Mountainbikepark Pfälzerwald: Ein Paradies für Mountainbiker

Der Mountainbikepark Pfälzerwald ist ein Naturparadies für Touren-Mountainbiker - zu jeder Jahreszeit! Im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands finden Mountainbiker:innen eine ideale Topografie mit abwechslungsreichen Höhenprofilen.

Ein Streckennetz für jedes Niveau

Mit einem Streckennetz von über 900 Kilometern und 20 durchgängig beschilderten Touren verfügt der Mountainbikepark über eine Vielzahl verschiedener Wege mit schmalen Pfaden, steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten. Dazwischen ist ein Trailnetz von unterschiedlichen technischen Schwierigkeitsgraden und Längen für Familien und sportlich ambitionierte Fahrer*innen.

Die Landschaft des Pfälzerwaldes

Sanfte Hügel soweit das Auge reicht, Ruinen ehemaliger Burgen und bizarre, rötliche-bunte Sandsteinfelsen, die aus dem tiefgrünen Blätterwerk ragen zeichnen die Landschaft aus. Die tief stehende Abendsonne zeichnet Licht- und Schattenspiele auf den Blättern, die Sandsteinfelsen bekommen eine intensive Röte.

Lokale Experten und Guides

Wir treffen Frank Schmidt und Christoph Riemeyer, die sich mit anderen lokalen Mountainbike-Enthusiasten als Trail-Guides unter dem Slogan „Quäl dich du Sau“ zusammengeschlossen haben. Sie kennen jede Wurzel und jeden Stein der Region. Während Frank in der Planungsphase zum Mountainbikepark Pfälzerwald als ehemaliger Förster viel Fachwissen in die Streckengenehmigungen einfließen lassen konnte, ist Christoph maßgeblich für die grafische Gestaltung des Projekts zuständig.

Die Hauensteinrunde

Die Hauensteinrunde gibt uns bereits einen ersten Eindruck vom Charakter des Felsenlandes. Wir erfahren, dass auf einigen der alten Pfade früher die Schuhmacher aus Erfweiler und anderer Ortschaften in die hiesigen Fabriken kamen.

Kulinarische Genüsse und Hüttenkultur

Die Hüttenkultur in der Pfalz ist traditionell tief verwurzelt. Zu einer Mountainbike- oder Wandertour gehört immer eine Hütte. Es ist günstig, lecker und vor allem sehr reichlich was man nach einer ausgiebigen Biketour auf den Teller bekommt. Traditionelle Pfälzer Gerichte, selbstgebackene Kuchen und natürlich Schorle stehen auf der Karte. Auch als einfache Übernachtungsmöglichkeit bieten sich die Hütten an.

Der Bärenbrunnerhof

Mit viel Hingabe und Bewusstsein für artgerechte Tierhaltung, nachhaltige Landwirtschaft und leckere regionale Produkte wird der Bärbrunnerhof von Nina und Sebastian Kill nach biologischen Grundsätzen geführt. Der von Andreas Guth partnerschaftlich betriebene Bio-Gasthof ist in der eher traditionellen Pfälzischen Hüttenkultur vor allem für Vegetarier eine Offenbarung. Besonders wer mit Familie vorbei kommt, kann etwas erleben: Im Hof laufen die Schweine umher, auf den Wiesen die Kühe und Hühner.

Tourenvorschläge und Highlights

Die Lembergtour

Am kommenden Morgen starten wir mit Christoph zur Tour 19, der Lembergtour. Relativ kurz gehalten ist sie perfekt als Feierabendrunde oder als Einsteiger-, Familien- oder E-Bike-Tour. Highlight ist die Burg Lemberg, die man unbedingt einmal zum Sonnenaufgang erlebt haben sollte, wenn in den Tälern noch die Dunstschwaden hängen und gelb-rot der Sonnenball hinter den dunklen tiefgrünen Wäldern aufsteigt.

Flowige Trails ohne technische Schwierigkeiten kennzeichnen die Wege der Strecke.

CrossCountry-Strecke an den Fladensteinen

In Bundenthal haben wir uns für den Nachmittag mit Thomas Leidner, Trainer, Guide und charismatischen Mountainbike-Urgestein, verabredet. Als Mitbegründer des RSC Felsenland hat er den Bau der CrossCountry-Strecke an den Fladensteinen maßgeblich mitbestimmt. Wir fahren uns schier in einen Rausch. Genial! Wer auf seiner Pfälzerwaldtour an Bundenthal vorbeikommt, sollte der Strecke unbedingt einen Abstecher widmen.

Dahner Felsenland

Nur wenige Kilometer entfernt im Dahner Felsenland, wie dieser Teil der Region mit ihren markanten Felstürmen und Gesteinsformationen aus Buntsandstein genannt wird, führt uns Patrick Wiedemann von Trailrock, dem lokalen Spezialisten für Mountainbike-Guiding und Fahrtechnikkurse, auf einige seiner Lieblingstrails. Dahn ist der Hotspot des Mountainbikeparks für Trailbiker.

