Osterhase mit Motorrad: Eine lebendige Tradition

Ostern ist das tierreichste unter den christlichen Festen. Eine sehr alte Tradition an Ostern ist die sogenannte Osterkerze. Das Licht gilt schon seit jeher als Zeichen für das Leben. Seit dem Altertum galt das Symbol des Feuers als etwas Heiliges. Die ältesten Wurzeln hat die Osterkerze im frühen Christentum, wo man mit zahlreichen Kerzen die Feier des Gottesdiensts in dieser Nacht erhellte.

Die Symbole des Osterfestes

Das Lamm ist ein Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere und zudem das klassische Opfertier im Alten Testament. Zum Passah-Fest sollten die Israeliten ein Lamm schlachten, als Zeichen der Dankbarkeit für den Auszug aus Ägypten. Im Johannesevangelium ist dann von Jesus als "Lamm Gottes" die Rede, das unschuldig und ohne Gegenwehr in den Tod gegangen ist: "Seht das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt." "Damit sind sein Tod und seine Auferstehung gemeint. Heute kommen Osterlämmer eher in Gestalt eines Kuchens auf den Tisch. Dem Osterlamm wird meistens eine Siegesfahne beigelegt. Beim Osterlamm sind die biblischen Bezüge erkennbar.

Auch das Ei galt in den antiken Kulturen und Religionen als ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Die Einbindung von Eiern in mystische und religiöse Riten kann man bis ins Zeitalter der Babylonier rückverfolgen. Im Christentum wurde diese symbolische Deutung des Eies aufgenommen und weiterentwickelt: Hier steht die unversehrte Hülle des Eies nun einerseits für die Auferstehung Jesu. Seit dem 10. Jahrhundert war es unter den koptischen Christen in Ägypten Brauch, sich zum Osterfest gegenseitig Eier zu schenken.

Der Osterhase: Von germanischen Wurzeln zur modernen Ikone

Der Hase war Begleittier der westgermanischen Frühlingsgöttin Ostara. In der byzantinisch-christlichen Tiersymbolik ist der Hase ein Symbol für Jesus Christus, der im Tod das Leben gebracht hat: Weil der Hase keine Augenlider hat, schläft er mit offenen Augen. In der Urkirche betrachtete man den ständig bedrohten Hasen als Bild für die verfolgte Christenheit. Die Erfolgsgeschichte des Hasen als Eierbringer begann vor 300 Jahren in Südwestdeutschland. Doch es brauchte lange, bis sich der Hase gegen seine Konkurrenz durchsetzte: In Nord- und Mitteldeutschland besorgten das Fuchs, Rabe, Kuckuck und Storch. Sie sind wie der Hase Tiere des Frühlings. Dass ausgerechnet der Hase das Rennen machte, lag - wer weiß - vielleicht an seiner sprichwörtlichen Schnelligkeit. Populär wurde der Osterhase Ende des 19. Jahrhunderts.

Erst seit dem 17. Jahrhundert bringt der Osterhase die Eier, davor waren es je nach Region verschiedene Tiere. Mitunter sogar die Kirchturmglocken: In den Vogesen hieß es, dass die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen, um dort die Ostereier zu holen. Wenn sie dann am Karsamstag zurückkommen, lassen sie die Ostereier über den Gärten und Feldern der Einwohner fallen, wo die Kinder sie finden können.

Das Osterlachen: Freude als Ausdruck des Glaubens

Eine sehr alte Tradition zu Ostern ist das Osterlachen. Dabei erzählt der Priester in der Osterpredigt lustige Anekdoten, um die Gläubigen zum Lachen zu bringen. Scherze oder überraschende Witze in der Osterpredigt waren bis in das 17. Jahrhundert hinein fast überall ein fester Bestandteil der Predigt in der Osternachtliturgie. In einigen Regionen − vor allem in Bayern − war es vom 14. bis 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil des christlichen Brauchtums. Der ernste Hintergrund: Mit dem Osterlachen soll die Freude zum Ausdruck kommen, dass Christus den Tod überwunden hat. Das Osterlachen stieß allerdings im Protestantismus auf scharfe Kritik, da im Spätmittelalter auch mit obszönen Handlungen und Worten versucht wurde, die Gemeinde zum Lachen zu bringen.

