MTB Weste Damen Test Vergleich

Ein herrlicher Frühlingstag mit Vogelgezwitscher, blühenden Schneeglöckchen und Krokussen. Traumhafte Bedingungen für eine schöne Ausfahrt mit dem Rad. Über die Mittagszeit wird es sogar noch wärmer, also die Tour ausdehnen und große Runden drehen, es ist ja Wochenende. Dann kommt der späte Nachmittag und plötzlich ist es kühl. Erstaunlich kühl!

Das Frösteln auf dem Heimweg ist unangenehm und kann sogar krank machen. Und für solche Fälle ist eine Windweste perfekt. Windwesten sind keineswegs nur für Rennradfahrer gedacht, die es nach einem harten Passanstieg bergab sausen lassen. Für sie gehören sie zur Grundausstattung. Aber ihr Nutzen ist noch so viel größer.

Die Windweste zeigt ihr Potenzial an Frühlings- und Herbsttagen, an Tagen mit wechselhaftem Wetter, bei windigen Fahrten an der Küste und sogar an Sommertagen in den Morgen- oder Abendstunden. Klein zusammengepackt passt sie gut in Rucksack oder Packtasche, besonders luftige sogar in Trikottaschen am Rücken. Sie ist leicht und in ihrer Wirkung trotzdem so überzeugend.

Auch Stefan Gögele, Head of Product Management beim österreichischen Sportbekleidungshersteller Löffler, sagt: „Die Windweste ist der optimale Begleiter für jeden Radfahrer.

Doch wer sich nach einer Windweste umsieht, wird schnell unsicher: Oft sind die Teile gar nicht günstig und dabei ist das doch so wenig Stoff! Aber die Bandbreite ist groß und nicht jeder braucht das High-End-Produkt. Es gibt die ultraleichten, super schmal geschnittenen Westen für Rennradfahrer.

Sie sind in der Regel hinten stark verlängert, um auch bei sehr gebeugter Sitzposition den kompletten Rücken abzudecken, sind hochatmungsaktiv und lassen sich extrem klein zusammenpacken. Dann gibt es Westen, die durch ein Material mit mehreren Lagen nicht nur wind-, sondern auch wasserdicht sind, kleine Taschen haben und robuster verarbeitet sind. Sie scheuern beispielsweise auch beim Tragen eines Rucksacks an den Schultern nicht durch. Sie sind meist schwerer und man macht oft Abstriche hinsichtlich Atmungsaktivität und Ventilation.

Am Ende der Produktpalette stehen Windwesten mit Thermofunktion, die man an kalten Tagen drüberziehen kann oder auch Softshelljacken, die durch Abzippen der Ärmel zu Westen werden.

Das wichtigste Feature einer Windweste

Sie soll unseren Rumpf vor Wind schützen. Je nach Geschwindigkeit beim Radfahren und der Wetterlage kann dieser nämlich heftig sein und den Oberkörper schnell auskühlen lassen. Doch ginge es nur um den Windschutz, könnte man ja theoretisch auch einen Plastiksack drüberziehen.

Die Entwicklung von Windwesten ist eine echte Herausforderung, erklärt Produktmanager Stefan Gögele. Denn: „Vorne soll die Weste den Wind abblocken, zugleich muss der verwendete Materialmix atmungsaktiv sein und Ventilation ermöglichen, sodass der Körper den durch Schwitzen entstandenen Wasserdampf abgeben kann und man somit einer Überhitzung entgegenwirkt.“ Deshalb wird in der Front häufig Windstopper-Textil und am Rücken gerne Mesh verarbeitet. Oder es werden zumindest Lüftungsöffnungen integriert.

