Sind MTB Protektoren sinnvoll? Ein Testbericht

Biken gilt als besonders schonend für die Gelenke, da die kreisförmige, regelmäßige Bewegung Blut durch die Gelenkknorpel pumpt, wodurch vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert wird. Das Knie wird quasi geschmiert wie ein Lager mit der Fettpresse.

Die Kehrseite der Medaille: Die hohe Sturzgefahr beim Mountainbiken birgt auch Risiken. Laut einer Statistik der AGA (Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie) sind drei Viertel aller Verletzungen Schürfwunden, Platzwunden und Prellungen der unteren Extremität. Zumindest am Knie ließen sich viele der Verletzungen verhindern oder zumindest abschwächen.

Doch Knieschoner haben noch immer keinen allzu guten Ruf: schwitzig, schwer und unbequem - so lauten die gängigen Vorurteile.

Moderne Knieschoner: sicher und trotzdem bequem

Mag sein, dass das vor einigen Jahren noch zutreffend war, als man versuchte, mithilfe von hartschalenbedeckter Schaumpolster die Einschläge abzufangen. Doch die Einführung sogenannter viskoelastischer PU-Schäume hat den Knieschoner-Markt einmal auf links gekrempelt. Ihre Eigenschaften sind geradezu phänomenal: Sie sind leicht, sprechen selbst bei geringen Krafteinwirkungen ohne Verzögerung an und nehmen schon nach kurzer Zeit wieder ihre ursprüngliche Form an. Zudem sind die PU-Schäume im Gegensatz zu vielen anderen Dämpfungsmaterialien mehrschlagfähig und passen sich flexibel der Anatomie des Trägers an.

Für unseren aktuellen Test haben wir ein Gewichtslimit von 400 Gramm für das Paar in Größe L gesetzt. Alles, was darüber liegt, empfiehlt sich eher für den Einsatz im Bikepark und ist mehr auf maximalen Schutz im Downhill als auf Tragekomfort und Belüftung ausgelegt. Zwölf Knieschoner haben diese Hürde genommen und wurden von uns sowohl im Labor als auch in der Praxis ausgiebig getestet. Die leichten Trail-Schoner schneiden im Labor zum Teil kaum schlechter ab als schwere Modelle für den Bikepark. Weil ihnen aber die Klett-Straps zur besseren Fixierung fehlen, ist eine optimale Passform hier besonders entscheidend.

Die Normprüfung EN 1621-1:2012

Selbstverständlich müssen alle Knieschoner, die in Deutschland in den Verkauf gehen, die Normprüfung EN 1621-1:2012 bestehen. Dass es innerhalb dieser Grenzen jedoch große Unterschiede gibt, beweist unser Test. Mit gerade mal 9,57 kN Restkraft würde der Flow 2.0 von IXS auch locker das schwere Level 2 der Norm erfüllen. Pearl Izumis Summit nimmt dagegen mit 30,76 kN nur knapp die Hürde zu Level 1.

Das ist ein gewaltiger Unterschied, bestätigt Sas-Tec-Experte Holger Hertneck. Um es etwas bildhafter zu machen, könnte man es mit dem Bremsweg eines Pkw vergleichen. Es ist, als würde ein Fahrzeug schon nach 30 Metern zum Stehen kommen, ein anderes erst nach 60. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.

Unser aufwändiges Testprozedere für Knieschoner besteht zum einen aus einem ausgiebigen Praxistest, zum anderen aus der Laborprüfung. Sie möchten mehr über den Ablauf wissen? Wir haben alle wichtigen Infos in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

Die Laborwerte im Überblick

Erstaunlich, wie gut selbst die leichten Trail-Protektoren vor Verletzungen schützen. Die besten Modelle können sogar mit guten Bikepark-Knieschonern mithalten.

Für eine bessere Übersicht haben wir alle Werte der getesteten Knieschoner in einer einzigen Tabelle zusammengefasst. Den ausführlichen Test zu den jeweiligen Modellen finden Sie hinter den Modellbezeichnungen weiter oben im Artikel.

Testergebnisse im Detail: IXS und Seven IDP holen sich mit hervorragenden Schutzwerten den Testsieg und Komfort-Tipp geht an den Troy Lee Designs.

