Auch wenn der Begriff so abgewetzt ist wie eine alte Schuhsohle: Die MTB-Schuhe im Test wollen die perfekten Allrounder sein. Mit strammem Tritt zum Gipfel und mit festem Halt im Pedal wieder ins Tal. Und wenn das Gelände mal zu unwegsam wird, geht es auch zu Fuß bequem weiter.
Worauf kommt es bei MTB-Schuhen für Trail & Enduro an?
Dabei haben sich die Trail- und Enduro-Schuhe in den letzten Jahren stark verändert. Konnte man früheren Modellen ihren Einsatzzweck förmlich ansehen, ähneln einige von ihnen aktuell eher Skate-Sneakern als Bike-Schuhen. Was nicht verkehrt sein muss, denn die flachen Sohlen stehen gerade auf Pedalen mit Plattform besonders sicher und lassen sich - auch wenn sie nicht maximal steif sind - noch gut berghoch treten. Wer viele Höhenmeter sammelt oder nach der Bestzeit auf der Enduro-Strecke schielt, sollte trotzdem einen Schuh mit steiferer Sohle wählen.
Während man noch vor wenigen Jahren mit kippeligen Profilen durchs Gelände stöckelte, steht man mit dem aktuellen Jahrgang meist fest am Boden verwurzelt. Nahezu jeder Hersteller setzt auf rutschfestes Gummi von Vibram, SUPtraction oder einer Eigenmarke. Doch ein griffiger Name allein macht noch kein gutes Profil. Auf schwach konturierten Sohlen verliert man auf feuchten Wiesen, losem Waldboden oder moosigen Felsen schnell den Halt. Rollen die MTB-Schuhe dann auch noch schlecht ab, hebt es die Ferse schon mal hinten aus dem Schuh.
Wie sieht der optimale Verschluss aus?
Spannend ist auch die Frage nach dem idealen Verschlusssystem: klassische Schnürung, Drehverschluss, Klett oder eine Kombination aus verschiedenen Optionen? Die sechs Bike-Schuhe hier haben sie alle im Angebot.
Drehräder lassen eine feine Anpassung auch während der Fahrt zu. Bei nur einem Rädchen fehlt es jedoch meist an Spannung im Bereich der Zehen. Die klassische Schnürung ist zwar etwas aufwendiger, dafür lassen sich die MTB-Schuhe über den gesamten Bereich sauber an den Fuß anpassen. Tipp: Fädelt man die Schnürsenkel von außen nach innen durch die Laschen, halten sie beim Schnüren besser die Spannung. Flache Senkel funktionieren in der Regel zudem besser als runde.
Optimal ist allerdings weder die eine noch die andere Variante, denn erst in Kombination mit einem Klettverschluss wird ein “Schuh” draus. Sowohl in Verbindung mit einem Drehverschluss als auch mit Schnürsenkel bringt ein einfacher Klettriemen zusätzlich Spannung und fixiert den Fuß. Das verbessert nicht nur die Kraftübertragung, sondern verhindert auch, dass es beim Schieben die Ferse lupft. Gerade in Verbindung mit eh schon nassen Socken könnte das sonst für unangenehme Reibung sorgen und der Tour ein jähes Ende bereiten.
Für mich sind Schnürsenkel noch immer unschlagbar, weil einfach und unkompliziert. Mit ihnen lässt sich der Schuh sauber an den Fuß anpassen. In Verbindung mit einem Klettriemen liefern sie bombenfesten Halt - und wenn sie mal reißen, sind sie einfach zu ersetzen. Überall. Boa bietet zumindest kostenlosen Ersatz für defekte Teile. Aber während der Tour ist man aufgeschmissen. Wirklich praktisch sind zudem nur die Varianten, die sich auch schrittweise lockern lassen - so wie das X-Dial von Northwave.
Test: 6 MTB-Schuhe für Trail & Enduro - Details & Bewertung
Crankbrothers Mallet Trail Lace
Der Mallet Trail ist ein echter Komfort-Treter und packt den Fuß bequem in weiche Polsterung. Die Zehen haben viel Bewegungsfreiheit, die Ferse guten Halt - beim Treten wie beim Laufen. Praktisch: Die Schnürsenkel lassen sich hinter einer Lasche verstecken. Mit seiner flachen Sohle steht der Mallet sicher auf dem Pedal und bietet zudem ausreichend Steifigkeit. Profil und Gummi generieren aber nicht ultimativ viel Grip beim Laufen. Ein Klettriemen wäre ein sinnvolles Upgrade, genauso wie etwas effektivere Lüftungsöffnungen.
