Als Epididymitis bezeichnen Mediziner eine Entzündung des Nebenhodens. Die Nebenhoden liegen den Hoden als eigenständige Organe innerhalb des Hodensacks auf. Sie bestehen vor allem aus einem stark gewundenen vier bis sechs Meter langen Nebenhodengang und dienen der Reifung und Lagerung der Samenzellen, die in den Hoden produziert werden. Von den Nebenhoden gelangen die gereiften Samenzellen dann über den Samenleiter und die Harnröhre nach außen.
Was ist eine Nebenhodenentzündung?
Die häufigste Erkrankung der Nebenhoden ist seine Entzündung - Epididymitis genannt. Von einer Nebenhodenentzündung sind deutlich mehr Männer betroffen als von einer Hodenentzündung (Orchitis). Eine Nebenhodenentzündung (Epididymitis) kann gravierende Folgen haben - bis hin zur Unfruchtbarkeit. Entsprechend ernst zu nehmen ist eine mögliche Entzündung eines oder beider Nebenhoden.
Ursachen einer Nebenhodenentzündung
Ursache sind meist Bakterien, die entweder über das Blut oder aber häufiger bei einem Harnwegs- oder Prostatainfekt über den Samenleiter in den Nebenhoden gelangen. Eine Ansteckung beim ungeschützten Geschlechtsverkehr ist möglich. Eine Entzündung kann von der Harnröhre oder der Prostata über den Samenleiter in die Nebenhoden aufsteigen. Die Krankheitserreger stammen dann von einem Harnwegs- oder einem Prostatainfekt, eine Ansteckung kann aber auch über ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt sein.
Seltener stammen die Erreger von einem anderen Infektionsherd im Körper und erreichen die Nebenhoden über den Blutweg. Am häufigsten sind Bakterien wie Chlamydien, Escherichia coli, Enterokokken oder Staphylokokken, seltener auch Viren die Auslöser. "Die häufigste Ursache für eine Infektion über den Blutweg ist eine Infektion mit Erregern der Tuberkulose", sagt Professor Christian Stief.
Seltener ist die Entzündung die Folge einer Hodentorsion - einer massiven Verletzung des Nebenhodens etwa durch einen Tritt - oder einer rheumatischen Erkrankung. Besonders gefährdet sind Männer, die über längere Zeit einen Blasenkatheter tragen, unter Fehlbildungen im Bereich des Samenleiters oder der abführenden Harnwege oder unter einer Entleerungsstörung der Harnblase leiden.
Ihren Ursprung hat eine Nebenhodenentzündung meistens in einer bakteriellen Infektion, die wiederum durch eine Infektion der benachbarten Prostata oder der Harnwege ausgelöst werden kann. Aber auch ein Infekt der Lunge kann zu einer Epididymitis führen, hierbei „wandern“ die Bakterien über den Blutweg zum Nbenhoden und können sich dort „festsetzen“. Deshalb lässt sich grundsätzlich sagen: Ein Nebenhodenentzündung kommt fast nie allein. Überträger der Infektion ist in der Regel infizierter Urin.
Oft kommt es nach chirurgischen Eingriffen, die im Genitalbereich (Prostata, Blase) vorgenommen werden, zu einer Infektion des Nebenhodens. Als ein weiterer Auslöser gilt ein möglicher Urinrückfluss in den Nebenhoden - und zwar selbst dann, wenn dieser Urin eigentlich keimfrei ist. Doch im Samenleiter kann dieser Rest-Urin, der beim Wasserlassen zurückgeblieben ist, eine chemische Reaktion auslösen, die dann wiederum zu einer Entzündung führt.
Jüngere Männer, speziell mit wechselnden Geschlechtspartnern, fangen sich eine Nebenhodenentzündung nicht selten auch über sexuell übertragbare Keime wie Chlamydien ein. Eine Chlamydien-Infektion zählt weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und ist vor allem deshalb tückisch, weil sie oft erst mehrere Wochen nach dem dafür verantwortlichen Sex bemerkt wird. Eine Nebenhodenentzündung kann aber auch im Zuge einer Rheumaerkrankung oder eines viralen Infekts (Grippe, Masern) entstehen.