Knieschoner im Detail: darauf kommt es an

Es ist auf jeden Fall besser, einen leichten Schoner zu tragen, als gar keinen! - Holger Hertneck, COO/Prokurist SAS-TEC GmbH, im Interview.

BIKE: Die Knieschoner im Test machen teils keinen allzu soliden Eindruck - kann ich mich auf ihre Schutzwirkung verlassen?

Holger Hertneck: Zumindest was die Impact-Prüfungen anbelangt, bieten auch die leichteren Trail-Schoner im Testfeld normgerechten Mindestschutz. Und auf alle Fälle ist es besser, einen leichten Protektor zu tragen, als gar keinen! Allerdings sollte man auf guten Sitz achten, der ist bei Light-Schonern aufgrund zumeist fehlender Fixiermöglichkeiten oft etwas kritisch.

Worauf sollte ich beim Schonerkauf achten?

Nach Möglichkeit Schoner mit Markenprotektoren verwenden. Ein nach Motorradnorm EN 1621-1:2012 geprüfter Protektor ist die Mindestanforderung. Ob ein Level-1-Protektor genügt oder ob es das höhere Schutzlevel 2 sein soll, muss jeder für sich entscheiden. Schließlich schränken dickere, schwerere Kandidaten zumeist die Beweglichkeit etwas ein. Ganz wichtig: eine Anprobe oder sogar Probefahrt, um den perfekten Sitz zu prüfen.

Sollte ich nach einem Sturz den Schoner tauschen? Wenn hochwertige Marken-Schaumprotektoren drin stecken, können Schoner zumeist bedenkenlos weiterverwendet werden - ein visueller Check, ob Risse oder Ausbrüche entstanden sind, vorausgesetzt Hartschalenprotektoren und minderwertige Schäume sind nach einem Impact meist hinüber (zu sehen an irreversiblen Verformungen). Ähnlich wie bei Helmen, deren EPS- oder EPP-Schale nach einem Einschlag komprimiert bleibt und nicht mehr den vollen Schutz bietet.

Stichwort Pflege: Teilweise können die Protektoren nicht aus dem Strumpf entnommen werden. Kann ich sie einfach mitwaschen? Diese Angabe sollte sich auf den Wasch-Labels am Produkt befinden. Wir von SAS-TEC empfehlen, die Schaumprotektoren vor dem Waschen herauszunehmen, da die Belastungen beim Waschen in der Maschine nicht absehbar sind (Stichworte: Temperatur, Waschmittel, Füllgrad, Schleudergang). Manuelle Handwäsche ist hingegen gar kein Problem.

Oft heißt es, bei Kälte seien die Schaumprotektoren nicht zu gebrauchen, weil sie verhärten. Alle hochdämpfenden viskoelastischen PU-Schäume werden bei niedrigen Temperaturen steifer und bei hohen weicher. Das liegt an Ihren physikalischen Eigenschaften. Ein Helm ist beim Biken unerlässlich! Auf der Straße reicht er meist aus, auf Ausfahrten über Wurzeln, Steine und mit steilerem Gefälle solltet ihr aber über mehr Schutzausstattung nachdenken. Ein Crash passiert innerhalb eines Sekundenbruchteils.

Schon eine nasse Wurzel oder ein loser Stein reichen, um euch aus der Bahn zu katapultieren und über den Lenker absteigen zu lassen. Ja, Mountainbiken ist ein risikoreicher Sport, doch wenn man halbwegs gut vorbereitet ist, dann kann man die Risiken drastisch reduzieren.

Stürze folgen meist einer ähnlichen Abfolge von Ereignissen, weshalb bestimmte Körperregionen in der Regel zuerst mit dem Aufprall fertig werden müssen. Daher ist es wichtig, Kopf, Hände, Knie und Rücken zu schützen - und falls ihr das volle Schutzprogramm wünscht, auch eure Ellenbogen.

Empfehlungen für verschiedene Helmkategorien:

  • Klassischer Helm mit offenem Gesichtsfeld: Bell Sixer MIPS, POC Kortal Race MIPS, MET Roam MIPS und Specialized Ambush 2
  • Fullface-Helm: Fox Proframe, Leatt DBX 4.0, Dainese Linea 01 MIPS und Troy Lee Designs Stage
  • Fullface-Helm mit abnehmbarem Kinnbügel: Giro Switchblade MIPS, MET Parachute MCR und Bell Super DH Spherical
  • Trial-Helm mit extra tief gezogener Schale: Giro Tyrant MIPS und der Fox Dropframe Pro

Sind Knieschoner ihr Geld wert?