- Preis 170 Euro
- Gewicht¹ / Größen 884 g / 37-49; 37,5-46,5
- Ausstattung Schnürsenkel-Tasche; Cleats; Zehenschutz; Cleat-Skala
- Passform Voluminöser Zehenbereich; ansonsten mittelbreit
Northwave Rockit Plus
Der Rockit kommt dem Ideal klassischer Tourenschuhe schon sehr nahe: komfortable Passform, wenn auch etwas schmal, griffige Vibramsohle mit ordentlichem Profil und robustes Obermaterial. Auch wenn der Drehverschluss umständlicher als das Boa-System arbeitet, fixiert er den Fuß doch optimal im Schuh und lässt sich zudem in Mikro-Schritten öffnen und schließen. Beim Antritt geht leider etwas Kraft in der flexenden Sohle verloren und auch der Stand auf dem Pedal ist etwas kippelig. Das Ripstop-Material lässt weder Wasser noch Luft an den Fuß.
- Preis 150 Euro
- Gewicht¹ / Größen 780 g / 37-48
- Ausstattung X-Dial-Drehverschluss; Zehenkappe; Vibram-Sohle; Ripstop-Obermaterial
- Passform Mittelbreit bis schmal und eher flach geschnitten
Scott MTB Shr-Alp Evo Boa
Der letztjährige Testsieger geht leicht überarbeitet an den Start. Wenn der schlanke Schnitt passt, bekommt man hier einen top Trail-Schuh, der viel Komfort und Schutz bietet sowie passabel belüftet ist. Der einzelne Boa-Verschluss fixiert den Fuß sicher im Schuh. Man steht stabil und fest verbunden auf dem Pedal. Auch die Kraftübertragung stimmt. Dank breitem Cleat-Kanal findet man leicht in die Bindung. Der Shr-Alp rollt beim Gehen angenehm ab, das grobstollige Profil funktioniert auf vielen Untergründen und bietet Halt und Traktion.
- Preis 160 Euro
- Gewicht¹ / Größen 896 g / 40-48
- Ausstattung Boa-Verschluss; Zehen-Kappe; Knöchelschutz; seitliche Belüftung; Sohle mit Pelotte
- Passform Durchgehend mittel bis breit und recht voluminös
Shimano GE7
Shimanos leichter Trail-Schuh schmeichelt den Füßen mit sehr hohem Tragekomfort. Der GE7 trägt und läuft sich fast wie ein Sneaker. Über die Kombi aus Schnürung und Klett lässt er sich sauber an den Fuß anpassen. Im Gelände liefern Gummimischung und Profil guten Grip. Auf dem Pedal spürt man jedoch deutlichen Flex in der Sohle. Ohne großen Pedalkäfig geht hier viel Beinkraft beim Treten verloren. Dank des langen Pedalkanals gelingt der Einstieg problemlos, der Verstellbereich für die Cleats ist jedoch auffällig kurz. Guter Spritzschutz, wenig Belüftung.
- Preis 170 Euro
- Gewicht¹ / Größen 874 g / 38-48
- Ausstattung Schnürung; Klett-Lasche; TPU-Zehenkappe
- Passform Mittelbreit bis schmal, mit deutlich weiterer Zehenbox
Suplest Trail Performance
Lange hatten die Schweizer keinen Trail-Schuh im Programm und vollziehen nun direkt eine Punktlandung: top Tragekomfort, hervorragende Kraftübertragung und sicherer Stand auf dem Pedal. Der Suplest eignet sich bestens für anspruchsvolle Trail- und Enduro-Touren. Auch abseits des Pedals überzeugt er mit gutem Grip und robuster Bauweise. Die Kombi aus Klett und Boa fixiert den Fuß optimal im Schuh. Kleines Manko: hohes Gewicht und wenig Verstellbereich fürs Cleat. Für etwas mehr Schutz wäre ein leicht erhöhter Knöchelbereich wünschenswert.
