Die besten Pedale für Mountainbikes im Vergleich

Egal ob steile Trails oder ruppige Wurzelpassagen - MTB-Pedalen sind die direkte Verbindung zwischen Fahrer und Bike. Sie geben Kontrolle, Halt und Sicherheit. Die Wahl fällt meist zwischen Flat-Pedals für maximale Bewegungsfreiheit und Klickpedalen für effiziente Kraftübertragung. Während Einsteiger-Pedalen schon ab 20 € zu haben sind, kosten High-End-Modelle mit präzisen Lagern und hochwertigen Materialien bis zu 250 €.

Wie wurde getestet?

Beim MTB-Pedal-Test stand Praxis im Mittelpunkt. Auspacken, montieren, rauf aufs Bike - Asphalt, Schotter, Waldweg, Trail. Wie sicher steht der Fuß? Rutscht was oder passt der Grip? Hält das Pedal Stöße aus oder hinterlässt der erste Felskontakt bleibende Spuren? Läuft das Lager sauber? Wie leicht lässt sich Dreck entfernen? Der Fokus lag auf realen Fahreindrücken, die im Alltag zählen.

MTB-Pedale im Test: Ein Überblick

Im Folgenden werden einige der getesteten Pedale detaillierter vorgestellt:

Crankbrothers Stamp 1

Das Crankbrothers Stamp 1 MTB-Pedal überzeugte als Testsieger mit starkem Grip, großer Plattform und einem leichten, aber stabilen Pedalkörper. Besonders die konkave Bauweise sorgte für eine sichere Fußposition, auch auf ruppigen Trails. Die Lager liefen sauber, und das Nylon-Composite-Material hielt harten Schlägen stand. Für alle, die ein performantes Plattformpedal mit Top-Preis-Leistung suchen, ist das Stamp 1 das beste MTB-Pedal.

Beim ersten Kontakt wirkt das Stamp 1 wie das leichteste MTB-Pedal, dabei aber trotzdem solide. Der Pedalkörper aus robustem Nylon-Verbundmaterial fühlt sich wertig an, ohne an der Stabilität zu sparen. Die Plattformgröße macht sofort klar, dass dieses Pedal besonders für Fahrer mit größeren Füßen oder diejenigen, die viel Kontrolle suchen, optimiert ist. Das schlichte, aber funktionale Design fällt positiv auf. Es gibt keine scharfen Kanten oder unsauber verarbeiteten Stellen, was für eine sorgfältige Fertigung spricht. Die leicht strukturierte Oberfläche könnte sich positiv auf den Grip auswirken. Die Achse und das Gewinde machen auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Das Gewinde ist sauber geschnitten, was eine problemlose Montage erwarten lässt. Insgesamt vermittelt das Pedal den Eindruck, dass es auf Langlebigkeit und Performance ausgelegt ist - ideal für Fahrer, die das leichteste MTB-Pedal suchen und dennoch nicht auf Stabilität verzichten wollen.

Schon auf den ersten Metern fühlte sich das Stamp 1 direkt vertraut an. Die große Plattform bot genug Platz für verschiedene Fußpositionen, was besonders auf ruppigen Strecken Sicherheit gab. Die konkave Bauweise half dabei, den Fuß an Ort und Stelle zu halten, ohne dass ständig nachjustiert werden musste. Gerade in technischen Passagen oder engen Kurven blieb der Stand stabil, was Vertrauen ins Fahrrad förderte. Während der Testfahrt zeigten sich die zehn Pins pro Seite als solides Feature. Sie sorgten für spürbaren Grip, auch mit normalen Turnschuhen. Bei trockenen Bedingungen blieb der Fuß sicher auf dem Pedal, selbst bei harten Schlägen auf Wurzeln oder Steinen. Allerdings wurde klar, dass bei sehr feinem Schotter oder staubigen Passagen ein aggressiveres Pin-Design noch mehr Halt bieten könnte. Wer öfter auf rutschigem Untergrund unterwegs ist, kann hier mit längeren Austausch-Pins nachhelfen. Die großzügige Trittfläche sorgt für eine sichere Fußposition, selbst auf ruppigen Trails. Durch die stabilen Pins bleibt der Schuh auch bei hoher Belastung fest auf dem Pedal. Besonders für schnelle Manöver und technisches Gelände ist ein fester Stand essenziell.