Klassische Windwesten sind schmal geschnitten, was für ihre Funktion auch von Vorteil ist. Wenn sie zu groß ist, flattert sie schnell. Wenn sie zu klein ist, kneift sie. Beim Kauf sollte man sich also mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Soll meine Weste nur gegen Wind oder auch gegen Spritzwasser oder gar Regenschauer schützen?
  • Wie hoch muss die Atmungsaktivität sein?
  • Wie wichtig sind mir ein geringes Gewicht und Packmaß?
  • Brauche ich Taschen?
  • Welche Sitzposition nehme ich auf dem Fahrrad ein?
  • Wie eng soll die Weste sein?

Damit die Windweste zum perfekten Backup in Packtasche oder Rucksack wird, muss sie außerdem sehr gut sitzen. Deshalb ist eine Anprobe immer empfohlen. Zwar ist sie eng anliegend besonders funktional, doch ist fürs Tragen auch der Wohlfühlfaktor wichtig. Es kann also eine Lösung sein, eine Größe größer zu wählen - vorausgesetzt sie passt an den Armen trotzdem gut und lässt keinen Wind rein.

Für die Anprobe empfiehlt Stefan Gögele, die Bewegungsfreiheit und die angestrebte Sitzposition auszuprobieren. Und: „Man muss sich wohlfühlen im Material“.

Und wer trotz allen Vorteilen feststellt, dass Windwesten nichts für ihn sind, kann übrigens auch auf Unterwäsche mit Windstopper-Funktion zurückgreifen.

Mal dient uns der Wind als natürliche Schubhilfe auf dem Rad, mal bläst er uns mit Macht entgegen. Natürlich kann auch die beste Weste den Gegenwind nicht abschwächen.

Verschiedene Modelle im Überblick

  • & Consone von Gonso: Luftig-leichte Rennrad-Weste aus atmungsaktivem Polyester. Sie ist winddicht, eng anliegend und schön elastisch, insbesondere an Saum und Armloch. Modische Design-Elemente mit Reflexion erhöhen die Sichtbarkeit. Größen: 34-52 (Damen), S-6XL (Herren).
  • Pakagilet von Endura: Ultraleichte Radweste mit verklebten Nähten, winddicht und wasserabweisend. Weitere Features: Luftdurchlässiges Mesh hinten, elastischer Saum, winziges Packmaß. An Schultern und Rücken sind reflektierende Elemente integriert. Verschiedene Farben. XS-XXL (Herren).
  • Everyday Weste von Gore: Hoch atmungsaktive und schnell trocknende Weste, die in der Front winddicht und wasserresistent ist. Mit Zwei-Wege-Reißverschluss und reflektierenden Details, eher lockere Passform. Größen: XXS-XL (Damen), S-XXXL (Herren).
  • Nawina & Nowig von Ziener: Wind- und wasserabweisende Fahrradweste aus 4-Wege-Stretch-Material für optimale Bewegungsfreiheit. Ventilationslöcher am Rücken spenden optimale Belüftung, die Reißverschlusstasche am Rücken sorgt für Stauraum. Extrem kleines Packmaß und geringes Gewicht. Mit Reflektoren, in verschiedenen Farben verfügbar. Größen: 34-48 (Damen), 46-60 (Herren).
  • Bike Commute Wind Vest von Jack Wolfskin: Für Radpendler konzipierte Windschutz-Weste aus elastischem Material. Dank kleinem Packmaß ist sie gut verstaubar, in die drei Taschen mit Reißverschluss passt einiges an Kleinkram, reflektierende Details erhöhen die Sichtbarkeit. In Dunkelgrau und Rostrot erhältlich. Größen: XS-XXL (Damen), S-XXXL (Herren).
  • Bike Vest CF WPM Pocket von Löffler: Klassische Windweste mit Reißverschlusstasche hinten. Dank Materialmix aus 2,5-Lagen-Laminat und 3D-Mesh-Gestrick ist sie atmungsaktiv, leicht und elastisch, dazu winddicht und wasserabweisend. Comfort Fit, ist aber auch in einer Slim-Fit-Variante und in vielen Farben erhältlich. Größen: 34-52 (Damen), 48-66 (Herren).
  • Winddichte Essentials Radweste von Odlo: Leichte und winddichte Radweste aus recyceltem Ripstop-Gewebe. Sie ist wasserabweisend, extrem atmungsaktiv und lässt sich sehr klein verstauen. Leicht taillierte Passform, dank Silikonband am Saum verrutscht die Windweste auch bei sehr gestreckter Position nicht. Verschiedene Farben. Größen: XS-XL (Damen), S-XXL (Herren).
  • Undyed Wind Weste SIX6 von AGU: Ultraleichte, schmal geschnittene Weste für Performance-orientierte Fahrer. Sie ist winddicht sowie wasserabweisend und hergestellt aus ungebleichten Stoffen sowie recyceltem Material. Größen: XS-XXL (Damen), S-XXXL (Herren).

