Schmerzende Hände auf der Tour müssen nicht sein! Ein ergonomisch optimierter MTB-Lenker kann den Unterschied zwischen einer Qual und purem Fahrvergnügen ausmachen. In diesem Artikel vergleichen wir verschiedene MTB-Griffe in drei Kategorien - Race, Trail und Ergo - miteinander.
Dazu haben wir nicht nur die Shore-Härte gemessen, also den Härtegrad des Gummis, sondern alle Griffe ausgiebig in der Praxis auf Griffigkeit und Komfort hin untersucht. Bei den ergonomischen MTB-Griffen haben wir zusätzlich die Druckverteilung mit Hilfe einer Druckmessfolie ermittelt.
Wer beim Fahrradgriff rein nach der Optik geht, greift schnell daneben. Kaum zu glauben, wie viele Details in so einem kleinen Bauteil stecken: Form, Struktur, Dicke und Klemmung. Wer folgende Punkte beachtet, fährt garantiert besser.
Klassisch rund oder ergonomisch geformt?
Dass Ergonomie ein zweischneidiges Schwert ist, weiß auch Simon Schumacher, Griffentwickler bei Ergon. Je ergonomischer ein Griff geformt sei, desto wichtiger sei die richtige Positionierung, erklärt der Experte. Sitzt die unterstützende Fläche an der falschen Stelle, bewirkt sie im schlechtesten Fall genau das Gegenteil, und es entstehen neue Druckstellen.
Mit dieser zylindrischen Bauweise komme eigentlich jeder gut zurecht, weiß Schumacher. Und wer keine Probleme mit tauben Fingern oder stechenden Handballen hat, der kann auch ruhig einen klassischen, runden Griff wählen. Aber Vorsicht: Damit aus dem neuen Griff wirklich eine runde Sache wird, muss die Dicke zur Handgröße passen. Nur dann lässt sich der Lenker auch schmerzfrei und mit wenig Kraftaufwand greifen.
Details, die den Unterschied machen
Form und Struktur
Die meisten Griffe sind nicht einfach rund und glatt, sondern verfügen über eine Art Struktur. Besonders das Waffel-Design an der Unterseite, wie man es bei Lizard Skins, Odi oder DMR findet, gibt den Fingern guten Halt in der Abfahrt und beim Klettern. Lamellen oder erhabene Strukturen an der Oberseite helfen, Stöße besser zu absorbieren.
Klemmung
Um Gewicht zu sparen, kommen Race-Griffe meist ohne Klemmung. Das erschwert die Montage. Sprüht man den Griff zuvor mit alkoholischen Lösungen wie Glasreiniger ein, lässt er sich leicht auf den Lenker schieben. Der Alkohol ist schnell verdampft, und der Griff sitzt bombenfest. Bremsenreiniger ist hier weniger zu empfehlen, weil er aggressiv ist und die Oberflächen angreifen kann. Spüli-Wasser hinterlässt oft einen rutschigen Schmierfilm am Lenker, und reines Wasser oder Spucke trocknet nur langsam zwischen Lenker und Griff ab.
Die meisten aktuellen Griffe werden an der Lenkerinnenseite geklemmt. Das erweitert nicht nur die Griff-Fläche nach außen, sondern verhindert auch Druckstellen am harten Klemmring. Somit ist ein „Übergreifen“ des Griffes möglich. 3-mm-Inbus-Schrauben sind inzwischen Standard, die drehen weniger schnell aus als die früheren 2er- oder 2,5er-Inbus-Schrauben. Beim Festziehen sollte man das angegebene Drehmoment von meist 2 bis 3 Nm nicht überschreiten, vor allem Carbon-Lenker reagieren empfindlich auf zu hohe Klemmkräfte.
Dicke
Die Dicke des Griffs sollte analog zur Handgröße gewählt werden. Ist der Griff zu dick, braucht man mehr Kraft, um den Lenker festzuhalten, die Hände ermüden schneller. Ist der Griff zu dünn, stoßen die Finger an die Handballen, und man kann den Lenker nicht mehr sicher umgreifen. Ein dicker Griff verfügt in der Regel auch über mehr Gummi und kann so Stöße besser dämpfen als ein dünnes Exemplar, das dafür ein direkteres Griffgefühl vermittelt.
Ergonomie
Alle Ergo-Griffe haben eins gemeinsam: Sie versuchen, über Dellen, Ecken oder Abflachungen, den Händen mehr Halt und eine größere Auflagefläche zu bieten. So verteilt sich der Druck besser am Lenker, was Schmerzen verhindern kann. SQlab treibt das Ganze mit seinem 711er-Griff auf die Spitze. Aber auch Ergon und Ritchey schaffen es, den Druck auf die Hände zu reduzieren.