Osterwasser: Ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit

Seit Anbeginn der Menschheit gilt das Wasser als Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit. Deshalb wurde es bei den Germanen zum Andenken an die Frühlings- sowie Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. Nach dem Siegeszug des Christentums wurde das Wasser zu einem Symbol für Ostern umgedeutet. Ein alter Volksbrauch war es, das Osterwasser in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach zu schöpfen und dann schweigend nach Hause zu tragen. Dies sollte ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen sowie für eine ewige Jugend und Schönheit sorgen.

Der Osterhase auf zwei Rädern: Eine moderne Interpretation

Fast 100 Osterhasen waren mit rund 70 Motorrädern am Osterwochenende wieder in der Region unterwegs. Wenn sie an Ostern vorbeisausen, gehen die Mundwinkel ganz automatisch nach oben: Die Hasentour war auch in diesem Jahr wieder unterwegs, sammelte Spenden in Wilhelmshaven und Friesland und begeisterte unzählige Schaulustige. Das beeindruckte auch Organisator Sascha Scheller, der die Tour mit dem Satz „es war einfach nur gigantisch“ zusammenfasste. Überall an den Zwischenstopps haben sich Menschen versammelt, um die fast 100 als Hasen verkleidete Motorradfahrer, die in drei Rotten unterwegs waren, zu sehen. In Horumersiel etwa war die Straße im Ortskern gesäumt von Schaulustigen: „Jetzt weiß ich, wie sich Prinz Charles und Lady Diana gefühlt haben müssen“, so Scheller.

Natürlich geht es aber nicht nur darum, Kindern und Erwachsenen mit Kostümen und Süßigkeiten, die verteilt werden, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Mit der Tour werden Spenden gesammelt, die am Ende kleinen gemeinnützigen Projekten in der Region zugutekommen. Seit der ersten Fahrt 2016 sind so schon mehr als 150.000 Euro zusammengekommen - allein im letzten Jahr waren es mehr als 45.000 Euro. Rund eine Woche werden die Hasen brauchen, um den Inhalt der noch versiegelten Spendendosen zu zählen. Danach wird die Summe im Laufe des Jahres verteilt. Vereine und Organisationen können sich auch jetzt noch um Spenden bewerben.

Eine Situation ist Scheller in diesem Jahr ganz besonders im Gedächtnis geblieben: Eine ältere Dame habe im Wangerland an der Straße gestanden und mit einem Geldschein gewunken. Die Frau spendete schließlich 100 Euro und für ihren Mann war es eine ganz besondere Freude. Der 92-Jährige hatte fast eine Stunde lang an der Straße gewartet, nur um die Motorrad-Hasen zu bestaunen. „Es ist immer richtig viel Arbeit und meine Familie muss auch immer ein bisschen leiden in der Vorbereitung der Tour, aber so etwas macht das alles wieder wett“, sagte Scheller. Das gleiche gilt für die Besuche bei den vielen gemeinnützigen Organisationen im Laufe des Jahres. Auch Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos) besuchte die Teilnehmer vor dem Start.

Schon mal einen Osterhasen auf einem Motorrad gesehen? Nein. Wenn man es aber erleben will, sollte man in Irrel wohnen oder sich Fotos von dieser Aktion schicken lassen, die am Ostersonntag in den Straßen des Ortes stattfindet. Dann fahren nämlich zwei Männer in Osterhasen-Kostümen auf zwei Oldtimer-Motorrädern durch den Ort. Warum? „Weil wir in diesen schwierigen Zeiten etwas für die Kinder und Familien tun möchten“, sagt Doris Backendorf von „Hand in Hand“. Normalerweise organisiere die Initiative jedes Jahr an Ostern die Emmaus-Wanderung mit vielen Aktionen für Kinder. Aber dieses Jahr sei das wegen Corona eben nicht möglich. Damit die Kinder trotzdem ein wenig Freude haben, rollt der Hase eben durchs Dorf. Wer lieber drin bleiben will, kann sich das Hasen-Gespann auch von dort aus angucken. Wie auch immer: Fotos machen ist erwünscht. Denn damit können die Kinder an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem es Preise zu gewinnen gibt. Und Nicht-Irreler müssen sich eben nachher die Fotos anschauen, um zu glauben, dass Osterhasen Motorrad fahren können. Bleibt nur noch die Frage: Wer sind die beiden verkleideten Männer auf den heißen Öfen?

