Muskelkater nach dem Motorradfahren: Ursachen und Prävention

Sportliches Motorradfahren ist Knochenarbeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten wird beim Brennen auf der Rennstrecke der gesamte Körper belastet. Die vorderradorientierte Sitzposition und die Bremsphasen gehen zu Lasten der Unterarme und Handgelenke, beim Beschleunigen stemmt sich der Pilot in die Rasten und fordert so die Beinmuskulatur. Um das Bike immer unter Kontrolle zu halten, sind darüber hinaus gute Rumpfmuskeln und ein hohes Maß an Körperspannung nötig.

Ist der Körper für derartige Belastungen nicht ausreichend trainiert, spürt man das neben Muskelschmerzen vor allem an der nachlassenden Konzentration - was im Extremfall zum Sturz führen kann. Aus diesem Grund sollte jeder, der regelmäßig mit dem Motorrad auf der Rennstrecke unterwegs ist darauf achten, zum Saisonbeginn ein Mindestmaß an körperlicher Fitness mitzubringen.

Ursachen von Muskelkater nach dem Motorradfahren

Muskelkater entsteht nach einer hohen Belastung der Muskulatur. Winzig kleine Risse in den Muskelfibrillen sind für die Schmerzen verantwortlich. Die Muskelfibrillen sind die Bestandteile der Muskelfasern. Nach einem harten Training muss der Körper die entstandenen Risse reparieren. Das führt zu kleinen Entzündungen, die wiederum Wassereinlagerungen verursachen. Der Muskel schwillt dadurch an und erzeugt die typischen Schmerzen.

Die Beschwerden treten meistens mit Verzögerung auf. Denn in den Muskelfasern selbst befinden sich keine Schmerzrezeptoren. Erst wenn die Entzündungsstoffe aus den Muskelfasern ausgespült werden und in Kontakt mit den umliegenden Nervenzellen kommen, spürst du den Schmerz. Deswegen kann es bis zum nächsten Tag oder länger dauern, bis du die betroffenen Muskeln merkst.

Überlastungsreaktionen im Motocross

Eine Studie analysierte Überlastungsreaktionen der Unterarme bei Motocrossfahrern, welche wiederholt in Form schmerzhaft verkrampfender Unterarmmuskulatur auftreten. Während des Motocross verspüren 81% der Fahrer Überlastungsreaktionen der Unterarme. Nahezu die Hälfte (49%) berichtet ein Auftreten der Schmerzen bei einem Viertel aller Trainings- und Wettkampffahrten. 81% geben an aufgrund der Beschwerden verringerte Kontrolle über das Motorrad zu haben. 27% aller Befragten stürzten infolge aufgetretener Symptome.

Die Ergebnisse bestätigen die Auftretenshäufigkeit von Überlastungsreaktionen im Motocross und deuten auf ein damit in Zusammenhang stehendes Kontrollverlust- bzw. Sturzrisiko hin. Im Gegensatz zu technischen Anpassungen scheint ein entsprechender sportartspezifischer Trainingszustand protektiv wirksam.

Vorbeugung von Muskelkater

Bereits vor dem Joggen kannst du Vorkehrungen treffen, um einem Muskelkater nach der Belastung zu entgehen. Denn selbst die schönsten Laufstrecken verlieren ihren Reiz, wenn du nicht komplett leistungsfähig bist.

Gründlich aufwärmen

Bereits schnelles Gehen oder Hüpfen für circa fünf bis zehn Minuten vor dem Laufen hilft, die Muskeln gründlich aufzuwärmen und auf die Belastung vorzubereiten. Durch das Aufwärmen wird die Muskulatur besser durchblutet, was wiederum die Leistungsfähigkeit steigert. Eine Überbelastung tritt somit erst später ein, ist aber dennoch möglich. Deswegen schützt Aufwärmen prinzipiell zwar nicht vor schmerzenden Muskeln, verringert aber die Wahrscheinlichkeit. Besonders im Winter ist das Warm-up vor dem Joggen wichtig.

Überbelastung vermeiden

Wie bei allen sportlichen Tätigkeiten gilt auch beim Laufen, dass du das Training an deine körperlichen Voraussetzungen anpassen solltest. Wenn du also seit Längerem keinen Sport getrieben hast, beginne lieber mit kurzen Strecken und geringem Tempo. Wer direkt Vollgas gibt, bekommt garantiert die Quittung.