Ursachen und Risikofaktoren im Überblick:
- Bakterielle Infektionen (Chlamydien, E. coli, etc.)
- Harnwegs- oder Prostata-Infekte
- Sexuell übertragbare Infektionen
- Infektionen über den Blutweg (z.B. Tuberkulose)
- Hodentorsion oder Verletzungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Blasenkatheter oder Fehlbildungen im Harntrakt
- Urinrückfluss in den Nebenhoden
- Chirurgische Eingriffe im Genitalbereich
Symptome einer Nebenhodenentzündung
Sie macht sich oft mit einer massiven Schwellung, starken Schmerzen und einer Erwärmung und Rötung im Bereich des betroffenen Nebenhodens bemerkbar. Manchmal treten auch Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit auf. Die Schmerzen können in die Leistenregion und in den Unterbauch ausstrahlen. Häufig breitet sich die Nebenhodenentzündung auch auf den benachbarten Hoden aus.
Optisch ist eine Nebenhodenentzündung meist durch eine starke Schwellung sowie auch eine Rötung des Hodensacks zu erkennen. Beim Abtasten des Hodensacks fällt oft auch eine ungewöhnliche Wärme auf. Hinzu kommen in der Regel starke Schmerzen, beim Palpieren (untersuchen) des Hoden oder auch beim Wasserlassen. Zudem tritt recht häufig ein Harndrang, bedingt durch den Infekt auf, wobei jeweils nur relativ kleine Mengen von Urin ausgeschieden werden können.
Weil vielen Männern die genaue Lage ihrer Nebenhoden gar nicht bekannt ist, bleibt eine Nebenhodenentzündung zunächst häufig unerkannt. Erschwerend kommt beim Versuch einer Selbstdiagnose hinzu, dass sich die von einer Nebenhodenentzündung ausgehenden Schmerzen oft auch in der Leiste und im Unterleib zu spüren sind.
Im Rahmen einer akuten Nebenhodenentzündung kommt es innerhalb kürzester Zeit zu der Entstehung einer schmerzhaft zunehmenden Schwellung im Bereich des Hodensacks, die meist einseitig vorhanden ist. Dadurch fühlt sich der Nebenhoden vergrößert, gerötet und überwärmt, möglicherweise sogar verhärtet an und ist in der anfänglichen Phase noch vom Hoden abgrenzbar. Möglicherweise strahlen die Schmerzen ferner in die Leiste oder den Bauchraum aus, können als Reaktion auf eine Druckbelastung ausgelöst und bei dem Anheben des Hodensacks gelindert werden.
Im Rahmen einer akuten Nebenhodenentzündung können die Symptome bis zu sechs Wochen andauern. Wenn die Entzündung über drei Monate anhält, geht diese in eine chronische Form der Nebenhodenentzündung über.
Typische Symptome:
- Massive Schwellung des Hodensacks
- Starke Schmerzen im betroffenen Bereich
- Erwärmung und Rötung des Hodensacks
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Fieber und Schüttelfrost
- Abgeschlagenheit
- Ausstrahlung der Schmerzen in Leiste und Unterbauch
- Häufiger Harndrang mit geringen Urinmengen
Diagnose einer Nebenhodenentzündung
Um die Diagnose zu stellen, tastet der Arzt Hoden und Hodensack ab. Bei einer Nebenhodenentzündung nehmen die Schmerzen häufig ab, wenn der Hoden angehoben wird. Eine Untersuchung der Entzündungswerte im Blut gibt Aufschluss, ob eine Entzündung vorliegt. Mit einer Urinuntersuchung lassen sich die beteiligten Erreger bestimmen und die Auswahl eines geeigneten Antibiotikums erleichtern. In manchen Fällen ist zusätzlich ein Abstrich von der Harnröhrenöffnung notwendig.
Mit Hilfe einer Blutfluss-Ultraschalluntersuchung kann der Arzt das Ausmaß der Entzündung beurteilen. Eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel ermöglicht, Abflussbehinderungen beispielsweise in der Harnröhre zu erkennen. Wichtig ist, eine Hodentorsion als Ursache auszuschließen, da diese als Notfall innerhalb weniger Stunden operiert werden muss.
