Original Harley-Davidson Tankaufkleber Geschichte

Die legendäre Motorradmarke aus Milwaukee hat eine lange Geschichte. Harley-Davidson feiert seinen 115. Geburtstag mit Anniversary Insignien, die den zeitgenössischen Strömungen im Customizing Rechnung tragen.

Die Anfänge der Tankembleme

Ende der 1930er Jahre gab es bei Harley-Davidson die ersten Tankembleme. Aus Blech gestanzt und verchromt, die Schriftzüge mit Farbe gefüllt. Manche von den erhältlichen Emblemen und Zierstreifen werden heute noch so hergestellt, manche auch inzwischen gegossen. Die Haltebleche und -gewinde wurden angeschweißt. Die meisten der neu erhältlichen Haltesätze werden inzwischen allerdings angeklebt, benzinresistentem Scotch 3D Band sei Dank.

Reproduktionen und Anpassungen

Reproduktionen der originalen Tankembleme, welche an die jeweiligen Befestigungsleisten von Serientanks passen. Für nicht serienmäßige Tanks benötigt man selbstklebende Haltesätze, oder solche zum Anschweißen. Tankembleme kann man als Ersatzteil oder für Restaurationen benutzen. Und natürlich auch, wenn die Rundungen der Embleme und Haltesätze passen, zum Verschönern von neuen und Custom-Tanks.

Jubiläumsmodelle und besondere Designs

Als Jubiläumsfarbton für die Modelle, deren Typkürzel auf „ANX“ endet, kreierte die Company den neuen Mattlack Legend Blue Denim, der mit einem dunklen Finish kombiniert wird. Hinzu kommen im Stil von Tattoos gestaltete Graphics, die einen Adler zusammen mit dem Bar and Shield Logo präsentieren. Auf der Verkleidung der 115th Anniversary Street Glide Special findet man zudem die asymmetrisch aufgebrachte Darstellung des Adlers mit Bar and Shield Logo. Die dezente Perforation des Sitzbezugs, seine blauen Nähte und der geprägte „HDMC“-Schriftzug zählen zu den weiteren Features der Jubiläumsmodelle.

Die Fat Boy Gray Ghost der Icons Collection

Die silbrig schimmernde Fat Boy Gray Ghost ist das fünfte Modell der Harley-Davidson Icons Motorcycle Collection. Dieses neue, in streng limitierter Auflage gefertigte Icons Modell feiert die ersten 35 Jahre der Fat Boy - eines Bikes, das Geschichte schrieb und dessen Name zu den bekanntesten der Motorradwelt zählt. Im Rahmen der Icons Motorcycle Collection präsentiert die Motor Company Jahr für Jahr die streng limitierte Auflage eines Motorradmodells, das die Neuinterpretation einer klassischen H-D Stilikone darstellt. Die Modelle der Icons Motorcycle Collection sind nummeriert und weisen spezielle Features auf, die sie von der jeweiligen Serienversion abheben.

„1990 nahm die ursprüngliche Fat Boy den Look, die Proportionen und die Silhouette einer Hydra-Glide aus dem Jahr 1949 auf und verband sie mit der seinerzeit aktuellen Technik, um eine neue Generation von Fahrern anzusprechen“, erläutert Brad Richards, Harley-Davidson Vice President of Design und Creative Director Motorcycles. Bei seiner Einführung war das Modell auf eine begrenzte Lebensdauer ausgelegt. Die Fat Boy ist ein Motorrad für Fahrer, die ein Statement setzen wollen. Dieses Statement wird durch die Fat Boy Gray Ghost der Icons Collection noch deutlicher. Sie schimmert in der Sonne, als sei sie aus einem massiven Aluminiumblock herausgefräst und auf Hochglanz poliert worden.

Das Reflection Finish

Das Reflection Finish wird mittels PVD-Verfahren (Physical Vapor Deposition) erzeugt, das auch als Dünnfilmbeschichtung bekannt ist. Dabei wird ein festes Material in einem Vakuum verdampft und auf die Oberfläche eines Bauteils - im Fall dieser Maschine des Kraftstofftanks sowie des Front- und Heckfenders - aufgebracht. Dazu wird eine positive Ladung auf das feste Material (eine Aluminiumlegierung) und eine negative Ladung auf das Motorradteil aufgebracht. In der Vergangenheit wurde das PVD-Verfahren von Harley-Davidson zur Veredelung einiger Kleinteile wie Tankmedaillons und Auspuffblenden eingesetzt. Bei den Fendern und dem Kraftstofftank der Fat Boy Gray Ghost kommt es erstmals bei derart großen Teilen einer Harley zur Anwendung.