Die richtige Radweste für Mountainbiker

Die richtige Radweste ist ein wichtiger Bestandteil einer Rad-Ausrüstung. Jeder Mountainbiker liebt lange Abfahrten, quasi als Belohnung für die Anstrengungen, den Gipfel erst erklommen zu haben. Das Adrenalin pumpt dabei durch den Körper, Sie fühlen sich richtig lebendig. Dieser Spaß kann allerdings schnell zum reinsten Albtraum werden, wenn Sie nicht richtig ausgestattet sind und Ihnen der Wind einen Strich durch die Rechnung macht. Dabei reden wir einerseits von den orkanartigen Böen, die Sie durchaus mal an einem Gipfel erwarten, aber andererseits natürlich auch vom ganz normalen Fahrtwind während einer solchen Abfahrt, der Ihren schweißnassen Körper auskühlt. Fahrradwesten oder spezielle Windjacken, die Sie sich schnell übergestreift haben, bieten hier die beste Lösung. Sie schützen auf der einen Seite vor dem ekligen Wind und schränken Ihre Bewegung aber andererseits nicht zu sehr ein.

Warum eine spezielle Radweste?

Die erste Frage, die Sie sich womöglich stellen werden ist: „Wozu brauche ich überhaupt eine spezielle Radweste?“ Nun, einerseits lässt sich der Begriff der Radweste nicht ganz so leicht einschränken. Denn sowohl ein reiner Windschutz für Abfahrten als auch warme Softshell-Überzieher für den Winter gehören rein theoretisch in die selbe Kategorie. Und hier liegen die Vorteile einer Weste klar auf der Hand. Gerade, wenn Sie öfters ohne Rucksack unterwegs sind, entfaltet sich der größte Pluspunkt solcher Westen, nämlich ihre Kompaktheit. Aufgrund ihrer kleinen Maße lässt sich die Weste ganz einfach zusammenfalten und in einer Ihrer Trikottaschen verstauen. Und falls Sie jetzt denken, dass Sie wegen dem Gewicht dann Schlagseite auf links oder rechts bekommen, können wir Sie beruhigen: Unser Fahrradweste Test zeigt, dass die Westen meist so leicht sind, dass deren Gewicht eine untergeordnete Rolle spielt.

Für wen eignet sich eine Radweste?

Grundsätzlich ist diese Frage eine sehr individuelle, die Sie für sich alleine treffen müssen. Als engagierter und ehrgeiziger Mountainbiker, der gerne ohne Rucksack und meist im Sommer unterwegs ist, empfehlen wir Ihnen eine Radweste. Durch Ihre kleinen Maße und das geringe Gewicht lässt sie sich ganz einfach in den Trikottaschen verstauen und bei Bedarf blitzschnell überziehen, ohne lästiges Prozedere. Außerdem überzeugte uns in unserem Fahrradweste Test auch das sehr gute Klima-Management der Westen.

