Der Nagoldtalradweg ist eine attraktive Route für Radfahrer, die die Schönheit des Nagoldtals in Baden-Württemberg erleben möchten. Diese umfassende Beschreibung bietet detaillierte Informationen zur Strecke, zu Sehenswürdigkeiten und nützlichen Tipps für eine gelungene Radtour.
Streckenverlauf und Routenbeschreibung
Die Nagold entspringt im Schwarzwald im Ort "Urnagold" bei "Besenfeld". Der Radweg führt von der Innenstadt Nagolds hinüber zur "Nagold". Nun folgt der Radweg der Nagold.
- ROUTE: Sie folgen der Nagoldstraße K4774 bergab. Die Straße führt durch den Wald und beschreibt bergab eine 180°-Grad-Schleife. Nach der zweiten Sägemühle zweigt der Radweg nach links in den Wald und beschreibt dann eine 180°-Kehre.
- ROUTE: Der Radweg führt beidseits des Stausees weiter. Von hier aus geht der Radweg auf der Straße weiter. Falls Sie es ruhiger möchten, zweigen Sie bei der nächsten Fischzucht nach rechts ab und folgen der Nagold auf der rechten Seite.
- ROUTE: Nach knappen drei Kilometern müssen Sie wieder nach links abzweigen und auf der Straße in Richtung Altensteig weiter radeln. Der Radweg bleibt links neben der Straße und erreicht bald die Abzweigung nach "Berneck".
- ROUTE: Hier verlässt der Radweg die B28 und führt zunächst auf der L348 in Richtung Wart weiter. Nach dem Ort zweigen Sie auch hier auf den neu gebauten Radweg neben der Straße ab. Dieser steigt leicht an.
- ROUTE: Nach einer Mühle zweigt der Radweg nach links ab und folgt wieder der Nagold. Der Radweg führt links der Bundesstraße zum Bahnhof. Danach führt der asphaltierte Radweg durch den Wald direkt an der ursprünglichen Nagold entlang.
- ROUTE: Der Radweg geht weiter im romantischen Nagoldtal bis zur Talmühle. Lassen Sie sich hier von der verwirrenden Schilderführung nicht verunsichern. Der Radweg folgt weiter der Bundesstraße auf einer parallel geführten Spur. Sie folgen diesem Weg. Schon nach wenigen hundert Metern zweigt der Radweg auf dem "Ernstmühler Weg" nach links ins Tal ab.
- ROUTE: Schon frühzeitig weist ein Schild darauf hin, dass der Radweg nach rechts bergauf weiter geht. Nach knapp zwei Kilometern steigt der Radweg erneut etwas an und führt durch einen Mischwald weiter. Gut beschildert längs der Nagold folgen Sie zunächst der Straße zwischen Bahnlinie und Nagold talabwärts.
- ROUTE: Kurz vor Unterreichenbach mündet der Radweg auf die Straße nach Schellbronn. Der Radweg führt rechts der Nagold unter der Eisenbahnbrücke weiter in einen kleinen Wald. Über eine Holzbrücke erreichen Sie nun die linke Seite der Flusses und radeln dann unter der Bundesstraße hindurch.
- ROUTE: Hier können Sie beidseits der Nagold weiter radeln. Der rechte Weg ist ruhiger und bietet sich zur Weiterfahrt ins Würmtal an, der linke Weg ist sonniger, aber verkehrsreicher. Bald kündigen sich die ersten Häuser der "Goldstadt Pforzheim" an.
Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Der Nagoldtalradweg bietet zahlreiche kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten:
- Altensteig: Ein Teil der alten Stadt, unter anderem auch das historische Rathaus, liegt dominant auf dem Bergkamm. Enge Gassen und Fachwerkhäuser bilden ein sehenswertes Ensemble. INFO: Das Alte Schloss wurde wahrscheinlich aus einer früheren Burg aus dem 12. Jahrhundert im 15. Jahrhundert erbaut. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde auf der Südseite des Alten Schlosses das Neue Schloss angebaut.
- Berneck: Die Burg Berneck mit der bekannten Schildmauer "Hoher Mantel" entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert.
- Rohrdorf: Rohrdorf wurde schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Das Schloss und die Kirche sind heute noch erhalten.