Ein Pedal muss nicht nur guten Grip haben, sondern auch einiges wegstecken können. Der Nylon-Verbundkörper zeigte sich im Test widerstandsfähig und nahm einige unsanfte Felskontakte mit nur leichten Kratzern hin. Tiefere Einkerbungen oder Schäden waren nicht sichtbar. Die leicht abgeschrägten Kanten trugen dazu bei, dass das Pedal nicht unnötig an Hindernissen hängen blieb - ein Vorteil, wenn es über Wurzeln oder durch felsige Abschnitte geht. Die Montage des Stamp 1 ist unkompliziert und erfolgt mit einem Innensechskantschlüssel. Dank des präzisen 9/16-Zoll-Gewindes passt das Pedal problemlos auf gängige MTB-Kurbeln. Eine korrekte Montage ist entscheidend für die Haltbarkeit und die Fahrsicherheit. Auch die Lagerqualität machte sich bemerkbar. Sie liefen von Anfang an geschmeidig, ohne Widerstand oder störende Geräusche. Weder Spiel noch Schleifgeräusche waren während der gesamten Testzeit spürbar, was für eine hochwertige Abdichtung spricht. Besonders positiv: Nach mehreren Stunden Fahrzeit blieb das Drehverhalten konstant, was auf langlebige Lagertechnik schließen lässt.

Nach der Fahrt ließ sich das Flat-Pedal von Crankbrothers problemlos reinigen. Die offene Bauweise verhinderte, dass sich Schmutz und Matsch festsetzten, und eine kurze Reinigung mit Wasser genügte, um das Pedal wieder einsatzbereit zu machen. Auch die Pins blieben frei von Verkrustungen, sodass der Grip auf Dauer stabil blieb. Die Fußhaltung auf dem Stamp 1 Pedal ist stabil und ausbalanciert. Die Pins sorgen für einen festen Stand und optimale Kontrolle.

Das Stamp 1 hat im Test bewiesen, dass es nicht ohne Grund eines der beliebtesten Plattformpedale ist. Die Kombination aus geringem Gewicht, großer Auflagefläche und stabilem Standgefühl sichert dem Stamp 1 den Titel als Testsieger - ein Top-Pedal für alle, die Leichtigkeit und Grip auf dem Bike wollen. Besonders beeindruckt hat der Grip, der für ein Kunststoffpedal außergewöhnlich gut ist. Die Pins bieten sicheren Halt, auch wenn sie nicht so aggressiv wie bei Metallpedalen sind. Wer noch mehr Biss will, kann längere Pins nachrüsten. Die robuste Bauweise zeigte sich ebenfalls als klarer Vorteil. Stöße und Felskontakte überstand das Stamp 1 ohne strukturelle Schäden, und auch die Lager liefen durchgehend sauber. Dank der offenen Bauweise setzt sich kaum Dreck fest, sodass das Pedal leicht zu reinigen ist.

FUNN Mamba

Das FUNN Mamba punktete mit seiner Hybrid-Funktion aus Klick- und Plattformpedal, was es zur perfekten Wahl für flexible Fahrer macht. Der Klickmechanismus arbeitete präzise, während die Plattformseite mit ordentlichem Grip überzeugte. Die CNC-gefräste Alu-Konstruktion zeigte sich robust, die Lager liefen geschmeidig. Wer zwischen Klick- und Flat-Pedal bei seinem MTB wechseln will, findet hier eine durchdachte Lösung.

