„Du Papa, warum trägt der Radfahrer vor uns keinen Helm?“ Auf Fragen wie dieser fällt es einem schwer, eine plausible Antwort zu geben. Nach einem Sturz kommt dann oft erst die Erkenntnis. Sätze wie „Hätte ich doch einen Fahrradhelm getragen!“ sind dann überflüssig!
Du suchst den perfekten MTB-Helm? Hier findest Du ausgewählte Testsieger aus aktuellen Vergleichstests, die in puncto Sicherheit und Komfort glänzen. Ob steiler Trail oder lange Tour - ein zuverlässiger Mountainbike-Helm gehört zur Grundausstattung jeder Fahrt. Die hier vorgestellten Modelle überzeugen in Fachmagazinen und im Praxistest. Dabei fließen Bewertungen aus verschiedenen Tests ein.
Eines gleich mal vorweg: Alle 18 Helme in diesem Fahrradhelm-Test sind auf einem guten bis sehr guten Niveau. Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Aus diesem Grund bieten Hersteller unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Größen und Helmformen an.
Sicherheit geht vor: Zertifizierungen und Technologien
Achte beim Kauf eines Mountainbike-Helms darauf, dass der Helm für den Radsport zertifiziert ist - nach der DIN EN 1078 (für Erwachsene) bzw. DIN EN 1080 (für Kinderhelme). Moderne Sicherheitstechnologien wie Mips (Multi-Directional Impact Protection System) reduzieren Rotationskräfte bei einem Sturz und können so das Risiko für Kopfverletzungen deutlich verringern. Im Bergzeit Magazin Beitrag Mips-Technologie in Helmen: Kopfschutz in jeder Situation findest Du mehr Infos darüber.
Studien haben ermittelt, dass durch das Tragen von Fahrradhelmen zwischen 20 Prozent der Kopfverletzungen bei Leichtverletzten und bis zu über 80 Prozent der Kopfverletzungen bei besonders Schwerverletzten vermieden werden können. Die Zahlen stammen von der HFC Human-Factors-Consult GmbH aus dem Jahr 2017 und wurden im Auftrag der Verkehrsministerien Baden-Württemberg und Thüringen ermittelt.
In den allermeisten Fällen besteht ein Fahrradhelm aus einer harten Kunststoffschale, in welche direkt ein expandierter Polystyrol Schaum (EPS) eingespritzt wird. Dieses Verfahren bezeichnet man als sogenanntes In-Mold-Verfahren. Der EPS absorbiert im Falle eines Sturzes die auftreffende Energie und schützt so den Kopf vor Verletzungen.
Eine weitere Technologie, die den Kopf besser schützen soll, ist das Multi-Directional Impact Protection System, oder kurz MIPS. MIPS soll den Kopf bei einem Schrägaufprall durch Ableiten der Energie besser schützen. Dadurch ist eine innere dünne Schale beweglich im Fahrradhelm befestigt, die sich um 10 bis 15 Millimeter in alle Richtungen bewegen lässt.
Die MIPS-Technologie im Detail
Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn besonders empfindlich auf rotatorische Kräfte reagiert. Um bei einem schrägen Aufprall die Rotationsenergie zu reduzieren, wurde die reibungsarme MIPS-Schale (Multi-directional Impact Protection System) konzipiert. Sie soll ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms ermöglichen. Dadurch wird Rotationsenergie in Translationsenergie umgewandelt. Dieser Mechanismus ähnelt dem Verhalten des Kopfes bei einem Sturz auf Eis, wo sich der Kopf in der ursprünglichen Bewegungsrichtung fortsetzen kann. Aktuell sind verschiedene Varianten des MIPS-Systems verfügbar, die eine relative Rotation zwischen Helm und Kopf im Bereich von 10 bis 15 Millimetern zulassen.
- Mips Essential Core: Kommt oft bei günstigen Helmen zum Einsatz und wird durch Elastomere im Helm gehalten.
- Mips Evolve Core: Eine exakter auf den jeweiligen Helm abgestimmte Passform soll die Belüftung verbessern und das Gewicht reduzieren.
- Mips Air Node: Hier ist der Rotationsschutz nahezu unsichtbar in die Helmpolsterung integriert, was Gewicht spart und die Belüftung verbessert.
- Mips Integra Split: Der Helm besteht aus zwei separaten Schalen, die gegeneinander verdrehbar sind.
- Mips Integra Fuse: Hier befindet sich in den Polstern eine Art Silikon, das sich in alle Richtungen bewegen kann.
