MTB Hosen Herren Test Vergleich: Die besten Modelle im Überblick

Früher begleitete Biketouren in technischem Gelände oft ein Rascheln, verursacht durch die Bikehose. Diese bot zwar Schutz bei Stürzen, war aber im tretintensiveren Geländeeinsatz etwas lästig und nicht besonders bequem. Doch seitdem hat sich viel getan!

Aktuelle Offroad-Bikehosen sind leicht und zeichnen sich durch einen athletisch-körperbetonten Schnitt aus. Der an vielen Testhosen eingesetzte Nylon-/Polyester-Elasthan-Mix bietet viel Bewegungsfreiheit, Top-Pedalierbarkeit und ein oft luftiges Tragegefühl.

Vielseitigkeit der MTB-Hosen

Ein weiterer Pluspunkt: Die Hosen eignen sich gut für viele Aktivitäten wie Gymnastik, Yoga, Mountain-/Gravelbiken und Wandern. Ebenso lassen sich die MTB-/Trail-Hosen auf Trekkingbike-Touren oder Pendlerstrecken fahren. Grundsätzlich können die getesteten, langen Bikehosen im Frühjahr, Sommer und Herbst genutzt werden.

Komfort und Passform

Insgesamt tragen sich alle Bikehosen komfortabel, auch mit langen Enduro-Knieprotektoren darunter. Unterschiede werden jedoch bei der Passform deutlich, weshalb zur Anprobe vor dem Kauf geraten wird. Die für rauen (Renn-)Einsatz kreierte Hose punktet zudem mit praktischen Taschen plus effektiver Bundverstellung und verdient sich so eine Kaufempfehlung.

Wetterschutz und Nachhaltigkeit

Gegen Nässe von oben wie unten schützen die Bikehosen per dauerhafter, wasser- und schmutzabweisender Beschichtung. Erfreulich ist, dass die Hersteller mehrheitlich auf wasserfeste Beschichtungen setzen, die frei von poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC) sind, die potenziell Umwelt und menschlichen Organismus schädigen können.

Unter dem Umwelt-/Nachhaltigkeitsaspekt ist erwähnenswert, dass Hersteller wie Ion und Monserat ihre Hosen aus Recycling-Nylongarnen fertigen lassen, was deren Produktion ressourcenschonend gestaltet.

Lange Bike-Hosen im Test

Lange Bike-Hosen sieht man auf den Trails noch immer eher selten, wobei es sich hier nicht um Lycra-Leggings, sondern um robuste lange Hosen aus denselben Materialien wie Shorts handelt. Traditionell findet man solche Hosen eher als Teil der Racing-Kombi bei DH-Racern oder bei Leuten, die ganzjährig mit dem Bike pendeln. Früher kannte man sie als dick, schwer und unflexibel.

Wer zu jeder Jahreszeit mit dem Bike unterwegs ist, für den kann eine gute Bike-Hose den Unterschied ausmachen zwischen einer geilen Tour und einer „emotionalen“ Erfahrung. Wenn es kühler ist, bieten lange Hosen nicht nur wärmere Beine, sondern auch Schutz bei leichten Stürzen und vor Dornen und Gestrüpp. Außerdem können sie helfen, dass die Knieschoner an der richtigen Stelle bleiben.

Eine gute Bike-Hose hält auch umherspritzenden Matsch von euren nackten Beinen fern und ist für Trail und Bikepark gleichermaßen geeignet.

Testkriterien

Alle Bike-Hosen im Test wurden mehrere Monate lang intensiv genutzt, an Shuttle-Tagen, auf langen Ausfahrten und auch bei einigen Stürzen, um die volle Bandbreite abzudecken. Jede von ihnen wurde unter den Gesichtspunkten Beweglichkeit, Haltbarkeit und Komfort bewertet.

Waschmaschinentest

Wetterfeste Kleidung muss auch leicht zu reinigen sein und häufiges Waschen abkönnen ‒ trotzdem sind manche nur noch ein Schatten ihrer selbst, wenn sie aus der Maschine kommen.

Alle Bike-Hosen erwiesen sich in diesem Vergleichstest als tauglich für den Trail-Einsatz, wir hatten keinerlei schwerwiegende Probleme.

Weitere Aspekte beim Kauf einer Fahrradhose

Die Hersteller lassen sich im Buhlen um die Gunst der Käufer einiges einfallen, um auf sich aufmerksam zu machen. Flachnähte treffen auf filigrane Silikon-Applikationen, Stretch-Materialien auf robuste, abriebfeste Stoffe, auch bei den Details greifen die Hersteller tief in die Trickkiste.

Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose. Rennradfahrer haben nämlich andere Ansprüche an ihre Fahrradhose als etwa Mountainbiker oder Tourenradler. Enge Bib oder weite Short? Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose.

Die eher sportliche Kategorie, gerne auch Tights genannt, ist knalleng. Tights lassen sich in trägerlose Hosen und Hosen mit Hosenträgern (»Bibtights«) einteilen. Diese Hosen werden vornehmlich beim Rennradfahren getragen, vereinzelt auch beim Mountainbiken und Tourenradfahren, hier wiederum gerne von leistungsorientierten Cross Country (XC)- Fahrern und bei Rennen.

Andere Hosen wiederum sind weiter geschnitten und ähneln Lauf- oder Wandershorts. Sie wurden für Tourenradler, E-Biker und Touren-Mountainbiker entworfen. Die letzte Kategorie der hier getesteten Hosen sind robustere Hosen, die speziell für den härteren Mountainbike-Einsatz geschneidert wurden.