Der CNC-gefräste Aluminiumkörper des FUNN Mamba fühlt sich massiv an, ohne dabei unnötig schwer zu wirken. Besonders auffällig ist das Hybrid-Design: eine Seite ist ein SPD-Pedal für MTBs, die andere eine klassische Plattform. Diese Vielseitigkeit macht sofort neugierig auf den Praxistest. Die Verarbeitung hinterlässt einen positiven Eindruck. Keine scharfen Kanten, keine unsauberen Fräsungen - das gesamte Pedal wirkt hochwertig gefertigt. Auch der Klickmechanismus sitzt sauber integriert, nichts klappert oder fühlt sich billig an. Beim ersten Drehen zeigt sich: Die Lager laufen geschmeidig und ohne Spiel. Die 10 Pins auf der Plattformseite könnten für Hardcore-Flatpedal-Fahrer etwas zahm wirken, aber das wird sich erst im Test klären. Insgesamt macht das Mamba auf den ersten Blick genau das, was es soll: stabil, vielseitig und technisch durchdacht sein.

Bereits nach den ersten Metern zeigte sich, dass das Mamba kein gewöhnliches Flat-Pedal ist. Die Kombination aus Klick- und Plattformseite macht es extrem vielseitig - ein klarer Vorteil für Fahrer, die sich nicht auf eine einzige Fahrweise festlegen wollen. Im Test wurde bewusst auf die Nutzung von Klickschuhen verzichtet, um einen fairen Vergleich mit den anderen Pedalen zu gewährleisten. Dennoch sind wir kurz in der Garage in die Schuhe geschlüpft. Das SPD-Klicksystem des MTB-Pedals ermöglicht eine feste Verbindung mit den Cleats von Klickschuhen. Wer flexibel bleiben will, nutzt die Plattformseite mit Pins.

Die Montage verlief problemlos, da das Standard-9/16-Zoll-Gewinde sauber verarbeitet war. Das Pedal ließ sich ohne Widerstand in die Kurbel eindrehen, und auch das Klicksystem war ab Werk optimal voreingestellt. Wer die Federspannung anpassen möchte, kann das mit wenigen Handgriffen erledigen, um den Ein- und Ausstieg an die persönlichen Vorlieben anzupassen. Die Plattformseite hinterließ einen guten Eindruck. Mit 10 Pins bietet sie soliden Grip, auch wenn das Pedal nicht ganz so bissig ist wie reine Flatpedale für MTBs. Wer sich in anspruchsvollem Gelände absolute Haftung wünscht, kann hier mit längeren Pins nachrüsten. Dennoch blieb der Fuß auch bei ruppigen Passagen stabil, und das breite Pedalformat sorgte für eine gute Kraftübertragung. Dank der großen Trittfläche bleibt der Fuß stabil auf dem Pedal. Die aggressiven Pins sorgen für optimalen Grip und verhindern ungewolltes Abrutschen. Selbst bei Sprüngen oder nassen Bedingungen bietet das Mamba-Pedal zuverlässige Kontrolle.

Der CNC-gefräste Aluminiumkörper machte direkt einen stabilen Eindruck und hielt kleine Felskontakte problemlos aus. Nach unserer kurzen Testfahrt zeigten sich leichte Kratzer, aber keine Verformungen oder strukturellen Schäden. Für härtere Einsätze könnte das Pedal auf Dauer noch mehr abbekommen, aber das wird erst ein Langzeittest zeigen. Die Lagerqualität erwies sich als starkes Plus. Kein Spiel, kein Schleifen, kein unnötiges Nachdrehen - genau die Art von Laufruhe, die man bei einem hochwertigen Pedal erwartet. Auch nach längerer Nutzung blieb das Drehverhalten unverändert, was auf eine gute Abdichtung und hochwertige Lagertechnik schließen lässt.

Nach der Fahrt zeigte sich das Mamba als pflegeleicht. Schmutz blieb am MTB-Pedal mit den blauen Pins kaum haften, und auch der Klickmechanismus blieb frei von Blockaden. Dank des offenen Designs ließ sich das Pedal mit wenig Aufwand reinigen, was besonders für nasse und matschige Bedingungen wichtig ist. Die Pins des Mamba lassen sich einfach austauschen. Wer mehr Grip braucht, kann längere Pins montieren oder einzelne entfernen. Das Werkzeug wird direkt mitgeliefert.

