Wir beraten Sie unabhängig: In unserer Liste finden Sie die aktuell besten MTB-Reifen aus Tests und Meinungen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 1,6 bewertet. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.
Breite oder Schmal - Was ist Besser?
Schmale Reifen sparen natürlich Gewicht. Breites Gummi verbessert hingegen den Grip, und das schon allein wegen der breiteren Lauffläche. Auch können sie mit weniger Druck gefahren werden. Das macht sie anschmiegsamer und dadurch noch griffiger und weniger pannenanfällig.
Zielen Sie auf Schottertouren oder leichte Trails ab, spielen Grip und Pannenschutz nur die zweite Geige. In diesem Fall können Sie zugunsten eines geringeren Gewichts auch zu schmaleren Reifen greifen. Stehen technische Touren auf dem Plan, raten MTB-Magazine wie bike zu mindestens 2,2 Zoll (55 mm) breiten Reifen.
Welches Profil sollte ein MTB-Reifen Besitzen?
Abstand, Form und Ausrichtung der Noppen nehmen maßgeblichen Einfluss auf Grip, Rolleigenschaften und Bremstraktion. Je gröber das Profil - Experten sprechen auch gerne von einem „offenem Profil“ -, umso besser kann sich der Reifen mit felsigen Untergründen oder Wurzeln verzahnen. Weiterer Vorteil: Der Haftgrund für Matsch verringert sich.
Reifen mit feinem und flachem Profil rollen wiederum geschmeidiger und schneller, weshalb sie gerne im temporeichen Crosscountry-Segment eingesetzt werden. Nutzen Sie Ihr MTB häufiger mal auf asphaltierten Strecken, macht sich ein eher dichtes Noppengefüge gut. Bei manchen Reifen verdichten sich die Noppen zur Mitte hin, was auf der Straße ein Vorteil ist. Kurvenfreudigen empfehlen wir, auch den Randzonen Aufmerksamkeit zu schenken.
Warum die Noppen bei Manchen MTB-Reifen Geschlitzt Sind
Häufig werden die Noppen beim MTB-Reifen mit einem Schlitz versehen. Der Grund ist simpel: Unter Last spreizen die Noppen auseinander und verzahnen sich besser mit dem Untergrund.
Gummimischung: Weich ist Griffiger
MTB-Reifen gibt es in verschiedenen Härtegraden. Einen zuverlässigen Hinweis darauf gibt der „A“-Wert. Je höher der Wert, umso härter die Gummimischung. Manche Hersteller kennzeichnen die Gummihärte aber auch nur mit Begriffen wie „soft“ oder „ultra-soft“. Faustregel: Weiches Gummi erzeugt Grip, hartes rollt leichter.
Tubeless-Reifen vs. Schlauch - Was ist Besser?
Schlauchlose Reifen bringen bei der Montage einen höheren Aufwand mit sich, der sich aber rechnen kann. Zum einen, weil sich der Ballast verringert, zum anderen, weil der Reifen geschmeidiger und dadurch auch etwas flotter rollt. Zudem verbessert sich der Grip. Einen Vorteil sehen Tubeless-Befürworter auch beim Pannenschutz: Denn wo kein Schlauch, dort auch keine sog. „Snakebites“, bei denen der Schlauch - etwa beim Überfahren von Felskanten oder Wurzeln - zwischen Felge und Reifen gequetscht und regelrecht perforiert wird.
Kleine Einstiche heilt die Dichtmilch, die beim Tubeless-Reifen den Übergang zwischen Gummi und Felge abdichten soll.
Die Qual Der Wahl: Hersteller und Modelle
Schwalbe, MAXXIS, Conti, Pirelli, Michelin, WTB, Kenda und Co.: Die Auswahl an Mountainbike-Reifen ist riesig und unübersichtlich. Aus gutem Grund bieten die Hersteller eine breite Palette an Modellen und Versionen an - abgestimmt auf verschiedene Fahrertypen und - niveaus, Bikes und Trail-Bedingungen.