- Preis 199 Euro
- Gewicht¹ / Größen 1146 g / 37-47
- Ausstattung Boa-Drehverschluss; Klett; Zehenkappe; Cleat-Skala
- Passform Durchgehend mittelbreit, etwas mehr Volumen in Zehenbox
Vaude Moab Tech Pro AM
In technischem Gelände punktet der Moab mit viel Schutz an Zehen und Knöchel. Zudem erzeugt die flache und steife Sohle ein hohes Maß an Kontrolle und Standsicherheit auf dem Pedal, rollt dafür beim Schieben kaum ab. Das robuste Obermaterial ist wenig anschmiegsam, zudem bringt der Boa-Verschluss kaum Zug auf die vorderste Schlaufe - ein typisches Problem. Dadurch ist der Halt im Schuh nicht ideal und die Ferse hat etwas Schlupf. Ein breiter Pedalkanal erleichtert das Einklicken. Der Moab ist sehr schwer und nur unzureichend belüftet.
- Preis 180 Euro
- Gewicht¹ / Größen 1084 g / 40-48
- Ausstattung Boa-Drehverschluss; Knöchel-/ Zehenschutz; Recycling-Materialien
- Passform Mittelbreite Passform mit flachem Spann
Die wichtigsten Eigenschaften von Touren-Fahrradschuhen
Die Optik von Touren-Fahrradschuhen geht immer mehr von Wander-Boots zu Sneakern. Die Kernkompetenzen bleiben aber gleich: gute Kraftübertragung, Schutz vor Felskontakt, Grip und Komfort auf Schiebepassagen. Die wichtigsten Eigenschaften im Detail.
- Schutz: Eine TPU-verstärkte Zehenkappe bieten die meisten Schuhe. Wer mehr Schutz möchte, sollte ein Modell mit innen hochgezogenem Knöchelbereich wählen. Strick- oder Neopren-Gamaschen verhindern, dass Schmutz in den Schuh gelangt und Reibung verursacht.
- Belüftung: Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts verbessern die Belüftung an heißen Tagen und verhindern, dass man im eigenen Saft steht. Wer mehr Schutz vor Schlamm und Spritzwasser sucht, sollte auf nahtloses und geschlossenes Obermaterial setzen.
- Schnürung: Erstaunlich viele Hersteller gehen wieder zurück zur klassischen Schnürung. Vorteil: So lässt sich der Bike-Schuh über den kompletten Spann perfekt an den Fuß anpassen. Das gelingt mit den praktischeren Drehverschlüssen nicht immer. Zudem sind Boa und Co schmutz- und defektanfällig und unterwegs kaum zu reparieren. Dafür lassen sie sich auch während der Fahrt feinjustieren. Hochwertige Schnürsenkel sind ein Muss, an den Testschuhen fransen sie teils schon bei Kontakt mit den Klettverschlüssen aus. Tipp: Fädelt man die Schnürsenkel von außen nach innen, verbessert das den Halt erheblich.
- Laufsohle: Je steifer die Sohle, desto besser kommt die Kraft aufs Pedal. Umso schlechter rollt der MTB-Schuh in der Regel aber auch ab. Beim Schieben schlüpft dann schon mal die Ferse halb aus dem Schuh. Ein aufgebogener oder weicherer Zehenbereich verhindert Schlupf. Richtig grobes Profil, das auch auf felsigem Grund Halt gibt, bieten nur noch wenige Modelle. Für Alpen-Touren sollte man aber unbedingt ein Modell mit griffigem Gummi und ausreichend Profil wählen.
- Montagebereich: Laut Ergonomieexperten sollten die Cleats etwa unter den Zehen-Grundgelenken montiert sein. Je weiter vorne, desto besser ist die Kraftübertragung aufs Pedal. Wer eher bergab unterwegs ist, platziert die Cleats weiter hinten für einen stabileren Stand. Das entlastet auch die Muskulatur in der Abfahrt. Ein möglichst langer und abgeflachter Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg ins Pedal und verbessert die Selbstreinigung bei schlammigen Bedingungen.
- Einlegesohle: Die Einlegesohle ist maßgeblich für den Tragekomfort verantwortlich. Hier sparen viele Hersteller. Gute Sohlen gibt es bei Fox, Scott oder Specialized. Wer mehr Komfort und Effizienz will, greift zu Spezialsohlen wie Currex, Solestar oder SQlab.