Das FUNN Mamba ist die perfekte Lösung für Fahrer, die sich bei Ihrem MTB nicht zwischen Klick- und Flat-Pedal entscheiden wollen. Mit seiner Hybrid-Konstruktion bietet es maximale Flexibilität - die sichere Verbindung eines Klickpedals, kombiniert mit der Freiheit einer Plattform. Gerade für Trail- und Enduro-Fahrer, die je nach Strecke oder Vorliebe variieren möchten, bekommt mit dem Mamba eine sehr gute Option auf dem Markt. Die Verarbeitung überzeugt trotz günstigem Preis. Der CNC-gefräste Aluminiumkörper hält Schläge und Felskontakte aus, ohne dass die Stabilität darunter leidet. Auch die Lager laufen geschmeidig und zeigten im Test keine Schwächen. Die Plattformseite bietet mit vier Pins ordentlichen Grip, auch wenn sie nicht ganz an reine Flatpedals herankommt. Wer mit normalen Schuhen maximale Haftung will, kann hier mit längeren Pins nachrüsten. Das Klicksystem funktioniert zuverlässig und ließ sich problemlos anpassen, sodass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Klickpedal-Fahrer damit klarkommen.

Gewage USGE323

Das Gewage USGE323 erwies sich als solide Alternative für Trail- und All-Mountain-Fahrer. Der Aluminium-Pedalkörper hielt Schläge gut aus, die neun Pins pro Seite boten einen ordentlichen, aber nicht überragenden Grip. Die Lager liefen sauber, und die offene Bauweise erleichterte die Reinigung. Kein High-End-Pedal, aber eine zuverlässige Wahl für alle, die Langlebigkeit und Funktionalität schätzen.

Beim Auspacken machte das Gewage USGE323 sofort einen soliden Eindruck. Das Pedal besteht aus hochwertigem, CNC-gefrästem Aluminium und vermittelte bereits beim ersten Anfassen ein stabiles Gefühl, ohne unnötig schwer zu wirken. Auffällig war das schlichte, aber durchdachte Design - funktionell und ohne unnötige Extras, was sich gerade für Fahrer anbietet, die es unkompliziert mögen. Die Oberfläche war leicht angeraut, was direkt für zusätzlichen Grip sorgte, und auch die Pins waren stabil und sauber verarbeitet. Neun tief eingelassene Pins pro Seite versprachen auf Anhieb guten Halt, der sich dann im Praxistest bewähren sollte. Die Verarbeitung des Pedals überzeugte insgesamt: keine scharfen Kanten, kein Spiel in der Achse, und alles wirkte hochwertig verarbeitet. Auch das Gewinde war einwandfrei geschnitten und ließ sich problemlos in die Kurbelarme drehen. Alles in allem versprach das Gewage ein zuverlässiges Pedal für Trail-Abenteuer zu sein.

Das Gewage USGE323 ist ein klassisches Plattformpedal, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Keine auffällige Optik, keine Hightech-Features - hier geht’s um Funktionalität. Die 101 x 98 mm große Plattform bot im Test eine ordentliche Standfläche, allerdings war das Gefühl nicht ganz so satt wie bei aggressiveren Flatpedals. Die neun Pins pro Seite griffen gut, aber bei sehr losen oder staubigen Untergründen hätte es noch etwas mehr Biss sein dürfen. Für Touren, Flowtrails oder All-Mountain-Strecken reicht das vollkommen aus, doch für Fahrer, die maximale Traktion brauchen, gibt es Alternativen mit noch mehr Halt.

Die CNC-gefräste Aluminiumkonstruktion machte einen stabilen Eindruck. Kleinere Felskontakte überstand das Pedal ohne Probleme, aber nach ein paar härteren Einschlägen waren erste Kratzer sichtbar. Strukturelle Schäden oder Biegungen gab es keine, was zeigt, dass das Material einiges aushält. Die leicht abgerundeten Kanten halfen zudem, ungewolltes Hängenbleiben an Hindernissen zu verhindern. Die Montage verlief einfach. Besonders praktisch war, dass das Pedal mit einem Gewindeschutz geliefert wurde. Das verhindert, dass etwaige Staubkörner oder andere Fremdstoffe am Gewinde hängen. So etwas würde die Montage stark erschweren und möglicherweise sogar das Gewinde an der Kurbel beschädigen.