Ungewohnte Belastungen langsam angehen

Trainierte Läufer sollten vorsichtig sein, wenn sie die Belastung verändern. Wenn du zum Beispiel gern und oft auf flachen Strecken trainierst, wird dir die gleiche Intensität beim Bergauf- oder Bergablaufen wahrscheinlich einen gehörigen Muskelkater bescheren. Auch wenn du die neue Trendsportart Retrorunning ausprobieren willst, solltest du mit einer geringen Intensität beginnen.

Was hilft gegen Muskelkater?

Muskelkater ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Obwohl es sich um eine Verletzung des Muskels handelt, verfügt dein Körper über genügend Ressourcen, um mit der Entzündung des Muskelgewebes fertigzuwerden.

Schlafen

Das beste Mittel ist erholsamer Schlaf. Nachts regeneriert dein Körper besonders effektiv, weil alle Körperfunktionen auf das Nötigste heruntergefahren werden.

Durchblutung fördern

Das Blut versorgt deine Muskeln mit den nötigen Bausteinen für eine optimale Regeneration. Entsprechend sollte die Verbesserung der Durchblutung im Fokus stehen. Warme Bäder - am besten bei wechselnden Wassertemperaturen und nie über 37 Grad - helfen am besten, die Durchblutung zu fördern. Auch gewisse Salben wirken unterstützend. Einige Sportler schwören zudem auf Saunabesuche. Wissenschaftlich ist die Wirksamkeit allerdings bisher nicht nachgewiesen.

Viel trinken

Um deiner Muskulatur bei der Reparatur der Risse zu helfen, solltest du vor, während und nach dem Laufen ausreichend trinken. Muskeln bestehen zu achtzig Prozent aus Wasser und müssen immer gut hydriert sein, um die Regeneration optimal zu unterstützen. Bewährt haben sich kohlensäurearme und natriumreiche Getränke. Am besten eignen sich Apfel- oder Johannisbeerschorlen sowie Mineral- oder Leitungswasser.

Eiweißreiche Ernährung

Eiweißreiches Essen unterstützt deine Muskulatur bei der Reparatur: Quark, Käse, fettarmes Fleisch und Hülsenfrüchte verfügen über diesen wertvollen Baustein, den du deinen Muskeln durch die passende Ernährung zur Verfügung stellst.

Nicht dehnen

Direkt nach dem Laufen solltest du auf keinen Fall deine Muskulatur stark dehnen. Bereits vorhandene Risse in den Muskelfibrillen werden dadurch zusätzlich belastet, weil Dehnungsübungen zu weiteren Muskelkontraktionen führen. In dem Fall ist die Gefahr einer Vernarbung der Risse groß, was es weiter verschlimmert.

Darf man mit Muskelkater Sport machen?

Ob du es deinem Körper zumuten kannst, mit einem Muskelkater Sport zu machen, solltest du von deinem individuellen Fitnesszustand abhängig machen.

  • Für Einsteiger: Wenn du gerade wieder mit dem Laufen angefangen hast, solltest du zwischen den Trainingseinheiten unbedingt Pausen einlegen. Im Idealfall solltest du erst wieder mit dem Laufen weitermachen, wenn die Schmerzen abgeklungen sind.
  • Für Profis: Wenn du schon voll im Training bist und dich zum Beispiel auf einen Marathon vorbereitest: Du kannst langsam wieder laufen gehen. Achte jedoch darauf, es nicht mehrmals hintereinander zu übertreiben.
  • Die Alternative: Du kannst alternativ eine Sportart ausüben, die andere Muskeln belastet, zum Beispiel ein Krafttraining für Oberkörper und Arme.

Weitere Tipps zur Vorbeugung und Linderung von Muskelkater

  • Aufwärmen: Vor jeder Fahrt die Muskeln ausreichend aufwärmen.
  • Cooldown: Nach der Fahrt ein lockeres Cooldown durchführen.
  • Dehnübungen: Leichte Dehnübungen nach dem Sport können helfen.
  • Wärme: Ein warmes Bad oder Saunabesuch kann die Muskeln entspannen.
  • Massage: Sanfte Massagen können die Durchblutung fördern.