Flügel
Ein Griff mit sogenanntem Flügel mindert den Druck noch weiter und verhindert, dass die Handgelenke abknicken und Nerven geklemmt werden.
MTB-Lenker im Test: Die besten Modelle im Überblick
Die Hebel sind perfekt eingestellt, die Züge sauber verlegt und die Lieblingsgriffe montiert - das perfekte Cockpit, oder? Fast! Wer die Wahl des richtigen Lenkers vernachlässigt, lässt viel Fahrspaß liegen. Erst wenn sich alles satt anfühlt, ist das Rad wirklich unseres. Und vieles spüren wir in unseren Händen.
Der Einfluss des Lenkers auf das gesamte Handling unseres Mountainbikes ist schwer in Zahlen zu fassen, aber im Gelände deutlich zu spüren. Im besten Fall überträgt er Lenkimpulse unmittelbar auf den Trail, gibt uns dabei Rückmeldung vom Untergrund und gleichzeitig Dämpfung in der Hand, versetzt uns in eine gute Körperhaltung und lässt uns den ganzen Bike-Tag schmerzfrei durchziehen.
Es gibt einige deutliche Anzeichen dafür, dass ein Wechsel sinnvoll sein könnte. Dazu zählen taube Finger, schmerzende Handflächen oder Schultern, Armpump, das Bedürfnis, die Hände auszuschütteln, oder häufiges Umgreifen auf der Suche nach einer komfortablen Position.
Dieser gewisse Aufwand schreckt viele Rider bereits vom Testen ab - leider! Der häufigste Fehler, den wir und auch die von uns befragten Experten draußen auf dem Trail beobachten, sind zu breite Lenker. Vor allem kleinere Rider, die sich nicht ans Kürzen des Lenkers herantrauen, nehmen dadurch echte Handling-Nachteile in Kauf.
Vorsicht ist außerdem bei dicken Lenkern mit 35 mm Klemmmaß am Vorbau geboten! Die sehen fett aus und machen optisch mehr her als die dünnere 31,8-mm-Alternative, könnte man zwar urteilen. Doch ein größerer Durchmesser bedeutet tendenziell mehr verbautes Material und damit mehr Steifigkeit. Das kann gut sein - oder aber auch zu viel des Guten.
Carbon vs. Aluminium: Welches Material ist besser?
Aufgrund ihres mehrlagigen Aufbaus, ihres ganz spezifischen Lay-Ups also, können Carbon-Parts wie Lenker je nach Konstruktion von butterweich über genau richtig bis hin zu knüppelhart so ziemlich alles sein - ähnlich wie Aluminium, das je nach Materialeinsatz und Wandstärke ebenso unterschiedliche Steifigkeitswerte bietet. Einen eindeutigen Werkstoff-Sieger kann man bei Lenkern nicht benennen. Was wir aber wissen, ist, dass hochwertige Carbon-Lenker leichter, aber auch deutlich teurer sind als Metall-Alternativen.
Ein Lenker ist viel mehr als nur seine Breite, seine Dicke und sein Werkstoff. Zu seinen Eigenschaften gehört außerdem, in welchem Winkel seine Enden vertikal nach oben (Upsweep) und horizontal zum Fahrer hin abgewinkelt sind (Backsweep). Diese Werte werden in Grad angegeben und das Optimum ist stark von persönlicher Vorliebe abhängig.
Solange ihr ohne Schmerzen oder auffällige Ermüdung in Händen, Armen oder Schultern unterwegs seid, müssen euch die Sweep-Werte eures Lenkers keine Sorgenfalten bereiten.
Rise: Die Höhe macht den Unterschied
Heiß diskutiert wird aktuell der Rise von MTB-Lenkern, also der absolute Höhenunterschied von Klemmung zum Griffende. Je höher das Cockpit, desto aufrechter ist die Position auf dem Rad und desto weiter verschiebt sich der Körperschwerpunkt in Richtung Hinterrad. Das entlastet zum einen strapazierte Handflächen, zum anderen kann mehr Rise Sicherheit auf steilen Abfahrten bringen, weil er uns tendenziell hinter statt über dem Lenker aka dem Abgrund platziert.
Mehr Rise bringt vor allem in steilen Trail-Passagen zusätzliche Sicherheit. Wird es flacher, kann dieser Vorteil in einen Nachteil umschlagen. Denn ein sehr hoher Lenker bringt auch die Gefahr mit sich, nötigen Druck und damit Reifengrip am Vorderrad einzubüßen. Das macht sich vor allem auf flacheren Trail-Sektionen und in offenen Kurven bemerkbar.