Bei Verdacht auf eine Nebenhodenentzündung ist es ratsam, sich an einen Urologen zu wenden. Der Arzt wird sich zunächst ausführlich mit Ihnen über Ihre Beschwerden und eventuelle Grunderkrankungen unterhalten (Anamnese). Der Arzt wird den Hodensack zunächst auf erkennbare Entzündungszeichen (Überwärmung, Rötung) begutachten und prüfen, ob der Nebenhoden geschwollen ist.
Dann hebt der Arzt den Hodensack an. Wenn sich die Beschwerden dadurch vermindern (Prehn-Zeichen positiv), spricht dies für eine Epididymitis. Bei einer Hodenentzündung und einer Hodentorsion (Drehung des Hodens um seine eigene Achse) bessern sich die Beschwerden durch das Heben des Skrotums hingegen nicht.
Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da eine Hodentorsion ein Notfall ist, der binnen weniger Stunden operiert werden muss. Hat sich ein Abszess (abgekapselte Eiteransammlung) im Bereich des Nebenhodens gebildet, ertastet der Arzt diesen als fluktuierende Schwellung.
Mithilfe sogenannter Urin-Sticks lässt sich der Verdacht auf einen Infekt der Harnwege schnell erhärten. Zusätzlich lässt der Arzt eine Erregerkultur aus dem Urin anfertigen. Dadurch ist es möglich, den auslösenden Erreger zu bestimmen.
Außerdem testet das Labor die Bakterien auf deren Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika (Resistogramm). Ergänzend entnimmt der Arzt bei Verdacht auf eine Epididymitis einen Abstrich aus dem Harnröhreneingang und lässt diesen im Labor untersuchen.
In der Blutuntersuchung zeigen sich im Falle einer Nebenhodenentzündung typische Entzündungszeichen (wie eine erhöhte Zahl weißer Blutzellen). Bei Verdacht auf eine Mumps-Virus-Infektion weisen Antikörper im Blut auf die Infektion hin.
Bei Verdacht auf eine Nebenhodenentzündung ist die Ultraschalluntersuchung des Hodens (Hodensonografie) zur Diagnose besonders wichtig. Sie lässt sich jederzeit wiederholen und ist völlig gefahrlos. Deshalb eignet sich die Sonografie hervorragend, um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen.
Der Urologe erkennt am Ultraschallbild die Ausdehnung der Entzündung und ob sich der Prozess bereits auf den benachbarten Hoden ausgebreitet hat. Auch erkennt er in der Untersuchung frühzeitig eine beginnende Abszessbildung.
Besteht der Verdacht auf eine Abflussbehinderung im Harnsystem, die den Harn in Samenleiter und Hoden presst, kommen neben der Ultraschalluntersuchung Röntgenuntersuchungen infrage. Mithilfe von Kontrastmittel (Urografie) lassen sich Engstellen in der Harnröhre (Urethrastrikturen) darstellen.
Gegebenenfalls sind eine Messung des Harnstrahls oder eine Blasenspiegelung hilfreich, um die genaue Ursache einzugrenzen.
Diagnostische Verfahren:
- Abtasten von Hoden und Hodensack
- Anheben des Hodens (Prehn-Zeichen)
- Urinuntersuchung (Erregerbestimmung, Resistogramm)
- Abstrich aus dem Harnröhreneingang
- Blutuntersuchung (Entzündungswerte, Antikörper)
- Ultraschalluntersuchung des Hodens (Hodensonografie)
- Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel (Urografie)
- Messung des Harnstrahls
- Blasenspiegelung
Behandlung einer Nebenhodenentzündung
Gegen die Nebenhodenentzündung empfiehlt der Arzt entzündungs- und schmerzstillende Medikamente und - sofern ein bakterieller Infekt zugrunde liegt - Antibiotika. Darüber hinaus sollte Bettruhe eingehalten werden, bis das Fieber abgeklungen ist. Der Hoden kann mit kalten Umschlägen gekühlt und bei Bedarf hoch gelagert werden.