Unsere getesteten Mountainbike-Schuhe im Überblick
Im Folgenden werden einige der getesteten Mountainbike-Schuhe detaillierter betrachtet:
Crankbrothers Mallet E Boa
Mit dem Mallet liefern die US-Amerikaner einen top Allrounder. Per Klett und Boa-Drehrad ist der Fahrradschuh schnell angepasst und sitzt dank guter Polsterung bequem und ohne Druckstellen. Die steife Sohle und das zugfeste Material bringen die Kraft gut aufs Pedal. Weil der Mallet vorne etwas aufgebogen ist, läuft er sich auch angenehm, sein Profil erzeugt zudem viel Grip. Die Zehenbox bietet viel Schutz vor Felskontakt und Spritzwasser, an heißen Tagen wird der Schuh aber etwas schwitzig. Guter Einstieg dank angeschrägtem Cleat-Kanal.
- Preis: 200 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 910 g / 37-48; halbe Größen 39,5-46,5
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Carbon-Nylon-Mix / Crankbrothers MC1
- Ausstattung: Boa L6; Klettverschluss; Zehenschutz; Silikon-Gripper an Ferse; inkl. Cleats
- Passform: Durchgehend mittelbreiter Schnitt, etwas flacher Spann
Five Ten Trailcross CL
Der Five Ten Trailcross sticht nicht nur optisch aus dem Testfeld heraus. Er ist besonders leicht und gut belüftet. Das macht ihn zum angenehmen Begleiter an heißen Tagen. Gummi und Profil erzeugen viel Grip auf Schiebepassagen. Der Sitz im MTB-Schuh dagegen ist nicht allzu gut. In Verbindung mit dem leichten Material und der wenig steifen Sohle verpufft viel Kraft. Die Schnürung kann zudem durch die labbrige Zunge drücken. Nicht optimal. Somit ist der Trailcross eher ein Modell für gemäßigte Trail-Einsätze und entspannte Touren.
- Preis: 160 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 841 g / 38 2/3 - 50 2/3; in 2/3-Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Stealth Rubber
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Zehenschutz
- Passform: Recht breite, eher voluminöse Zehenbox, ansonsten normal geschnitten
Fizik Gravita Tensor
Super Schutz, gute Kraftübertragung und sicherer Stand auf dem Pedal - der Fizik Gravita Bike-Schuh kommt dem Enduro-Ideal schon recht nahe. Die asymmetrische Neopren-Gamasche geht nahtlos in die Zunge über und schmiegt sich druckfrei um die Knöchel. Robustes , wasserabweisendes Ripstop-Material und die seitlich versetzte Schnürung bringen Zug auf den Fuß und lassen sich fein anpassen. Der abgeflachte Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg. Top beim Kurbeln. Andere Schuhe laufen sich aber besser.
- Preis: 179 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 926 g / 36 -48; 37,5-46,5 halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Vibram XS Evo
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Anziehschlaufe; Zehen- und Knöchelschutz; Cleat-Shims
- Passform: Durchgehend mittelbreiter Schnitt, etwas schmaler im Zehenbereich
Fox Union
Der neue Union von Fox sitzt angenehm unauffällig und trägt sich fast schon wie ein Sneaker. Bei enger Schnürung faltet sich das wenig flexible Obermaterial leicht auf. Die Schnürsenkel fransen schnell aus. Dank des großen Cleat-Kanals findet man leicht ins Pedal, der Fuß rückt dabei aber sehr nah an die Kurbel und kann sie streifen. Die Sohle dieses Mountainbike-Schuhs gehört zu den wenig steifen, daher eignet sich der Fox eher für Pedale mit großem Käfig. Gummi und Profil bieten nur mäßigen Grip beim Laufen. Für den Preis etwas mager ausgestattet.
- Preis: 170 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 920 g / 37-47; 41,5-45,5 halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / no name
- Ausstattung: Schnürung; Klett; anpassbare Einlegesohle; Zehenschutz
- Passform: Fällt normal aus, weder besonders schmal noch breit geschnitten
Ion Rascal Select Boa
Schnell rein und raus sowie Anpassung während der Fahrt, das sind die großen Vorteile der Boa-Verschlüsse. Beim Ion Rascal lässt sich aber nur schwer ausreichend Zug damit aufbringen. Zusammen mit dem beweglichen Obermaterial steht man mit viel Flex auf dem Pedal, nicht optimal für Racer, aber gut für lange, entspannte Trail-Tage. Zudem ist dieser Fahrradschuh gut belüftet und an Zehen und Fersen solide geschützt. Die Sohle läuft sich angenehm, das Heck ist gegen Fersenschlupf aufgeraut. Das Profil bietet aber nur mäßig Grip.