An den Mountainbikes des Branchenriesen MERIDA finden sich heute serienmäßig oft Lenker mit 30 mm Rise, wo bis letztes Jahr noch 18-20 mm Standard waren. Auch SQlab, Orbea und Race Face sehen Vorteile und bieten Optionen mit maßvoll erhöhtem Rise. Es brauchen ja nicht gleich Extreme sein.
Die richtige Breite finden
Ja, eine breite, bullige Position der Hände am Lenker vermittelt zunächst Stabilität. Doch wer zu breit greift, verlässt den Bereich der optimalen Kraftentfaltung, belastet seine Handgelenke auf ergonomisch kritische Weise und riskiert sogar, dass sich Hände und Knie auf engen, technischen Trails in die Quere kommen. Außerdem verlangt ein längerer Lenker mehr Bewegung am Griff, um den gewünschten Lenkimpuls am Vorderrad zu erzeugen. Das Resultat ist, je nach eigener Empfindung und Fahrstil, ein angenehm stabiles oder aber ein unangenehm träges Lenkgefühl.
Ein zentraler Schritt auf dem Weg zum perfekten Lenker ist, die für sich richtige Breite herauszufinden. Das braucht ein paar simple Tests, die aber kein Geld kosten, sondern nur einen vorhandenen Lenker und etwas Entschlossenheit erfordern. Ballert ihr am liebsten schnell und hart in der Falllinie, dann denkt euch ein paar Millimeter für mehr Stabilität dazu. Tänzelt ihr lieber verspielt durch enge Waldtrails, dann startet ein bisschen kürzer für extra Agilität.
Lenker kürzen: Ja oder Nein?
Okay, Test abgeschlossen und 750 mm Breite fühlten sich am besten an? Das ist eine geniale Erkenntnis! Einfach abschneiden wäre ein einfacher Job für jeden, der eine Metallsäge und eine Schneidehilfe im Werkzeugkoffer liegen hat - oder sogar einen Rohrschneider. Doch eine Kürzung des Lenkers verändert auch dessen Flex - das wird umso deutlicher spürbar, je weiter man von der ursprünglichen Länge abweicht.
Labortests von MERIDA mit Lenkern verschiedener Brands haben gezeigt, dass die Steifigkeit mit jeder Kürzung um 20 mm recht gleichmäßig um jeweils 10 % zunimmt. Das gilt für Alu ebenso wie für Carbon. Aus genau diesem Grund sind Lenkerkürzungen um mehr als 20 mm bereits kritisch.
Um nicht nur die Länge, sondern auch das Fahrgefühl und den Flex eines Lenkers perfekt zu erwischen, ist es ratsam, ihn möglichst nahe an der Breite zu kaufen, in der er nach dem Zuschnitt auch tatsächlich gefahren wird.
Empfehlungen und Fazit
Wer sich die Erkenntnisse zu idealer Breite, Flex und Klemmmaß zu Herzen nimmt und bereit ist für einige Testfahrten, hat gute Chancen, für sich einen Lenker zu finden, der wirklich passt. Vielleicht ist es das Modell, das bereits auf dem Bike montiert ist und nur geringfügig gekürzt werden muss. Vielleicht wird es aber auch eine Neuanschaffung. Der Lenker hat einen enormen Einfluss auf die Körperhaltung, das Handling und den Komfort auf dem Mountainbike.
Superlative wie „möglichst breit und dick“ sind beim Kauf meist schlechte Ratgeber und ein Grund, warum viele Rider Fahrspaß auf der Strecke lassen. Doch wer zu ein paar Tests bereit ist, kann im Lenker-Dschungel voller Falschannahmen das perfekte Setup für sich finden.
Ausgewählte MTB-Lenker im Detail
Hier eine detaillierte Betrachtung einiger ausgewählter MTB-Lenker, basierend auf häufig gestellten Fragen und Redaktionsfazits:
SQlab 311 2.0
Der MTB-Lenker Sqlab 311 2.0 hat mit seiner geringen Masse von 320 g und einer großzügigen Breite von 740 mm maßgeblich überzeugt. Die flache Erhebung von 10 mm ermöglicht eine optimale Balance zwischen einer aufrechten und gebückten Sitzposition. Durch seinen durchdachten Aufbau ist der Lenker ideal für anspruchsvolle Mountainbike-Fahrer, die eine vielseitige Performance benötigen.