Grundsätzlich muss festgestellt werden: Damit eine Nebenhodenentzündung wieder abklingt, ist vor allem Geduld und Disziplin erforderlich. Ist die Entzündung nicht so stark ausgeprägt, kann zwar eine medikamentöse Behandlung völlig ausreichen - in den meisten Fällen geschieht dies mit Antibiotika. Doch die damit verbundene und auch dringend empfohlene Bettruhe (wichtig dabei: den Hoden möglichst hoch lagern und ständig kühlen!) kann gut und gerne zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Wenn eine Nebenhodenentzündung durch eine Infektion mit Chlamydien ausgelöst wurde, ist es wichtig, dass sich auch der Geschlechtspartner von einem Arzt untersuchen und in der Folge dann auch behandeln lässt.
Eine Operation kann bei Nebenhodenentzündungen aus zwei unterschiedlichen Gründen erforderlich werden. Wenn eine Epididymitis bereits sehr stark ausgeprägt ist - insbesondere wenn es zu einer größeren Eiteransammlung (Abszess) gekommen ist - , hilft möglicherweise nur noch eine operative Entfernung des Nebenhodens (Epididymektomie) - im Extremfall muss auch der benachbarte Hoden entfernt werden. Denkbar ist, je nach Krankheitsbild, außerdem eine Durchtrennung des Samenleiters (Vasektomie).
Eine Operation kann aber auch dann noch erforderlich werden, wenn die eigentliche Nebenhodenentzündung bereits abgeklungen und beseitigt ist. Denn häufig werden durch die Entzündung die Samenwege regelrecht verklebt und verstopft. Weitere mögliche Begleiterscheinungen einer Nebenhodenentzündung sind Fisteln, die sich ebenfalls nur operativ entfernen lassen.
Allgemein gilt, dass eine antibiotische Therapie frühzeitig einzuleiten ist. Diese kann im weiteren Verlauf, sobald der genaue Erreger erkannt wurde, bei Bedarf angepasst werden. Die Antibiotika erzielen bei einem optimalen Verlauf eine Linderung der Beschwerden innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden der Einnahme. Zudem sollte eine medikamentöse Entzündungshemmung, eine örtliche Kühlung (z.B. mit kalten Umschlägen), eine Hochlagerung des Hodens mithilfe eines Hodenbänkchens angestrebt und eine Bettruhe bis zum Abklingen der Beschwerden respektiert werden.
Bei ausbleibendem Erfolg der antibiotischen Therapie oder bei der Entwicklung von Komplikationen kann im Ausnahmefall eine operative Maßnahme notwendig sein. Darüber hinaus kommt bei chronisch wiederkehrenden, d.h.
Falls eine Infektion durch einen sexuell übertragbaren Erreger festgestellt wurde, muss der Partner bzw.
Behandlungsoptionen:
- Entzündungs- und schmerzstillende Medikamente
- Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen)
- Bettruhe
- Kühlung des Hodens mit kalten Umschlägen
- Hochlagerung des Hodens
- Operative Entfernung des Nebenhodens (Epididymektomie) bei Abszessen oder schweren Verläufen
- Durchtrennung des Samenleiters (Vasektomie)
- Behandlung des Geschlechtspartners bei sexuell übertragbaren Infektionen
Komplikationen und Risiken
Eine Nebenhodenentzündung kann unbehandelt zu einem Verschluss der Nebenhodenkanälchen führen. Die Samenzellen gelangen dann nicht mehr auf natürlichem Weg nach außen. In dem seltenen Fall, dass beide Nebenhoden betroffen sind, führt dies womöglich zur Unfruchtbarkeit.
Heilt die akute Entzündung nicht aus, kann sich eine chronische Entzündung entwickeln, sodass die Beschwerden immer wieder auftauchen. Außerdem besteht das Risiko, dass sich ein Abszess bildet. Wenn diese abgekapselte Eiteransammlung aufbricht, droht eine lebensgefährliche Blutvergiftung.
Wenn die Entzündung eines Nebenhodens nicht rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird, kann es im Nebenhoden und vor allem auch im angrenzenden Samenleiter zu Vernarbungen kommen. Diese stellen Engstellen dar, die den Transport der Spermien in den Penis behindern oder im schlimmsten Fall sogar komplett verhindern können.