Schoner, Schützer, Protektoren … Wie auch immer ihr sie nennen wollt, wir können Knieschonern jedem empfehlen, der mit seinem E-MTB im Gelände unterwegs ist. In nahezu jedem vorstellbaren Crash-Szenario gehören eure Knie zu den ersten Körperteilen, die Bekanntschaft mit dem Trail machen. Aus diesem Grund raten wir zu Schonern, die der Art und Weise entsprechen, wie ihr mit eurem Bike unterwegs seid.

Alle Knieprotektoren, die eine Überlegung wert sind, sollten dem EN 1621-1:2012-Standard für Anforderungen an Gelenkprotektoren entsprechen. Schoner, die diesen Standard erfüllen, lassen sich in zwei Stufen kategorisieren - Level 1 und Level 2. Die wiederum werden bestimmt durch einen Test: Die Knieschoner werden dem Aufprall eines 5 kg schweren Gewichts ausgesetzt, das aus einer Höhe von einem Meter auf drei verschiedene Messpunkte trifft (das entspricht einer Aufprallenergie von 50 Joule). Eine halbkugelförmige Matrize ahmt dabei das Kniegelenk nach, während eine Vielzahl an Sensoren die Restkräfte misst, die auf das Knie wirken, und schließlich eine Kraftverlaufskurve zeichnet. Bei Level 1 darf die durchschnittliche Restkraft 35 kN nicht übersteigen und ein Einzelaufprall darf nicht mehr als 50 kN erreichen.

Verschiedene Arten von Knieschonern:

  • Leichte Trail-Schoner: Fox Enduro Pro, ION Traze und POC Joint VPD System Knee
  • Schwere Knieschützer für Bikeparks: ION K-Pact Zip, Fox Launch D30 und iXS Carve EVO+

Ellenbogenschoner sind ein Streitthema in der MTB- und E-MTB-Welt. Viele Fahrer - inklusive uns selbst - bevorzugen das Gefühl, ohne sie zu fahren. Doch wenn ihr euch damit sicherer und besser fühlt, macht es absolut Sinn, sich welche zu besorgen. Wenn ihr anfällig seid für Ellenbogenverletzungen oder wenn ihr einfach so sicher wie möglich unterwegs sein wollt, dann sind Ellenbogenschoner eine fantastische Option, die man nicht unterschätzen sollte.

Unsere Wahl für Ellenbogenschoner:

  • Fox Enduro Pro D30 Elbow
  • POC Joint VPD System Elbow

Welche Handschuhe ihr beim Biken tragen solltet, hängt stark von euren persönlichen Vorlieben ab. Wir können euch nur den Weg in die richtige Richtung weisen. Letztendlich hilft jeder Handschuh bei einem Crash besser als kein Handschuh. Wenn ihr lediglich Touren auf Forst- oder Radwegen fahrt, dann dürften Halbfinger-Handschuhe mit Gel-Pads die komfortabelste Option für euch sein.

Allen, die mit ihrem E-MTB im Gelände unterwegs sind, raten wir zu Vollfinger-Handschuhen mit wenig Material an den Handflächen. Sie verleihen gute Kontrolle sowie ein super Gefühl an den Griffen, und bieten trotzdem eine dünne Polsterung für die Fingerknöchel und Finger. Somit schützen sie vor Ästen und Blattwerk, sind dabei jedoch super dünn und flexibel. Letztendlich geht es auch hier um einen Kompromiss aus Belüftung, Passform und Schutz. Es lohnt sich definitiv, die Handschuhe vor dem Kauf anzuprobieren und damit sicherzustellen, dass euch beim Fahren keine unangenehmen Nähte stören.

Empfohlene Handschuhe:

  • Fox Defend Gloves
  • Troy Lee Designs Sprint
  • POC Resistance Enduro

Euren Rücken zu schützen ist unglaublich wichtig, doch die meisten Rückenprotektoren bedeuten einen großen Kompromiss in puncto Komfort und Belüftung. Daher nutzen wir sie selten für technisches Trail-Biken - von Touren und sanfteren Singletrails ganz zu schweigen. Doch eine große Zahl an Rucksackherstellern bietet hierfür einen Kompromiss und integriert den Rückenprotektor einfach in den Rucksack selbst.

