Das Motoröl spielt eine entscheidende Rolle für die Leistung und Lebensdauer des Motors deiner Harley-Davidson. Um die optimale Leistung und Lebensdauer des Motors zu gewährleisten, ist es wichtig, den Ölstand regelmäßig zu überprüfen und das Öl bei Bedarf zu wechseln.
Den richtigen Ölstand messen
Motoröle sollten immer bei warmem Motor gemessen werden. Abgesehen von den Street- und V-Rod-Modellen werden alle Harley-Davidson-Modelle auf dem Seitenständer gemessen. Ein entsprechender Hinweis befindet sich auf dem jeweiligen Peilstab.
V-Rod und Street-Modelle hingegen werden in aufrechter Position gemessen. Überprüfe stets zusätzlich die Angaben in deiner Betriebsanleitung. Die Differenz zwischen minimaler und maximaler Füllmenge beträgt 0,9 Liter. Bitte fülle nicht bis zum Maximum auf und wechsle nicht beliebig die Schmiermittelmarken.
Schritte zur korrekten Messung des Ölstands:
- Motor warmlaufen lassen: Lasse den Motor warm laufen.
- Positionieren des Motorrads: Stelle sicher, dass dein Motorrad auf dem Seitenständer steht (oder aufrecht, je nach Modell).
- Peilstab reinigen: Entnehme den Peilstab, reinige ihn und führe ihn wieder ein.
- Messen: Entnehme den Peilstab erneut und überprüfe, ob der Ölstand zwischen den Markierungen für Minimum und Maximum liegt.
Das richtige Öl für deine Harley-Davidson
Die empfohlene Viskosität lautet in folgender Reihenfolge: 20W50, 15W40, 10W40. Sportster-Modelle verfügen über einen gemeinsamen Tank für Getriebe- und Primäröl, während alle anderen Modelle separate Tanks für Getriebe- und Primäröl besitzen. Beachte, dass alle Angaben modell- und baujahrspezifisch sind.
Der empfohlene Viskositätsgrad für alle Temperaturbedingungen ist SAE 20W50 Harley- Davidson® Motorradöl. SAE 50 H-D® Motorradöl ist bei Umgebungstemperaturen von 60‑80 °F einsetzbar, SAE 60 H-D Motorradöl über 80 °F.
- Das Grundöl macht 75 - 80 % des Inhalts einer Ölflasche aus. Im Allgemeinen handelt es sich um Erdöl.
- Die Additive machen die verbleibenden 20 - 25 % aus.
Mineralöle gibt es schon seit Langem. Sie sind wirksame Schmiermittel unter den meisten Bedingungen, Mineralöl kommt jedoch nicht an die Reinheit von synthetischen Schmiermitteln heran - insbesondere unter extremen Bedingungen.
Wann sollte das Öl gewechselt werden?
Das Motoröl und der Ölfilter sollten beim ersten Wartungsintervall nach 1000 Meilen gewechselt werden. Danach ist es empfehlenswert, das Motoröl und den Ölfilter bei jedem Wartungsintervall von 5000 Meilen zu wechseln, um die optimale Leistung und Lebensdauer des Motors zu gewährleisten.
Unter bestimmten Bedingungen kann ein häufigerer Ölwechsel erforderlich sein. Dazu gehören:
- Intensive Nutzung: Wenn du dein Motorrad stark beanspruchst, beispielsweise durch sportliches Fahren oder lange Strecken bei hohen Geschwindigkeiten, erhöht sich die Belastung des Motors.
- Staubige Umgebungen: Wenn du oft in sehr staubigen oder schmutzigen Umgebungen fährst, kann sich Schmutz schneller im Motoröl ansammeln.
- Kalte Witterungsbedingungen: Ständiges Fahren bei kalten Temperaturen kann die Viskosität des Motoröls beeinflussen und die Schmierung erschweren.
Zusätzlich solltest du das Motoröl und den Ölfilter immer vor der Wintereinlagerung oder vor jeder längeren Standzeit wechseln.
Motorrad reinigen mit dem Hochdruckreiniger
Das Motorrad mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, ist eine Arbeit, bei der besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Halte immer einen Sicherheitsabstand ein, je nach Art des Strahls sollte dieser zwischen 0,5 und 2 Metern liegen.
Dadurch verhinderst Du, dass sensible Teile durch den Hochdruckreiniger beschädigt werden oder Wasser in empfindlichen Bereiche eindringt. Lasse den Motorblock und andere sehr sensible Teile aus. Ansonsten kannst Du mit dem Hochdruckreiniger über das gesamte Motorrad hinweg entlang arbeiten und dadurch besonders hartnäckigen Schmutz gut entfernen.
Felgen reinigen
Gerade die hintere Felge ist bei einem Motorrad häufig stark verschmutzt. Nutze dafür einen Felgenreiniger, um auch hartnäckige Verkrustungen zu entfernen. Zudem können damit auch Stellen erreicht werden, die nur schwer zugänglich sind.
