Mountainbike-Knieprotektoren im Test: Schutz und Komfort im Vergleich

Leichte Knieprotektoren zum Mountainbiken sind schwer angesagt. Während Bikes seit einigen Jahren immer abfahrtstauglicher werden, kommen in letzter Zeit immer leichtere Knieprotektoren auf den Markt. Denn zu den ebenfalls angesagten Enduro-Bikes, Jet-Helmen, Trail-Hoodies und Hipbags sehen die schlanken, dezenten Knieschützer einfach cooler aus als ihre wuchtigen Pendants mit Klettverschlüssen und dicken Zusatzpolstern.

Außerdem, so die Behauptung, stören leichte, strumpfartige Protektoren kaum beim Pedalieren und können daher während mehrstündiger Ausfahrten durchgehend getragen werden. Um diese Fragen zu beantworten, treten in diesem Test leichte und schwere Protektoren von sechs Herstellern als Duelle gegeneinander an. Der Test ist aber auch so aufgebaut, dass in jeder Kategorie ein klarer Testsieger hervorgeht. Doch können sie dicken Knieschonern das Wasser reichen? Wir haben die beliebtesten Modelle miteinander verglichen.

Die besten Knieschoner zum Mountainbiken (2024)

  • POC VPD Air Flow Knee (🏆 Testsieger 2024 dünne Knieschoner)
  • Troy Lee Designs Raid Knee (🏆 Testsieger 2024 dicke Knieschoner)

Weitere Empfehlungen

  • POC Oseus VPD Knee (🏆 Testsieger 2022 dicke Knieschoner)
  • Cube Knieschoner X Actionteam (💰 Kauftipp 2022 dicke Knieschoner)
  • Fuse Protection Omega Knieschoner (💰 Kauftipp 2022 dicke Knieschoner)

Preis und Gewicht im Vergleich

Das günstigste Modell im Testfeld stammt von O’Neal (75 Euro), im Durchschnitt kostet ein Paar leichte Protektoren knapp 100 Euro und wiegt rund 300 g. Unter den schweren findet sich folgerichtig das teuerste Modell, der Troy Lee Designs Raid (160 Euro). Im Schnitt kosten die schweren 30 Euro mehr und wiegen mit durchschnittlich 475 g satte 60 Prozent mehr als ihre leichten Verwandten. Erstes Fazit: Mit den leichten Protektoren spart man also Gewicht und Geld.

Schutzwirkung

Dass dabei aber nicht zwangsläufig an der Schutzwirkung gespart wird, beweisen die Modelle von 7IDP, Bluegrass und Troy Lee Designs, denn sie erfüllen problemlos die Anforderungen der Schutzstufe Level 2. Kein Wunder, denn im Inneren von 7IDP und Bluegrass übernehmen die gleichen Protektor-Elemente die Aufgabe der Schlagdämpfung wie bei den schweren Artgenossen. Lediglich der Aufbau der Hülle ist bei den schweren Modellen detailreicher und solider.

Das sorgt allerdings auch nur für einen geringen Gewichtsnachteil - im Falle von 7IDP und Bluegrass von etwa 100 g. Anders die Leichtprotektoren von O’Neal, Poc und TSG: Diese sind deutlich minimalistischer gestaltet und erfüllen daher auf dem Prüfstand nur die geringeren Anforderungen für die Schutzklasse Level 1. Fazit Nummer zwei: In puncto Sicherheit geht das Duell "leicht gegen schwer" also tendenziell zu Gunsten der schweren Modelle aus.

Tragekomfort

Neben der Schutzleistung ist auch der Tragekomfort wichtig. Was nützt der beste Schoner, wenn er wegen schlechter Passform nicht getragen wird. Hier zeigten besonders die leichten Modelle, allen voran O’Neal und Poc, rutschfesten, sicheren Sitz mittels straffer Passform. Aber auch die Leicht-Schoner von 7IDP und Troy Lee Designs sowie die schweren Modelle von Bluegrass und TSG stechen in Sachen Tragekomfort heraus. Sie alle eignen sich locker für stundenlanges Pedalieren.

Dünnere Materialien und der weitgehende Verzicht auf zusätzliche Polster aus Schaumstoff sorgen für Luftzirkulation, Schweißtransport und schnelle Trocknung. Dass die Belüftung der leichten Modelle konstruktionsbedingt besser ist, überrascht kaum. Obwohl die Schutzelemente bei Handwäsche mitgewaschen werden können, ist ihre Entnehmbarkeit von Vorteil. So kann die verschmutzte, verschwitzte Hülle gründlich in der Waschmaschine gereinigt werden.

