Wenn sie schwergängig ist und knirscht, wird es Zeit, die Fahrradkette zu ölen. Auch einen Fahrrad-Check solltest du im Frühling durchführen, um das Rad instand zu halten und Unfällen vorzubeugen. Dazu gehört es, die Fahrradkette zu ölen, damit die Pedale sich geschmeidig drehen.
Warum die Fahrradkette ölen?
Beim Fahrradfahren überträgt die Fahrradkette deine Tretkraft auf das Antriebsrad und setzt damit dich und dein Rad in Bewegung. Eine Fahrradkette besteht aus vielen kleinen Laschen, die durch ineinander gesteckte Bolzen, Hülsen und Rollen miteinander verbunden sind. Damit die Bestandteile der Kette nicht haken und die Zähne des Zahnkranzes und des Kettenblatts problemlos ineinandergreifen können, ist ein Schmiermittel erforderlich.
Beim Radeln sammelt sich jedoch Schmutz an der Fahrradkette an. Dadurch verschleißt die Kette und geht auf Dauer kaputt. Deswegen solltest du bei Verschmutzung deine Fahrradkette reinigen und sie generell richtig pflegen. Wenn du deine Kette reinigst, greifst du gleichzeitig auch den Schmierfilm an, der für den reibungsarmen Lauf der Kette sorgt.
Welches Öl ist das Richtige?
Es gibt eine große Anzahl an Schmiermitteln zum Ölen von Fahrradketten. Am besten greifst du zu einem Fahrradöl, welches der Hersteller speziell für die Fahrradkette entwickelt hat.
Kettenöle: Sie sind speziell für die Anwendung an Fahrradketten entwickelt worden. Fahrradöle sind dickflüssig, damit sie das noch vorhandene Fett nicht verdünnen und somit auch keine Schmutzpartikel in das Innere der Kette befördern.
- Biologisch abbaubare Öle: Statt zum Ölen der Fahrradkette Öle auf Mineralölbasis zu verwenden, kannst du auch auf Öle zurückgreifen, die aus nachwachsenden Rohstoffen (beispielsweise Soja) hergestellt werden. Solche umweltfreundlichen Alternativen erhältst du im Fahrradgeschäft deines Vertrauens oder im Internet.
- Wachs: Du kannst deine Kette schon früh mit speziellem Wachs einfetten. Dabei musst du die eingewachste Kette mit einem Föhn erwärmen, damit sich das Wachs gleichmäßig verteilt. Das Wachs schützt das ursprüngliche Schmiermittel und macht es länger haltbar.
Achtung: Motoröle oder Pflanzenöle hingegen sind tabu. Diese sind zwar umweltfreundlich, verkleben aber schnell die Fahrradkette. Umso schneller bleiben Schmutz, Staub und Sand hängen. Und je mehr Schmutz, Staub und Sand hängen bleiben, desto schwerer tut sich dein Bike.
Die Richtige Anwendung von Fahrradöl
Bevor du zum Fahrradöl greifst, steht noch ein anderer wichtiger Programmpunkt an: Du musst die Fahrradkette reinigen. Hier findest du Tipps, wie du deine Fahrradkette richtig reinigst. Kurz gesagt: Befreie die Kette von Staub, Schmutz, Sand und alten Ölresten.
Schritt für Schritt reinigst du Kette, Ritzel und Zahnkränze:
- Schnapp dir einen Lappen, eine kleine Reinigungsbürste und einen hochwertigen Kettenreiniger und mach dich an die Arbeit.
- Vorsicht: Öle nie eine dreckige oder gar nasse Antriebskette.
Warum? Die Fettschicht auf der Kette soll so dünn und fein wie möglich sein. Sammelt sich zu viel Öl an, muss es dein Bike früher oder später büßen. So geht es vor dem Schmieren stets der alten Fettschicht an den Kragen. Mit Bürste und Lappen entfernst du die hartnäckigen Reste und bereitest deine Fahrradkette auf die frische Ölschicht vor.
Du hast deine Kette vom Schmutz befreit und möchtest den dabei angegriffenen Schmierfilm wiederherstellen? Warte einige Minuten, damit sich das Öl im Inneren der Kette gut verteilen kann.
Kettenöl gibt es zum Sprühen und zum Träufeln - beides eignet sich gut. Sei beim Sprühen jedoch vorsichtig, dass kein Öl auf die Felge oder auf die Scheibenbremsen gelangt.
Schritte zum Ölen der Fahrradkette:
- Die Vorbereitung: Drehe die Kette vorne auf das mittlere Kettenblatt, hinten auf das mittlere Ritzel. So läuft die Fahrradkette möglichst gerade.
- Der Hauptteil: Anschließend drehst du die Pedale mit der Hand rückwärts. Und während sich die Kette rückwärts bewegt, tropfst oder sprühst du vorsichtig Öl auf die einzelnen Glieder der Fahrradkette.
- Der Feinschliff: Fertig geschmiert? Dann bewege die Kette noch mindestens eine Minute gleichmäßig weiter. So verteilt sich das Fahrradöl schneller.