Selbst wenn wir uns in der Redaktion auf ein bestimmtes Modell einigen könnten, wäre es lediglich der bestmögliche Kompromiss für möglichst vielseitige Einsätze. Also einen perfekten Reifen, der für alle Biker gleichermaßen passt, gibt es schlichtweg nicht! Stattdessen wollen wir euch erklären, auf was ihr in Zukunft achten müsst, welche Unterschiede es gibt und was ihr von gewissen Anpassungen - wie dem Luftdruck oder der Karkasse - erwarten könnt. Zudem erklären wir euch die unterschiedlichen Philosophien der Hersteller und deren - teils sehr verwirrenden - Produktpaletten, damit ihr in Zukunft die perfekte Wahl für eure Reifen treffen könnt.
Tubeless Montage: Ein Muss Für Moderne MTBs
Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz. Auch wenn die Montage etwas mühsam sein kann (nicht muss!), sind fast alle modernen MTB-Reifen sowie -Felgen für den Tubeless-Einsatz vorgesehen.
Für den Fall, dass ihr noch mit normalen Schläuchen unterwegs seid, haben wir für euch eine detaillierte Tubeless-Montage-Anleitung und die dringliche Empfehlung, sich endlich an den Umbau zu wagen. Wir selbst fahren nur tubeless und haben auch alle Reifen nur ohne Schlauch für euch getestet.
Seit kurzem gibt es aber auch den Trend, mit sogenannten TPU-Schläuchen zu fahren, die wesentlich leichter, etwas robuster, allerdings auch deutlich teurer sind als herkömmliche Schläuche.
Wir haben TPU-Schläuche meist nur als Pannenset dabei, weil sie eben kleiner und leichter als herkömmliche Schläuche sind, und würden euch weiterhin das Tubeless-Setup ans Herz legen. Wenn ihr noch nie etwas von Tubeless gehört habt, dann checkt unseren großen MTB-Tubeless Guide.
Der Richtige Luftdruck: Entscheidend Für Performance
Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell: Zu viel davon und ihr könnt euch von Komfort und Grip verabschieden. Bei einem zu geringen Luftdruck sind ein unpräzises, schwammiges Fahrverhalten und Defekte vorprogrammiert. Der passende Druck ist dabei sehr individuell und hängt von unzähligen Faktoren ab, wie der Karkasse, Gummimischung und den Bedingungen auf der Strecke. Wir empfehlen euch, vor jedem Ride den Luftdruck mit einem Luftdruckprüfer zu checken und etwas zu experimentieren - die Minute und Investition lohnt sich!
Reifenbreite und Felgenweite: Was Passt Zusammen?
Prinzipiell gilt: Die Reifenbreite muss zur Felgenweite passen. Ein breiterer Reifen hat eine größere Aufstandsfläche und kann so mehr Grip generieren. Zudem kann das erhöhte Volumen den Pannenschutz und den Komfort erhöhen.
Mit Reifen, die breiter als 2,6” sind, haben sportlich-aggressive Fahrer in Kurven aber oft mit negativen Effekten zu kämpfen: Das Fahrverhalten wird schwammig und unpräzise, wodurch sich enge Linien oft nicht mehr halten lassen. In Anliegern knicken die breiten Reifen schneller und heftiger weg. Sowohl die Felge als auch das Profil beeinflussen die tatsächliche Breite des Reifens enorm.
Gemessen wird nämlich immer an der breitesten Stelle: also ganz außen an den Seitenstollen. Somit sind die Reifenbreiten der unterschiedlichen Hersteller nicht direkt vergleichbar und ein 2,5”-Reifen von MAXXIS kann breiter oder schmaler sein als ein 2,5”-Reifen von SCHWALBE, Continental oder anderen Herstellern.