Achte darauf, dass der Felgenreiniger frei von Säure ist, damit die Oberfläche der Felge nicht angegriffen wird. Manche Reiniger wechseln nach dem Auftragen ihre Farbe, daran erkennst Du, dass der Reinigungsvorgang beendet ist und der Reiniger wieder entfernt werden kann. Anschließend empfiehlt sich eine Felgenversiegelung, damit die Felge wieder gut geschützt ist.
Das Motorrad polieren
Das Motorrad zu polieren halten viele für eine unnötige Tätigkeit. Doch gerade dadurch erhalten alle Teile wieder einen schönen Glanz und das Motorrad sieht optisch hochwertig aus. Zudem schützt Du so dein Bike vor äußeren Einflüssen. Vor jeder Politur sollten alle Teile gründlich gesäubert werden, anschließend kann es losgehen:
Chrom-Teile
Gerade Chromteile sollten Sie regelmäßig polieren. Diese sehen sehr hochwertig aus, was optisch einiges hermacht. Zudem können durch die Politur kleine Kratzer entfernt werden und die Chromteile sind anschließend besser geschützt, da diese wieder versiegelt werden.
Auspuff
Auch der Auspuff ist ein sehr sensibles Teil und benötigt regelmäßige Pflege. Vor allem Rost kann diesem langfristig zu schaffen machen. Lasse den Auspuff vor einer Politur unbedingt abkühlen, anschließend kannst Du diese in kreisenden Bewegungen auftragen. Mit einem trockenen Mikrofasertuch wird der Auspuff anschließend schlierenfrei abgewischt.
Motorradlack versiegeln
Nach jeder Reinigung, inklusive Politur, solltest Du die Oberflächen zusätzlich versiegeln. Dazu verwende am besten Sprühwachs, dieser sorgt für einen schönen Glanz und hält die Lackoberflächen lange sauber.
Batterie Wartung und Pflege
Um die beste Leistung deiner Batterie möglichst lange abrufen zu können solltest Du sie, ähnlich wie auch dein Bike, hegen und pflegen. Die einfachste und unkomplizierteste Möglichkeit dies zu tun ist ein sogenannter Battery Tender. Dieser lädt und entlädt die Batterie während der Standzeit. Dies simuliert das natürlich Fahrverhalten während der Fahrt auch wenn das Bike steht.
Deine Batterie bleibt entsprechend lange “frisch” und immer einsatzbereit. Ab einer Standzeit von mehrere Tagen empfiehlt es sich die Batterie an den Battery Tender zu hängen.Ein solches Batterie Ladegerät bekommst Du natürlich bei uns im Store.
Fehlerbilder der Batterie:
- Motorrad klickt beim Startvorgang nur? - Batterie wahrscheinlich leer - es können die Batteriepole locker sein -> Bitte laden/ prüfen
- Motorrad stirbt während der Fahrt ab, klickt danach nur noch? - Regler / Lichtmaschine eventuell defekt -> Werkstatt aufsuchen
- Batterie ist nach einer Standzeit von wenigen Tagen leer - ggf.
Überwinterung
Bevor Du Deine Harley-Davidson in den Winterschlaf schickst, solltest Du nachfolgende Tipps umsetzen. Diese garantieren Deinem Motorrad eine ideale Lagerung ohne Schäden oder Probleme beim Start der nächsten Saison.
Öle und Flüssigkeiten:
- Tanke dein Fahrzeug vor dem Einlagern komplett voll! Dadurch verhinderst Du das sogenannte Tankatmen.
- Es ist ratsam einen Ölwechsel vor der Einlagerung durchzuführen.
- Durch das Ergänzen des Treibstoffes mit einem Ethanol-Kraftstoffstabilisator wird der Alterungsprozess des Treibstoffes verzögert.
- Sollte dein Fahrzeug einen Vergaser haben, diesen vor der Überwinterung komplett entleeren.
Reifen und Luftdruck:
Der Reifenluftdruck sollte vor der Einlagerung um ca. 0,5 bar erhöht werden, um Druckstellen am Reifen zu vermeiden. Alternativ kann Deine Harley-Davidson auf eine Hebevorrichtung gestellt werden, sodass die Reifen während der Wintermonate entlastet sind.
Batterie / Batterietender:
Um die Batterie im Winterschlaf zu schonen, empfiehlt sich ein Batterieladegerät, welches während der Standzeit eine Nutzung durch Laden und Entladen der Batterie simuliert. Alternativ kann die Batterie abgeklemmt werden und direkt an ein Ladegerät angeschlossen werden.
Reinigung:
Deine Harley sollte gründlich vom Schmutz befreit werden und es sollte eine Versiegelung mittels Politur erfolgen. Dies schützt Lack- und Chromoberflächen. Dadurch verhinderst Du Folgeschäden durch Korrosion oder Dreckeinlagerungen.
Lagerung:
Im Idealfall steht Dein Bike in einem beheizten und trocknen Raum. Sollte dies nicht möglich sein, muss das Motorrad mit geeigneten Abdeckplanen abgedeckt werden. Wichtig ist, dass die Planen atmungsaktiv und im Außenbereich wasserundurchlässig sind.
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