Beim Drehverhalten zeigte sich das Gewage USGE323 unauffällig. Die drei abgedichteten Industrielager liefen sauber, aber nicht so butterweich wie bei höherpreisigen Modellen. Wer es gewohnt ist, dass sich das Pedal extrem leichtgängig dreht, wird hier eine etwas gedämpftere Performance feststellen. Das ist kein Dealbreaker, aber ein Punkt, den anspruchsvollere Fahrer im Hinterkopf behalten sollten.

Weitere getestete MTB-Pedale

Neben den oben genannten Pedalen wurden auch folgende Modelle getestet:

  • SHIMANO DEORE XT PD-T8000
  • SHIMANO XT PD-M8120
  • SHIMANO PD-GR500
  • Crankbrothers 16272 Stamp Flat
  • SHIMANO XT PD-M8100
  • FUNN FUN221-0702E
  • SHIMANO PD-EH500
  • ROCKBROS K203-BL/RBSDE
  • XPEDO M-Force 8 CR

Klickpedale vs. Flatpedale: Eine Glaubensfrage

Die Frage, ob ein Mountainbiker Klick- oder Flat-Pedale fährt, ist fast schon eine Glaubensfrage. Einige sind auf ein System eingeschworen und wollen von nichts anderem mehr hören. Flat-Pedale werden auch oft Plattformpedale genannt, da sie eine große Standplattform bieten, auf den man den Fuß einfach draufstellen kann. Dadurch kann man den Fuß leicht vom Pedal nehmen und diese Art von Pedalen wird hauptsächlich von MTB-Puristen und Luftakrobaten gefahren. Oder allen, die denken, dass sie mit nur einem Fuß auf dem Pedal Inside-Line-Drifts wie Sam Hill können. Wegen ihrer Einfachheit raten wir auch Einsteigern immer dazu, mit Flats zu starten.

Flatpedale: Vor- und Nachteile

Für maximalen Halt haben alle Pedale im Test eine große Standfläche, die mindestens 100 x 100 mm misst. Je nach Hersteller variieren Größe und Form der Plattform natürlich stark. Darauf sind kleine Schrauben - die Pins - angebracht, die sich in die Schuhsohle bohren und somit für noch mehr Grip auf dem Pedal sorgen. Hier gilt allerdings nicht „viel hilft viel“, denn bei den Pins kommt es auch auf Größe, Anordnung und Höhe an. Die Pins können zudem von oben mit einer Madenschraube oder von unten durch das Pedal durchgeschraubt werden. Die von unten verschraubten Pins haben den großen Vorteil, dass man sie viel leichter wechseln kann, wenn sie bei einem Aufsetzer beschädigt werden.

Die Composite-Pedale bestehen aus einem speziellen Kunststoff und sind durchweg günstiger. Ein Nachteil, den sie allerdings haben, ist, dass sie eine durchgängige Achse benötigen, da der weniger stabile Kunststoff sonst die Last nicht tragen kann. Dadurch ist die Standfläche dieser Pedale in der Mitte immer etwas erhöht, was eine konvexe Standfläche schafft. Aus diesem Grund sitzt der Fuß in der Mitte stärker auf als an der vorderen und hinteren Kante und man hat einen etwas undefinierten Stand. Da Alu ein stabileres Material ist, haben die Hersteller mehr Freiheit beim Design der Pedale und sie können dünner und mit kürzeren Achsen entwickelt werden. Das wiederum erlaubt eine konkave Standfläche, die einen besseren Halt und einen definierteren Stand bietet.