Der große Nachteil der Windweste kommt allerdings bei schlechterem Wetter mit Regen zum Vorschein. Denn durch die zahlreichen Belüftungsöffnungen bietet Ihnen dieser effektive Windschutz keinen solchen vor Regen. Wem das ein Dorn im Auge ist und wer sowieso bei schlechtem Wetter jeden Schutz nehmen will, den er kriegt, ist mit einer Fahrradjacke besser bedient. Zwar leidet Ihre Bewegungsfreiheit unter dem dickeren Material und auch das Gesamtgewicht steigt. Jedoch ist die Jacke gerade im Winter der Weste beim Schutz vor Niederschlägen weit überlegen und auch deutlich robuster, sodass Sie obendrein einiges aushält.

Wasserabweisung und Passform

Die schlechte Wasserabweisung der meisten Westen hatten wir ja bereits thematisiert. Damit Fahrradwesten aber auch als legitimte Alternativen zu guten Regenjacken dienen, muss zumindest die Vorderseite sowie der untere Rücken aus wasserfestem Material oder einer wasserabweisenden Membran sein. Hier sehen wir von Profirad bei vielen Herstellern noch Nachholbedarf, auch wenn diese Thematik langsam angegangen wird. Falls Sie also eine zumindest etwas regensichere Fahrradweste kaufen wollen, sollten Sie sich dementsprechend über das Produkt informieren.

Nur, wenn Ihre Radweste richtig sitzt, kann sie Sie auch effektiv vor Wind und Wetter schützen. Neben einem windabweisenden Material an der Vorderseite kommt es daher auch darauf an, dass die Weste körpernah ansitzt, um „Schlupflöcher“ für den Fahrtwind zu vermeiden. Dabei sollten sie auf überflüssiges Material verzichten, welches um den Körper „herumschlabbert“ und sich beim Fahren durch ein lautes und auf Dauer nervtötendes Flattern zeigt.

Ob Fahrradweste für Damen oder für Herren, bei der Passform gilt immer das gleiche: Probieren Sie die Weste auf jeden Fall in Fahrtposition an! Denn es wird Sie ziemlich nerven, wenn der Windschützer bei einer „normalen“ Anprobe gut sitzt, sich dann aber beim Fahren als kompletter Flop entpuppt. Die Jacke bzw. Weste darf gerne etwas spannen, aber ohne dabei zu sehr einzuengen. Gerade an den Armlöchern darf das Material aber nicht abstehen, da sich die Weste sonst aufplustert und zum Fallschirm wird.

Die grundsätzliche Funktion der Westen bleibt bei allen weiteren Extras, den Fahrer bzw. die Fahrerin effektiv vor dem Fahrtwind zu schützen.

Spezielle Radwesten für Damen unterschieden sich in zwei Punkten von einer Fahrradweste für Herren. Sie sind einerseits im Brustbereich und andererseits an den Hüften etwas breiter geschnitten und so auf den Körperbau von Damen angepasst.

Info: Natürlich kann einer Frau, je nach Körperbau, auch ein Herrenmodell perfekt passen.

Weitere Aspekte beim Kauf

Achten Sie beim Kauf einer Weste auch immer auf die passende Ausstattung: Wenn es im Rennen schnell gehen soll und die Weste auch mal während der Fahrt angezogen werden muss, ist ein leichtgängiger Reißverschluss Pflicht. Zudem sollte sich der Zipper auch einhändig am Hals öffnen lassen. Wer zwischendurch schnell Energie aus einem Gel oder Riegel tanken möchte, braucht eine Weste mit Rückentasche. Oder noch besser einen Durchgriff zu den Trikottaschen, wie ihn Adidas und Scott bieten. Damit spart man sich dann auch das lästige Umpacken.

Mindestens 50, maximal 150 Euro werden für eine der Westen aus dem Test fällig. Dabei zeigt sich wie so oft: Günstig muss nicht gleich schlecht sein. Sehr gute Modelle bekommen Sie durchaus bereits zum Einstiegspreis.