Race Face AEffect 35
Der RaceFace AEffect 35 Mountain-Lenker besteht aus hochwertigem 2014 Aluminium, was eine ausgezeichnete Kombination aus Robustheit, Leichtigkeit und Stabilität für anspruchsvolle Mountainbike-Abenteuer darstellt. Das 35 optimierte Profil-Design des Lenkers bringt zusätzliche Steifigkeit und Kontrolle. Die großzügige Breite von 780 mm ermöglicht eine zusätzliche Kontrolle über das Fahrrad.
Carachome MTB Bunte Lenker
Ein unerwartetes Highlight unter den Lenkern für Mountainbikes ist der Carachome MTB Bunte Lenker. Seine robuste Aluminiumlegierung beeindruckt mit stoßfesten Eigenschaften, während die auffälligen Farben DIY-Modifikationen ermöglichen. Zudem garantiert die ergonomische Struktur Komfort und präzise Kontrolle beim Fahren. Besonders bemerkenswert ist, dass der Lenker ideal für anspruchsvolle Nutzer ist, die ihre Fahrräder individuell gestalten möchten.
FIFTY-FIFTY Riser Lenker
Die Aluminiumlegierung des MTB-Lenkers von Fifty-Fifty erfüllt die Bedürfnisse von Mountainbike-Enthusiasten nach Stabilität und Anpassungsfähigkeit. Dank der Möglichkeit, den Lenker individuell anzupassen, kann er für verschiedene Fahrstile verwendet werden. Die langlebige und zuverlässige Verarbeitung aus Aluminiumlegierung stellt sicher, dass der Lenker den Anforderungen des Mountainbikings standhält.
RXL SL Carbon Riser Lenker
Mit einem Gewicht von nur 160g sticht der Lenker von RXL SL deutlich hervor, dank der Verwendung von Carbon. Neben seinem edlen Aussehen bietet der Lenker auch schwingungsdämpfende Eigenschaften. Dies macht ihn zur idealen Wahl für gewichtsbewusste Mountainbiker, die auf der Suche nach einem stabilen und dennoch leichten Lenker sind.
SQlab 3ox
Der SQlab 3ox aus hochwertigem Aluminium überzeugt durch seine ergonomische Form, die eine optimale Sitzposition ermöglicht. Mit drei Rise-Varianten ist er vielseitig einstellbar. Leider ist der Preis im Vergleich zur Konkurrenz recht hoch. Dennoch beeindruckt der Lenker durch sein durchschnittliches Gewicht.
Ergotec Downhilllenker
Der ergotec Downhilllenker überzeugt mit hochwertigem Aluminium als Material und einem außergewöhnlich leichten Gewicht. Durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung ist das Produkt äußerst attraktiv. Besonders positiv ist der großzügige Preis für eine derart hohe Qualität.
Renthal Fatbar Carbon MTB-Lenker
Mit einem Gewicht von nur 300 g beeindruckt der Renthal MTB-Lenker Fatbar aus leichtem Carbon. Neben seiner edlen Optik überzeugt er zudem durch seine außerordentliche Stabilität. Das Produkt ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, sodass für jeden Fahrer die passende Variante vorhanden ist.
Weitere Aspekte bei der Lenkerwahl
Neben den bereits genannten Faktoren gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Wahl des richtigen MTB-Lenkers berücksichtigt werden sollten:
- Backsweep: Der Backsweep beeinflusst die Handgelenkstellung und den Komfort. Ein größerer Backsweep kann bei längeren Fahrten angenehmer sein.
- Upsweep: Der Upsweep beeinflusst die Ellenbogenposition und die Kontrolle über das Vorderrad.
- Material: Carbonlenker sind leichter und bieten eine bessere Dämpfung, während Aluminiumlenker robuster und günstiger sind.
- Klemmdurchmesser: Der Klemmdurchmesser muss zum Vorbau passen. Gängige Durchmesser sind 25,4 mm, 31,8 mm und 35 mm.
- Einsatzbereich: Der Lenker sollte zum Fahrstil und zum Gelände passen. Für Downhill-Fahrten sind breitere und robustere Lenker empfehlenswert, während für Cross-Country-Fahrten leichtere und schmalere Lenker besser geeignet sind.
Modelle von SQlab für Tour, Trekking und Komfort
SQlab hat drei neue Lenker im Bereich Tour, Trekking und Komfort auf den Markt gebracht. Mit ihrem Konzept wollen die Ergonomie-Experten die Anzahl an möglichen Lenkerformen und Qualitätsstufen auf nur drei reduzieren. Und einen gemeinsamen Preis.
Die drei neuen Lenker sollen Radfahrerinnen und Radfahrern Sicherheit und Stabilität bieten, die Haltung auf dem Rad ergonomisch gestalten und taugen allesamt auch für den Einsatz am E-Bike.