Klickpedale: Vor- und Nachteile

Klickpedale geben dem Fahrer eine feste Verbindung zum Bike und sind somit die erste Wahl der meisten Rennfahrer über alle Disziplinen - von Tour de France bis Downhill World Cup - hinweg. Man muss aber kein Racer sein, um die Vorteile von Klicks zu schätzen. Da man mechanisch mit dem Bike verbunden ist, kann man nicht auf dem Pedal verrutschen und steht immer an der perfekten und vor allem gleichen Stelle. Egal, ob man von einem Steinfeld durchgeschüttelt wird oder in einem flachen Trail-Segment einen knackigen Sprint hinlegen will.

An der Unterseite des Schuhs wird eine Metallplatte, die Cleat genannt wird, befestigt. Diese ist speziell geformt und wird in einen gefederten Mechanismus auf dem Pedal eingeklickt. Um den Schuh wieder vom Pedal zu lösen, muss er zur Seite herausgedreht werden. Hier gibt es verschiedene Systeme, aber das wohl am weitesten verbreitete System ist das SPD (Shimano Pedalling Dynamics). Auch andere Hersteller verbauen es an ihren Pedalen, viele haben jedoch auch ihre eigenen Mechanismen entwickelt. Das Klick-Gefühl unterscheidet sich dabei maßgeblich. Denn je nachdem, wie die beiden Bügel des Klick-Mechanismus geformt sind, ist das Feeling im Pedal anders. Außerdem kann man bei vielen Pedalen das Klick-Feeling noch feintunen. Dafür gibt es meist zwei Möglichkeiten: Die Einstellung der Federspannung, die bestimmt, wie viel Kraft benötigt wird, um in das Pedal einzusteigen, sowie die Form der Cleats. Durch letztere können Float und Auslösewinkel geändert werden. Float beschreibt die Bewegungsfreiheit, die man im eingeklickten Zustand hat, während der Auslösewinkel angibt, wie weit man seinen Fuß drehen muss, um aus dem Klick-Mechanismus herauszukommen.

Die Standbreite: Wie breit stehst du?

Die Standbreite auf den Pedalen wird vorgegeben durch die Länge der Achse. Ein Wert, der in diesem Zusammenhang oft angegeben wird, ist der Q-Faktor. Dieser bezeichnet den Abstand von der Kurbelaußenseite zur Pedalmitte. Da die Kurbelbreite bei den allermeisten Mountainbikes die gleiche ist, gibt der Q-Faktor an, wie breit der Stand auf dem Bike ist. Wie breit man steht ist dabei von Körpergröße, Hüftbreite, persönlichen Vorlieben und natürlich dem Einsatzzweck abhängig. Auf Cross-Country- oder Marathon-Bikes ist der Stand meist schmaler, da man dadurch eine bessere Tritteffizienz hat. Bei Trail-, Enduro- oder Downhill-Bikes steht man hingegen meist breiter, da das ein kontrollierteres Fahrgefühl in der Abfahrt gibt. Egal, ob Klicks oder Flats: Die Standbreite hat immer einen Einfluss auf das Fahrgefühl. Flats bieten mehr Freiheit in der Platzierung des Fußes, deshalb wird hier meist kein Q-Faktor angegeben. Dennoch gibt es spürbare Unterschiede zwischen den Pedalen. Bei Klicks wird der Q-Faktor angegeben, da man ihn bis zur Mitte des Klick-Mechanismus einfach messen kann.

Testbedingungen und Kriterien

Unsere Tester haben die Pedale über mehrere Monate hinweg unter den verschiedensten Bedingungen getestet. Von Hometrail-Runden über Bikepark-Laps und Shuttle-Runs bis hin zu All-Day-Adventures war alles mit dabei. Über die Zeit haben sich natürlich auch die Trail-Bedingungen massiv geändert und zwischen spätsommerlichen Staub-Schlachten, winterlichen Matsch-Festen oder frostigen Early-Bird-Rides wurden die Pedale nicht geschont. Die Test-Kandidaten mussten also einiges mitmachen. Dabei haben wir auch auf die Wartungsfreundlichkeit geachtet: Wie gut lassen sich die Pedale öffnen, um z. B. die Lager neu zu schmieren? Wird Spezialwerkzeug dazu benötigt? Und wie gut sind die Lager gedichtet, um Schmutz und Wasser draußen zu halten?