Auf der Tour 13 machen wir einen kurzen Abstecher zum Römerfelsen von dessen Anhöhe wir einen tollen Blick über Dahn und die bizarre Felslandschaft haben. Auf einer Sandsteinklippe gegenüber erkennen wir die Ruinen der Felsenburg von Alt-Dahn. Der Blick reicht bis in die Vogesen und sogar der Luitpold-Turm im Norden ist zu erkennen.

Trans Pfälzerwald

Mit Muskelkraft durch den Pfälzerwald auf der Trans Pfälzerwald - 2 Tage, 90 Kilometer, fast 2.000 Höhenmeter und unzählige Naturhighlights - die Trans Pfälzerwald ist eine echte Herausforderung für Mountainbike-Fans und Naturbegeisterte. Von Hochspeyer bis nach Bad Bergzabern erwartet dich eine abwechslungsreiche Strecke durch dichte Wälder, über flowige und auch anspruchsvollere Trails und vorbei an beeindruckenden Felsformationen.

Die Trans Pfälzerwald fühlt sich ein wenig an wie ein kleiner Alpencross - kompakt, abwechslungsreich und voller Trailspaß. Von flowigen Abfahrten bis zu technisch anspruchsvollen Passagen ist für jeden etwas dabei. Wer bergauf gerne etwas Unterstützung hat, wird mit dem E-MTB definitiv zusätzlichen Fahrspaß erleben.

Toureninformationen

Unsere Tour startet am Bahnhof in Hochspeyer, wo wir unser Auto für die nächsten zwei Tage abstellen. Nach dem letzten Ausrüstungscheck und dem Bike-Setup rollen wir entspannt durch den Ort - der erste Anstieg bringt uns direkt zum Springenkopf. Nach der kurzen Session geht’s weiter auf dem offiziellen Mountainbike-Trail Nr. 4 des Mountainbikeparks Pfälzerwald. Die Route verläuft immer wieder parallel zur B48 und führt uns in Richtung Waldleiningen.

Hinter dem Ort erwartet uns ein flowiger Spitzkehrentrail - technisch spannend, aber gut fahrbar. Danach steht ein längerer Anstieg auf einer Forstweg an - gleichmäßig, aber spürbar. Oben angekommen folgen wir erneut der B48 ein Stück weit, bis wir schließlich das Johanniskreuz erreichen. Zeit für eine verdiente Mittagspause!

Gestärkt geht’s weiter: Ein abwechslungsreicher Mix aus Forstwegen und offiziellen Trails führt uns durch die Wälder des Pfälzerwalds.

Zweiter Tag der Tour

Gestärkt vom Frühstück und bei bestem Sonnenschein starten wir in den zweiten Tag unserer Tour. Ein kurzes Stück rollen wir noch auf dem Radweg, bevor es in Spirkelbach hinein in den Wald geht - und direkt in den ersten Anstieg des Tages: hinauf zum Klingelkopf. Hier erwarten uns traumhafte offizielle Mountainbike-Trails mit Anliegern, kleineren Sprüngen und ordentlich Flow.

Anschließend geht’s bergab nach Lug, von dort folgen wir der Beschilderung und dem Radweg weiter über Schwanheim bis nach Darstein. Am Ortsausgang verlassen wir die Teerstraße und tauchen erneut in den Wald ein. Der Forstweg bringt uns in Richtung Schloßberg - und zur verdienten Mittagspause bei der Einkehr Lindelbrunn.

Frisch gestärkt rollen wir weiter zur Silzer Linde und dann in Richtung Blankenborn. Die Strecke wechselt immer wieder zwischen breiteren Forstwegen und flowigen Trailpassagen - bergauf wie bergab ist alles dabei. Über den Liebfrauenberg erreichen wir schließlich den oberhalb gelegenen Aussichtspunkt über Bad Bergzabern - ein großartiger Blick, der Lust auf die finale Abfahrt macht.

Und die hat es nochmal in sich: ein spaßiger Trail führt uns direkt hinunter nach Bad Bergzabern.

Weitere Informationen und Angebote

  • Mountainbikepark Pfälzerwald: Erstreckt sich fast über den gesamten Pfälzerwald.
  • Touren: 36 ausgeschilderte Touren, die regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden.
  • Zielgruppe: Touren richten sich grundsätzlich an alle, aber Familien sollten die Kondition für längere Strecken berücksichtigen.

Udo Bölts und der Mountainbikepark

Seit der Gründung des Mountainbikeparks vertritt Udo Bölts ihn als Markenbotschafter und wohl bekanntester Streckenpfleger. Die Pflege und Instandhaltung der Wanderwege und Trails sind Udos Job, den er in seiner Verbundenheit zur Natur ganz offensichtlich genießt.

Udos Tipp: Viel Federweg braucht es nicht. Ein Fully mit 100-120 mm sind genug.

Zukunftsperspektiven

In 2030 sollen sich die beiden Bike-Leuchttürme am Ochsenkopf und am Kornberg als ganzjähriges MTB Angebot etabliert haben.

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