Die Präzision der Beschichtung führt zu einem einzigartigen Finish, das chromähnlich aussieht, aber Vorteile gegenüber einer konventionellen Verchromung hat. Der Rahmen ist in einem hellen Silberton pulverbeschichtet und verchromte Seitendeckel vervollständigen den glänzenden Look.

Designelemente der Fat Boy Gray Ghost

Zu den Stylingelementen, die vom Original der Fat Boy inspiriert sind, gehören ein runder Luftfilter, gelbe Embleme an den unteren Rockerboxen, den Motordeckeln und dem Tankkonsoleneinsatz, ein mit Schnürung und Lederquasten versehener Sitz sowie ein schwarzes, ledernes Tank Strap, das ebenfalls eine Schnürung aufweist. Auch die dreidimensionalen Tankmedaillons sind dem Design der geflügelten Tankgraphics am Urmodell der Fat Boy nachempfunden. Auf der Tankkonsole ist die Seriennummer eingraviert und auf dem hinteren Fender befindet sich ein Medaillon, das auf die Zugehörigkeit zur Icons Collection hinweist. Die für die Fat Boy typischen Lakester Leichtmetallräder unterstreichen den selbstbewussten Auftritt.

Technische Neuerungen der 2025er Fat Boy

  • Der neue Milwaukee-Eight 117 Custom V2 ist auf eine Leistung von 75 kW (102 PS) und ein maximales Drehmoment von 165 Nm bei 2.750 U/min abgestimmt - eine Leistungssteigerung von über sieben Prozent und rund 6,5 Prozent mehr Drehmoment als bei der 2024er Fat Boy 114.
  • Der Motor wurde mit einer 2-in-2-Auspuffanlage mit zwei Katalysatoren ausgestattet.
  • Um einen kraftvollen Sound zu erzeugen, dämpfen die leichtgewichtigen Schalldämpfer hohe Frequenzen und betonen niedrige.
  • Die Brennraumform der Vierventil-Zylinderköpfe wurde überarbeitet, ovale Einlasskanäle und strömungsoptimiert gestaltete Einlassventilsitze verbessern die Leistungsentfaltung und reduzieren den Kraftstoffverbrauch.
  • Das Motoröl wird von einem am Rahmen montierten Ölkühler durch Kühlkanäle in den Zylinderköpfen geleitet.
  • Sämtliche Beleuchtungskomponenten der Cruiser sind in LED-Technik ausgeführt.
  • Der neue USB-C-Anschluss bietet eine schnellere Datenübertragung als der zuvor verwendete USB-A-Anschluss sowie eine reversible Steckerausrichtung und Kompatibilität mit neueren Geräten.
  • Das neue 5“-Instrument auf der Tankkonsole verfügt über einen analogen Tachometer mit einem digitalen Multifunktions-LCD-Display.

Inspiration durch die Lowboy

Die Fat Boy wurde von einem Custombike inspiriert, das auf der H-D Softail Plattform basierte und 1987 bei Harley-Davidson Montréal entstand. Geschäftsführer Duc Dufour und Werkstattmitarbeiter Denis Lavoie entwickelten diese Maschine und tauften sie Lowboy. Sie verfügte über eine verdeckte Hinterradfederung, ein Leichtmetall-Scheibenrad, einen Frontfender aus Fiberglas und einen breiten Lenker. Harley-Davidson Manager Jerry Wilke entdeckte sie und schickte ein Exemplar nach Milwaukee. Die Maschine gab dem H-D Stylingteam unter der Leitung von Willie G. Davidson wichtige Impulse.

„Bei der Fat Boy von 1990 sind die Räder das entscheidende Merkmal“, erläutert Davidson in seinem Buch „100 Years of Harley-Davidson”. „Mit den Scheibenrädern wollten wir einen unverwechselbaren Look erschaffen. Wir trieben unsere Idee mit einer einfarbigen silbernen Lackierung und einem silbern pulverbeschichteten Rahmen weiter voran. Da das gesamte Motorrad nun silberfarben war, brauchten wir etwas noch Helleres, um Akzente zu setzen. Deshalb fügte ich gelbe Verzierungen an den Kipphebelgehäusen, dem Kupplungs- und Zündungsdeckel und dem Zündschalter hinzu.

„Sie fragen sich wahrscheinlich, wie wir auf den Namen Fat Boy gekommen sind. Ich habe viele Geschichten darüber gehört, von denen fast alle unwahr sind“, berichtet Davidson. „Hier ist die wahre Geschichte: Es ist nicht leicht, einen ebenso einprägsamen wie dauerhaft beliebten Namen zu finden. Wir suchten nach etwas Ungewöhnlichem und vielleicht sogar Respektlosem und es hat schon etwas Cooles, sich von Zeit zu Zeit über die eigenen Produkte lustig zu machen. Für mich und für viele andere Insider, die das Motorrad gesehen hatten, sah es einfach sehr fett aus.

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