- Preis: 220 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 991 g / 37-47, keine halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: TPU / SUPtraction
- Ausstattung: Boa-Verschluss; Anziehhilfe; Gripper-Ferse; Zehen- und Knöchelschutz
- Passform: Mittelbreit mit etwas breiterer Ferse und flachem Spann
Leatt 4.0 Clip
Umfangreich gepolstert, Zehen und Knöchel gut geschützt - der Leatt zielt eher auf Enduro-Biker. Schnürung und Klett fixieren den Fuß sicher im MTB-Schuh, die steife Sohle bringt ordentlich Kraft aufs Pedal. Beim Einstieg knautscht die Fersenpolsterung, die Schnürung läuft extrem schwergängig, zudem ist ständig der quer laufende Klett im Weg - nicht optimal. Großer Cleat-Kanal mit weitem Verstellbereich und guter Selbstreinigung. Der Cleat-Kanal liegt extrem tief, was den Einstieg ins Pedal erschwert.
- Preis: 119 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 1034 g / 38,5 - 48,5, teils halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / no name
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Zehen-und Knöchelschutz
- Passform: Durchgehend mittelbreit geschnitten mit etwas flacherem Spann
Ride Concepts Tallac Clip
Sportlich geschnittener Trail-Schuh mit straffem Sitz. Die Schnürung passt das robuste Cordura-Gewebe gut an den Fuß an. In Verbindung mit der steifen Sohle bringt man viel Kraft aufs Pedal - gut für lange Anstiege. Trotzdem trägt sich der Fahrradschuh komfortabel. Auch im Gelände punktet der Tallac mit massig Grip und Traktion. Durchdacht ausgestattet und sauber verarbeitet, aber insgesamt recht schwer. Den Tallac gibt es auch als Damenversion (Flume Clip) und alternativ mit dem praktischen Boa-Drehverschluss. Recht teuer.
- Preis: 189 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 1086 g / 39,5 - 47, teils in halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Clip Grip
- Ausstattung: Schnürung; Klett; D3O-Einlegesohle; Zehenschutz; Cordura-Gewebe
- Passform: Breit geschnittene Zehenbox, jedoch mit flachem Spann
Scott MTB Shr-alp Boa Evo
Wenn der schlanke Schnitt passt, bekommt man mit dem Scott einen top Trail-Schuh, der viel Komfort und Schutz bietet und trotzdem ordentlich belüftet ist. Der einzelne Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Bike-Schuh, so steht man stabil und fest verbunden auf dem Pedal. Auch die Kraftübertragung stimmt. Dank breitem Cleat-Kanal findet man leicht in die Bindung. Der Shr-alp rollt beim Gehen angenehm ab, das grobstollige Profil funktioniert auf vielen Untergründen und bietet ausreichend Halt und Traktion.
- Preis: 170 Euro
- Gewicht (Größe 44)¹ / Größen: 886 g / 40-48, keine halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon-Glasfaser / Scott Sticky Rubber
- Ausstattung: Boa-Verschluss; Zehen- und Fersenschutz; Ergo-Sohle
- Passform: Schlank geschnittener Schuh mit flachem Spann und schmaler Zehenbox
Flatpedal-Mountainbike-Schuhe im Test
Im Gegensatz zu Klickpedal-Schuhen sind Modelle für Flatpedals nicht fest mit dem Pedal verbunden. Die folgenden Schuhe wurden für Plattformpedale getestet:
- Vaude AM Moab Tech: Bietet top Grip auf dem Flatpedal und ist auch beim Gehen im Gelände sehr gut.
- Vaude AM Moab Mid STX: Bietet einen hervorragenden Grip auf der Pedale und ist wasser- und winddicht.
- Shimano ET5: Ein klassischer MTB-Schuh für Allmountain-Touren mit gutem Grip auf dem Plattformpedal und beim Laufen.