SQlab Lenker 310
Den 310 3.0 beschreibt SQlab als Fahrradlenker für ein komfortorientiertes Mountainbike, das auf Touren und in leichtem Gelände eingesetzt wird ebenso wie für Urban- und Fitnessbikes. Je aufrechter die Sitzposition, desto mehr Backsweep und Downsweep wird benötigt. Beim Lenker 310 3.0 sorgen 18 Grad Backsweep für einen geraden Übergang von Unterarm zur Hand und entlastet Schultern und Nacken.
Einsatzbereich: MTB Tour & Travel
Klemmung: 31,8
Material: Aluminium
Lenker 302 von SQlab
Für Trekkingräder hat SQlab den Lenker mit der Bezeichnung 302 entwickelt. Dabei sorgt der Rise für eine aufrechtere Sitzposition auf dem Rad. Mit seiner Breite von 700 Millimetern soll er für Sicherheit und Stabilität sorgen. Wem der Lenker zu breit ist, der kann ihn aber auch kürzen. Damit zwischen Hand und Unterarm kein Knick entsteht, der für Taubheitsgefühle oder einschlafende Finger verantwortlich sein kann, hat SQlab dem Lenker einen Backsweep von 24 Grad spendiert. Hinzu kommt ein 15 Grad Downsweep, durch den die Haltung auf dem Trekkingbike ergonomisch und entspannt werden soll.
Einsatzbereich: Trekking
Klemmung: 31,8
Material: Aluminium
SQlab 321 - der City-Fahrradlenker
Mit dem Fahrradlenker 321 hat SQlab einen Citylenker im Programm für all diejenigen, die eine sehr aufrechte Sitzposition bevorzugen. Der große Backweep von 35 Grad lässt die Arme in eine natürliche Position finden.
Breitenverstellbare Lenker: Eine innovative Lösung
Im Gegensatz zu fast allen anderen Ergonomie-Einstellungen ist das Kürzen des Lenkers jedoch unumkehrbar - hat man ihn versehentlich zu kurz zurechtgesägt, war’s das. Mangelt es noch an Bike-Erfahrung, würde man sich die Möglichkeit wünschen, etwas mit der Lenkerbreite experimentieren zu können, bevor man sich endgültig entscheiden muss. Auch das Kürzen eines Carbon-Lenkers ist nicht ganz ohne.
Hier springt einem der NEWMEN Handlebar Advanced 318.25 VGS Carbon-Lenker zur Seite. NEWMEN nennt die Technologie zur Breitenverstellung „VariGrip“ (VGS). Die dazu passenden NEWMEN VGS-Griffe mit dem entsprechenden Außengewinde lassen sich in verschiedenen Abständen auf den Lenker aufschrauben und damit die Lenkerbreite variieren.
NEWMEN bietet nicht nur einen, sondern gleich mehrere VariGrip-Lenker an, sowohl als Handlebar Evolution SL 318.25 VGS-Aluminiumvariante als auch in der von uns getesteten Carbon-Version Handlebar Advanced 318.25 VGS. Alle Lenker kommen mit 31,8 mm Durchmesser an der Klemmung, eine 35-mm-Variante ist in Planung. Bei der Breite darf man zwischen zwei Modellen wählen, die entweder 710-760 mm oder 760-810 mm abdecken. Je nach Breite stehen zudem Modelle mit 10, 25 oder 40 mm Rise zur Verfügung. Damit will NEWMEN die Einsatzbereiche von Cross-Country bis hin zu Downhill abdecken.
Der NEWMEN Handlebar Advanced 318.25 VGS-Lenker mit VariGrip-Funktion ist clever und vielseitig. Er sorgt nicht nur für eine bessere Ergonomie, indem man die für sich passende Lenkerbreite ermitteln kann, sondern er bietet auch die Möglichkeit, auf das Bike-Handling Einfluss zu nehmen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Wahl des richtigen MTB-Lenkers ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren abhängt. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben zu berücksichtigen und verschiedene Modelle auszuprobieren, um den optimalen Lenker zu finden.
Hier noch einmal die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Breite: Die Breite des Lenkers beeinflusst die Stabilität und Wendigkeit des Bikes.
- Material: Das Material beeinflusst Gewicht, Robustheit und Dämpfungseigenschaften.
- Ergonomie: Die Ergonomie des Lenkers beeinflusst die Handposition und den Komfort.
- Rise, Backsweep und Upsweep: Diese Werte beeinflussen die Körperhaltung und die Kontrolle über das Bike.
- Budget: Hochwertige Lenker können teuer sein, aber es gibt auch gute Optionen im mittleren Preissegment.
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