Traditioneller Artikel (ca. Vorbild X-Mas-RideEaster Ride für guten Zweck: Biker fahren als Osterhasen durch KielBildunterschrift anzeigenBildunterschrift verbergenAm Ostermontag, 21. April, wird es auf den Straßen von Kiel sehr laut und bunt. Motorradfahrer verkleidet als Osterhasen wollen durch die Stadt fahren und Spenden für die Hospiz-Initiative Kiel sammeln. Die Tour Easter Ride ist angelehnt an den X-Mas-Ride.Kiel. Als Weihnachtsmänner verkleidete Motorradfahrer, die kurz vor Heiligabend für den guten Zweck durch die Region fahren und Tausende Schaulustige an die Straße locken, sind bekannt: Der X-Mas-Ride in Kiel hat Tradition. In diesem Jahr startet nun zum zweiten Mal der Easter Ride. Am Ostermontag rollen Osterhasen auf ihren lautstarken Maschinen durch die Landeshauptstadt und sammeln Spenden für die Hospiz-Initiative Kiel. Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeAb 12 Uhr treffen sich die Osterhasen-Biker auf dem Parkplatz des Famila-Supermarktes in der Wik. Gegen 12.30 Uhr will sich der Tross in Bewegung setzen. Organisatorin Beke Schmidt, die mit ihrem Mann Björn Portz den Easter Ride ins Leben gerufen hat, rechnet mit 150 bis 200 Teilnehmern. Easter Ride am 21. April in Kiel: Route startet bei Famila in der Wik„Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zum X-Mas-Ride. Wir glauben, dass beide Veranstaltungen nebeneinander funktionieren können“, sagt Organisatorin Beke Schmidt, die selbst regelmäßig an der Weihnachtstour teilnimmt. „Der Easter Ride ist für uns ein Start in die Motorrad-Saison.“ Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeDie Route führt von der Prinz-Heinrich-Straße an die Kiellinie weiter Richtung Bahnhof und über die Kaistraße und Preetzer Straße auf den Ostring. Es folgt ein Abstecher nach Mönkeberg und Schönkirchen. Über die Werftstraße geht es zurück ins Stadtzentrum, vorbei am Exerzierplatz, durch die Rathausstraße zum Dreiecksplatz.Über die Holtenauer Straße fahren die Osterhasen-Biker weiter auf der Bundesstraße 503 bis nach Schilksee und über die Fördestraße zurück zum Famila-Parkplatz. Wer mitfahren möchte, kann sich ohne Anmeldung anschließen. Voraussetzung ist eine Mindestgeschwindigkeit von Tempo 60.Mehr zum ThemaNachdem 2024 Geld für die Johanniter gesammelt wurde, sollen die Spendeneinnahmen aus diesem Jahr an die Hospiz-Initiative Kiel fließen. Der Verein wird sich und seine Arbeit am Montag auf dem Famila-Parkplatz vorstellen. Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeFür Kinder gibt es ein Rahmenprogramm, ein Imbisswagen ist aufgestellt. Die Osterhasen warten bereits auf ihre wilde Fahrt. (utz)

Der Osterhase aus dem Erzgebirge

Hat die Welt das schon gesehen? Ein Osterhase der auf dem Trike seine Ostereier zu den Menschen fährt. Zwar sind die Eier gerade nicht zu sehen, diese hat er gewiss noch bei sich zu Hause gut versteckt. Die großen, langen Löffel senkrecht hochgestellt, wohl wird er grade jetzt die tolle Fahrt beginnen. Sein Trike ist aber wirklich ein ganz besonders schönes Exemplar, da wird die schnelle Fahrt zum ganz besonderen Vergnügen. Auch dieser Osterhase will einmal eine Rast einlegen, da wird er doch gewiss in ihrem Heim ein wunderschönes Plätzchen finden?!?