- Specialized 2FO Roost Flat Syn: Baut auf dem Plattformpedal einen erstaunlichen Grip auf und ist sehr gut belüftet.
MTB-Schuhe Herren Test & Vergleich: Die Besten im Überblick
Hier ist eine Übersicht einiger der besten MTB-Schuhe für Herren, basierend auf verschiedenen Tests und Vergleichen:
- O'NEAL Pinned Dirt MTB 2020: Bietet eine ideale Mischung aus Schutz und Bequemlichkeit.
- Vaude AM 20482: Überzeugt besonders aufgrund ihrer griffigen, flachen Trittsohle und ist atmungsaktiv.
- Vaude TVL Pavei: Überzeugt durch Robustheit und Tragekomfort.
- SHIMANO Zapatillas Leichtathletik-Schuhe: Bieten eine herausragende Performance.
- O'NEAL Pinned Flat Pedal Mountainbike-Schuhe: Ermöglichen individuelle Anpassungen und bieten zusätzlichen Schutz durch eine robuste Zehenkappe.
- ARTVEP MTB Radschuhe: Begeistern durch ihr Design, optimierte Passform und hohen Tragekomfort.
- VAUDE Unisex Yara Tr: Bieten festen Halt und guten Komfort.
Die Qual der Wahl: So finden Sie den richtigen MTB-Schuh
Wer einen Mountainbike-Schuh sucht, verliert leicht den Überblick. Allerdings lassen sich die Modelle durchaus in verschiedene Kategorien einteilen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Aspekte: Erstens die Sohle, zweitens der Schaft und drittens die Schnürung.
Die Sohle
Grundsätzlich besitzen Mountainbike-Schuhe mehr Profil wie etwa die Modelle aus dem Rennradbereich. Schließlich muss man beim Biken immer wieder kurze Distanzen zu Fuß zurücklegen - und dafür braucht es eben den nötigen Grip. Die Stärke des Profils orientiert sich dabei am Gelände. Wer zum Beispiel bevorzugt im Hochgebirge oder auf Geröllpisten mit Hindernissen fährt, benötigt grobe Stollen, für einfache Hügeltrails hingegen reichen flache Nocken. Wichtig ist zudem die Härte der Sohle. Konkret: Je schwieriger das Gelände, desto härter und verwindungssteifer sollte die Sohle sein. Das ist zwar nicht allzu bequem, dafür aber sicherer. Zudem überträgt ein harter Schuh die Kraft besser auf die Pedale.
Der Schaft
Durchaus vergleichbar ist die Problematik beim Schaft. Das heißt: Leider muss man sich zwischen Tragekomfort und Stabilität entscheiden. Bequemer sind sicher Modelle, deren Schaft kaum über den Knöchel reicht. Allerdings ist die Verletzungsgefahr - etwa durch Umknicken - hier relativ groß. Sie eignen sich deshalb im Grunde nur für Freizeitfahrten. In schwierigem Terrain hingegen sollte ein hoher Schaft Pflicht sein. Auch das ist unbequem, dafür wird der Fuß in aller Regel ziemlich gut fixiert - etwa bei heftigen Sprüngen oder bei der Überquerung unzugänglicher Felspassagen.
Die Schnürung
Bleibt zu guter Letzt noch die Frage nach der Schnürung. Hier hat man die Wahl zwischen zwei Systemen. Zum einen gibt es nach wie vor klassische Schnürsenkel, mit denen sich der Schuh zumindest einigermaßen individuell an die Fußform anpassen lässt. Und zum amderen kommen immer mehr Modelle mit Klett- oder Ratschenverschluss auf den Markt.
MTB-Schuhe für verschiedene Einsatzbereiche
Je nach Ausführung sind die Schuhe auf klassische Allmountain-Touren oder den Einsatz im Dirt- oder Bikepark zugeschnitten. Die folgende Tabelle fasst die Empfehlungen für verschiedene Einsatzbereiche zusammen:
| Einsatzbereich | Empfohlene Schuhe |
|---|---|
| Allmountain-Touren | Shimano ET5, Vaude AM Moab Tech |
| Enduro-Touren | Specialized 2FO Roost Flat Syn |
| Bikepark | Specialized 2FO Roost Flat Syn |
| Schlechtes Wetter | Vaude AM Moab Mid STX |
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