Diese Möglichkeit bieten aber nur die Protektoren von 7IDP, der O’Neal Redeema und der TSG Task A 2.0. Dass hoher Schutz, geringes Gewicht und Tragekomfort miteinander vereinbar sind, beweist der Stage von Troy Lee Designs, der bei den leichten Modellen den Testsieg erringt. Bei den schweren Modellen geht der Sieg an den komfortablen Poc Oseus, der zudem durch den Verzicht auf Klettverschlüsse ein für diese Klasse sehr geringes Gewicht aufweist. Unsere Preis-Leistungs-Sieger beider Klassen sind die Protektoren von O’Neal.

Dicke gegen dünne Knieprotektoren im Detail

Der beste Schutz ist der, den du auch wirklich trägst - doch trifft das auch auf dünne Knieschoner zu? Und sind die dicken Kontrahenten aus gleichem Hause auch wirklich immer besser? Unser Vergleichstest gibt Antworten:

1. 7IDP Sam Hill Knee & 7IDP Project Knee

Preis/Größen: Sam Hill Knee: 100 Euro/S, M, L, XL; Project Knee: 140 Euro/S, M, L, XL
Gewicht: Sam Hill Knee: 324 g (Größe L); Project Knee: 429 g (Größe L)
Testurteil: Sehr gut/Gut
Testfazit: Der lange Beinling des leichten Modells Sam Hill bietet eine perfekte Passform und liegt beim Treten definiert und ohne zu scheuern am Knie an. Das dickere Modell Project sitzt trotz doppelter Klettbefestigung oben deutlich schlechter und steht durch die umlaufende Polsterung und die zusätzliche Gummischutzfläche, die das Protektor-Pad versteifen, ab.

Letztere ist bei beiden Protektoren identisch, was sich auch in den Schlagtestwerten widerspiegelt. Mit Werten von 12,5 kN (Sam Hill) und 11,6 kN (Project) erfüllen beide Modelle die Level-2-Anforderungen. Der etwas bessere Restkraftwert des gestrickten Project ist auf die zusätzliche Gummischicht zurückzuführen. In Sachen Gewicht, Belüftung und Verarbeitung hat der leichte Protektor die Nase vorn und entscheidet das Duell für sich.

2. Bluegrass Skinny D30 & Bluegrass Solid D30

Preis/Größen: Skinny D30: 110 Euro/XS, S, M, L, XL; Solid D30: 130 Euro/XS, S, M, L, XL
Gewicht: Skky D30: 358 g (Größe L); Solid D30: 457 g (Größe L)
Testurteil: Gut/Gut
Testfazit: Ein Blick auf die Aufprallkurven verrät sofort, dass in diesem Duell baugleiche Protektoren gegeneinander antreten. Die Mittelwerte von 15,7 kN (Skinny) und 15,4 kN (Solid) unterschreiten die Level-2-Vorgaben problemlos.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden ist der seitliche Reißverschluss des Solid, der das An- und Ausziehen deutlich vereinfacht und beim Pedalieren einen definierteren Sitz ermöglicht. Zudem hat der Solid auf jedem Protektor vier weiche Schaumstoffpolster und zwei Klettverschlüsse. Die Verarbeitung der beiden Bluegrass-Modelle kann sich sehen lassen, allerdings kann die Quernaht auf Höhe der Kniescheibe beim Skinny leicht auf der Haut scheuern. Da das höhere Gewicht den Komfortvorteil des Solid wieder ausgleicht, geht das Duell unentschieden aus.

3. O'Neal Junction Lite & O'Neal Redeema Knee

Preis/Größen: Junction Lite: 75 Euro/S, M, L, XL; Redeema Knee: 100 Euro/S, M, L, XL
Gewicht: Junction Lite: 313 g (Größe L); Redeema Knee: 471 g (Größe L)
Testurteil: Gut/Gut (Mountainbike-Preis-Leistungstipp)
Testfazit: Das Duell Junction vs. Redeema geht unentschieden aus, denn der Redeema bietet mehr Komfort und Sicherheit, was der Junction mit besseren Werten in den anderen Testkategorien kompensiert.

Der Redeema erfüllt im Durchschnitt Level 2 (13,8 kN), der Junction „nur“ Level 1 (22 kN). Beim Pedalieren sitzt der schwere Redeema zwar etwas besser am Knie, wölbt sich seitlich aber leicht. Der Junction schnürt leicht in der Kniekehle ein, bietet dafür aber mehr Belüftung. Positiv hervorzuheben ist das herausnehmbare Protektor-Pad des Redeema, was die Reinigung erleichtert. Entgegen dem ersten Eindruck scheuert der Klett der innenliegenden Öffnung für die Protektorentasche nicht am Knie. Top: der seitliche Reißverschluss am Redeema für schnelles An-/Ausziehen.