Verschiedene Arten von Fahrradwesten

Zu kühl für ein Trikot, zu warm für eine Fahrradjacke - genau für diese Bedingungen ist eine Fahrradweste die beste Wahl! Sie bietet dir einen guten Kälteschutz, trägt aber nicht so sehr auf wie eine Jacke. Da jede Tour anders ist, gibt es auch bei den Fahrradwesten eine große Auswahl. So findest du die ideale Weste für deinen Einsatzbereich! Zur Auswahl stehen dir winddichte Windwesten zum Schutz vor kaltem Fahrtwind, wasserdichte Regenwesten beim Wolkenbruch, wärmende Thermo Westen für die kalte Jahreszeit sowie vielseitig einsetzbare Softshell Westen für Sport und Alltag.

Wenn du beim Kauf auf ein geringes Packmaß und Gewicht der Weste achtest, lassen sich viele Radwesten schnell und platzsparend z.B. in der Trikottasche verstauen. So stehen sie dir bei einem spontanen Wolkenbruch oder kühlen Etappen schnell zur Seite.

Jede Membrane ist anders - grundsätzlich unterscheidet man zwischen winddicht, windabweisend, wasserdicht und wasserabweisend. Die winddichte Membrane einer Fahrrad Windweste hilft dir vor allen Dingen dafür, den sogenannten „Windchill-Effekt“ zu minimieren. Durch den Effekt fühlt sich die Lufttemperatur durch vermehrte Windstärke zunehmend kälter an - Beispiel: bei -5°C Lufttemperatur und einem mäßigen Wind ist die gefühlte Temperatur für den Körper schon mal schnell bei -18°C. Hier empfiehlt es sich also eine Windweste mit einer Membrane zu wählen, die das Eindringen eines Luftstroms in die Radweste verhindert. Winddichte Membranen schützen dich somit vor Fahrtwind und einem schnellen Auskühlen.

Radwesten mit windabweisender Membrane können das Eindringen von Wind nicht vollständig verhindern, bieten aber einen leichten Schutz vor kühler Luft.

Wenn du an regnerischen Tagen unterwegs bist oder mal die ein oder andere Pfütze mitnehmen willst, empfiehlt sich eine Fahrradweste mit einer wasserdichten oder wasserabweisenden Membrane. Für Spritzwasser und leichten Regen kannst du zu einer wasserabweisenden Membrane greifen. Die Feuchtigkeit perlt so einfach an der Oberfläche ab. Die wasserabweisende Radweste schafft es jedoch nicht, stärkerem und langanhaltendem Regen Stand zuhalten.

Wenn du bei starkem Regen unterwegs bist, empfiehlt sich daher eine Regenweste mit einer wasserdichten Membrane. Durch die wasserdichte Membrane und die getapten Nähte kann das Regenwasser nicht so schnell durch das Material dringen. Die Regenweste hält dich auch bei moderatem Regen zuverlässig trocken. Als Faustregel gilt: je stärker der Regen, desto höher sollte die Wassersäule der Membrane sein. Bei starkem Regen empfiehlt sich jedoch auch schon der Griff zur wasserdichten Regenjacke.

Bekannte wasserdichte Membranen für Fahrradbekleidung sind zum Beispiel Gore-Tex, Vaude Ceplex, Vaude Sympatex und Jack Wolfskin Texapore.

Das Softshell Material erfreut sich zunehmender Begeisterung. Hierbei handelt es sich um ein besonders elastisches, weiches Gewebe mit windabweisend und wasserabweisenden Eigenschaften, das besonders angenehm auf der Haut anliegt und jeder deiner Bewegungen folgt. Mit integrierter Membran wie zum Beispiel Gore Windstopper wird das Softshell Gewebe sogar winddicht. Da das Softshell Material besonders vielseitig einsetzbar ist, sind Softshell Radwesten echte Allrounder - egal ob für den Sport oder als Weste für den Alltag.

