Pedale sind einer der drei Kontaktpunkte zwischen Fahrer und Bike und somit essenziell für die Kontrolle und Sicherheit auf dem Trail. Gute Pedale geben mehr Power durch bessere Kraftübertragung, Kontrolle und vor allem eine ordentliche Portion Confidence. Was am Anfang von vielen unterschätzt wird, entpuppt sich im Laufe eurer Bike-Karriere als einer der wichtigsten Teile am Bike.
Einkaufsratgeber für MTB-Pedale
Die Wahl des passenden Pedals fällt oft schwer. Während sich die meisten Klickie-Fahrer einfach für Shimanos SPD-System entscheiden, gibt es bei Flat-Pedalen zig Variablen: Plattformgröße, Bauhöhe, Farbe und Geometrie - flach oder leicht konkav. Und dann noch die Pins: lang oder kurz? Dick oder dünn? Glatt oder geriffelt? Spitz oder abgerundet?
Wie erkenne ich gute MTB-Pedale?
Gute Pedale geben euch mehr Power durch bessere Kraftübertragung, Kontrolle und vor allem eine ordentliche Portion Confidence. Pedale sind die unbeachteten Helden des Fahrradfahrens. Sie haben einen riesigen Einfluss auf die Fahreigenschaften, bekommen in der Regel aber eher wenig Beachtung.
Welche MTB-Pedale passen zu mir?
Die Wahl zwischen Klick- und Plattformpedalen hängt hauptsächlich von der eigenen Vorliebe und dem Können ab. Auch die Mountainbike-Disziplin sollte nicht außer Acht gelassen werden, diese ist jedoch kein ausschlaggebender Punkt. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.
Was kosten MTB-Pedale?
Während Einsteiger-Pedale schon ab 20 € zu haben sind, kosten High-End-Modelle mit präzisen Lagern und hochwertigen Materialien bis zu 250 €.
Klickpedale vs. Plattformpedale: Ein Vergleich
Mountainbiker können zwischen Klick- oder Plattformpedalen (auch Flatpedals genannt) wählen. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, je nach Können und Mountainbike-Disziplin machen entweder Klick- oder Flatpedals mehr Sinn.
Klickpedale
Klickpedale besitzen anstelle einer breiten Fußauflagefläche ein über eine Feder gespanntes System, über welches man mit speziellen Schuhen mehr oder weniger fest mit den Pedalen und damit mit dem Bike verbunden ist. Um mit Klickpedale fahren zu können, benötigt man spezielle Fahrradschuhe mit vornehmlich vier Gewindelöcher in der Schuhsohle grob unterhalb des Mittelfußes.
Die Vorteile der Klickpedale liegen also klar auf der Hand. Durch die feste Verbindung lässt sich effizienter pedalieren und man besitzt mehr Kontrolle über das Bike. Der Fuß bleibt auch auf verblockten Trails sicher auf dem Pedal.
Plattformpedale
Flatpedals bestehen aus einem großen Pedalkörper oder Pedalkäfig, in welchen die Pedalpins geschraubt werden. Wichtig ist, dass Flatpedals mit den passenden Schuhen gefahren werden, um den bestmöglichen Grip zu erzielen. Sie können auch mal mit normalen Straßenschuhen gefahren werden, was praktisch ist, möchte man nur kurz zum nächsten Café fahren.
Dadurch sind sie gerade für Anfänger geeignet, aber auch die meisten Bikepark-Besucher, egal ob Profi oder Anfänger, fahren mit Flatpedals. Einer der Nachteile der Flatpedals liegt an der im Vergleich zu Klickpedalen etwas unrunderen Bewegung, gerade bei hohen Trittfrequenzen.
Die besten MTB-Pedale im Test
Insgesamt haben wir in diesem Test inzwischen 25 Klickpedale und Flatpedals getestet.
Testsieger Klickpedale: Hope Union TC Trail
Die Hope Union TC Trail haben sich den Testsieg als beste Klickpedale gesichert. Die gefrästen Mountainbike-Pedale sind herausragend verarbeitet und von unschlagbarer Qualität. Das Ein- sowie Ausklicken auch auf dem Trail ist satt, knackig und gut spürbar. Dazu kommen viele nützliche Kleinigkeiten und Einstellmöglichkeiten, wodurch die Pedale nahezu für jede Mountainbike-Disziplin geeignet sind.