Bedeutung von Fitness und Training

Eine gute körperliche Verfassung gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer erfolgreichen Rennsaison. Sportinstitute wie Ortema und Europeansports sind darauf spezialisiert, die körperliche Fitness von Breiten- wie Profisportlern zu testen und einen individuell angepassten Trainingsplan zu erstellen. Bei diesem Test werden Kraft, Oberkörper- und Beinmuskulatur, Beweglichkeit, Haltung, Balance sowie Defizite ermittelt. Kernpunkt der Untersuchung ist die Laktatmessung, die Auskunft über den aktuellen Fitnessstand gibt.

Generell sollte der Trainingsplan eines Hobbyracers aus vier Säulen bestehen: Ausdauertraining, Krafttraining, Mentaltraining, Erholung.

Ausdauertraining

Eine gute Grundausdauer ist die wichtigste Voraussetzung für eine konstante Leistung über den gesamten Renn- und Saisonverlauf. Nur wer bis zum Zielstrich fit bleibt, fährt vorne mit. Darüber hinaus verlangsamt gezieltes Ausdauertraining den Laktatanstieg und vermeidet so Probleme, die durch zu hohe Laktatwerte entstehen, beispielsweise Konzentrationsschwächen und Muskelübersäuerung.

Krafttraining

Das Krafttraining sollte speziell auf die Bedürfnisse des Motorradsports abgestimmt sein. Es sollte Übungen zur Körperspannung sowie spezielles Training einzelner Muskelgruppen enthalten. Straßensportpiloten sollten vor allem Trizeps, Schulter und Nacken trainieren, um den Verzögerungskräften entgegenzuwirken, für Offroadfahrer lohnen sich außerdem Übungen für den Oberschenkelbereich.

Mentaltraining

Viele Piloten trainieren zwar ihren Körper, vernachlässigen aber das Training ihrer psychischen Ressourcen. Dabei ist gerade Konzentration einer der wichtigsten Sicherheits- und Erfolgsfaktoren im Rennsport. Eine gute mentale Vorbereitung auf die Saison sollte deshalb ein fester Bestandteil des Trainingsplans sein.

Erholung

Viele Sportler trainieren zu viel - mangels professioneller Beratung oder aus falschem Fleiß heraus. Zuviel Training schadet dem Körper mehr als dass es nutzt und ist einer der häufigsten Gründe, warum ehrgeizige Ziele nicht erreicht werden. Deshalb gilt grundsätzlich: Nach einem harten Trainingstag, einem langen Lauf oder einer 150-Kilometer-Rundfahrt mit dem Rennrad am besten ausschlafen, den Körper nur mäßig belasten und danach zur Entspannung in die Sauna gehen.

Expertenempfehlungen

Professionelle Unterstützung ist unabdingbar - und zwar von Anfang an. Bereits vor Trainingsbeginn empfiehlt sich ein Termin bei einem Sportinstitut, um den aktuellen Fitnessstand zu analysieren und auf Basis dieser Ergebnisse einen gezielten Trainingsplan zu erstellen.

Durch die hohen Flieh-, Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte wird beim Motorradfahren auf der Rennstrecke im Prinzip der gesamte Körper beansprucht. Speziell Becken, Schultern und Oberkörper werden in fast jeder Fahrsituation stark belastet. Insgesamt sollte man versuchen, hohe Körperspannung und eine stabile körperliche Basis zu erreichen.

Je nach Motorradklasse werden unterschiedliche Muskelgruppen belastet. Besonders der Oberschenkelmuskulatur kommt meiner Meinung nach eine hohe Bedeutung zu. Ebenfalls wichtig ist eine gute Rumpfmuskulatur, um die Kontrolle über das Motorrad zu behalten, beispielsweise bei Richtungswechseln und Hanging-Off. Ansonsten werden vor allem die Unterarme der Piloten stark belastet. Eine gute Muskulatur im Bereich Rücken, Schultern und Nacken kann außerdem helfen, beim Sturz den Körper vor Verletzungen zu schützen.

Bei langer Belastung wie einem Motorradrennen ist es wichtig, dass sich das Kraftpotenzial von Anfang bis Ende nicht unterscheidet. Das Hauptaugenmerk sollte beim Training deshalb auf Grundlagenausdauer und Kraft-Ausdauer gelegt werden. Eine dauerhafte Belastung mit punktuellen sich wiederholenden Belastungsspitzen, wie sie beim Anbremsen auftreten, erfordert Intervalltrainingsformen. Neben Hantel- und Getätetraining ist deshalb Arbeiten mit dem Ergometer extrem wichtig.

