Tödlicher Unfall überschattet Österreich-Rundfahrt: Norwegischer Radfahrer André Drege stirbt bei Sturz

Die Königsetappe der Österreich-Rundfahrt wurde von einem tragischen Todesfall überschattet. Der norwegische Radprofi André Drege verunglückte tödlich. Der 25 Jahre alte Norweger verunglückte am Samstag auf der Königsetappe der Österreich-Rundfahrt tödlich.

Der Profi des Teams Coop-Repsol kam nach Angaben der Veranstalter in der Abfahrt vom Großglockner zu Fall und erlag seinen Verletzungen. Die Polizei nahm anschließend die Ermittlungen auf. Details über den Unfallhergang waren vorerst nicht bekannt. Wie es genau zu dem Unfall kam, ist bislang nicht bekannt.

Drege war nach einer Mitteilung der Polizei in einer Ausreißergruppe unterwegs. Dabei sei er aus bisher unbekannter Ursache gestürzt. Er wurde demnach von Verkehrsteilnehmern ohne Bewusstsein neben der Straße liegend aufgefunden und reanimiert. Reanimationsversuche blieben erfolglos, der Radrennfahrer starb an der Unfallstelle.

Die vorletzte Etappe, die der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna gewann, führte von St. Johann über den Großglockner nach Kals in Osttirol. Nach der Nachricht vom Todesfall wurde die Siegerehrung nicht mehr durchgeführt. Die 151,7 km lange Etappe nach Kals gewann der Italiener Filipo Ganna (Ineos Grenadiers), die Siegerehrung wurde aufgrund des tragischen Ereignisses abgesagt.

Nach Dreges Tod wurde zudem die Schlussetappe am Sonntag über 143,8 km von Kufstein nach Kühtai abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Morgen mit. Das teilten die Veranstalter nach Absprache mit der Familie und den Teams mit. Stattdessen wird es eine neutralisierte Kondolenzfahrt zum Patscherkofel geben. "Die Erinnerungsfahrt war der ausdrückliche Wunsch von Andrés Vater, seinen Team-Kollegen und dem ganzen Team", hieß es in der Mitteilung.

Die Fahrt gebe der gesamten Radsportfamilie die Möglichkeit, das Geschehene zu verarbeiten und Andre Dreges Andenken zu ehren, so Tour-Direktor Thomas Pupp. Durch diese Ehrenfahrt mit veränderter Strecke steht der Gesamtsieg des Italieners Diego Ulissi fest. Durch die neutralisierte Ehrenfahrt mit veränderter Strecke steht der Gesamtsieg des Italieners Diego Ulissi fest.

Die Österreich-Rundfahrt ist am 7. Juli 2024 nach dem tödlichen Sturz des Radprofis André Drege mit einer emotionalen Kondolenzfahrt zu Ende gegangen. Vor dem symbolischen Start in Kufstein wurde eine Trauerminute abgehalten, die Teammitglieder des Norwegers fuhren mit dessen Startnummer am Rad unter Beifall als Erste los.

Tour-Direktor Thomas Pupp hielt vor Dreges Teamkollegen und Betreuern eine Trauerrede. Nicht nur dabei flossen viele Tränen. "Unser gesamtes Team ist erschüttert über diesen tragischen Unfall und unsere Gedanken und Gebete sind bei Andrés Familie, seinen Angehörigen und seinem Team Coop-Repsol in dieser unglaublich schweren Zeit", sagte Pupp.

André Drege fuhr für das norwegische Continental-Team Coop-Repsol. Der 25-Jährige hatte in diesem Jahr schon einige kleinere Erfolge vorzuweisen, wie den Gesamtsieg der Tour of Rhodos und die South Aegean Tour. Bei der Österreich-Rundfahrt lag er vor seinem tödlichen Sturz auf dem 38. Gesamtrang.

"Die Tour of Austria trauert um André Drege", zitierte die Nachrichtenagentur APA aus einer Mitteilung der Veranstalter. "Die Organisatoren der Tour of Austria und die Rennleitung haben umgehend die Angehörigen informiert." Der Radsport-Weltverband schrieb bei X: "Die UCI ist erschüttert über den Tod des Radprofis André Drege bei der Österreich-Rundfahrt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und Teamkollegen." Auch sein Team äußerte sich auf X erschüttert (Externer Link).

Die Nachricht von Dreges Tod sorgte auch bei der Tour de France für Bestürzung. Mit Dreck verschmiertem Gesicht stand Altstar Alexander Kristoff aus Norwegen am Samstag in der Nähe des früheren Landsitzes des Staatsmannes Charles de Gaulle vor dem Teambus und war tieftraurig.

Der norwegische Sprinter Alexander Kristoff äußerte sein Bedauern. "Das sind sehr traurige Neuigkeiten, ich kannte ihn ein bisschen aus dem Nationalteam. Er war ein guter Typ", sagte Uno-X-Profi nach der 8. Etappe: "Er war ein ruhiger Mensch. Es ist unglaublich, aber diese Dinge passieren. Es scheint leider, als passieren sie immer häufiger."

Der Unfall weckte böse Erinnerungen an den Unfalltod des Schweizers Gino Mäder bei der Tour de Suisse im Vorjahr. Mäder war damals auf der Abfahrt vom Albula-Pass schwer gestürzt und erlag einen Tag später mit nur 26 Jahren im Krankenhaus von Chur seinen Verletzungen. Daraufhin war es zu einer Sicherheitsdebatte im Radsport gekommen.

Im vergangenen Jahr war der Schweizer Gino Mäder bei der Tour de Suisse nach einem Sturz gestorben. Nur einen Monat später starb der italienische Nachwuchsfahrer Jacopo Venzo bei der Oberösterreich-Rundfahrt, ebenfalls nach einem Sturz. Im Frühjahr hatte es einen schlimmen Massensturz bei der Baskenland-Rundfahrt gegeben, bei dem auch Toursieger Jonas Vingegaard, Weltmeister Remco Evenepoel und Primoz Roglic involviert waren. Die Tour de France ist bislang in diesem Jahr von schweren Stürzen verschont geblieben.

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