Das Gewicht: Mehr Als Nur Eine Zahl
Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen: Der Reifensatz alleine, ohne Tubeless-Milch und Co., trägt mit etwa 2,5 kg zum Gesamtgewicht eures Bikes bei. Das kommt zwar einer gefüllten großen Trinkblase gleich, dennoch wirkt sich das Gewicht des Reifens deutlich spürbarer auf die Fahrperformance aus. Zum einen sind die Reifen Teil der rotierenden Masse, die ihr bei jedem Antritt und bei jeder Bremsung beschleunigen und abbremsen müsst. Zum anderen fungieren die Reifen - noch vor eurer Gabel - als Federelement und reagieren auf Schläge, wodurch sie massiven Einfluss auf euer Fahrwerk haben.
Schwere Reifen können das Fahrverhalten aber auch positiv beeinflussen: Geht es heftiger zur Sache, helfen euch schwere Reifen, die Linie im Steinfeld oder über den Wurzelteppich zu halten, was eure Fahrt stabilisiert. Leichte seitliche Schläge versetzen sie deutlich weniger. Robuste und stabile Reifen sind schwer - bringen aber klare Vorteile in der Abfahrt.
Vorder- vs. Hinterrad: Unterschiedliche Anforderungen
Die Anforderungen am Vorderrad unterscheiden sich von denen am Hinterrad. Beim MTB gilt es, so viel Grip wie möglich am Vorderrad zu generieren, während man am Hinterrad Kompromisse zwischen Traktion und Rollwiderstand eingehen muss. Auch beim Thema Pannenschutz gibt es massive Unterschiede, die Kräfte am Hinterrad sind oftmals um ein Vielfaches höher. Wenn wir unsere Platten zusammenzählen, hatten wir den Bärenanteil davon am Hinterrad. Ihr habt also viel Spielraum bei Profil, Karkasse und Gummimischung.
Reifen als Tuning: Investition in Fahrspaß
Auch wenn ihr nicht wie so manche Profis täglich auf neuen Reifen unterwegs seid, schlagen Reifen als Verschleißteil immer wieder große Löcher in die Urlaubskasse. Fakt ist: Ein hochwertiger Reifen ist relativ teuer, hat aber auch einen massiven Einfluss auf eure Trail-Performance und kann über Frust oder Spaß im Urlaub entscheiden. Denn wer flickt schon gerne unter nervigem Zeitaufwand seine Reifen, während die Kumpels amüsiert daneben stehen und Scherze über eure kleine Pumpe machen. Ihr solltet euren Reifen deshalb als Tuning und nicht als Verschleißteil betrachten.
Tire Inserts: Schutz für Felgen und Reifen?
Tire Inserts gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und die Preisspanne dieser Systeme ist riesig. Das Funktionsprinzip ist bei den meisten Systemen dasselbe: Ein Schaumstoff agiert bei heftigen Einschlägen als Puffer zwischen dem Felgenhorn und dem Reifen. Dadurch schlägt der Reifen nicht mehr oder deutlich weicher auf der Felge auf und wird nicht so schnell von ihr beschädigt. Andere Probleme wie Burping können nur die wenigsten Systeme verhindern. Viele der verbreiteten Tire Inserts haben wir für unseren Tire-Insert Vergleichstest schon auf dem Trail und im Labor getestet.
Am Ende hat uns aber immer derselbe Reifen mit einer stabileren Karkasse überzeugt. Warum? Der Gewichtsunterschied zwischen einem Reifen mit Tire-Insert und einem Reifen mit der nächst stärkeren Karkasse fällt oft nur marginal aus. Obendrein sind die Reifen mit stärkerer Karkasse deutlich robuster, erhalten nicht so leicht Löcher oder Risse und knicken in Kurven weniger schnell ein - mit einer stabileren Karkasse habt ihr also gleich drei Vorteile zum Preis von einem. Deshalb gilt: Erst wenn ihr mit der stabilsten Karkasse im Line-up weiterhin Probleme habt, solltet ihr über einen Tire-Insert nachdenken.