Kugelfiguren des Herstellers Seiffener Volkskunst eGGemäß dem Motto "Traditionelles und Pfiffiges aus dem Erzgebirge" werden beim Hersteller Seiffener Volkskunst eG die lustigen Kugelräuchermannfiguren gefertigt. Unsere Figuren werden aus heimischem Buchenholz gefertigt und eigenhändig montiert und farbig angemalt. Der bereits mehrheitlich preisgekrönte Gestalter Karsten Braune entwickelt mit seinen originellen Ideen die Vorgaben für das Aussehen der Kugelräuchermännchen. Das Erscheinungsbild der Kugelräuchermannfiguren reicht von Berufen wie Postbote, Polizist, Schaffner, über Hobbies wie Golfer, Angler, Gärtner, oder auch Tieren wie Eisbär, Elch, Pinguin, bis hin zu weihnachtlichen Figuren. Aber man erhält ebenso einen Opa im Trabi oder einen Clown. Speziell bei Kindern gefragt sind die Cool-Man, heitere und individuelle Schneemänner beim Wintersport. Die Serie der Kugelräuchermannfiguren beinhaltet gegenwärtig über 100 unterschiedliche Produkte, die alljährlich durch unzählige Neuerscheinungen ergänzt werden. Beispielsweise die neuen Figuren Ur-Kugler und Räucherdrache, wofür sogar ein individueller Duft kreiert wurde. Die Popularität der Kugelräuchermännchen steigt nach wie vor und der Gestalter Karsten Braune kreiert bereits neue Motive, sodass es schon bald weitere Neuerscheinungen geben wird.

Dieser Osterhase von Karsten Braune hat es mit seinem Motorrad ziemlich eilig, denn er muss unbedingt vor dem Osterfest das gelbe Ei, das er auf dem Rücksitz festgeschnallt hat, ausliefern! Um seinen Hals trägt er eine grünen Schal, damit er sich bei der rasanten Fahrt keine Erkältung einfängt und auf seinem Kopf sitzt ein heller Strohhut aus dem die langen Hasenohren heraus schauen! Der niedliche Kerl gehört zu der Kugelhasen-Serie und ein echtes Produkt der erzgebirgischen Holzkunst. Eine neue Generation erzgebirgischer Holzfiguren wurde 1997 aus einer Idee und gedrechselten Holzkugeln geboren, vom gebürtigen Erzgebirger erdachte, im Erzgebirge gemachte kleine Männer, die - ihrer Tradition bewusst - in die große weite Welt blicken. Daher ihr Slogan „Pfiffiges aus dem Erzgebirge“.

Wenn auch die Ideenwerkstatt in die Pfefferkuchenstadt Pulsnitz ausgewandert ist, ändert das nichts daran. Ganz im Gegenteil, es weht frischer Lausitzer Wind in die erzgebirgische Holzkunst. Als Designer für die Kugelfiguren der Kollektion PLUS und der Kugelräuchermänner der Seiffener Volkskunst hat Karsten Braune bereits zahlreiche Preise bekommen.

Der Dienstälteste Osterhase Deutschlands aus Hirschfeld

Osterhase Dieter Melzer hält die 70-jährige Tradition in Hirschfeld am Leben. Begonnen hat diese im Jahr 1951 mit dem „Ersten fahrenden Osterhasen“ Artur Schulze, geb. 06.12.1895. Er fuhr im Alter von 55 Jahren mit dem Fahrrad seine erste Runde durch das Dorf. Um bei den Kindern unerkannt zu bleiben verschwand er nach der Beendigung seiner Tour im Wald. Dort zog er wieder seine normale Kleidung an, die er in der Huckekiepe verstaut hatte, versteckte diese und radelte nach Hause.

Seit 1968 führt Dieter Melzer die Tradition des Hirschfelder Osterhasen fort. Es ist interessant welche Fahrzeuge aus DDR-Zeiten zum Einsatz kamen und wie sich auch das Aussehen des Osterhasen in all den Jahren verändert hat. Seit 2003 fährt der Osterhase mit seinem Schmuckstück, dem Berliner Roller, und mit dem dazugehörigen Campi Anhänger übers Land. Die Übernahme dieser Tradition kam 1968 durch die Überredungskünste der Oma des Osterhasen, Martha Melzer, und die eigenen schönen faszinierenden Kindheitserlebnisse von Dieter Melzer. Sie erzählte damals davon, dass ihre Freundin, die Frau des ersten Osterhasen, alle Utensilien für den Osterhasen auf ihrem Dachboden lagerte. Alle diensthabenden Osterhasen hatten sich diese seit 1955 bei ihr ausgeliehen. Nach Absprache dieser Beiden kam es also dazu, dass sich der noch heutige Osterhase das erste Mal mit dem ausgeliehenen Outfit und seiner 350er Jawa auf Tour begab. Diese Tour führte von Hirschfeld über Gröden, Merzdorf, Großthiemig, danach erstmals über die Landesgrenze Brandenburgs hinaus nach Sachsen in die Orte Brößnitz, Blochwitz, Lampertswalde, Weißig a.R., Oelsnitz und Strauch.