Fast zu 90 Prozent finden wir bei unseren Analysen Schwächen im Bereich der rückwärtigen Oberschenkelmuskulatur. Diese Muskeln sind für die Kniesicherheit wichtig und schützen vor dem Verrutschen nach vorn sowie vor möglichen Kreuzbandrissen. Ansonsten ist die Defizitliste breit gefächert: Bei vielen Piloten stimmt das Rücken-Bauchmuskulatur-Verhältnis nicht, andere leiden unter einem Rundrücken. Schultertraining ist sehr wichtig, ebenso Unterarmfitness.

So früh wie möglich, frei nach Sepp Herberger: Nach der Saison ist vor der Saison. Der Körper muss dauerhaft belastet werden, um die Fitnessresourcen aufrecht zu halten. Das Wichtigste dabei ist eine gute Grundlagenausdauer. Gerade wenn man länger nichts mehr gemacht hat, sollte man darauf achten, langsam anzufangen und auch beim Training der Schnellkraft nicht zu übertreiben. Viele Sportler trainieren zu intensiv und schaden ihrem Körper damit. Das Wichtigste ist eine gute Basis. Beginnt man zu spät mit dem Training, sollte man auf keinen Fall zu stark pushen, sondern das Fitnesslevel langsam steigern und gegebenenfalls den Trainingsplan in die Saison hineinlaufen lassen.

Das Trainingsprinzip sollte dem Jahresverlauf folgen: Nach Saisonende den Körper langsam herunterfahren und einige Zeit lang extensiv belasten. Dann ist eine Pause von zirka einem Monat sinnvoll, danach sollte man langsam wieder beginnen zu trainieren. Der Winter macht bei Sommersportarten die Champions. Wer das verschläft, hat dadurch auch Schwächen im Rennen. Gerne kann man im Januar und Februar Wintersportarten in das Kraft-Ausdauer-Training integrieren. Wenn das nicht geht, sollte man den Schwerpunkt auf klassische Ausdauersportarten und begleitendes Krafttraining legen.

Wenn man sich vor Augen hält, dass Michael Schumacher während eines Formel-1-Rennens etwa sieben Liter Wasser verlor, kann man sich in etwa vorstellen, wie stark die körperliche Belastung im Motorsport ist - zumal sich ein Motorradrennfahrer weit mehr bewegen muss als ein Formel-Pilot. Der Wasserverlust und die Pulsfrequenz sind extrem hoch. Ein einstündiges Motorradrennen lässt sich meiner Meinung nach grob mit einem Wettkampf-Halbmarathon vergleichen. Dem gängigen Glauben, sportliches Motorradfahren auf der Rennstrecke sei nicht anstrengend, muss endlich der Zahn gezogen werden.

Im Zweiradbereich eignet sich vor allem Mountainbiken, speziell Downhill. Hier wird der Oberkörper ähnlich stark beansprucht, und die koordinativen Reize sind ebenfalls vorhanden. Zum Kräftigen eignet sich jetzt im Winter auch Langlaufen, das trainiert den oberen Rückenbereich. Generell ist Wintersport gut geeignet, um das Koordinationsvermögen zu schulen und ein Gefühl für Geschwindigkeit zu entwickeln. Klettern ist ebenfalls geeignet - das trainiert Konzentration, Körperspannung, die Arme und das generelle Kraft-Ausdauer-Niveau.

Wenn man in ein Rennen geht, dann aufgewärmt und konzentriert. Der Körper sollte auf ein Aktivitätsniveau gebracht werden, das ihn auf die Belastungen im Rennen vorbereitet. Durch die Aktivierung bekommt das Gehirn mehr Sauerstoff und man ist ab dem Start zu hundert Prozent da. Speziell Motocrosser fahren sich häufig vor dem Rennen auf dem Ergometer warm.

Nach dem Rennen dasselbe: Der Körper ist extrem belastet und vollgepumpt mit Laktat und Stresshormonen. Diese müssen aktiv abgebaut werden. Am besten durch aktive Regeneration, beispielsweise einen leichten Lauf, Radeln oder Hometrainer - irgendetwas, das den Kreislauf extensiv belastet, um das Aktivierungsniveau langsam runterzufahren.