Vollständige Rückenprotektoren legen wir euch ans Herz, wenn ihr in einem Bikepark mit technischeren Features und höheren Geschwindigkeiten unterwegs seid. Sie sitzen sicherer als Rucksäcke mit Protektor und bieten ein höheres Schutzlevel. Doch das Tragen ist oftmals eine schwitzige Angelegenheit, zudem sind sie oft nicht kompatibel mit Rucksäcken. Wenn ihr euch dafür entscheidet, mit einem Rückenprotektor zu fahren, dann empfehlen wir euch Produkte mit D3O-Schutzplatten oder Ähnlichem, damit ihr ein Maximum an Komfort beibehalten könnt.

Rückenprotektoren - Unsere Wahl:

  • Bluegrass Seamless Lite D3O
  • Fox Raceframe Impact Soft
  • POC VPD System Back

Die Themen Schutz und Protektoren beim Biken sind eine sehr persönliche Angelegenheit. Letztendlich lautet daher der beste Tipp, den wir euch geben können, dass ihr genau das tragen solltet, womit ihr euch am wohlsten fühlt, was euch einen aktiven Fahrstil erlaubt und womit ihr am meisten Spaß habt. Unser Ziel ist es, euch über die verschiedenen erhältlichen Produkttypen aufzuklären, damit ihr selbst eine fundierte abschließende Auswahl treffen könnt.

Die Disziplinen All-Mountain und Trail werden in der Regel im Mittel- oder Hochgebirgsgelände praktiziert. Aufgrund der dortigen Höhenunterschiede und des manchmal unebenen Geländes raten wir zu flexiblen Protektoren für Knie und Ellenbogen. Für die verschiedenen Geländetypen (lockerer Boden, trockenes und felsiges Gelände…) existieren unterschiedliche Dicken und Arten von Schaumstoff. Falls du die meiste Zeit auf unebenem Boden fährst, empfehlen wir dir Memory-Schaum wie D3O oder VPD. Die weichen Protektoren garantieren Komfort während längerer Fahrten. Die Wahl von weichen Knie- und Ellbogenschützern ist der beste Kompromiss. Du kannst dich außerdem für eine schützende Unterhose entscheiden, die du unter deinen Shorts trägst. Die Schutzzonen an den Hüften, Oberschenkeln und am Steißbein können im Falle eines Sturzes von großem Vorteil sein!

Abhängig von deinem Niveau und Fahrstil ist des Weiteren auch ein Rückenprotektor (in den Rucksack integriert oder nicht) notwendig und bei den meisten Rennen Pflicht.

Als besonders anspruchsvolle Disziplin erfordert Downhill eine spezielle Ausrüstung, die zahlreiche Einzelteile beinhaltet und es ermöglicht das Verletzungsrisiko zu minimieren. Zusätzlich zum Integralhelm besorgst du dir eine Schutzweste mit einem Brustschutz und einem integrierten Rückenprotektor. Im Falle eines Sturzes schützt letzterer effektiv deine Wirbelsäule. Um eine Verdrehung der Halswirbelsäule zu verhindern, kannst du außerdem einen Halsschutzkragen vom Typ Leatt verwenden. Diese Halsschutzkragen müssen unbedingt zusätzlich zum Rückenschutz verwendet werden! (letzterer muss mit den Halsschutzkragen kompatibel sein, Informationen dazu findest du in den Produktbeschreibungen).

Starre Ellbogenschoner und Handgelenkschützer werden zur Vermeidung von Verstauchungen dringend empfohlen. Am Unterkörper sind schützende Unterhosen, Knieschoner und Schienbeinschoner unerlässlich für deine Ausfahrten . ein Oberkörperprotektor sollte immer mit dabei sein, um schwerwiegende Verletzungen zu vermeiden. noch Schultern und Ellenbogen geschützt werden. auch aus Schaumstoff oder einer Mischung aus beidem.

