unfallort benötigte Informationen sofort abrufen, um den Verunglückten zu unterstützen und die Vorlaufzeiten im Notfall zu verkürzen. Der twICEme® NFC wird per App mit informationen bespielt und kann neben Vitalinformationen auch mit Notrufnummern und anderen wichtigen Informationen geladen werden, die für den Fall eines Ereignisses erforderlich sind. Im Gegensatz zu den anderen Sensoren dient twICEme® NFC nur zur Informationsübermittlung für Rettungskräfte und Ersthelfer und nicht zur Aussendung eines Notrufs beim Sturz.
Ausgewählte MTB-Helm Testsieger
Hier findest Du ausgewählte Testsieger aus aktuellen Vergleichstests, die in puncto Sicherheit und Komfort glänzen. Ob steiler Trail oder lange Tour - ein zuverlässiger Mountainbike-Helm gehört zur Grundausstattung jeder Fahrt.
Die hier vorgestellten Modelle überzeugen in Fachmagazinen und im Praxistest. Dabei fließen Bewertungen aus verschiedenen Tests ein. Das Bike Magazin sticht besonders heraus, da es Helme auf einem eigenen Prüfstand testet. Dabei wird unter realitätsnahen Bedingungen analysiert, wie gut die Modelle im Ernstfall wirklich schützen. Im Crash-Test werden unter anderem die Beschleunigungs- und Rotationskräfte gemessen, die auf den Kopf im Falle eines Sturzes einwirken. Zudem wird auch die Belüftung auf einem eigens entwickelten Prüfstand beurteilt.
Zusätzlich berücksichtigen wir Vergleichstests aus dem Radfahren Magazin, von MTB-News sowie Bike-X, die alle wichtige Aspekte des Tragegefühls, der Belüftung und der Funktion auf Tour bewerten. Bei unseren eigenen Bergzeit Tests setzen wir auf Alltagstauglichkeit: Die Tester und Testerinnen prüfen Komfort, Belüftung und Handling im Einsatz auf dem Trail.
Empfohlene MTB-Helme
- POC Kortal Race Mips: Testurteil „überragend“ im Bike-X Test und „gut“ im Bike-Test - top Tragekomfort und viele Sicherheitsfeatures. Der Kortal Race Mips von POC setzt mit Recco-Reflektor, NFC-Chip und dem Mips Integra System Maßstäbe in puncto Sicherheit. Die Belüftung ist laut Bergzeit Testbericht top und der Sitz „unschlagbar“.
- Scott Tago Plus: Im Test des Bike Magazins überzeugt er mit hohem Tragekomfort, sehr gutem Anpassungssystem und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gummierte Drehrad zur individuellen Anpassung ist laut Redakteur Stefan Frey „das beste im Testfeld“.
- POC Ventral Air Mips: Bestnoten im Tour Magazin Test und Empfehlung im Bergzeit Test - herausragende Belüftung und top Schutz. Im Tour-Test erreicht er Bestnoten beim Schutz gegen Gehirnerschütterung und punktet mit präziser Passform. Auch im Bergzeit Test punktet der Helm mit einer „überlegenen Belüftung“.
- Sweet Protection Bushwhacker 2Vi Mips: Bietet dank Mips Air Technologie, tiefgezogenem Nackenschutz und super Sitz maximale Sicherheit für Deine nächsten Trail- und Enduro-Einsätze. Auch ohne Kinngurt sitzt er laut Bike-X Testfazit fest und wackelfrei.
- Oakley DRT5 Maven: Bietet hohen Komfort und ein starkes Sicherheitsgefühl dank verbauter Mips-Technologie und präzisem Boa-System zur individuellen Anpassung an Deinen Kopf. Allerdings überzeugt der Helm mit seiner guten Belüftung und dem angenehmen, gummierten Stirnpolster, das für einen stabilen Sitz sorgt.
- Sweet Protection Trailblazer Mips: Überzeugt mit top Schutzwerten, starker Belüftung und hochwertiger Verarbeitung. Im Fallturmtest des Radfahren-Magazins liefert er Bestwerte. Das individuell einstellbare Visier und die Brillen-Kompatibilität sind zusätzliche Pluspunkte.
- Julbo Forest Evo Helm: Bietet viel Ausstattung: Mips-Sicherheitssystem, verstellbares Visier und integrierte Brillenhalterung sorgen für Sicherheit und Komfort. Im Bike-X Test schneidet er mit „sehr gut“ ab, lobenswert sind vor allem Tragegefühl und Anpassung.
- Fox Speedframe Pro: Überzeugt mit top Tragekomfort, starkem Durchzug durch große Belüftungsöffnungen und praktischer Brillenhalterung. Im Bike-X Test erhält er „sehr gut“, besonders dank Passform und cleverem, brillentauglichem und dreifach verstellbarem Visier.
Zahlen, Daten, Fakten
Risiko einer Gehirnerschütterung
Die Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Biker, bei dem von uns simulierten Sturzszenario eine mittlere Gehirnerschütterung erleiden würde. Diese lässt sich aus den gemessenen Drehbewegungen (BrIC, Brain Injury Criterion) errechnen. Der Zusammenhang zwischen BrIC und der Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung (nach AIS-Code) ist nicht linear. Für die Bewertung bietet sich daher eher die Wahrscheinlichkeit an.
Das Risiko für eine Gehirnerschütterung liegt zwischen 6 und 44 Prozent. Bei Helmen mit MIPS haben wir ein Risiko einer Kopfverletzung von im Schnitt 16,2 Prozent ermittelt. Im Vergleich beträgt das Risiko bei Modellen ohne MIPS 35,5 Prozent. MIPS senkt das Risiko, eine Gehirnerschütterung zu erleiden, deutlich, allerdings abhängig vom verbauten System. Nur Bontragers WaveCel-Technologie liefert vergleichbar gute Werte.
Beschleunigung in g
Alle Helme im Test bleiben bei den Beschleunigungswerten, also den Kräften, die bei einem Aufprall noch auf den Kopf wirken, weit unterhalb der Norm (250 g). Die Spanne reicht jedoch von 84,2 g (Specialized) bis zu 129,7 g (Endura) und zeigt, dass die Helme durchaus unterschiedlich gut schützen. Zwar liegen auch hier viele MIPS-Helme mit guten Werten weit vorne. Ein Zusammenhang zwischen reduzierter Rotationsbeschleunigung und guter Stoßdämpfung ist aber nicht festzustellen.
Fazit
Eines gleich mal vorweg: Alle 18 Helme in diesem Fahrradhelm-Test sind auf einem guten bis sehr guten Niveau. Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Aus diesem Grund bieten Hersteller unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Größen und Helmformen an.
Generell solltest Du beim Kauf eines neuen MTB-Helmes zuerst Deine Sicherheit im Blick haben und auf einen guten Sitz des Helmes achten. Zum Fahrspaß auf den Trails und im Gelände gehört auch der richtige Schutz.
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