- Die Nacharbeit: Die Kette tropft leicht? Kein gutes Zeichen, das war zu viel des Guten. Tupfe das überschüssige Öl mit einem trockenen Tuch ab.
- Die Generalprobe: Jetzt wird es Zeit für eine Testfahrt. Drehe eine Runde und schalte die Gänge dabei rauf und runter, sowohl vorne als auch hinten. Nur so fließt das Öl auch gleichmäßig in Ritzel und Zahnkränze.
Wichtig: Weniger ist mehr: Geh beim Ölen der Fahrradkette sparsam mit dem Schmiermittel um. Öle die Kette nur von innen, um den gewünschten Schmiereffekt zu bekommen. Achte also darauf, dass das Öl möglichst nicht auf die Außenseiten der Laschen kommt.
Gut zu wissen: Beim Fahrradöl ist mehr nicht unbedingt mehr. Im Gegenteil: Du sollst die Kette nicht zukleistern. Vielmehr geht es um die kleinen Gelenke zwischen den einzelnen Kettengliedern. Sie freuen sich über eine hauchdünne Ölschicht. Gibst du zu viel Schmiermittel darauf, sammeln sich nur zu viele Schmutz-, Staub- und Sandpartikel an. Und genau diese Fremdkörper machen es dir später beim Radfahren schwer. Wie Schleifpapier nutzen sie die Kette ab. Kette, Ritzel und Zahnkränze werden unnötig beansprucht.
Wie oft muss ich die Fahrradkette ölen?
Wie oft du die Fahrradkette ölen musst, hängt stark davon ab, wie häufig du dein Rad benutzt und wie viel Schmutz die Kette abbekommt. Manchmal musst du schon nach 100 Kilometern ran, manchmal erst nach 300 Kilometern. Am besten prüfst du regelmäßig den Zustand deiner Kette und machst dir selbst ein Bild. Gut zu wissen: Wenn deine Kette rasselt, braucht sie dringend Öl.
Du fährst jeden Tag mit dem Bike zur Arbeit? Bei jedem Wind und Wetter? Das klingt nach einer starken Beanspruchung. Am besten pflegst du deine Fahrradkette mindestens einmal pro Monat. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kann du deine Fahrradkette auch wöchentlich reinigen und ölen.
Was du Nicht Verwenden Solltest
- Nähmaschinenöl: Nähmaschinenöl ist zu dünnflüssig und wird schnell vom Regen abgewaschen.
- WD40: WD40 ist nichts anderes als Petroleum und überhaupt nicht geeignet.
- Hausmittel: Ebenso solltest du beim Ölen der Fahrradkette auf Hausmittel wie Vaseline oder Kokosfett verzichten. Sie bilden an der Außenseite der Kette einen klebrigen Film.
Die Vorteile von Regelmäßiger Kettenpflege
Mit der Anwendung eines Kettenöles sorgst Du dafür, dass sie geschmeidig läuft und sich leicht schalten lässt. Außerdem beugst Du Verschleiß und Korrosion vor. Eine regelmäßige Anwendung verlängert die Lebensdauer deiner Kette.
Kettenschmierung erfüllt folgende Zwecke:
- Sie reduziert Reibungswiderstände im Antrieb und hält so den Verschleiß gering
- sorgt für einen geschmeidigen Antrieb
- leichtgängiges Schalten
- schützt vor Korrosion, da Öle und Fette bekanntermaßen wasserabweisend sind
Die bio-chem Produktreihe
Das bio-chem Fahrrad Kettenöl ist die ideale Wahl für jeden, der auf eine zuverlässige und effektive Schmierung seiner Kette setzt. Unser Fahrrad Kettenöl besteht aus milden Inhaltsstoffen. Es enthält keine Lösemittel, Farb- und Duftstoffe und Aerosole. Das Öl lässt sich aufgrund des langen Flaschenhalses und des Tropfverschlusses gezielt auftragen und das auch an schwer zugänglichen Stellen.
Vorteile des bio-chem Kettenöls:
- Optimale Schmierwirkung
- Schützt vor Verschleiß und Korrosion
- Sorgt für leichtgängiges Schalten
- Bildet einen haftenden Schutzfilm
- Steigert Effizienz der Kette und anderer Teile wie Federgabel und Tretlager
- Aufgrund milder Inhaltsstoffe materialschonend
- Ohne Aerosole, Lösemittel, Duft- und Farbstoffe
- Gezieltes Auftragen durch langen Flaschenhals und Tropfverschluss
Das Antriebsöl dringt tief in die Mechanik ein und bildet einen haftenden Schutzfilm. Aufgrund milder Inhaltsstoffe materialschonend. Das Öl darf nicht mit den Bremssätteln, Bremsscheiben und Felgen in Kontakt kommen, weil sich ansonsten die Bremswirkungen reduziert beziehungsweise komplett verloren gehen kann.
Tabelle: Empfohlene Intervalle für die Kettenpflege
| Fahrbedingungen | Empfohlene Ölintervalle |
|---|---|
| Straßenfahrten | Alle 250 Kilometer |
| Geländefahrten | Alle 100 Kilometer |
| Nach Regenfahrten | Sofort |
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