Testsieger Plattformpedale: Crankbrothers Stamp 7
Die Crankbrothers Stamp 7 sind unser Testsieger unter den Plattformpedalen. Neben einer gelungenen Optik und schlanker Bauform überzeugen sie vor allem durch eine einfache Wartungsmöglichkeit, guter Qualität und durch sensationellen Grip in jeder Situation.
Weitere Empfehlungen
- Shimano Deore XT PD-M8100 XC: Eine gelungene Alternative zu unserem Testsieger unter den Klickpedalen.
- Acros Flatpedals: Sie liefern hervorragenden Grip und besitzen eine gute Selbstreinigung.
Detaillierte Testberichte
Crankbrothers Stamp 1
Das Crankbrothers Stamp 1 MTB-Pedal überzeugte als Testsieger mit starkem Grip, großer Plattform und einem leichten, aber stabilen Pedalkörper. Besonders die konkave Bauweise sorgte für eine sichere Fußposition, auch auf ruppigen Trails. Die Lager liefen sauber, und das Nylon-Composite-Material hielt harten Schlägen stand. Für alle, die ein performantes Plattformpedal mit Top-Preis-Leistung suchen, ist das Stamp 1 das beste MTB-Pedal.
FUNN Mamba
Das FUNN Mamba punktete mit seiner Hybrid-Funktion aus Klick- und Plattformpedal, was es zur perfekten Wahl für flexible Fahrer macht. Der Klickmechanismus arbeitete präzise, während die Plattformseite mit ordentlichem Grip überzeugte. Die CNC-gefräste Alu-Konstruktion zeigte sich robust, die Lager liefen geschmeidig. Wer zwischen Klick- und Flat-Pedal bei seinem MTB wechseln will, findet hier eine durchdachte Lösung.
Gewage USGE323
Das Gewage USGE323 erwies sich als solide Alternative für Trail- und All-Mountain-Fahrer. Der Aluminium-Pedalkörper hielt Schläge gut aus, die neun Pins pro Seite boten einen ordentlichen, aber nicht überragenden Grip. Die Lager liefen sauber, und die offene Bauweise erleichterte die Reinigung. Kein High-End-Pedal, aber eine zuverlässige Wahl für alle, die Langlebigkeit und Funktionalität schätzen.
Weitere getestete Pedale
Neben den Testsiegern wurden auch weitere Pedale getestet, darunter:
- Crankbrothers Eggbeater 3
- Ritchey WCS XC
- Time ATAC XC8
- Hope Union RC
- HT Components Leopard-M2
- Xpedo M-Force 8 Titan
- Shimano XTR PD-M9100
Tabellarische Übersicht der getesteten Gravel-Pedale
Um einen besseren Überblick zu geben, hier eine Tabelle mit den getesteten Gravel-Pedalen:
| Pedal | Preis (ca.) | Gewicht (Paar ohne Cleats) |
|---|---|---|
| Crankbrothers Candy 7 | 140 € | 308 g |
| Hope Union RC | 185 € | 322 g |
| LOOK X-Track RACE CARBON | 195 € | 340 g |
| Shimano XTR PD-M9100 | 170 € | 310 g |
| TIME ATAC XC 8 | 169 € | 292 g |
| Crankbrothers Mallet E LS | 160 € | 419 g |
| Acros Klickpedal | 150 € | 474 g |
| Hope F20 | 114 € | 396 g |
Die 8 getesteten Pedale kosten zwischen 114 € und 195 € und wiegen zwischen 291 g und 474 g (Paar ohne Cleats).
Worauf es beim Kauf von MTB-Pedalen ankommt
Beim Kauf von MTB-Pedalen gibt es mehrere Faktoren zu berücksichtigen, um die richtige Wahl zu treffen:
- Grip: Ein sicherer Stand auf dem Bike verleiht Sicherheit und somit auch Selbstvertrauen.
- Individualisierung: Viele Pedale bieten Individualisierungsmöglichkeiten an, um sie perfekt auf eure Wünsche maßzuschneidern.
- Lagerung und Dichtung: Eine gute Lagerung und Dichtung sind wichtig, um dem Pedal eine lange Lebensdauer zu ermöglichen.
- Selbstreinigung: Auch wenn es matschig wird, sollten euch eure Pedale natürlich nicht im Stich lassen.
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