Profilwahl: Mehr als nur Optik
Auch wenn ein Reifen speziell für das Vorder- oder Hinterrad designt wurde, kann er auch am jeweils anderen Laufrad zum Einsatz kommen. Ein Minion DHR II (Downhill Rear II) funktioniert auch am Vorderrad sehr gut und bietet eine etwas schmalere Alternative zum voluminösen Minion DHF. Darüber hinaus habt ihr auch die freie Wahl beim Einsatzzweck: Ein „Matschreifen“ funktioniert im Hochsommer bei super staubigen, weichen Trails in der Regel ebenfalls hervorragend. Die Reifenhersteller geben euch einen groben Überblick, wofür sich der Reifen eignet.
MTB-Reifen 27,5 Vergleich 2025
Die besten MTB-Reifen 27,5: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
| Modell | Vergleichssieger | Preis-Leistungs-Sieger | Bestseller |
|---|---|---|---|
| Maxxis Erwachsene Minion DHR II Reifen | Maxxis Erwachsene Minion DHR II Reifen | ||
| Schwalbe Smart Sam Plus Greenguard | Schwalbe Smart Sam Plus Greenguard | ||
| Schwalbe Nobby NIC Evo Faltreifen | |||
| Fincci Reifen für MTB | Fincci Reifen für MTB |
Maxxis Erwachsene Minion DHR II Reifen Vergleichssieger
Der Maxxis Minion DHR II Reifen ist ein zuverlässiger Allrounder für anspruchsvolle Trail- und Endurofahrten. Die aggressive Profilgestaltung sorgt für optimalen Grip in schwierigem Gelände und die hochwertige Verarbeitung für eine hohe Langlebigkeit. Im Vergleich zu anderen Enduro-Reifen überzeugt der Minion DHR II mit einer ausgezeichneten Performance bei Nässe und auf losem Untergrund.
Schwalbe Smart Sam Plus Greenguard Preis-Leistungs-Sieger
Der Smart Sam Plus Greenguard von Schwalbe ist ein guter MTB-Reifen 27,5 mit einer 3-mm-GreenGuard-Einlage Einlage. Er gilt als sehr robust und besonders pannensicher, weshalb wir ihn auch gerne empfehlen.
Schwalbe Nobby NIC Evo Faltreifen
Im Vergleich zu anderen Mountainbikereifen ist der Nobby NIC Evo Faltreifen von Nobby aufgrund seines groben Profils besonders gut fürs Gelände geeignet. Der Reifen reinigt sich aufgrund dieses Merkmals selbst und haftet dennoch gut in unebenem Gelände. Somit ist der Fahrradreifen nicht nur langlebig, sondern auch praktisch konstruiert.
Fincci Reifen für MTB Bestseller
Die MTB-Reifen von Fincci haben einen faltbaren Fahrradmantel und sind für 27,5 Zoll-Räder geeignet. Allerdings ist der MTB-Reifen-27-5 nicht so pannensicher wie andere Produkte im Vergleich. Das ist etwas schade, da ja die meisten Touren ja im schwierigen Gelände stattfinden. Dafür sind die beiden Reifen aber für einen angenehm günstigen Preis erhältlich.
Karkasse: Das Rückgrat Des Reifens
Die Karkasse bildet so etwas wie das Rückgrat des Reifens und ist mit der wichtigste Faktor, auf den ihr bei der Wahl eurer Reifen achten solltet. Sie verleiht ihm seine Rundung und beeinflusst maßgeblich die Dämpfung, die Kurvenstabilität und den Pannenschutz. Sie beeinflusst aber auch den Rollwiderstand und vor allem das Gewicht des Reifens. In erster Linie solltet ihr die Karkasse nicht anhand ihres Gewichts, sondern anhand eures Gewichts, eures Fahrstils und eurer Trails auswählen. Je stabiler die Karkasse, desto weiter könnt ihr den Luftdruck senken, ohne Gefahr zu laufen, an jeder Kante einen Pinch-Flat zu bekommen oder den Reifen in Kurven wegzuknicken. Weniger Luftdruck sorgt dann für eine zusätzliche Dämpfung, die wiederum Grip bringt und Kraft spart, weil kleine Erschütterungen gar nicht erst an eure Hände gelangen.
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