Passform und Komfort: Worauf es ankommt
Ein Helm schützt nur dann optimal, wenn er wirklich gut sitzt. Das bedeutet: fest, ohne zu wackeln oder zu drücken. Viele Modelle bieten ein verstellbares Haltesystem mit Drehrad, um die Passform exakt an Deinen Kopf anzupassen. Das ist zudem ein praktisches Feature, damit Du bei kälteren Temperaturen auch mal eine Mütze oder ein Stirnband unter den Helm anziehen kannst. Auch ein angenehm gepolsterter Kinnriemen und flexible Riemendreiecke erhöhen den Tragekomfort auf langen Touren. Zudem ist die Auswahl der richtigen Größe für einen guten Sitz wichtig.
Die notwendige Größe des Helmes kann einfach mit einem Maßband ermittelt werden, mit welchem der Kopfumfang oberhalb der Ohren nachgemessen wird. Hier sollte am besten zu zweit gearbeitet werden. Damit der Helm optimal angepasst werden kann, muss der Head-Ring in Umfang und Höhe verstellbar sein und der Verschlussmechanismus sollte gut, am besten mit einer Hand, bedienbar sein. Auch ist eine gute Belüftung hilfreich, damit der Kopf bei einem anstrengenden Uphill oder in der prallen Sonne nicht so schnell überhitzt.
Zusätzlich sei gesagt, dass nicht jeder Helm gleich gut auf jeden Kopf passt. Natürlich ist jeder Kopf verschieden und so lohnt es sich, beim Kauf auch mal andere Helmhersteller auszuprobieren und sich nicht zu sehr auf einen Helm zu versteifen, nur weil die Farbe gut zum Bike oder Trikot passt.
Die Größe bei Fahrradhelmen ist meist als Kopfumfang in Zentimetern angegeben.
Belüftung und zusätzliche Features
Gerade bei warmem Wetter ist ein gutes Lüftungssystem Gold wert. So verhinderst Du Überhitzung im Anstieg und kannst den Fahrtwind im Downhill voll auskosten. Je nach Einsatzzweck lohnt sich ein Blick auf zusätzliche Features. Reflektierende Elemente erhöhen Deine Sichtbarkeit im Straßenverkehr, praktische Brillenhalterungen oder Goggle-Kompatibilität sorgen für mehr Flexibilität auf dem Trail. So kannst Du bei dunkleren Waldanstiegen oder bei Pausen die Brille am Helm befestigen. Besonders innovativ sind Helme mit NFC Medical ID Chips, die medizinische Daten speichern können.
Testsieger im Überblick
Insgesamt haben wir 22 MTB-Helme für den All-Mountain- und Enduro-Bereich ausgiebig getestet.
POC Tectal Race MIPS
Der POC Tectal Race MIPS ist ein Helm für eine Vielzahl von Mountainbike-Disziplinen. Egal ob auf anspruchsvollen Enduro- oder entspannten Allmountain-Touren, der Helm bietet Komfort und Sicherheit. Dank der MIPS Integra-Technologie schützt der Helm im Falle eines Sturzes optimal und trägt sich sehr angenehm. Speziell im Windkanal designte Belüftungsöffnungen sorgen für ordentlich Durchzug unter der Haube.
Der POC Tectal Race MIPS ist nicht nur dank der MIPS Integra-Technologie sehr sicher, auch ein guter Sitz, eine im Windkanal optimierte Belüftung und kleine Details wie ein verbauter Recco-Reflektor tragen zur Sicherheit bei, wenn es mal zum Äußersten kommen sollte. So können wir den Helm jedem empfehlen, der gerne mit seinem Mountainbike ins Gelände oder in die Berge will, egal ob für eine entspannte Allmountain-Runde oder eine anspruchsvolle Enduro-Tour.
So passt sich der Helm beim Schließen des gut bedienbaren Verschlussrades sehr gut der Kopfform an. So sitzt der Helm fest und sicher am Kopf, ohne dabei Druckstellen, zum Beispiel an der Stirn, zu verursachen. So bleibt der Tectal Race MIPS-Helm auch bei schnellen und verblockten Trails stets wackelfrei am Kopf.
Neben der ausgeklügelten Schutzfunktion bietet der Helm auch ein ebenso ausgeklügeltes Belüftungssystem. Mehrere große und kleine Belüftungsöffnungen leiten dank ihrer Form die Luft dahin, wo sie gebraucht wird.
Nicht nur, dass er verstellbar ist, sondern vor allem, dass dieser durch eine kleine Schraube in der Mitte in der jeweiligen Position fixiert werden kann. Dies ist zum Beispiel sehr hilfreich, möchte man mit Goggles fahren.