- Nagold: Schon 786 wird Nagold in den Urkunden erwähnt, obwohl es noch weit älter ist. Oberhalb der Stadt liegt die Burgruine Hohennagold, gut erreichbar zu Fuß. Sie wurde auf keltischen Vorgängerbauten wahrscheinliche im 11. Jahrhundert erbaut und war Sitz der Nagolder Gaugrafen. In der Grünanlage passieren Sie das Keltengrab. Es stammt aus frühkeltischer Zeit und war vermutlich ein Fürstengrab. Seit dem späten 17. Jahrhundert ist das Fachwerkhaus der Alten Post schon im Dienste der Gastronomie unterwegs.
- Wildberg: Wildberg wurde urkundlich 1237 erwähnt, als es an den Grafen von Hoheneck verkauft wurde. Es ist also anzunehmen, dass es deutlich älter ist. Das ehemalige Dominikanerinnnenkloster stammt aus dem Jahre 1252. Leider sind heute nur noch der Fruchtkasten, einige kleine Gebäude und die Umfassungsmauer erhalten. Die Pfalzgrafen von Tübingen hatten etwa um 1200 eine Burg erbaut, die 1618 abbrannte und durch ein Schloss ersetzt wurde.
- Neubulach: Nach links führt ein Weg bergauf zum früheren Silberbergwerk nach Neubulach hoch. Das Bergwerk kann besichtigt werden, liegt aber auf der Höhe. Das Besucherbergwerk wird liebevoll von einem Verein betrieben.
- Kentheim: Kentheim hat ein uraltes Kleinod: Aus dem Jahre 1075 stammt die "St. Candiduskirche". Den Schlüssel erhält man bei Interesse beim Nachbarn.
- Hirsau: Falls Sie die Besichtigung des bekannten Klosters interessiert, fahren Sie bitte geradeaus weiter. Heute ist die Anlage größtenteils Ruine und beherbergt im erhaltenen, früheren Wirtschaftsgebäude das Finanzamt. Das einnehmende Wesen des Klosters ist also geblieben, aber es ist kostenfrei zu besichtigen.
- Bad Liebenzell: Im Tal treffen Sie auf die Straße "Bad Liebenzell-Unterhaugstett". Vereinzelt treffen Sie hier auch auf Spaziergänger aus der nahe gelegenen "Stadt Bad Liebenzell" oder professionell bepackte Wanderer, die dem guten gepflegten Wanderwegenetz folgen.
- Unterreichenbach: Der Ort "Unterreichenbach" liegt links der Nagold.
- Landschaftliche Besonderheiten: Am Ortseingang von Wart sieht man die blanken Felswände aus rotem Buntsandstein. Herrlich ist die Abgeschiedenheit und die Naturbelassenheit dieses Streckenabschnittes. Unter Ihnen rauscht die Nagold über Steinstufen. Eine riesige Buntsandsteinwand ragt fast senkrecht in die Höhe. Fast ohne Bewegung, fast wie ein See, steht hier das Wasser der Nagold. Dann leitet Sie der Radweg in die bekannte "Gerberstraße" mit ihren schönen Fachwerkhäusern und netten Läden.
- Pforzheim: Pforzheim wurde im zweiten Weltkrieg vernichtend zerstört.
Nützliche Informationen und Tipps
Hier sind einige nützliche Informationen und Tipps für Ihre Radtour auf dem Nagoldtalradweg:
- Unter www.radroutenplaner-bw.de haben Sie die Möglichkeit einfach eigene Touren zu erstellen oder Touren auszuwählen.
- Beachten Sie: Gefährliche Stelle im Bereich der Mindersbacher Brücke, wo der Nagoldtalradweg von Norden kommend eine 90-Grad-Kurve macht mit einem anschließendem kurzem steilen Anstieg.
- Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h fahren Sie in weniger als 10 Minuten vom Rathaus Iselshausen zum Nagolder Rathaus. Sportlicher wird es in die anderen Ortsteile.
- Ein Mitnahmeanspruch für Räder in den Bussen in der VGC besteht nicht. Kinderwägen und Behinderte mit Rollstuhl haben grundsätzlich Vorrang.
- Auf der Nagoldtalbahn ist zwischen Horb und Pforzheim die Fahrradmitnahme ab 9 Uhr kostenlos.
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