Nürburgring Motorrad Saisoneröffnung: "Anlassen" in der Eifel

Endlich wieder Motorrad-Zeit: Der Nürburgring lädt zur traditionellen Saisoneröffnung. Beim Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ werden wieder tausende Biker in der Eifel erwartet.

Der Nürburgring wird sich wieder in das pulsierende Herz der Motorradszene verwandeln, wenn am Sonntag, den 27. April 2025, der Motorradgottesdienst "Anlassen" stattfindet. Tausende Biker folgen traditionell dem Ruf in die Eifel, um gemeinsam die neue Saison zu begrüßen - und das bei freiem Eintritt.

Programm und Highlights

Bereits am frühen Morgen öffnen sich die Tore zum Grand-Prix-Fahrerlager. Ab 8 Uhr sind Biker und Besucher eingeladen. Die Grand Prix Fahrerlager öffnet in diesem Jahr bereits um 8.00 Uhr seine Tore für Motorradfans. Mehr als nur Mopeds: Im Bereich rund um das Nürburgring-Boxengebäude gibt es einen Food Court und Vorführungen. Partner POLO Motorrad präsentiert nicht nur Trends und Zubehör, sondern bringt auch wieder den beliebten Leistungsprüfstand mit. Dort kann jeder überprüfen, was wirklich unter der Haube seines Lieblings steckt. Wer sich selbst aktiv betätigen möchte, kann sich auf dem neuen Pitbike-Parcours auf dem Hubschrauberlandeplatz austoben.

Die Band ‘dernächstebitte’ sorgt mit einem musikalischen Bühnenprogramm für den richtigen Sound zum Saisonstart. Zwischen 8.00 und 14.15 Uhr können Motorradfahrer auch auf geführten Fahrten einige Runden auf der Sprintstrecke des Grand-Prix-Kurses drehen (ab 25 Euro für 3 Runden).

Neben tausenden Zweirädern und ebenso vielen Gleichgesinnten, die diesen Tag am Nürburgring gemeinsam zelebrieren, haben sich auch rund 20 Aussteller angekündigt. Sie präsentieren allerhand Nützliches und Neues rund um das Thema Motorrad.

Die Stefan-Morsch-Stiftung ruft wieder dazu auf, sich mit einer Speichelprobe als potenzieller Lebensretter zu registrieren. In der Showzone bestaunen Besucher den Tag über unterschiedlichste Vorführungen - unter anderem von der rheinland-pfälzischen Landespolizei, dem Deutschen Roten Kreuz oder dem ADAC Fahrsicherheitszentrum Nürburgring.

Gottes Segen und eine gemeinsame Runde auf der Nordschleife

Der Gottesdienst (15:15 Uhr) und der Korso (16:30 Uhr) bilden den Höhepunkt der Motorrad-Saisoneröffnung am Sonntag, den 28. April. „Anlassen“ 2025 bietet spannende Einblicke - und zeigt Herz: Es besteht die Möglichkeit, bei Führungen durch das hochmoderne medizinische Zentrum des Nürburgrings einen Blick hinter die medizinischen Kulissen der Rennstrecke zu werfen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt - eine Anmeldung ist vor Ort möglich.

Die emotionalen Höhepunkte folgen am Nachmittag: Um 14.30 Uhr laden Pastor Klaus Kohnz, Pastor Rüdiger Wink und Weihbischof Jörg Peters zum traditionellen ökumenischen Gottesdienst ein. Ein Moment der Besinnung und des Dankes, verbunden mit der Bitte um allzeit gute Fahrt in der kommenden Zweiradsaison. Unmittelbar danach, um 15.30 Uhr, startet das unvergessliche Finale: die gemeinsame Parade rund um die legendäre Nordschleife des Nürburgrings.

Der Korso über die Nordschleife

Tausende Biker und ihre gemeinsame Fahrt über die berühmten 20,832 Kilometer der Grünen Hölle: Der Korso ist jedes Jahr ein außerordentliches Erlebnis für die Motorradfahrer. Tausende Biker und ihre gemeinsame Fahrt durch die Grüne Hölle: Die Parade auf der Nordschleife ist für viele Motorradfahrer am Nürburgring Jahr für Jahr das Highlight.

Zuvor steht die traditionelle Segnung der Biker und ihrer Maschinen beim ökumenischen Gottesdienst im Fokus - verbunden mit der Bitte um stets gute Fahrt.

Weitere Motorrad-Events am Nürburgring

Und auch nach Anlassen warten weitere Motorrad-Events am Ring. Mit der Int. Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM), vom 30.08. bis 01.09., dem ADAC/DMC Race Weekend, vom 10. bis 11.05.

Sicherheitshinweise und Änderungen

Immer wieder kommt es am Nürburgring zu Unfällen mit Motorrädern. An der Nordschleife gibt es ab dieser Saison außerdem eine zusätzliche Ausfahrt. Im Bereich Döttinger Höhe können Touristen nach einer Runde auf der 21 Kilometer langen Strecke nun bei starker Auslastung der Strecke direkt auf die angrenzende L93 wechseln. Damit soll Stau auf der Nordschleife verhindert werden.

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, wurde die Nordschleife in den vergangenen Jahren digitalisiert. Künftig soll die Rennstrecke von mehr als 100 Kameras und mit künstlicher Intelligenz überwacht werden. So könnten nahezu in Echtzeit Rettungskräfte losgeschickt werden.

Nordschleife für Motorrad-Touristenfahrten gesperrt

Die Nordschleife gilt als eine der legendärsten Rennstrecken der Welt. Jedes Jahr können auch Touristen hier in der Eifel ihre Runden drehen - in diesem Jahr aber erstmals nicht mit dem Motorrad. Gemeinsame Fahrten von Autos und Motorrädern über die fast 21 Kilometer lange Nordschleife seien zu gefährlich, heißt es von der Geschäftsführung des Nürburgrings. Der Geschäftsführer Ingo Böder sagte, Autos und Motorräder haben unterschiedliche Fahrdynamiken. "In diesem Fall sind Motorradfahrer besonders gefährdet, da sie im Gegensatz zu Autofahrern keine Knautschzone haben. Auf der legendären Nordschleife sind Zweiräder künftig ausschließlich bei speziellen Trainings und bei geführten Fahrten möglich. Wer bereits eine Saisonkarte gekauft hat, kann diese nach Angaben des Nürburgrings wieder zurückgeben.

Stattdessen können Motorradfahrer ihre Touristenfahrten auf der mit rund fünf Kilometern zwar kürzeren, aber wesentlich weitläufigeren Grand-Prix-Strecke fahren.

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