Sollte es einmal zum erdenklich Schlimmsten kommen und man stürzt im Gelände weitab der Zivilisation, ist im Helm selbst noch ein Recco-Reflektor verbaut, um mit dem entsprechenden Detektor gefunden werden zu können, selbst im bewusstlosen Zustand. Am Ende bekommt man mit dem POC Tectal Race MIPS einen High-End-Helm, der Erstaunliches bietet und egal ob auf schweißtreibender Allmountain- oder anspruchsvoller und entlegener Enduro-Tour für Schutz und Komfort auf dem Bike sorgt.
Bisher gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zum POC Tectal Race MIPS. Auch die Stiftung Warentest hat bisher keine Mountainbike-Helme getestet.
Cube Trooper
Der Cube Trooper ist ein ausgezeichneter Helm für fast jedes Mountainbike-Abenteuer. Durch die Gesamtkonstruktion sowie das verwendete MIPS-System bietet der Helm ein Plus an Sicherheit im Falle eines Sturzes, aber auch der Tragekomfort und die Belüftung sind sehr gut.
Der Cube Trooper ist ein gut sitzender, luftiger und nicht nur dank der MIPS-Technologie sicherer Helm für anspruchsvolle Enduro-Touren oder klassische Allmountain-Touren.
Selbst bei genauer Betrachtung gibt es nichts zu beanstanden. Nicht nur die von Cube entwickelte Defense-Skeleton-Struktur, also der spezielle Helmaufbau unter Verwendung multipler Lagen, sondern auch die Gesamtkonstruktion soll den Kopf bestmöglich schützen. So kommt bei dem Helm die bewehrte MIPS-Technologie zum Einsatz, die bei einem Sturz auftretende Rotationsenergien minimieren soll.
Dank des in das MIPS-System integrierten, freilaufenden Head-Rings kann sich der Helm optimal an die individuelle Kopfform anpassen. Dabei ist der Ring in der Höhe über einen großen Bereich verstellbar. So sollte der Helm den meisten Bikern passen. Selbst nach langen Ausfahrten hatten wir keine nennenswerten Druckstellen an der Stirn oder gar Kopfschmerzen durch einzelne Druckpunkte. Der Kinnriemen lässt sich ebenfalls gut anpassen.
Der Trooper verfügt über insgesamt 21 kleine und große Belüftungsöffnungen, welche über den gesamten Helm verteilt sind. Gerade die Öffnungen im Stirnbereich und unter dem Schirm sind ausreichend groß und sorgen selbst während eines steilen und langen Uphills für spürbaren Durchzug.
Am Cube Trooper findet man zudem eine Brillenhalterung an der Heckpartie sowie einen Flip-Adapter an der Helmoberseite. Der Schirm ist, wie bereits erwähnt, fest am Helm montiert. Somit sind die Augen (beziehungsweise die Brille) etwas vor Regen geschützt, echten Sonnenschutz bietet der Schirm aber kaum. Hier wäre ein verstellbarer Schirm vielleicht praktischer gewesen.
Zusammengefasst bekommt man mit dem Cube Trooper einen sehr guten MTB-Helm sowie sicheren Begleiter für herausfordernde Mountainbike-Abenteuer. Die Passform - oder besser gesagt die Anpassbarkeit - ist ausgezeichnet, wie auch die Belüftung.
Smith Convoy MIPS
Der Smith Convoy MIPS ist ein leichter und komfortabel zu tragender MTB-Helm, der zudem mit der MIPS-Technologie ausgestattet ist. Auf das Nötigste reduziert, besitzt er ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und ist vom Gravelbiken bis hin zu ausgedehnten Allmountain-Touren zu empfehlen.
Der Smith Convoy MIPS punktet vor allem mit Tragekomfort und ist dank der MIPS-Technologie auch noch sicher. Der Helm ist auf das Nötigste reduziert und besitzt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Dank der MIPS-Technologie und dem dadurch ringsum frei laufenden Head-Ring passt sich der Helm gut der Kopfform an und es entstehen keine unangenehmen Druckstellen an der Stirn. Auch lässt sich die Höhe des Ringes am Hinterkopf stufenweise einstellen.
Positiv zu erwähnen sind die vielen Belüftungsöffnungen. Der Smith Convoy MIPS verfügt über insgesamt 21 Öffnungen, die auch bei anstrengenden Uphills und sommerlichen Temperaturen für deutlich spürbaren Durchzug sorgen. So entsteht nicht so schnell ein Hitzestau unter der Schale.