Wer flexibel bei unbeständigem Wetter sein möchte, für den könnten auch sogenannte Zip-off-Trikots und -Fahrradjacken interessant sein. Dabei lassen sich die Ärmel ganz einfach mit einem Reißverschluss abtrennen - zurück bleibt eine Fahrradweste. Eine praktische Lösung für alle, die sich nicht ganz sicher sind, ob das Wetter während der Tour nicht umschlägt. Zip-off-Jacken und -Trikots gibt es oftmals auch mit winddichter Membrane - so schützen sie dich zusätzlich vor kaltem Fahrtwind.

Bitte beachte, dass nicht alle Zip-off Trikots und Jacken zur Weste abzippbar sind - einige von ihnen haben integrierte Ärmel und verwandeln sich mit abgezippten Ärmeln zu einem Kurzarm-Trikot.

Gerade wer in der kalten Jahreszeit mit seinem Bike unterwegs ist, wird sich eine speziell auf den Winter angepasste Radweste wünschen. Im Winter empfiehlt sich eine Radweste, die zum Beispiel aus kuschelig weichem Fleecematerial gefertigt ist oder über eine angeraute Fleeceinnenseite für noch mehr Wärmerückhalt verfügt. Ebenso empfehlenswert sind Fahrradwesten, die über eine Wattierung oder Füllung verfügen. Neben der klassischen Füllung aus echten Daunen, gibt es jedoch auch Kunstfaser-Füllungen wie beispielsweise Primaloft oder Thinsulate, die sich nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen, einen guten Kälteschutz bieten und eine hohe Bauschkraft haben. Durch eine Füllung wird Körperwärme besonders effektiv gespeichert und du kannst auch an kalten Tagen lange Bike Touren bestreiten.

Für noch bessere Sichtbarkeit bei Dämmerung und nachts empfiehlt sich eine Radweste in auffälligen Neon-Farben und mit zahlreichen reflektierenden Elementen. Dadurch bist du für andere Verkehrsteilnehmer schneller wahrnehmbar. Viele unserer Fahrrad-Westen eignen sich für diesen Einsatzzweck.

Egal ob als winddichte Windweste, wasserdichte Regenweste, warme Thermoweste oder als vielseitig einsetzbare, atmungsaktive Softshell Weste - die Auswahl an Radwesten ist groß. Da ist für jeden genau das richtige dabei!

Im ROSE Online Shop findest du daher Westen in allen Passformen und für jeden Einsatzzweck - von der Rennrad Weste über MTB Westen bis zu alltagstauglichen Trekking Westen. Schau dich in Ruhe um! Gerne beraten dich unsere Experten auch zur Wahl der für dich perfekten Fahrrad-Weste.

Test von 22 Modellen

Windwesten sollen warm und trocken halten und dennoch leicht sein. Unser Test von 22 Modellen für Frauen und Männer zeigt, welche

Die Vielfalt der Westen ist groß - sie reicht vom einfachen Windabweiser bis zur technisch komplexen Weste mit Rundumschutz aus verschiedenen Funktionsmaterialien, die Fahrtwind und Regen blockt und gleichzeitig den Schweißtransport nach außen reguliert.

Entsprechend groß ist die Preisspanne, sie reicht von 65 Euro (Bontrager) bis zu 160 Euro (Biehler).

Unterschiede der getesteten Westen

Auch bei Schnitt und Tragekomfort zeigen sich große Unterschiede. Zwar nehmen die meisten Modelle die gebeugte Haltung auf dem Rennrad gut vorweg, indem sie vorne kurz und am Rücken länger geschnitten sind; das dünne Material der leichten Westen neigt aber bei einigen zum Hochrutschen. Abgesehen von individuellen Unterschieden erreichen die teuren Modelle Bestnoten für ihre Passform, aber auch günstigere Kandidaten wie die Herrenweste von Endura oder die Bontrager-Weste für Frauen können punkten.