Ergebnisse und Empfehlungen

Zunächst einmal haben alle Pedale des Tests ihren Job gut erfüllt und wir mussten glücklicherweise keine Totalausfälle beklagen. Bei manchen hat sich allerdings ein sehr spitzes Einsatzgebiet herauskristallisiert, andere haben trotz guter Funktion Mankos in der Haltbarkeit gezeigt. Es hat sich also sowohl bei Klicks als auch bei Flats ein klarer Sieger ergeben. Zwei Pedale, die alles mitmachen und extrem hohe Performance bringen, ohne dass ihr euch zu viel Gedanken machen müsst, was gerade unter euren Füßen passiert.

Empfehlung für Klickpedale: Hope Union Trail

Das Hope Union Trail vereint scheinbare Gegensätze: Es bietet freien Float bei einem sehr definierten Klick-Gefühl. Durch den eigens konstruierten doppelt gefederten Klick-Mechanismus ist zudem ein Wiedereinklicken auf dem Trail ein Kinderspiel. Hinzu kommt eine Pedalfläche, die guten Halt bietet und sich mit den Pins auf eure Wünsche einstellen lässt. Zuletzt hat das Union Trail eine starke Lagerung und Dichtung, das Pedal dreht sich unter allen Bedingungen munter weiter.

Empfehlung für Flatpedale: Chromag Dagga

Das Chromag Dagga ist eine massive Erscheinung. Es hat eine sehr große Plattform, gespickt mit 12 Pins pro Seite. Damit bietet es massiven Grip in allen Situationen. Die Pins sind alle von unten eingeschraubt, sodass man sie im Falle einer Beschädigung leicht tauschen kann. Wer noch mehr Halt auf den Daggas will, kann die Unterlegscheiben unter den Pins entfernen, dadurch wird die Pin-Höhe nochmal vergrößert.

Preis-Leistungs-Tipp: OneUp Composite Pedal

Das OneUp Composite-Pedal ist so unspektakulär, wie es auf dem Papier wirkt. Aber dennoch richtig gut! Als günstiges Flat-Pedal ist es für Einsteiger eine spannende Alternative zu den teureren Alu-Pedalen, denn manche Pedale im Test kosten fast das Fünffache des OneUp. Dennoch bietet das Pedal einen guten Grip und man kann den Fuß noch ohne Probleme umpositionieren.

Weitere Empfehlungen

  • Hope Union TC Trail: Testsieger unter den Klickpedalen, herausragende Verarbeitung, ideal für Allmountain oder Enduro.
  • Crankbrothers Stamp 7: Testsieger unter den Plattformpedalen, herausragender Grip, einfache Wartung, gute Selbstreinigung.
  • Shimano Deore XT PD-M8100 XC: Klassische Klickpedale, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ideal für Cross-Country.
  • Acros Flatpedals: Hervorragender Grip, gute Selbstreinigung, empfehlenswert für jede Mountainbike-Disziplin.

Tabellarische Übersicht

Pedal Typ Besonderheiten
Crankbrothers Stamp 1 Flatpedal Testsieger, starker Grip, leichte Bauweise
FUNN Mamba Hybrid (Klick/Flat) Flexibel, Klick- und Plattformseite
Gewage USGE323 Flatpedal Solide, langlebig, einfache Reinigung
Hope Union Trail Klickpedal Testsieger, freier Float, definiertes Klick-Gefühl
Chromag Dagga Flatpedal Massiver Grip, große Plattform
OneUp Composite Pedal Flatpedal Preiswert, guter Grip

Die Wahl des richtigen Pedals hängt stark von den individuellen Vorlieben, dem Fahrstil und dem Einsatzbereich ab. Ob Flatpedal oder Klickpedal - wichtig ist, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht und ein sicheres und komfortables Fahrgefühl vermittelt.

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