Positiv ist hier auf alle Fälle die Integration des MIPS-Systems zu erwähnen, was den Kopf im Falle eines Sturzes optimal schützen soll. In diesem Zusammenhang sei zusätzlich das geringe Gewicht von 334,4 Gramm in der Größe L erwähnt. Somit ist der Convoy der leichteste Helm mit MIPS in diesem Test und lässt hier sogar Helme ohne diese Technologie hinter sich.
Am Ende bekommt man mit dem Smith Convoy MIPS einen guten, komfortablen und sicheren Helm zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fox Racing Speedframe
Der MTB-Helm ist teils glänzend, teils matt-schwarz lackiert. Besonders letzteres ist zwar gerade Mode, aber recht empfindlich, was Kratzer angeht. Der matt-schwarze und stufenweise verstellbare Schirm ist besonders empfindlich, und selbst mit dem Fingernagel lassen sich Kratzer in den Schirm machen.
Schön ist hier, dass der flexible Kunststoffring nicht irgendwo im MTB-Helm befestigt ist, sondern er umschließt durchgängig den gesamten Kopf, also auch an der Stirn.
Ein weiteres schönes Detail ist der Magnetverschluss am Kinnriemen des MTB-Helms. Dieser lässt sich schnell öffnen und schließen und das sogar mit nur einer Hand.
Der Speedframe besitzt eine Vielzahl an Belüftungsöffnungen, die durchaus ausgeklügelt über den gesamten MTB-Helm verteilt sind. So besitzt der MTB-Helm zum Beispiel drei Öffnungen direkt an der Stirn, welche nicht nur für eine angenehme Luftzirkulation sorgen, sondern sogar ein zu schnelles Beschlagen einer Sonnenbrille verhindern.
Für ein Plus mehr Sicherheit ist der Speedframe mit der MIPS-Technologie ausgestattet, sollte es doch mal zu einem Sturz kommen. Am Ende ist der Fox Racing Speedframe ein optimaler MTB-Helm für die tägliche All-Mountain- oder Enduro-Runde und überzeugt mit Eigenschaften wie optimalem Komfort sowie Passform und biete viele kleine und nützliche Details.
Abus MoDrop
Der Abus MoDrop MTB-Helm verfügt über MIPS, eine gute Belüftung und passt sich gut an den Kopf an und das bei einem relativ geringen Gewicht.
Der Ring selbst ist am Hinterkopf über einen großen Bereich über viele kleinen Stufen verstellbar. Somit sitzt der MTB-Helm perfekt am Kopf des Fahrers, auch wenn es mal etwas holpriger wird. Uns hat jedoch gestört, dass die Höhenverstellung sehr leichtgängig ist und sich der Helm somit während unserer Testrunden öfter verstellt hat.
Weiter verfügt der Riemen nicht über ein Polster. Die Belüftung des MTB-Helmes ist gut. So sind zahlreiche Öffnungen gleichmäßig über den MTB-Helm verteilt. Ein schönes Detail hierbei ist das Netz in den Öffnungen an der Stirn.
Letztlich ist der Abus MoDrop ein toller und mit 384 Gramm recht leichter MTB-Helm, mit dem man nichts falsch machen kann. Er sitzt bequem am Kopf und bietet ausreichenden Komfort, trägt sich aber nicht ganz so angenehm wie manche anderen Helme.
Weitere Empfehlungen aus Tests
Hier sind einige weitere MTB-Helme, die in aktuellen Tests gut abgeschnitten haben:
- POC Kortal Race Mips: Setzt mit Recco-Reflektor, NFC-Chip und Mips Integra System Maßstäbe in puncto Sicherheit.
- Scott Tago Plus: Ein leichter und vielseitiger Helm für Trail- und Tourenfahrten mit hohem Tragekomfort und sehr gutem Anpassungssystem.
- POC Ventral Air Mips: Überzeugt mit exzellenter Belüftung, geringem Gewicht und starker Sicherheitsausstattung inklusive Mips Integra.
- Sweet Protection Bushwhacker 2Vi Mips: Bietet dank Mips Air Technologie, tiefgezogenem Nackenschutz und super Sitz maximale Sicherheit für Deine nächsten Trail- und Enduro-Einsätze.
- Oakley DRT5 Maven: Bietet hohen Komfort und ein starkes Sicherheitsgefühl dank verbauter Mips-Technologie und präzisem Boa-System.
- Sweet Protection Trailblazer Mips: Überzeugt mit top Schutzwerten, starker Belüftung und hochwertiger Verarbeitung.