Bei einer anhaltenden Entzündung kann es zum einen zu Veränderungen der Nebenhodenstruktur wie z.B. einer Narbenbildung kommen. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass der Nebenhoden verklebt, was im schlimmsten Fall mit einer Einschränkung der Fruchtbarkeit einhergehen kann. Zudem ist es erdenklich, dass bei einer verspäteten Diagnose Komplikationen entstehen. Denn die Entzündung kann auf den Hoden übergreifen (Epididymorchitis), zu der Ausbildung eines Eitergeschwürs (Abszess) führen oder sogar eine Blutvergiftung ausgehend von dem Harn- und Geschlechtstrakt (Urosepsis) verursachen, was mit gravierenden Folgen einhergehen kann.
Jeder Mann sollte sich bewusst sein, wie wichtig gesunde Nebenhoden und damit verbunden auch voll funktionsfähige Samenleiter sind. Wer eine Nebenhodenentzündung nicht erkennt oder verschleppt, riskiert Vernarbungen und damit Engstellen sowohl im Nebenhoden als auch im Samenleiter. Von möglichen Schmerzen abgesehen, wird dadurch vor allem auch die Fruchtbarkeit deutlich eingeschränkt beziehungsweise es droht am Ende sogar eine Unfruchtbarkeit. Zusätzlich kann sich die Entzündung der Nebenhoden auf die benachbarten Hoden ausbreiten.
Mögliche Komplikationen:
- Verschluss der Nebenhodenkanälchen
- Unfruchtbarkeit (bei beidseitigem Befall)
- Chronische Entzündung
- Abszessbildung
- Blutvergiftung (Urosepsis)
- Vernarbungen im Nebenhoden und Samenleiter
- Ausbreitung der Entzündung auf den Hoden (Epididymorchitis)
Nebenhodenentzündung und Hodentorsion
Verdrehen sich Hoden und Nebenhoden um den Samenstrang, hat der Patient eine Hodentorsion. Da im Samenstrang die Gefäße zu den Hoden verlaufen, kommt es zu einer Abschnürung der Blutgefäße. Der Hoden stirbt innerhalb weniger Stunden ab. Daher ist eine Hodentorsion ein absoluter urologischer Notfall.
Häufig treten Hodentorsionen beim Baby und in der Pubertät auf. Eine Hodentorsion kann in jedem Alter auftreten. Besonders oft kommen Hodentorsionen aber im ersten Lebensjahr und in der Pubertät vor.
Eine drehende Bewegung ist häufig die Ursache für eine Hodentorsion, z.B. beim Radfahren, Ballsport oder beim Sex. Eine Verdrehung des Hodens kann aber auch aus der Ruhe heraus, z.B. im Schlaf entstehen.
Erste Symptome für eine Hodentorsion sind heftige Schmerzen in der Leisten- und Hodengegend. Der betroffene Hodensack ist druckempfindlich, gerötet und kann höher stehen als der gesunde Hoden oder quer gelagert sein.
Nur die rechtzeitige Diagnose und Therapie können die Fruchtbarkeit retten. Mit Hilfe einer speziellen Ultraschall-Untersuchung, der Doppler-Sonografie, kann der Arzt den Hoden und seine Blutgefäße darstellen. So kann er erkennen, ob die Blutzufuhr durch die Hodentorsion gestört ist.
Nach der Diagnose bringt der Arzt den Hoden bei einer Operation wieder in die richtige Position, so dass die Durchblutung wieder sichergestellt ist. Ist der Hoden bereits zu stark geschädigt, hilft keine Therapie mehr. Der Hoden muss entfernt werden.
Typen von Hodentorsionen:
- Intravaginale Hodentorsion (häufigste Form bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen)
- Extravaginale Hodentorsion (vor allem bei Säuglingen und Neugeborenen)
- Komplette vs. inkomplette Torsion
- Akute vs. intermittierende Torsion
Vorbeugung einer Nebenhodenentzündung
Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen lässt sich einer Nebenhodenentzündung nicht etwa durch regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung vorbeugen. Jedem Mann ist nur der Rat zu geben, auf Schmerzen sowohl im Hoden- als auch eben im Nebenhodenbereich sofort zu reagieren und einen Arzt aufzusuchen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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