Bei weiter geschnittenen Shorts stellt sich auf den ersten Blick die Frage, ob man eine Innenhose darunter ziehen sollte oder nicht. Schließlich werden viele der getesteten Hosen auch ohne Innenhose angeboten.

Wer je mit Innenhose gefahren ist und das Plus an Komfort, das Innenhosen durch ihre Polsterung am Gesäß liefern, schätzen gelernt hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Auch wenn es beim ersten Mal tragen vielleicht etwas zwickt und zwackt.

Das Thema Sitzpolster

Das Thema Sitzpolster ist so eine Sache. Die einen mögen es dick, die anderen dünn. Die einen wollen einen breiten, die anderen einen schmalen Sitz-Einsatz. Am Ende ist jedes Hinterteil anders.

Soll bedeuten: Hosen mit lieblos gemachten, wulstigen und schlecht vernähten Sitzpolstern mussten mit Abzügen rechnen. Flach eingenähte, nicht zu stark auftragende Sitzpolster mit einem cleveren Profil, das sich an den anatomischen Gegebenheiten orientiert, wurden besser bewertet.

Bodymapping hat auch bei den Fahrradhosen Einzug gehalten, zumindest bei den teureren und sorgfältiger verarbeiteten Hosen. Bodymapping bedeutet, dass die Hosen an unterschiedlichen Bereichen wie Trägern, Gesäß, an der Seite und an den Beinen aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen wie Schweißtransport, Luftdurchlässigkeit oder Abriebfestigkeit gerecht zu werden.

Empfehlenswerte Modelle im Überblick

Tights sind die erste Wahl für Rennradfahrer und wettbewerbsaffine Cross-Country-Mountainbiker. Sie haben weniger Luftwiderstand als flatternde Shorts und sorgen für einen athletischen Look.

  • Gore Spinshift Bib Shorts: Die unkomplizierte Hose punktet mit einer gutmütigen Passform und einer beeindruckenden Vielseitigkeit.
  • Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0: Die Hose bietet so viel Stauraum wie keine andere Träger-Tight im Test und wendet sich primär an Gravelbiker.
  • Vaude Posta Bib Tight: Die preiswerte Hose wird zum Großteil aus recycelten Materialien hergestellt, trocknet schnell und punktet mit einem gutmütigen Schnitt.
  • Unique Pro Bib Shorts von Q36.5: Die Hose ist teuer, dafür ist sie aber auch ab dem ersten Anziehen ein elementarer Bestandteil der Gesamtheit aus Radfahrer, Radbekleidung und Rad und liefert leistungsorientierten Radfahrern die bestmögliche Unterstützung.
  • Odlo Essentials Radshorts: Die unkomplizierte Shorts wandert zu einem fairen Preis über den Ladentisch und trägt sich angenehm unauffällig.
  • BBB Corsa Cargo: Sie suchen eine unauffällige Allround-Hose, die wirklich alles mitmacht? Dann sollen Sie sich die BBB Corsa Cargo genauer ansehen!
  • Alé K-Tour: Als Ganzjahresradler haben wir schon so manche Winter-Tight anderer Marken getragen, doch so bequem wie die K-Tour war bisher keine.
  • X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts: In der Gesamtsicht stellt die X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts eine exklusive, wenn auch gerade noch bezahlbare Hose für anspruchsvolle Rennradfahrer aller Leistungsklassen dar, die besonders auf Tragekomfort Wert legen.
  • Pearl Izumi Pro Bib Shorts: Wer bisher unter einer zu wenig flexiblen Hose »gelitten« hat, wird von der Pearl Izumi Pro Bib Shorts begeistert sein.
  • Gore C3 Tight: Man braucht nicht immer Träger, um sich auf dem Bike wohlzufühlen - das beweist die Gore C3 Tight.

Testergebnisse und Empfehlungen

Alle anderen Testmodelle hielten den Strapazen gut stand, doch es gab drei, die beim Testteam besonders beliebt waren:

  • Die Endura Burner II gab uns dieses richtig sichere Gefühl, ohne dabei auf langen Touren unbequem zu werden, dafür erhält sie unsere Auszeichnung als Kauftipp.
  • Die Newcomer-Marke VOID beeindruckte uns mit der Range hinsichtlich ihrer optimalen Verbindung von Stretch und Haltbarkeit.

Preis-Leistungs-Sieger: Hiauspor MTB-Hose

Weitere Produktvergleiche

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der besten Fahrradhosen für Herren, die in verschiedenen Tests und Vergleichen hervorgegangen sind:

Position Modell Preis (ca.) Material Saison
1 Vaude Active - Fahrradhose Herren 34 € 74% Polyamid / 26% Elasthan Frühjahr, Sommer
2 Cycorld MTB Fahrradhose 44 € 92% Polyester / 6% Spandex / 2% PVC Frühjahr, Sommer, Herbst
3 Hiauspor MTB-Hose 41 € 92% Polyester, 8% Elasthan Frühjahr, Sommer
4 Souke Sports Winter Herren Fahrradhose 48 € 100% Polyester Winter
5 Cycorld MTB Hose Herren 39 € 92% Polyester / 8% Elasthan Frühjahr, Herbst, Winter
6 Gore WEAR C5 65 € 80% Polyamid / 20% Elasthan Frühjahr, Sommer, Herbst

Hinweis: Die Preise können variieren und sind als ungefähre Angaben zu verstehen.

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