Fazit

Eine leichte Weste mit kleinem Packmaß und gutem Wetterschutz für die Pässetour, die tolerierbar flattert, finden Männer bei Löffler oder Giro, Frauen bei Endura oder Giro. Hochwertig, nahezu flatterfrei und sehr vielseitig sind die teureren Modelle von Biehler oder Mavic.

Die 11 Frauen-Westen im Test

  • Adidas Infinity Wind Vest
  • Assos sV.blitzFeder (BIKE-Tipp: Testsieger)
  • Bontrager Race WSD Windshell Vest
  • Craft Featherlight Vest
  • Gore Bike Wear Countdown AS Lady Vest
  • Pearl Izumi W Elite Barrier Vest
  • Protective Bora
  • Vaude Wo Air Vest II (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)

Die 11 Herren-Westen im Test

  • Adidas Infinity Wind Vest
  • Bontrager RXL Windshell Vest
  • Craft PB Featherlight Vest
  • Endura FS 260 Pro Adrenaline Race Gilet
  • Gore Bike Wear Element WS AS Vest (BIKE-Tipp: Testsieger)
  • Löffler Herren Weste WS Active
  • Mavic HC Vest
  • Pearl Izumi Elite Barrier Vest
  • Poc Essential Wind Vest
  • Protective Mistral
  • Scott RC Pro WB Vest
  • Vaude Me Air Vest II (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)

Windwesten unter 100 Gramm - das schafft ein Müllsack mit drei Löchern für Kopf und Arme doch genauso, wird sich jetzt mancher denken. Weit gefehlt: Während die Mülltüte am Körper flattert wie eine tibetanische Gebetsfahne vor der Klostermauer, sitzt eine gute Weste eng am Körper und passt sich perfekt der Haltung auf dem Bike an. Hoch geschnittene und leicht gefütterte Krägen schließen sauber ab, sodass der Wind nicht über den nassgeschwitzten Rücken pfeiffen kann wie Sturmböen übers friesische Wattenmeer.

Wer es etwas luftiger möchte, greift zu einem Modell mit Mesh-Einsatz am Rücken. Je großflächiger, desto besser können die angestauten Körpersäfte entweichen. Dann wird auch der kurze Sprint auf dem Gegenhang nicht zum Saunagang, und man muss die Weste nicht ständig an- und ausziehen. Mehr Schutz bieten dagegen geschlossene Modelle. Bontrager, Endura und Gore sind an der Rückseite komplett dicht und halten den Rücken auch dann noch angenehm trocken, wenn der Hinterreifen auf nassen Trails mit Dreck um sich wirft.

Gore und Mavic gehen bei ihren Herren-Westen generell einen etwas anderen Weg. Die beiden recht schweren Modelle sind nicht als leichte Überzieher für windige Abfahrten konzipiert. Sie eignen sich eher für die Frühjahrs-Tour. Kombiniert mit Armlingen oder einem Langarm-Shirt komplettieren sie das Outfit an den noch kühlen Tagen des Saisonstarts.

Achten Sie beim Kauf einer Weste auch immer auf die passende Ausstattung: Wenn es im Rennen schnell gehen soll und die Weste auch mal während der Fahrt angezogen werden muss, ist ein leichtgängiger Reißverschluss Pflicht. Zudem sollte sich der Zipper auch einhändig am Hals öffnen lassen. Wer zwischendurch schnell Energie aus einem Gel oder Riegel tanken möchte, braucht eine Weste mit Rückentasche. Oder noch besser einen Durchgriff zu den Trikottaschen, wie ihn Adidas und Scott bieten. Damit spart man sich dann auch das lästige Umpacken.

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 5/2015 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

Testkriterien

  • Schnitt/Tragekomfort (25 %)
  • Ausstattung (25 %)

Die Anforderungen: ein genügend langer Kragen sowie ein hinterlegter und mit Zippergaragen ausgestatteter,wind- und wasserdichter Reißverschluss. Sinnvoll sind Signalfarben, wobei wir dunkle Westen nicht abwerten,wenn sie genug Reflexmaterial aufweisen.

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