Weitere Ursachen für Schmerzen nach dem Motorradfahren

Manche begeisterte Motorradfahrer werden früher oder später auf das Problem stoßen, dass sie von längeren Touren Rückenschmerzen bekommen. Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, weswegen ein gut gemeinter Tipp nicht reicht, um allen gerecht zu werden. Der Einfluss der Lenkerhöhe auf den Oberkörper ist enorm, denn sie beeinflusst substantiell die Haltung des Körpers und Belastung auf die Handgelenke. Ist die Höhe zu niedrig eingestellt, können Schmerzen im Rücken, in den Schultern und auf den Handgelenken auftreten. Dasselbe gilt auch, wenn der Lenker zu schmal oder zu stark gekrümmt ist.

Auch die richtige Sitzhöhe muss erstmal gefunden werden, um Rückenschmerzen nachhaltig zu vermeiden. Vor allem sollte man darauf achten, dass die Füße ohne Probleme den Boden im Stand berühren können. Ist der Sitz zu hoch oder breit, kann das nicht gewährleistet werden, was zu Verspannungen im Oberkörper führt. Ist der Sitz hingegen zu tief eingestellt, kommen sich Arme und Beine in die Quere. Die Folge: Es entsteht Unsicherheit und der gesamte Körper leidet unter Anspannungen.

Die Positionierung der Fußrasten hat ebenfalls Einfluss auf den Körper des Motorradfahrers. Ist diese zu eng, werden die Beine schnell müde. Das führt dazu, dass die Beine einschlafen, was mit Schmerzen verbunden ist, die bis in den Rücken strahlen können. An lange Motorradtouren ist dann nicht mehr zu denken. Sind die Fußrasten hingegen zu weit positioniert, wodurch die Kniewinkel zu weit voneinander abstehen, kann keine Kontrolle über das Motorrad gewährt werden.

Die richtige Lenkerhöhe, Sitzposition und Positionierung der Fußrasten kommt auf das jeweilige Motorrad an. So befinden sich bei einem Sportmotorrad der Lenker und der Sitz auf derselben Höhe. Die Fußrasten sind hoch positioniert und der Fahrer sitzt entsprechend stark nach vorne geneigt. Hier ist die Gefahr gegeben, dass das Gewicht sehr stark auf den Handgelenken lastet. Beim Chopper, bzw. Cruiser, ist der Lenker relativ hoch positioniert, wohingegen die Fußrasten ziemlich tief liegen. Entsprechend niedrig sitzt der Fahrer und muss die Arme aufgrund des breiten Lenkers strecken. Dabei formen viele einen Buckel mit ihrem Rücken, was zu Rückenschmerzen führen kann.

Sportmuffel müssen jetzt stark sein, denn es gibt nur eine Lösung für alle Arten von Rückenschmerzen beim Motorradfahren: Kraftsport. Denn durch Krafttraining wird die Rückenmuskulatur gestärkt, was den Rücken auf lange Sicht stabilisiert. Das Beste ist, dass diese Art von Sport zusätzlich als Prophylaxe dient. Ungeübte sollten unbedingt eine Rückenschule oder einen entsprechenden Kurs besuchen und sich von einem Trainer Schritt für Schritt durch die Rückenübungen leiten lassen. Fehlerhafte Ausführungen können zu Verletzungen der Halswirbelsäule führen, was auf jeden Fall vermieden werden sollte.

Wenn ihr unter Rückenschmerzen leidet und nicht nachvollziehen könnt, woher sie genau kommen, sucht einen Physiotherapeuten oder den Arzt eures Vertrauens heran. Eine falsche Selbstdiagnose kann genau so schädlich sein, wie ungeübt auf eigener Faust mit einem Krafttraining zu beginnen. Nur so könnt ihr sicher sein, dass es eurem Körper gut geht und lange Motorradtouren mit eurer Lieblingsmaschine richtig genießen.

Tabelle: Häufigkeit von Zubehörteilen und Motorradeinstellungen

Zubehörteil/Einstellung Relative Häufigkeit
Zubehörlenker XX%
Verstellbare Hebel YY%
Individuelle Sitzbank ZZ%

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