4. Troy Lee Designs Stage Knee & Troy Lee Designs Raid Knee

Preis/Größen: Stage Knee: 100 Euro/XS/S, M/L, XL/XXL; Raid Knee: 160 Euro/S, M, L, XL
Gewicht: Stage Knee: 309 g (Größe M/L); Raid Knee: 548 g (Größe L)
Testurteil: Sehr gut (Mountainbike-Testsieger)/Sehr gut
Testfazit: Der leichte Stage beweist einmal mehr, dass auch ein minimalistischer Knieschoner „ohne alles“ besser sitzen kann als ein wuchtiger „bulliger“ Knieschoner mit Klettverschlüssen.

Das zeigt auch der schwere Raid von TLD, der seitlich und zum Schienbein hin mit dicken Polstern versehen ist, sodass er sich beim Treten weniger gut anschmiegt und vom Knie abhebt. Der Stage sitzt hier einfach wie eine zweite Haut. Beide Modelle fallen schön lang aus und bieten viel Schutz. Auch auf dem Prüfstand überzeugen beide. Der Raid setzt sich mit einem Restkraftwert von niedrigen 9,4 kN gar an die Spitze des Testfeldes (Level 2). Auch der Stage erfüllt mit 14,6 kN Restkraft die Anforderungen für Level 2 und holt sich verdient den Testsieg unter den leichten Schonern.

5. Poc VPD Air Flow Knee & Poc Oseus VPD Knee

Preis/Größen: VPD Air Flow Knee: 120 Euro/XS, S, M, L, XL; Oseus VPD Knee: 140 Euro/S, M, L, XL
Gewicht: VPD Air Flow Knee: 224 g (Größe L); Oseus VPD Knee: 332 g (Größe L)
Testurteil: Gut/Überragend (Mountainbike-Testsieger)
Testfazit: Die beiden Poc-Schützer sind die leichtesten Protektoren ihrer jeweiligen Kategorie im Test. Der nur 332 g leichte Oseus kann durchweg punkten.

Mit durchschnittlich weniger als 9,8 kN Restkraft liefert er den zweitbesten Wert im Test, erfüllt also problemlos Level 2. Der noch leichtere, dünne und mit nur kleinem Pad ausgestattete Air Flow erreicht nur einen Mittelwert von 25,3 kN und damit Level 1. Beide Modelle kommen ohne Klett aus und sitzen dank enger Passform dennoch rutschfest. Der Oseus schmiegt sich nahezu perfekt an, während der Air Flow in der Kniekehle einschneiden kann. Zudem rollt sich am Air Flow sein nicht vernähter, oberer Rand immer wieder auf. Beide Modelle sind top belüftet. Der Oseus holt in der Kategorie „schwer“ souverän den Testsieg.

6. TSG Knee-Sleeve Dermis A & TSG Kneeguard Task A 2.0

Preis/Größen: Knee-Sleve Dermis A: 90 Euro/XXS/XS, S/M, L/XL; Kneeguard Task A 2.0: 130 Euro/S, M, L, XL
Gewicht: Knee-Sleve Dermis A: 252 g (Größe L/XL); Kneeguard Task A 2.0: 618/719 g (Größe L)
Testurteil: Gut/Sehr gut
Testfazit: Flaches, gestanztes Protektor-Pad ohne ergonomische Vorformung in einen Knieling eingenäht - der leichte TSG-Schützer ist für seine einfache Bauweise erstaunlich teuer. Der wesentlich aufwendigere Task trumpft mit abnehmbarem Schienbeinschutz(!), Klettverstellung, Seitenpolster, herausnehmbarem und vorgeformtem Pad für nur 40 Euro mehr. Er wiegt aber auch fast das Dreifache.

Und mit durchschnittlich 11,7 kN erfüllt der Task Level 2, bietet damit den doppelten Schutz des Dermis (23,4 kN, Level 1). Für eine tolle Passform des Tasks sorgt neben den Klettverschlüssen auch das Protektor-Pad mit dickem Rand am oberen Ende - was effektiv gegen Herabrutschen beim Treten hilft. Der leichte Dermis passt sich zwar gut an, verrutscht aber durch den weichen Stoff immer wieder.

Knieschoner im Labortest (2022)

Knie heilt nie, weiß der Volksmund. Damit deine Gelenke allzeit perfekt geschützt sind, haben wir 2022 bereits satte 17 Modelle ausführlich in Labor und Praxis geprüft.