- Julbo Forest Evo: Bietet viel Ausstattung: Mips-Sicherheitssystem, verstellbares Visier und integrierte Brillenhalterung.
- Fox Speedframe Pro: Überzeugt mit top Tragekomfort, starkem Durchzug durch große Belüftungsöffnungen und praktischer Brillenhalterung.
Günstige Alternativen
Auch günstige Helme können eine gute Wahl sein. Der Preis-Leistungs-Sieger Cube zeigt, dass auch günstige Helme für gerade mal 60 Euro eine super Passform besitzen und mit sämtlichen Features wie Mips, Mückennetz und abnehmbarem Visor ausgestattet sind. Besonders beim Fallturmtest hat er hervorragende Beschleunigungswerte erzielt.
Der Test belegt eindeutig: Teure Helme müssen nicht unbedingt besser schützen. Bestes Beispiel ist das knapp 60 Euro günstige Modell des Discounters Decathlon. Weil alle Helme die Norm locker erfüllen, steht ein cleveres Anpassungssystem bei mir ganz oben auf der Checkliste. Scott, Alpina, Bell und Giro lassen sich hervorragend einstellen und reißen kein allzu großes Loch ins Budget.
Der mit Abstand günstigste Anbieter Decathlon verbaut ein einfaches Anpassungssystem ohne Höhenverstellung im Nacken und an den Ohren, das Visier ist fix, die Polsterung schlicht. Doch solange der Helm zum Kopf passt, sitzt auch der Rockrider ordentlich. Einzige echte Kritik: Das Kopfband ist nicht umlaufend, was den Sitz etwas verschlechtert.
So testet BIKE die MTB-Helme
BIKE testet die MTB-Helme nach folgenden Kriterien:
- Sicherheit (50 Prozent): Spezielle Sicherheitstechniken - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern.
- Gewicht (15 Prozent): Auf zusätzliches Gewicht reagiert der Kopf besonders sensibel.
- Anpassung (20 Prozent): Beim Punkt Anpassung bewerten wir die Ausführung und Einstellbarkeit des Kopfrings sowie den Verlauf, Sitz und den Verschluss des Gurtsystems.
- Kühlung (15 Prozent): Die Belüftung der Helme testen wir mit einem starken Gebläse, das die Strömung auf bis zu 30 km/h beschleunigt.
Die Top 3 Helme aus dem BIKE-Test
- Der beste im Labor: Der Bluegrass Rogue Core liefert den besten Kompromiss aus Aufprall- und Rotationsschutz, zudem ist er sehr gut belüftet.
- Die beste Anpassung: Griffiges Drehrädchen, einfache Höhenanpassung, umlaufendes Kopf-band und einstellbare Y-Gurte - der Scott Tago lässt sich perfekt an den Kopf anpassen.
- Die Überraschung: Mal abgesehen von der schlichten Ausstattung gibt es am Rockrider EXPL 540 wenig auszusetzen: Bester Rotationsschutz, gute Stoß- dämpfung und geringes Gewicht zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.
Messwerte aus dem Labor im Überblick
Alle Helme im Test erfüllen zwar die Prüfnorm EN 1078, eine um 50 g höhere Aufprallkraft kann jedoch bei einem Sturz einen großen Unterschied machen.
Die Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Biker bei dem von uns simulierten Sturzszenario eine mittlere Gehirnerschütterung erleiden würde. Das Risiko für eine Gehirnerschütterung liegt zwischen 12 und 31 Prozent und beträgt im Mittel 22 Prozent.
Alle Helme im Test bleiben bei den Beschleunigungswerten, also den Kräften, die bei einem Aufprall noch auf den Kopf wirken, weit unterhalb der Norm (250 g). Die Spanne reicht jedoch von 79,3 g (Bluegrass) bis zu 134 g (Giro) und zeigt, dass die Helme durchaus unterschiedlich gut schützen.
Disclaimer
In diesem Fahrradhelm-Test bauen wir sogenannte Affiliate Links ein. Wenn Sie über diese Links einkaufen, erhalten wir eine kleine Provision.
Verwandte Beiträge:
- Stiftung Warentest MTB Helme 2024: Die besten Modelle im Vergleich
- Fahrradhelme kaufen: Top Modelle & Ratgeber 2024
- Die besten MTB Helme 2024: Test & Vergleich
- Wie lange hält ein Elektroroller Akku? Ultimative Tipps zur Lebensdauer & Wartung
- Shimano Schalthebel Demontieren leicht gemacht: Schritt-für-Schritt Anleitung für jeden Fahrradliebhaber!
Kommentar schreiben