Zusammenfassung der Testkriterien für Knieschoner:

  • Schutzwirkung: Zertifizierung nach CE-Norm EN 1621-1:2012, Schutz-Level, Größe des Protektors, Beschaffenheit des Protektor-Materials
  • Passform: Guter Sitz, Funktionalität unter langer und kurzer Hose, Fixierung (Klettverschlüsse, Gummistreifen, Silikon), Komfort beim Pedalieren
  • Belüftung: Material, Design des Sleeves (Kniekehle, Mesh, Lüftungslöcher)
  • Praktische Aspekte: Packmaß, Waschbarkeit (entnehmbare Polster)

Unser Test besteht aus zwei Teilen: Im Labortest sind die Schoner auf dem Prüfstand unter gleichen Bedingungen auf Stoßabsorption getestet worden. Zusätzlich hat unser Redaktionstest die Schoner auf den Trails auf Tragekomfort, Passform, Belüftung und Look geprüft. Den Labortest haben wir bei Protektoren-Spezialist SAS-TEC in Markgröningen durchgeführt, als verkürzte Version der CE-Prüfung nach EN 1621-1:2012, die Gelenk-Protektoren für Motorrad-Schutzkleidung definiert. Da es keine offizielle Zertifizierung für Mountainbike-Schoner gibt, wird diese üblicherweise als Referenz herangezogen. Dabei fällt ein 5 kg schweres Metallgewicht aus einer Höhe von etwa einem Meter auf den Schoner. Dieser liegt auf einem halbkugelförmigen Amboss, unter dem Sensoren die auftretenden Restkräfte messen. Ohne Schoner wirkt durch den Aufprall eine Kraft von rund 180 kN - was in etwa 18 Tonnen entspricht. Bei Schutzlevel 1 darf die durchschnittliche Kraft verteilt auf 9 Messpunkte nicht über 35 kN betragen.

Wir haben alle Protektoren an drei Messpunkten mit und ohne Stoff-Sleeve gemessen. Wie bereits erwähnt, haben alle Kandidaten Level 1 problemlos bestanden, manche sogar das höhere Level 2. Diese sind aber meist auch etwas dicker und schwerer. Der Praxistest wurde von unseren Redakteuren durchgeführt. Hier haben wir die Knieschoner auf zahllosen Feierabendrunden, Tagestouren und Bikepark-Laps getragen. Das Testfeld besteht aus 14 Knieschonern der relevantesten Marken. Auch wenn sie alle auf ähnliche oder teils sogar gleiche Protektoren setzen, so unterscheiden sie sich doch deutlich in den oben genannten Punkten.

Das Ergebnis des Labortests ist immer mit dem Protektor im Sleeve ermittelt worden. Es ist der Durchschnitt von drei Messpunkten: einen zentral auf der Kniescheibe, einen weiter unten und einen an der Seite. Das Testfeld ist groß und alle Schoner haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Diese sind detailliert in den jeweiligen Test-Artikeln zu finden.

Der Schoner, der alle - teilweise gegensätzlichen - Eigenschaften vereinen kann, ist das Rapha Trail Knee Pad. Auch ohne Klettverschluss sitzt er wie angegossen und ist auch nach langen Tagen im Sattel super bequem. Dazu weist er eine der besten Stoßdämpfungen im Test auf. Ein Schoner, der im Testfeld wie kein anderer sitzt, ist der 100% Teratec Plus. Durch seine breite Manschette am Oberschenkel rührt er sich auch in den ruppigsten Trail-Passagen um keinen Millimeter. Zudem ist es für uns der komfortabelste Schoner beim Pedalieren.

Eine gute Nachricht des Tests: Alle getesteten Schoner bieten einen guten Schutz. Sie setzen durch die Bank auf weiche Protektoren, die hohen Komfort und starke Stoßabsorption bieten. In puncto Belüftung und Passform unterscheiden sie sich jedoch stark. Welche Schoner für euch die besten sind, kommt also auch auf euren Geschmack und eure Körperproportionen an.

Tabelle: Vergleich von Knieschonern (Beispiel)

Modell Schutzlevel Gewicht (Paar) Belüftung Passform
Rapha Trail Knee Pad Level 1 ~350g Gut Sehr Gut
100% Teratec Plus Level 1 ~380g Mittel Ausgezeichnet
IXS Flow 2.0 Level 2 (potenziell) ~420g Mittel Gut
Pearl Izumi Summit Level 1 ~330g Sehr Gut Mittel

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