Testsieger und Kauftipps 2022

  • POC Oseus VPD Knee (🏆 Testsieger 2022)
  • Cube Knieschoner X Actionteam (💰 Kauftipp 2022)
  • Fuse Protection Omega Knieschoner (💰 Kauftipp 2022)

MTB-Knieschoner Vergleich (2025)

Die besten MTB-Knieschoner: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Vergleichstabelle

Modell Sicherheit Material Gewicht Vorteile Nachteile
Poc Joint VPD Air Knee VPD verhärtet sich automatisch bei einem Sturz VPD 50 g besonders stoßdämpfend, bequeme Passform, sehr sicher, sehr leicht nicht für Kinder geeignet, ohne Schienbeinschoner
Scoyco K26H26-BC-ONE Hard-Protektoren, seitlicher Schutz, mit Schienbeinschoner Polyester 1.140 g vielseitige Anwendung, ergonomische Gestaltung, angenehm zu tragen nicht für Kinder geeignet, andere Größen nicht verfügbar
Leatt Rundum-Kniestütze Hard-Protektoren, seitlicher Schutz, mit Schienbeinschoner 3DF Schaum 530 g mit Hard-Protektoren, mit seitlichem Schutz, in mehreren Größen verfügbar, in verschiedenen Farben erhältlich nicht für Kinder geeignet, relativ große Größe
IXS Flow Evo - Polypropylen, Polyester, Nylon, Elastan 300 g robust, angenehm zu tragen nicht für Kinder geeignet, andere Größen nicht verfügbar
O'NEAL MTB-Knieschützer Hard-Protektoren, seitlicher Schutz Kunststoffgewebe 460 g mit Hard-Protektoren, mit seitlichem Schutz, in mehreren Größen verfügbar nicht für Kinder geeignet, der Tragekomfort könnte verbessert werden
Lixada Knieprotektoren - Polyethylene 320 g angenehm zu tragen, hervorragende Stoßdämpfung und Komfort, robust andere Größen nicht verfügbar, ohne Schienbeinschoner
Moko Knieschützer - Neopren und Schwamm 160 g sehr leicht, in mehreren Größen verfügbar -
O'neal MTB-Knieprotektoren Hard-Protektoren, seitlicher Schutz, mit Schienbeinschoner Kunststoff 300 g angenehm zu tragen -

Details zu ausgewählten Modellen

Poc Joint VPD Air Knee

Der Knieschoner Joint VPD Air Knee der Marke Poc zeichnet sich durch einige Vorteile gegenüber anderen Knieschoner aus. Das Außergewöhnliche an diesem Knieschoner ist das VPD-System. Er ist sehr leicht und sicher. Die Passform ist bequem. Es verhärtet beim Sturz und schützt so das Knie vor eine Verletzung durch einen Aufprall.

Scoyco K26H26-BC-ONE

Mountainbikefahrer, die sowohl ihre Knie als auch die Schienbeine vor schweren Verletzungen schützen möchten, könnten sich für das Produkt K26H26-BC-ONE von Scoyco interessieren. Das Set enthält vier solide Schoner, die sehr widerstandsfähig sind. Wir begrüßen zudem, dass die MTB-Knieschoner mit seitlichem Schutz atmungsaktiv sind. Ideal sind die Schoner für erwachsene Mountainbiker.

Leatt Rundum-Kniestütze

Die Rundum-Kniebandagen La 3df 6.0 von Leatt sind aus 40 % Polyester, 40 % Acetat, 10 % Polypropylen und 5 % Nylon hergestellt. Positiv finden wir, dass diese Kniebandagen trotz des 3DF-Schaumstoffs eine gute Bewegungsfreiheit bieten. Mit einem Gewicht von 530 g gehören diese in unserem MTB-Knieschoner-Vergleich zu den schwereren Modellen. Dieser Schaumstoff schützt optimal vor Stößen. Daher sind diese nur für Erwachsene geeignet.

IXS Flow Evo

Der MTB-Knieschoner Flow Evo von IXS hat im Gegensatz zu anderen Knieschonern keine Hartschalen-Protektoren. Die besondere Verarbeitung aus AeroMesh-Gewebe polstert das Knie ohne Seitenstützen ab. Dabei sind die Knieschoner robust und angenehm zu tragen.

O'NEAL MTB-Knieschützer

Wer seine Beine beim Mountainbikefahren vor schlimmen Verletzungen schützen möchte, könnte dies mit den Knie- und Schienbeinprotektoren der Marke O'NEAL versuchen. Die MTB-Knieschoner haben integrierte Hard-Protektoren, was sie äußerst widerstandsfähig macht, und bieten zudem einen guten seitlichen Schutz. Wir schätzen das sichere Design dieser Knieschützer und empfehlen sie gerne weiter.

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