Um die Osterzeit wurden außerdem Kindergärten und Schulen aufgesucht. Im Laufe der Zeit kamen dann noch Autohäuser, Einkaufs-Centren, Altersheime, Krankenhäuser und Osterfeuer in der Umgebung hinzu. Zu den emotionalsten Einsätzen des Osterhasen zählt seit einigen Jahren der Besuch der Kinderkrebsstationen im Klinikum Cottbus und der Uniklinik Dresden. Es ist schön, dass durch die Begegnung mit dem Osterhasen die kleinen Patienten für einige Augenblicke den Krankenhausalltag vergessen können. Alle Jahre findet das traditionelle Treffen mit dem Osterhasen auf dem Sportplatz auf der Waldbühne in Hirschfeld am Ostersonntag statt.

Ein schönes altes Brauchtum aus der Geschichte des Schradenlandes, ist das seit 2007 wieder ins Leben gerufene „Kleinen Ostern“, am Sonntag eine Woche nach Ostern auf dem „Spitzen Berg“ in Hirschfeld. Dort findet das beliebte Ostereierkullern mit dem Osterhasen für Groß und Klein statt.

Bisher hatte die Ifa-Bande ihre Ausfahrt als Veranstaltung organisiert. Was 2015 mit ein paar Dutzend Mopeds angefangen hatte, wurde im Laufe der Jahre immer größer, so dass die Stadtverwaltung nun eine Anmeldung verlangte. Anfang April sagten die Liebhaber des DDR-Fahrzeugbaus ihre Ausfahrt für 2025 deshalb zunächst ab. Für Versammlungen wie Demonstrationen können Behörden aber keine Gebühren erheben.

Seit nunmehr 55 Jahren macht er sich auf den Weg und besucht Jahr für Jahr bei Wind und Wetter die Kinder in der Region. Damit hält er die nun schon 72-jährige Tradition am Leben. Man kann ihn schon mit Recht sprichwörtlich als einen „ Alten Hasen“ in seiner Branche bezeichnen. Mittlerweile ist er auch zu einer Legende im Schradenland und darüber hinaus geworden. Die jährlichen Touren mit seinem „Berliner Roller“ mit Hänger führen vom Schradenland und seiner näheren Umgebung bis tief ins benachbarte Sachsen.

Eine besondere Herzenssache des Osterhasen ist jedes Jahr der Besuch in den Krankenhäusern auf den Krebsstationen der Kinder und Jugendlichen, wo der Osterhase durch sein Erscheinen auch den dort Beschäftigten den Krankenhausalltag für einige Augenblicke vergessen lässt. Was den Osterhasen trotz seines fortgeschrittenen Alters antreibt, ist die Freude und Dankbarkeit der Kinder und aller Osterhasenfans - welch ein unbeschreibliches Gefühl. Möge dem Osterhasen auch noch weiterhin seine Gesundheit und Lebensfreude erhalten bleiben.

Auch die diesjährige Jubiläumsveranstaltung auf der „Waldbühne“ in Hirschfeld am Ostersonntag wird ein Treffen mehrere Generationen sein, die in ihrem Leben den Osterhasen erleben konnten. Der Osterhase wird wieder für einigen Überraschungen sorgen.

Spendenaktionen durch Osterhasen-Motorradtouren

Jahr Spendenempfänger Spendensumme
Bis 2023 Gemeinnützige Projekte in der Region Über 150.000 Euro (gesamt)
2023 Gemeinnützige Projekte in der Region Über 45.000 Euro
2024 Johanniter N/A
Aktuelles Jahr (Kiel) Hospiz-Initiative Kiel N/A

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0